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Insider – G20-Einigkeit bei globaler Steuerreform erst in letzter Minute

Am Ende sei dies aber gelungen, sagte ein deutscher Regierungsvertreter am Montag. Wichtig sei auch gewesen, alle europäischen Partner in dem von der Industriestaaten-Organisation OECD koordinierten Prozess an Bord zu holen. “Das ist ein erheblicher Fortschritt.” Das werde es deutlich leichter machen, einstimmig eine Richtlinie zur Umsetzung der Pläne in der EU durchzubekommen.

136 Staaten hatten sich am Freitag auf Details der Steuerreform geeinigt. Diese sieht eine Mindeststeuer für große Konzerne von 15 Prozent vor. Außerdem sollen Schwellenländer mehr Steuereinnahmen abbekommen. Die Regeln sollen bereits 2023 in Kraft treten, was als ambitioniert gilt. In Europa waren bis zuletzt Irland, Ungarn und Estland skeptisch, tragen die Pläne nun aber mit. Welche Staaten aus dem Kreis der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) erst in letzter Minute einschwenkten, sagte der Regierungsvertreter nicht.

Noch im Laufe des Oktobers soll nun auf G20-Ebene endgültig grünes Licht für die Steuerreform gegeben werden, nachdem im Sommer ein Grundgerüst gebilligt wurde. Die Pläne sollen dann nächstes Jahr in Gesetzestexte gegossen werden.