EUR/USD – Tägliche Fundamentalanalyse – Ausblick für 29. Dezember 2016

European Central Bank, Frankfurt
European Central Bank, Frankfurt

Am Mittwoch war zum ersten Mal seit Anfang dieser Woche etwas Bewegung beim EUR/USD Paar zu beobachten. Die wenigen Trader, die derzeit nicht im Urlaub sind, dürften sich über den Ausbruch aus der 30 bis 40 pip Range gefreut haben. Der U.S. Dollar sollte weiterhin stark bleiben, gestern geriet das Forex-Paar erneut durch die Stärke des Greenback unter Druck. Das EUR/USD Paar unterschritt im Tagesverlauf den 1.0400 Level und erreichte kurzzeitig die 1.0360 Marke, nach der Veröffentlichung der schwebenden Hausverkäufe folgte eine Rückkehr über den 1.0400 Level.

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Bereits seit der Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der jüngsten Notenbanksitzung der Fed ist beim U.S. Dollar signifikante Stärke zu beobachten. Die Fed überraschte die Märkte mit „adlerhaften“ Aussagen und der Ankündigung, den Leitzins in den USA im kommenden Jahr zwei bis drei Mal anzuheben. Obwohl der überraschende Präsidentschaftswahlsieg des Republikaners Donald Trump derzeit noch für etwas Verunsicherung sorgt ist davon auszugehen dass der U.S. Dollar weiterhin stark bleiben wird.

Eine klare Richtung dürfte sich Anfang des neuen Jahres abzeichnen, sobald der Großteil der Marktteilnehmer aus dem Winterurlaub zurückkehrt – und damit auch die Liquidität an den Märkten. Erst dann dürften sich wieder klare Trends abzeichnen, welche eine Richtung erwarten lassen. Generell dürfte der Dollar weiterhin die favorisierte Währung bleiben. Während die Fed in den USA bereits die Geldpolitik strafft kündigte die EZB eine Verlängerung des Anleihekaufprogramms im kommenden Jahr an. Zusätzlich dürfte der Brexit und die möglichen Folgen für die europäische Wirtschaft weiterhin für Verunsicherung an den Märkten sorgen, auch die Mitte 2017 in Deutschland anstehende Bundestagswahl dürfte den Euro unter Druck setzen. Ob Angela Merkel wieder zur Bundeskanzlerin gewählt wird ist bisher nicht absehbar, sollte sie die Wahl verlieren dürfte der Euro massiv unter Druck geraten.

Heute ist weiterhin nicht mit signifikanten Bewegungen zu rechnen, während heute viele Trader die enttäuschend ausgefallenen schwebenden Hausverkäufe verarbeiten dürften sollte sich die Konsolidierung fortsetzen.

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