EUR/USD vor der EZB-Sitzung im Chartcheck

Waren die Vorschusslorbeeren zu viel des Guten?

Seit dem die Gemeinschaftswährung Mitte August den Support um 1,17000 USD erfolgreich verteidigt hat, liefen die Kurse mehr oder weniger geradlinig in den Preisbereich um 1,19000 USD. Der Versuch der Euro-Bullen, das Ruder zu übernehmen, ist damit nicht zu übersehen und die Chancen auf der Chartoberseite liegen auf der Hand.

Gelingt der Sprung über Marke von 1,19000 USD ebnet sich zunächst das Feld zum Drehbereich um 1,19750 USD. Bei einem nachhaltigen Richtungswechsel winken aus charttechnischer Sicht längerfristig sogar Zuwächse bis zum Verlaufshoch bei 1,22660 USD.

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Tickmill-Analyse: Wochenchart im EURUSD

Doch auf Grund der morgigen Sitzung der Europäischen Zentralbank besteht die Gefahr, dass die Rechnung ohne den Wirt gemacht wurde. Ein Treiber der Rally ist unter anderem das Thema der Reduzierung des laufenden Anleihekaufprogramms. Doch auch der Arbeitsmarkt und die Entwicklung der Inflation in der Eurozone dürften eine gewichtige Rolle bei der Entscheidung der Notenbänker spielen. Sollten diese etwas zurückhaltender agieren, als der Markt das erwartet, ist aus kurzfristiger Sicht mit Kursrückgängen zu rechnen.

Ein widererstarkende US-Dollar dürfte ebenfalls für Verkaufsdruck sorgen

Erste Auswirkung über den positiven Wochenstart für den US-Dollar-Index sind bereits im 4-Stundenchart der EURUSD zu sehen. Der gestern initiierte Abprall vom Widerstand bei 1,19000 USD ins nicht zu übersehen. Sollten die Akteure weiterhin vorsichtig agieren und lieber ein paar Gewinne aus der vorangegangenen Rally mitnehmen, dürfen der Schwungbereich um 1,18000 USD sowie die untergeordneten Swinglows um 1,17830 USD, 1,17350 USD und 1,17270 USD auf nicht auf der Agenda der planbaren Anlaufmarken auf der Chartunterseite fehlen.

Tickmill-Analyse: EURUSD im 4-Stundenchart

Im Falle eines deutlichen Kursrutsches bietet die runde Marke von 1,17000 USD sowie das Doppeltief bei 1,16650 USD Orientierung.

Videobesprechung

Über die entscheidenden Kurslevel im EURUSD und GOLD, spricht der Marktexperte Mike Seidl in der heutigen Ausgabe von „Tickmill’s täglichen Tradingideen“.

 

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Erfolgreiches Trading wünscht Ihnen

Ihr Mike Seidl

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Dax flirtet mit Rekordhoch – Dollar fällt nach US-Jobdaten

Der US-Dollar geriet am Freitag nach den Arbeitsmarktdaten unter Druck, im Gegenzug sprang der Euro auf 1,2174 Dollar nach zuvor 1,2112 Dollar. An den Aktienmärkten gab es weniger Bewegung, jedoch verfestigte sich die freundliche Tendenz.

Der Dax stieg um 0,1 Prozent auf 15.650 Punkte und blieb damit auf Tuchfühlung mit seinem Allzeithoch. Der EuroStoxx50 kletterte auf 4082 Zähler. An der Wall Street ging es vorbörslich ebenfalls nach oben.

Die Lage am US-Arbeitsmarkt hat sich im Mai deutlich verbessert – allerdings nicht so stark wie erhofft. Es entstanden 559.000 neue Jobs außerhalb der Landwirtschaft. Von Reuters befragte Ökonomen hingegen hatten sogar mit 650.000 gerechnet. Die Arbeitslosenquote sank zugleich von 6,1 auf 5,8 Prozent. “Der ADP-Bericht hatte auf eine deutlich größere Beschäftigungssteigerung hingewiesen, und viele Marktteilnehmer werden sich in der Folge bereits positioniert haben”, sagte Helaba-Experte Ralf Umlauf. “Insofern enttäuscht das Ergebnis, obwohl sich die Verbesserung des Arbeitsmarktes eindrücklich fortsetzt.”

JOBDATEN NEHMEN SCHWUNG AUS TAPERING-DEBATTE

Bis die Fed substanzielle Fortschritte bei ihrem Beschäftigungsziel feststelle, dürfte es daher noch dauern, konstatierte Ökonom Bastian Hepperle vom Bankhaus Lampe. “Eine Tapering-Diskussion wird kaum schon auf der Juni-Sitzung angestoßen werden.” Auch für Euro-Zone sehen Experten keinen Handlungsdruck für die Währungshüter um Notenbankchefin Christine Lagarde. “Es ist zu früh für die EZB, auch nur ansatzweise eine Straffung der Geldpolitik anzudeuten, selbst wenn sich das Wirtschaftswachstum verbessert”, schrieben die Analysten von BCA Research in einem Kommentar. “Während die Gesamtinflation im Mai über das Zwei-Prozent-Ziel der Zentralbank gestiegen ist, stieg die Kerninflation nur auf 0,9 Prozent.”

An den Anleihemärkten gingen die Renditen der zehnjährigen US-Treasuries auf 1,601 Prozent von 1,627 Prozent zurück. An den Rohstoffmärkten verteuerte sich die Feinunze Gold um 0,9 Prozent auf 1889 Dollar.

QUARANTÄNEPFLICHT FÜR REISEZIELE DRÜCKT BRITISCHE AIRLINES

Unter Druck gerieten die Aktien britischer Fluggesellschaften. Aktien von British Airways-Besitzer IAG, Wizz Air und easyJet rutschten bis zu drei Prozent ab, nachdem Großbritannien sieben Länder auf seine “rote Liste” gesetzt hat. Bei einer Reise in eines der Länder, darunter Ägypten und Sri Lanka, ist bei der Rückkehr nach England eine Hotelquarantäne erforderlich. Auch die Papiere von Ryanair sackten ebenfalls ab, halbierten ihre Verluste aber auf 0,6 Prozent. Chef Michael O’Leary blickt optimistisch auf die Sommersaison. “Wenn die Menschen im Juli und August reisen, wird es keine Einschränkungen für Reisen nach und von, zwischen, Großbritannien und Europa geben, aufgrund des Erfolgs der Impfstoffe und der Tatsache, dass die Impfstoffe gegen diese Variante wirksam sind”, sagte der Ryanair-Chef der BBC.

Am deutschen Aktienmarkt feierten Anleger den Aufstieg von Auto1 in den Nebenwerte-Index MDax. Die Aktien des Online-Gebrauchtwagenhändlers kletterten um 2,7 Prozent. Dafür musste der Chipzulieferer Siltronic weichen. Im SDax muss der Autozulieferer Leoni seinen Platz für den Softwareentwickler Nagarro räumen. Leoni-Aktien fielen um rund zwei Prozent. Die Änderungen werden zum 21. Juni wirksam.

 

Erhöhte Risikonachfrage, solide Einzelhandelsumsätze treiben den AUD um 1 Prozent nach oben

Der Dollar fiel gegenüber den anderen Währungen auf ein Zwei-Wochen-Tief und verzeichnete Verluste gegenüber allen wichtigen Währungen außer dem japanischen Yen.  Die Preise wurden in erster Linie von einem stärkeren Euro getrieben, der im Zuge der politischen Entspannungen in Italien an Wert gewann.

Die US-Dollar-Futures lagen im Juni bei 93,986, was einem Rückgang von 0,183 oder -0,19% entspricht.

Die Preisaktion auf dem Forex-Markt zeigt, dass den Anlegern am Montag einige wichtige Fundamentaldaten zur Auswahl standen.

Mit Ausnahme der Dollar/Yen-Händler zuckten die meisten Anleger am Freitag bei den amerikanischen Arbeitsmarktdaten, die viel besser ausfielen als prognostiziert und somit die Renditen der amerikanischen Schatzanleihen nach oben trieben. Dadurch vergrößerte sich der Spread zwischen den Renditen der US-Staatsanleihen und den Renditen der japanischen Staatsanleihen, was den US-Dollar zu einem attraktiveren Investment machte.

Das USD/JPY-Währungspaar notierte bei 109,918, was einem Anstieg von 0,399 oder +0,36% entspricht.

Der Euro stieg ebenfalls, da es in Italien zu einer Regierungsbildung gekommen ist und Bundeskanzlerin Angela Merkel am Wochenende verlauten ließ, dass Deutschland Schritte in Richtung eines Europäischen Währungsfonds befürworten würde.

Das EUR/USD-Währungspaar lag bei 1,1695, was einem Anstieg von 0,0036 oder +0,31% entspricht.

Die rohstoffgebundenen australischen und neuseeländischen Dollar-Währungen verzeichneten ebenfalls solide Zuwächse. Beide Zuwächse wurden von einer erhöhten Nachfrage nach höheren Risiken angetrieben, wobei der australische Dollar auf positive Unternehmensgewinne und einen unerwarteten Anstieg der Einzelhandelsumsätze reagierte.

Das AUD/USD-Währungspaar lag bei .7648, ein Plus von 0,0080 oder +1,04% und der NZD/USD bei .7030, ein Plus von 0,0043 oder +0,61%.

Am Montag tauchten allerdings bereits globale Handelsbedenken auf, nachdem China die Vereinigten Staaten vor Zöllen oder anderen protektionistischen Maßnahmen gewarnt hatte.

US-Treasury-Märkte

Die Renditen auf den US-Treasury-Märkten stiegen am Montag, da die Anleger weiterhin auf die starken amerikanischen Arbeitsmarktdaten vom Freitag reagieren. Ein solider Anstieg des durchschnittlichen Stundenverdienstes trug dazu bei, eine Zinserhöhung im Juni zu festigen, während sich die Chancen auf zwei weitere Zinserhöhungen im Jahr 2018 erhöhen.

US-Wirtschaftsdaten

Am Montag gab es nur eine Veröffentlichung zu vermelden, die Auftragseingänge für US-Waren gingen im April stärker zurück als erwartet. Nach Angaben des Handelsministeriums gingen die Auftragseingänge im April um 0,8 Prozent zurück, während die Daten für März auf 1,7 Prozent nach oben revidiert wurden. Die Händler waren von einem Auftragsrückgang um 0,5 Prozent ausgegangen.

Gold

Die Goldpreise gaben nach, nachdem sie mehr oder weniger während des gesamten Handels seitwärts notierten. Der Markt wurde durch die Angst vor einem Handelskrieg gestützt. Durch den Anstieg der US-Treasuries wurden jedoch die Gewinne begrenzt.

Der Comex Gold-Index für August schloss bei 1297,30 USD, was einem Rückgang von 2,00 USD oder -0,15% entspricht.

Rohöl

Der U.S. West Texas Intermediate und der International-Benchmark für die Rohölsorte Brent sanken am Montag. Die Händler preisen weiterhin die steigende Produktion und ein damit verbundenes mögliches globales Angebotswachstum ein.

Die WTI-Rohölterminkontrakte lagen im Juli bei 64,75 USD, ein Minus von 1,06 USD oder -1,64% und die Rohölpreise für die Rohölsorte Brent im August lagen bei 75,29 USD, ein Verlust von 1,50 USD oder -1,99%.

Technische Faktoren trugen ebenfalls dazu bei, den Preisverfall zu beschleunigen, da die WTI wichtige Unterstützungsebenen herausnahm, was gleichzeitig eine Reihe von Verkaufsstopp-Orders auslöste.

Marktschnappschuss – US-Futures notierten leicht höher, US-Dollar auf dem Weg zu einem neuen 2018-Hoch

Anstieg der Unsicherheit

Berichten zufolge wurden die Gespräche zwischen Nord- und Südkorea vorerst abgesagt, was zu einiger Unruhe auf dem Markt geführt hat. Der Markt hält Ausschau nach treibenden Kräften, da der Dollar bei steigenden Anleiherenditen weiter an Stärke gewinnt.

Der Handel bei den US-Futures verläuft positiv, sie notieren leicht höher. Gold setzt seine bärische Stimmung fort und notiert derzeit bei 1289.40 USD. Der US-Dollar-Index setzte seine Gewinnsträhne vom Mittwoch fort, er notierte bei 93,40, ein Plus von 0,28%.

Der Dollar stand in den letzten 24 Stunden im Fokus, nachdem er die meiste Zeit in der letzten Woche eher im Hintertreffen gewesen war. Damals hatten wir darauf hingewiesen, dass es sich nur um eine Korrektur handeln würde. Er sollte wieder stärker notieren, sobald sich die Dinge beruhigt haben; das ist nun eingetreten.

Der Grund dafür waren die besser als erwarteten Daten aus den USA, die dem Dollar zum Aufschwung verhalfen, da die Erwartung hinsichtlich künftiger Zinserhöhungen seitens der Fed weiter zunimmt.


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Gold fällt durch die Bandbreite

Die Goldpreise sind abgestürzt. Sie notieren derzeit unterhalb der 1.300-Dollar-Marke. Die Spanne zwischen 1.300 und 1.600 hält sich nun seit einigen Monaten. Wenn die Preise in den nächsten Tagen weiterhin unterhalb dieser Region bleiben, könnte es in den nächsten Wochen zu einer viel stärkeren Korrektur kommen.

Amtseinführung von Trump und Bewährungsprobe für den US-Dollar

20 Januar fand die offizielle Amtseinführung des Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump, statt.

Entgegen allen Erwartungen wurden das Programm der fiskalischen Stimulierung und der Infrastrukturreformen dabei nicht erwähnt. Wenn die Pläne zur Reform des Steuersystems jedoch umgesetzt würden, könnten Investoren aus der ganzen Welt, angelockt von Steuerfreibeträgen in Höhe von 85 %, eine Rückkehr fast 1 Billion US-Dollar provozieren. Etwa ein Drittel dieses Kapitals wird über die Devisenmärkte fließen. Genau das haben die Investoren überall auf der Welt erwartet.

Deshalb ist davon auszugehen, dass die Rede des Präsidenten bei seiner Amtseinführung die Investoren enttäuscht hat. Die Reaktion der Finanzmärkte ließ nicht lange auf sich warten. Der wöchentliche Handel an den Börsen begann mit einem sehr schwachen Dollar im Vergleich zu den Aktienkursen.

Bisher gibt es aufgrund des Fehlens einer eindeutigen Rhetorik des unberechenbaren Präsidenten keine Anzeichen für einen globalen Richtungswechsel bei den Investitionen. Es wird angenommen, dass die amtierende Regierung die Probleme der Reihe nach löst. Das wichtigste Problem sei derzeit die politische Auseinandersetzung, die mit den Wahlen nicht beendet ist. Laut Informationen der größten Nachrichtenagenturen beteiligten sich an den Demonstrationen gegen den Präsidenten ca. 2 Millionen Menschen. Es ist anzunehmen, dass die Regierung mit der Umsetzung ihrer Strategie warten muss, bis die Welle der Demonstrationen und Proteste abgeebbt ist. Dann beginnen die Staatsbesuche und Treffen mit den Regierungschefs und Präsidenten der großen Weltmächte.

  • Am 27. Januar trifft sich der Präsident mit der Premierministerin Großbritanniens, Teresa May (die angesichts der drohenden Aufkündigung der Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaft einen großen Einfluss auf die Weltwirtschaft nehmen kann).
  • Am 31. Januar trifft Trump den Präsidenten von Mexiko.

Aufgrund der aktuellen Situation auf den Märkten ist anzunehmen, dass die Schwäche des Dollars eine vorübergehende Erscheinung ist. Donald Trump hat offenbar eine “lyrische Pause” eingelegt, um die bürokratischen Fragen zu lösen und diese Pause wird nicht lange dauern. Dem Finanzmarkt muss der “Marsch geblasen” werden und Trump versteht das sehr gut. Die Perspektive eines starken Dollars ist weiterhin aktuell.

Bericht von Michail Khlestunov, Analyst der FIBO Group.

EUR/USD Ausblick für 20. Dezember 2016 – Technische Analyse

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Das EUR/USD Paar bewegte sich während der Session am Montag in beide Richtungen, der 1.05 Level markierte weiterhin Widerstand. Generell erwarten wir weiterhin Abwärtsbewegungen, bis zum Jahresende sollte man sich zudem auf Volatilität einstellen. Früher oder später sollte die Euro-Dollar-Parität erreicht werden, allerdings dürfte diese Entwicklung einige Zeit in Anspruch nehmen.