Brutaler Abverkauf bei Indices und Silber mit nächstem Verkaufssignal

Silber mit Verkaufssignal

Tickmill-Analyse: Silber im Tageschart

Der Tageschart von Silber steht beispielhaft dafür, wie die Marktstimmung seit Mittwoch ist. Die Erholung vom Mittwoch stand klassisch für die regressive Phase in einem übergeordnet abwärts gerichteten Chart. Am Zwischenhoch bei 23,28 USD war diese zu Ende. Es folgte ein Abverkauf, der die Mittwochserholung mittlerweile vollständig wettgemacht hat.

Noch hält die Unterstützung im Umkreis der Marke von 22,00 USD. Doch wenn diese fällt, ist der Weg nach unten frei. Als nächstes Kursziel bietet sich die Unterstützung um die Marke von 21,50 USD an.

Hoffnungsschimmer Unterstützung

Tickmill-Analyse: Silber im Stundenchart

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels ist noch nicht klar, ob es zum Bruch der aktuellen Unterstützung kommt. Spielt der Markt hier tatsächlich die „Abprall vom Support“-Karte aus, ist das zunächst durch Kursanstiege über das kleine Hoch bei 22,55 USD hinaus erkennbar. Je nach Stärke des möglichen Abpralls ergeben sich verschiedene Kursziele.

Zunächst bietet der Stundenchart Raum bis zum Zwischenhoch bei 23,28 USD. Gelingt der Ausbruch über diese Marke, ergänzen die Verlaufshochs um 23,92 USD bzw. 24,38 USD die Liste möglicher Ziele auf der Chartoberseite.

Breite Marktstimmung sehr bärisch

Am gestrigen Handelstag wurde über alle Sektoren hinweg verkauft. Die ehemaligen Lieblinge der Börsianer kamen deutlich unter Druck. Eine Amazon verlor über 7% an Wert, Tesla mehr als 8% und Apple über 5%.

Der Inflationsdruck und die zu erwartende Abkühlung der Wirtschaft werden als Gründe genannt. Mehr Details dazu erfahren Sie in der Aufzeichnung der heutigen Sendung „Tickmill’s tägliche Tradingideen“.

 

Tickmill’s LIVE-Besprechung: Wo Bulle und Bär um die Vorherrschaft ringen, warten oft beste Chancen. Behalten Sie börsentäglich die wichtigsten Fakten rund um starke Trends im Blick und verpassen Sie keine Gelegenheit. Melden Sie sich jetzt für die LIVE-Besprechung der täglichen Trading-Ideen um 8:30 Uhr bei Tickmill unter https://www.tickmill.eu/de/education/webinars/93017117289/1610091000000 an.

Erfolgreiches Trading wünscht Ihnen

Ihr Mike Seidl

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Silberpreis – Diese Probleme bestehen jetzt!

Nachdem zum Anfang März einen Silberpreis von sogar 26,95 USD gegeben war, stellt sich jetzt eine Serie von Abverkäufen ein. Im Rahmen dieser Rückgänge wird auch der wichtige 200-Tage-Durchschnitt zum wiederholten Male zur Unterseite durchstoßen. Gründe dafür sind der steigende Dollar und auch die kommenden Zinsschritte.

Silberpreis – Lage wird zunehmend bärisch

Alles in allem trübt die charttechnische Lage damit sehr stark ein. Man muss jetzt davon ausgehen, dass die aktuell laufende Bewegung die Unterkante der seit 2020 vorherrschenden Seitwärtsphase anläuft.

Diese ist bei etwa 21,50 USD zu finden. Mit Unterschreiten dieses relevanten Bereichs würde sich die Lage für den Silberpreis nochmals stark eintrüben. Kurse von etwa 20,00 USD müssten dann eingeplant werden. Derzeit spricht also wenig für eine fulminante Rally.

Auch die Saisonalität spricht aktuell dafür, dass es nochmals bis Juni / Juli Richtung Süden gehen kann. Aus dieser Sicht heraus untermauert sich die aktuell ungünstige Lage.

Fazit – derzeit befindet sich der Silberpreis aus charttechnischer Sicht in einer bärischen Lage. Weiterhin macht die Saisonalität sowie der steigende Dollar zu schaffen.

Der Heikin-Ashi-Chart vom Silberpreis (D1)

Silberpreis Prognose
Silberpreis | Chart von FxEmpire

Jetzt eine Trendanalyse (D1) für den Silberpreis

Macd Oszillator: Es wird bei dem oft verwendeten Indikator geschaut, ob die Signal-Linie über der Trigger-Linie ist. Zudem auch, ob der Macd über null notiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen sind nur 3 positiv. Insofern ist das als bärisch zu bezeichnen.

Gleitende Durchschnitte: Nun wird geprüft, ob bei dem Silberpreis die GDs steigend sind. Denn steigende GDs zeigen einen Aufwärtstrend an. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten sind nur 3 steigend. Insofern ist das leider als bärisch zu bezeichnen.

Parabolic SAR Indikator: Als Letztes muss analysiert werden, ob sich der Indikator unterhalb vom Schlusskurs befindet. Falls ja, dann ist ein bestätigter Aufwärtstrend gegeben. Von insgesamt 10 Parabolic SAR Auswertungen sind nur 2 positiv. Insofern ist das als sehr bärisch zu bezeichnen.

Die Auswertung der Trendanalyse

28.04.2022: Kommen wir jetzt zur Gesamtauswertung. Von zusammengefasst 30 Bewertungskriterien, sind 8 als positiv zu bezeichnen. Das sind nur 26.67 %. Demzufolge wird der Status hier auf „Bärisch“ gesetzt. Von daher ist es clever, mit dem Einstieg in den Silberpreis zu warten, bis die Analyse ein positives Ergebnis bringt.

 

Disclaimer: Trotz sorgfältiger Analyse kann keine Gewähr für Inhalt, Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen gegeben werden. Die Informationen stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder derivativen Finanzprodukten dar. Der Autor übernimmt keine Haftung für auf dieser Website zur Verfügung gestellten Handelstechniken, Analysen und Tradingideen. Der Autor kann in den besprochenen Wertpapieren, bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung investiert sein.

Gold stark – Goldminenaktien stärker!

Der Goldpreis zeigte sich von diesen Drohungen jedoch unbeeindruckt und stieg im Wochenverlauf weiter auf 1.946 US-Dollar an, obwohl auch der US-Dollar zulegen konnte.

Noch ist der Goldpreis in einer Handelsspanne zwischen 1.900 US-Dollar auf der Unterseite und 1.960 US-Dollar auf der Oberseite gefangen, doch ein richtungsweisender Ausbruch aus dieser Spanne könnte schon in Bälde erfolgen.

Die Stärke des US-Dollars ist einer der Faktoren, die den Anstieg des Goldpreises in US-Dollar kurzfristig ausbremsen. Der USD-Index hatte in der vergangenen Handelswoche die Marke von 100 Punkten überschritten und stieg damit auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren an.

Als wir das Kaufsignal für den US-Dollar bei 90 Punkten im USDX im Juni letzten Jahres gaben, lag unser Kursziel im besten Fall bei 100 Punkten, womit dieses Ziel jetzt abgearbeitet wurde.

Dem Anstieg des USDX drohte bei 96 Punkten bereits die Luft auszugehen, doch sorgten die Ankündigungen zu Zinsanhebungen, einer Reduzierung der Notenbankbilanz und letztlich der Krieg in der Ukraine, der insbesondere den Euroraum belastet, für neues Potenzial beim USD-Index zu den anderen Fiat-Währungen.

Der Euro befindet sich hingegen weiterhin auf Talfahrt und hat mittlerweile die Parität zum Schweizer Franken erreicht. Selbst ein Test der Parität zum US-Dollar ist in den kommenden Wochen und Monaten nun denkbar geworden.

Die selbst verursachten Wunden für die europäische Wirtschaft durch die Lockdowns und nun durch die Sanktionen gegen Russland, drücken die europäische Wirtschaft bereits vor den ersten Zinsanhebungen in eine neue Rezession.

Die weiter steigenden Zinsen in den kommenden Monaten und Jahren werden jegliche Konjunkturblüte in Europa im Keim erstickten und die Europäische Zentralbank wird darauf mit dem Drucken von Geld reagieren und die europäischen Regierungen mit neuen planwirtschaftlichen Fiskalprogrammen, was die Situation nur noch verschlimmern wird.

Die Sanktionen gegen Russland haben die Lage für Europa deutlich verschlechtert, weshalb der Bias aktuell weiterhin auf einem stärkeren US-Dollar liegt.

Aufgrund der bevorstehenden weiteren Abwertung des Euros zu allen anderen Währungen ist es gerade für uns Europäer wichtiger denn je, in inflationsgeschützte Assets wie Edelmetalle und Minenaktien zu investieren, wenn man die völlige Enteignung durch staatliche Inflation nicht über sich ergehen lassen möchte.


Der USD-Index stieg auf den höchsten Stand seit 2 Jahren

Sanktionen gegen russische Palladium-Raffinerien

Der Palladiumpreis stieg am Freitag um bis zu 11% an, nachdem die Londoner Platin– und Palladiummarktbehörde mitgeteilt hatte, man werde den russischen Raffinerien aufgrund der Ukraine-Krise den Verkauf von Palladium in London untersagen. Der Palladiumpreis sprang auf diese Meldung hin um 200 US-Dollar auf bis zu 2480 US-Dollar je Feinunze nach oben.

Die „Gulidov Krasnoyarsk Non-Ferrous Metals Plant“ ist die größte Gold- und Platingruppenmetall-Raffinerie in der Russischen Föderation mit dem Hauptsitz in der Stadt Krasnojarsk in Sibirien und liefert allein 30% der Jahresweltproduktion. Diese, sowie die „Prioksky Plant of Non-Ferrous Metals“ werden bis auf weiteres nicht mehr als Good Delivery Lieferant in London/Zürich akzeptiert werden.

Anfang März stieg der Palladiumpreis erst auf ein Allzeithoch von 3.440 US-Dollar, da man sich angesichts des Krieges Sorgen um das Angebot des Hauptproduzenten Russland machte. In Russland werden rund 40% der Jahresweltproduktion gefördert.

Auf der einen Seite nimmt die Nachfrage aufgrund der Rezession und die Umstellung auf Elektrofahrzeuge ab, was auf den Preis dämpfend wirkt. Auf der anderen Seite könnte die künstliche Angebotsverknappung für einen erneuten kurzfristigen Preisanstieg sorgen.

Kurzfristig könnte es dadurch tatsächlich wieder zu einer Verknappung kommen, doch die Russen werden ihr Palladium an den Rest der Welt verkaufen, sodass dies mittelfristig geringen Einfluss auf den Preis haben dürfte.

Die langfristigen Aussichten hängen vielmehr von der Inflation und der Rezession ab, wobei die Rezession und die Umstellung auf Elektrofahrzeuge der wichtigste Faktor ist und mittelfristig eher für eine abnehmende Nachfrage spricht.


Palladium stieg um über 200 US-Dollar an, nachdem russisches Palladium in London boykottiert wird

Stehen die Goldminen vor dem nächsten Sprung nach oben?

Während der Goldpreis in US-Dollar seit dem Test des Allzeithochs wieder um 120 US-Dollar gefallen ist, halten sich die Goldminenaktien unverändert stark. Der HUI-Goldminenindex gab keine seiner Gewinne aus der letzten Rallye ab und macht sich stattdessen bereit für den nächsten Sprung nach oben.

Aktuell testet der HUI wieder einmal den Widerstand bei 325 Punkten, wobei ein erfolgreicher Ausbruch Potenzial auf 400 Punkte geben würde, was einem Anstieg von 23% entspräche. Wir waren mit unseren Kunden um die Unterstützung bei 250 Punkten herum long gegangen und sitzen bereits auf einem komfortablen Plus.

Entgegen den Gewinnmitnahmen beim Gold am Allzeithoch und bei Silber in der Nähe des Widerstands bei 28 US-Dollar, hielten wir bisher an den Minenaktien fest, da sie real historisch günstig und zum Goldpreis heillos unterbewertet sind.

Aufgrund der steigenden Zinsen sehen Investoren zunehmend keine Chancen mehr am Aktien- und Anleihenmarkt, während sie gleichzeitig einen Inflationsschutz in Gold und über Minenaktien eine zusätzliche Rendite suchen.

Die Stärke der Goldminen zum Gold und ihre Aufwärtsdynamik lässt die Stimmung wieder bullisch werden und lockt neue Investoren und Spekulanten an. Dies könnte nun dazu führen, dass sich die Goldminenaktien besser als der Goldpreis entwickeln werden in den kommenden Wochen.

Die Goldminengesellschaften erzielen bei den derzeitig hohen Goldpreisen weiterhin satte Gewinne, weshalb weitere starke Kursanstiege fundamental völlig gerechtfertigt sind.

Der Goldpreis lag im vierten Quartal 2021 bei durchschnittlich 1.796 US-Dollar, während die All-In Sustaining Costs der Top-25-Goldminenunternehmen im GDX bei durchschnittlich 1.188 US-Dollar je Feinunze lagen.

Das entspricht einem Gewinn von 608 US-Dollar je Unze für den Goldminensektor, was den siebthöchsten Wert in der Geschichte darstellt und nur von den vorangegangenen sechs Quartalen übertroffen wird. Die Kurse der Goldminenaktien sind angesichts dieser fetten Gewinne historisch niedrig.

Aktuell liegt der HUI-Goldminenindex immer noch 47% unter seinem Allzeithoch von 610 Punkten von 2011, womit noch sehr viel Luft nach oben vorhanden ist.


Der Anstieg der Goldminen könnte sich nun fortsetzen – der nächste Widerstand liegt bei 380-400 Punkten


Gelingt der Ausbruch über den Widerstand bei 325 Punkten, wäre ein nächster Hausseschub gut möglich. Die Historie zeigt meine Kauf- und Verkaufssignale für meine Premium-Abonnenten der letzten anderthalb Jahre

Noch ist der kleine konträre Minensektor nicht sehr beliebt, wobei er langsam wieder in der Gunst der Anleger steigt. Trotz ihrer wachsenden Gewinne sind Goldminenaktien bisher nicht auf dem Radar der großen Mehrheit der Spekulanten und Anleger.

Doch dies ändert sich gerade und die Berichterstattung in den Medien nimmt zu. Jetzt, da immer klarer wird, dass die Notenbanken nicht in der Lage sein werden die geschaffene Geldmenge aus dem System wieder abzusaugen und die Preissteigerung nicht vorübergehend, sondern dauerhaft sind, werden sukzessive mehr Investoren auf diesen völlig unterbewerteten Sektor aufmerksam.

Es sieht danach aus, als würde ein neuer großer Aufwärtstrend bei den Goldminenaktien in Gang kommen. Solche Aufwärtstrends neigen dazu sich sehr stark und schnell zu vollziehen und brachten im Durchschnitt einen Gewinn von 85%. Gerade bei den Minen gibt es aktuell enormes Potenzial bei mittelfristig vernachlässigbarem Risiko auf dem aktuellen Kursniveau, weshalb man hier investiert sein muss.

Doch eine Warnung sei zum Schluss ausgesprochen. Nach diesen Rallys korrigierten die Minenaktien meist deutlich, weshalb man nicht erst kaufen darf, wenn die Minen durch die Decke gegangen sind.

Der richtige Ein- und Ausstiegszeitpunkt ist bei den Minenaktien ernorm wichtig, da die Korrekturen meist stark ausfallen und eine weitaus höhere Rendite erzielt werden kann, wenn man nach starken Anstiegen Gewinne mitnimmt, um die Aktien später günstiger zurückzukaufen.

Langfristig stehen die Minenaktien jedoch am Anfang einer mehrjährigen Hausse, die den Standardaktienmarkt um ein Vielfaches outperformen wird.

Ein Bild, das Text enthält.

Automatisch generierte Beschreibung
Der Minenmarkt ist hochvolatil und ein Traum für Spekulanten, die diese Zyklen verstehen und nutzen können

Technische Analyse zu Gold: Ausbruch aus der Handelsspanne bringt die Entscheidung

Der neueste COT-Report wurde am Freitag um 21:30 Uhr seitens der US-Terminmarktaufsicht veröffentlicht mit dem Stichtag der Datenerhebung des 4. April. Die COT-Daten werden seitens der CFTC immer mit einer Verzögerung von drei Tagen veröffentlicht.

Premium Abonnenten erhielten noch vor Handelsschluss am Freitag ein Blitzupdate mit Analysen zu Gold, Silber, Platin und Palladium. Die COT-Daten ermöglichen einen Blick in die Zukunft, da sie einerseits ein Sentiment-Indikator sind und andererseits eine gute Einschätzung des Angebots und der Nachfrage am physischen Markt ermöglichen.

Während der Goldpreis leicht um 8$ anstieg, reduzierten die Spekulanten ihre Long-Position etwas, was eine minimale Stärke zeigt. Da die großen 8 Händler ihre Position etwas erhöhten, zeigt uns das, dass man den Preis womöglich nicht aus der Handelsspanne über 1.960 US-Dollar ausbrechen lassen wollte.

Auch in dieser Woche sind die Daten nahezu unverändert zur Vorwoche. Der Markt ist überkauft, sodass ein Long-Drop am Terminmarkt für Gold droht, wenn die physische Nachfrage abflaut. Ein erneuter Test der Unterstützung bei 1.900 US-Dollar wäre die Folge.


Die Terminmarktdaten für Gold sind leicht überkauft


Die mutmaßliche Manipulation am Goldmarkt ist aktuell sehr hoch, was die kurzfristigen Risiken untermauert

Im kurzfristigen Chart ist die Handelsspanne zwischen 1.900 US-Dollar auf der Unterseite und 1.960 US-Dollar auf der Oberseite gut ersichtlich. Mittel- bis langfristig ist die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren deutlichen Anstieg des Goldpreises sehr hoch, doch kurzfristig könnte sich die Korrektur über die Zeitachse oder auch über die Amplitude noch ein letztes Mal ausweiten.

Eine Streckfolter und das Rausschütteln zittriger Hände sind charakteristisch für den Goldmarkt, was nicht bedeutet, dass es unbedingt auch diesmal so kommen muss. Der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen bleiben ungewisse Variablen, die bei einer weiteren Eskalation die Investmentnachfrage von einen Tag auf den anderen erneut anfachen könnten.

Daher ist der technische Handel und das Setzen von Stop-Loss Orders angesagt. Wer an der Unterstützung bei 1.900 US-Dollar an der Unterstützung antizyklisch gekauft hatte, der sollte nun eine Stop-Loss-Order platzieren, da unter 1.900 US-Dollar ein Sell Off droht.

Der Krieg in der Ukraine bleibt eine ungewisse Variable, die uns dazu zwingt, technische Ausbrüche zu kaufen, was wir bei diesen schlechten COT-Daten sonst nie machen würden. Womöglich sorgt eine weitere Eskalation des Krieges in der Ukraine für einen Sprung des Goldpreises, dann will man long dabei sein, weshalb technische Kaufsignale angenommen werden müssen.

Ein Ausbruch über die Handelsspanne mit Preisen über 1.960 US-Dollar würde ein kurzfristiges Kaufsignal mit niedriger Wahrscheinlichkeit liefern. In der Handelsspanne ist Gold neutral und man sollte abwarten. Unter 1.900 US-Dollar würde es ein prozyklisches Verkaufssignal geben, dem ein Sell Off um 100 US-Dollar folgen könnte.


Der Goldpreis bewegt sich aktuell in einer engen Handelsspanne zwischen 1.900$ und 1.960$

Der Tageschart zeigt, dass der Goldpreis im Februar nach dem Bruch des letzten langfristigen Abwärtstrends stark anstieg. Bereits vor dem Ausbruch des Krieges zeigte sich Stärke, die ungewöhnlich war und auf Insiderkäufe zurückzuführen sein dürfte.

Das Allzeithoch wurde um wenige US-Dollar verfehlt und der Preis fiel zurück auf die Unterstützung bei 1.900 US-Dollar. Ein Rücksetzer auf 1.850 US-Dollar wäre durchaus denkbar, ohne dass das bullische Setup zerstört würde. Die Geschichte zeigt, dass Gold oftmals kurzfristig fällt, gerade dann, wenn es die Masse es für unmöglich hält und das Sentiment sehr bullisch ist.

Das mögliche Zeitfenster für eine Korrektur ist jedoch kurz, denn die hohe Teuerung, die steigenden Zinsen und die sich manifestierende Rezession sind Faktoren, die Investoren sukzessive in den sicheren Hafen des Goldes treiben.

 


Ein finales Rausschütteln zittriger Hände wäre denkbar

Der Goldpreis in Euro ging mit dem Einbruch des europäischen Gemeinschaftswährung als Folge der Sanktionen gegen Russland förmlich durch die Decke. Die Parität zum Schweizer Franken wurden bereits erreicht und auch die Parität des Euros zum US-Dollar scheint, in diesem für Europa ungünstigen Umfeld, denkbar.

Nachdem Ende Januar ein Aufwärtstrend brach und es ein kurzfristiges Signal für einen zeitweiligen Take Profit gab, wobei das Kaufsignal vom Oktober bei 1.640 Euro noch immer intakt war, drehte der Goldpreis mit der Kriegsangst vom Fleck weg, erzeugte bei 1.608 Euro ein erneutes Kaufsignal und stieg um 290 Euro je Feinunze an.

Sollte der Euro auf die Parität zum US-Dollar fallen, so würde dies bedeuten, dass der Goldpreis in Euro das hohe Niveau halten kann. Dennoch ist die Spekulation sehr hoch und ein kurzweiliger Rücksetzer um bis zu 100 Euro jederzeit möglich. Trotzdem stehen die Zeichen auf Grün für einen weiter steigenden Goldpreis in den nächsten Jahren, weshalb wir Rücksetzer als Kaufchance sehen.


Der Goldpreis hält sich im Umfeld eines schwachen Euros weiterhin stark auf hohem Niveau

 

Silber: Ausbruchsbewegung abgewürgt! Wie geht es weiter?

Der Rohstoffmarkt spielt weiter verrückt. Und das schon lange vor dem Ukraine-Krieg. Sowohl die weichen als auch die harten Rohstoffe kennen in der Regel per Tendenz nur eine Richtung: aufwärts mit Gebrüll! Auch Silber gehört dazu. Das Edelmetall explodiert förmlich auf neue Rekordhochs. Die Ukraine-Krise und die immer stärker anziehende Inflation in den westlichen Industriestaaten gibt den Kursen deutlichen Rückenwind.

Silber Kursverlauf

Silber: Bereits wieder 11 Prozent unterhalb der Jahreshochs

Der letzte Teil des 1. Absatzes ist natürlich frei erfunden. Er basiert vielmehr auf den Wünschen und Träumen vieler Silberanleger. In der Realität steht Silber lediglich auf dem Niveau von Mitte Januar. Januar 2020. Die zwischenzeitliche kleine Rallybewegung kurz nach dem Beginn des Ukraine-Kriegs wurde mittlerweile fast wieder vollständig abverkauft. Seit dem Jahreshoch bei gut 27 USD, die am 8. März erreicht wurden, ist der Kurs bereits wieder fast 3 US-Dollar bzw. 11 Prozent eingebrochen.

Die vor diesem Hintergrund angekündigte Rallybewegung im Zusammenhang mit der Analyse vom 6. März „Silber nach dem Ausbruch: Wie weit trägt das Kaufsignal jetzt?“ ist zwar gestartet. Wurde jedoch schnell wieder abgewürgt. Das anfangs gute charttechnische Setup hatte nicht lange Bestand. Auf Kurse jenseits der 30 USD warten Anleger und Investoren bislang vergeblich.

Silber mit Charttechnik

Charttechnische Situation hat sich eingetrübt

Aus der Sicht der Charttechnik war der jüngste Rücklauf zu viel des Guten. Nachdem Silber ja bekanntlich aus einem 1 ½ währenden großen Dreieck nach oben ausgebrochen war, wurde nun jüngst wieder fast genau das entsprechende Ausbruchsniveau erreicht.

Hinsichtlich einer möglichen Trendwende ist das kein allzu gutes Signal. Zwar wurde der Ausbruch aus dem Dreieck und der Sprung über den Abwärtstrend nicht negiert. Doch die Aufwärtsdynamik lässt deutlich zu wünschen übrig.

Silber braucht jetzt ganz schnell Kurse oberhalb der Marke von 27 USD, um das positive Setup nicht nachhaltig zu gefährden. In diesem Fall ist das übergeordnete Kursziel von 30 USD innerhalb dieses Jahres noch machbar und möglich.

Richtig bitter wird es hingegen, sollte Silber weiter gen Süden abdriften und unter die Marke von ca. 23 USD fallen. In diesem Fall könnten schnell wieder die Tiefs aus dem letzten Jahr (ca. 21,50 USD) zur Disposition stehen!

Silber – Seitwärts zwischen 24 und 26 US-Dollar

Der große „Run“ auf die 30-Dollar Marke fand bislang allerdings nicht statt. Stattdessen fiel Silber in den letzten drei Wochen wieder um gut 11% zurück und erreichte am Dienstag dieser Woche mit Kursen um 23,97 US-Dollar ein vorübergehendes Tief. 

Trotzdem handelt der Silberpreis momentan oberhalb seiner 50-Tagelinie (24,32 US-Dollar) als auch oberhalb seiner 200-Tagelinie (23,91 US-Dollar). Der Aufwärtstrend seit Mitte Dezember ist damit weiterhin intakt. Die derzeitige Konstellation regt die Phantasie allerdings nicht gerade an, sondern hat eher einen konsolidierenden Charakter.

Die Chance auf eine neuerliche Erholung in Richtung der Marke von ca. 26 US-Dollar ist zwar zweifelsohne vorhanden, ein Ausbruch über die entscheidende Marke von 30 US-Dollar ist aber weit und breit nicht zu sehen. Damit bleibt es mal wieder beim Appell an die Geduld und das Vertrauen, denn im langfristigen Bild ist Silber stark unterbewertet.

Vermutlich wird es im Laufe dieses Jahres allerdings noch deutlich günstigere Kurse geben, zu denen man dann seine physischen Bestände weiter aufstocken kann.

Silber in US-Dollar, Tageschart – Erholungschance bis ca. 26 US-Dollar

Wir hatten vor vier Wochen auf den hartnäckigen Widerstand im Bereich zwischen 25,50 US-Dollar und 26,50 US-Dollar hingewiesen. Gleichzeitig vermuteten wir noch Aufwärtspotenzial für den Silberpreis.

Im Zuge der scharfen Rally am Goldmarkt konnte Silber dann kurzzeitig tatsächlich bis auf fast 27 US-Dollar vordringen, musste diesen Anstieg aber schnell wieder zurückgeben. Nur am 8.März gelang mit 26,35 US-Dollar ein Schlusskurs oberhalb der runden Marke von 26 US-Dollar. Die folgende Korrektur führte die Silber-Notierungen zügig zurück bis zur 200-Tagelinie (23,91 US-Dollar).

Dieser wichtige gleitende Durchschnitt fällt noch immer täglich um wenige Cent und spiegelt damit schon die Gesamtsituation am Silbermarkt wider. Silber konsolidiert und dümpelt übergeordnet weiterhin seitwärts. Es fehlt einfach das nachhaltige Vertrauen in einen Aufwärtstrend. Daher können sich derzeit weder Momentum noch ein Eigenleben entwickeln.

Stattdessen ist Silber vollständig von der Kursentwicklung am Goldmarkt abhängig. Derartige Phase sind am Silbermarkt keine Seltenheit, sondern stellen den Normalzustand dar. Nur in den Schlussphasen einer größeren Aufwärtsbewegung im Edelmetall-Sektor präsentiert Silber ein dynamisches und fulminantes Eigenleben.

Entweder steht daher die Schlussphase der seit August 2021 laufenden Goldrally noch aus, oder aber die starke Aufwärtsbewegung am Goldmarkt war „lediglich“ eine Gegenbewegung innerhalb der übergeordneten Korrektur, die nur durch den Bedarf nach einem sicheren Hafen im Zuge der Ukraine-Krise vorübergehend verschärft wurde.

Ein neues Allzeithoch hatte der Goldpreis vor drei Wochen knapp verpasst. Aktuell handelt Gold mit 1.936 US-Dollar doch recht deutlich unterhalb dieser Marke und das Kursgeschehen der letzten drei Wochen war nicht gerade bullisch, sondern klar korrektiv.

Silber hingegen handelt noch viel deutlicher unterhalb seines Allzeithochs von knapp 50 US-Dollar. Und auch die entscheidende Widerstandsmarke von 30 US-Dollar liegt klar oberhalb des aktuellen Kursgeschehens. Immerhin liefert der Stochastik-Oszillator auf dem Tageschart schon seit gut einer Woche ein Kaufsignal.

Das obere Bollinger Band (26,16 US-Dollar) ließe zudem genügend Spielraum für eine neuerliche Erholung zu. Gleichzeitig laufen die Bollinger Bänder auf dem Tageschart seitwärts und definieren damit zu 95%iger Wahrscheinlichkeit ein Kursgeschehen zwischen ca. 24 und 26 US-Dollar auf Sicht der kommenden Tage und vermutlich auch Wochen.

Sollte sich der Goldpreis nochmal zu einer Erholung in Richtung von ca. 1.965 US-Dollar aufschwingen können, hätte Silber sehr gute Chance bis auf zumindest ca. 26 US-Dollar anzusteigen. Im allerbesten Fall kommt es am Silbermarkt doch noch zu einer Übertreibung, wenn sich der Goldpreis bis auf knapp über 2.000 US-Dollar erholen können sollte.

Dann wäre in diesem Frühling doch noch der fulminanten „Schlussspurt auf der Zielgeraden“ möglich. Darauf wetten würden wir derzeit allerdings nicht wollen. Zu zerfahren und komplex ist die aktuelle Situation an den Finanzmärkten. Nach unten sind die Edelmetallpreise aber zunächst wohl auch gut unterstützt, denn die geopolitischen Verwerfungen und die russische Attacken auf den Petrodollar dürften für eine konstante physische Nachfrage am Goldmarkt sorgen.

Zusammengefasst hat der Tageschart ein aktives Kaufsignal und Silber hat damit gute Chancen, nochmal bis ca. 26 US-Dollar ansteigen zu können. Grundsätzlich befinden sich die Edelmetalle mittlerweile aber in der schwierigen saisonalen Frühlingsphase.

Hier gilt es besonders geduldig und vorsichtig zu agieren, denn nachhaltige Aufwärtstrends sind zwischen März und Juli sehr selten. Im ganz großen Bild läuft Silber weiterhin zwischen 20 US-Dollar und 30 US-Dollar weiterhin seitwärts.

Erst wenn der nachhaltige Ausbruch über die starke Widerstandszone um 30 US-Dollar gelingt, dürfte sich der übergeordnete Bullenmarkt fortsetzen. Bis dahin bleibt es bei der seitwärts verlaufenden Streckfolter, die auch durchaus nochmal einen Test der unteren Unterstützung um ca. 20 US-Dollar oder etwas tiefer mit sich bringen könnte.

 Silber in Euro: Kein neues Kauflimit

Unser Kauflimit von 19,40 Euro hatte letztmals am 4.februar gegriffen. Seitdem empfiehlt sich die Seitenlinie und geduldiges Abwarten. Höchstwahrscheinlich wird sich erst im Frühsommer wieder eine günstige Kaufgelegenheit ergeben.

Autor: Florian Grummes

Technischer Analyst

www.goldnewsletter.de

www.cashkurs-gold.de

Quelle: GOLD.DE

 

Silberpreis – Der Ausbruch ist vorerst abgesagt!

Mit dem Ausbruch über die Marke von etwa 25,00 USD ist den Bullen vom Silberpreis ein ordentlicher Schlag zur Oberseite gelungen. Alles sprach dafür, dass die Kurse, zumindest langsam, weiter Richtung Norden klettern. Allerdings stellt sich ein eher schwaches Chartbild ein. Die Preise fielen zurück auf den Unterstützungsbereich und zeigen aus kurzfristiger Sicht heraus eine Abwärtsbewegung.

Ungünstig wäre, wenn sich dieser Trend verschärft und die Unterkante der Seitwärtsphase von etwa 22,00 USD anläuft. Damit würde sich die ohnehin schon seit mehreren Monaten bestehende Seitwärtsphase abermals verlängern können, mit der Gefahr, dass die Preise sogar zur Unterseite durchbrechen.

Silberpreis – 23,50er-Marke im Fokus

Jetzt ist es also wichtig den Silberpreis am besten schon oberhalb der 23,50er-Marke zu stabilisieren und eine neue Aufwärtsbewegung zu initiieren. Mit Aufbruch des kleinen Hochpunkts vom 24. März dieses Jahres bei 25,85 USD würde ein Kaufsignal entstehen und der Silberpreis darf sich gerne weiter zur Oberseite weiterentwickeln.

Fazit – der fulminante Ausbruch vom Silberpreis ist vorerst gescheitert, allerdings besteht weiterhin Hoffnung. Unter der 23,50-USD-Marke trübt die Situation mehr und mehr ein.

Der Heikin-Ashi-Chart vom Silberpreis (D1)

Silberpreis Prognose
Silberpreis | Chart von fxempire

Nun eine Trendanalyse (D1) für den Silberpreis!

Macd Oszillator: An dieser Stelle wird bei dem Oszillator untersucht, ob die Signal-Linie über der Trigger-Linie ist. Zusätzlich auch, ob der Macd über null notiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen sind 7 positiv. Insofern ist das als bullisch zu bezeichnen.

Gleitende Durchschnitte: Es wird noch analysiert, ob bei dem Silberpreis die GDs steigend sind. Denn steigende GDs machen einen Aufwärtstrend aus. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten sind nur 4 steigend. Insofern ist das leider als bärisch zu bezeichnen.

Parabolic SAR Indikator: Als Letztes muss geprüft werden, ob sich der Schlusskurs oberhalb vom Indikator befindet. Falls ja, so ist ein valider Aufwärtstrend gegeben. Von insgesamt 10 Parabolic SAR Auswertungen ist nur eine positiv. Insofern ist das als sehr bärisch zu bezeichnen, hier drohen weitere Verluste.

Die Auswertung der Trendanalyse

31.03.2022: Jetzt widmen wir uns der Gesamtauswertung. Alles zusammen sind es 30 Kriterien, davon sind 12 als positiv zu bezeichnen. Das sind 40.00 %. Demnach wird der Status hier auf „Neutral“ gesetzt. Insofern kann es durchaus sinnvoll sein, den Silberpreis zu halten und etwas genauer zu beobachten.

 

Disclaimer: Trotz sorgfältiger Analyse kann keine Gewähr für Inhalt, Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen gegeben werden. Die Informationen stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder derivativen Finanzprodukten dar. Der Autor übernimmt keine Haftung für auf dieser Website zur Verfügung gestellten Handelstechniken, Analysen und Tradingideen. Der Autor kann in den besprochenen Wertpapieren, bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung investiert sein.

Blutbad am Anleihenmarkt – Gold und Silber halten sich stark

In der vergangenen Handelswoche erlebte der amerikanische Anleihenmarkt den stärksten Einbruch seit 40 Jahren. Die Zinsen für zweijährige US-Staatsanleihen stiegen auf 2,28% und die der Zehnjährigen auf 2,47% an. Dies verheißt nichts Gutes für den Aktienmarkt, dessen inflationsbereinigte Hausse in den letzten 12 Jahren zu einem großen Teil darauf beruhte.

Selbst die zehnjährigen Bundesanleihen rentieren wieder mit einem halben Prozent, womit der reale jährliche Verlust „nur noch“ bei -4,5% liegt, wenn man diese Staatsanleihen hält.

Die große Zinswende wird von den Investoren am Aktienmarkt noch immer nicht eingepreist. Der Tag wird jedoch kommen, an dem alle Investoren angesichts inflationsinduziert immer weiter steigender Zinsen durch den gleichen Ausgang wollen, jedoch keine Käufer da sind und die Aktienmärkte ihre Talfahrt steil fortsetzen werden.

Die Baisse am Aktien- und Anleihenmarkt wird sich in den nächsten Jahren, wenn auch nur real am Aktienmarkt, weiter fortsetzen, was angesichts der aktuellen Inflation und Geldentwertung eine finanzielle Katastrophe für Anleger in diesen Märkten bedeuten wird. Die steigenden Zinsen am Markt signalisieren unterdessen den Notenbanken, dass sie die Leitzinsen weiter anheben sollten.


Die Zinsen explodierten in der letzten Woche förmlich und kündigen die nächste Rezession an

Gold und Silber konnten trotzt der steigenden Zinsen ihr hohes Niveau in der letzten Handelswoche verteidigen und stiegen sogar an. Der Goldpreis stieg um 1,9%, Silber um 2,3% und der Goldminenindex HUI-Goldminenindex stieg um 3,5% an.

Da steigende Zinsen Gift für den Konsum, Verbraucher- und Unternehmenskredite sind, fielen der Preis der Industriemetalle Platin (-2,35%) und Palladium (-5,6%) hingegen deutlich zur Vorwoche.

Die Rezession und die steigenden Zinsen werden einen dämpfenden Effekt auf die Preise haben, insbesondere auf Luxusgüter, während die Preise der lebensnotwendigen Konsumgüter, deren Nachfrage relativ unelastisch ist, mit der Geldentwertung tendenziell stärker steigen sollten.

Deshalb werden Unternehmen, die höhere Kosten direkt an den Verbraucher weitergeben können, die Luxusgüterindustrie deutlich outperformen in den nächsten Jahren.


Gold und Silber glänzen, während Palladium und Platin als Industriemetalle zunehmen unter der aufziehenden Rezession leiden

Der Anfang und das Ende des Anleihen-Bullenmarktes

2008 verhinderten die ersten QE-Programme in der Geschichte der USA, als Reaktion auf die Immobilien- und Kreditkrise, ein Ende des bis dahin 27 Jahre dauernden Anleihen-Bullenmarktes. Anstatt zu crashen und in eine Baisse überzugehen, setzte sich dieser, getrieben durch die Anleihenkäufe der US-Notenbank und später anderer Notenbanken, noch einmal bis 2020 fort.

Die über vier Dekaden andauernde Hausse war eine direkte Folge der Abschaffung des Gold-Dollar-Standards im Jahr 1971 mit dem Beginn des Experimentes ungedeckter Fiat-Währungen.

Im Goldstandard des Kaiserreichs gab es grundsätzlich keine Zyklen am Anleihenmarkt, da sich die Zeitpräferenz der Menschen, sowie die Risikoprämie in Friedenszeiten, kaum verändern. Nur in Kriegszeiten kam es immer wieder zu starken Schwankungen, wenn die Gefahr bestand, ein Staat könnte seine Schulden nicht bedienen oder dieser zur Kriegsfinanzierung Inflation erzeugte.

Beispielsweise lagen die Zinsen für zehnjährige Staatsanleihen während des Goldstandards im Kaiserreich kontinuierlich im Bereich von vier Prozent. Erst mit der Loslösung der verstaatlichten Währungen vom Gold im Jahr 1971, begannen die Zinsen inflationsinduziert wild und stark zu schwanken.

Ende 1981 hatten die Zinsen mit zwanzig Prozent ihren Zenit erreicht nach einem Jahrzehnt der Stagflation begann eine neue Hausse. Diese wurde durch die sukzessive Ausweitung der Geldmenge im Kreditgeldsystem, sowie einer Senkung der Mindestreserve auf letztlich null Prozent und einer Manipulation der statistischen Inflationsrate ermöglicht, was den Marktzins dauerhaft und zunehmen unter den Urzins drückte.

Die kontinuierlich sinkenden Zinsen der Hausse am Anleihenmarkt, waren der Treibstoff eines künstlichen Aufschwungs in der westlichen Welt, der von Anbeginn auf Sand gebaut war.

2008 stand das Fiat-Geldsystem vor seinem unausweichlichen Ende und damit auch die Hausse am Anleihen- und Aktienmarkt. Der Immobilienmarkt kollabierte, die Zinsen schossen in die Höhe und das halbstaatliche Finanzsystem stand vor einem kaskadenartigen Zusammenbruch.

Durch planwirtschaftliche Eingriffe in den freien Markt, wie sie bisher nur aus sozialistischen Staaten bekannt waren, konnten die Notenbanken noch einmal das Ruder herumreißen.

Durch den Ankauf von Staatsanleihen, einer fast direkten Form der Staatsfinanzierung über die Druckerpresse, erhöhte man die Nachfrage künstlich, während Investoren es nicht wagten, sich der FED entgegenzustellen, was der schon totgeglaubten Hausse am Anleihen- und Aktienmarkt neues Leben einhauchte.

Wer die Konjunkturtheorie der Österreichischen Schule der Nationalökonomie kennt, der wusste, dass mit den Nullzinsen das Ende eines vier Jahrzehnte dauernden künstlichen Booms, der als Fehlleitung einer sonst gesunden Wirtschaftsentwicklung zu verstehen ist, erreicht wurde.

Ironischerweise hatten die gleichen QE-Programme, die 2008 noch einmal den Anleihen- und Aktienmarkt gerettet hatten, nach der Lockdown-Krise in 2020 das Ende dieser fast zwei Dekaden andauernden Hausse eingeleitet.

Die Inflation, die geschaffen und teilweise direkt als Corona-Schecks an die Konsumenten ausgegeben wurde, entwertet die Kaufkraft der Währungen und damit auch die Kaufkraft des künftigen Rückzahlungsbetrags der Anleihen, weshalb die Gläubiger nun, angesichts hoher Teuerungsraten, auch höhere Zinsen einfordern.

Das erklärt, warum Staaten die Teuerung im eigenen Land mittels unseriöser Verdrehungen in ihren statistischen Warenkörben manipulieren und möglichst niedrig ausweisen. Auf diese Weise entwerten Staaten ihre Schuldenlast, während die Gläubiger am Ende der Laufzeit nur noch einen Bruchteil der Kaufkraft ihrer Forderungen ausgezahlt bekommen.

Am Ende des Tages erhält der Sparer nominal eine mickrige Rendite, während er real bestohlen wurde.

Insbesondere die Haussen am Aktienmarkt von 2003 bis 2020 waren die Konsequenz künstlich niedriger Zinsen, die einen künstlichen Aufschwung erzeugten.

Diese erneute Fehlleitung von Kapital hätte es ohne die QE-Programme nach der Immobilien- und Finanzkrise von 2008 nicht mehr gegeben. Der Anleihenmarkt entwickelte sich über vierzig Jahre hinweg zur Mutter aller Blasen, die seit letztem Jahr dabei ist zu platzen.

Die Zinsen werden steigen und Anleihen weiter fallen

Es ist verrückt, dass Investoren bei einer Inflationsrate von aktuell fast acht Prozent in den USA und fast sechs Prozent in Europa nicht längst alle Anleihen verkauft haben. Die nominalen Zinsen müssten entsprechend längst bei 12% für zweijährige US-Staatsanleihen stehen.

Nutzt man als Maßstab den Konsumentenpreisindex, wie man ihn bis 1980 berechnet hat, dann liegt die Teuerung mittlerweile bei 16% und die kurzfristigen Zinsen sollten bei 20% liegen. Dies zeigt welch langen Weg zum Tief der Anleihenmarkt noch bis zu einer fairen Bewertung vor sich hat.

Wieso sollte jemand sein hart verdientes Geld zu diesen Zinsen verleihen, wenn er nach 2 Jahren inflationsbereinigt nur noch 75% zurückbekommt, ohne eine reale Rendite zu erwirtschaften? Ein Investment in inflationsgeschützte Werte, wie Gold und Silber wäre eine weitaus bessere und sicherere Anlage.

Wer einen Hebel möchte und am Trading interessiert ist, der kann sein Glück auch im Minensektor suchen, wo er höchstwahrscheinlich nebst dem Inflationsschutz noch eine zusätzliche Rendite erhalten wird.

Den starken Anstieg der Zinsen konnte man frühzeitig kommen sehen und damit auch den Druck, der sich langsam auf dem Aktienmarkt aufbauen würde. Ich sprach, schrieb und referierte seit 2018 ständig über die kommende Stagflation und die große Zinswende.

Beispielsweise hatte ich am 17.09.2019 in einem Webinar, das Sie auf YouTube finden, detailliert die unmittelbar bevorstehende Stagflation prognostiziert und am 18.03.2021 noch einmal explizit ein Video zur „großen Zinswende“ veröffentlicht, in denen ich die Zusammenhänge und zwingend logischen Entwicklungen aufzeigte.


Die große Zinswende ist längst da und sie wird noch viele Jahre andauern

Wohin die Reise geht, zeigt die Stagflation der siebziger Jahre, in der die Zinsen langsam von vier auf kurzzeitig zwanzig Prozent anstiegen. Durch den Krieg erlebte Russland kürzlich einen Zinsanstieg auf 20%, womit sich die dortigen Fehlallokationen größtenteils bereinigen werden.

Uns in Europa und den USA steht aufgrund der steigenden Zinsen hingegen noch ein langer Weg der schöpferischen Zerstörung bevor, auf dem unrentable Geschäftsmodelle und überschuldete Unternehmen vom Markt verschwinden werden.

Sollten weitere Krisen aus dem Nichts künstlich geschaffen werden, so wäre auch ein schnellerer Zinsanstieg denkbar, wobei die Auswirkungen auf die Wirtschaft verheerend und viel schmerzhafter für die Menschen wären.

Es empfiehlt sich daher Anlagen am Anleihenmarkt zu liquidieren, da mit dem Ende der QE-Programme der Verkaufsdruck zunehmen wird. Irgendwann in der Zukunft, womöglich noch in diesem Jahr, werden sich die Notenbanken gezwungen sehen, ihre Anleihenkäufe wieder aufzunehmen, um den Zinsanstieg einzuhegen und so einen zu schnellen Einbruch von Wirtschaft und Aktienmarkt zu verhindern.

Dies wird den freien Fall jedoch nur in die Länge ziehen und dafür den Schaden maximieren. Die dann entstehende zusätzliche Inflation wird die Preise inflationsgeschützter Anlagen weiter stark steigen lassen. Es empfiehlt sich daher weiterhin in Edelmetalle und inflationsgeschützte Anlageklassen zu investieren!

Technische Analyse zu Platin: Langfristig hui – kurzfristig pfui

Terminmarkt: COT-Report vom 25.03.2022

Zur Vorwoche zeigt sich leichte Stärke in den Daten, doch ist der COT-Index immer noch im neutralen Bereich. Auf Monatssicht zeigt sich hingegen deutliche Schwäche. Angebot und Nachfrage zeigen sich unverändert ausgeglichen in den letzten Wochen, wobei es meistens ein leichtes Überangebot gibt.

Daher kann Platin aus eigener Kraft weiterhin erst einmal nirgendwo hin marschieren. Man sollte daher keine kurzfristigen oder mittelfristigen Swing-Trades in diesem Markt versuchen.


Die Terminmarktdaten zeigen sich schwach in den letzten Wochen – insgesamt sind die Daten neutral

Wir hatten erwartet, dass Platin stärkere spekulative Nachfrage erfahren und auf 1.350 US-Dollar ansteigen würde, wenn der Goldpreis auf 2.000 US-Dollar ansteigt.

Obwohl der Palladiumpreis aufgrund des Krieges in der Ukraine und der Sanktionen gegen Russland durch die Decke ging, konnte der Platinpreis wenig davon profitieren. Gerade einmal ein Anstieg auf 1.200 US-Dollar war kurzzeitig möglich, was uns frühzeitig vorsichtig sein ließ.

Die Terminmarktdaten zeigen weiterhin ein Überangebot am physischen Markt, weshalb es aktuell im kurzfristigen Trading bei neutralen COT-Daten kein Setup für einen Einstieg gibt, das ein annehmbares Chance-Risiko-Verhältnis hätte. Unter 1.000 US-Dollar ist Platin neutral und frühestens im Bereich von 800 US-Dollar finden kurzfristige Trader ein gutes Kauf-Setup.

Über 1.000 US-Dollar könnte man als Bulle aktiv werden, doch dürfte dies kurzfristig keine guten Chancen auf Erfolg haben. Wir raten dazu kurzfristig nicht in diesem Markt zu traden – die Risiken sind höher als die Chancen.


Platin handelt noch immer über der Kreuzunterstützung bei 1.000 US-Dollar

Langfristige Analyse

Ende 2020 hatten wir mit einem Preisanstieg über den Widerstand bei 1.000 US-Dollar ein Kaufsignal bis 1.350 US-Dollar gegeben und gingen von einer anschließenden Korrektur auf 1.000 US-Dollar aus. Das war nur ein grobes Szenario, das wir aus der fundamentalen Schwäche am Platinmarkt abgeleitet hatten, doch exakt so eintraf.

Seither kämpfen Bullen und Bären um die Unterstützung bei 1.000 US-Dollar je Feinunze. Langfristig dürfte sich im Bereich zwischen 800 US-Dollar und 1.000 US-Dollar ein langfristiger Boden ausbilden. Wir empfehlen Rücksetzer in den Bereich um die 800 US-Dollar als mittel- bis langfristige Kaufchance zu nutzen.

Auch kurzfristig agierende Trader haben dort grundsätzlich ein Setup mit einem guten Chance-Risiko-Verhältnis. Man muss sich jedoch bewusst sein, dass Platin und Palladium während Rezessionen kurzzeitig auch stark einbrechen können, weshalb ein Stop-Loss der beste Freund kurzfristig agierender Trader ist.


Langfristig zeigt der Chart eine Trendumkehr und ein Ende der langfristigen Abwärtstrends

Das Platin-Palladium-Ratio zeigt, dass Platin in den vergangenen 50 Jahren immer teurer war als Palladium, mit Ausnahme der Jahrtausendwende und aktuell seit 2017. Die Feinunze Palladium wird im Moment historisch einmalig 85% über dem Preis von Platin gehandelt.

Wir sehen in den letzten Jahren in der Industrie eine fortschreitende Substituierung von Palladium durch das günstigere Platin. Solange Palladium teurer ist, sollte auch die Substitution weiter fortschreiten und letztlich auch zu steigenden Platinpreisen führen.

Diese Transformation ist ein langsamer Prozess und man schätzt, dass jährlich etwa 1,5 Millionen Unzen Palladium in der Industrie durch Platin ersetzt werden.

Langfristig ist es konsequent logisch und wahrscheinlich, dass die Substitution in der Zukunft zu einem Überangebot bei Palladium und einem Defizit bei Platin führen wird. Das Ratio würde dann wieder ansteigen, wobei Platin das Palladium massiv outperformen dürfte.

Würde das Ratio nur zu seinem Durchschnitt der letzten 50 Jahre bei 3 zurückkehren, entspräche dies einer sechsmal besseren Performance von Platin zu Palladium in der Zukunft.

Will man ein langfristig ausgerichtetes Edelmetalldepot auf Sicht von mindestens einer Dekade aufpeppen, so wäre Platin eine Spekulation wert, da es nicht nur in Katalysatoren Anwendung findet, sondern in vielen weiteren Industrien und insbesondere in erneuerbaren Energien, wogegen Palladium nur in Katalysatoren für Benzinmotoren genutzt wird.

Da Platin auch zu Gold und Silber historisch günstig ist, wäre es denkbar, dass Platin sogar die monetären Edelmetalle in den kommenden zehn Jahren outperformen könnte.

Kurzfristig hat Platin noch mit einem Überangebot zu kämpfen, doch auf Sicht einer Dekade scheint das Risiko begrenzt und die Gewinnchance sehr hoch zu sein, weshalb wir Rücksetzer weiterhin zum Aufbau einer neuen langfristigen Position nutzen werden.


Platin ist aktuell so günstig zu Palladium wie noch nie zuvor

 

Ein globales Geld- und Rohstoffinferno von nuklearen Ausmass

Wenn die K_cke global am Dampfen ist, dann geschieht das häufig zu einer Zeit, in der auch maximaler Schaden angerichtet werden kann und die Welt mit den allerschlimmsten Formen von K_cke überzogen wird.

Ich mache seit Jahren immer wieder deutlich, dass die Welt das Ende einer ökonomischen, finanziellen wie monetären Ära erreicht hat und die katastrophalen Folgen für die Menschheit noch auf Jahrzehnte hinweg spürbar sein werden.

Natürlich wird die Welt Putin für diese Katastrophe verantwortlich machen, die jeden Winkel unseres Planeten erfassen wird. Dabei dürfen wir aber nicht vergessen, dass weder Putin noch Covid verantwortlich sind für das ökonomische Desaster, das jetzt auf uns zukommt.

Diese Ereignisse sind Auslöser bzw. Impulsgeber mit mächtiger Wirkkraft, weil sie auf eine gigantische Schuldenblase von historisch beispiellosem Ausmaß treffen. Und es braucht tatsächlich nur sehr wenig, um diese epische Bubble zum Platzen zu bringen.

Fest steht: In den nächsten Jahren werden alle Währungen ihren 100 (und mehr) Jahre währenden Fall auf NULL zum Abschluss bringen. Glasklar ist auch, dass alle Vermögenswertblasen – Aktien, Anleihen und Immobilien – gleichzeitig implodieren werden, was eine lange und schwere Depression nach sich zieht.

Schon 2006-09 war ein Warnsignal, das von den Zentralbanken jedoch ignoriert wurde. Sie häuften neue wertlose Schulden auf existierende wertlose Schulden und schufen damit wertlose Schulden hoch zwei. Ein vorgezeichneter Weg in die Katastrophe.

Der Auslöser – und das ist gar nicht untypisch für das Ende einer ökonomischen Ära – ist häufig ein unerwartetes Ereignis, dessen Folgen schlimmer sind, als irgendjemand hätte prognostizieren können.

KRIEGSZYKLEN

Ich und einige andere hatten in der Tat darauf aufmerksam gemacht, dass wir uns aktuell in einem Kriegszyklus befinden. Die jüngsten Ereignisse haben das deutlich bestätigt und die Welt mit geballter Kraft erfasst.

So wie die Warnung der Großen Finanzkrise 2006-09 wenig beachtet blieb, so nahmen auch nur wenige die Warnungen Putins ernst, die er seit der Maidan-Revolution in der Ukraine 2014 geäußert hatte.

Wenn es am Ende einer exzessiven Blasenära schließlich „dampft“, dann ergibt sich daraus immer das Schlimmste vom Schlimmen. Und was könnte schlimmer sein als ein großer Krieg, der das Potential zu einem Atom- und Weltkrieg hat?

Leider sind Kriege Teil der Geschichte und es gibt buchstäblich keine historischen Epochen ohne Kriege. Wikipedia listet derzeit 40 laufende Kriege und Konflikte auf, von denen die meisten recht klein und lokal begrenzt sind; der größte Teil davon im Nahen Osten und Afrika.

Kriege sind – ungeachtet ihrer Größe – schrecklich. Und Russlands Invasion der Ukraine kann mit Sicherheit als ein weiterer schlimmer Konflikt gelten, der potentiell hätte verhindert werden können. Während der von den Vereinigten Staaten unterstützten Maidan-Revolution 2014 in der Ukraine wurde der russlandfreundliche ukrainische Präsident Janukowitsch vertrieben.

Seither hat Putin immer wieder klargestellt, dass es für ihn nicht akzeptabel sei, von einer durch die USA und den Westen gestützten Ukraine umgeben zu sein oder aber von Nato-Staaten, deren Raketensysteme auf Russland zeigen. Die Parallelen zu Kuba, Kennedy und Chruschtschow 1962 liegen auf der Hand.

Ob seine Forderungen gehört wurden oder nicht, Putin hatte sehr deutlich gemacht, dass er es niemals zulassen würde, dass Russland auf diese Weise in die Ecke getrieben werde.

Hätten sich die USA und der Westen um des Weltfriedens willen maßgeblich auf Diplomatie konzentriert, hätten sich die Dinge anders entwickeln können. Stattdessen fanden alle Führungen der westlichen Welt Konsens in nebulösen und kontroversen Bereichen wie Covid, Klimawandel, Wokeism, Geschichtsumschreibung und der Schaffung unbegrenzter Geschlechter.

Die Staatsführungen ignorierten sogar vorsätzlich die Tatsache, dass die Welt unausweichlich auf einen ökonomischen Schulden- und Vermögenswertkollaps zusteuerte. Es ist wohl viel einfacher, die Stühle am Deck des sinkenden Schiffs wieder geradezurücken, als sich mit den echten und ausdrücklich katastrophalen Problemen auseinanderzusetzen.

Putin ist also jetzt Feind Nummer 1 der westlichen Welt. Denn einen Krieg zu beginnen, ist immer inakzeptabel, ganz gleich, wer ihn beginnt. Lindsey Graham, republikanischer US-Senator, meinte jüngst schon, man solle Putin doch umbringen!

Zum Glück hielt Boris Johnson davon nicht viel davon und schlug stattdessen vor, Putin solle doch vor dem Internationalen (Straf-)Gerichtshof dafür zur Verantwortung gezogen werden.

Nun gut, Kriegsverbrechen bleiben Verbrechen und sollten daher bestraft werden.

Interessant ist aber auch Folgendes: Wenn die USA mit ihren Alliierten grundlos Kriege in Vietnam, Irak, Libyen oder Syrien beginnen, die hunderttausende unschuldige Opfer fordern und das gesellschaftliche Gefüge dieser Länder zerstören, was u.a. auch zu Anarchie führt, dann fordert niemand öffentlich, den Präsidenten der USA oder den Premierminister Großbritanniens dafür zur Rechenschaft zu ziehen.

Wie es aussieht, gab es auf dieser Welt noch nie gleiche Bedingungen für alle.

INFLATIONSSTEUERUNG: DIE FED WIRD ES NIE SCHAFFEN

Dass Inflation zur Hyperinflation wird, war in unserer heutigen, schuldenverseuchten Zeit schon immer klar, auch wenn die Fed und andere westliche Zentralbanken nie begriffen haben, was Inflation eigentlich ist.

Genauso wenig hatten sie verstanden, warum ihre falschen und manipulierten Inflationsquoten nicht einmal das Fed-Ziel von 2 % erreichen konnten. Jetzt, da die reale US-Inflation bei über 15 % (siehe Diagramm unten) liegt, steckt die US-Notenbank in einem neuen Dilemma, das sie völlig unvorbereitet trifft.

Die US-Regierung hatte die Berechnung der Inflationsquoten in ihrem Sinne angepasst. Wäre man bei der in den 1980ern praktizierten Methode geblieben, läge die offizielle Inflation heute bei über 15 % (Tendenz steigend).

Jahrelang hatte die US Federal Reserve – mit allen Pferden des Königs und all seinen Mannen –versucht, die Inflation auf 2 % zu bekommen. Sie setzten Billionen $ ein und hielten die Zinssätze bei null Prozent, dennoch scheiterten sie und verstanden nicht warum.

Obgleich unendliche Mengen Falschgeld erzeugt wurden, bewegte sich die Inflation jahrelang näher an der 0 %-Marke als bei 2 %.

Angesichts einer offiziellen Inflation von 7 % und einer realen Quote von ca. 15 % weiß die Fed gar nicht mehr wie ihr geschieht. Das spiegelt auch ihre lächerlichen Wortwahl wider – Stichwort „vorübergehende“ Inflation.

Dann kam die schnelle Kehrtwende bei der Federal Reserve, um zu sehen, ob sich die Inflation vielleicht um 5 Prozentpunkte (viel wahrscheinlicher aber um 13) auf 2 % senken (und nicht „treiben“) lässt.

Die US-Notenbank kriegt es nie hin. Und viele von uns wissen das längst.

Gäbe es unter den US-Notenbankern ein fundiertes Verständnis für die Österreichische Wirtschaftsschule, und nicht für den untergegangenen Keynesianismus, dann würden diese wissen, dass die reale Inflationsquote vom Geldmengenwachstum abhängig ist und nicht von obsoleten Verbraucherpreismodell.

AUF BASIS DES GELDMENGENWACHSTUMS LIEGT US-INFLATION JETZT BEI 19 %

Schauen wir uns jetzt das Geldmengenwachstum an. Seit 1971 ist die Geldmenge M2 um jährlich 7 % gestiegen. 7 % bedeuten, dass sich die Preise alle 10 Jahre verdoppeln. Das Ziel der US-Notenbank ist also vielmehr 100 % Gesamtinflation über 10 Jahre – und keine 2 % pro Jahr.

Wie man im Chart oben sieht, begann im März 2020 jedoch die exponentielle Phase; seither wächst M2 mit jährlich 19 %. Das bedeutet eine Verdoppelung der Preise alle 3,8 Jahre.

Da das Geldangebot mit 19 % pro Jahr wächst, liegt die Inflation somit – unseren österreichischen Freunden folgend – auch bei 19 %.

Und das war noch vor der Ukrainekrise! Doch aktuell werden große Mengen explosiven Treibstoffs in das globale Inflationsfeuer gekippt.

RUSSLAND HAT DIE GRÖSSTEN ROHSTOFFRESERVEN DER WELT

Russland verfügt über die größten Rohstoffverkommen der Welt, darunter Kohle, Erdgas, Öl, Nutzholz, seltene Erden etc. In Rubel gerechnet werden diese Reserven bei sinkenden Wechselkursen natürlich aufwerten.

Insgesamt wird der Wert der russischen Rohstoffreserven auf ca. 75 Billionen $ geschätzt. Das sind 66 % mehr im Vergleich zu den zweitplatzierten USA, und mehr als das Doppelte gemessen an Saudi-Arabien und Kanada.

Selbst wenn das russische Rohstoffangebot der Welt nicht verloren geht, so ist zumindest klar, dass der Westen fest entschlossen ist, Russland im strengsten Maße zu bestrafen. Deshalb werden Knappheiten, wie wir schon jetzt am Beispiel der ausufernden Öl- und Gaspreise sehen, unhaltbaren Druck auf die Rohstoffpreise ausüben.

Die Tabelle unten zeigt die europäischen Länder, die zu mehr als 50 % des nationalen Gesamtverbrauchs von russischem Gas abhängig sind.

EIN SCHWARZER ROHSTOFF-SCHWAN IM ANMARSCH

Schon vor dem russischen Angriff waren die Weltmärkte für Getreide, Pflanzenöl und Düngemittel extrem angespannt.

Doch was wir jetzt erleben, ist ein Schwarzer Schwan bei den Rohstoffen – in den gesamten Bereichen Energie und Agrarrohstoffe.

Schon letzten November warnte das Welternährungsprogramm davor, dass hunderte Millionen Menschen von katastrophalen Knappheiten betroffen sein werden. Die aktuellen Entwicklungen werden dieses Problem exponentiell verschlimmern.

„Alles schießt vertikal in die Höhe. Die gesamte Produktionskette ist von allen Seiten unter Druck geraten.“, so der ehemalige Chef der UN für Agrarmärkte.

Energie- und Agrarprodukte sind miteinander verzahnt. In Europa ist Erdgas ist der Grundstoff für die Düngemittelherstellung. Russland und Weißrussland bestreiten zusammen 1/3 der globalen Kali-Exporte.

Ca. 33 % der weltweiten Gerste-Exporte kommen aus Russland und der Ukraine, auch 30 % des Weizens, 20 % des Mais’ und 80 % des Sonnenblumenöls.

Die Konsequenzen sind unabsehbar.

Der Goldman Sachs Commodity Index hat sich seit April 2020 verdreifacht (3x). Und die exponentielle Phase der Bewegung hat gerade erst begonnen.

Der UN-Welternährungsorganisation (FOA) zufolge sind die Lebensmittelpreise seit 2020 um 43 % gestiegen. Dabei darf nicht vergessen werden, dass die echten Probleme gerade erst beginnen.

EINE GLOBALES GELD- UND ROHSTOFFINFERNO

Ich warne seit einigen Jahren bezüglich der kommenden Inflation, die zur Hyperinflation führt – auf Grundlage der unbegrenzten Geldschöpfung.

Die explosive Mischung aus globaler Rohstoffkrise/ Knappheiten, katastrophaler Verschuldung und einem globalen monetären Brand wird ein Inferno von nuklearen Ausmaßen entstehen lassen.

Falls dieser Krieg nicht wie durch ein Wunder gestoppt werden sollte (was extrem unwahrscheinlich ist), wird die Welt in eine hyperinflationäre Rohstoffpreisexplosion eintreten (man denke an Energie, Metalle und Nahrungsmittel), die mit einer desaströsen deflationären Vermögenswertimplosion einhergeht (man denke an Schulden, Aktien und Immobilien).

Die Welt wird vollkommen unbekannte Folgen zu spüren bekommen, ohne in der Lage zu sein, auch nur eine davon auf absehbare Zeit lösen zu können.

Alles oben Geschilderte würde höchstwahrscheinlich auch ohne einen globalen Krieg passieren. Doch falls sich dieser Krieg über Russland und die Ukraine hinweg ausbreitet, dann ist alles denkbar. Ich werde an dieser Stelle nicht über ein solches Szenario spekulieren, weil das, was sich vor unseren Augen abspielt, sicher schon schlimm genug ist.

GIBT ES ÜBERHAUPT GUTE NACHRICHTEN?

Gibt es also überhaupt irgendeine gute Nachricht? Also, erstens, und ich sage es immer wieder, Familie und eine kleine Gruppe guter Freunde und Kollegen wird in der kommenden Krise von unschätzbarem Wert sein.

Und da es unter Garantie eine Rohstoffinflation geben wird, werden natürlich physisches Gold und etwas Silber Lebensretter sein in der kommenden Zerstörung aufgeblähter Vermögenswertblasen (Aktien, Anleihen und Immobilien).

Ich habe es häufig gesagt:

“GOLD UND SILBER WERDEN UNVORSTELLBARE HÖHEN ERREICHEN!“

In einer Krise diesen Ausmaßes würde ich mich von Papieranlagen, einschließlich ETF, fernhalten. Es ist natürlich ein absolutes Muss, physische Metalle außerhalb des Finanzsystems zu verwahren.

Und denken Sie immer daran, Ihr Vermögen oder Ihr Gold nicht in wertlosem Papiergeld zu bemessen. Messen Sie Ihr Gold und Silber stattdessen in Unzen und Gramm.

Schauen Sie sich einfach an, was bei einem Währungszusammenbruch mit Gold passiert. Im Chart unten ist Gold in Rubel seit 2000 dargestellt. In den letzten 21 Jahren ist Gold um das 38-fache gestiegen. Allein in den letzten 12 Monaten stieg Gold gegenüber dem Rubel um 89 %, und die Probleme haben gerade erst begonnen.

Mit 331 Tonnen war Russland 2020 der zweitgrößte Goldproduzent der Welt, gleich hinter China mit 368 Tonnen.

Nach offiziellen Zahlen haben beide Länder seit 2000 Goldbestände in Höhe von 3.400 t aufgebaut, womit sich Gesamtbestände von 4.200 t ergeben.

Einige Insider schätzen jedoch, dass Chinas Goldreserven sogar bis zu 20.000 t stark sein können und dass auch Russlands Reserven deutlich über den ausgewiesenen 2.300 Tonnen liegen.

Während Russland und China ihre gemeinsamen Goldbestände seit 2000 also verfünffacht (5x) haben, halten die USA seit 1980 angeblich 8.000 t. Allerdings hat es seit 1953 keine offizielle physische Bestandsprüfung des US-Goldes mehr gegeben; nur wenige glauben, dass die USA noch über unbelastete Goldbestände in dieser Größenordnung verfügen.

Denken Sie daran: „Wer das Gold hat, bestimmt die Regeln.“

2009 hatte ich einen Artikel mit dem Titel „Die dunklen Jahre sind da“ geschrieben. Ich hatte ihn auszugsweise mehrere Male wiederveröffentlicht – das letzte Mal 2020 in einem Artikel namens „Die dunklen Jahre & die Vierte Wendezeit“

Leider sieht es ganz danach aus, als würden die Dunklen Jahre jetzt im Ernst beginnen.

Neben dem Schutz Ihrer Anlagen gegen Währungszusammenbrüche wird, wie ich oft wiederholt habe, ein Kreis aus Familie und Freunden sowie Hilfe für andere absolut entscheidend sein.

Silber – Rally noch nicht auf der Zielgeraden

Der Silberpreis zeigte sich währenddessen zwar weniger fulminant, verzeichnete aber mit einem Anstieg von 21,40 US-Dollar bis auf zuletzt 25,60 US-Dollar ein recht ansehnliches Plus von 19,6%. 

Trotzdem war bis dato noch keine eigenständige Dynamik am Silbermarkt zu beobachten. Diese stellt sich typischerweise immer erst im letzten Fünftel einer umfassenden Rally im Edelmetall Sektor ein.

Insofern kann man davon ausgehen, dass die Aufwärtsbewegung beim Gold, Silber und den Minenaktien noch nicht zu Ende ist, sondern dass hier in den kommenden Wochen erst noch ein großes Finale ansteht. Erst wenn der Silberpreis nach vorne prescht, ist erfahrungsgemäß Vorsicht geboten, denn dieses Verhalten zeigt er immer erst auf der Zielgeraden.

Gold/Silber-Ratio, Wochenchart – Ziele liegen bei ca. 73 und evtl. 70

Während die Kursentwicklung des Silberpreises im vergangenen Jahr sicherlich für jede Menge Frustration und Enttäuschung gesorgt hatte, bringt der Blick auf das Gold/Silber-Ratio eine relative Stärke des Silbers gegen das Gold hervor. Nach der volatilen Übertreibung zu Beginn der Corona-Krise im März 2020 schoss das Ratio zunächst bis auf unglaubliche 125 nach oben.

In den folgenden 11 Monaten holten die Silberbullen aber zum Gegenschlag aus und drückten das Ratio bis auf fast 62. Diese scharfe Bewegung wurde seit Anfang Februar 2021 schrittweise verdaut und korrigiert. Dabei erholte sich das Ratio aber noch nicht mal bis an das klassische minimal Ziel einer Gegenbewegung. Stattdessen hat sich das Gold/Silber-Ratio die ganzen Zeit über deutlich unterhalb des 38,2%-Retracements (ca. 87) gehalten, womit man dem Silber eine relative Stärke attestieren kann.

Sollte es nun in den kommenden Wochen (wie fast immer typischerweise im Frühling) zum großen Finale der seit Dezember bzw. Mitte Augst laufenden Rally kommen, könnte das Ratio problemlos bis auf Werte um 73 fallen. Sollten die Silberbullen vorübergehend richtig aufdrehen, sind auch Werte um 70 und etwas tiefer denkbar. Übersetzt auf die Preise würde das bei einem Goldpreis von ca. 2.000 US-Dollar mindestens 27,40 US-Dollar bzw. 28,50 US-Dollar für den Silberpreis bedeuten.

Silber in US-Dollar, Tageschart – Ausbruch über die Abwärtstrendlinie deutet sich an

Auf dem Tageschart hat der Silberpreis unsere Marschroute von vor vier Wochen mustergültig nachvollzogen. Damals erschien uns ein Anstieg bis auf ca. 25,50 US-Dollar schon als ausreichend für ein kleines Finale am Silbermarkt. Mittlerweile hat sich aber die geopolitische Lage derart verschoben, dass wohl doch noch deutlich mehr auf der Oberseite auf Sicht der kommenden Wochen möglich sein dürfte. Da insbesondere auch der Goldpreis aktuell in einem bullischen Dreieck konsolidiert, dürfte sich die Rally in Kürze fortsetzen.

Die seit gut einem Jahr gültige Abwärtstrendlinie hat die Silberbullen zwar momentan etwas ausgebremst, allerdings klammert sich der Silberpreis seit nunmehr drei Handelstagen an dieser Abwärtstrendlinie fest. Dabei macht er nicht den Eindruck, als ob er hier nachhaltig loslassen möchte.

Tatsächlich könnte sich das Gerangel um diese Trendlinie noch ein paar Tage hinziehen, im Anschluss sollte es aber zum Ausbruch nach oben kommen. In diesem Fall könnten dann tatsächlich die notwendigen Kräfte für den Sprint auf der Zielgeraden freigesetzt werden können. Zwar ist die Stochastik auf dem Tageschart schon wieder leicht überkauft, ein Umkehrsignal liegt hier aber bislang nicht vor.

Als ein technisches Kursziel kann man das 61,8%-Retracement im Bereich um 28 US-Dollar benennen. Darüber hinaus könnte sogar auch die psychologische Marke von 30,00 US-Dollar wieder ins Visier geraten.

Bis dorthin wäre allerdings ein großer Kraftakt der Bullen notwendig, denn bereits die Zone zwischen 25,50 US-Dollar und 26,50 US-Dollar ist ein hartnäckiger und kraftkostender Widerstand. Sollte dem Silberpreis zunächst bzw. vorübergehend doch die Luft ausgehen, sollten Rücksetzer spätestens um die 200-Tagelinie (24,15 US-Dollar) aufgefangen werden.

 Zusammengefasst ist der Tageschart bullisch und Silber sollte in Kürze den Sprung über die Abwärtstrendlinie schaffen. Dann wäre eine Verschärfung der Aufwärtsbewegung und ein zügiger Anstieg bis auf ca. 28 US-Dollar zu erwarten. Gleichzeitig würden zeitweise parabolisch steigende Silberpreise aber auch das vorübergehende Ende der Rally im Edelmetall Sektor einläuten. 

Im großen Bild läuft Silber weiterhin zwischen 20 US-Dollar und 30 US-Dollar seitwärts. Erst wenn der nachhaltige Ausbruch über die starke Widerstandszone um 30 US-Dollar gelingt, dürfte sich der übergeordnete Bullenmarkt fortsetzen.

 Silber in Euro: Kauflimit bei 19,40 Euro wurde ausgeführt

Am 4.Februar hat unser Kauflimit von 19,40 Euro nochmals gegriffen. Angesichts der stark gestiegenen Kurse empfiehlt sich momentan die Seitenlinie und Geduld. Bis zum Frühsommer wird sich aber sicherlich wieder eine günstige Kaufgelegenheit ergeben.

Autor: Florian Grummes

Technischer Analyst

www.goldnewsletter.de

www.cashkurs-gold.de

Quelle: GOLD.DE

Silber nach dem Ausbruch: Wie weit trägt das Kaufsignal jetzt?

Silber konnte in der zurückliegenden Handelswoche deutlich an Boden gutmachen. Mit einem Wochenplus von 5,88 Prozent auf über 25,70 US-Dollar gelang hier den Bullen der größte positive Wochensaldo seit Mai 2021. Für Investoren und Trader, die in diesem Sektor aktiv sind, endlich einmal gute Nachrichten. 

Die nervenaufreibende und volatile Konsolidierung, die Silber über Wochen und Monate klein und gefangen hielt, ist damit Geschichte. Mit den letzten fünf Handelstagen ist jetzt ein neuer Trend geboren. Was sind seine Kursziele und wie weit trägt jetzt die begonnene Ausbruchsbewegung?

Silber Kursverlauf

Idealer Ausbruchsverlauf wurde verwehrt

Im Zuge der letzten charttechnischen Einschätzung an dieser Stelle vom 16. Februar „Silber: Die Nerven liegen blank! Was sagt die Charttechnik?“ wurde noch ein finaler Abriss auf etwa 21,45/50 USD, verbunden mit einem nochmaligen Test der unteren Dreieckslinie, prognostiziert und skizziert. 

Diese Hoffnung hatte sich zuletzt jedoch nicht mehr erfüllt. Zwar ging Silber kurz nach dieser Analyse erneut in die Knie, doch schon bei dem direkten Test der 22 USD Marke drehten die Kurse wieder nach oben ab. Die untere Dreieckslinie wurde nicht mehr berührt. 

Bereits am 22. Februar wurde dann bereits die obere Dreieckslinie erreicht und leicht überboten. Zum Beginn des Ukraine-Kriegs am 24. Februar ging Silber schließlich zumindest kurzzeitig steil. Am letzten Freitag wurde dieses (Zwischen-)Hoch dann per Tages- und Wochenschluss bei 25,70 USD getoppt. 

Silber mit Charttechnik

Silber: Zuvor noch zaghafter Ausbruch, jetzt bestätigt

Das charttechnische Bild hat sich jetzt dramatisch und zugunsten der Bullen gedreht. Die große sowie nervige Konsolidierungsbewegung seit dem August 2020 ist Vergangenheit. Silber befindet sich jetzt in einer neuen Phase: eine Aufwärtsbewegung.

Wie im Tages-Chart dargestellt, wurde mit dem Ausbruch ein mittelfristiges Kursziel von etwa 30 bis 32 USD aktiviert. Ob dieses ab jetzt allerdings in einem Rutsch angepeilt wird, ist zumindest fraglich. Schon auf dem aktuellen Niveau ist eine ernstzunehmende Widerstandszone (zwischen ca. 24,90 und 25,52 USD) zu sehen.

Hier könnte Silber sich ein paar Tage aufhalten und entsprechend zurückkommen. Ja nach Trenddynamik könnte aber schon im Verlauf des Frühjahrs die Zone um 28 USD erreicht werden. Ist diese erreicht, ist der Sprung auf 30 USD verbunden mit neuen knappen Rekordhochs wohl nur noch eine Frage der Zeit.