Sanofi verabschiedet sich von mRNA-Impfstoff gegen Covid-19

Dieser würde zu spät auf den Markt kommen, erklärte ein Sprecher des französischen Pharmakonzerns am Dienstag. Sanofi werde sich daher auf seinen proteinbasierten Covid-19-Impfstoff konzentrieren. Dieses Vakzin, das Sanofi zusammen mit dem britischen Hersteller GlaxoSmithKline entwickelt, befindet sich derzeit in der entscheidenden Phase-3-Studie und könnte bis Dezember verfügbar sein. Das Entwicklungsprogramm hat das Unternehmen um eine Studie mit dem Impfstoff als Booster-Dosis erweitert, deren Ergebnisse Ende des vierten Quartals zu erwarten sind.

Mit seinem Impfstoffkandidaten, der wie die schon zugelassenen von BioNTech/Pfizer und Moderna auf der Technik der Boten-RNA (mRNA) basiert, erzielte Sanofi erste positive Zwischenergebnisse. In der Phase-1/2-Studie hätten sich bei 91 bis 100 Prozent der Probanden zwei Wochen nach der zweiten Dosis neutralisierende Antikörper gebildet. Im Rennen um einen mRNA-Impfstoff gegen Covid-19 haben die Franzosen angesichts der starken Konkurrenz aber das Nachsehen und wollen sich nun auf die Entwicklung eines mRNA-Impfstoffs gegen Influenza konzentrieren. Die klinischen Studien dazu sollen im kommenden Jahr starten.

 

Sanofi will US-Biotechfirma für 1,9 Milliarden Dollar schlucken

Für 1,9 Milliarden Dollar will Sanofi das US-Biotechunternehmen Kadmon Holdings kaufen, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Pro Aktie wollen die Franzosen 9,50 Dollar zahlen, ein Aufschlag von 79 Prozent auf den Schlusskurs vom Dienstag. Mit der Übernahme ergänzt Sanofi sein Portfolio um Medikamentenkandidaten für die Behandlung von Immunerkrankungen und fibrotische Erkrankungen sowie Krebsimmuntherapien. Erst im vergangenen Monat hatte der Pharmakonzern die Übernahme des US-Biotechunternehmens Translate Bio für 3,2 Milliarden Dollar angekündigt, um seine Pipeline an neuen Arzneien zu verstärken.