Royal Dutch Shell-Aktie: Kommt es jetzt zum Ausbruch?

Seitdem handelt Royal Dutch Shell in einer engen Range bis auf die Unterkante von etwa 36,00 USD. In den letzten Wochen ist sehr gut zu erkennen, dass der wichtige und vielbeachtete gleitende Durchschnitt mit der Periode 200 bereits als stützendes Element von der Unterseite angelaufen kommt. Schon im Juli und August gab es ein Anlaufen dieser relevanten Unterstützung und ebenso ein Abfedern.

Royal Dutch Shell-Aktie – die 42-Zone muss aufgebrochen werden!

Derzeit baut sich Druck auf die Kurszone von etwa 42,00 USD auf. Hier kam es bereits mehrfach zum Antippen. Was jetzt noch fehlt, ist ein direkter Durchbruch der Royal Dutch Shell-Aktie. So würden gute Kaufsignale entstehen und weitere Anstiege ins Haus stehen können. Beispielsweise ist ein direktes Ziel das diesjährige Kurshoch von 44,50 USD. Aber auch die 54,49er-Marke kann schnell erreicht sein.

Als mittelfristiges Ziel sollte es für Royal Dutch Shell anstehen das Hoch aus dem Jahr 2019 bei 66,48 USD zu erreichen. Bis dorthin wäre es immerhin etwa 60 % Kursgewinn. Falls die Bären wider Erwarten doch die Kurse unter die Unterstützung von etwa 39,00 USD drücken, so würde die charttechnische Lage vorerst eintrüben.

Widerstand: letztes Hoch – 41,96 USD | 200-Bars-Hoch – 44,50 USD
Unterstützung: SMA38 – 40,29 | SMA100 – 40,08 | SMA200 – 39,71

Der Chart Royal Dutch Shell (D1) in USD

Royal Dutch Shell-Aktie Prognose
22.09.2021: Royal Dutch Shell-Aktie – fxempire.de chart

Was sagt die Trendanalyse (D1) für die Royal Dutch Shell-Aktie?

HighLow Indikator: Hierbei wird untersucht, ob höhere Tiefs und neue Hochpunkte entstehen. Ein Aufwärtstrend wird durch höhere Hochs und steigende Tiefpunkte gekennzeichnet. Von insgesamt 10 HighLows sind 7 steigend. Hier kann man sagen, das ist bullisch.

Gleitende Durchschnitte: Jetzt wird geschaut, ob bei der Royal Dutch Shell-Aktie die GDs steigend sind. Denn steigende GDs kennzeichnen einen Aufwärtstrend. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten sind sogar 10 steigend. Das ist durchaus als sehr bullisch zu bezeichnen.

Macd Indikator: Als Letztes muss bei dem wichtigen Oszillator geprüft werden, ob die Trigger-Linie unter der Signal-Linie ist. Außerdem auch, ob sich der Macd über null befindet. Von insgesamt 10 Macd Analysen sind ganze 10 positiv. Das ist mega bullisch. Super, weiter so!

Die Auswertung der Trendanalyse

21.09.2021: Wie fällt der Blick auf die Gesamtauswertung aus? Von 30 gemessenen Kriterien sind 27 als positiv zu bezeichnen. Das sind ganze 90 %. Der Status ist hier auf “sehr bullisch” zu setzen. Aus dieser Sicht heraus ist es angebracht, einen Einstieg in die Royal Dutch Shell-Aktie zu suchen, bzw. investiert zu bleiben.

Detailansicht vom Heikin-Ashi-Chart (D1) in USD

Royal Dutch Shell-Aktie Prognose
Royal Dutch Shell-Aktie Prognose „Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.”

 

Disclaimer:
Trotz sorgfältiger Analyse kann keine Gewähr für Inhalt, Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen gegeben werden. Die Informationen stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder derivativen Finanzprodukten dar. Der Autor übernimmt keine Haftung für auf dieser Website zur Verfügung gestellten Handelstechniken, Analysen und Tradingideen. Der Autor kann in den besprochenen Wertpapieren, bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung investiert sein.

Umstrittene Pipeline Nord Stream 2 kann bald Gas liefern

Spezialisten auf dem Verlegeschiff “Fortuna” schweißten am Montag das letzte Rohr der über 1200 Kilometer langen Pipeline zusammen, teilte die Betreibergesellschaft mit. Nun werde es auf den Meeresboden abgesenkt. Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte der Nachrichtenagentur Interfax zufolge, die Pipeline werde schon in wenigen Tagen den Betrieb aufnehmen. Das Unternehmen selbst erklärte, der Betrieb solle bis Ende des Jahres starten. Das milliardenschwere Gas-Projekt soll die Kapazitäten der bereits bestehenden Nord-Stream-Pipeline zwischen Russland und Deutschland verdoppeln.

Die Gas-Röhre ist politisch umstritten. Die USA, die Ukraine und weitere Staaten vor allem aus Osteuropa lehnen sie mit der Begründung ab, sie mache die europäischen Abnehmerstaaten abhängig von russischen Erdgaslieferungen. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte in der Vergangenheit Gas bereits als politisches Druckmittel eingesetzt. Die Regierungen in Berlin und Washington hatten aber im Juli den Streit über das Projekt ausgeräumt. Deutschland hatte unter anderem zugesagt, dass es notfalls auch für Sanktionen gegen Russland eintritt, falls die Leitung von der Regierung in Moskau dazu verwendet werden sollte, der Ukraine oder anderen osteuropäischen Ländern zu schaden.

Die in der Schweiz ansässige Projektgesellschaft Nord Stream 2 gehört dem russischen Energieriesen Gazprom. An der Finanzierung der Röhre beteiligen sich fünf westliche Unternehmen: der Düsseldorfer Versorger Uniper, Wintershall Dea, die französische Engie, das österreichische Energieunternehmen OMV und Shell. Die Gesamtkosten werden auf 9,5 Milliarden Euro beziffert, von denen die eine Hälfte Gazprom übernimmt und die andere die europäischen Partner. OMV und Uniper sind nach früheren Angaben mit jeweils bis zu 950 Millionen Euro dabei. Die Pipeline soll nach ihrer endgültigen Fertigstellung Gas von der Narwa-Bucht in Russland bis Lubmin in der Nähe von Greifswald transportieren.

 

Umweltverbände verklagen Autokonzerne wegen Klimaschutz

Die Geschäftsführer der Verbände wollten zivilrechtliche Klagen gegen BMW, Daimler, Volkswagen und Wintershall bei Landgerichten einreichen, erklärten die Organisationen am Freitag. Geklagt werde gegebenenfalls wegen Verletzung des Schutzes von Eigentum, Gesundheit und Freiheitsrechten. Die Ansprüche seien aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Klimaschutz abgeleitet, das bereits die Bundesregierung zu schärferen Vorgaben zwang. Den Unternehmen werde noch eine Frist von einigen Wochen gesetzt, um auf die Forderungen der Klimaschützer zu reagieren und die Klagen mit glaubwürdigen CO2-Reduktionspfaden abzuwenden.

Konkret verlangen die Verbände mit Verweis auf die Vorgaben des Pariser Klimaschutzabkommens einen Ausstieg aus Verbrennungsmotoren bis 2030, denn aus dem Abkommen ergebe sich ein verbleibendes CO2-Emissionsbudget, das nicht überschritten werden dürfe. Die EU-Kommission hat zur Umsetzung der Klimaziele allerdings 2035 als Frist vorgeschlagen, ab der nur noch emissionsfreie Neuwagen zugelassen werden sollen. Wintershall soll sich verpflichten, ab spätestens 2026 keine neuen Öl- und Gasfelder mehr zu erschließen – der Versorger hat CO2-Neutralität bis 2030 in Aussicht gestellt.

Die Umweltschützer sehen gute Chancen für das rechtliche Vorgehen auch wegen eines Urteils in den Niederlanden gegen den Ölkonzern Shell, der zur Reduktion seiner CO2-Emissionen bis 2030 um 45 Prozent gegenüber 2019 verdonnert wurde. Das Unternehmen geht dagegen in Berufung.

“RAUBTIERLOBBYISMUS”

Als ersten Schritt schickten die Kläger den Unternehmen Anspruchsschreiben. Darin heißt es, die aktuellen und geplanten Maßnahmen der Konzerne widersprächen den Klimazielen von Paris und seien daher rechtswidrig. “Trotz zunehmender Extremwetterereignisse und entgegen wissenschaftlicher Erkenntnisse verkauft die deutsche Autoindustrie weiterhin weltweit Millionen klimaschädlicher Diesel und Benziner”, warfen die Verbände den Autobauern vor. Der CO2-Fußabdruck der wichtigsten deutschen Industrie sei 2019 damit größer gewesen als der des ganzen Landes. “Das Zivilrecht kann und muss verhindern, dass Konzerne unser aller Lebensgrundlagen zerstören und unseren Kindern und Enkeln das Recht auf eine sichere Zukunft nehmen”, sagte Roda Verheyen, die Anwältin von Greenpeace. DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch erklärte, damit solle der “Raubtierlobbyismus” der Autoindustrie gegen den Klimaschutz beendet werden.

Die Autobauer verwiesen auf ihre Pläne zur Umstellung des Angebots auf Elektroautos und zum CO2-Abbau in der gesamten Produktion. BMW, Daimler und Volkswagen bekannten sich zum Ziel des Pariser Klimaabkommens, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. “Die BMW Group ist in der Automobilindustrie Vorreiter im Kampf gegen den Klimawandel.” Daimler erklärte, das Unternehmen sehe keine Grundlage für einen Unterlassungsanspruch und werde sich gegen eine Klage mit allen juristischen Mitteln verteidigen. Volkswagen will den zugestellten Schriftsatz prüfen. “Generell halten wir diese Vorgehensweise sowie die Ankündigung einer Klageerhebung gegen ein einzelnes Unternehmen nicht für ein angemessenes Mittel zur Lösung wichtiger gesellschaftlicher Herausforderungen”, teilte der Konzern mit. Wintershall wollte das Abmahnschreiben der Umweltlobbies ebenfalls zunächst prüfen und sich noch nicht dazu äußern.