BioNTech: Kaufkurse oder Griff ins fallende Messer?

Die Impfungen gegen Covid-19 laufen in Deutschland schon seit über einem Jahr. Mittlerweile sind die Namen der großen Impfstoffhersteller so gut wie allen Deutschen bekannt. Sogar den Impfkritikern bzw. Impfgegnern. Fast jedes Kind kennt Pfizer, Moderna und BioNTech. Doch trotz der enormen Popularität und der täglichen Medienpräsenz zeigt sich besonders die BioNTech-Aktie enorm schwach. 

Erst gestern fiel der Wert mit nur noch 141,80 EUR auf den tiefsten Stand seit Mai 2021 zurück. Seit dem Rekordhoch im August bei 395 EUR ging es hier um unfassbare 64 Prozent abwärts. BioNTech ist damit vom Highflyer zum Sorgenkind mutiert. Dennoch gibt es aus Sicht der Charttechnik berechtigte Hoffnungen, dass hier schon bald eine neue Aufwärtsbewegung starten könnte!

BioNTech Kursverlauf

BioNTech erreicht großes charttechnisches Korrekturziel

Die Aktie von BioNTech war bereits an dieser Stelle am 21. Dezember 2021 im Rahmen der Analyse „BioNTech-Aktie: Wo bleibt der Booster für die Bullen?“ Thema. Als Anspielung auf die Booster-Impfungen, also die 3. Impfungen, wurde gefragt, warum der Aktienkurs so stark fällt, wenn doch die Umsatz- und Gewinnaussichten kaum besser sein könnten. Es wurde eine laufende ABC-Korrektur nach Elliott-Wave erkannt, deren finales Ziel zwischen etwa 160 und 140 EUR liegen könnte. Zuvor wurde allerdings im Rahmen der Welle B ein nochmaliger Anstieg über 300 EUR in Aussicht gestellt.

Mit den jüngsten Tiefs wurde nun das untere Ende dieser Spanne erreicht. Zudem wurde auch das größtmögliche 78,6%ige Fibonacci Korrektur Retracement fast erreicht. Zusätzlich touchiert der Kurse jetzt ebenfalls die untere Trendkanallinie. Der Trendkanal seit dem Allzeithoch rahmt hier die ABC-Bewegung ein.

Trader und Anleger sollten Bodenbildung abwarten

Die BioNTech-Aktie ist sprichwörtlich ausgebombt. Das zeigt sich besonders am RSI-Indikator, der aktuell bei 23 steht und damit einen stark überkauften Zustand anzeigt. Trader und Aktionäre sind hier jetzt verständlicherweise geneigt zuzuschlagen und nachzukaufen. Doch auch bei derart tiefen Kursen besteht immer die Gefahr direkt ins fallende Messer zu greifen. Über 60 Prozent schreien förmlich nach einem Einstieg. Allerdings bedeutet das nicht, dass sich der Kurs theoretisch nicht noch einmal halbieren könnte!

BioNTech Elliott Wave Analyse

Dieses Szenario ist zwar in diesem Fall aktuell in der charttechnischen Gemengelage eher unwahrscheinlich. Dennoch sollten Anleger und Trader hier noch Vorsicht walten lassen und auf eine Kurstabilisierung warten! Der Prognosepfeil zeigt in Richtung 400 EUR Marke. Niemand sollte diesem aber blind folgen und ohne Sinn und Verstand sofort einsteigen.

Idealerweise stoppt der Abwärtstrend von BioNTech jetzt und die Aktie kann wieder zulegen. Ernsthaft einen nicht Zock-orientierten Einstieg sollte jedoch erst erwogen werden, wenn sich ein Tagesschlusskurs über 160/165 EUR zeigt. Dann nämlich wäre mit dem Ausbruch aus dem fallenden Keil ein erster wichtiger Schritt getan, auf dem man aufbauen könnte!

Pfizer: Der große Gewinner der Corona-Pandemie?

Weltweit explodieren die Infektionszahlen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Die Omikron-Variante des Coronavirus treibt die Inzidenzen in nie gesehene und schwindelerregende Höhen. Nach „Social Distancing“, den Impfungen kommt jetzt ein weiterer Baustein in Sachen Pandemie-Bekämpfung hinzu: Die „Corona-Pillen“, die vor Krankenhausaufenthalten und schweren Krankheitsverläufen schützen sollen. Dem US-Pharmakonzern Pfizer Inc. ist jüngst mit „Paxlovid“ ein Durchbruch gelungen, das aktuell von der EMA auf EU-Zulassung geprüft wird.

Pfizer Aktie Kursverlauf

Pfizer: Potenzmittel, Impfungen und Corona-Pillen

Der Pharmakonzern Pfizer erlangte spätestens 1998 weltweite Berühmtheit. Die damalige Einführung des Potenzmittels Viagra war für das Unternehmen eine Goldgrube. Allein zwischen dem Jahr 2008 und 2018 macht Pfizer damit einen Umsatz von geschätzten 18 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zu den Umsätzen im Zusammenhang mit den Impfungen gegen Covid-19 wirken diese Zahlen jedoch gerade zu lächerlich. 2021 hat Pfizer vorläufig Pfizer Inc.mit Corona-Vakzinen umgesetzt. Die Corona-Pandemie erweist sich als wahre Geldmaschine. Und auch wenn die Pandemie mit Omikron in diesem Jahr ggf. langsam auslaufen könnte, so könnte Pfizer an den voraussichtlichen jährlichen Auffrischungsimpfungen weiter gut verdienen.  

Der Aktienkurs von Pfizer scheint langfristig ausgereizt

Genau diese guten Aussichten treiben die Anleger in diesen Wochen und Monaten scharenweise in die Anteilspapiere. Seit dem Corona-Crash im Frühjahr 2020 konnte die Aktie um über 133 Prozent auf zuletzt über 61 USD zulegen, die im Dezember 2021 erreicht wurden. Im Prinzip kann Pfizer eigentlich nur weiter steigen. Eigentlich.

Pfizer Aktie langfristig

Der Blick auf den langfristigen Chart-Verlauf seit Mitte der 1970er zeigt allerdings ein eher weniger euphorisches Bild. Pfizer befindet sich zwar dicht unter den letzten Rekordhochs. Allerdings wurde der Kursanstieg fast ziemlich genau an der oberen Trendkanallinie des Trendkanals gedeckelt. Investierte Anleger sollten jetzt nicht in Panik ausbrechen. Den Kurs ab jetzt genau beobachten kann jedoch nicht schaden. Besonders dann, wenn es überall heißt, dass das ein sicheres Geschäft mit den Impfungen sei. Nichts ist sicher. Schon gar nicht an der Börse.

Blockbuster sind kein Garant für steigende Kurse

Anleger sollten immer bedenken, dass an der Börse Ausblicke und damit die Zukunft gehandelt werden. Auch vom logischen Denken sollte man sich in diesem Zusammenhang verabschieden. Riskieren Sie mal einen kurzen Blick an den Chart in das Jahr 1998. Also das Jahr, in dem Viagra auf dem Markt gekommen ist. Nach einem kurzen Höhenflug rauschte die Aktie anschließend in den Keller. Erst im Jahre 2009, nach über 75 Prozent Kursverlust, fand Pfizer einen belastbaren Boden. Und das trotz damaliger hoher Umsätze mit Viagra. 

Keine Frage, Pfizer ist aktuell gut aufgestellt und gehört wahrscheinlich monetär betrachtet zu den größten Profiteuren der Corona-Pandemie. Wenn die Impfungen im Verbund mit dem Partnerunternehmen BioNTech eines Tages vielleicht mal nicht mehr so gefragt sein sollten, lässt sich auch weiterhin Geld mit Paxlovid oder ähnlichen Corona-Pillen verdienen. Denn das Virus wird, das ist mittlerweile bekannt, nicht aus der Welt verschwinden.

Rein auf die Aktie bezogen erinnert die aktuelle Situation jedoch etwas an den Hype Ende der 1990er Jahre kurz nach Einführung des besagten Potenzmittels. Es ist daher aktuell möglich, dass das Stimmungshoch bereits hinter uns liegt bzw. kurz davor ist sich zu zeigen. In diesem Fall sollten Pfizer-Fans ab jetzt eng absichern. Denn auch die Corona-Pandemie ist eines Tages vorbei …

USA können mit Corona-Impfungen von Fünf- bis Elfjährigen starten

Die US-Gesundheitsbehörde CDC sprach sich am Dienstag für eine Impfung von Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren mit dem Vakzin von BioNTech und Pfizer aus. CDC-Direktorin Rochelle Walensky gab grünes Licht, nachdem Berater der Behörde dem Schritt einstimmig zugestimmt hatten. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte dem Impfstoff am Freitag bereits eine Notfallzulassung für den Einsatz in dieser Altersgruppe erteilt. Für den Einsatz bei Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren war der Impfstoff im Mai in den USA freigegeben worden.

US-Präsident Joe Biden sprach von einem Wendepunkt im Kampf gegen Corona. “Das Programm wird in den kommenden Tagen hochgefahren und in der Woche des 8. Novembers voll einsatzbereit sein. Eltern werden ihre Kinder in Tausende von Apotheken, Kinderarztpraxen, Schulen und andere Einrichtungen bringen können, um sich impfen zu lassen”, erklärte er. Erste Impfungen könnten bereits am Mittwoch verabreicht werden.

“Wir wissen, dass Millionen von Eltern ihre Kinder unbedingt impfen lassen wollen, und mit dieser Entscheidung haben wir nun die Empfehlung ausgesprochen, dass etwa 28 Millionen Kinder einen Covid-19-Impfstoff erhalten”, sagte Walensky. Sie wies darauf hin, dass die Zahl der Krankenhauseinweisungen von Kindern während der jüngsten Corona-Welle, die durch die hochansteckende Deltavariante ausgelöst wurde, sprunghaft angestiegen sei.

Das Risiko, das von Covid-19 ausgehe, “ist zu hoch und zu verheerend für unsere Kinder und viel höher als bei vielen anderen Krankheiten, gegen die wir Kinder impfen”, sagte sie. Zudem hätten die Schließungen von Schulen schädliche Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der Kinder. “Die Impfung kann uns helfen, all das zu ändern.”

Sanofi verabschiedet sich von mRNA-Impfstoff gegen Covid-19

Dieser würde zu spät auf den Markt kommen, erklärte ein Sprecher des französischen Pharmakonzerns am Dienstag. Sanofi werde sich daher auf seinen proteinbasierten Covid-19-Impfstoff konzentrieren. Dieses Vakzin, das Sanofi zusammen mit dem britischen Hersteller GlaxoSmithKline entwickelt, befindet sich derzeit in der entscheidenden Phase-3-Studie und könnte bis Dezember verfügbar sein. Das Entwicklungsprogramm hat das Unternehmen um eine Studie mit dem Impfstoff als Booster-Dosis erweitert, deren Ergebnisse Ende des vierten Quartals zu erwarten sind.

Mit seinem Impfstoffkandidaten, der wie die schon zugelassenen von BioNTech/Pfizer und Moderna auf der Technik der Boten-RNA (mRNA) basiert, erzielte Sanofi erste positive Zwischenergebnisse. In der Phase-1/2-Studie hätten sich bei 91 bis 100 Prozent der Probanden zwei Wochen nach der zweiten Dosis neutralisierende Antikörper gebildet. Im Rennen um einen mRNA-Impfstoff gegen Covid-19 haben die Franzosen angesichts der starken Konkurrenz aber das Nachsehen und wollen sich nun auf die Entwicklung eines mRNA-Impfstoffs gegen Influenza konzentrieren. Die klinischen Studien dazu sollen im kommenden Jahr starten.

 

AstraZeneca vereinbart Milliondeal für RNA-Technologie

Mit dem Startup VaxEquity, das von dem Impfstoffexperten Robin Shattock vom Imperial College London gegründet wurde, sei eine Partnerschaft zur Entwicklung neuer Medikamente auf Basis dieser Technologie vereinbart worden, teilte AstraZeneca am Donnerstag mit. VaxEquity erhalte dafür von AstraZeneca eine Zahlung von bis zu 195 Millionen Dollar, wenn bestimmte Meilensteine im Zuge der Kooperation erreicht werden. Zudem winkten Lizenzgebühren an den Produkten. Vereinbart wurde den Angaben zufolge ferner eine Kapitalbeteiligungen von AstraZeneca und dem Life-Science-Investor Morningside Ventures.

AstraZeneca hat im Rahmen der Vereinbarung die Möglichkeit, an 26 Wirkstoff-Zielstrukturen für den Einsatz in therapeutischen Gebieten wie Krebs und seltenen genetischen Erkrankungen zusammenzuarbeiten. Im Fokus der Partnerschaft steht die so genannte selbstverstärkende RNA-Technologie. Sie funktioniert ähnlich wie die der Boten-RNA (mRNA)-Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna. Ein selbstverstärkender RNA-Impfstoff enthält jedoch nicht nur den genetischen Code, der es Zellen erlaubt, zielgerichtet Proteine herzustellen. Er erstellt auch viele Kopien der RNA, die diese Anweisungen enthält, weshalb die Dosen kleiner und günstiger sein könnten.

 

Biontech-Impfstoff soll auch in Südamerika hergestellt werden

Das Mainzer Unternehmen und sein US-Partner kündigten am Donnerstag eine Zusammenarbeit mit der brasilianischen Pharmafirma Eurofarma zur Herstellung und Auslieferung des Vakzins in Lateinamerika an. Eurofarma soll den Impfstoff von Werken in den USA beziehen und mit der Herstellung der lieferfertigen Dosen im kommenden Jahr beginnen. Bei voller Betriebsleistung soll die jährliche Produktionskapazität mehr als 100 Millionen Dosen umfassen. Diese seien ausschließlich für den lateinamerikanischen Markt bestimmt.

“Unsere neue Partnerschaft mit Eurofarma erweitert unser globales Produktions- und Liefernetzwerk um eine weitere Region und hilft uns, weiterhin einen fairen und gerechten Zugang zu unserem Covid-19-Impfstoff zu gewährleisten. Wir werden auch weiterhin Möglichkeiten wie diese prüfen und umsetzen, um sicherzustellen, dass unser Impfstoff alle Menschen, die ihn benötigen, erreicht”, erklärte Pfizer-Chef Albert Bourla. Das weltweite Netzwerk der beiden Unternehmen umfasst damit nun vier Kontinente sowie mehr als 20 Produktionsstätten.

Im Juli hatten Biontech und Pfizer eine Zusammenarbeit mit dem südafrikanischen Biotechunternehmen Biovac vereinbart, das damit der erste Partner in Afrika war. Die Herstellung dort soll auch im kommenden Jahr beginnen. In Asien soll der Impfstoff ab 2023 in einer neuen Produktionsstätte von Biontech in Singapur hergestellt werden. Bisher wird das Vakzin nur in Europa und Nordamerika produziert. “Die heutige Partnerschaft ist ein wichtiger Schritt, um den Zugang zu Impfstoffen in Lateinamerika und darüber hinaus durch ein wachsendes Produktionsnetzwerk zu erweitern”, sagte Biontech-Chef Ugur Sahin. Die beiden Unternehmen haben zugesagt, in diesem und im kommenden Jahr je eine Milliarde Impfstoffdosen für Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen bereitzustellen.

 

EU-Behörde genehmigt weitere Impfstoff-Werke für Biontech und Moderna

In den Werken können die mRNA-Mittel von Biontech und Pfizer sowie von Moderna hergestellt werden. Die Anlagen dürften unmittelbar in Betrieb gehen, eine weitere Genehmigung der EU-Kommission sei nicht nötig.

So sei am Biontech-Standort in Marburg eine neue Produktionslinie genehmigt worden. Diese werde helfen, die Produktionskapazität für den Biontech-Wirkstoff um rund 410 Millionen Dosen zu erhöhen, erklärte die EMA. Zudem darf bei Delpharm im französischen Saint Remy sur Avre nun ebenfalls der Impfstoff des Mainzer Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer produziert werden. Hier gehe es um bis zu 51 Millionen Dosen.

Zudem ließ die EMA mehrere Produktionsstätten für den Moderna-Impfstoff in den USA zu. Daneben habe die Behörde bereits im vergangenen Monat die Erhöhung der Fertigung in zwei Werken unter anderem beim Schweizer Auftragsfertiger Lonza zugelassen. Durch diese Schritte könnten im dritten Quartal dieses Jahres zusätzlich 40 Millionen Impfdosen des US-Herstellers an die EU geliefert werden.

 

Pfizer übernimmt kanadischen Krebsspezialisten

Je Trillium-Aktie zahlt Pfizer 18,50 Dollar – ein Aufschlag von gut 200 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag. Im vergangenen Jahr war Pfizer für 25 Millionen Dollar bei dem Unternehmen eingestiegen, das sich auf die Entwicklung von Krebs-Immuntherapien spezialisiert hat. Mit dem Zukauf sichert sich Pfizer unter anderem zwei neue potenzielle Krebsarzneien, die sich derzeit in der frühen Phase der klinischen Entwicklung befinden.

 

Mega-Umsatz für Pfizer – US-Konzern hebt Prognose für Covid-Impfstoff an

Der US-Pharmakonzern erwartet nun in diesem Jahr alleine mit dem Vakzin einen Umsatz von 33,5 Milliarden Dollar. Diese Schätzung basiere auf den derzeit unterzeichneten Lieferverträgen über rund 2,1 Milliarden Impfdosen für 2021, teilte Pfizer am Mittwoch mit. Insgesamt wollen Pfizer und sein deutscher Partner BioNTech, aus dessen Laboren der Impfstoff stammt und mit dem die Amerikaner diesen entwickelt haben, in diesem Jahr drei Milliarden Dosen herstellen. Im Mai hatte Pfizer noch einen Umsatz mit dem Vakzin von 26 Milliarden Dollar prognostiziert, BioNTech hatte zu diesem Zeitpunkt 12,4 Milliarden Euro erwartet. Seitdem haben die Partner weitere Lieferverträge abgeschlossen.

Der Impfstoff, der Ende vergangenen Jahres die weltweit erste Zulassung für Covid-19 erhalten hatte, würde damit aus dem Stand das umsatzstärkste Vakzin weltweit werden und auch die weltweit umsatzstärksten Medikamente mit Abstand übertreffen. Der Pneumokokkenimpfstoff Prevnar von Pfizer, vor Corona das umsatzstärkste Vakzin weltweit, brachte dem US-Konzern im vergangenen Jahr alleine einen Umsatz von 5,9 Milliarden Dollar – mehr als jedes andere seiner Produkte. Der US-Biotechkonzern Moderna, der seine Kapazitäten nicht so schnell ausbauen konnte, prognostiziert bislang einen Umsatz mit seinem Corona-Impfstoff von gut 19 Milliarden Dollar. Johnson & Johnson erwartet 2,5 Milliarden.

Pfizer setzte insgesamt im zweiten Quartal 19 Milliarden Dollar um, ein Plus von 92 Prozent. Ohne die Covid-Impfstofferlöse erhöhte sich der Umsatz um zehn Prozent auf gut elf Milliarden Dollar. Der Nettogewinn stieg um 59 Prozent auf 5,56 Milliarden. Pfizer erhöhte auch seine Umsatz- und Ergebnisprognose für 2021 erneut. Insgesamt erwartet der Konzern nun einen Umsatz von 78 bis 80 Milliarden Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 3,95 bis 4,05 Dollar.

 

J&J hebt Jahresziele an – 2,5 Mrd Dollar Umsatz mit Covid-Impfstoff erwartet

Für Rückenwind sorgt auch das Geschäft mit dem Covid-19-Impfstoff des Unternehmens. Für 2021 rechnet J&J nun mit einem Umsatz von 93,8 bis 94,6 Milliarden Dollar. Ohne den Covid-19-Impfstoff wären es 91,3 bis 92,1 Milliarden Dollar, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Bisher hatte J&J für dieses Jahr 90,6 bis 91,6 Milliarden in Aussicht gestellt. Auch die Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie hob der Konzern an.

Im zweiten Quartal setzte J&J insgesamt 23,3 Milliarden Dollar um, ein Zuwachs von 27 Prozent. Der bereinigte Nettogewinn kletterte um 49 Prozent auf 6,6 Milliarden. Für seinen Covid-19-Impfstoff rechnet J&J im Gesamtjahr mit einem Umsatz von 2,5 Milliarden Dollar. Das ist allerdings deutlich weniger als die US-Konkurrenten Pfizer und Moderna mit ihren Vakzinen erwarten. Pfizer hatte zuletzt Erlöse von 26 Milliarden Dollar und Moderna von gut 19 Milliarden prognostiziert. Der Impfstoff von J&J, von dem nur eine Dosis für einen vollen Impfschutz reicht statt zwei Dosen wie bei anderen Impfstoffen, wird mit sehr seltenen Fällen von schweren Thrombosen nach der Impfung in Verbindung gebracht.