Mercedes-Produktion derzeit trotz gestörter Lieferketten stabil

Frankfurt (Reuters) – Die Störungen von Lieferketten durch den Ukraine-Krieg haben die Produktion beim Autobauer Mercedes-Benz bisher kaum beeinträchtigt.

In Zusammenarbeit mit den Lieferanten versuche Mercedes, Ausfälle wie etwa Kabelbäume aus der Ukraine, zu vermeiden, erklärte Vorstandschef Ola Källenius am Freitag auf der Hauptversammlung. “Derzeit laufen unsere Werke weltweit größtenteils uneingeschränkt.” Auch die Rohstofflieferketten seien derzeit stabil. So habe der Autobauer zum Beispiel Palladium aus Russland bezogen, könne den Bedarf aber fast vollständig aus anderen Quellen decken.

Zu kämpfen hat Mercedes-Benz nach wie vor mit dem Mangel an Halbleitern. Das mit der Corona-Pandemie entstandene Problem werde sich noch bis ins kommende Jahr hinziehen, bekräftigte Källenius. Generell will das Unternehmen seine Lieferketten robuster machen, indem verstärkt dort eingekauft wird, wo die Fahrzeuge produziert werden. Auch arbeite Mercedes daran, den Einsatz von seltenen Erden aus China zu reduzieren oder auf manche ganz zu verzichten.

Palladiumpreis – Hässliche Entwicklung!

Jüngst wurde beschlossen, weitere Zinsschritte folgen zu lassen. Steigende Zinsen sind Gift für Aktien, Kryptowährungen aber auch Edelmetalle. So kam es am heutigen Handelstag zu einem starken Rücklauf der Kurse für Palladium. Derzeit notiert das Edelmetall bei 2.112 USD.

Im Rahmen des Rückgangs wird gerade der langfristig wichtige 200-Tage-Durchschnitt angelaufen. Ob dieser halten kann, muss zwangsläufig abgewartet werden. Falls es zu einem nachhaltigen Unterschreiten kommt, so kann es recht schnell bis zur Marke von 2.000 USD Richtung Süden gehen. Dort befindet sich eine etwas größere Unterstützung.

Palladiumpreis – 2.000er-Marke im Fokus

Falls die 2.000er-Marke auch nicht hält, so kommt das Tief vom Dezember 2021 bei 1.529 USD in den Blickpunkt. Alles in allem rangiert der Palladiumpreis bereits seit Anfang 2020 in einer Preisspanne von etwa 1.400 bis 3.000 USD. Sollte auch die gerade genannte Unterkante (1.400 USD) nachhaltig durchstoßen werden, so trübt das Bild aus langfristiger Sicht massiv ein.

Fazit – derzeit setzt sich die seit Anfang 2020 bestehende Seitwärtsphase lediglich weiter fort. Allerdings kommt es vermehrt zu bärischen Zeichen.

Der Heikin-Ashi-Chart vom Palladiumpreis (D1)

Palladiumpreis Prognose
Palladiumpreis | Chart von FxEmpire

Nun eine Trendanalyse (D1) für den Palladiumpreis

Macd Oszillator: An dieser Stelle wird bei dem Oszillator untersucht, ob die Signal-Linie über der Trigger-Linie ist. Zusätzlich auch, ob der Macd über null notiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen sind 6 positiv. Insofern ist das als bullisch zu bezeichnen.

Gleitende Durchschnitte: Es wird noch analysiert, ob bei dem Palladiumpreis die GDs steigend sind. Denn steigende GDs machen einen Aufwärtstrend aus. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten ist nur die Hälfte steigend. Das überzeugt nicht besonders. Hier muss definitiv mehr kommen!

Parabolic SAR Indikator: Als Letztes muss geprüft werden, ob sich der Schlusskurs oberhalb vom Indikator befindet. Falls ja, so ist ein valider Aufwärtstrend gegeben. Von insgesamt 10 Parabolic SAR Auswertungen sind nur 4 positiv. Bullisch ist bei Weitem etwas anderes.

Die Auswertung der Trendanalyse

25.04.2022: Jetzt widmen wir uns der Gesamtauswertung. Alles zusammen sind es 30 Kriterien, davon sind 15 als positiv zu bezeichnen. Das sind 50.00 %. Demnach wird der Status hier auf „Neutral“ gesetzt. Insofern kann es durchaus sinnvoll sein, den Palladiumpreis zu halten und etwas genauer zu beobachten.

 

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Gold stark – Goldminenaktien stärker!

Der Goldpreis zeigte sich von diesen Drohungen jedoch unbeeindruckt und stieg im Wochenverlauf weiter auf 1.946 US-Dollar an, obwohl auch der US-Dollar zulegen konnte.

Noch ist der Goldpreis in einer Handelsspanne zwischen 1.900 US-Dollar auf der Unterseite und 1.960 US-Dollar auf der Oberseite gefangen, doch ein richtungsweisender Ausbruch aus dieser Spanne könnte schon in Bälde erfolgen.

Die Stärke des US-Dollars ist einer der Faktoren, die den Anstieg des Goldpreises in US-Dollar kurzfristig ausbremsen. Der USD-Index hatte in der vergangenen Handelswoche die Marke von 100 Punkten überschritten und stieg damit auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren an.

Als wir das Kaufsignal für den US-Dollar bei 90 Punkten im USDX im Juni letzten Jahres gaben, lag unser Kursziel im besten Fall bei 100 Punkten, womit dieses Ziel jetzt abgearbeitet wurde.

Dem Anstieg des USDX drohte bei 96 Punkten bereits die Luft auszugehen, doch sorgten die Ankündigungen zu Zinsanhebungen, einer Reduzierung der Notenbankbilanz und letztlich der Krieg in der Ukraine, der insbesondere den Euroraum belastet, für neues Potenzial beim USD-Index zu den anderen Fiat-Währungen.

Der Euro befindet sich hingegen weiterhin auf Talfahrt und hat mittlerweile die Parität zum Schweizer Franken erreicht. Selbst ein Test der Parität zum US-Dollar ist in den kommenden Wochen und Monaten nun denkbar geworden.

Die selbst verursachten Wunden für die europäische Wirtschaft durch die Lockdowns und nun durch die Sanktionen gegen Russland, drücken die europäische Wirtschaft bereits vor den ersten Zinsanhebungen in eine neue Rezession.

Die weiter steigenden Zinsen in den kommenden Monaten und Jahren werden jegliche Konjunkturblüte in Europa im Keim erstickten und die Europäische Zentralbank wird darauf mit dem Drucken von Geld reagieren und die europäischen Regierungen mit neuen planwirtschaftlichen Fiskalprogrammen, was die Situation nur noch verschlimmern wird.

Die Sanktionen gegen Russland haben die Lage für Europa deutlich verschlechtert, weshalb der Bias aktuell weiterhin auf einem stärkeren US-Dollar liegt.

Aufgrund der bevorstehenden weiteren Abwertung des Euros zu allen anderen Währungen ist es gerade für uns Europäer wichtiger denn je, in inflationsgeschützte Assets wie Edelmetalle und Minenaktien zu investieren, wenn man die völlige Enteignung durch staatliche Inflation nicht über sich ergehen lassen möchte.


Der USD-Index stieg auf den höchsten Stand seit 2 Jahren

Sanktionen gegen russische Palladium-Raffinerien

Der Palladiumpreis stieg am Freitag um bis zu 11% an, nachdem die Londoner Platin– und Palladiummarktbehörde mitgeteilt hatte, man werde den russischen Raffinerien aufgrund der Ukraine-Krise den Verkauf von Palladium in London untersagen. Der Palladiumpreis sprang auf diese Meldung hin um 200 US-Dollar auf bis zu 2480 US-Dollar je Feinunze nach oben.

Die „Gulidov Krasnoyarsk Non-Ferrous Metals Plant“ ist die größte Gold- und Platingruppenmetall-Raffinerie in der Russischen Föderation mit dem Hauptsitz in der Stadt Krasnojarsk in Sibirien und liefert allein 30% der Jahresweltproduktion. Diese, sowie die „Prioksky Plant of Non-Ferrous Metals“ werden bis auf weiteres nicht mehr als Good Delivery Lieferant in London/Zürich akzeptiert werden.

Anfang März stieg der Palladiumpreis erst auf ein Allzeithoch von 3.440 US-Dollar, da man sich angesichts des Krieges Sorgen um das Angebot des Hauptproduzenten Russland machte. In Russland werden rund 40% der Jahresweltproduktion gefördert.

Auf der einen Seite nimmt die Nachfrage aufgrund der Rezession und die Umstellung auf Elektrofahrzeuge ab, was auf den Preis dämpfend wirkt. Auf der anderen Seite könnte die künstliche Angebotsverknappung für einen erneuten kurzfristigen Preisanstieg sorgen.

Kurzfristig könnte es dadurch tatsächlich wieder zu einer Verknappung kommen, doch die Russen werden ihr Palladium an den Rest der Welt verkaufen, sodass dies mittelfristig geringen Einfluss auf den Preis haben dürfte.

Die langfristigen Aussichten hängen vielmehr von der Inflation und der Rezession ab, wobei die Rezession und die Umstellung auf Elektrofahrzeuge der wichtigste Faktor ist und mittelfristig eher für eine abnehmende Nachfrage spricht.


Palladium stieg um über 200 US-Dollar an, nachdem russisches Palladium in London boykottiert wird

Stehen die Goldminen vor dem nächsten Sprung nach oben?

Während der Goldpreis in US-Dollar seit dem Test des Allzeithochs wieder um 120 US-Dollar gefallen ist, halten sich die Goldminenaktien unverändert stark. Der HUI-Goldminenindex gab keine seiner Gewinne aus der letzten Rallye ab und macht sich stattdessen bereit für den nächsten Sprung nach oben.

Aktuell testet der HUI wieder einmal den Widerstand bei 325 Punkten, wobei ein erfolgreicher Ausbruch Potenzial auf 400 Punkte geben würde, was einem Anstieg von 23% entspräche. Wir waren mit unseren Kunden um die Unterstützung bei 250 Punkten herum long gegangen und sitzen bereits auf einem komfortablen Plus.

Entgegen den Gewinnmitnahmen beim Gold am Allzeithoch und bei Silber in der Nähe des Widerstands bei 28 US-Dollar, hielten wir bisher an den Minenaktien fest, da sie real historisch günstig und zum Goldpreis heillos unterbewertet sind.

Aufgrund der steigenden Zinsen sehen Investoren zunehmend keine Chancen mehr am Aktien- und Anleihenmarkt, während sie gleichzeitig einen Inflationsschutz in Gold und über Minenaktien eine zusätzliche Rendite suchen.

Die Stärke der Goldminen zum Gold und ihre Aufwärtsdynamik lässt die Stimmung wieder bullisch werden und lockt neue Investoren und Spekulanten an. Dies könnte nun dazu führen, dass sich die Goldminenaktien besser als der Goldpreis entwickeln werden in den kommenden Wochen.

Die Goldminengesellschaften erzielen bei den derzeitig hohen Goldpreisen weiterhin satte Gewinne, weshalb weitere starke Kursanstiege fundamental völlig gerechtfertigt sind.

Der Goldpreis lag im vierten Quartal 2021 bei durchschnittlich 1.796 US-Dollar, während die All-In Sustaining Costs der Top-25-Goldminenunternehmen im GDX bei durchschnittlich 1.188 US-Dollar je Feinunze lagen.

Das entspricht einem Gewinn von 608 US-Dollar je Unze für den Goldminensektor, was den siebthöchsten Wert in der Geschichte darstellt und nur von den vorangegangenen sechs Quartalen übertroffen wird. Die Kurse der Goldminenaktien sind angesichts dieser fetten Gewinne historisch niedrig.

Aktuell liegt der HUI-Goldminenindex immer noch 47% unter seinem Allzeithoch von 610 Punkten von 2011, womit noch sehr viel Luft nach oben vorhanden ist.


Der Anstieg der Goldminen könnte sich nun fortsetzen – der nächste Widerstand liegt bei 380-400 Punkten


Gelingt der Ausbruch über den Widerstand bei 325 Punkten, wäre ein nächster Hausseschub gut möglich. Die Historie zeigt meine Kauf- und Verkaufssignale für meine Premium-Abonnenten der letzten anderthalb Jahre

Noch ist der kleine konträre Minensektor nicht sehr beliebt, wobei er langsam wieder in der Gunst der Anleger steigt. Trotz ihrer wachsenden Gewinne sind Goldminenaktien bisher nicht auf dem Radar der großen Mehrheit der Spekulanten und Anleger.

Doch dies ändert sich gerade und die Berichterstattung in den Medien nimmt zu. Jetzt, da immer klarer wird, dass die Notenbanken nicht in der Lage sein werden die geschaffene Geldmenge aus dem System wieder abzusaugen und die Preissteigerung nicht vorübergehend, sondern dauerhaft sind, werden sukzessive mehr Investoren auf diesen völlig unterbewerteten Sektor aufmerksam.

Es sieht danach aus, als würde ein neuer großer Aufwärtstrend bei den Goldminenaktien in Gang kommen. Solche Aufwärtstrends neigen dazu sich sehr stark und schnell zu vollziehen und brachten im Durchschnitt einen Gewinn von 85%. Gerade bei den Minen gibt es aktuell enormes Potenzial bei mittelfristig vernachlässigbarem Risiko auf dem aktuellen Kursniveau, weshalb man hier investiert sein muss.

Doch eine Warnung sei zum Schluss ausgesprochen. Nach diesen Rallys korrigierten die Minenaktien meist deutlich, weshalb man nicht erst kaufen darf, wenn die Minen durch die Decke gegangen sind.

Der richtige Ein- und Ausstiegszeitpunkt ist bei den Minenaktien ernorm wichtig, da die Korrekturen meist stark ausfallen und eine weitaus höhere Rendite erzielt werden kann, wenn man nach starken Anstiegen Gewinne mitnimmt, um die Aktien später günstiger zurückzukaufen.

Langfristig stehen die Minenaktien jedoch am Anfang einer mehrjährigen Hausse, die den Standardaktienmarkt um ein Vielfaches outperformen wird.

Ein Bild, das Text enthält.

Automatisch generierte Beschreibung
Der Minenmarkt ist hochvolatil und ein Traum für Spekulanten, die diese Zyklen verstehen und nutzen können

Technische Analyse zu Gold: Ausbruch aus der Handelsspanne bringt die Entscheidung

Der neueste COT-Report wurde am Freitag um 21:30 Uhr seitens der US-Terminmarktaufsicht veröffentlicht mit dem Stichtag der Datenerhebung des 4. April. Die COT-Daten werden seitens der CFTC immer mit einer Verzögerung von drei Tagen veröffentlicht.

Premium Abonnenten erhielten noch vor Handelsschluss am Freitag ein Blitzupdate mit Analysen zu Gold, Silber, Platin und Palladium. Die COT-Daten ermöglichen einen Blick in die Zukunft, da sie einerseits ein Sentiment-Indikator sind und andererseits eine gute Einschätzung des Angebots und der Nachfrage am physischen Markt ermöglichen.

Während der Goldpreis leicht um 8$ anstieg, reduzierten die Spekulanten ihre Long-Position etwas, was eine minimale Stärke zeigt. Da die großen 8 Händler ihre Position etwas erhöhten, zeigt uns das, dass man den Preis womöglich nicht aus der Handelsspanne über 1.960 US-Dollar ausbrechen lassen wollte.

Auch in dieser Woche sind die Daten nahezu unverändert zur Vorwoche. Der Markt ist überkauft, sodass ein Long-Drop am Terminmarkt für Gold droht, wenn die physische Nachfrage abflaut. Ein erneuter Test der Unterstützung bei 1.900 US-Dollar wäre die Folge.


Die Terminmarktdaten für Gold sind leicht überkauft


Die mutmaßliche Manipulation am Goldmarkt ist aktuell sehr hoch, was die kurzfristigen Risiken untermauert

Im kurzfristigen Chart ist die Handelsspanne zwischen 1.900 US-Dollar auf der Unterseite und 1.960 US-Dollar auf der Oberseite gut ersichtlich. Mittel- bis langfristig ist die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren deutlichen Anstieg des Goldpreises sehr hoch, doch kurzfristig könnte sich die Korrektur über die Zeitachse oder auch über die Amplitude noch ein letztes Mal ausweiten.

Eine Streckfolter und das Rausschütteln zittriger Hände sind charakteristisch für den Goldmarkt, was nicht bedeutet, dass es unbedingt auch diesmal so kommen muss. Der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen bleiben ungewisse Variablen, die bei einer weiteren Eskalation die Investmentnachfrage von einen Tag auf den anderen erneut anfachen könnten.

Daher ist der technische Handel und das Setzen von Stop-Loss Orders angesagt. Wer an der Unterstützung bei 1.900 US-Dollar an der Unterstützung antizyklisch gekauft hatte, der sollte nun eine Stop-Loss-Order platzieren, da unter 1.900 US-Dollar ein Sell Off droht.

Der Krieg in der Ukraine bleibt eine ungewisse Variable, die uns dazu zwingt, technische Ausbrüche zu kaufen, was wir bei diesen schlechten COT-Daten sonst nie machen würden. Womöglich sorgt eine weitere Eskalation des Krieges in der Ukraine für einen Sprung des Goldpreises, dann will man long dabei sein, weshalb technische Kaufsignale angenommen werden müssen.

Ein Ausbruch über die Handelsspanne mit Preisen über 1.960 US-Dollar würde ein kurzfristiges Kaufsignal mit niedriger Wahrscheinlichkeit liefern. In der Handelsspanne ist Gold neutral und man sollte abwarten. Unter 1.900 US-Dollar würde es ein prozyklisches Verkaufssignal geben, dem ein Sell Off um 100 US-Dollar folgen könnte.


Der Goldpreis bewegt sich aktuell in einer engen Handelsspanne zwischen 1.900$ und 1.960$

Der Tageschart zeigt, dass der Goldpreis im Februar nach dem Bruch des letzten langfristigen Abwärtstrends stark anstieg. Bereits vor dem Ausbruch des Krieges zeigte sich Stärke, die ungewöhnlich war und auf Insiderkäufe zurückzuführen sein dürfte.

Das Allzeithoch wurde um wenige US-Dollar verfehlt und der Preis fiel zurück auf die Unterstützung bei 1.900 US-Dollar. Ein Rücksetzer auf 1.850 US-Dollar wäre durchaus denkbar, ohne dass das bullische Setup zerstört würde. Die Geschichte zeigt, dass Gold oftmals kurzfristig fällt, gerade dann, wenn es die Masse es für unmöglich hält und das Sentiment sehr bullisch ist.

Das mögliche Zeitfenster für eine Korrektur ist jedoch kurz, denn die hohe Teuerung, die steigenden Zinsen und die sich manifestierende Rezession sind Faktoren, die Investoren sukzessive in den sicheren Hafen des Goldes treiben.

 


Ein finales Rausschütteln zittriger Hände wäre denkbar

Der Goldpreis in Euro ging mit dem Einbruch des europäischen Gemeinschaftswährung als Folge der Sanktionen gegen Russland förmlich durch die Decke. Die Parität zum Schweizer Franken wurden bereits erreicht und auch die Parität des Euros zum US-Dollar scheint, in diesem für Europa ungünstigen Umfeld, denkbar.

Nachdem Ende Januar ein Aufwärtstrend brach und es ein kurzfristiges Signal für einen zeitweiligen Take Profit gab, wobei das Kaufsignal vom Oktober bei 1.640 Euro noch immer intakt war, drehte der Goldpreis mit der Kriegsangst vom Fleck weg, erzeugte bei 1.608 Euro ein erneutes Kaufsignal und stieg um 290 Euro je Feinunze an.

Sollte der Euro auf die Parität zum US-Dollar fallen, so würde dies bedeuten, dass der Goldpreis in Euro das hohe Niveau halten kann. Dennoch ist die Spekulation sehr hoch und ein kurzweiliger Rücksetzer um bis zu 100 Euro jederzeit möglich. Trotzdem stehen die Zeichen auf Grün für einen weiter steigenden Goldpreis in den nächsten Jahren, weshalb wir Rücksetzer als Kaufchance sehen.


Der Goldpreis hält sich im Umfeld eines schwachen Euros weiterhin stark auf hohem Niveau

 

Blutbad am Anleihenmarkt – Gold und Silber halten sich stark

In der vergangenen Handelswoche erlebte der amerikanische Anleihenmarkt den stärksten Einbruch seit 40 Jahren. Die Zinsen für zweijährige US-Staatsanleihen stiegen auf 2,28% und die der Zehnjährigen auf 2,47% an. Dies verheißt nichts Gutes für den Aktienmarkt, dessen inflationsbereinigte Hausse in den letzten 12 Jahren zu einem großen Teil darauf beruhte.

Selbst die zehnjährigen Bundesanleihen rentieren wieder mit einem halben Prozent, womit der reale jährliche Verlust „nur noch“ bei -4,5% liegt, wenn man diese Staatsanleihen hält.

Die große Zinswende wird von den Investoren am Aktienmarkt noch immer nicht eingepreist. Der Tag wird jedoch kommen, an dem alle Investoren angesichts inflationsinduziert immer weiter steigender Zinsen durch den gleichen Ausgang wollen, jedoch keine Käufer da sind und die Aktienmärkte ihre Talfahrt steil fortsetzen werden.

Die Baisse am Aktien- und Anleihenmarkt wird sich in den nächsten Jahren, wenn auch nur real am Aktienmarkt, weiter fortsetzen, was angesichts der aktuellen Inflation und Geldentwertung eine finanzielle Katastrophe für Anleger in diesen Märkten bedeuten wird. Die steigenden Zinsen am Markt signalisieren unterdessen den Notenbanken, dass sie die Leitzinsen weiter anheben sollten.


Die Zinsen explodierten in der letzten Woche förmlich und kündigen die nächste Rezession an

Gold und Silber konnten trotzt der steigenden Zinsen ihr hohes Niveau in der letzten Handelswoche verteidigen und stiegen sogar an. Der Goldpreis stieg um 1,9%, Silber um 2,3% und der Goldminenindex HUI-Goldminenindex stieg um 3,5% an.

Da steigende Zinsen Gift für den Konsum, Verbraucher- und Unternehmenskredite sind, fielen der Preis der Industriemetalle Platin (-2,35%) und Palladium (-5,6%) hingegen deutlich zur Vorwoche.

Die Rezession und die steigenden Zinsen werden einen dämpfenden Effekt auf die Preise haben, insbesondere auf Luxusgüter, während die Preise der lebensnotwendigen Konsumgüter, deren Nachfrage relativ unelastisch ist, mit der Geldentwertung tendenziell stärker steigen sollten.

Deshalb werden Unternehmen, die höhere Kosten direkt an den Verbraucher weitergeben können, die Luxusgüterindustrie deutlich outperformen in den nächsten Jahren.


Gold und Silber glänzen, während Palladium und Platin als Industriemetalle zunehmen unter der aufziehenden Rezession leiden

Der Anfang und das Ende des Anleihen-Bullenmarktes

2008 verhinderten die ersten QE-Programme in der Geschichte der USA, als Reaktion auf die Immobilien- und Kreditkrise, ein Ende des bis dahin 27 Jahre dauernden Anleihen-Bullenmarktes. Anstatt zu crashen und in eine Baisse überzugehen, setzte sich dieser, getrieben durch die Anleihenkäufe der US-Notenbank und später anderer Notenbanken, noch einmal bis 2020 fort.

Die über vier Dekaden andauernde Hausse war eine direkte Folge der Abschaffung des Gold-Dollar-Standards im Jahr 1971 mit dem Beginn des Experimentes ungedeckter Fiat-Währungen.

Im Goldstandard des Kaiserreichs gab es grundsätzlich keine Zyklen am Anleihenmarkt, da sich die Zeitpräferenz der Menschen, sowie die Risikoprämie in Friedenszeiten, kaum verändern. Nur in Kriegszeiten kam es immer wieder zu starken Schwankungen, wenn die Gefahr bestand, ein Staat könnte seine Schulden nicht bedienen oder dieser zur Kriegsfinanzierung Inflation erzeugte.

Beispielsweise lagen die Zinsen für zehnjährige Staatsanleihen während des Goldstandards im Kaiserreich kontinuierlich im Bereich von vier Prozent. Erst mit der Loslösung der verstaatlichten Währungen vom Gold im Jahr 1971, begannen die Zinsen inflationsinduziert wild und stark zu schwanken.

Ende 1981 hatten die Zinsen mit zwanzig Prozent ihren Zenit erreicht nach einem Jahrzehnt der Stagflation begann eine neue Hausse. Diese wurde durch die sukzessive Ausweitung der Geldmenge im Kreditgeldsystem, sowie einer Senkung der Mindestreserve auf letztlich null Prozent und einer Manipulation der statistischen Inflationsrate ermöglicht, was den Marktzins dauerhaft und zunehmen unter den Urzins drückte.

Die kontinuierlich sinkenden Zinsen der Hausse am Anleihenmarkt, waren der Treibstoff eines künstlichen Aufschwungs in der westlichen Welt, der von Anbeginn auf Sand gebaut war.

2008 stand das Fiat-Geldsystem vor seinem unausweichlichen Ende und damit auch die Hausse am Anleihen- und Aktienmarkt. Der Immobilienmarkt kollabierte, die Zinsen schossen in die Höhe und das halbstaatliche Finanzsystem stand vor einem kaskadenartigen Zusammenbruch.

Durch planwirtschaftliche Eingriffe in den freien Markt, wie sie bisher nur aus sozialistischen Staaten bekannt waren, konnten die Notenbanken noch einmal das Ruder herumreißen.

Durch den Ankauf von Staatsanleihen, einer fast direkten Form der Staatsfinanzierung über die Druckerpresse, erhöhte man die Nachfrage künstlich, während Investoren es nicht wagten, sich der FED entgegenzustellen, was der schon totgeglaubten Hausse am Anleihen- und Aktienmarkt neues Leben einhauchte.

Wer die Konjunkturtheorie der Österreichischen Schule der Nationalökonomie kennt, der wusste, dass mit den Nullzinsen das Ende eines vier Jahrzehnte dauernden künstlichen Booms, der als Fehlleitung einer sonst gesunden Wirtschaftsentwicklung zu verstehen ist, erreicht wurde.

Ironischerweise hatten die gleichen QE-Programme, die 2008 noch einmal den Anleihen- und Aktienmarkt gerettet hatten, nach der Lockdown-Krise in 2020 das Ende dieser fast zwei Dekaden andauernden Hausse eingeleitet.

Die Inflation, die geschaffen und teilweise direkt als Corona-Schecks an die Konsumenten ausgegeben wurde, entwertet die Kaufkraft der Währungen und damit auch die Kaufkraft des künftigen Rückzahlungsbetrags der Anleihen, weshalb die Gläubiger nun, angesichts hoher Teuerungsraten, auch höhere Zinsen einfordern.

Das erklärt, warum Staaten die Teuerung im eigenen Land mittels unseriöser Verdrehungen in ihren statistischen Warenkörben manipulieren und möglichst niedrig ausweisen. Auf diese Weise entwerten Staaten ihre Schuldenlast, während die Gläubiger am Ende der Laufzeit nur noch einen Bruchteil der Kaufkraft ihrer Forderungen ausgezahlt bekommen.

Am Ende des Tages erhält der Sparer nominal eine mickrige Rendite, während er real bestohlen wurde.

Insbesondere die Haussen am Aktienmarkt von 2003 bis 2020 waren die Konsequenz künstlich niedriger Zinsen, die einen künstlichen Aufschwung erzeugten.

Diese erneute Fehlleitung von Kapital hätte es ohne die QE-Programme nach der Immobilien- und Finanzkrise von 2008 nicht mehr gegeben. Der Anleihenmarkt entwickelte sich über vierzig Jahre hinweg zur Mutter aller Blasen, die seit letztem Jahr dabei ist zu platzen.

Die Zinsen werden steigen und Anleihen weiter fallen

Es ist verrückt, dass Investoren bei einer Inflationsrate von aktuell fast acht Prozent in den USA und fast sechs Prozent in Europa nicht längst alle Anleihen verkauft haben. Die nominalen Zinsen müssten entsprechend längst bei 12% für zweijährige US-Staatsanleihen stehen.

Nutzt man als Maßstab den Konsumentenpreisindex, wie man ihn bis 1980 berechnet hat, dann liegt die Teuerung mittlerweile bei 16% und die kurzfristigen Zinsen sollten bei 20% liegen. Dies zeigt welch langen Weg zum Tief der Anleihenmarkt noch bis zu einer fairen Bewertung vor sich hat.

Wieso sollte jemand sein hart verdientes Geld zu diesen Zinsen verleihen, wenn er nach 2 Jahren inflationsbereinigt nur noch 75% zurückbekommt, ohne eine reale Rendite zu erwirtschaften? Ein Investment in inflationsgeschützte Werte, wie Gold und Silber wäre eine weitaus bessere und sicherere Anlage.

Wer einen Hebel möchte und am Trading interessiert ist, der kann sein Glück auch im Minensektor suchen, wo er höchstwahrscheinlich nebst dem Inflationsschutz noch eine zusätzliche Rendite erhalten wird.

Den starken Anstieg der Zinsen konnte man frühzeitig kommen sehen und damit auch den Druck, der sich langsam auf dem Aktienmarkt aufbauen würde. Ich sprach, schrieb und referierte seit 2018 ständig über die kommende Stagflation und die große Zinswende.

Beispielsweise hatte ich am 17.09.2019 in einem Webinar, das Sie auf YouTube finden, detailliert die unmittelbar bevorstehende Stagflation prognostiziert und am 18.03.2021 noch einmal explizit ein Video zur „großen Zinswende“ veröffentlicht, in denen ich die Zusammenhänge und zwingend logischen Entwicklungen aufzeigte.


Die große Zinswende ist längst da und sie wird noch viele Jahre andauern

Wohin die Reise geht, zeigt die Stagflation der siebziger Jahre, in der die Zinsen langsam von vier auf kurzzeitig zwanzig Prozent anstiegen. Durch den Krieg erlebte Russland kürzlich einen Zinsanstieg auf 20%, womit sich die dortigen Fehlallokationen größtenteils bereinigen werden.

Uns in Europa und den USA steht aufgrund der steigenden Zinsen hingegen noch ein langer Weg der schöpferischen Zerstörung bevor, auf dem unrentable Geschäftsmodelle und überschuldete Unternehmen vom Markt verschwinden werden.

Sollten weitere Krisen aus dem Nichts künstlich geschaffen werden, so wäre auch ein schnellerer Zinsanstieg denkbar, wobei die Auswirkungen auf die Wirtschaft verheerend und viel schmerzhafter für die Menschen wären.

Es empfiehlt sich daher Anlagen am Anleihenmarkt zu liquidieren, da mit dem Ende der QE-Programme der Verkaufsdruck zunehmen wird. Irgendwann in der Zukunft, womöglich noch in diesem Jahr, werden sich die Notenbanken gezwungen sehen, ihre Anleihenkäufe wieder aufzunehmen, um den Zinsanstieg einzuhegen und so einen zu schnellen Einbruch von Wirtschaft und Aktienmarkt zu verhindern.

Dies wird den freien Fall jedoch nur in die Länge ziehen und dafür den Schaden maximieren. Die dann entstehende zusätzliche Inflation wird die Preise inflationsgeschützter Anlagen weiter stark steigen lassen. Es empfiehlt sich daher weiterhin in Edelmetalle und inflationsgeschützte Anlageklassen zu investieren!

Technische Analyse zu Platin: Langfristig hui – kurzfristig pfui

Terminmarkt: COT-Report vom 25.03.2022

Zur Vorwoche zeigt sich leichte Stärke in den Daten, doch ist der COT-Index immer noch im neutralen Bereich. Auf Monatssicht zeigt sich hingegen deutliche Schwäche. Angebot und Nachfrage zeigen sich unverändert ausgeglichen in den letzten Wochen, wobei es meistens ein leichtes Überangebot gibt.

Daher kann Platin aus eigener Kraft weiterhin erst einmal nirgendwo hin marschieren. Man sollte daher keine kurzfristigen oder mittelfristigen Swing-Trades in diesem Markt versuchen.


Die Terminmarktdaten zeigen sich schwach in den letzten Wochen – insgesamt sind die Daten neutral

Wir hatten erwartet, dass Platin stärkere spekulative Nachfrage erfahren und auf 1.350 US-Dollar ansteigen würde, wenn der Goldpreis auf 2.000 US-Dollar ansteigt.

Obwohl der Palladiumpreis aufgrund des Krieges in der Ukraine und der Sanktionen gegen Russland durch die Decke ging, konnte der Platinpreis wenig davon profitieren. Gerade einmal ein Anstieg auf 1.200 US-Dollar war kurzzeitig möglich, was uns frühzeitig vorsichtig sein ließ.

Die Terminmarktdaten zeigen weiterhin ein Überangebot am physischen Markt, weshalb es aktuell im kurzfristigen Trading bei neutralen COT-Daten kein Setup für einen Einstieg gibt, das ein annehmbares Chance-Risiko-Verhältnis hätte. Unter 1.000 US-Dollar ist Platin neutral und frühestens im Bereich von 800 US-Dollar finden kurzfristige Trader ein gutes Kauf-Setup.

Über 1.000 US-Dollar könnte man als Bulle aktiv werden, doch dürfte dies kurzfristig keine guten Chancen auf Erfolg haben. Wir raten dazu kurzfristig nicht in diesem Markt zu traden – die Risiken sind höher als die Chancen.


Platin handelt noch immer über der Kreuzunterstützung bei 1.000 US-Dollar

Langfristige Analyse

Ende 2020 hatten wir mit einem Preisanstieg über den Widerstand bei 1.000 US-Dollar ein Kaufsignal bis 1.350 US-Dollar gegeben und gingen von einer anschließenden Korrektur auf 1.000 US-Dollar aus. Das war nur ein grobes Szenario, das wir aus der fundamentalen Schwäche am Platinmarkt abgeleitet hatten, doch exakt so eintraf.

Seither kämpfen Bullen und Bären um die Unterstützung bei 1.000 US-Dollar je Feinunze. Langfristig dürfte sich im Bereich zwischen 800 US-Dollar und 1.000 US-Dollar ein langfristiger Boden ausbilden. Wir empfehlen Rücksetzer in den Bereich um die 800 US-Dollar als mittel- bis langfristige Kaufchance zu nutzen.

Auch kurzfristig agierende Trader haben dort grundsätzlich ein Setup mit einem guten Chance-Risiko-Verhältnis. Man muss sich jedoch bewusst sein, dass Platin und Palladium während Rezessionen kurzzeitig auch stark einbrechen können, weshalb ein Stop-Loss der beste Freund kurzfristig agierender Trader ist.


Langfristig zeigt der Chart eine Trendumkehr und ein Ende der langfristigen Abwärtstrends

Das Platin-Palladium-Ratio zeigt, dass Platin in den vergangenen 50 Jahren immer teurer war als Palladium, mit Ausnahme der Jahrtausendwende und aktuell seit 2017. Die Feinunze Palladium wird im Moment historisch einmalig 85% über dem Preis von Platin gehandelt.

Wir sehen in den letzten Jahren in der Industrie eine fortschreitende Substituierung von Palladium durch das günstigere Platin. Solange Palladium teurer ist, sollte auch die Substitution weiter fortschreiten und letztlich auch zu steigenden Platinpreisen führen.

Diese Transformation ist ein langsamer Prozess und man schätzt, dass jährlich etwa 1,5 Millionen Unzen Palladium in der Industrie durch Platin ersetzt werden.

Langfristig ist es konsequent logisch und wahrscheinlich, dass die Substitution in der Zukunft zu einem Überangebot bei Palladium und einem Defizit bei Platin führen wird. Das Ratio würde dann wieder ansteigen, wobei Platin das Palladium massiv outperformen dürfte.

Würde das Ratio nur zu seinem Durchschnitt der letzten 50 Jahre bei 3 zurückkehren, entspräche dies einer sechsmal besseren Performance von Platin zu Palladium in der Zukunft.

Will man ein langfristig ausgerichtetes Edelmetalldepot auf Sicht von mindestens einer Dekade aufpeppen, so wäre Platin eine Spekulation wert, da es nicht nur in Katalysatoren Anwendung findet, sondern in vielen weiteren Industrien und insbesondere in erneuerbaren Energien, wogegen Palladium nur in Katalysatoren für Benzinmotoren genutzt wird.

Da Platin auch zu Gold und Silber historisch günstig ist, wäre es denkbar, dass Platin sogar die monetären Edelmetalle in den kommenden zehn Jahren outperformen könnte.

Kurzfristig hat Platin noch mit einem Überangebot zu kämpfen, doch auf Sicht einer Dekade scheint das Risiko begrenzt und die Gewinnchance sehr hoch zu sein, weshalb wir Rücksetzer weiterhin zum Aufbau einer neuen langfristigen Position nutzen werden.


Platin ist aktuell so günstig zu Palladium wie noch nie zuvor

 

Konjunktursorgen lasten auf Börsen – Öl und Nickel teurer

Frankfurt (Reuters) – Aus Furcht vor einem Konjunkturabschwung als Folge des Krieges in der Ukraine ziehen sich Anleger wieder aus europäischen Aktien zurück.

Gleichzeitig förderten steigende Rohstoffpreise Inflationssorgen. Dax und EuroStoxx50 fielen am Mittwoch um jeweils etwa 1,5 Prozent auf 14.263 beziehungsweise 3863 Punkte. Der US-Standardwerteindex Dow Jones büßte ein knappes halbes Prozent ein.

Am Tag vor dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs der sieben größten Industriestaaten (G7) sowie der Nato-Mitglieder wuchs die Anspannung der Börsianer. US-Präsident Joe Biden werde dabei auf weitere Sanktionen dringen, prognostizierte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. Eine Möglichkeit wäre ein europäischer Importstopp für russisches Öl. “Ein Embargo würde die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Russland im Gegenzug Europa den Gashahn abdreht. Und spätestens dann würde Europa wohl nicht eine Rezession vermeiden können.”

ENERGIEPREISE ZIEHEN ERNEUT AN – NICKEL MIT PREISSPRUNG

Vor diesem Hintergrund stieg der Preis für die Ölsorte Brent aus der Nordsee um vier Prozent auf 120,06 Dollar je Barrel (159 Liter). Der europäische Erdgas-Future verteuerte sich um bis zu 20 Prozent auf 118,50 Euro je Megawattstunde. Dadurch stieg der Index für die europäische Öl- und Gasbranche gegen den Trend um 1,5 Prozent. Beim Thema Energie drehe sich alles um die Angebotslage, sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. “So lange die Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine keine handfeste, friedliche Lösung liefern, werden Anleger sich hierüber Sorgen machen.”

An der Börse LME stieg der Preis für Nickel nach mehreren Tagen mit Rückgängen um die maximal möglichen 15 Prozent auf 32.380 Dollar je Tonne. Einen unmittelbaren Auslöser für den Kurssprung bei dem zur Stahl-Herstellung benötigten Metall könne er zwar nicht ausmachen, sagte ein Börsianer. “Aber das Angebot ist knapp. Wenn man die Unsicherheit um russische Lieferungen hinzunimmt, erscheint es billig.”

FREUDE ÜBER UMSATZSPRUNG BEI AUTO1 VERPUFFT SCHNELL

Bei den deutschen Aktienwerten rückte Auto1 ins Rampenlicht. Der Online-Gebrauchtwagenhändler steigerte zwar den Umsatz 2021 um überraschend starke 69 Prozent. Für 2022 sagte das Unternehmen aber ein deutlich geringeres Wachstum von 19 bis 42 Prozent voraus. Außerdem wackele wegen der hohen Spritpreise das Geschäftsmodell, sagte ein Börsianer. Auto1-Aktien brachen nach anfänglichen Gewinnen um bis zu 20 Prozent ein und waren mit 8,99 Euro so billig wie noch nie seit dem Börsengang vor einem Jahr.

Abwärts ging es auch für Adobe. Die Titel des “Photoshop”-Anbieters fielen an der Wall Street um rund vier Prozent. Das Unternehmen gab zwar für das abgelaufene Quartal einen überraschend hohen Rekordumsatz von 4,26 Milliarden und einen Gewinn von 3,37 Dollar je Aktie bekannt. Die für das laufende Quartal angepeilten Erlöse und Überschüsse blieben mit 4,34 Milliarden Dollar beziehungsweise 3,34 Dollar je Aktie dagegen hinter den Erwartungen zurück. Ermutigend sei allerdings die Zuversicht des Managements in den Geschäftsverlauf des zweiten Halbjahrs, schrieb Analyst Derrick Wood vom Vermögensverwalter Cowen. Er bekräftige daher seine Einstufung der Aktie mit “Outperform”.

Palladiumpreis – Es braucht noch etwas Zeit, aber dann!

Mit dem Erreichen der glatten und deswegen auch psychologisch interessanten 3.000er-Marke ist den Bullen ein guter Schlag Richtung Norden gelungen. Immerhin stand der Kurs noch im Dezember letzten Jahres bei 1.530 USD. Eine Pause sei dem Palladiumpreis gegönnt.

Übergeordnet zeigt sich ein bullisches Bild. Um dieses positive Bild aufrechtzuerhalten, sollte idealerweise der Kursbereich um etwa 2.000 USD nicht nachhaltig unterschritten werden. Kurse darüber sprechen also weiterhin für einen übergeordneten Bullenmarkt.

Palladiumpreis – 3.000er-Bereich im Fokus

Auf der Oberseite ist es wichtig die Preiszone von rund 3.000 USD zum wiederholten Male anzulaufen und auch aufzubrechen. Ist das geschehen, so ergeben sich gute Kaufsignale mit Ziel 4.000 und 4.850 USD. Aber auch Preise von 6500 USD können durchaus ins Haus stehen. Hierzu bedarf es natürlich einiges an Zeit.

Der Blick auf den Oszillator Stochastik zeigt sogar ein Anstieg aus dem überverkauften Bereich auf. Des Weiteren schwächt sich der MACD langsam ab. Dieser hat allerdings noch kein Kaufsignal ausgelöst. Idealerweise wird auch ein entsprechendes Signal vonseiten des MACDs gegeben, um eine neuerliche Aufwärtsbewegung zu rechtfertigen.

Der Heikin-Ashi-Chart vom Palladiumpreis (D1)

Palladiumpreis Prognose
Palladiumpreis | Chart von fxempire

Das ist eine Trendanalyse (D1) für den Palladiumpreis!

Macd Oszillator: Bei dem beliebten Indikator wird nun analysiert, ob die Trigger-Linie unter der Signal-Linie ist. Auch wird geschaut, ob der Macd über null tendiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen sind 6 positiv. Insofern ist das als bullisch zu bezeichnen.

Gleitende Durchschnitte: Hierbei wird analysiert, ob bei dem Palladiumpreis die GDs steigend sind. Ein Aufwärtstrend wird durch steigende GDs gekennzeichnet. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten sind 6 steigend. Insofern ist das als bullisch zu bezeichnen. -the trend is your friend-

Parabolic SAR Indikator: Als Letztes wird geschaut, ob sich der Schlusskurs oberhalb vom Indikator befindet. Falls ja, so ist ein valider Aufwärtstrend gegeben. Von insgesamt 10 Parabolic SAR Auswertungen sind nur 4 positiv. Bullisch ist definitiv etwas anderes.

Die Auswertung der Trendanalyse

23.03.2022: Was zeigt die Gesamtauswertung auf? Von zusammengefasst 30 Bewertungskriterien, sind 16 als positiv zu bezeichnen. Das sind 53.33 %. Demnach wird der Status hier auf „Neutral“ gesetzt. Insofern kann es durchaus sinnvoll sein, den Palladiumpreis zu halten und etwas genauer zu beobachten.

 

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Krieg kostet BMW Rendite – Mehr Tempo bei Elektroautos

München (Reuters) – Der Krieg in der Ukraine dürfte auch bei BMW Spuren in der Bilanz hinterlassen.

Der Münchner Autobauer rechnet wegen der Folgen der russischen Invasion in dem osteuropäischen Land mit einer geringeren Rendite im laufenden Jahr. Die Situation bleibe extrem dynamisch, was eine genauere Prognose erschwere. “Mögliche weitere längerfristige Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind derzeit nicht abschätzbar und damit nicht in der Prognose enthalten”, sagte Finanzvorstand Nicolas Peter am Mittwoch bei der Jahreskonferenz. Zugute kommen dürfte BMW die starke Nachfrage nach Neuwagen sowie die Übernahme der Mehrheit am chinesischen Gemeinschaftsunternehmen mit Brilliance. Insgesamt sei daher mit einem Plus bei Umsatz und Gewinn zu rechnen. Erst am Dienstag hatte Volkswagen seine Prognose wegen des Krieges unter Vorbehalt gestellt.

Mit sieben bis neun Prozent dürfte die Rendite im Autogeschäft bei BMW 2022 einen Prozentpunkt niedriger ausfallen als vor dem Kriegsausbruch erwartet. Langfristig haben sich die Münchner ein Ziel von acht bis zehn Prozent Rendite gesetzt. Neben den Produktionsunterbrechungen wegen fehlender Kabelbäume aus der Westukraine stellt sich BMW auf Gegenwind bei den Rohstoffpreisen ein. Peter sprach von einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag, um den sich Rohstoffe verteuern dürften. Russland ist ein wichtiger Rohstofflieferant wie etwa von Nickel, der für Autobatterien benötigt wird, oder Palladium, das in Katalysatoren zum Einsatz kommt.

Der Stuttgarter Rivale Mercedes-Benz Cars peilt gemäß der Prognose von Ende Februar eine bereinigte Umsatzrendite von 11,5 bis 13,0 Prozent an, nachdem die Marke mit dem Stern im vergangenen Jahr rekordhohe 13 Prozent erreicht hatte. Vorstandschef Ola Källenius bekräftigte am Dienstag den Ausblick trotz des Ukraine-Krieges. Es sei aber noch zu früh, die Folgen davon zu beurteilen.

Schon 2021 hatte BMW von höheren Preisen für Neu- und Gebrauchtwagen profitiert. Der Gewinn verdreifachte sich auf knapp 12,5 Milliarden Euro, der Umsatz legte 12,4 Prozent auf 111,2 Milliarden Euro zu. Die Nachfrage nach Autos sei weiterhin stark, sagte Vertriebschef Pieter Nota. Im Januar und Februar habe der Absatz leicht über den ebenfalls starken ersten beiden Monaten 2021 gelegen. “Damit gewinnen wir weiter weltweit Marktanteile.”

TEILE AUS DER UKRAINE KOMMEN AN

Weil die Versorgung mit Kabelbäumen aus dem Westen der Ukraine seit Ausbruch des Krieges nicht so reibungslos funktioniert wie gewohnt, kommt es bei den deutschen Autobauern zu Produktionsunterbrechungen. BMW erklärte, weiterhin Teile aus der Ukraine zu beziehen. Allerdings liefen die Werke von Zulieferern dort aus Sicherheitsgründen nicht in vollem Umfang, zudem sei es logistisch schwierig, die Kabelbäume über die Grenze zu bekommen. Hinzu komme die weltweite Chipkrise. Die Versorgungslage bei Halbleitern dürfte angespannt bleiben, es bestehe wie im Vorjahr das Risiko, dass es zu Lieferengpässen komme. “Aktuell wird mit einer Entspannung der Situation nicht vor dem zweiten Halbjahr 2022 gerechnet.” Der Autoabsatz dürfte wegen der absehbaren Produktionsanpassungen auf dem Niveau des Vorjahres verharren.

ANTEIL DER ELEKTROAUTOS KÖNNTE SCHNELLER STEIGEN

Bei der Umstellung auf Elektromobilität drückt BMW unterdessen aufs Tempo. Ziel sei es, dass schon vor dem Jahr 2030 mehr als die Hälfte der verkauften Autos Elektromodelle seien, sagte BMW-Chef Oliver Zipse. Der Absatz könne dann über 1,5 Millionen Elektroautos pro Jahr liegen. “Das hängt unter anderem davon ab, wie schnell die weltweite Ladeinfrastruktur ausgebaut wird und wie sich die Versorgung mit den Rohstoffen für Batterien gestaltet.”

Geplant sei, fünf Batterie-Fabriken gemeinsam mit Partnern zu bauen, sagte Einkaufschef Joachim Post. Die Einkaufsstrategie sei grundsätzlich so aufgebaut, dass BMW ein weltweites Produktionsnetzwerk habe. “Künftig werden wir Gigafactories auch in den Regionen, wo wir Elektroautos produzieren, betreiben.” Erst am Dienstag hatte Mercedes-Benz eine eigene Batteriefabrik im US-Bundesstaat Alabama eröffnet. Dort sollen elektrische Antriebe für die SUV-Versionen der Luxuslimousine EQS und des nächst kleineren Modells EQE produziert werden.

China- und Ukraine-Sorgen lasten auf Börsen – Fed im Blick

Frankfurt (Reuters) – Corona-Ausbrüche in China zehren an den bereits angegriffenen Nerven der Anleger.

Außerdem schürte der nahende Zinsentscheid der US-Notenbank am Dienstag Nervosität. Etwas Hoffnung versprach allerdings die geplante Fortsetzung der Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine über eine Waffenruhe. Investoren reagierten zudem erleichtert auf den nachlassenden Preisdruck durch den Rückgang der Energiepreise.

Dax und EuroStoxx50 grenzten ihre anfänglichen Verluste ein und lagen am Abend nur noch jeweils knapp im Minus bei 13.917,27 beziehungsweise 3739,63 Punkten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones legte dagegen 1,5 Prozent zu.

Die Preis für die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee rutschte unterdessen um fast fünf Prozent auf 101,75 Dollar je Barrel (159 Liter) ab. Die strengen Pandemie-Beschränkungen in einigen Wirtschaftsmetropolen Chinas schürten bei Anlegern Furcht vor einem Nachfrage-Rückgang. Dies drückte auch die Kurse von Industriemetallen wie Kupfer oder Aluminium, die sich um 0,5 beziehungsweise zwei Prozent verbilligten. In ihrem Windschatten büßte der Index für die Bergbaubranche ebenfalls zwei Prozent ein.

Die Sorgen seien aber unbegründet, da die Regierung in Peking bei ihrer Pandemie-Bekämpfung Erfolge vorzuweisen habe, gab Anlage-Experte Ben Sheehan vom Vermögensverwalter abrdn zu bedenken. “Während der Konsum aufgrund der ständigen Abriegelungsmaßnahmen mit Gegenwind zu kämpfen hatte, blieb die Industrieaktivität robust, und China konnte seiner Rolle als verlässlicher Partner im globalen Handel treu bleiben.”

Europäische Luxusgüter-Hersteller gerieten wegen der Lockdowns in China allerdings unter die Räder. Für sie ist das Land einer der wichtigsten Absatzmärkte. Die Aktien von LVMH, Kering und Richemont gaben bis zu 3,4 Prozent nach.

FED STEHT VOR ZINSWENDE

Daneben bereiteten sich Börsianer darauf vor, dass die US-Notenbank den Leitzins am Mittwoch um einen Viertel Prozentpunkt anhebt. “Alles andere wäre eine Überraschung”, sagte Jens Franck, Chef-Portfoliomanager des Vermögensverwalters NordIX. Daher würden Investoren die anschließenden Äußerungen des Fed-Chefs Jerome Powell auf die Goldwaage legen. “Insbesondere neu hinzukommende Inflationsrisiken, die sich im Zuge der aktuellen geopolitischen Situation gebildet haben, und Risiken für die konjunkturelle Entwicklung dürften durchaus von Belang sein.”

Am Anleihemarkt ließ der Verkaufsdruck vorerst nach. Dadurch fielen die Renditen der zehnjährigen Bonds aus den USA und Deutschland auf 2,13 beziehungsweise 0,329 Prozent, nachdem sie zum Wochenauftakt auf die höchsten Stände seit rund drei Jahren gestiegen waren.

FRAPORT AUF TALFAHRT – FLUGGESELLSCHAFTEN IM AUFWIND

Bei den deutschen Aktienwerten gehörte Fraport mit einem Minus von drei Prozent zu den Verlierern. Die Zahlen des Flughafenbetreibers für 2021 hätten zwar positiv überrascht, kommentierte DZ Bank-Analyst Dirk Schlamp. Der Ausblick enttäusche aber.

Aufwärts ging es dagegen für American Airlines, Delta und United, deren Titel sich an der Wall Street um bis zu sieben Prozent verteuerten. Einige US-Fluggesellschaften hatten dank einer robusten Nachfrage ihre Umsatzprognosen angehoben. Dies gleiche die gestiegenen Treibstoffpreise aus, schrieb Analystin Sheila Kahyaoglu von der Investmentbank Jefferies. Im Windschatten der US-Rivalen legten die Papiere der Lufthansa gut ein Prozent zu.

“Bärenmarkt-Rally” bei Aktien – Waffenruhe in Ukraine erhofft

Frankfurt (Reuters) – Die Hoffnung auf eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg setzt der Talfahrt der europäischen Börsen ein vorläufiges Ende. Gleichzeitig entspannte sich die Lage an den Rohstoffmärkten. Der Dax verbuchte am Mittwoch mit einem Plus von 7,9 Prozent auf 13.847,93 Punkte den größten Tagesgewinn seit etwa eineinhalb Jahren. Der EuroStoxx50 legte 6,7 Prozent auf 3741,37 Zähler und der US-Standardwerteindex Dow Jones zwei Prozent auf 33.297,04 Stellen zu.

Sowohl auf russischer wie auch auf ukrainischer Seite scheine es Bewegung und die Bereitschaft zu Verhandlungen zu geben, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. Außerdem kursierten Gerüchte, dass die EU-Staats- und Regierungschefs auf ihrem anstehenden Gipfel ein Konjunkturprogramm ankündigen könnten.

Anlagestratege Jürgen Molnar vom Brokerhaus RoboMarkets bezeichnete die aktuelle Erholung aber als “Bärenmarkt-Rally” und warnte vor überzogenen Erwartungen an das Treffen der Außenminister Russlands und der Ukraine sowie an mögliche ukrainische Zugeständnisse. “Beides könnte zwar hoffentlich den blutigen Konflikt beenden, nicht aber die dadurch ausgelösten geo- und wirtschaftspolitischen Spannungen zwischen Russland und dem Westen aus dem Weg räumen.” Als Bärenmarkt-Rally bezeichnen Experten eine Zwischenerholung in einem längerfristigen Abwärtstrend.

 

GOLD UND DOLLAR AUF TALFAHRT – EZB-SITZUNG IM BLICK

Dennoch zogen sich die Optimisten aus “sicheren Häfen” zurück. Gold verbilligte sich um 2,5 Prozent auf 2001 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) und der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, gab 1,2 Prozent nach. Im Gegenzug stieg der Euro auf 1,1083 Dollar.

Dieser habe seine Talsohle aber noch nicht durchschritten, warnte Commerzbank-Analystin Antje Praefcke. Es sei unklar, ob die Europäische Zentralbank (EZB) bei ihrer Ratssitzung am Donnerstag an ihrer geplanten Drosselung der Wertpapierkäufe festhalten werde. “Oder ob sie nicht die möglichen wirtschaftlichen Risiken, die aus dem Energiepreisschock resultieren können, stärker gewichtet, als die Preisgefahren, die sich daraus ergeben dürften.”

Bei vielen Rohstoffen nutzten Investoren die jüngsten Preissteigerungen für Gewinnmitnahmen. So verbilligte sich Palladium um 4,5 Prozent auf 3039 Dollar je Feinunze und Kupfer um 1,5 Prozent auf 10.057 Dollar je Tonne. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee büßte 4,4 Prozent auf 122,32 Dollar je Barrel (159 Liter) ein. Hier reife die Erkenntnis, dass der US-Importstopp für russisches Erdöl den Angebotsengpass nicht verschlimmern werde, sagte Analyst Tamas Varga vom Brokerhaus PVM. Darüber hinaus stellte die Internationale Energieagentur IEA eine Freigabe zusätzlicher Ölreserven in Aussicht.

 

FIRMENBILANZEN HEBEN STIMMUNG

Unterdessen gaben ermutigende Firmenbilanzen den europäischen Aktienmärkten zusätzlichen Rückenwind. Die enttäuschenden Quartalsergebnisse von Adidas würden von einem optimistischen Ausblick überstrahlt, der auf starke Geschäfte für die gesamte Sportartikel-Branche hindeute, kommentierte Analyst James Grzinic von der Investmentbank Jefferies. Adidas-Aktien verbuchte mit einem Plus von 13,6 Prozent den drittgrößten Tagesgewinn der Firmengeschichte. In ihrem Windschatten rückte Erzrivale Puma zwölf Prozent vor. Die US-Konkurrenten Nike und Under Armour legten jeweils etwa sechs Prozent zu.

Stark gefragt waren auch die Papiere der Deutschen Post. Sie sprangen um 12,4 Prozent nach oben, so stark wie zuletzt vor mehr als 13 Jahren. Die Geschäftszahlen des Brief- und Paketzustellers hätten leicht über den Erwartungen gelegen, lobte DZ Bank-Analyst Dirk Schlamp. Positiv sei auch der geplante Aktienrückkauf. Die US-Rivalen der Post, FedEx und UPS, stiegen um bis zu fünf Prozent.

 

(Bericht von Hakan Ersen, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Wall Street schließen im Minus – US-Ölembargo im Blick

Frankfurt/New York (Reuters) – Die US-Börsen haben nach einer Berg- und Talfahrt am Dienstag mit Kursabschlägen geschlossen.

Kurskapriolen an den Rohstoffmärkten im Zusammenhang mit dem russischen Einmarsch in die Ukraine bereiteten Investoren weiterhin Sorgen. Der US-Standardwerteindex Dow Jones ging 0,6 Prozent tiefer auf 32.632 Punkten aus dem Handel. Der technologielastige Nasdaq gab 0,3 Prozent auf 12.795 Punkte nach. Der breit gefasste S&P 500 büßte 0,7 Prozent auf 4170 Punkte ein. Im frühen Handel hatten nach der vorherigen Talfahrt zunächst einige Anleger die Gelegenheit zum Wiedereinstieg in den US-Aktienmarkt genutzt.

USA VERHÄNGEN IMPORTSTOPP FÜR RUSSISCHES ÖL

Aufwärts ging es für die US-Rohölsorte WTI, die sich um 4,4 Prozent auf 124,71 Dollar je Barrel (159 Liter) verteuerte. In ihrem Windschatten gewannen die Aktien von Ölkonzernen wie Exxon, Chevron und Halliburton um bis zu 5,2 Prozent. US-Präsident Joe Biden verbot Erdöl- und Erdgas-Importe aus Russland.

“Solange die USA keine Sekundärsanktionen verhängen und damit andere Länder dazu zwingen, ebenfalls kein Öl aus Russland mehr zu importieren, wäre der Einfluss eines US-Alleingangs unseres Erachtens begrenzt”, sagt Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch. Die Vereinigten Staaten importierten täglich lediglich 700.000 Barrel Erdöl aus Russland. Insgesamt führt das Land etwa sieben Millionen Barrel pro Tag aus, sieben Prozent des weltweiten Angebots.

NICKELPREIS SEIT WOCHENBEGINN VERDREIFACHT

Gleichzeitig geriet der Preis für Nickel außer Rand und Band. Das zur Stahl-Herstellung benötigte Metall verbuchte zeitweise einen Rekord-Kurssprung von 111 Prozent und war mit 101.365 Dollar je Tonne so teuer wie nie. Rohstoff-Experte Al Munro vom Brokerhaus Marex machte einen sogenannten Short Squeeze hierfür verantwortlich. Einige Anleger, die auf fallende Kurse gesetzt hätten, seien offenbar vom Ukraine-Krieg auf dem falschen Fuß erwischt worden. Die Metallbörse LME setzte den Handel mit Nickel vorerst aus.

Dies bescherte Polymet einen der größten Kurssprünge der Firmengeschichte. Die Aktien des US-Nickelförderers stiegen in der Spitze um mehr als 57 Prozent auf ein Zwölf-Monats-Hoch von 4,78 Dollar.

Die “Antikrisen-Währung” Gold blieb begehrt. Der Preis für das Edelmetall stieg um 2,6 Prozent auf 2050 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Die in den USA notierten Titel des Goldschürfers Barrick stiegen daraufhin um bis zu 4,8 Prozent und waren mit 26,07 Dollar so teuer wie zuletzt vor 16 Monaten.