US-Börsen dürften Dax anschieben

Frankfurt (Reuters) – Mit Rückenwind der Wall Street dürfte es am deutschen Aktienmarkt wieder vorangehen.

Am Donnerstag wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten. Am Mittwoch hatte er in Erwartung der Rede von US-Notenbankchefs Jerome Powell 0,2 Prozent tiefer bei 14.355 Punkten geschlossen.

Die wichtigsten US-Indizes gingen höher aus dem Handel, nachdem Powell die Finanzmärkte vor der letzten Sitzung der Notenbank Fed im laufenden Jahr auf eine weniger aggressive Gangart bei den Zinsen einstimmte. Die Wahrscheinlichkeit für einen Zinsschritt in Höhe von 0,50 Prozentpunkten für die Dezember-Sitzung wird an den Finanzmärkten nunmehr auf 75 Prozent taxiert.

Am Donnerstag stehen vor allem US-Konjunkturdaten im Fokus der Investoren. So werden unter anderem die US-Konsumausgaben und der ISM-Einkaufsmanagerindex erwartet.

Schlusskurse europäischer Indizes Stand

am vorangegangenen Handelstag

Dax

14.397,04

Dax-Future

14.590,00

EuroStoxx50

3.964,72

EuroStoxx50-Future

4.012,00

Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung

vorangegangenen Handelstag

Dow Jones

34.589,77 +2,2 Prozent

Nasdaq

11.468,00 +4,4 Prozent

S&P 500

4.080,11 +3,1 Prozent

Asiatische Indizes am Stand Veränderung

Donnerstag

Nikkei

28.226,08 +0,9 Prozent

Shanghai

3.170,99 +0,6 Prozent

Hang Seng

18.862,74 +1,4 Prozent

(Bericht von Anika Ross, redigiert von Sabine Ehrhardt. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Dax zur Eröffnung höher erwartet – Inflationsdaten im Blick

Frankfurt (Reuters) – Am Mittwoch wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten.

Am Dienstag hatte er 0,2 Prozent tiefer bei 14.355,45 Punkten geschlossen.

Im Fokus stehen Konjunkturdaten. Investoren in Deutschland warten vor allem auf Inflationsdaten aus der Euro-Zone für November, die Rückschlüsse auf die künftige Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) geben könnten. EZB-Präsidentin Christine Lagarde sagte am Montag, dass die Verbraucherpreise ihren Höhepunkt wohl noch nicht erreicht haben. Damit blieben alle Türen für Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank offen. Experten gehen von einem Rückgang auf 10,4 Prozent von 10,6 Prozent im Vormonat aus.

In den USA steht das Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartal an. Analysten rechnen mit einem leichten Anstieg auf 2,7 Prozent von 2,6 Prozent im zweiten Quartal. Zudem liefern die Zahlen der privaten US-Arbeitsagentur ADP einen Vorgeschmack auf die offiziellen Arbeitsmarktdaten am Freitag.

Schlusskurse europäischer Indizes Stand

am vorangegangenen Handelstag

Dax

14.355,45

Dax-Future

14.437,00

EuroStoxx50

3.934,44

EuroStoxx50-Future

3.955,00

Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung

vorangegangenen Handelstag

Dow Jones

33.852,53 +0,0 Prozent

Nasdaq

10.983,78 -0,6 Prozent

S&P 500

3.957,63 -0,2 Prozent

Asiatische Indizes am Mittwoch Stand Veränderung

Nikkei

27.955,78 -0,3 Prozent

Shanghai

3.144,93 -0,2 Prozent

Hang Seng

18.249,29 +0,3 Prozent

(Bericht von Zuzanna Szymanska, redigiert von Christian Rüttger. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Europas Anleger halten vor Inflationsdaten die Füße still

Frankfurt (Reuters) – Vor den mit Spannung erwarteten Inflationsdaten bleiben die Anleger in Europa lieber in Deckung.

Dax und EuroStoxx50 zeigten sich am Dienstagmittag wenig verändert bei 14.407 Zählern und 3945 Punkten. “Anleger und Analysten erwarten im Monatsvergleich zum ersten Mal seit zwölf Monaten einen Preisrückgang”, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners mit Blick auf die am frühen Nachmittag erwarteten Daten zur deutschen Teuerungsrate für November. Davor blieben die Investoren im “Abwartemodus”.

Von Reuters befragte Analysten rechneten im Schnitt mit einem Preisanstieg in Deutschland von 10,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat und damit einen Hauch weniger als im Oktober, als die Teuerungsrate mit 10,4 Prozent den höchsten Wert seit 1951 erreichte. Auch von den am Mittwoch anstehenden Inflationszahlen in der Eurozone erwarteten Börsianer einen leichten Rückgang. “Sollten die heutigen Daten aus Deutschland dies bereits andeuten, könnten am Markt die Zinsphantasien für Dezember und somit der Euro einen Dämpfer erhalten”, sagte Commerzbank-Analystin You-Na Park-Heger.

EURO LEGT ZU – ÖL-PREISE AUCH

Der Euro zog im Vorfeld der Veröffentlichung um 0,4 Prozent auf 1,0380 Dollar an und lag damit nahe seinem am Vortag erreichten Fünf-Monats-Hoch von 1,0497 Dollar. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte am Montag gesagt, dass die Inflation in der Eurozone ihren Höhepunkt wohl noch nicht erreicht habe und damit alle Türen für Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank offen gehalten.

“Der Konsens geht davon aus, dass sich die deutsche Gesamtinflation bei 10,4 Prozent stabilisiert und die Zahlen für die Eurozone morgen leicht zurückgehen werden”, sagte ING-Devisenstratege Francesco Pesole. “Es ist schwer vorstellbar, dass dies die Sichtweise der EZB signifikant verändert, aber ein über dem Konsens liegender Wert könnte die Märkte dazu veranlassen, eine Anhebung um 75 Basispunkte im Dezember ernsthaft in Betracht zu ziehen”. Die EZB hatte ihren Leitzins zuletzt zwei Mal in Folge um 75 Basispunkte angehoben.

Mit den zunehmenden Zinsspekulationen rückten die Sorgen um die steigenden Corona-Zahlen in China etwas in den Hintergrund. Nach den jüngsten regierungskritischen Protesten will die chinesische Regierung das Tempo bei den Corona-Impfungen erhöhen. Spekulationen auf eine Lockerung der Null-Covid-Politik hatte zuvor die Börsen in China angetrieben.

Die Aussicht auf eine Lockerung der strikten Corona-Auflagen schob auch den Ölpreis an. Rohöl der Sorte Brent und US-Leichtöl WTI verteuerten sich jeweils um mehr als zwei Prozent auf 85,31 und 79,05 Dollar pro Barrel. Zur Erholung von dem zuvor erreichten Jahrestiefststand trugen auch Spekulationen über mögliche Produktionskürzungen des Ölkartells Opec+ bei.

CREDIT SUISSE SACKT AUF REKORDTIEF

Die Aktien der krisengeplagten Großbank Credit Suisse sackten unterdessen auf ein Rekordtief von 2,888 Franken ab. Treiber des jüngsten Einbruchs war neben der Gewinnwarnung vom vergangenen Mittwoch auch ein technischer Aspekt der Kapitalerhöhung. Damit lasse sich aber nur ein Teil des Wertverlustes der Aktien in den vergangenen Tagen erklären, sagte Daniel Bosshard, Analyst der Luzerner Kantonalbank. “Der Schluss liegt nahe, dass es sich um ein weiteres Misstrauensvotum des Marktes gegenüber der Großbank handelt.”

Eine Warnung vor steigenden Kosten für die Luftfahrtindustrie wegen höherer Treibstoffpreise, des stärkeren Dollars und einer Lohninflation setzte unterdessen Easyjet zu. Die Aktien des britischen Billigfliegers gaben in London um bis zu fünf Prozent nach, trotz der anhaltend hohe Nachfrage für das nächste Sommerhalbjahr. Weitere Kostenbelastungen könnten die Rentabilität unter Druck setzen, konstatierten die Experten von JP Morgan.

(Bericht von Stefanie Geiger, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)

Dax zur Eröffnung niedriger erwartet – China im Fokus

Frankfurt (Reuters) – Am Montag wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge niedriger starten.

Die Proteste in China gegen die strikten Corona-Beschränkungen verstärken zu Wochenauftakt die Sorgen der Anleger über die Entwicklung der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt.

Relevante Konjunkturdaten stehen zum Wochenstart nicht an. Anleger werden auf geldpolitische Signale von EZB-Präsidentin Christine Lagarde achten, die bei der Anhörung vor dem Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) des Europäischen Parlaments sprechen soll. Bei den Unternehmen legt Siemens Healthineers den Geschäftsbericht für 2021/22 vor.

Schlusskurse europäischer Indizes Stand

am vorangegangenen Handelstag

Dax

14.541,38

Dax-Future

14.484,00

EuroStoxx50

3.962,41

EuroStoxx50-Future

3.942,00

Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung

vorangegangenen Handelstag

Dow Jones

34.347,03 +0,5 Prozent

Nasdaq

11.226,36 -0,5 Prozent

S&P 500

4.026,12 +0,0 Prozent

Asiatische Indizes am Montag Stand Veränderung

Nikkei

28.162,83 -0,4 Prozent

Shanghai

3.063,69 -1,2 Prozent

Hang Seng

17.213,99 -2,1 Prozent

(Bericht von Hakan Ersen. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Dax zur Eröffnung höher erwartet

Frankfurt (Reuters) – Am Freitag wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten.

Zum Wochenschluss stehen Konjunkturdaten aus Deutschland im Fokus der Anleger. Wie es um die Konsumlaune hierzulande im Weihnachtsmonat bestellt ist, dürfte das von den GfK-Konsumforschern vorgelegte Barometer verraten. Im November hatte sich die durch hohe Inflation und Unsicherheit wegen des Ukraine-Krieges getrübte Stimmung der Konsumenten etwas stabilisiert.

Die US-Börsen sind nach der Thanksgiving-Pause wieder geöffnet, allerdings ist der Handelstag verkürzt. Bei den deutschen Unternehmen lädt Thyssenkrupp zum Kapitalmarkttag.

Schlusskurse europäischer Indizes Stand

am vorangegangenen Handelstag

Dax

14.539,56

Dax-Future

14.562,00

EuroStoxx50

3.961,99

EuroStoxx50-Future

3.961,00

Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung

vorangegangenen Handelstag

Dow Jones

Kein Handel

Nasdaq

Kein Handel

S&P 500

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Asiatische Indizes am Freitag Stand Veränderung

Nikkei

28.283,03 -0,4 Prozent

Shanghai

3.101,65 +0,4 Prozent

Hang Seng

17.598,95 -0,4 Prozent

(Bericht von Hakan Ersen. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Dax zur Eröffnung höher erwartet

Frankfurt (Reuters) – Am Donnerstag wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge höher starten.

Am Mittwoch war er kaum verändert bei 14.427 Punkten aus dem Handel gegangen. Die am Abend (MEZ) vorgelegten Protokolle der jüngsten Zinssitzung der US-Notenbank bestätigten weitgehend die Erwartungshaltung der Anleger auf eine langamere Gangart der Fed. Händler setzen nach den jüngsten XXL-Schritten auf eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte bei der nächsten Sitzung der Zentralbank im Dezember. Am Donnerstag wird die Europäische Zentralbank ihre Mitschriften der jüngsten Sitzung veröffentlichten.

Im Fokus der Anleger steht zudem der vom Ifo-Institut ermittelte Geschäftsklimaindex für November. Von Reuters befragte Experten erwarten, dass das Barometer steigt – und zwar von 84,3 auf 85,0 Punkte. Zuletzt hatten sich vor allem die Erwartungen der Unternehmen angesichts von Lieferketten-Problemen und Energiepreis-Anstiegen verdüstert.

Von den amerikanischen Börsen gibt es am Donnerstag keine Impulse. Dort bleiben die Märkte wegen des Feiertages Thanksgiving geschlossen.

Schlusskurse europäischer Indizes Stand

am vorangegangenen Handelstag

Dax

14.427,59

Dax-Future

14.471,00

EuroStoxx50

3.946,44

EuroStoxx50-Future

3.951,00

Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung

vorangegangenen Handelstag

Dow Jones

34.194,06 +0,3 Prozent

Nasdaq

11.285,32 +1,0 Prozent

S&P 500

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Asiatische Indizes am Stand Veränderung

Donnerstag

Nikkei

28.402,78 +1,0 Prozent

Shanghai

3.091,77 -0,2 Prozent

Hang Seng

17.631,18 +0,6 Prozent

(Bericht von Anika Ross. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Dax höher erwartet – Fed-Protokolle im Blick

Frankfurt (Reuters) – In Erwartung weiterer Hinweise zum US-Zinserhöhungstempo wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Mittwoch höher starten.

Am Dienstag hatte er 0,3 Prozent im Plus bei 14.422,35 Punkten geschlossen.

Am Abend (MEZ) veröffentlicht die Notenbank Fed die Protokolle ihrer jüngsten Beratungen. Investoren sollten Hinweise auf behutsamere Zinserhöhungen allerdings mit Vorsicht genießen, warnten die Analysten der ING Bank. Denn die jüngsten Aussagen einiger führender US-Notenbanker deuteten nicht darauf hin, dass ein weiterer großer Zinsschritt um 0,75 Prozentpunkte ausgeschlossen sei.

Daneben stehen die Stimmungsindikatoren für die deutschen und europäischen Einkaufsmanager auf dem Terminplan. Experten rechnen für November mit einem erneuten Rückgang.

Schlusskurse europäischer Indizes Stand

am vorangegangenen Handelstag

Dax

14.422,35

Dax-Future

14.493,00

EuroStoxx50

3.929,90

EuroStoxx50-Future

3.945,00

Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung

vorangegangenen Handelstag

Dow Jones

34.098,10 +1,2 Prozent

Nasdaq

11.174,41 +1,4 Prozent

S&P 500

4.003,58 +1,4 Prozent

Asiatische Indizes am Mittwoch Stand Veränderung

Nikkei

Kein Handel

Shanghai

3.100,05 +0,4 Prozent

Hang Seng

17.586,20 +0,9 Prozent

(Bericht von Hakan Ersen, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Anleger zwischen Zinshoffnungen und Corona-Sorgen

Frankfurt (Reuters) – Die europäischen Börsen bleiben weiter in ihrer jüngsten Handelsspanne gefangen.

“Den meisten Anlegern fällt es schwer, die kurz- und mittelfristigen Aussichten für riskante Anlagen abzuschätzen”, sagte Analyst Pierre Veyret vom Brokerhaus ActivTrades. Dax und EuroStoxx50 lagen am Dienstagabend jeweils rund ein halbes Prozent im Plus bei 14.422,35 beziehungsweise 3932,55 Punkten. Der US-Standardwerteindex Dow Jones rückte ein knappes Prozent vor.

Unterstützung erhielten die Kurse unter anderem von den Spekulationen auf behutsamere Zinserhöhungen der Notenbank Fed, die vom überraschend geringen Anstieg der US-Inflation im Oktober befeuert wurde. Allerdings seien die Erwartungen der Anleger überzogen, warnte Finanzmarkt-Experte Russ Mould vom Brokerhaus AJ Bell. “Morgen könnte eine kalte Dusche folgen.” Am Mittwoch steht die Veröffentlichung der Protokolle der jüngsten Fed-Sitzung auf dem Plan. Davon versprechen sich Börsianer Hinweise auf das weitere Zinserhöhungstempo.

Gleichzeitig verfolgen sie aufmerksam die Entwicklung der Coronavirus-Pandemie beim wichtigen Handelspartner China und die dort verhängten Lockdowns. “Der Markt scheint die Meinung zu vertreten, dass der aktuelle Ausbruch nur ein kurzfristiger ist”, sagte Analyst Ole Hansen von der Saxo Bank. Die Beeinträchtigungen der dortigen Wirtschaft könnten aber länger anhalten als derzeit gedacht. Vor diesem Hintergrund gaben die US-Aktien chinesischer Firmen wie Alibaba, Pinduoduo oder JD.com bis zu 3,3 Prozent nach.

KUPFER UND ROHÖL IM AUFWIND – BITCOIN NAHE ZWEI-JAHRES-TIEF

Rohstoff-Anleger schoben dennoch Sorgen vor einer geringeren Nachfrage des Top-Abnehmers China beiseite. Kupfer verteuerte sich um zwei Prozent auf 8035 Dollar je Tonne. Parallel dazu legte die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee 1,9 Prozent auf 89,14 Dollar je Barrel (159 Liter) zu. Haupt-Triebfeder für deren Gewinne sei aber die Absage Saudi-Arabiens an eine mögliche Ausweitung der Fördermengen, sagte Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. Im Windschatten des Ölpreis-Anstiegs gewann der Index für die europäische Öl- und Gasbranche knapp fünf Prozent. Das ist der größte Tagesgewinn seit zwei Jahren.

Am Kryptowährungsmarkt stabilisierte sich der Kurs von Bitcoin bei 16.165 Dollar und damit knapp über seinem jüngsten Zwei-Jahres-Tief. Der Kryptowährungsbroker und -verleiher Genesis wies Medienberichte über eine bevorstehende Insolvenz als Folge des Zusammenbruchs der Börse FTX zurück. Die Furcht vor Ansteckungseffekten werde damit aber nicht zerstreut, kommentierte Analyst Timo Emden von Emden Research.

CEVIAN ZIEHT BEI THYSSENKRUPP DIE REISSLEINE

Am deutschen Aktienmarkt rückte Thyssenkrupp ins Rampenlicht, nachdem Cevian seine verbliebene Beteiligung an dem Industriekonzern fast komplett verkauft hatte. Die Aktie fiel daraufhin um 4,3 Prozent auf 5,17 Euro. Der Finanzinvestor war zu deutlich höheren Kursen bei dem Konzern eingestiegen. “Was für eine miserable Investition”, kommentierte ein Börsianer.

Die Titel von AO World gewannen dagegen 17 Prozent. Dank der Fußball-Weltmeisterschaft stellte der britische Online-Elektronikhändler für das laufende Geschäftsjahr einen Gewinn am oberen Ende der angepeilten Spanne von umgerechnet 23 bis 35 Millionen Euro in Aussicht. Sollte die englische Nationalmannschaft die Endrunde erreichen, könne mit einem zusätzlichen Anstieg der TV-Verkäufe gerechnet werden.

Auch der US-Rivale Best Buy blickt optimistischer in die Zukunft. Dank Rabattaktionen rechnet das Unternehmen für das Gesamtjahr nur noch mit einem Umsatzminus von zehn statt elf Prozent. Außerdem lagen die Zahlen für das abgelaufene Quartal über den Erwartungen. Best Buy-Papiere legten fast zwölf Prozent zu.

(Bericht von Hakan Ersen, redigiert von Birgit Mittwollen. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)

Steigende Corona-Zahlen in China treiben Europas Anleger um

Frankfurt (Reuters) – Ein drohender Rückschlag für den wichtigen Handelspartner China wegen erneut steigender Corona-Zahlen bremst die Aktienmärkte aus.

Dax und EuroStoxx50 fielen am Montag um jeweils rund ein halbes Prozent auf 14.371 und 3909 Punkte. An der Wall Street deuteten die US-Futures ebenfalls auf einen schwächeren Handelsstart hin. “Die Hoffnungen auf ein schnelles Ende der Zero-Covid-Strategie können fürs Erste ad acta gelegt werden”, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners.

Die eingetrübten Aussichten wegen der wiederaufgeflammten Coronavirus-Pandemie in der Volksrepublik belastete auch Rohstoffe. Die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee verbilligte sich um knapp ein Prozent auf 87,14 Dollar je Barrel (159 Liter). Der Preis für das Industriemetall Kupfer fiel um fast zwei Prozent auf 7946 Dollar je Tonne.

Trotz der aktuellen Kursrücksetzer am Aktienmarkt sei der Aufwärtstrend aber weiter intakt, gab Jochen Stanzl, Analyst des Online-Brokers CMC Markets, zu bedenken. Grund hierfür sei der fallende Ölpreis. “Offenbar waren die Ängste vor einem Lieferengpass durch Sanktionen und Embargos der russischen Lieferungen unbegründet. Sowohl für die Inflation als auch die Unternehmen und damit für den Aktienmarkt eine gute Nachricht.”

ERZEUGERPREISE GEHEN ZURÜCK – BITCOIN UNTER DRUCK

In dieses Bild passte der Rekord-Rückgang der deutschen Erzeugerpreise im Oktober um 4,2 Prozent zum Vormonat. “Allerdings können sich die Endverbraucher noch nicht so richtig mitfreuen”, warf LBBW-Analyst Jens-Oliver Niklasch ein. Denn für sie seien die Energiepreise anders als für Großkunden im Oktober weiter gestiegen.

Gleichzeitig litten Cyber-Devisen erneut unter den Nachwehen des Kollapses der Kryptowährungsbörse FTX. Bitcoin verbilligte sich um drei Prozent auf 16.165 Dollar, Ethereum fiel um mehr als sechs Prozent auf 1133 Dollar. “Es dominiert nach wie vor die Furcht, dass weitere Krypto-Unternehmen in den kommenden Tagen und Wochen kollabieren könnten”, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. Einige Firmen sind bereits ins Trudeln geraten.

SUSE ÜBERZEUGT MIT AUSBLICK – VALLOUREC ENTTÄUSCHT

Bei den deutschen Aktienwerten stach Suse mit einem Kursplus von bis zu 8,5 Prozent heraus. Die operative Gewinnmarge für das abgelaufene Geschäftsjahr 2021/2022 wird ersten Berechnungen des Softwarehauses zufolge bei 36 bis 37 Prozent und damit am oberen Ende der angepeilten Spanne liegen. Für 2022/2023 visiert der Linux-Spezialist ein wechselkursbereinigtes Umsatzplus von elf bis 13 Prozent und eine weitere Verbesserung der Gewinnmarge an. Das sei ein optimistischerer Ausblick als von ihm erwartet, kommentierte Analyst Charles Brennan von der Investmentbank Jefferies.

Dagegen gaben die Titel von Vallourec in Paris um rund neun Prozent nach, nachdem der Anstieg des Kerngewinns hinter den Erwartungen geblieben war. Die höheren Energiekosten an den deutschen Standorten würden sich wohl bis ins nächste Jahr hinein bemerkbar machen, teilte der französische Stahlhersteller mit.

In London verbuchte Virgin Money mit einem Plus von zeitweise knapp 16 Prozent unterdessen den größten Kurssprung seit zwei Jahren. Das britische Geldhaus steigerte seinen Vorsteuergewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/2022 den Angaben zufolge um 43 Prozent auf umgerechnet 686 Millionen Euro. Außerdem kündigte Virgin Money eine Abschluss-Dividende von 7,5 Pence je Aktie und den Rückkauf weiterer Anteilsscheine im Volumen von 58 Millionen Euro an.

(Bericht von Stefanie Geiger, Hakan Ersen; redigiert von Kerstin Dörr. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Europas Börsen schieben Zinssorgen beiseite

Frankfurt (Reuters) – Europas Börsen haben zum Wochenschluss alle Zinssorgen beiseite gewischt.

Gestützt auf Kursgewinne im Energiesektor legten Dax und EuroStoxx50 bis zum Nachmittag je 1,2 Prozent auf 14.432 und 3930 Punkte zu. “Der Deutsche Aktienindex scheint in diesen Tagen nicht kleinzukriegen, eine Korrektur lässt weiter auf sich warten”, sagte Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege beim Broker RoboMarkets. Seit Ende September konnten die Aktienmärkte deutlich zulegen, da die Anleger auf weniger stark steigende Zinsen setzten. In den USA signalisierten die Futures ebenfalls einen festeren Handelsstart.

Die Analysten der DWS zeigten sich optimistisch, was die Wirtschaft Europas angeht. Im laufenden Jahr habe sich die Stimmung deutlich schlechter entwickelt als die Lage selbst. “Wir denken, dass sich die Lücke auch diesmal wieder schließen wird, und zwar indem sich die relativ schlechtere Stimmung der relativ besseren Lage anpasst”, sagte Martin Moryson, Europa-Chefvolkswirt bei der Fondsgesellschaft. So dürfte Europa bei der Energieversorgung gut durch den Winter kommen, weil die Lager voll seien, zudem sei der Konsum vergleichsweise robust. Entsprechend seien die europäischen Aktien auf Übergewichten gestuft worden. “Auch die Erstarkung des Euro gegenüber dem Dollar seit nunmehr bald zwei Monaten reflektiert unseres Erachtens die Überzeugung der Anleger, dass der Höhepunkt der Unsicherheit in Europa bald überschritten sein wird.”

Der Euro machte zur US-Devise Boden gut. Die Gemeinschaftswährung stieg um 0,3 Prozent auf 1,0395 Dollar. Mehrere Vertreter der US-Notenbank hatten zuletzt die Notwendigkeit betont, die Zinsen weiter zu erhöhen, wenn auch in einem langsameren Tempo. Auch die Europäische Zentralbank (EZB) wird laut ihrer Präsidentin Christine Lagarde im Kampf gegen die hohe Inflation die Zinsen weiter anheben. “Die EZB wird zeigen wollen, dass sie eine starke Institution und bereit ist, die Inflation zu bekämpfen”, sagte Jim Leaviss, Chefinvestor bei M&G Investments. “Im Jahresverlauf 2023 wird eine Zeit kommen, in der die EZB-Zinsen sinken, weil der Rezessionsdruck ziemlich ernst werden wird.” Zuletzt hatte die EZB die Zinsen im Rekordtempo angehoben. An den Anleihemärkten zogen die Renditen an. Die zehnjährigen Bundespapiere wurden mit 2,039 Prozent nach 2,023 Prozent verzinst.

BANKEN ZAHLEN WENIGER ZURÜCK ALS ERWARTET

Die Geldhäuser im Euro-Raum wollen weniger mehrjährige Kreditsalven der EZB vorzeitig zurückzahlen als erwartet. Mit knapp 300 Milliarden Euro liegt die Summe deutlich unter dem Niveau von 500 Milliarden Euro, das Experten vorhergesagt hatten. Die TLTRO-Rückzahlung ist freiwillig, allerdings hatte die EZB den Banken zuletzt Anreize gegeben, die Kredite loszuschlagen. Der Banken-Index legte 1,6 Prozent zu.

In Paris kletterte TotalEnergies um bis zu 2,8 Prozent. Der französische Konzern scheine von starken Ölpreisen sowie einem wieder anziehenden Handel in Europa zu profitieren, sagte Biraj Borkhataria vom Analysehaus RBC. Zudem sehe es so aus, als ob die wirtschaftlichen Aussichten angesichts moderaterer Gaspreise vielleicht nicht ganz so düster aussähen wie befürchtet.

In Wien erhielten die Stromkonzerne mächtig Auftrieb. Aktien von Verbund schnellten um bis zu 11,2 Prozent auf 90.15 Euro nach oben. Österreich hat eine Übergewinnsteuer für Öl- und Gasunternehmen von bis zu 40 Prozent beschlossen. Die Steuerbelastung kann mit Hilfe von grünen Investitionen aber auf 33 Prozent gesenkt werden. Verbund erzeugt rund 90 Prozent seines Stroms über sein Wasserkraftwerksnetz. Auch die Titel von EVN zogen um bis zu sieben Prozent an.

Bis zu 2,5 Prozent abwärts ging es für das Softwarehaus SAP nach einer Herunterstufung auf Underperform von Hold durch die Analysten der Investmentbank Jefferies. Die strikte Kostenkontrolle und der Fokus auf schnelle Profitabilitätszuwächse bringe die Mittelfrist-Ziele in Gefahr, hieß es zur Begründung.

(Bericht von Anika Ross und Christina Amann. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)