Netflix mit Kaufsignal! Was müssen Anleger jetzt wissen?

Die Aktie von Netflix aus dem Nasdaq 100 Index musste in den letzten Monaten herbe Kursverluste einstecken. Das erfolgsverwöhnte Streaming-Unternehmen hatte seinen Unternehmenswert seit Mitte November 2021 mehr als halbiert. Der größte Crash in der Firmengeschichte hat mit Sicherheit sehr viele Anleger verschreckt. Doch jetzt ist erstmals wieder Licht am Horizont zu sehen!

Netflix Kursverlauf

Netflix: Das Kaufsignal wurde aktiviert

In der letzten Analyse vom 13. März an dieser Stelle „Netflix-Aktie: Warum die Trendwende zum Greifen nahe ist!“ wurde charttechnisch hergeleitet, warum die Anteilswerte von Netflix kurz vor einer möglichen Trendwende stehen könnten.

Seit dem Rekordhoch im November 2021 wurde ein 5-teiliger Abwärtsimpuls nach Elliott Wave identifiziert, der sich in den letzten Zügen befinden würde. Zudem hatte sich im Rahmen der finalen Welle 5 ein fallender Keil gebildet, der in der Regel und aus der Erfahrung heraus einen schnellen Trendwechsel ankündigt. Garniert wurde dieses leicht positive Chartbild seitens des RSI-Indikators. Dieser zeigte eine auffällige und dramatisch positive Divergenz.

Netflix zeigte in der letzten Handelswoche die besten fünf zusammenhängenden Handelstage seit April 2020. In der Summe ging es in der dritten Märzwoche um fast 12 Prozent nach oben. In diesem Zusammenhang wurde zusätzlich der besagte fallende Keil nach oben verlassen. 

Netflix mit Charttechnik

Kursziele von 480 bis 520 USD wurden eingeleitet

Am letzten Freitag, den 18. März, war es nun bereits soweit. Die genannte Marke von 367 USD wurde rasant und impulsiv übersprungen. Der Ausbruch aus dem fallenden Keil ist damit definitiv erfolgt. Für die Aktie von Netflix bedeutet das: Der Crash bzw. die damit einhergehende Baisse ist beendet.

Für viele Anleger und Aktionäre mag das verfrüht klingen. Aber bedenken Sie: Die Charts deuten Trends sehr viel schneller an. Die Stimmungslage hängt immer deutlich hinterher. Nach einer Kurshalbierung ist der Markt noch immer in einer Art Angstblase gefangen. Die wenigsten können sich vorstellen, dass Netflix jemals wieder deutlich auf die Beine kommt. Doch die Charts lügen nicht. Es sei denn, die Interpretation selbiger ist falsch. 

Sofern Netflix jetzt nicht mehr unter die Marke von 330 USD fällt, ist der Weg zunächst in Richtung der roten Widerstandslinie vorgezeichnet. Kurse von ca. 375 bis hin zu etwa 510 USD sind in den nächsten Wochen ohne Weiteres möglich!

Netflix-Aktie: Warum die Trendwende zum Greifen nah ist!

Die Aktie des US-Streaming-Dienstes Netflix hat in diesem Jahr bereits kräftig Federn lassen müssen. Im Januar mussten Anleger und Aktionäre bereits einen mittelschweren Crash in der Größenordnung von gut 25 Prozent verdauen. Seit den Rekordhochs von Ende November 2021 hat sich der Aktienwert um über 50 Prozent verringert. Erst am letzten Freitag, den 11. März schloss die Netflix-Aktie aus dem Nasdaq 100 Index mit genau 340,32 USD auf einem neuen Jahrestief.

Netflix-Aktie Kursverlauf

Netflix-Aktie: Nach über 50 Prozent Minus deutet sich Trendwechsel an

Seit der letzten Analyse an dieser Stelle vom 24. Januar „Netflix: Anleger haben die Chance auf 100 Prozent Kursplus!“ hat sich beim Aktienkurs und auch charttechnisch nur wenig getan. Die Netflix-Aktie sollte noch eine Korrekturwelle 4 und eine finale Trendwelle ausbilden. Erst dann ab ca. 250 USD könnten Anleger dann mit einer größeren Gegenbewegung und einer möglichen Kursverdoppelung rechnen.

Rückblickend ging die Korrekturwelle 4 hoch auf 458,48 USD, die am 3. Februar erreicht wurden. Anschließend nahm die Netflix-Aktie ab dort wieder den übergeordneten Abwärtstrend auf. Zeitgleich wurde die fünfte Welle des großen Abwärtsimpulses eingeleitet. 

Netflix-Aktie mit Charttechnik

Diese Welle 5 scheint sich nun auch in den letzten Zügen zu befinden. Seit Mitte Februar bildet sich im Tages-Chart der Netflix-Aktie ein fallender Keil. Fallende bzw. auch steigende Keile sind in der Regel Anzeichen, dass der vorherrschende Trend sehr schnell kippen und drehen kann. In diesem Fall besteht also die realistische Chance auf einen abrupten und schnellen Trendwechsel zugunsten der Bullen. 

Massive positive Divergenz stützt möglichen Trendwechsel

Wie skizziert, könnte die Aktie von Netflix bei einem Ausbruch aus dem besagten fallenden Keil bei Kursen über 367 US-Dollar eine Anstiegsbewegung in Richtung 500 USD Marke initiieren. Dieses Kursziel ergibt sich aus der dort verlaufenden Widerstandszone.

Gestützt wird der voraussichtlich bald einsetzende Trendwechsel durch die massive positive Divergenz beim RSI-Indikator! Im Rahmen der Welle 3 war der RSI massiv auf 5 gefallen. Mit den neuen Jahrestiefs der Welle 5 hätte es jedoch auch neue Tiefs beim RSI geben müssen. 

Das ist bisher allerdings nicht geschehen. Stattdessen notiert der RSI bereits – trotz der jüngsten Jahrestiefs – bei über 33!

Anleger, die bei der Netflix-Aktie auf dem aktuellen Niveau als ein Schnäppchen ansehen, sollten ab jetzt den Kurs genau verfolgen und auf den Ausbruch aus den Keil warten!

NASDAQ mit gigantischer Erholungsrally vs. Crash im EURUSD

Endete mit einem neuen Jahrestief und damit dem nächsten Verkaufsignal. Allerdings steht nun die Tür auch offen für eine deutliche Erholung. Der NASDAQ lieferte gestern eine gigantische Erholungrally.

Über 800 Punkte ging es zur Haupthandelszeit in den USA nach oben. Doch es ist sehr wahrscheinlich eine Erholung und nur ein Frage der Zeit, bis der nächste Kursrutsch kommt. Die Fakten dazu erfahren Sie in der heutigen Ausgabe von Tickmill’s täglichen Tradingideen (NASDAQ im Video).

Verkaufsignal mit ungeahnter Dynamik

Tickmill-Analyse: EUR/USD im Tageschart

Das es in der FX-Paarung EUR/USD öfter einmal leichter nach unten als nach oben geht, ist seit langem kein Geheimnis. Die Charttechnik hat auch diesmal wunderbar funktioniert. Der Abprall vom Widerstand hat zu einem Kursrutsch auf 1,1280 USD geführt. Mit der darauffolgenden Erholung und dem tieferen Topbereich um die Marke von 1,1390 USD ließ sich der Short-Einstieg mit einer Unterschreitung des genannten Zwischentiefs bei 1,1280 USD sehr gut umsetzen.

Als erstes Ziel im Sinne einer Trendfortsetzung galt zunächst der Bereich um das Trendtief bei 1,1121 USD. Im weiteren Verlauf lässt sich mit Blick in etwas längere Charthistorie als nächstes Kursziel der Bereich um das Ausbruchslevel bei 1,1000 USD ausmachen. Wenn der Abwärtstrend intakt bleibt, ist der Test dieses Levels sicherlich nur eine Frage der Zeit.

Sie suchen eine Chance im Rücksetzer? Hier ist sie!

Tickmill-Analyse: EUR/USD im Stundenchart

Wer die jüngste Abwärtswelle mit geritten hat, kann sich derzeit über schöne Gewinne freuen. Wer allerdings an der Seitenlinie steht und seine Chancen in der Korrektur wittert, der könnte durchaus auch noch auf seine Kosten kommen.

Denn massiven Kursbewegungen folgen häufig auch ordentliche Gegenbewegungen. Kommt es im EUR/USD tatsächlich auch zu einer dynamischen Erholung, dann bieten die untergeordneten Zwischenhochs der Abwärtsrally bei 1,1185 USD, 1,1209 USD bzw. 1,1263 USD ein paar planbare Anlaufmarken auf dem Weg zum Widerstand am Trendbildungslevel bei 1,1280 USD.

Sollte es dort oben keine Gegenwehr geben, können Sie auf der Liste möglicher Kursziele noch die Verlaufshochs bei 1,1295 USD und 1,1358 USD ergänzen.

Videobesprechung

 

Tickmill’s LIVE-Besprechung: Wo Bulle und Bär um die Vorherrschaft ringen, warten oft beste Chancen. Behalten Sie börsentäglich die wichtigsten Fakten rund um starke Trends im Blick und verpassen Sie keine Gelegenheit. Melden Sie sich jetzt für die LIVE-Besprechung der täglichen Trading-Ideen um 8:30 Uhr bei Tickmill unter https://www.tickmill.eu/de/education/webinars/93017117289/1610091000000 an.

Erfolgreiches Trading wünscht Ihnen

Ihr Mike Seidl

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Goldman Sachs & Bridgewater: Auf anständig machen, kurz vor der Implosion

Von Tugendschau zur taffen Eliteansage

Seit einigen Jahren ist zu beobachten, wie in praktisch allen Bereichen – von ethnischen Spannungen bis zur Impfakzeptanz – gerne Tugendhaftigkeit zur Schau getragen wird, die zugegebenermaßen fragwürdig ist.

Ich denke dabei auch an Hollywoods edelste Vertreter, welche John Lennon singen oder aber an Howard Stern und Arnold Schwarzenegger, die frömmelnd die Ungeimpften kriminalisieren.

Mit anzusehen, wie Menschen, die völlig fremd in der Materie sind, Kenntnis und Urteilsvermögen vortäuschen, mag auf viele von uns komisch wirken, doch leider ist es auch sehr tragisch.

Wer sich hingegen mit aufgeblähten Risikoanlagen, bedrängten Zentralbanken, fatalen Schuldenständen und Führungsinkompetenz beschäftigt, dem dürfte das plötzlich vermehrt aufkommende Gezeter von Stinktieren, die der heimischen Finanzelite entstammen, bald ebenso tragikomisch vorkommen.

Angsthasenspiel: Wie Bank-Falken mit dem Märkten spielen

Seit über einem Jahr warnen wir davor, dass die deutlich artikulierte Bereitschaft der Fed zur „Bilanzsummenstraffung“ einerseits sowie deutlich „telegrafierten“ Zinserhöhungen andererseits nichts Gutes ahnen lässt für die schuldengetränkten Wertpapiermärkte, deren Überleben allein noch am Niedrigzins/ billigen Finanzierungskosten hängt.

Kurz: Wenn uns die US-Notenbank mit ihrer Niedrigzinspolitik die aktuelle Everything-Bubble beschert hat, dann wird eine strenge, zinstreibende Zentralbank diese Bubble auch wieder verschwinden lassen.

Solchen Selbstverständlichkeiten zum Trotz ließen sich einige Experten dazu hinreißen, in letzter Minute selbst ein paar aufgeplusterte, taffe Ansagen beizusteuern – im Angsthasenspiel zwischen einer Zentralbank und einen zentralisierten Markt.

Danke für nichts Goldman Sachs

Härte und Mut markierend zeigte sich nun der Präsident der Goldman Sachs Group, Inc., John Waldron, offen kritisch gegenüber der Unabhängigkeit der Fed sowie steigender Inflationsquoten.

Er erklärte dahingehend kürzlich, „man müsse wohl Paul Volcker zurückholen“, um die allgemeinen Entwicklungen durch Zinserhöhungen abzufangen und die dringend benötigte Disziplin in unsere überhitzten Märkte zu bringen.

Das ist ja mal ‘ne Ansage.

Waldron – Sprachrohr einer Bank, die offenkundig mit staatlichen Rettungspakten aber auch rekordbrechender Marktblasenbildung in Verbindung steht – meinte zudem noch, dass die Federal Reserve besser mit gerechter und stetiger Hand geführt werden sollte, „die nicht darauf schaut, was an den Märkten passiert.“

Womöglich hat Waldron ganz vergessen, dass auch Goldman Sachs in der Zeit um 2006 keine wirklich „gerechte und stetige Führungshand“ im ABS/CDS-Desaster bewiesen hatte.

Nun ja, solche Ironien des Schicksals gibt es hier wirklich zuhauf…

Eine so deutliche Ansage ist schon ein ziemlich dickes Ding! Gerade wenn sie von einem Banker kommt, der weiß (und stets wusste), dass das geheime aber doch hauptsächliche Fed-Mandat immer schon die Stützung eines ansonsten zum Scheitern manipulieren Marktes gewesen ist – einschließlich aller Too-Big-To-Fail-Banken, wie der seinen. Man frage nur den ehemaligen US-Finanzminister – zuvor Goldman-CIO – Hank Paulson oder aber den ehemaligen FED-Chef und späteren Marktmacher (-magier) Ben Bernanke.

Waldron weiß aber auch, dass die parabolischen Zuwächse an den Aktienmärkten nach März 2020 direkt korreliert sind mit einer Verdoppelung der Fed-Bilanzsumme auf über 9 Billionen $ innerhalb von nur 2 Jahren; ein Schachzug, den andere Zentralbanken kopierten…

Erstaunlicherweise kritisiert Waldron die Federal Reserve trotzdem öffentlich dafür, dass es ihr seit 40 Jahren an Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit fehle. Keine schockierend neue Einsicht für alle, die die offene Beziehung zwischen der Fed und der völlig von der Fed abhängigen US-Regierung im Blick haben.

Urplötzlich meint Waldron, als sei er gerade aus einem 40-jährigen Dornröschenschlaf erwacht, dass es die Fed jetzt mit dem Gelddrucken zu weit getrieben habe (siehe oben) … ?

Zu Wenig, Zu Spät

Wenn Waldon jetzt Mut markiert, wie ein Soldat, der sich erst nach Kriegsende freiwillig einziehen lässt, dann ist das zu wenig, und es kommt auch zu spät.

Sie haben ja Recht Mr. Waldron, die Bilanz der US-Notenbank ist ein beschämendes Armutszeugnis, allerdings nicht erst seit gestern… .

Jede signifikante Reduzierung der US-Staatanleiheankäufe würde auch einen signifikanten Rückgang der Anleihepreise bewirken und somit zu einem signifikanten Anstieg der Anleiheerträge als auch Zinssätze führen.

Wir wissen zumindest (außer vielleicht Mr. Waldron, wie es scheint): Für einen Weltmarkt, der sich aus dem größten Schuldenberg der Geschichte speist, wirken Zinserhöhungen vom Typ „Volcker“ wie im Wasser auftauchende Haiflossen. Bequemerweise blieb dieser Schuldenberg, mit all seinen fatalen Konsequenzen, im öffentlichen Aufschrei Waldrons unerwähnt.

Sobald es zu teuer wird, diese (Staats-, Unternehmens- und Privat-) Schulden zu bedienen, implodiert das gesamte System. Punkt. Und Ende.

Und implodieren wird es.

Also, Mr. Waldron: Warum vergaßen Sie, diesen „fun fact“ in Ihrem jüngsten „Aufreger“ auf Bloomberg zu erwähnen?

Danke für Nichts, Mr. Waldron

Man braucht es eigentlich nicht erwähnen: Je größer die Blase, desto größer, danach beim Platzen, der „Krach“. Und in diesem Kontext ist Goldman, zusammen mit der Fed, ein zwangloser Partner beim Entstehen der größte Risikoanlagenblase gewesen, die es in der Geschichte der modernen Kapitalmärkte je gegeben hat (siehe unten). Kurz: Danke für nichts, Mr. Waldron.

Wenn Waldron jetzt die Alarmglocken läutet, dann riecht das stark nach einem unkaschierten (und auch scheinheiligen) Versuch, sich und seine Bank für einen späteren „Ich-hab’s-doch-gesagt“-Moment zu positionieren (wobei schon jetzt die Tugendhaftigkeit des frühen Mahners markiert wird?). Fast schon so dreist wie Larry Summers, der damals vor Schulden warnte, obwohl er eben noch die Derivatemärke dereguliert hatte, welche dann 2008 die Märkte zur Hölle fahren ließen.

Oder, wie schon an anderer Stelle geschrieben: Experten ist eben nicht immer zu trauen.

Dem mutigen Taper-Talk und kühnen Fed-Attacken zum Trotz erwähnt Waldron an keiner Stelle (wirklich an keiner!) die regelrecht astronomischen Verschuldungsstände in den USA und weltweit.

Leute wie Waldron (aber selbst Genies wie Jeremy Grantham) übersehen immer wieder diesen (nationalen, fiskalischen als auch globalen) Elefant im Zimmer; denn sobald der Schuldenmarkt unter seinem Eigengewicht (und unter den steigenden Zinssätzen im Tapering-Szenario) zusammenbricht, werden Wertpapiermärkte, Währungen und folglich Ökonomien überall auf der Welt in eine Abwärtsspirale gezogen.

Und welche Tugenden werden Banken wie Goldman dann vorschützen?

In der Zwischenzeit, und im ständigen Kampf gegen das anstehende Ausbluten, wird man womöglich massenhaft neues Fiat-Computergeld herbeiklicken, um das eigentlich unrettbare und Fed-erzeugte Schuldenmonster weiter zu schützen.

Natürlich wirken solche „Dauernotfallmaßnahmen“ tödlich für die Kaufkraft von Währungen, wahrscheinlich werden sie auch der Auslöser des gar-nicht-so-geheimen „Bretton Woods 2.0-Resets“ sein, den der IWF schon 2020! deutlich durchscheinen ließ.

Mehr markierte Strenge: Bridgewater mischt mit

Unterdessen werden auch bei Bridgewater harte Schwinger in Richtung Fed ausgeteilt. Hier übernimmt Greg Jensen, der – nachdem er jahrelang die beschämend grotesken, unnatürlichen und beispiellosen Auswüchse im S&P, DOW und NASDAQ beobachte (und auch nutzte) – ganz plötzlich eingesteht, dass die Zeit jetzt reif sei für strenge Fed-Politik und auch für Härte mit den Märkten.

Auch das ist ein ganz schön dickes Ding… und es kommt ebenfalls zu spät, Mr. Jensen.

Schauen Sie sich nur das Ausmaß dieser Aktienmarktblase an, an der sich Banken wie Goldman und Fonds wie Bridgewater seit mehr als 10 Jahren im Umfeld exzessiver Fed-Geldpolitik ungeniert labten:

Leute, wenn der Chart kein Beweis für die Existenz einer fatalen und Fed-erzeugten Megablase ist, dann weiß ich auch nicht…

Historische Persönlichkeiten von David Hume bis Ludwig von Mises (ganz zu schweigen von Thomas Jefferson oder Andrew Jackson) hatten davor gewarnt, und die Geschichte – vom Alten Rom über das Frankreich der 1790er bis hin zu Bear Stearns 2008 – hat es bestätigt: Je größer die schuldeninduzierte Party, desto tödlicher der Kater.

Jensen zumindest prognostiziert einen Kater am Aktienmarkt von mindestens -20 % für den Fall, dass die Fed jetzt Rückgrat bekäme und geldpolitisch streng werde/ bliebe (was er der US-Notenbank mit seinem „tugendhaften Ratschlag“ ja nahelegt).

Also wirklich Mr. Jensen: 20 % ist derart optimistisch, dass es fast schon albern wirkt.

Eine kurze Lektion in Mittelwertrückkehr

Ich möchte Mr. Jensen von Bridgewater an eine kleine, simple Marktkraft erinnern, die er mit seinen Kollegen in Connecticut sicherlich schon mal am Wasserspender diskutiert haben dürfte: die Mittelwertrückkehr.

Die Rückkehr zum Mittelwert ist in der Tat eines der beständigsten und natürlichsten Gesetze – selbst in unnatürlichen/ künstlichen Märkten wie den unseren.

Das heißt: Überkaufte als auch überverkaufte Wertpapiere werden am Ende unausweichlich wieder zu ihren preislichen Mittelwerten ‘zurückkehren’.

Also sehr ähnlich einem Gummiband, das (nach oben oder unten) gedehnt wird und am Ende kräftig zurückschnippst.

Falls jemand wissen möchte, wie stark und weit dieses Zurückschnippsen unter den heutigen Marktbedingungen potentiell ausfallen kann, der sollte sich das folgende Blasen-Diagramm mit Mittelwertrückkehrfolgenabschätzung anschauen…

Noch einmal: Eine „Rückkehr“ – oder eben Verluste – von 20 %, ausgehend von diesen Fed-induzierten, herzrasenden Marktkursen, ist, gelinde gesagt, einfach nur optimistisch.

Die dargestellten Widerstandslinien deuten an, dass die schmerzlichen Probleme (Mittelwertrückkehr), die auf die aufgeblähten Märkte zukommen, deutlich härter sein werden als bloß 20 %, wie von Jensen vorgeschlagen. Stattdessen werden sie viel eher Verlusten von mindestens -53 % bis -68 % gefährlich nahekommen.

Bücherflüsterer?

Banken und Hedgefonds reden natürlich gerne in der Öffentlichkeit über die eigenen Bücher. Und man könnte sich fast die Frage stellen, ob Goldman und/ oder Bridgewater, die die Spielzüge der ethisch defizitären Ära eines Elon Musk nur allzu gut kennen, vielleicht die eigene Short-Positionierung durchblicken lassen (oder in Musks Fall, den berühmt berüchtigten 2018er „Finanzierung gesichert“-ShortSqueeze).

Schwer zu sagen.

Spaßig wird’s nicht

Eine Sache lässt sich aber locker sagen: Wenn den strengen Ansagen der Fed tatsächlich auch geldpolitische Straffungen folgen, dann wird das kein Spaß für Aktien und Anleihen, bei denen ein wirkungsvoller, zum Mittelwert zurückführender „Stich“ längst überfällig ist.

Wir alle erinnern uns aber auch noch an 2018, als die Fed versuchte, vor Weihnachten geldpolitisch zu straffen und die Zinssätze anzuheben.

Zinssatzerhöhungen um 25 Basispunkte reichten und der Markt bekam sofort einen „Kotzanfall“. Dann lenkte die Fed, Anfang 2019, auch sofort wieder ein.

Kurz: Die Falken wurden richtig schnell zu Tauben.

Jensen zumindest meint, die Fed werde diesmal nicht zuerst „blinzeln“, sondern diszipliniert und hart bleiben wegen der derzeitigen Inflationsgefahr – der große Unterschied zu 2018, so Jensen.

Mit anderen Worten: Notfall-QE-Lockerungen (=laxe Fed-Politik) werden, anders als in den Vorjahren, nicht folgen.

Ich bin mir da nicht so sicher.

Schulden + Steigende Zinsen sind wichtig!

Anders als Jensen frage ich mich jedoch, wer denn nun die unbeliebten staatlichen Schuldverschreibungen der USA (alias US-Staatsanleihen) noch kaufen will, wenn die „tapernde“ Fed nicht mehr als der „expansive“ Käufer der letzten Instanz auftritt?

Man erinnere sich: Anleiheerträge (und im weiteren Sinne auch die Zinssätze) bewegen sich gegenläufig zu den Anleihekursen. Wenn sich die Fed-Nachfrage nach Anleihen „ausdünnt“, fallen die Anleihekurse und die Zinssätze (jene tödlichen „Haiflossen“) steigen.

Die Ökonomen der Bank of America prognostizieren dahingehend sieben strenge Zinssatzerhöhungen für 2022 und eine Fed Funds Rate im Bereich von 2,75 % – 3 %.

Das sind ganz schöne Ansagen. Was die Bank of America (als auch Waldron und Jensen) dabei nicht diskutieren: Derartige Zinssatzerhöhungen lassen auch die Kreditfinanzierungskosten der USA und ihres mit 30 Bill. $ übervollen Kneipendeckels auf 4 % bis 5 % ansteigen. Allein die Zinsleistungen für bestehende Schulden würden sich auf Grundlage dieser prognostizierten Zinssätze auf ca. 1,5 Bill. $ belaufen.

Denken Sie über diese Zahl nach, und lesen Sie den letzten Satz noch einmal.

Um die bestehenden Schulden zu finanzieren, müssten 40 % der US-Steuereinnahmen allein für Zinszahlungen vorgemerkt werden. Und das ist ein historisches, grell blinkendes Signal dafür, dass eine Nation und ein Finanzsystem ganz knapp vor einer unverblümten, selbstverschuldeten Schuldenkrise steht.

Falken, Angsthasen und Elefanten

Kurz: Einige Wunderkinder unserer Banken und Hedge Fonds, die so stolz Klartext sprechen, übersehen anscheinend den Schuldenelefant mitten im Zimmer, während eine zurzeit strenge US-Notenbank mit den rekordhohen und markttopreifen Märkten das Angsthasenspiel spielt.

Ob Sie es glauben oder nicht, Uncle Sams gesamte Schuldverpflichtungen (also Rentenschulden, Staatsschulden, Medicare, Sozialversicherung…) liegen bei 1000 % des eigenen BIP. Das heißt nur: Die USA werden ihre „elefantöse“ Verschuldung nie und nimmer zurückzahlen.

Niemals.

Unterdessen werden die angepassten Zinskosten für diese Gesamtverschuldung weit über den US-Steuereinnahmen liegen, die aber angesichts einer drohenden Rezession nur weiter sinken werden aber nicht steigen …

In aller Kürze zusammenfasst: Wieder einmal zeigen Experten gar nicht so viel Expertise.

Ein (realistischer) Blick nach vorn

Obgleich niemand derart feststehende, hartnäckige und deprimierende Fakten mag, so ist es an der Zeit, dass wir alle offen und realistisch über Schulden reden, und nicht ausschließlich über eine ohnehin schon schuldige, diskreditierte und korrumpierte Fed (dank Patient Null Greenspan und allen weiteren Fed-Chefs, die ihm im Amt folgten).

Auch wenn es vielleicht erfrischend wirkt, zu beobachten wie jemand bei Goldman oder Bridgewater sich öffentlich mit eben jener Fed anlegt, so ist das, wie oben erwähnt, zu wenig und zu spät.

Ihre heutigen Warnungen sind genau die, die wir seit Jahren schon vorgetragen haben, während GS und Bridgewater fetter und fetter wurden.

Der Schuldenschaden, entfesselt durch ein gutes Jahrzehnt QE-Sucht und eine Fed im Rausch, ist inzwischen schon entstanden.

Leider Gottes ist auch eine Abrechnung nicht mehr nur Theorie, sondern mathematisch (und geschichtlich) zwingende Konsequenz des eigenen Handelns.

Vorausschauend, und unter der Annahme, dass die Fed geldpolitisch so straffen wird, wie es unsere Klartext redenden Experten fordern, sollten Sie Ihre Portfolios bitte auf massive Volatilität im Jahr 2022 einstellen.

Geldpolitische Straffungen würden zeitnah für Gegenwind in allen Bereichen, außer USD und VIX, sorgen.

Längerfristig, und anders als Bridgewaters Jensen meint, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Fed erneut eine Kehrtwende von Falke zu Taube hinlegen wird, wenn das kommende „Tapering“ auf den Börsentickern nie dagewesene Ausraster erzeugt.

Ein solche Kehrtwende zurück zur laxen Geldpolitik wäre dann Rückenwind für Edelmetalle, BTC, Industriewerte und allgemein Rohstoffe.

Und der Große Reset?

Vor diesem zugegebenermaßen düsteren, selbstverschuldeten Hintergrund einer optionsarmen Fed und einer prallen „Everything-Bubble“ zeichnet sich natürlich ein ebenso unvermeidbarer „Uh-Oh“-Moment ab, an dem die Märkte und Währungen derart geschichtsträchtige Prügel bezogen haben werden, dass globale Experten feierlich die Notwendigkeit eines (eigentlich ja gut telegrafierten, d.h. schon vorgefertigten) globalen Resets und Bretton Woods’ II verkünden werden.

Für die Zukunft bedeutet das: mehr staatliche Kontrolle, Vorwände und Verzerrungen, welche selbst mich überraschen werden.

Kommt ein (Sünden)Bock zu den Füchsen, Stinktieren, Hasen, Hennen, Falken, Tauben, Haien und Elefanten

Wenn dieser Reset kommt (und nicht „falls“), so werden eben jene Füchse, die erst den globalen Hühnerstall bewachten, dann überfielen (und ganz allein zerstörten), allesamt ihre Köpf senken und unschuldbewusst nicht etwa die eigene verdienstvolle Gruppe für alles verantwortlich machen, sondern die COVID-Krise, die ihnen als Prellbock für die eigenen Sünden absolut gelegen kam (vielleicht zu gelegen?).

Bis dahin heißt es: Anschnallen bitte für eine Schreckensfahrt (Tapering)!

PayPal nach Rekord-Crash: Ist die Welle 5 beendet?

Der Wind an den Börsen hat gedreht. Nicht direkt an den großen Indizes wie DAX oder Nasdaq 100. Sehr wohl aber bei einzelnen Aktien aus dem Tech-Sektor, die in den letzten Jahren exorbitante Kursgewinne erzielt haben. So ist jüngst die Meta Platform-Aktie an nur einem Handelstag um 26 Prozent kollabiert. Ähnlich stark hatte es zuvor schon den Zahlungsdienstleister PayPal erwischt, der allein am 2. Februar bereits um fast 25 Prozent abgestürzt war.  

PayPal Kursverlauf

PayPal: 60 Prozent unter den Rekordhochs 

Nachdem besonders PayPal in den letzten zwei Jahren den Markt in Form des Nasdaq 100 deutlich schlagen konnte, ist jetzt die Realität in die Aktie eingekehrt bzw. zurückgekehrt. Die Zeiten der Outperformance sind erst einmal vorbei. Dafür war der Kursverlust von über 60 Prozent seit Juli 2021 schlichtweg zu groß. Es ist absehbar, dass PayPal die aktuelle Performance-Schere von über 50 Prozent zur Benchmark so schnell nicht ausbügeln können wird.

Paypal vs Meta vs Nasdaq 100

Schaut man sich zudem zusätzlich an, was der Grund für den letzten Kursknick gewesen ist, so ist absehbar, dass der Kursrutsch durchaus begründet war. Neben den überraschend deutlich verfehlten Gewinnzielen im abgelaufenen 4. Quartal 2021 war es vor allem der schwache Blick in die Zukunft, der die Anleger irritiert und verstört hat. Die erfolgsverwöhnten und auf Wachstum getrimmten Anleger mögen es natürlich gar nicht, wenn das Wachstum abreist.

Korrekturziel deutlich übererfüllt

In der letzten Einschätzung an dieser Stelle „PayPal: 42 Prozent Kursverlust! Jetzt einsteigen?“ vom 17. Januar stand die Frage im Raum, ob PayPal bereits auf dem Niveau von 178 USD einen Kauf wert sein könnte. Die Frage konnte damals klar verneint werden. Begründet wurde das Abwarten  mit dem damals noch unfertigen 5-teiligen Abwärtsimpuls nach Elliott Wave. 

Erst nach neuen signifikanten Tiefs im Bereich von 150 bis 145 USD und im Zusammenhang mit einer dort verlaufenden wichtigen Unterstützungslinie könnten Anleger ein Schnäppchen schlagen. Zitat: „Bei ungefähr 150 bis 145 USD trifft PayPal auf gewichtige und mittelfristige Unterstützungslinie. Dort könnte dann vom Markt ein ‚echter‘ Boden ausgebildet werden, aus dem dann anschließend im besten Fall eine Trendwende erwachsen könnte.“

PayPal nach Elliott Wellen: Welle 5 sieht fertig aus

Der besagte Kurszielbereich wurde im Rahmen des weiteren Ausverkaufs am 2. Februar erreicht und wurde jedoch weiter nach unten durchschlagen. Erst am 4. Februar kam PayPal etwas zur Ruhe und konnte sich ausgehend von einem abermaligen neuen Jahrestief ab 121,40 USD zumindest leicht um 1,43 Prozent erholen.

PayPal nach Elliott Wave

Der große Abwärtsimpuls seit Juli 2021 sieht damit komplett aus. Die Chancen auf steigende Kurse stehen ab jetzt deutlich besser als auf weiter fallende. Zudem auch der RSI zuletzt nicht mehr mit den stark fallenden Kursen hinterhergekommen ist und hier ein mögliche bullische Divergenz zeigt. Zusätzlich könnte das Durchschlagen der Unterstützungslinie in diesem Zusammenhang ein klassischer Fehlausbruch sein, das das nun bullische Setup abrundet.

Noch sieht die PayPal-Aktie bescheiden aus. Doch das könnte sich schlagartig ändern, sobald die Unterstützungslinie bei etwa 143 USD zurückerobert wird. In diesem Fall könnte in der Tat die skizzierte Erholungsbewegung auf 212 bis 225 USD starten.

Meta Platforms-Aktie mit historischem Crash! Kaufkurse?

Mark Zuckerberg, Gründer von Facebook sowie Vorstandsvorsitzender des Unternehmens Meta Platforms Inc, gilt als erfolgsverwöhnt. Alles, was er im Zusammenhang mit seinem Unternehmen in den letzten Jahren angefasst hat, konnte er relativ schnell in bare Münze umwandeln. Nicht umsonst ist Zuckerberg einer der reichsten Menschen auf der Erde. Vor ein paar Monaten, als das soziale Netzwerk die Billionen-Bewertung geknackt hatte, summierte sich sein Vermögen auf über 100 Milliarden US-Dollar.

Meta Platforms Kursverlauf

Diese langfristige Erfolgsserie ist spätestens jetzt zumindest unterbrochen. Nach eher enttäuschenden Quartalszahlen und einem hoch enttäuschenden bzw. verhaltenen Ausblick ging der Aktienkurs in die Knie und verlor am 3. Februar per Tagesschlusskurs an der Nasdaq historische 26,39 Prozent. Nie gab es seit dem Börsengang am 18. März 2012 einen größeren Tagesverlust.

Meta Platforms: Vom Outperformer zum Underperformer

Doch den ebenfalls erfolgsverwöhnten Aktionären war eine Umsatzsteigerung von 20 und ein Gewinnanstieg von acht Prozent nicht gut genug. Besonders der Ausblick in die nahe Zukunft machte vielen Bauchschmerzen. Der chinesische Konkurrent TikTok bereitet mit seinen Kurzvideos Zuckerberg schlaflose Nächte. Und auch Apple mit seiner rigiden Datenschutzpolitik grätscht richtig hinein in das so wichtige Geschäft mit personalisierten Werbeanzeigen. Die Party bei Meta ist definitiv vorbei.

Meta Platforms vs Nasdaq 100

Die Aktie von Meta Platforms gibt entsprechend Crash-artig nach und Zuckerberg verliert an nur einem einzigen Tag 25 bis 30 Milliarden US-Dollar Vermögen. Der Status des Outperformers hat sich im Prinzip über Nacht in Luft ausgelöst. Gegenüber dem Nasdaq 100 Index klafft nun eine mittelfristige Performance-Lücke von gut und gerne 35 Prozent. Diese dramatische Entwicklung dürfte auf kurz oder lang auch dazu führen, dass sich auch große Aktienfonds nach und nach von Aktien von Meta Platforms trennen werden. Kein ambitionierter Fondsmanager möchte schlecht laufende Titel in seinem Portfolio, die nicht einmal mit der Benchmark mithalten können.  

Charttechnik: Der erste und letzte Rettungsanker

Im mittelfristigen Wochen-Chart ist auf einen Blick erkennbar, worum es für die Aktie jetzt geht. Achten Sie auf die grüne Unterstützungslinie, die sich über die Hochs aus dem Juli 2018 und Januar 2020 definiert. Genau diese Linie wurde jetzt in einem Rutsch getestet. Bisher gab es an dieser Stelle keine großartige Gegenbewegung. Anleger, die bei Meta Platforms auf ein Schnäppchen hoffen, sollte eben auch auf eine positive Gegenbewegung an dieser markanten Stelle warten. 

Meta Platforms mit Trendlinien

Sollte die sich in den kommenden Handelstagen – obligatorische Fehlausbrüche unbedingt einkalkulieren! – zeigen, könnte der Kurs auch schnell wieder anziehen und zumindest auf etwa 275 bis 300 USD hochbouncen. Sollte sich hingegen keine positive Reaktion zeigen, dann könnte es schnell zappenduster für Meta Platforms werden. Denn die nächste signifikante Unterstützung entspricht schon dem einfachen Aufwärtstrend. Und dieser verläuft erst bei ca. 175/170 USD. Anleger und Trader sollten als auf keinen Fall überhastet einsteigen, sondern auf halbwegs klare charttechnische warten, ehe hier ein Einstieg ins Auge gefasst wird!

Netflix: Anleger haben die Chance auf 100 Prozent Kursplus!

Die Aktie, die (fast) nie fällt, hat es nun doch erwischt. Ausgelöst durch einen negativen Ausblick sackte der Kurs von Netflix in der zurückliegenden Handelswoche um über 24 Prozent ab. Grund dafür ist besonders die Prognose von Gewinn und Umsatz für das erste Quartal 2022. Statt 3,40 USD werden von dem US-Streaming-Anbieter jetzt nur noch 2,86 USD Gewinn pro Aktie erwartet. 

Netflix Kursverlauf

Netflix-Aktie: Vom Paulus zum Saulus

Das hatten die erfolgsverwöhnten Anleger und Trader so nicht erwartet. Die ganzen schönen Kursgewinne seit dem Beginn der Corona-Pandemie wurden jetzt wieder fast in Luft aufgelöst. Die Aktie hat gestern mit 351 USD auf dem tiefsten Stand seit März 2020 erreicht. Zurück auf Los quasi. 

Nachdem die Netflix-Aktie für lange Zeit den Nasdaq 100 Index geschlagen hat, hat sich das Bild jetzt radikal geändert. Von der regelmäßigen Outperformance von 15 bis 20 Prozent ist nichts mehr übrig geblieben. Jetzt steht der Wert bereits über 40 Prozent „in der Kreide“. Noch vor vier Wochen wäre eine solche Entwicklung völlig undenkbar gewesen. Doch die Realität holt auch bzw. selbst Netflix ein.

Netflix im Wochen-Chart

Im großen Bild auf Wochen-Ebene ist Netflix jetzt in eine breite Unterstützungszone eingetaucht. Die Reaktion hier nach dem Test der 350 USD Marke ist schon recht konstruktiv positiv. Allerdings ist der Bereich zwischen etwa 288 und 385 USD natürlich viel zu grob, um einschätzen zu können, ob sich auf diesem Niveau schon ein Neueinstieg lohnen könnte.

5-teiliger Abwärtsimpuls à la Elliott Wave: Macht Netflix einen auf PayPal?

Im Tages-Chart wird es in diesem Zusammenhang schon sehr viel deutlicher. Denn hier lässt sich ein bekanntes Kursmuster, das bereits bei PayPal beobachtet werden konnte, erkennen. Seit dem Rekordhoch im Dezember bei 701 USD lässt sich die noch unfertige Struktur eines klassischen 5-welligen Abwärtsimpulses auf Basis der Elliott Wellen ausmachen. Das jüngste Crash-Tief bei 351 USD ist allerdings noch nicht einmal dem finalen Tief der Welle 3 zuzuordnen. Dieses ist erst bei etwa 290 USD zu erwarten.

Netflix nach Elliott Wave

Am Ende, als nach einer korrektiven Erholung im Rahmen der Welle 4, konnte Netflix deutlich unter die 300er-Marke rutschen. Welle 5 kann aus heutiges Sicht auf ca. 250 USD taxiert werden. 

Rein bei 250 USD, raus bei 500 USD?

Anleger, die hier also auf ein Schnäppchen gieren, sollten sich dementsprechend noch etwas Geduld zeigen und erst nach der vollständigen Ausbildung des besagten Abwärtsimpulses zuschlagen. Denn erst dann könnte es sich lohnen bei der Netflix-Aktie zuzuschlagen. Eine Elliott-Wellen-Regel besagt nämlich: nach jedem 5-Teiler ist eine entsprechende Gegenbewegung zu erwarten. In diesem Fall könnte die Aktie dann gut 100 Prozent zulegen. Zudem wird auch das offene riesige GAP (Kurslücke nach dem Crash vom 21. Januar) nochmal eine große Rolle spielen. Allerdings wird das wohl erst ein Thema für das 2. Quartal sein.

Zinsen steigen, Aktien- und Anleihenmärkte brechen ein und Gold glänzt

Die US-Notenbank hatte bisher lediglich damit gedroht ihr QE-Programm zu beenden und die historisch einmalig niedrigen Leitzinsen anzuheben, doch schon kommen der Aktien- und Anleihenmarkt unter Druck und die Edelmetallpreise beginnen wieder zu steigen. Der breite US-Aktienindex S&P 500 verlor in der letzten Handelswoche 5% und die Technologiebörse NASDAQ rund 6,2%, wogegen die Zinsen der zehnjährigen US-Staatsanleihen zur Wochenmitte mit fast 1,9% den höchsten Stand seit zwei Jahren erreichten.

Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen stieg am Mittwoch erstmals seit Mai 2019 wieder in den positiven Bereich. Doch diese nominale Rendite bedeutet weiterhin einen Verlust für Investoren, da diese Papiere bei der aktuellen Teuerung von 5,4% inflationsbereinigt immer noch einen jährlichen realen Verlust von 5,5% bringen. Bereits vor einem Jahr hatte ich in einem Video auf YouTube die Zinswende thematisiert und darin die Zusammenhänge und Auswirkungen erklärt.


Real rentieren die bundesdeutschen Staatsanleihen mit -5,5%

Ein Bild, das Karte enthält.

Automatisch generierte Beschreibung
Erstmals seit fast drei Jahren stieg die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihen nominal wieder in den positiven Bereich

Die historisch einmalige Hausse des Anleihenmarktes hatte im letzten Jahr bereits ihr Ende gefunden und nun steht auch der Aktienbullenmarkt mit dem Ende der lockeren Geldpolitik vor seinem Zenit, es sei denn, die US-Notenbank rudert zurück und setzt das Gelddrucken fort. Die Fehlallokationen in der Weltwirtschaft, die erst durch die planwirtschaftlichen Eingriffe der Zentralbanken und Regierungen in den letzten drei bis vier Jahrzehnten entstanden, lassen sich dadurch zwar nicht beseitigen, doch könnte man durch das fortgesetzte Drucken von Geld zumindest eine Illusion von Wachstum und Wohlstand aufrechthalten.

Die daraus resultierend ansteigenden Energie- und Lebenshaltungskosten, sowie die Vernichtung der Ersparnisse schiebt man einfach auf einen künstlich geschaffenen Sündenbock, wie beispielsweise einen Konflikt in der Ukraine und schon ist die Politik, die die alleinige Schuld an allen Problemen trägt, fein raus.

Am Dienstag fiel der NY Fed Index das erste Mal seit Juni 2020 in den negativen Bereich. Als dieser Index für das verarbeitende Gewerbe die Markterwartung von 25,7 historisch stark verfehlte und stattdessen um -0,7 sank, war dies ein erstes deutliches Indiz dafür, dass sich die Konjunktur nicht erholt und die Rezession bereits wieder an die Türe klopft.

Erste Marktteilnehmer verstanden scheinbar, dass die US-Notenbank ihre lauthalse Ankündigung von Zinsanhebungen und dem Ende der QE-Programme in einem rezessiven Wirtschaftsumfeld nicht umsetzen wird, sondern früher oder später zurückrudern und die lockere Geldpolitik fortsetzen könnte. Die Edelmetallpreise reagieren daraufhin mit starken Preisanstiegen in der letzten Handelswoche.

Nachdem die historisch niedrigen Zinsen weltweit gigantische Fehlallokationen aufgetürmt haben, wird es in einem steigenden Zinsumfeld keine konjunkturelle Erholung geben. Die Notenbanken stehen mit dem Rücken an der Wand, sodass entweder der Goldpreis steigen wird oder der Aktienmarkt fallen muss.

Dies bedeutet, dass in jedem Fall das Dow-Gold-Ratio in den kommenden acht Jahren bis zum Ende des Jahrzehnts fallen wird. Es scheint möglich zu sein, dass der Dow Jones und der Goldpreis zum Hochpunkt der Rezession die Parität erreichen könnten, was einem Dow-Gold-Ratio von Eins entsprechen würde. Mein Ziel für das Ratio liegt bei 1-2 zum Ende des Jahrzehnts, ebenso wie am Ende der damaligen Stagflation der siebziger Jahre.


Trendwende – von nun an wird das Dow-Gold-Ratio in den nächsten acht Jahren fallen

Edelmetalle mit starken Zugewinnen

In der letzten Handelswochen verbuchten alle Edelmetalle einen großen Preissprung. Den Anfang machte diesmal überraschenderweise Silber mit einem Preissprung auf fast 25 US-Dollar und einem Wochenplus von fast 2,7%. Silber zeigte sich in den letzten Monaten sehr schwach und wurde von Spekulanten leerverkauft, wodurch die BIG 4 in der Lage waren ihre große Shortposition um 14 Tage der Weltproduktion zu reduzieren in den letzten drei Wochen. Trotz fundamentaler Schwäche aufgrund eines Überangebots am Silbermarkt, kam es durch diese Shorteindeckungen der BIG 4 am Dienstag zu einem Short-Squeeze unter den Spekulanten, da die großen vier Händler an der COMEX nicht mehr gegenhielten.

Der Rest der Edelmetalle, sowie die Goldminen, zeigten sich am Dienstag noch unbeeindruckt, folgten jedoch am Mittwochmittag dem Silberpreis mit deutlichen Preissprüngen. Der Wochengewinner unter den Edelmetallen ist Palladium, dessen Preis um 11,4% anstieg, nachdem der Bruch eines mittelfristigen Abwärtstrends ebenfalls Short-Eindeckungen nach sich zog. Platin zog nach mit einem Plus von 6,5%, wobei der Preisanstieg an einem mittelfristigen Abwärtstrend bei 1.070 US-Dollar bereits sein vorläufiges Ende fand.


Die Edelmetallpreise schossen letzte Woche nach oben und der große Gewinner war Palladium mit einem Plus von 11,5%

Der Anstieg des Goldpreises um ein Prozent war im Vergleich zu dem Preisanstieg der anderen Edelmetalle gering. Der Goldpreis notiert aktuell an einem letzten mittel- bis langfristigen Abwärtstrend, den es nun noch zu überwinden gilt. An diesem Abwärtstrend wird in den nächsten Handelstagen nicht nur die Richtung des Goldpreises in den nächsten Wochen entschieden, sondern auch die der anderen Edelmetalle, die dem Goldpreis folgen dürften.

Die Goldminen im HUI-Goldminenindex konnten immerhin ein Wochenplus von 1,8% vorweisen, nachdem der starke Anstieg vom Mittwoch am Donnerstag und Freitag größtenteils wieder abgegeben wurde. Womöglich hat der starke Einbruch des S&P 500 und der NASDAQ am Donnerstag und Freitag die Minenaktien mit nach unten gezogen. Kurzfristig entscheidet sich die weitere Entwicklung der Edelmetalle an dem letzten Abwärtstrend beim Gold, auf dem man in den nächsten Tagen und Wochen achten sollte!

Kryptowährungen weiterhin im Bärenmarkt

Die Kryptowährungen befinden sich weiterhin in einem Bärenmarkt, wobei der letzte Ausverkauf wahrscheinlich erst noch bevorsteht. Der Bitcoin fiel seit seinem Hoch im November um fast 50%, wobei die meisten anderen Kryptowährungen bereits im Mai 2020 ihr Hoch ausgebildet hatten und seither korrigieren.

Das Doppel-Top beim Bitcoin war der einmaligen spekulativen Manie geschuldet, die entsprechend medial über alle öffentlichen Kanäle und Finanzsendungen begleitet wurde, sodass zuletzt viele Späteinsteiger vom Schüler bis zur Oma noch 50 Euro in Dogecoin und Shiba Inu investierten wollten, um vielleicht auch noch schnell reich zu werden.

In den letzten 24 Jahren habe ich so einige Manien und irrationale Überschwänge erlebt, sodass die Anzeichen einer sozialen Infektion des Marktes leicht zu erkennen waren und wir als antizyklische Investoren die Chancen für einen großen Short-Trade suchten. Für meine Premium-Abonnenten hatte ich beide Hochs des Bitcoins erkannt und entsprechende Verkaufssignale vor den Einbrüchen gegeben.

Die nächste signifikante Unterstützung des Bitcoins liegt aktuell bei 30.000 US-Dollar, die die Bullen verteidigen müssen, da sonst einige hochgehebelte Investoren und Fondsmanager den Margin-Call fürchten müssen. Es ist zumindest mit einer deutlichen Gegenbewegung im Bereich von 30.000 US-Dollar zu rechnen, die Chancen für kurzfristig agierende Trader bietet.

Da es beim Bitcoin keine unterliegende Nachfrage gibt, da er über die Blockchain nicht als Zahlungsmittel genutzt wird, gibt es in einer Verkaufspanik oftmals einen Käuferstreik, während Verkäufer alle durch die gleiche Türe wollen, was zu sehr starken Preisbewegungen führt. Nach einem finalen Abverkauf dürften sich wieder einmal gute Einstiegschancen bieten.

Womöglich wird in der kommenden Stagflation und den bevorstehenden Krisen der Bitcoin und die Kryptos noch einmal zum Höhenflug ansetzen, weshalb es ein Spielfeld für einen schnellen Zock ist, bei dem man jedoch nur mit Spielgeld dabei sein sollte. Einen Ersatz für den sicheren Hafen der Edelmetalle bieten Krypto-Tokens aus verschiedensten Gründen nicht.


Der Bitcoin fiel seit seinem Hoch bereits um fast 50%

Technische Analyse zu Platin: Starker Anstieg in der letzten Woche – Bricht nun der Abwärtstrend?

Auf Sicht zum Vormonat zeigt sich leichte Stärke. Zur Vorwoche sind die Daten unverändert. Der COT-Index im Verhältnis zum Open Interest hat sich mit 77 Punkten vom Kaufbereich entfernt, was eher ein Zeichen von Schwäche ist. Ohne Gold, das vormarschiert, wird Platin allein nicht in die Gänge kommen.

Man muss weiterhin vorsichtig sein, denn nur dann, wenn Gold über seinen mittelfristigen Abwärtstrend nachhaltig ausbrechen kann, können die Spekulanten auch den Platinpreis nach oben treiben. Die COT-Daten zeigen, dass es zumindest genügend Potenzial seitens der Spekulanten gibt, die den Preis nach oben treiben können. Die fundamentale Nachfrage an sich scheint jedoch noch immer zu schwach zu sein im Moment.


Die Terminmarktdaten zeigen, dass die Spekulanten den Preis in den letzten Wochen getrieben haben

Im Tageschart hat der Platinpreis einen mittelfristigen Abwärtstrend erreicht. An dieser Stelle wird sich in den nächsten Handelstagen zeigen, ob der Abwärtstrend intakt bleiben und der Preis wieder fallen wird, oder es dem Platinpreis gelingt den Abwärtstrend zu überwinden und eine technische Preiserholung auf 1.250 US-Dollar zu starten. Der Abwärtstrend wird insbesondere dann intakt bleiben, wenn auch der Goldpreis wieder zurückfällt und auch dieser seinen Abwärtstrend nicht überwinden kann.


Platin hat einen mittelfristigen Abwärtstrend erreicht

Langfristige Analyse

Ende 2020 hatten wir mit einem Preisanstieg über den Widerstand bei 1.000 US-Dollar ein Kaufsignal bis 1.350 US-Dollar gegeben und gingen von einer anschließenden Korrektur auf 1.000 US-Dollar aus. Das war nur ein grobes Szenario, das wir aus der fundamentalen Schwäche am Platinmarkt abgeleitet hatten, doch exakt so eintraf.

Nachdem die Spekulanten unter 1.000 US-Dollar alle in den letzten Wochen verkauft hatten und das Sentiment extrem bärisch war, gelang es dem Platinpreis nun wieder die wichtige Marke bei 1.000 US-Dollar zu überwinden.

Ein mittelfristiger Abwärtstrend seit dem Hoch bei 1.350 US-Dollar ist noch immer intakt, den es noch zu überwinden gilt. Weitere Preisanstiege sind nur dann möglich, wenn dies gelingt und auch der Goldpreis seinen letzten Abwärtstrend nachhaltig durchbrechen kann.

Wenn der Goldpreis Richtung 2.000 US-Dollar marschiert, dürfte auch der Platinpreis wieder das letzte Hoch bei 1.350 US-Dollar erreichen.


Langfristig zeigt der Chart eine Trendumkehr und ein Ende der langfristigen Abwärtstrends

Das Platin-Palladium-Ratio zeigt, dass Platin in den vergangenen 50 Jahren immer teurer war als Palladium, mit Ausnahme der Jahrtausendwende und aktuell seit 2017. Die Feinunze Palladium wird im Moment historisch einmalig 85% über dem Preis von Platin gehandelt.

Wir sehen in den letzten Jahren in der Industrie eine fortschreitende Substituierung von Palladium durch das günstigere Platin. Solange Palladium teurer ist, sollte auch die Substitution weiter fortschreiten und letztlich auch zu steigenden Platinpreisen führen. Diese Transformation ist ein langsamer Prozess und man schätzt, dass jährlich etwa 1,5 Millionen Unzen Palladium in der Industrie durch Platin ersetzt werden.

Langfristig ist es konsequent logisch und wahrscheinlich, dass die Substitution in der Zukunft zu einem Überangebot bei Palladium und einem Defizit bei Platin führen wird. Das Ratio würde dann wieder ansteigen, wobei Platin das Palladium massiv outperformen dürfte. Würde das Ratio nur zu seinem Durchschnitt der letzten 50 Jahre bei 3 zurückkehren, entspräche dies einer sechsmal besseren Performance von Platin zu Palladium in der Zukunft.

Will man ein langfristig ausgerichtetes Edelmetalldepot auf Sicht von mindestens einer Dekade aufpeppen, so wäre Platin eine Spekulation wert, da es nicht nur in Katalysatoren Anwendung findet, sondern in vielen weiteren Industrien und insbesondere in erneuerbaren Energien, wogegen Palladium nur in Katalysatoren für Benzinmotoren genutzt wird.

Da Platin auch zu Gold und Silber historisch günstig ist, wäre es denkbar, dass Platin sogar die monetären Edelmetalle in den kommenden zehn Jahren outperformen könnte. Kurzfristig hat Platin noch mit einem Überangebot zu kämpfen, doch auf Sicht einer Dekade scheint das Risiko begrenzt und die Gewinnchance sehr hoch zu sein, weshalb wir Rücksetzer weiterhin zum Aufbau einer neuen langfristigen Position nutzen werden.


Platin ist aktuell so günstig zu Palladium wie noch nie zuvor

 

70 Jahre, um den kommenden Marktwahnsinn wettzumachen?

Mitten im Marktwahnsinn gibt es kein Risiko, weil Wahnsinnige die Risiken weder sehen noch fürchten. Doch 2022 wird sich mehr um Risiko und Überleben drehen als um alles andere. Deswegen werde ich hier natürlich viel mehr über den „Triumph des Überlebens“ schreiben, über den ich detaillierter in einem kürzlich erschienenen Artikel schrieb.

„Wenn das Leben selber verrückt scheint, wer soll dann noch wissen, wo der Wahnsinn liegt?“ – Don Quichotte

Aus Risikosicht werden wir im Jahr 2022 wahrscheinlich den Höhepunkt erreichen – einen epischen Risikomoment in der Geschichte. Die meisten Investoren werden diesen Moment erst dann erkennen, wenn es schon zu spät ist, weil sie erwarten, dass sie abermals von der Fed und anderen Zentralbanken gerettet werden.

Doch warum sollte man überhaupt davon ausgehen, dass 2022 ganz anders werden wird als jedes andere Jahr seit 2009, also seit Beginn dieses Bullenmarktes? Wenige Investoren sind abergläubisch und werden deswegen nicht erkennen, dass 13 spektakuläre Jahre an Aktien- und anderen Vermögensmärkten vielleicht jetzt das Ende einer epischen Super-Bubble markieren.

Die Große Finanzkrise (GFK) von 2006-09 wurde nie repariert. Zentralbanker und Regierungen klebten Humpty einfach provisorisch mit Leim und Pflaster wieder zusammen – hier in Form vieler gedruckter Billionen Dollar, Euro, Yen, etc. Doch der arme Humpty war tödlich verletzt und die Intensivbehandlung, die er bekam, bescherte ihm nur eine vorübergehende Gnadenfrist.

Als die GFK 2006 begann, lag die globale Verschuldung bei 120 Billionen $. Heute sind wir bei 300 Bill. $, welche potentiell noch auf 3 Billiarden $ ansteigen werden, wenn am Ende auch die Schulden- und Derivateblase erst explodiert und dann implodiert, wie ich in meinem letzten Artikel erklärt hatte.

Es ist verblüffend, was aus der Luft gegriffenes Falschgeld alles schaffen kann. Noch besser ist natürlich, dass die Zentralbanken auch die Zinssätze auf NULL oder niedriger manipuliert haben, was nur heißt, dass Schulden zum Null- oder Negativzins aufgenommen werden konnten.

INVESTOREN HABEN DAS SCHLARAFFENLAND ENDLICH GEFUNDEN

Aktuell denken Investoren, sie lebten im Schlaraffenland, wo Märkte nur steigen und sie selbst in ewiger Glückseligkeit leben werden. Nur wenige begreifen, dass es der Anstieg der globalen Verschuldung um 180 Bill. $ seit 2006 war, der die Investmentmärkte befeuerte.

Schauen Sie sich nur die Anstiege der Aktienindizes seit 2008 an:

Nasdaq: 16 x so hoch

S&P: 7 x so hoch

Dow: 6 x so hoch

Natürlich wurden noch viel spektakulärere Gewinne an den Aktienmärkten gemacht, wie z.B:

Tesla mit einer Ver-352-fachung oder Apple mit einer Ver-62-fachung.

Diese Art von Gewinnen hat sehr wenig mit fachkundigem Investieren zu tun, sondern in erster Linie mit einer Herde, die mehr Geld als Verstand hat und durch kostenlos geschöpftes Papiergeld zudem noch den nötigen Rückenwind.

Das Ende langlaufender Bullenmärkte zu prognostizieren, ist idiotisch. Nichts kann diese Bubble davon abhalten, sogar noch größer zu werden. Man darf aber auch Folgendes nicht vergessen: Je größer sie wird, desto höher steigt auch das Risiko, dass sie nicht nur die seit 2009 gemachten Gewinne auslöscht, sondern auch die seit Anfang der 1980er gemachten Gewinne (damals begann der aktuelle Bullenmarkt).

Zudem gibt es das Problem, dass die Mehrheit der Investoren gar nicht aussteigen wird können. Am Anfang werden sie noch glauben, dass hier wieder mal eine größere Korrektur kommt – wie schon 2020, 2007, 2000, 1987 etc. Es wird also die Gier sein, die sie vom Ausstieg abhält.

Wenn die Kurse aber weiter fallen und sich Angst breit macht, werden die Investoren höhere Limits für den geplanten Ausstieg ansetzen. Und wenn der Markt diese Stände nicht mehr erreicht, werden die verängstigten Investoren weiter Ausstiegslimits setzten, die nie erreicht werden – solange bis der Markt, 80-95 % vom Hoch entfernt, seine Talsohle erreicht.

Folglich werden Papiervermögen ausgelöscht. Man darf nicht vergessen, dass es schmerzlich lange dauern kann, bis sich der Markt erholt und dieses Hoch effektiv wieder erreicht hat.

Wie Ray Dalio im Chart unten zeigt, war selbst Mitte der 1960er das Hoch von 1929 effektiv nicht wieder erreicht. In den 2000ern wurde es schließlich übertroffen.

Das heißt: Die Erholung brauchte effektiv 70 Jahre! Vielleicht müssen Anleger also bis 2090 warten, um nach dem kommenden Fall die heutigen Hochs wiederzusehen.

Im Chart sieht man also, dass der Markt derzeit so überbewertet ist wie in den Jahren 1929, 1972 und 2000.

Daraus folgt, dass auch das Risiko heute so groß ist wie bei einigen der historischen Tops der letzten 100 Jahre.

ERHOLUNG VON DER EPISCHEN BUBBLE NICHT VOR 2090?

Im Chart unten sieht man, dass das Dow-Top von 1929 effektiv erst wieder im Jahr 2000 erreicht wurde.

Wie viele Investoren sind heute vorbereitet auf das Risiko eines Kursverfalls von, sagen wir, 90 %, der vielleicht erst im Jahr 2090 wieder wettgemacht wäre?

Auch hier wieder: Dies ist keine Prognose! Sondern eine monumentale Warnung, dass sich das Risiko an den Anlagemärkten aktuell auf einem Niveau bewegt, das man als Anleger unbedingt meiden sollte.

Ich fürchte leider, dass kaum ein Investor diese Risikowarnung beherzigen wird.

DON QUICHOTTE HÄTTE „WOKENESS“ BEKÄMPFT

Während die Welt mehr denn je vom Staat unterdrückt und kontrolliert wird, könnte Cervantes Botschaft in Don Quichotte passender nicht sein.

Ich bin ziemlich überzeugt, dass Don Quichotte gegen die „Wokeness“ gekämpft hätte, die heute nicht nur zur Richtlinie menschlichen Verhaltens geworden ist, sondern sogar zur Richtlinie der Justiz.

Ein britisches Gericht sprach letzte Woche vier Menschen frei, denen vorgeworfen wurde, die Statue einer historischen Person – eines großen Wohltäters der Stadt Bristol – niedergerissen zu haben. Richtig, diese Person verdiente im späten 17. Jh. Geld mit dem Sklavenhandel, doch wie weit soll die Umschreibung der Geschichte gehen?

Mit der heute „woken“ Sicht auf Geschichte müsste praktisch jeder historische König, Kaiser, Staatsführer, General oder Geschäftsmann (um nur einige zu nennen) vor Gericht gestellt werden, selbst wenn von ihnen keiner mehr lebt.

Nur als Beispiel: Großbritannien, Frankreich und Spanien waren alle Teil der Eroberung Nordamerikas, bei der große Teile der indianischen Bevölkerung umgebracht und ihres Landes beraubt wurden. Wenn wir jetzt die Geschichte umschreiben, müssten wir dann nicht auch die Europäer und Afrikaner aus Nordamerika herausholen und das Land den Indianern zurückgeben?

Dasselbe gilt natürlich auch für Südamerika. Die Spanier und die Portugiesen müssten alle zurückkehren und das Land zurückgeben.

Wo hören wir aber auf? Eigentlich müssten wir zurück bis zur Han-Dynastie, den Römern, den Mongolen, den Ottomanen, Spaniern, Russen oder zum Britischen Empire.

Warum sollte man es beim Sklavenhandel in Afrika belassen, wenn auch all diese Imperien große Landmassen plünderten, Sklaven nahmen und die Reichtümer jener Ländern stahlen, die sie überfielen. In einer „woken“ und fairen Welt müssten auch diese Taten rückgängig gemacht werden.

Wenn die Welt sich entscheidet, die Geschichte umzuschreiben, dann muss das richtig gemacht werden – mit richtig großen Restitutionen. Natürlich muss es eine UN-Kommission geben und eine EU-Kommission und noch viele andere, die sich der Sache angemessen annehmen.

Wie Don Quichotte meinte: „Wer soll hier noch wissen, wo der Wahnsinn liegt.“

DER WAHN DES BILLIGEN GELDES

Der absolute Marktwahnsinn, der jetzt in der Finanzwelt herrscht, dürfte größte Auswirkungen auf die Weltwirtschaft im Jahr 2022 und darüber hinaus haben.

Wie häufig angemerkt, haben die USA seit 1930 keinen Haushaltsüberschuss mehr gehabt, mit Ausnahme einiger Jahre in den 1940er und 50ern. Die Clinton-Überschüsse waren Scheinüberschüsse, weil die Schulden trotzdem weiter stiegen.

Der Geld- und Marktwahnsinn begann aber schon in den 1970er Jahren, nachdem US-Präsident Nixon finanziell nicht mehr über die Runden kam und die Goldkonvertierung des US-Dollars aufhob. Die US-Staatsverschuldung lag 1971 bei 400 Mrd. $. Seither sind die Schulden der USA im Durchschnitt um 9 % pro Jahr gewachsen. Das bedeutet, dass sich die US-Schulden seit 1971 alle 8 Jahre verdoppelt haben. Man kann tatsächlich 90 Jahre zurückblicken und feststellen, dass sich die US-Verschuldung seit 1931 alle 8,3 Jahre verdoppelt hat.

Ein ganzes Jahrhundert lang Misswirtschaft in der US-Ökonomie – ein bemerkenswerter Rekord!

Die USA haben ein Imperium auf unkonventionellem Weg aufgebaut, also nicht durch Eroberung anderer Länder. Es war die Kombination aus Reservewährung, Geldschöpfung und starker militärischer Macht, die den USA zu globaler Macht und einem Weltfinanzimperium verholfen hat.

Schlimmer noch: Seit einem sinistren schlauen Coup von Privatbankern im Jahr 1913, mit dem Ziel, die Geldschöpfung zu kontrollieren, ist die US-Staatsverschuldung von 1 Milliarde $ auf fast 30 Billionen $ angestiegen.

Wie Mayer Amschel Rothschild treffend im Jahr 1838 meinte:

„Lasst mich das Geld einer Nation begeben und kontrollieren und es kümmert mich nicht, wer hier die Gesetze macht.“

Und genau das beschlossen einige mächtige Banker sowie ein Senator 1910 auf Jekyll Island; sie verschworen sich, um das Geldsystem der USA mit der Gründung der Federal Reserve im Jahr 1913 zu übernehmen.

Und seither bedienen sich die Banker an einem Honigtopf, der sich selbst füllt.

Mit der Kontrolle der Fed konnten die Banker auf unbegrenztes Geld- und Kreditangebot zugreifen, um ihre Aktivitäten zu finanzieren. Sie setzten diese Mittel ein, um überall auf der Welt Vermögensanlagen zu erwerben, und auch Macht. Schulden werden, wie allgemein üblich heute, niemals zurückgezahlt, weil alten Schulden durch Neuschuldenaufnahme unwichtig werden, während die Währung aufgrund der Ausgabe von neuem Geld kontinuierlich abwertet.

Die emittierten Schulden wurden nicht nur zum direkten finanziellen Nutzen der Banker eingesetzt. Nein, mit Schulden kauft man sich enorme Macht. Mittels Geldschöpfung werden auch verschwenderische Regierungen finanziert, und so kaufen Banker Macht und kontrollieren auch die Politik.

Das ist eine ganz fantastische Position, wie Rothschild vor fast 200 Jahren deutlich machte.

ICH KOMME IN EINE WELT AUS EISEN, UM EINE WELT AUS GOLD ZU SCHAFFEN – Don Quichotte

Das war das ehrgeizige Ziel Don Quichottes.

Er schaffte es nicht. Die heutigen Banker haben jedoch ein völlig anderes Ziel, sie wollen eine Welt aus Fiat-Geld schaffen. Und dabei waren und sind sie unerhört erfolgreich.

Alle Investoren, die das kommende globale Wirtschaftsdebakel überleben wollen, müssen Don Quichottes Worte beherzigen und ihre Papieranlagen in physisches Gold verwandeln.

Aktien, Anleihen und Immobilien werden in den kommenden Jahren effektiv 90 % ihres Wertes gegenüber Gold verlieren.

Wie man im Chart unten sehen kann, startete Gold 2001 in seine Hausse gegenüber dem US-Dollar. Seither ist Gold jedes Jahr gestiegen (2018 war ein Seitwärtsjahr) – bis 2021, als wir eine kleine Korrektur hatten. In der Regel dauern die Aufwärtszyklen beim Gold mindestens 10 Jahre. Das heißt also, dass die aktuelle Phase des Goldbullenmarkts mindestens bis 2026 anhalten müsste und potentiell darüber hinaus.

Ich mache regelmäßig darauf aufmerksam, dass Gold im Verhältnis zum US-Geldangebot aktuell extrem billig ist.

Gold ist heute so billig wie 1970 bei 35 $ und auch so billig wie 2000 bei 290 $.

Das Aufwärtspotential für Gold liegt bei einem Vielfachen der heutigen Kurse, gerade weil sich die Währungsentwertung aufgrund rapide steigender Geldschöpfung beschleunigen wird.

Gold ist der König des Vermögensschutzes und sollte in physischer Form außerhalb des Bankensystems gehalten werden.

Silber wird wahrscheinlich 2- bis 3-mal so schnell steigen wie Gold und ist daher eine fantastische Spekulationsanlage, so lange sie in physischer Form gehalten wird. Papier-Silber bringt hingegen massive Risiken mit sich, weil praktisch kein physisches Silber verfügbar ist. Doch aufgrund der Volatilität von Silber sollte der Silberanteil an den Finanzanlagen von Investoren deutlich geringer sein als der Anteil von Gold.

Zusammenfassend lässt sich Folgendes sagen: 2022 könnte das Jahr sein, in dem sich Investorenvermögen in Asche verwandeln oder aber, für kluge Investoren, in solide Gewinne bei Gold und Silber.

 

www.goldswitzerland.com

Broadcom: Droht hier die große Trendwende?

Die Aktie des US-Halbleiterlieferanten Broadcom Inc. (AVGO) kennt seit Jahren fast nur eine Richtung: aufwärts mit Gebrüll! Im Zuge der Halbleiter-Krise bzw. des weltweiten Chipmangels waren die Produkte entsprechend heiß begehrt. Dem Aktienkurs hat das nicht geschadet. Im Gegenteil: Seit dem Corona-Crash im Frühjahr 2020 ging es ohne großartige Gegenbewegung nach oben. Doch jetzt hat dieser Boom jüngst einen ersten ernsthaften Riss bekommen!

Broadcom Kursverlauf

Broadcom: Outperformer sondergleichen

Nach dem Börsengang im Jahr 2009 dauert es ein paar Jahre bis die Aktie in die Senkrechte gehen konnte. Ab dem Jahre 2013 etwa konnte Broadcom dem Nasdaq 100 dauerhaft enteilen. Während der Technologie-Index bis heute um ungefähr 864 Prozent zulegen konnte, kommt Broadcom auf sagenhafte 3.534 Prozent. Im Bereich des jüngsten Rekordhochs waren es sogar zeitweise fast 4.000 Prozent! Seit Ende Dezember 2020 schwächelt die Aktie jedoch auffällig stark und kommt um über 12 Prozent unter die Räder. 

Broadcom vs Nasdaq100

Nach Elliott Wave: Da kommt noch mehr nach unten!

Klar, Gewinnmitnahmen dominieren diesen relativ kleinen Rücksetzer. Doch die Art und Weise WIE Broadcom gefallen ist, sagt viel darüber aus, was in den nächsten Wochen passieren könnte!

Broadcom im 4-Stunden-Chart

Nach der Theorie der Elliott Wellen hat sich auf Basis des 4-Stunden-Charts ein 5-teiliger Abwärtsimpuls gebildet, der wohl am 14. Januar bei 592 USD komplettiert wurde. Für die Aktie bedeutet das zunächst eine potenziell beginnende Kurserholung. Diese könnte ein paar Wochen andauern und Broadcom bis in den Februar hinein wieder auf ca. 634 bis 644 USD hieven. Dort in dieser Zone verlaufen das 50 und das 61,8 Prozentige Fibonacci-Korrektur-Retracement sowie eine Widerstandszone. 

Und dann wird es spannend. Denn, je nachdem wie Broadcom dann “gestiegen” ist, gibt das wiederum einen Hinweis auf die nächste Trendwelle. Bei einem impulsiven Anstieg könnten schnell wieder neue Allzeithochs auf Aktionäre zukommen. Dieses Setup ist allerdings heute schon unwahrscheinlich. Aus folgendem Grund: Bei der Elliott Wellen Theorie darf und kann ein 5-teiliger Impuls nie alleine stehen. Es muss sich immer ein zweiter anschließen, um mindestens Korrekturcharakter darzustellen. 

Broadcom-Aktie: Mittelfristig noch keine große Trendwende zu erwarten

Vor diesem Hintergrund ist der im Chart skizzierte Kursverlauf am wahrscheinlichsten: Nach der besagten Korrektur ist ein zweiter ähnlich gelagerter Kurseinbruch kaum zu verhindern. Schon heute kann dieser auf ein ungefähres Kursniveau von ca. 568 bis 545 USD taxiert werden.

Broadcom Tages-Chart

Im mittelfristigen Tages-Chart ist die angesetzte und prognostizierte Konsolidierung aus heutiger Sicht wohl auch als solche einzuordnen. Denn durch mindestens drei weitere Unterstützungslinien ist die Broadcom-Aktie zwischen ungefähr 517 und 539 USD charttechnisch bestens gestützt. Vor diesem Hintergrund ist eine negative Trendwende bis hin zu einem neuen Bärenmarkt aktuell eher unwahrscheinlich. Anleger sollten die fallenden Kurse bei Broadcom zu einem Aufstocken der Positionen oder zu einem Neueinstieg nutzen.