Broadcom: Droht hier die große Trendwende?

Die Aktie des US-Halbleiterlieferanten Broadcom Inc. (AVGO) kennt seit Jahren fast nur eine Richtung: aufwärts mit Gebrüll! Im Zuge der Halbleiter-Krise bzw. des weltweiten Chipmangels waren die Produkte entsprechend heiß begehrt. Dem Aktienkurs hat das nicht geschadet. Im Gegenteil: Seit dem Corona-Crash im Frühjahr 2020 ging es ohne großartige Gegenbewegung nach oben. Doch jetzt hat dieser Boom jüngst einen ersten ernsthaften Riss bekommen!

Broadcom Kursverlauf

Broadcom: Outperformer sondergleichen

Nach dem Börsengang im Jahr 2009 dauert es ein paar Jahre bis die Aktie in die Senkrechte gehen konnte. Ab dem Jahre 2013 etwa konnte Broadcom dem Nasdaq 100 dauerhaft enteilen. Während der Technologie-Index bis heute um ungefähr 864 Prozent zulegen konnte, kommt Broadcom auf sagenhafte 3.534 Prozent. Im Bereich des jüngsten Rekordhochs waren es sogar zeitweise fast 4.000 Prozent! Seit Ende Dezember 2020 schwächelt die Aktie jedoch auffällig stark und kommt um über 12 Prozent unter die Räder. 

Broadcom vs Nasdaq100

Nach Elliott Wave: Da kommt noch mehr nach unten!

Klar, Gewinnmitnahmen dominieren diesen relativ kleinen Rücksetzer. Doch die Art und Weise WIE Broadcom gefallen ist, sagt viel darüber aus, was in den nächsten Wochen passieren könnte!

Broadcom im 4-Stunden-Chart

Nach der Theorie der Elliott Wellen hat sich auf Basis des 4-Stunden-Charts ein 5-teiliger Abwärtsimpuls gebildet, der wohl am 14. Januar bei 592 USD komplettiert wurde. Für die Aktie bedeutet das zunächst eine potenziell beginnende Kurserholung. Diese könnte ein paar Wochen andauern und Broadcom bis in den Februar hinein wieder auf ca. 634 bis 644 USD hieven. Dort in dieser Zone verlaufen das 50 und das 61,8 Prozentige Fibonacci-Korrektur-Retracement sowie eine Widerstandszone. 

Und dann wird es spannend. Denn, je nachdem wie Broadcom dann “gestiegen” ist, gibt das wiederum einen Hinweis auf die nächste Trendwelle. Bei einem impulsiven Anstieg könnten schnell wieder neue Allzeithochs auf Aktionäre zukommen. Dieses Setup ist allerdings heute schon unwahrscheinlich. Aus folgendem Grund: Bei der Elliott Wellen Theorie darf und kann ein 5-teiliger Impuls nie alleine stehen. Es muss sich immer ein zweiter anschließen, um mindestens Korrekturcharakter darzustellen. 

Broadcom-Aktie: Mittelfristig noch keine große Trendwende zu erwarten

Vor diesem Hintergrund ist der im Chart skizzierte Kursverlauf am wahrscheinlichsten: Nach der besagten Korrektur ist ein zweiter ähnlich gelagerter Kurseinbruch kaum zu verhindern. Schon heute kann dieser auf ein ungefähres Kursniveau von ca. 568 bis 545 USD taxiert werden.

Broadcom Tages-Chart

Im mittelfristigen Tages-Chart ist die angesetzte und prognostizierte Konsolidierung aus heutiger Sicht wohl auch als solche einzuordnen. Denn durch mindestens drei weitere Unterstützungslinien ist die Broadcom-Aktie zwischen ungefähr 517 und 539 USD charttechnisch bestens gestützt. Vor diesem Hintergrund ist eine negative Trendwende bis hin zu einem neuen Bärenmarkt aktuell eher unwahrscheinlich. Anleger sollten die fallenden Kurse bei Broadcom zu einem Aufstocken der Positionen oder zu einem Neueinstieg nutzen.

PayPal: 42 Prozent Kursverlust! Jetzt einsteigen?

Die Aktie des US-Bezahldienstleisters PayPal Holdings kann schon seit dem Sommer 2021 nicht mehr mit der allgemeinen guten Marktverfassung des Tech-Techsektors mithalten. Während der Nasdaq 100 fast wöchentlich neue Rekordhochs erklommen hat, lassen Anleger und Investoren die Aktie fallen wie eine heiße Kartoffel. Seit dem letzten Allzeithoch am 26. Juli 2021 hat der Wert der Anteile gute 42 Prozent eingebüßt. Viele fragen sich jetzt zurecht, ob der Ausverkauf vorbei ist und die Aktie wieder gute Chancen auf Kursgewinne bieten könnte. Im Folgenden eine charttechnische Einschätzung.

PayPal-Aktie Kursverlauf

PayPal-Aktie: Viel Hype, wenig dahinter?

Der Börsengang (IPO = Initial Public Offering) im Jahr 2015 war äußerst erfolgreich. Schnell konnte Paypal dem Technologiesektor enteilen und die Benchmark in Gestalt des Nasdaq 100 deutlich schlagen. Zeitweise stieg die Aktie fast dreimal so stark wie der Gesamtmarkt. Die Gründe dafür sind schnell ausgemacht. Die Aussichten für den Online-Bezahldienst sind rosig und der Trend zum Online-Shopping ist seit Jahren ungebrochen. Paypal hat es geschafft ein relativ einfaches und günstiges Bezahlsystem weltweit zu etablieren, das sich schnell in bestehende Shops integrieren lässt. Zusätzlich können Nutzer in diversen bereits via PayPal Kryptowährungen, wie zum Beispiel Bitcoin, erwerben. Zudem arbeitet das Unternehmen im Hintergrund bereits an einer eigenen Kryptowährung.

PayPal-Aktie vs Nasdaq 100

PayPal-Aktie hat sich gefährlich vom Gesamtmarkt entkoppelt

Geholfen hat das alles in Kombination nicht (mehr). Der Aktienkurs befindet sich seit Oktober 2021 im Sturzflug. Anleger, die im Herbst geglaubt haben, die Party bei PayPal geht ewig und immer so weiter, stehen aktuell ordentlich im Minus und verstehen wahrscheinlich die Börsenwelt nicht mehr. Mit knapp 178 USD notierte die Aktie jüngst auf dem Niveau von Anfang Oktober 2020 und damit über 40 Prozent unter ihrem Allzeithoch.

PayPal-Aktie vs Nasdaq 100 1 Jahr

Per Definition befindet sich Paypal damit schon längst in einem Bärenmarkt, der bei einer Abwärtsbewegung ab einer Größenordnung von über 20 Prozent beginnt. Bereits im September 2021 wurde der steile Aufwärtstrend ohne viel Gegenwehr gebrochen. Anschließend verging für viele Wochen fast kein Handelstag, an dem die Aktie nicht einen negativen Handelstag aufs Parkett gelegt hat.

Ausverkauf noch nicht beendet: Wichtige Unterstützung im Fokus

Nach Elliott Wave lassen sich in diesem Zusammenhang die Kursstrukturen ganz wunderbar einordnen. Ab den Rekordhochs lässt sich ein noch unterfertigen 5-teiliger Abwärtsimpuls identifizieren. Das Tief im Dezember 2021 ist hier sehr wahrscheinlich der Teilwelle 3 zuzuordnen. Die anschließende Seitwärtsbewegung auf relativ niedrigem Niveau passt zudem zu Korrekturwelle 4. 

PayPal nach Elliott Wave

Da PayPal am letzten Freitag auf neue Verlauftiefs ausgebrochen ist, muss hier davon ausgegangen werden, dass damit die finale 5 des besagten Abwärtswellenzyklus initiiert worden ist. Wie skizziert, kann diese PayPal noch ein Stück weit tiefer in den Abgrund reißen. Bei ungefähr 150 bis 145 USD trifft PayPal auf gewichtige und mittelfristige Unterstützungslinie. Dort könnte dann vom Markt ein „echter“ Boden ausgebildet werden, aus dem dann anschließend im besten Fall eine Trendwende erwachsen könnte. Anleger können bei diesem bullischen Setup im Laufe dieses Jahres wieder mit einem Aktienkurs von 212 bis 226 USD rechnen.

NASDAQ 100 erst tiefrot und dann in die Rally – Das sind die wichtigen Marken

FED und Zinsexplosion sorgen für Kurssturz im NASDAQ

Nachdem sich die Kurse des US-Technologieindex NASDAQ 100 zum Ende des vergangenen Jahres deutlich erholt haben und ein Test des Allzeithochs zur Diskussion im Raum stand, gestaltet sich der Start des neuen Jahres äußerst bärisch. Spekulationen zum Vorgehen der US-Notenbank FED bezüglich einer Strafferen Geldpolitik mit mehr als 3 Zinserhöhungen in 2022 und einer möglichen Verkleinerung der Bilanzsumme lassen die Zinsen deutlich ansteigen.

5-Tageschart der 10-jährigen US-Anleihezinsen

Der Ausbruch der 10 jährigen US-Anleihen auf ein neues 12 Monatshoch von über 1,80 Prozent haben am gestrigen Montag erneut für tiefrote Notierungen auf der Kurstafel gesorgt.

Tickmill-Analyse: NASDAQ im Tageschart

Mit Blick auf den Tageschart des NASDAQ 100 hat dem Kursrutsch unter den Supportbereich bei gut 15.540 Punkten nicht nur eine wichtige Marke gerissen. Die Wucht des Bruchs wurde durch hohes Momentum begleitet. Charttechnisch ist nun der Weg frei zum Test der 200 Tagelinie (rot) bei gut 15.000 Punkten sowie den darunterliegenden Drehbereichen bei 14.600 Punkten sowie 14.380 Punkten.

Eine Erholung ist absehbar – Reboundplanung

Tickmill-Analyse: NASDAQ im Stundenchart

Die alte Börsenregel „Was stark fällt, kommt irgendwann zurück!“ sollten kurzfristige Traderinnen und Trader aktuell im NASDAQ auf der Agenda haben. Denn den massiven Kursrückgänge ohne nennenswerte Korrektur dürften irgendwann auch die Verkäufer ausgehen. Wenn es soweit ist, schlägt die Stunde der Gegenbewegung.

Doch ein Fakt darf bei Long-Setups nicht vergessen werden: Kursanstiege sind zunächst nur eine Gegenreaktion. Deshalb ist es wichtig, die Planung von Gewinnmitnahmen nicht zu vernachlässigen. Hierfür bieten sich neben dem ehemaligen Support bei 15.540 Punkten bzw. dem kleinen Zwischenhoch bei 15.680 Punkten die höhergelegenen Verkaufsbereiche bei 15.900 Punkten und 16.330 Punkten an.

Videobesprechung

Über die entscheidenden Kurslevel im EURUSD und GOLD, spricht der Marktexperte Mike Seidl in der heutigen Ausgabe von „Tickmill’s täglichen Tradingideen“.

 

Tickmill’s LIVE-Besprechung: Wo Bulle und Bär um die Vorherrschaft ringen, warten oft beste Chancen. Behalten Sie börsentäglich die wichtigsten Fakten rund um starke Trends im Blick und verpassen Sie keine Gelegenheit. Melden Sie sich jetzt für die LIVE-Besprechung der täglichen Trading-Ideen um 8:30 Uhr bei Tickmill unter https://www.tickmill.eu/de/education/webinars/93017117289/1610091000000 an.

Erfolgreiches Trading wünscht Ihnen

Ihr Mike Seidl

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Nasdaq 100: Der Tech-Index steht auf Messers Schneide!

Die wenigsten Anleger und Börsianer hätten sich wohl träumen lassen, dass der Nasdaq 100 Index in diesem Leben mal ansatzweise in die Nähe der 17.000 Punkte Marke kommen würde. Besonders nach dem Corona-Crash Anfang 2020 sah die damalige Lage ja äußerst düster aus. Nach dem schnellen und steilen Abverkauf um 30 Prozent in wenigen Wochen, geht der Nasdaq seitdem weg wie warme Semmeln. 

Nasdaq 100 Kursverlauf

Nasdaq 100: Neue Rekordhochs so alltäglich wie der Wetterbericht

Bereits im Juni 2020 war der große Crash bereits wieder vollständig ausgebügelt. Anschließend ging es für den Tech-Sektor Schlag auf Schlag. Es verging kaum eine Woche, in der nicht neue Rekordhochs verkündet werden konnten. Und etwas mehr als ein Jahr nach dem 2020er Crash konnte der Nasdaq 100 mit einer Kursverdoppelung aufwarten. Dass der Index läuft, wie geschnitten Brot, war inzwischen Alltag und fast so normal wie der tägliche Wetterbericht.

Abgesehen von etwa fünf größeren und nennenswerten Korrekturen in der Größenordnung von etwa Minus 14 bis 6 Prozent und einer Zeitdauer von wenigen Wochen, geht es für den Nasdaq 100 kontinuierlich nach oben. Das letzte Allzeithoch liegt jetzt allerdings schon fast zwei Monate zurück und stammt vom 19. November 2020. Seitdem ging es in zwei Schüben bereits fast 10 Prozent abwärts. Erst gestern kam der Index der runden 15.000 Punkte Marke bedrohlich nahe und fiel im Tagestief bei 15.165,53 auf den tiefsten Stand seit Mitte Oktober 2020 zurück.

Nasdaq 100 mit Trendlinien

Hält der mittelfristige Aufwärtstrend?

Der Blick auf den mittelfristigen Tages-Chart zeigt deutlich, dass gestern ein wichtiger Tag gewesen ist. Die in diesem Zusammenhang sehr wichtige grüne Aufwärtstrendlinie wurde erstmals seit Oktober wieder erreicht und direkt berührt. Prompt gab es auf Intraday-Ebene sofort wieder die ersten Käufe von mutigen Händlern, die die diese Linie natürlich auch im Blick haben. Dieses erste Kaufinteresse hat zumindest dafür gesorgt, dass der Handelstag mit einem leichten Plus von 0,54 Prozent beendet wurde. Zusätzlich konnte aus rein charttechnischer Sicht der besagte Aufwärtstrend, nach einem leichten und fast schon unbedeutendem Fehlausbruch, verteidigt werden.

Es riecht nach Trendfortsetzung

Hinsichtlich der Trendrichtung sind das ohne Zweifel gute Nachrichten für den Nasdaq-Index. Ähnlich wie bei den letzten drei Tests des Aufwärtstrends könnte es jetzt erneute eine Fortsetzung der Rallybewegung geben. Für eine Entscheidung diesbezüglich ist allerdings ein einzelner Handelstag zu wenig. Der positive Pullback müsste im Rahmen weiterer Anschlusskäufe bestätigt werden. Dann könnten in den kommenden Wochen bis in das Frühjahr hinein ohne Weiteres neue Allzeithochs erreicht werden.

Konkret könnte der Nasdaq 100 die rote obere Widerstandslinie ansteuern, die – je nachdem wann sie erreicht wird – bei etwa 16.750 bis 17.000 glatt verläuft. Nach weiteren Kursverlusten sieht es aktuell hingegen nicht aus. Das könnte sich allerdings schnell ändern, sollte es wider Erwarten zu einem Schlusskurs von unter 16.000 Punkten in Kombination mit einem Bruch der besagten Trendlinie kommen. In diesem zunächst charttechnisch ungünstigem Fall bestünde weiteres Abwärtspotenzial auf bis zu 15.000/14.900 Punkte!

Nasdaq 100 Index – Nur eine Zwischenerholung?

Am gestrigen Handelstag hat das amerikanische Aktienbarometer (Nasdaq 100 Index) fast den gleitenden Durchschnitt mit der Periode 200 erreichen können. Dieser Indikator wird von vielen institutionellen Anleger herangezogen, um eine grundsätzliche Standortbestimmung zu machen. Oberhalb besteht ein Bullenmarkt während die Lage unterhalb eingetrübt ist und eher zum Bärenmark neigt. Aus dieser Sicht heraus besteht jetzt eine besondere Wichtigkeit, diesen relevanten GD überboten und steigend zu halten.

Nasdaq 100 Index – das wäre ein Warnzeichen

Kurse darunter wären ein erstes Warnzeichen und könnten der Beginn einer längeren Abwärtsbewegung sein. Doch noch ist es nicht so weit. Aktuell besteht zwar auch aus markttechnischer Sicht ein Umkehrsignal, durch das Unterschreiten der Tiefpunkte um etwa 15.600 USD, dennoch ist das letzte wichtige Tief im Oktober letzten Jahres bei 14.385 USD zu finden. Oberhalb des Bereichs besteht übergeordnet ein intakter Bullenmarkt.

Jetzt ist es wichtig, dass die Kurse vom Nasdaq 100 Index eine Stabilisierung erfahren und abermals gen Allzeithoch von 16.765 USD anziehen. Falls wider Erwarten die Bären das Ruder in die Hand nehmen und die Kurse in Richtung der hervorragenden Unterstützung von 14.500 USD treiben, so muss die Situation genau beobachtet werden.

Fazit – zwar befindet sich das Aktienbarometer in einer Korrektur, doch langfristig ist der Bullenmarkt weiter intakt.

Der Heikin-Ashi-Chart vom Nasdaq 100 Index (D1)

Nasdaq 100 Index Prognose
Nasdaq 100 Index | Chart von fxempire

Nun eine Trendanalyse (D1) für den Nasdaq 100 Index!

Macd Oszillator: An dieser Stelle wird bei dem Oszillator untersucht, ob die Signal-Linie über der Trigger-Linie ist. Zusätzlich auch, ob der Macd über null notiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen sind nur 3 positiv. Insofern ist das als bärisch zu bezeichnen.

Gleitende Durchschnitte: Es wird noch analysiert, ob bei dem Nasdaq 100 Index die GDs steigend sind. Denn steigende GDs machen einen Aufwärtstrend aus. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten ist nur die Hälfte steigend. Das überzeugt nicht besonders. Hier muss definitiv mehr kommen!

Parabolic SAR Indikator: Als Letztes muss geprüft werden, ob sich der Schlusskurs oberhalb vom Indikator befindet. Falls ja, so ist ein valider Aufwärtstrend gegeben. Von insgesamt 10 Parabolic SAR Auswertungen ist nur eine positiv. Insofern ist das als sehr bärisch zu bezeichnen, hier drohen weitere Verluste.

Die Auswertung der Trendanalyse

11.01.2022: Jetzt widmen wir uns der Gesamtauswertung. Alles zusammen sind es 30 Kriterien, davon sind 9 als positiv zu bezeichnen. Das sind nur 30.00 %. Demzufolge wird der Status hier auf „Bärisch“ gesetzt. Von daher ist es clever, mit dem Einstieg in den Nasdaq 100 Index zu warten, bis die Analyse ein positives Ergebnis bringt.

 

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Barrick Gold: Warum die Aktie mehr als 70 % zulegen könnte

Der Sektor der Goldminenaktien wurde in diesem Jahr von den klassischen Aktien aus DAX, Dow Jones und Nasdaq deutlich abgehängt, das heißt: outperformt. Der Leitindex der Branche, der NYSE Arca Gold BUGS Index (HUI), steht mit 15 Prozent massiv im Minus. Auch der Branchenprimus Barrick Gold, als größtes Goldbergbauunternehmen der Welt, steht kaum besser dar als der Gesamtmarkt. Dow Jones und Nasdaq 100 gewinnen hingegen sagenhafte 20 bzw. sogar 29 Prozent dazu.

Barrick Gold: Ein solides Unternehmen sucht Käufer

HUI vs DAX und Nasdaq 100

Die Aktie steht aktuell mit über 18 Prozent sogar noch tiefer „in der Kreide“ als der HUI-Index. Und das, obwohl das operative Geschäft in diesem Jahr gar nicht so schlecht lief. Die Jahresförderung belief sich auf immerhin gut 4 Millionen Gold-Unzen zu einem Förderpreis von etwa 1.000 USD. Damit bewegt sich die Marge in einem günstigen Bereich. Dennoch ist die Aktie sowohl optisch bzw. kurstechnisch als auch bewertungstechnisch günstig. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei Barrick liegt bei rund 16 und die Dividendenrendite wird mit 2,1 Prozent vor Steuern angegeben.

Barrick Gold Kursverlauf 1 Jahr

Charttechnik der Vergangenheit deutet heute auf positiven Ausbruch hin

Der Aktienkurs kommt dennoch seit Monaten und fast schon Jahren nicht so richtig vom Fleck und fällt seit dem Sommer 2020 kontinuierlich und schleppend zurück. So ähnlich war es übrigens auch im Zeitraum vom Juli 2016 bis September 2018. Damals hatte sich ein zusammenlaufendes Dreieck gebildet, aus welchem Barrick Gold anschließend explosionsartig nach oben hin ausgebrochen ist. Knapp 200 Prozent stieg der Kurs dann. Von etwa 10 USD auf über 30 USD, die im August 2020 erreicht wurde.

Barrick Gold Charttechnik

Barrick Gold kann auf 32 bis 36 USD zulegen

Eine sehr ähnliche Konstellation liegt heute nun auch wieder vor. Seit 1,5 Jahren bildet sich ein fallendes und wieder zusammenlaufendes Dreieck heraus. Zuletzt wurde die untere Dreieckslinie exakt getroffen, sodass dort ein erster Pullback initiiert wurde.

Bricht die Aktie von Barrick schließlich über die obere Dreieckslinie nachhaltig nach oben aus, kann vielmehr von einem mittelfristigen Kaufsignal ausgegangen werden. Das wäre der Fall, sobald sich ein Kurs von etwa 20 bis 21,19 USD mindestens auf Wochenebene zeigt.

Sollte sich diese Entwicklung in den nächsten Wochen anzeichnen, könnten Anleger für die lahme Entwicklung in diesem Jahr entschädigt werden. Im Chart skizziert, könnte der Aktienkurs bei einem Ausbruch deutlich zulegen. Zwei Kursziele ergeben sich dann: Zum einen das Niveau von knapp unterhalb der 32 USD Marke. Zum anderen schließlich die Marke von 36 USD. Sie ergibt sich durch die rote Widerstandslinie vom Hoch im Juli 2016 bis über das Hoch im August 2020.

Anleger, die bei Barrick Gold als ein Schnäppchen wittern, können sich aber jetzt also auf die Lauer legen und auf den beschriebenen Ausbruch. Geduldige Aktionäre könnten für die enttäuschenden 1 1/2 Jahre  mit einer Performance von bis zu 90 Prozent irgendwann Ende 2022/Anfang 2023 entschädigt werden.

Bis zu 6.375 Prozent: Das sind die 5 besten Aktien 2021 weltweit!

Die weltweiten Aktienmärkte kannten 2021 per Tendenz nur eine Richtung: aufwärts, fast wie an einer Perlenkette aufgezogen. Der MSCI World Index, der die Kursentwicklung von ungefähr 1.600 Aktien in 23 Industrieländer abbildet, kann zur Stunde um fast 21 Prozent zulegen. Der DAX kommt auf 16 und der Nasdaq 100 auf 27 Prozent. 

MSCI World Aktienindex

Im Prinzip befinden sich so gut wie alle Aktienmärkte weltweit im Hausse-Modus und entsprechend auf Rekordkurs. Ganz vorn dabei sind Schwergewichte wie Tesla, Microsoft oder Apple, die in den letzten 12 Monaten 50 bis fast 70 Prozent gestiegen sind. Doch das ist gar nichts zu den Aktien, die in diesem Jahr regelrecht explodiert sind!

Bitcoin-Mining bringt 6.375 Prozent Kursplus

Fangen wir gleich mit dem Highflyer des Jahres an: Jasmine Technology Solution aus Thailand. Der Name klingt erst einmal unspektakulär. Irgendetwas mit Hard- oder Software vielleicht. Fast richtig. Das IT-Unternehmen hat sich auf Bitcoin-Mining spezialisiert und betreibt in Thailand die größte Farm dieser Art. Anfang des Jahres lag der Kurs noch bei 2 thailändischen Baht. Aktuell steht der Kurs in Bangkok bei 129,50 THB. Das entspricht in Euro etwa 3,41 Euro. Ob der Hype auch 2022 in dieser Geschwindigkeit weitergeht, darf stark bezweifelt werden. Es riecht nach Gewinnmitnahmen!

Jasmine Technology Solution Aktie

Die nächste Aktie, die 2021 den sprichwörtlichen Vogel abgeschossen hat, ist die Brightcom Group aus Hyderabad in Indien. Das bereits 1999 gegründete Unternehmen mit Schwerpunkt auf digitalem Marketing hat Dependancen in den USA, Deutschland, Israel, Brasilien etc. Die letzten 12 Monaten waren wohl außerordentlich ergebnisstark. Entsprechend stark legte auch der Aktienkurs zu. Aus 7,8 Rupien Ende Dezember 2020 wurden mittlerweile 188,6 Rupien. Ein Plus von 2.168 Prozent.

Brightcom Group Aktienkurs

Über 1.000 Prozent mit Aktien aus Kasachstan

Beim Unternehmen Kaspi aus Kasachstan geht es jetzt “nur” noch um knapp 1.000 Prozent Kursplus auf Sicht von 12 Monate. Grund dafür ist die Entwicklung einer Bezahl-App, die bereits etwa 40 Prozent der Menschen in Kasachstan nutzen. Zudem sorgten Expansionspläne nach Usbekistan und Aserbaidschan für zusätzliche Kursfantasie.

Die nächste Aktie, die so gut wie alle Aktien in diesem Jahr in den Schatten stellt, ist Cerberus Cyber Sentinel. Das US-Unternehmen mit Nasdaq-Listing hat sich auf Cybersicherheit für Unternehmen spezialisiert. In der Corona-Krise hat sich hier die Nachfrage deutlich erhöht. Erhöht hat sich auch der Aktienkurs, der seit dem 1. Januar um gute 834 Prozent zulegen. Bedenkt man allerdings, dass der Kurs im Juni zeitweise um über 1.700 Prozent gestiegen war, wird klar, auf welches Risiko sich Anleger hier einlassen …

Cerberus Cyber Sentinel Aktien

Der erste europäische Wert in dieser kleinen Liste ist Hexatronic aus Schweden. Das Unternehmen mit dem Schwerpunkt Glasfasermarkt ist einem Segment tätig, das seit Jahren schon kräftig boomt. Erst im Juli hatte Hexatronic den Telekommunikationsbereich von REHAU gekauft. Der Aktie hat es nicht geschadet. In der letzten 12 Monaten ging es um kräftige 560 Prozent.

Hexatronic Aktien-Kurse

Börsengänge Deutschland 2021: Die 4 schlechtesten

Das Börsenjahr 2021 war trotz dritter und vierter Corona-Welle sowie der neuen Virusvariante Omikron ein voller Erfolg. Es fehlen zwar noch fünf Handelstage bis zur Feststellung der endgültigen Jahresperformance, doch es nicht absehbar, dass sich die größten Indices bis zum 31. Dezember noch großartig verändern werden. Der DAX Performance-Index gewinnt über 14 Prozent hinzu. Der Dow Jones sogar 17 und der Nasdaq 100 sogar fast 27 Prozent. Die Zeit für Börsengänge könnte besser kaum sein.

Weltweit 64 Prozent mehr Börsengänge als 2020

Das positive und optimistische Börsenumfeld zieht entsprechend neue Unternehmen an, die den Gang auf das Parkett wagen möchten, um sich damit ihr zukünftiges Wachstum zu finanzieren. Weltweit beläuft sich die Zahl der Börsenneulinge bis Mitte Dezember auf 2.388. Im Vergleich zu 2020 waren das sage und schreibe 64 Prozent mehr als im Jahr 2020. 

In Deutschland gab es laut der jährlich erscheinenden Studie von Kirchhoff Consult 12 IPOs im Prime Standard. Die Börse Frankfurt konnte insgesamt bis Anfang Dezember 20 neue Unternehmen, besonders Startups, in ihren Reihen willkommen heißen. Die Entwicklung ist grundsätzlich positiv, zeigt sie doch, dass Unternehmen trotz Coronakrise neue Produkte zu entwickeln und neue Märkte erschließen können. An die Boom-Zeiten der IPOs (Initial Public Offering) der Jahre 1999 und 2000 kommen die aktuellen Zahlen jedoch nicht einmal ansatzweise heran. Damals gab in Deutschland 174 bzw. 142 Börsengänge.

Gut 50 Prozent Verlust mit Autos und Brillen

Mister Spex ist durch die zum Teil aggressive TV-Werbung mittlerweile sogar Nicht-Brillenträgern ein Begriff. Das Berliner Unternehmen mit Sitz im ehemaligen Osten der Hauptstadt ging im August mit einem Startpreis von 25 EUR an die Börse. Heute haben Aktionäre der ersten Stunde sprichwörtlich die Brille auf. Der Kurs steht heute bei knapp 11 EUR und damit schon 55 Prozent tiefer. Ein erfolgreicher Börsengang sieht anders aus.

Viele Menschen sind seit Beginn der Coronakrise vom ÖPNV auf das Fahrrad umgestiegen. Die Angst vor einer Ansteckung fährt hier immer mit. Entsprechend boomt das Geschäft mit dem Drahtesel. Bike24 aus Dresden hat die Gunst der Stunde genutzt und den Gang aufs Parkett im Juli gewagt. Aktuell steht der Aktienkurs mit 15,32 EUR zwar leicht über dem Ausgabekurs von 15 EUR. Doch vor dem Hintergrund und dem Wissen, dass die Aktie zeitweise schon bei über 27 EUR stand, eine eher enttäuschende Entwicklung. 

Auto1, als Pendant zu Bike24, vermittelt aus München Gebrauchtwagen. Neben einer 3-wöchigen Geld-Zurück-Garantie, wirbt das Unternehmen auch mit einer 1-jährigen Garantie. Eine Garantie für steigende Kurse ist das aber noch lange nicht. Aktuell notiert die Gebrauchtwagen-Aktie 46 Prozent unterhalb des Ausgabekurses, der damals mit 38 EUR taxiert wurde. Seit dem Rekordhoch rauchte der Aktienkurs sogar um 64 Prozent ab. Der Börsengang also eine einzige Katastrophe … 

Auto1 Aktie Kursverlauf seit IPO

About You als Online-Modehändler und Gegenstück zu Zalando, hatten ihr Börsengang Mitte Juni und halten sich bisher recht wacker. Bis zum November verloren die Anteilsscheine zeitweise auf 17 EUR und verloren damit 24 Prozent gegenüber dem Ausgabekurs von 23 EUR. Der aktuelle von knapp 21 EUR kann jedoch nicht wirklich.

About You Aktie seit Börsengang

Die obige Aufzählung ist nicht vollständig.  Die Auflistung der Unternehmen ist rein zufällig und stellt keine Wertung dar.

Wall Street-Verkaufssignale erreichen ein Rekordhoch

Wenig beliebtes Thema Aktienbaisse

Liebe Leser,

in der aktuellen Monatsausgabe unseres Börsenbriefes Krisensicher Investieren und mehr noch in unserer gerade erschienenen Themenschwerpunkt-Ausgabe „Historische Baissen und Börsencrashs“ befassen Roland Leuschel und ich uns ausführlich mit dem wenig beliebten, aber für jeden Anleger überaus wichtigen Thema Aktienbaisse. Das hat natürlich einen guten Grund: Nachdem die US-Zentralbank eine geldpolitische Wende vollzogen hat, sind alle Zeichen vorhanden, die typischerweise auf das Ende einer Hausse oder Spekulationsblase hindeuten.

Das heißt zwar nicht, dass die von vielen erwartete Jahresendrally ausfallen und die Baisse schon in den nächsten Tagen oder auch nur Wochen beginnen muss. Ein etwas längerer Vorlauf ist durchaus möglich. Aber es heißt, dass Sie sich jetzt mit dem Thema Aktienbaisse auseinandersetzen sollten, um eine Vorstellung zu erhalten, was hier wahrscheinlich auf Sie zukommt.

Große Gefahr für langfristig orientierte Anleger

Gerade wenn Sie ein langfristig orientierter Anleger sind, sollten Sie jetzt hellhörig werden, da nicht nur die Anzahl der Indikatoren, die Verkaufssignale geben, das alte Rekordhoch des Jahres 2000 überschritten hat, sondern auch die fundamentale Bewertung. Es gibt nämlich einen sehr klaren Zusammenhang zwischen der fundamentalen Bewertung und der Performance, die der S&P 500 in den jeweils folgenden 12 Jahren erzielt hat.

Die damit einhergehende Botschaft der rekordhohen Überbewertung ist eindeutig: Je höher die Überbewertung war, desto schlechter hat sich der Aktienmarkt in den folgenden 12 Jahren entwickelt. Deshalb sollten Sie sich darauf vorbereiten, dass die Börsenkurse in 10 bis 12 Jahren deutlich niedriger stehen werden als heute.

S&P 500, Wochenchart, 1997 bis 2003

Chart

Gefahr in Verzug: Der Ende März 2000 aufgestellte Rekord an Verkaufssignalen für die US-Börse (blaue Linie) wurde jetzt noch überboten.

Quelle: StockCharts.com

Der Chart zeigt Ihnen den Verlauf des S&P 500 von 1997 bis 2003. Die blaue Linie markiert die Woche, in der die Anzahl von Verkaufssignalen, die von verschiedenen Indikatoren gegeben wurde, einen Rekord erreicht hatte. Wie Sie sehen, begann kurz darauf eine Baisse, in deren Verlauf der Index um 50% abstürzte. Beim DAX waren es 73% und beim NASDAQ 100 sogar 83%.

Dieser Rekord des Jahres 2000 wurde jetzt überboten. Deshalb sollten Sie sich nicht wundern, wenn es bald wieder deutlich abwärts gehen sollte an der Börse.

Chart-Galerie historischer Baissen

Um Ihnen eine klare Vorstellung davon zu geben, wie der Verlauf der sich abzeichnenden Baisse aussehen könnte, zeigen wir Ihnen in unserer aktuellen Themenschwerpunkt-Ausgabe die Charts einiger früherer Bärenmärkte. Diese Kursverläufe sollten Sie sich unbedingt anschauen, da sie Ihnen in der nächsten Baisse als sehr hilfreiche Wegweiser dienen können.

Wie im Jahr 2000 sind auch jetzt wieder viele der besonders populären Aktien deutlich unter die Räder gekommen. Es sind nur noch wenige hochkapitalisierte Werte, die den Absturz der Indizes verhindert haben. Auch das ist typisch für die Endphase einer Spekulationsblase. Bereiten Sie sich vor. Mit unserem Börsenbrief Krisensicher Investieren unterstützen wir Sie dabei – Jetzt 30 Tage kostenlos testen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihr

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Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

P.S.: Die Parallelen zu den inflationären 1970er Jahren sind augenfällig. Was das bedeutet, lesen Sie ebenfalls in Krisensicher Investieren.

P.P.S.: Sie wollen Woche für Woche sicher durch diese Krise kommen, dann fordern Sie bitte noch heute den kostenlosen Claus Vogt Marktkommentar hier ganz einfach mit Ihrer E-Mail an.

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Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und konträren Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch „Das Greenspan Dossier“ und die „Inflationsfalle“ und ganz aktuell die „Wohlstandsvernichter – Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten“. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.

Was machen eigentlich … meine Steuergroschen? (18.12.2021)

Autor: Gotthilf Steuerzahler

Wie die Einführung von „De-Mail“ zum Flop wurde

Liebe Leserinnen und Leser,

der Bund ist mit seinem Vorhaben gescheitert, De-Mail als elektronisches Pendant zur Briefpost in der Bundesverwaltung zu etablieren. Das System wird fast gar nicht zur elektronischen Kommunikation genutzt. De-Mail ist das elektronische Pendant eines Briefes oder Einschreibens. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen E-Mail sind bei De-Mail Absender und Empfänger eindeutig identifizierbar und die Kommunikation ist nachweisbar. De-Mail bietet somit eine rechtssichere elektronische Kommunikation zwischen Verwaltung, Bürgern und Unternehmen.

Im Jahr 2011 schuf der Gesetzgeber mit dem De-Mail-Gesetz dazu die rechtliche Grundlage. Für die Bundesverwaltung hatte sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, De-Mail als Standardverfahren einzuführen. Das Bundesinnenministerium koordinierte seit dem Jahr 2012 die Einführung von De-Mail. Anfang 2015 ging das entsprechende IT-Verfahren in Betrieb.

Seit März 2016 müssen die Behörden des Bundes einen De-Mail-Zugang eröffnet haben. Hierzu verpflichtete sie der Gesetzgeber mit dem Gesetz zur Förderung der elektronischen Verwaltung (E-Government-Gesetz). Die Bürger sollten mit De-Mail z. B. Kindergeld beantragen oder Unternehmen auf einen Bescheid hin Widerspruch einlegen können. In den Jahren 2011 bis 2020 gab das Innenministerium für De-Mail insgesamt 6,5 Millionen Euro aus.

Einsparungen von mehreren Millionen wurden erwartet

Das Bundesinnenministerium befasste sich im Jahr 2012 mit der Wirtschaftlichkeit von De-Mail und errechnete für die Bundesverwaltung hohe monetäre Einsparungen. Gegenüber der Briefpost sollte De-Mail in den Jahren 2016 bis 2019 bis zu 3,5 Millionen Euro einsparen. Für diesen Zeitraum ging das Innenministerium von bis zu 6 Millionen De-Mails in der Bundesverwaltung aus. Im April 2017 berichtete die Bundesregierung zur Einführung von De-Mail. Sie führte aus, dass weder Bürger noch Unternehmen De-Mail verbreitet nutzten.

Einsatz von De-Mail neben dem Onlinezugangsgesetz unklar

Mit dem Onlinezugangsgesetz trat im Jahr 2017 ein weiteres Gesetz zur Verwaltungsdigitalisierung in Kraft. Dieses verpflichtet Bund, Länder und Kommunen, bis zum Jahr 2022 ihre Verwaltungsdienstleistungen in einem Portalverbund anzubieten. Hierfür sollen sich Bürger und Unternehmen über ein sogenanntes Nutzerkonto eindeutig identifizieren. Das Nutzerkonto enthält auch ein digitales Postfach, an das Behörden z. B. wie bei der elektronischen Steuererklärung ELSTER Bescheide elektronisch zustellen können. Das Bundesinnenministerium hat nicht untersucht, wie De-Mail in die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes integriert werden kann.

Praktisch keine Nutzung von De-Mail

Soweit Behörden derzeit überhaupt digital unterwegs sind, nutzen sie überwiegend elektronische Kanäle wie E-Mail, Web-Formulare oder fachliche Anwendungen, um mit den Bürgern und Unternehmen zu kommunizieren. Die Verbreitung von D-Mail hat hingegen nicht zugenommen. In den Jahren 2016 bis 2019 versandte die Bundesverwaltung lediglich rund 6 000 De-Mails. Dies entsprach 0,1 % des angenommenen Aufkommens von bis zu 6 Millionen De-Mails. Richtigerweise hätte das Innenministerium fortlaufend beobachten müssen, in welchem Umfang De-Mail genutzt wird. Das Innenministerium hätte gemeinsam mit den Behörden des Bundes den Gründen für die geringe Nutzung nachgehen müssen.

Das Projekt De-Mail sollte beendet werden

Angesichts der bisherigen Entwicklung ist nicht zu erwarten, dass Bürger und Unternehmen De-Mail als Angebot der Bundesverwaltung künftig häufiger nutzen werden. Das Onlinezugangsgesetz eröffnet Bürgern und Unternehmen mit dem digitalen Postfach einen einfacheren Weg, sicher mit der Verwaltung zu kommunizieren.

Das Bundesinnenministerium sollte sich deshalb dazu durchringen, das Projekt De-Mail zu beenden. Die Entwicklung von De-Mail belegt darüber hinaus, dass Politik und Ministerien schnell bereit sind, gesetzliche Regelungen zu schaffen, aber wenig Interesse daran haben, sich um die Umsetzung ihrer Vorhaben zu kümmern. Das ist von Übel und darf so nicht bleiben, sagt vorwurfsvoll

Ihr

Gotthilf Steuerzahler

www.krisensicherinvestieren.com

Dieser Text stammt aus dem kostenlosen Newsletter Claus Vogt Marktkommentar.

Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und konträren Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

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2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch “Das Greenspan Dossier” und die „Inflationsfalle“. 2018 erschien „Bitcoin & Co. Was Sie über Geld, Gold und Kryptowährungen wissen sollten“. 2019 ihr neues Buch: „Die Wohlstandsvernichter – Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten“ Erhältlich im Buchhandel oder auf www.krisensicherinvestieren.com – aber ganz bewusst nicht bei Amazon. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.

 

Nasdaq 100 Index – Unterstützung wird auf die Probe gestellt!

Mit derzeit 15800 USD befindet sich der Nasdaq 100 Index direkt auf dem Unterstützungsbereich, bestehend aus dem Hochpunkt vom September dieses Jahres. Es kam bereits am 3. Dezember zum Aufliegen und zum Abprallen. Wird dieses Kursniveau, also die 15700-USD-Marke, dieses Mal wieder für ausreichend Halt sorgen?

Nasdaq 100 Index – vorbörslicher Handel schwierig

So wie es im vorbörslichen Handel aussieht, wird der Support stark auf die Probe gestellt. Mit Unterschreiten würde die Lage aus kurz- und mittelfristiger Sicht heraus eintrüben. Als direkter Anlaufmarke, auf der Unterseite, käme die Zone von etwa 14500 USD in den Fokus. Dabei handelt es sich um vorangegangene Tief- sowie Hochpunkte. Zudem kommt etwa in der Zone auch der langfristig relevante GD200 als unterstützendes Element gen Norden gelaufen.

Sollten die Bären vom Nasdaq 100 Index auch diesen Bereich zur Unterseite durchstoßen, so muss die Frage erlaubt sein – befindet sich der Index noch in einem validen Bullenmarkt?

Aber noch ist es nicht so weit. Derzeit besteht durchaus noch die Chance, dass die kleine Widerstandszone von etwa 16440 USD angelaufen und zur Oberseite durchbrochen wird. Sollte dies gelingen, so besteht wieder ein intakter kurzfristiger Aufwärtstrend und neuerliche Allzeithochs sind nicht mehr weit entfernt.

Der Heikin-Ashi-Chart vom Nasdaq 100 Index (D1)

Nasdaq 100 Index Prognose
Nasdaq 100 Index | Chart von fxempire

Jetzt eine Trendanalyse (D1) für den Nasdaq 100 Index!

Macd Oszillator: Es wird bei dem oft verwendeten Indikator geschaut, ob die Signal-Linie über der Trigger-Linie ist. Zudem auch, ob der Macd über null notiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen sind nur 4 positiv. Insofern ist das als bärisch zu bezeichnen.

Gleitende Durchschnitte: Nun wird geprüft, ob bei dem Nasdaq 100 Index die GDs steigend sind. Denn steigende GDs zeigen einen Aufwärtstrend an. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten sind 6 steigend. Insofern ist das als bullisch zu bezeichnen. -the trend is your friend-

Parabolic SAR Indikator: Als Letztes muss analysiert werden, ob sich der Indikator unterhalb vom Schlusskurs befindet. Falls ja, dann ist ein bestätigter Aufwärtstrend gegeben. Von insgesamt 10 Parabolic SAR Auswertungen sind nur 3 positiv. Bullisch ist definitiv etwas anderes.

Die Auswertung der Trendanalyse

20.12.2021: Kommen wir jetzt zur Gesamtauswertung. Von zusammengefasst 30 Bewertungskriterien, sind 13 als positiv zu bezeichnen. Das sind 43.33 %. Demnach wird der Status hier auf „Neutral“ gesetzt. Insofern kann es durchaus sinnvoll sein, den Nasdaq 100 Index zu halten und etwas genauer zu beobachten.

 

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