Kann sich Terra noch retten ?

Gestern Abend wurde Luna/USDT von Binance aus dem Handel genommen. Diese Maßnahme spiegelt die Unsicherheit und Sorge wider, die derzeit mit dem dramatischen Zusammenbruch von Terra und den damit verbundenen Vermögenswerten verbunden ist.

Auch eToro setzte den Handel mit LUNA aus, und Bybit handelte das Paar LUNA/BTC ab. Später entfernte Binance schließlich die Möglichkeit, mit LUNA zu handeln, nachdem es auf 0,00004 $ gefallen war. Auf Twitter war außerdem zu lesen, dass Crypto.com die Delisting-Funktion für LUNA aufgehoben und die Abhebungen ausgesetzt hatte.

Die Terra-Blockchain steht still

Im Anschluss an diese Meldungen und zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden gab Terraform Labs bekannt, dass die Terra-Blockchain vorübergehend stillgelegt wurde, und erklärte, man arbeite daran, einen Plan zu finden, um sie wieder aufzubauen.

Es ist jedoch unklar, wie schnell die Patches eingesetzt werden und wann die Blockchain neu gestartet wird. Derzeit liegt der Preis von LUNA bei 0,00008 US-Dollar.

LUNA ist direkt mit dem Stablecoin UST verbunden, der sich vom Dollarkurs abgekoppelt hat. Damit sich die Kryptowährung wieder erholt, muss das Vertrauen wieder steigen, was mindestens durch eine groß angelegte Rekapitalisierung erreicht werden muss. Bisher hat Do Kwons Konjunkturprogramm den Markt nicht beruhigen können.

LUNAs Zukunft

Zu einem Zeitpunkt, an dem es schwierig erscheint, auf einen Wiederanstieg von LUNA zu wetten, wollen wir uns ansehen, in welche Vermögenswerte es vernünftig erscheint, sich umzuschauen.

Ein Beispiel ist ApeCoin, der immer noch an allen Börsen notiert ist und in den letzten 24 Stunden um 57 % gestiegen ist. Diese Währung erholt sich schneller vom Crash des Kryptomarktes als die meisten Altcoins.

Terra zieht Avalanche mit in den Abgrund

Alle (oder fast alle) Kryptos sind seit Wochen in den roten Zahlen. Aber wenn man sich die Top 20 der Welt genauer ansieht, ist Avalanche die Kryptowährung, die am stärksten abrutscht und sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Polygon liefert.

Wie kommt es zum Fall von Avalanche?

Zurzeit liegt der Kurs der Kryptowährung Avalanche bei 34 $. Vor einer Woche hatte der Kurs noch mit 55 € geliebäugelt. Die Kapitalisierung des Avalanche-Netzwerks beträgt 7,8 Milliarden €, womit Avalanche als die 13. globale Kryptowährung eingestuft wird.

Bei dem Rückgang von Krypto Avalanche gibt es einen konjunkturellen Teil. Tatsächlich schreiben die meisten Kryptos seit Wochen rote Zahlen, was auf die Inflation, den Krieg, COVID usw. zurückzuführen ist. Aber das Schicksal der Krypto Luna hat auch Auswirkungen auf das Schicksal der Krypto Avalanche.

Theoretisch haben die Kryptos Avalanche und Luna nichts gemeinsam. Dennoch muss man wissen, dass das Luna-Netzwerk die Krypto Avalanche als Collateral Asset nutzte. Das bedeutet, dass der Avalanche-Krypto dazu beitrug, den Kurs der Stablecoins, die zum Luna-Ökosystem gehörten, zu stabilisieren.

Im Einzelnen besaß das Luna-Netzwerk 1,97 Millionen AVAX-Coins, was einem Betrag von 74,75 Millionen US-Dollar entspricht.

Aufgrund von Problemen mit der Luna-Kryptowährung entschied sich die Stiftung, ihre AVAX zu verkaufen, wodurch der Kurs der Kryptowährung fiel. Dasselbe tat die Stiftung im Übrigen auch mit Bitcoin.

Wenn man bedenkt, dass die Stiftung zu den größten Bitcoin-Wallets der Welt gehört, ist es verständlich, dass ihr Handeln große Auswirkungen auf die Kryptokurse hatte.

Was genau ist Avalanche?

Die Avalanche-Blockchain beherbergt dezentralisierte Anwendungen (Dapps), die mit Smart-Contracts arbeiten. In dieser Hinsicht befindet sich Avalanche also in derselben Kategorie wie die folgenden Kryptos: Ethereum (ETH), Cardano (ADA), Solana (SOL) usw.

Da Ethereum die unangefochten führende Krypto in diesem Bereich ist, werden diese anderen Kryptos als “Ethereum-Killer” bezeichnet.

 

Bitcoin Big Picture: Ist der Crash die größte Chance in diesem Jahr?

Nein, 2022 ist bisher nicht das Jahr der Kryptowährungen. Bereits seit Monaten befindet sich der gesamte Krypto-Sektor in einem ausgeprägten Bärenmarkt. Auch Bitcoin hat es jüngst nach dem Kursdrama rund um den sogenannten Stablecoin Luna heftig erwischt.

Bitcoin Kursverlauf

Bitcoin: Mittendrin im Bärenmarkt Nummer 6

Allein im laufenden Monat Mai ist Bitcoin zeitweise um fast 33 Prozent gefallen. Im laufenden Jahr um beachtliche 45 Prozent und seit den letzten Rekordhochs im November 2021 bei über 69.000 USD sogar um stolze 63 Prozent. Das sind keine guten Performance-Zahlen. Doch immerhin noch besser als ein Totalverlust bei Luna … Unter den Blinden ist der Einäugige eben doch der König.

Kenner des Bitcoin wissen allerdings auch, dass harte Schwäche- und Baisse-Phasen bei Bitcoin eher die Regel als die Ausnahme sind. Seit dem Bestehen von Bitcoin ist das aktuell mindesten der 6. Bärenmarkt. Und die Vergangenheit zeigt, dass es nach den letzten fünf Crash-Phasen im Anschluss früher oder später immer neue Allzeithochs beim Bitcoin gegeben hat. Warum also nicht auch jetzt?

Möglicher Fehlausbruch an wichtiger charttechnischer Unterstützungslinie

Im mittelfristigen Wochen-Chart beim Bitcoin wird schnell klar, welche Chancen sich auf dem aktuellen Niveau ergeben könnten. Besonders die aktuelle Wochen-Kerze ist für die aktuelle charttechnische Einschätzung entscheidend. Nach anfänglichen starken Verlusten von mehr als 25 Prozent setze ein vermehrtes Kaufinteresse ein und der Wochenverlust schrumpfte entsprechend auf nur noch knapp 9 Prozent ab.

Bitcoin: Wochen-Reversal deutet Kurse von 36.000 bis 37.000 USD steigen

In der Welt der technischen Analyse (Chartanalyse) entspricht diese aktuelle Wochen-Kerze einer Trendumkehr bzw. einem positivem Reversal (engl.: Umkehrung) auf Wochenebene. Der verhältnismäßig lange Docht und der kleine Kerzenkörper deuten an, dass hier ein Boden gefunden sein könnte. 

Die Abwärtsbewegung der letzten Tage, Wochen und auch Monate könnte also gestern am 12. Mai ihren Höhepunkt gefunden haben. Neben der besagten Wochen-Kerze deutet auch die Verteidigung einer wichtigen mittelfristigen Unterstützungslinie zwischen ca. 28.600 und 29.300 USD eine mögliche Trendwende an. 

Bitcoin Wochen-Chart mit Fehlausbruch

Diese Unterstützungslinie wurde zunächst nach unten durchschlagen. Kurz sah es damit so aus, als wenn Bitcoin nie wieder steigen würde. Doch der schnelle Rücklauf auf über 30.000 USD lässt an dieser Stelle einen klassischen Fehlausbruch vermuten, der jetzt ebenfalls eine neuerliche Aufwärtsbewegung vermuten lässt.

Noch ist es allerdings eindeutig zu früh, um hier schon wieder von neuen Rekordhochs jenseits der 69.000 USD zu fabulieren. Wichtig wird in den kommenden Tagen oder gar Wochen der Bereich zwischen ca. 36.000 und 37.000 USD auf dem Niveau der dortigen Widerstandslinie und des übergeordneten Abwärtstrends.

Geht Bitcoin durch diesen Bereich, stehen die Chancen aus heutige Sicht gut, dass sich daran anschließend eine neue Aufwärtsbewegung und gar ein neuer Bullenmarkt entwickeln könnte. Ähnlich wie nach den letzten Crash-Bewegungen der letzten Jahre könnte sich das Ganze nun wieder ins Umgekehrte entwickeln. Auch, wenn der Markt zum jetzigen Zeitpunkt nicht im Ansatz danach aussieht …

Dogecoin (DOGE) implodiert! Das ist jetzt der letzte Rettungsanker!

In Deutschland und weiten Teilen Europas sind die Temperaturen zuletzt das erste Mal in diesem Jahr der 30 Grad Marke sehr nahegekommen. Der Sommer steht also direkt vor der Tür. Der Markt der Kryptowährungen befindet sich jedoch noch immer im tiefsten Krypto-Winter. So auch Dogecoin (DOGE).

Dogecoin Kursverlauf

Dogecoin: 90 Prozent Kursverlust seit den Allzeithochs

Bereits seit Mai 2021, also ziemlich genau einem Jahr, befindet sich Dogecoin in einem nicht enden wollenden Abwärtsstrudel. Die Rekordhochs aus dem Mai 2021 sind längst vergessen und die Kurse haben seitdem um sage und schreibe 90 Prozent nachgegeben.

Jüngst ist der Kurs nochmals deutlich unter die Marke von 0,07 USD gefallen. Dieser Ausverkauf hat allerdings selbst wenig bis gar nichts mit Dogecoin zu tun. Vielmehr leidet der gesamte Sektor unter einem massiven Vertrauensverlust, der durch den sogenannten Stablecoin Luna (Terra) ausgelöst wurde. 

Der Kurs, der eigentlich eins zu eins an der US-Dollar gekoppelt sein sollte, schmierte regelrecht ab und setzt damit sofort die gesamte Branche in helle Aufruhr und alle anderen Kryptowährungen massiv unter Druck. Dogecoin hat diesen Anspruch nicht an den US-Dollar gekoppelt zu sein. Dennoch wird auch dieser Coin erst einmal massiv abgekauft und in „Sippenhaft“ genommen. 

2-Jahrestief könnte auf großes Kaufinteresse treffen

Am Donnerstag, dem 12. Mai fiel der Kurs von Dogecoin im Tagestief auf genau 0,0689 USD zurück. Dort setzte der ein positives Intraday-Reversal ein, das zumindest eine moderte Kurserholung andeuten könnte.

Im mittelfristigen Tages-Chart könnte Dogecoin jetzt einen Boden gefunden haben, der sich rein charttechnisch begründet. Wichtig in diesem Zusammenhang sind die beiden grünen Unterstützungslinien ausgehend vom Januar bzw. Juni 2021. 

Dogecoin mit Charttechnik

Fast am Schnittpunkt dieser beiden Linien (Stichwort: Kreuzunterstützung) hat Dogecoin nach oben hin gedreht. Das ist mit Sicherheit nicht die große Trendwende. Dafür ist der Anstieg zu klein und noch zu unbedeutend.

Zumindest eine Kurserholung könnte jetzt aber anstehen. Dabei gerät der Abwärtstrend seit Oktober 2021 in den Fokus, der aktuell bei 0,13 bis 0,14 USD verläuft. Kann Dogecoin dieses Niveau erreichen und reicht dann noch die Kraft, so könnte es anschließend weiter hochlaufen bis auf die April-Hochs, die bei ca. 0,16 bis 0,17 USD zu finden sind.

Was die Stablecoin-Krise für den Kryptomark bedeutet

Zieht Luna Tether mit in den Abgrund?

Die Implosion von Terra hat sich in den letzten Tagen auf andere Stablecoins ausgeweitet, darunter Tether, der mit einer Marktkapitalisierung von 81 Milliarden Dollar der größte Stablecoin ist. Investoren haben lange Zeit in Frage gestellt, welche Reserven Tether hat, um seine 1-Dollar-Bindung zu sichern. Der Stablecoin wurde am frühen Donnerstag um bis zu 5 % auf 0,95 Dollar gehandelt.

Die Kryptowährung kann ihren Lehman-Brothers-Moment vermeiden, solange Tether nicht den gleichen Weg wie Terra einschlägt, meinen Experten.

Die Hoffnung stirb zuletzt

Die Implosion von Terra wird wahrscheinlich weitreichende Auswirkungen auf den Kryptomarkt haben, da so viele Projekte und Unternehmen dem Stablecoin ausgesetzt waren, darunter viele Fonds, VCs und Market Maker, die gezwungen sein könnten, andere Positionen zu liquidieren.

Außerdem ist der Kryptomarkt seit seinem Höchststand Ende November um fast 2 Billionen Dollar gefallen. Diese Wertvernichtung könnte aufgrund des Vermögenseffekts weitreichende Auswirkungen auf die Märkte und sogar die Wirtschaft im Allgemeinen haben.

Dabei handelt es sich um die Idee, dass Einzelpersonen, die aufgrund der Vermögenswerte, die sie besitzen, reicher werden, eher geneigt sind, Geld auszugeben und die Wirtschaft anzukurbeln.

Alles über den Luna Crash

Terra ist ein Blockchain-Projekt, eine Ethereum-ähnliche Lösung, die die Erstellung von Smart Contracts und dezentralen Anwendungen ermöglicht. Zu nennen sind hier insbesondere die im Krypto-Ökosystem sehr beliebten Protokolle für dezentrale Finanzierungen, Darlehen und Kredite.

Wie funktioniert Luna?

LUNA wurde schnell zur 6. größten Kapitalisierung auf dem Kryptomarkt. Sie hat sich als eines der vielversprechendsten Projekte der Branche etabliert. Zusammen mit Solana oder Avalanche wurde das Projekt oft als eines der vielversprechendsten Ökosysteme der Krypto-Sphäre bezeichnet.

Im Zentrum seines Ökosystems steht auch der hauseigene Stablecoin namens UST. Dieser ist wie USDT oder USDC an den Wert des Dollars gebunden. Der Hauptunterschied besteht darin, dass er im Gegensatz zu den beiden oben genannten Beispielen algorithmisch aufgebaut ist.

Um den Wert gegenüber dem Dollar zu garantieren, wird ein Burn-Mechanismus des LUNA und des UST eingerichtet, um Angebot und Nachfrage stets auszugleichen.

Es handelt sich um ein innovatives Stablecoin-Modell, aber es ist auch ein neues System, bei dem nicht alle Aspekte beherrscht werden. Dies war einer der Gründe, warum Terra in den letzten Tagen zu Fall kam.

Terraform Labs hatte jedoch einige Reserven, vor allem in Bitcoin, um das UST-Peg zu sichern, falls es Probleme geben sollte. Fast 3,5 Milliarden BTC waren verfügbar, um einen solchen Absturz zu verhindern.

Wie kam es zum Luna Crash?

Für einige, wie den Gründer von Cardano, Charles Hoskinson, war Terra einem Angriff ausgesetzt, der die inhärenten Schwachstellen seiner Funktionsweise hervorhob.

Seiner Meinung nach hat sich eine Institution 100.000 Bitcoin von der Gemini-Exchange geliehen. Anschließend hätten sie einen Großteil der BTC gegen USTs getauscht, außerhalb des Marktes (over the counter) mit Do Kwon für einen reduzierten Preis. Dieser stimmte zu, wodurch die Liquidität der UST verringert wurde.

Diese Institution hätte dann eine große Menge an BTC und UST auf dem Markt verkauft und gedumpt. Dies hätte also eine Liquidationskaskade bei insbesondere gehebelten Long-Positionen, Slippage (Preisdifferenzen) und Panikverkäufe durch die Anleger verursacht. Viele hätten ihre LUNAs verkauft und ihre USTs vor allem auf Anchor unstakered, um sie zu verkaufen.

Dieser Tweet stellt Terra also als Ponzi dar, der trotz seiner jüngsten Käufe nicht genug BTC auf Lager gehabt hätte, um einen solchen Crash zu verhindern. Keine dieser Anschuldigungen wurde überprüft und Gemini bestreitet, einen solchen Kredit gewährt zu haben. Allerdings gibt es derartige Manipulationen auf dem Kryptomarkt. Einige Beobachter glauben, dass Terra das letzte Opfer dieser Art war.

Charles Hoskinson twitterte später, dass, selbst wenn Gemini Recht gehabt hätte, Terra tatsächlich Opfer eines Angriffs geworden sei. Bisher ist es schwierig, die Wahrheit zu erfahren… Die Spekulationen gehen weiter und die nächsten Wochen werden uns sicherlich neue Erkenntnisse bringen.

Das Einzige, was derzeit sicher ist, ist, dass UST und LUNA nicht so aussehen, als würden sie sich von diesem Abstieg in die Hölle erholen. Diese Ereignisse scheinen bereits in die Geschichte des jungen Marktes für Kryptowährungen eingegangen zu sein. Sie werden mit Sicherheit einen Wendepunkt in seiner Entwicklung markieren.

Luna fällt unter 1$ und TerraUSD wackelt immernoch

Das gesamte Terra-Ökosystem gerät unter Druck, da die Inhaber Luna und TerraUSD entladen.

Wie funktioniert TerraUSD

TerraUSD ist der algorithmische Stablecoin, der die Parität mit dem US Dollar durch eine Kombination von Verbrennungsmechanismen unter Einbeziehung von Luna aufrechterhalten soll.

Ein Luna-Inhaber kann immer Luna im Wert von $1 gegen einen TerraUSD tauschen, d.h. wenn der TerraUSD unter $1 fällt, wird mehr Luna geschaffen, um den TerraUSD knapper zu machen und den Preis wieder auf seinen $1-Block zu bringen.

Was ist passiert

Der Stablecoin hat jedoch am Samstag und am Montag seine Bindung verloren und damit das gesamte Ökosystem gefährdet. Wenn also Menschen große Mengen an TerraUSD verkaufen und damit den Preis drücken, wird mehr Luna gedruckt und das Angebot könnte exponentiell steigen.

Die Terra-Gemeinschaft plant sogar, dies zu erhöhen, was die Prägung von mehr LUNA ermöglicht – auch wenn dies den Preis noch mehr unter Druck setzen wird.

Bitcoin unter 30 000$

Der Kryptomarkt als Ganzes erlebt eine wahrhaft heiße Woche. Bitcoin ist bisher um 25 % gefallen und hat gestern inmitten von hektischen Verkäufen 13 % verloren. Die Marktkapitalisierung des Kryptomarktes wurde gestern um fast 200 Mrd. USD auf 1,45 Billionen USD reduziert. Der UST-Stablecoin verlor seine Bindung und goss damit Öl ins Feuer.

Wie kommt es zum Bitcoin Crash?

Institutionen kaufen Kryptowährungen in der Regel auf lange Sicht. Sie nehmen in der Regel nicht zu viel Geld in die Hand und rechnen mit Haltezeiten von 5 bis 10 Jahren.

Der durchschnittliche Kleinanleger hingegen hat Rechnungen zu bezahlen, nutzt oft Leverage und will in kurzer Zeit schnelles Geld machen. Die Art von Markt, in der wir uns befinden, ist nicht für Kleinanleger hilfreich und viele von ihnen werden liquidiert und aus der Kryptowirtschaft herausgedrängt.

Die Aufhebung der Dollarbindung der Terra UST Stablecoin war wahrscheinlich das Feuerzeug, das den gestrigen Flächenbrand entfachte. Mindestens ein Wal begann, im großen Stil zu verkaufen, was den UST Stablecoin von seiner Bindung befreite und eine Art Todesspirale in Gang setzte. Dies ließ den UST auf etwa 60 Cent fallen ließ, bevor er heute Morgen wieder zu steigen begann.

Licht am Ende des Tunnels?

Die Luna Foundation Guard war gezwungen einzugreifen und verkaufte einen großen Teil ihrer Bitcoin-Reserven, um UST zu stützen und ihn wieder an die Bindung zu bringen. Der daraus resultierende Ausverkauf von Bitcoin, um UST zurückzukaufen, hatte einen katastrophalen Dominoeffekt für den gesamten Kryptomarkt. Als der Bitcoin-Preis fiel, fiel auch alles andere.

Nach dem gestrigen Debakel ging es heute für fast alle Kryptowährungen bergauf. Bitcoin ist im Tagesverlauf um etwa 5 % gestiegen, und viele der Altcoins haben sich stark erholt.

UST bewegt sich um die 90 Cents und war sogar schon bei 95 Cents, aber der Test scheint noch nicht vorbei zu sein. Luna hat mit 30 $ einen ziemlich aussichtslosen Tiefstand erreicht.

Terra wird zweitgrößter Bitcoin-Inhaber

Die Luna Foundation hat soeben weitere 37.863 Bitcoin erworben und damit ihre Bitcoin-Reserven auf insgesamt 80.394 erhöht. Damit hat sich der bisherige Bestand von 42.530,82 BTC fast verdoppelt.

Terra kauft Bitcoin im Wert von 1,5 Milliarden Dollar

Der Kauf wurde im Rahmen von zwei außerbörslichen Transaktionen (OTC) abgeschlossen. Die erste wurde mit dem institutionellen Maklerriesen Genesis für 1 Mrd. USD in UST abgeschlossen. Die zweite mit dem Hedgefonds Three Arrow Capital für 500 Mio. USD, wie LFG auf Twitter mitteilte.

Mit diesem jüngsten Kauf steigen die Gesamtreserven von Terra auf über 3 Milliarden Dollar. Bitcoin, Avax und Stablecoins wie USDT und USDC beteiligen sich alle an den Bemühungen, die Stabilität des algorithmischen Tokens zu gewährleisten.

Diese Strategie war bisher erfolgreich, da UST auf den dritten Platz unter den Stablecoins aufgestiegen ist.

Die 10 größten Bitcoin-Adressen

Do Kwon, CEO von Terraform Labs, glaubt, dass Terra die beste Unterstützung ist, um die langfristige Preisstabilität des UST zu gewährleisten. Mit seinem aktuellen Vermögen ist Terra eine der 10 größten Bitcoin-Adressen der Welt.

Zum ersten Mal versucht eine Indexwährung, sich an den Bitcoin-Standard zu halten. Es ist eine starke Richtungswette, dass das Halten eines großen Teils dieser Währungsreserven in Form einer nativen digitalen Währung eine Erfolgsformel sein wird. Dies ist ein klares Indiz dafür, dass die Indexersteller glauben, dass Bitcoin auch in Zukunft zu den Top-Performern gehören wird.

Eine Behauptung, die von einigen diskutiert wird, ist, ob es immer noch ein guter Zeitpunkt ist, um in Kryptowährungen zu investieren, insbesondere im Hinblick auf einen potenziell lang anhaltenden Bärenmarkt.

Luna, der Governance-Token auf der Terra-Blockchain, ist seit gestern um 6 %. Im gleichen Zeitraum fiel Bitcoin um fast 8 %. Ein Rückgang, der auf Kommentare von Jerome Powell, dem Chef der US-Notenbank, über die düstere Aussichten für die Geldpolitik im Jahr 2022.

 

Terra (LUNA): Der Hype ist vorbei! Wie tief rutscht der Kurs jetzt?

Jeder Hype geht einmal vorüber. So auch der bei der Kryptowährung Terra (LUNA). Nach dem rasanten Anstieg seit Ende Januar, nun die große Ernüchterung. Seit dem letzten Rekordhoch, das am 5. April erreicht wurde und bei 119,44 USD gehandelt wird, ging es steil bergab. Zuvor war der Kurs in wenigen Wochen und entgegen dem allgemeinen Markttrend um mehr als 160 Prozent regelrecht explodiert. 

Terra Kursverlauf

Terra: Der Trend hat in wenigen Tagen komplett gedreht

Über 32 Prozent hat Terra (LUNA) jetzt bereits verloren. Und das in nur wenigen Handelstagen! Um eine vergleichbare Situation zu finden, muss man schon in den Mai 2021 zurückgehen. Damals war der allerdings noch deutlich dramatischer und dynamischer gefallen als heute. In wenigen Handelstagen ging der Kurs von Terra damals um mehr als 80 Prozent in die Knie.

Ohne Frage war die beginnende Abwärtsbewegung Ende Dezember 2021 als Ganzes prozentual größer. Doch die Abwärtsdynamik war damals nicht ganz so groß. Heute verliert Terra pro Zeiteinheit deutlich mehr!

Für das große Chartbild im Tages-Chart bedeutet diese Entwicklung zunächst einmal nichts Gutes. Der Aufwärtstrend seit den Jahrestiefs ist definitiv Geschichte. Trader und Investoren müssen sich vor diesem Hintergrund zunächst einmal in Richtung Süden orientieren.

Terra mit Charttechik

Es könnte noch weitere 30 Prozent abwärts gehen

Seit den ersten Kursen von Terra vor jetzt fast ziemlich genau einem Jahr im April 2021, ist der entsprechende Trend jedoch noch nicht in Gefahr. Der ganz einfache Aufwärtstrend verläuft bei knapp oberhalb der Marke von 60 USD. Und er harmoniert aktuell bestens mit der unteren roten Trendkanallinie.

Kein Fan von Terra möchte das in der aktuellen Situation gerne hören bzw. lesen. Aber das Risiko, dass der Kurs weiter abschmiert und die eben genannten beiden Linie noch touchiert, ist durchaus gegeben. 

Kein schönes Szenario, das einen weiteren Kursverlust von gut und gerne 30 Prozent impliziert. Doch auf der einen Seite sollte man auf keinen Fall nur gute Nachrichten zu seinem Lieblings-Investment lesen. Und zum anderen könnte sich im Gegenzug bei eben etwa ca. 60 USD eine Bodenbildung mit anschließender positiven Trendwende einstellen!