Job als Investmentbanker

Viel Getümmel auf dem physischen Handelsplatz, 5 klingelnde Telefone, aggressive Rhetorik und Chaos sind nur einige wenige Elemente, die sich bei uns vor dem geistigen Auge auftun, wenn wir an diesen Beruf denken.

Hinzu kommen dann die finanziellen Vorzüge, wie Yachten, Sportwagen und Privatjets und ein, sagen wir mal, aktives Nachtleben. Nach der Wirtschaftskrise 2008 scheint sich aber der Trubel um diesen Beruf gelegt zu haben. Das Image vom Aktien-Hai verschwimmt immer weiter.

Jedoch kamen wieder zwei Fälle vor Gericht, die uns Einblicke in diesen Beruf geben. Was wir da sehen, zeigt uns, dass es nicht weniger unschuldig zugeht als in den frühen 2000er Jahren.

2019 wurde der Chef der Derivaten-Sparte der Bank, BNP Paribas, entlassen, weil er eine Mitarbeiterin vor versammelter Mannschaft wegen eines $800 000-Fehlers niedergemacht hat. In der Aufregung hat er sie als „nutzlos“ und „inkompetent“ bezeichnet. Aus einem internen Bericht kam zudem hervor, dass dies nicht der einzige Fall eines Ausrasters in dieser Form war.

Nun steht der ehemalige BNP-Chef vor Gericht und klagt gegen seinen alten Arbeitgeber wegen unfairer Entlassung. Dabei fordert er Entschädigung in Höhe von $4 Millionen. Seine Reaktion auf Fehler seitens der Mitarbeiter waren, laut ihm, „temperamentvoll“, aber nicht beleidigend. Dagegen beschrieben Mitarbeiter sein Verhalten als „emotionalen Terrorismus“.

Ein ähnliches Szenario spielte sich wohl auch bei der UBS Bank ab, wo Trader das Umwelt auf dem physischen Handelsplatz als äußerst toxisch bezeichnen und das Herumschreien von Beleidigungen durch die Räume wohl nicht gerade selten vorkommt.

Gegen die UBS wird vor einem Londoner Gericht vorgegangen. Die Anwälte der Bank sagen aber, dass die Natur des Geschäfts einen gewissen Druck unumgänglich macht.

Druck wurde auch anderweitig auf Mitarbeiter der JPMorgan Chase Bank gemacht. Der CEO persönlich sagte im Januar noch, dass man nicht ungeimpft in sein Büro zurückkehren darf. Die Option des Home-Office wurde immer weiter in den Hintergrund gestellt und vom CEO mit der Aussage begründet, dass man die Angestellten nicht dafür bezahlt, nicht im Büro zu arbeiten.

Auch die Citibank übte ähnlichen Druck aus und drohte mit Kündigungen. Gerade die Investmentbanking-Sparte ist als Flaggschiff-Sparte dieser Banken im Fokus, um die Performance aufrechtzuerhalten.

Somit kann man sagen, dass es in den Großbanken noch immer sehr offensiv zugeht, auch wenn das heute nicht mehr so in den Vordergrund rückt.

 

Starker Putin & schwacher Biden: Auslöser historischer Vermögenszerstörung

Die Welt steht kurz vor einem großen geopolitischen Konflikt, der sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in einen Krieg verwandeln kann. In dieser Situation verfügen die USA mit Sicherheit nicht über einen Staatsmann, der das Land siegreich durch einen derartigen Konflikt führen kann.

Mit der Ukraine hat Putin die USA in eine brenzliche Lage gebracht, zudem wird Biden wahrscheinlich keine Unterstützung von deutschen Bundeskanzler Scholz oder Präsident Macron bekommen.

Die USA haben eine beständige Russland-Angst entwickelt und suchen händeringend nach Verteidigungsvereinbarungen mit vielen Anrainerstaaten Russlands. Die Beziehung Europas und der EU zu Russland ist hier komplexer, insbesondere weil Europa stark von russischer Energie (besonders Gas) abhängt. Beim Erdgas ist Deutschland z.B. zu 60 % von russischen Lieferungen abhängig. Da Deutschland gerade sein letztes Atomkraftwerk abschaltet, ist das Land völlig abhängig von russischem Gas und höchstwahrscheinlich nicht darauf aus, Putin vor den Kopf zu stoßen.

Deutschland wird also im Fall der Ukraine nicht an der Seite der USA stehen, und Macron posiert wie immer, ohne zu wissen, was zu tun wäre.

Putins Wachsamkeit ist spätestens seit der Maidan-Revolution von 2014 erregt; 2014 gab es dort einen Umsturz, angeblich mit US-Unterstützung, um den ehemaligen ukrainischen Präsidenten Janukowitsch aus dem Land zu vertreiben und ein US-freundliches Regime zu installieren.

SCHWEDEN FÜRCHTET DIE RUSSEN SEIT ÜBER 300 JAHREN

Während der Westen besorgt ist, dass Putin in die Ukraine eindringen könnte, fürchten die Schweden darüber hinaus, dass die „Russen kommen“ könnten, was sie schon seit der verlorenen Schlacht von Poltawa 1709 gegen Peter den Großen fürchten.

In Schweden glaubt man also, von den Russen ginge im Baltikum eine echte Bedrohung aus. Hier bereitet man sich auf Krieg vor. Schweden nimmt Russlands Aktivitäten an der ukrainischen Grenze so ernst, dass man 120 schwedische Soldaten aus Zentralschweden auf die mitten im Baltikum liegende Insel Gotland verlegt hat. Dabei ist vielleicht noch zu erwähnen, dass Schweden seit den Napoleonischen Kriegen Anfang des 19. Jh. an keinem Krieg mehr beteiligt gewesen ist und dass Schwedens Armee und Bewaffnung etwas eingerostet sein dürften. Vielleicht werden noch weitere ca. 100 höchst kämpferische Soldaten verlegt, um die russischen See-, Luft und Landstreitkräfte abzuschrecken.

Ja, die Schweden zeigen sich zu Recht besorgt über Russlands Pläne in der Ukraine. Doch historisch betrachtet, scheint Schweden immer noch ein sehr sicherer Platz zu sein, und falls nicht, so werden ein paar hundert Soldaten wahrscheinlich keine Hilfe sein.

DREI GESCHEITERTE INVASIONEN ZUR EROBERUNG RUSSLANDS

In der Geschichte hat es drei große Invasionen Russlands/ der Sowjetunion gegeben – durch Schweden Anfang des 18. Jh., durch Napoleon Anfang des 19 Jh. und durch Deutschland in den 1940ern. Jedes Mal halfen den Russen sehr kalte Winter und die Taktik des Truppenrückzugs und Niederbrennens der Städte beim Rückzug. Den Angreifern blieben also keine Nahrungsmittel und viele Soldaten starben an Hunger und Erfrierungen. In den Entscheidungsschlachten standen die Russen schwachen und stark dezimierten Truppen gegenüber, weshalb sie aus jeder dieser drei großen Invasionen siegreich hervorgingen.

Seit der Niederlage des schwedischen König Karl XII gegen Zar Peter I in der Schlacht von Poltawa 1709 setzte ein schrittweiser Verfall des Schwedischen Reiches ein, das zuvor Nordeuropa dominiert hatte. Seit dieser Zeit herrscht in Schweden auch die Furcht vor den Russen. Die Karte Europa und die Russlands könnten heute ganz anderes aussehen, hätte König Karl diese Schlacht gewonnen.

AUSLÖSER DES WIRTSCHAFTSEINBRUCHS: RUSSLAND – UKRAINE oder CHINA-TAIWAN?

Ob Russland in die Ukraine einmarschieren wird oder nicht, wird sich zeigen, doch die Zeichen der Zeit sind unheilverkündend. Russland ist nie ernsthaft in Westeuropa einmarschiert (außer im 2. WK, um die Deutschen zu stoppen), sondern hat seine Aufmerksamkeit in erster Linie auf den Osten und Südosten gerichtet. Es scheint recht eindeutig, dass Putin Ambitionen hat, schrittweise das alte russische Reich wiederherzustellen.

Eine potentielle Invasion der Ukraine, selbst eine gewaltlose, würde wahrscheinlich schwere Auswirkungen auf die Welt haben. Was eine solche Invasion wiederum wahrscheinlicher macht, ist die Tatsache, dass Russland die Ukraine als historischen Teil des eigenen Reiches betrachtet.

Ganz ähnlich ist die Situation zwischen China und Taiwan. China betrachtet Taiwan als sein Eigen, und eine chinesische Invasion wäre keine große Überraschung.

Die Reaktionen der USA und des Rests der Welt auf jede dieser potentiellen Invasionen wird entscheidend dafür sein, ob wir vor einem potentiellen Weltkrieg stehen. Putins Einschätzung der USA als Land mit schwacher Führung, einem schwächer werden Militär und einer bankrotten Wirtschaft ist womöglich korrekt. Richtig ist, dass die USA über ein massives Kernwaffenarsenal verfügen, doch wahrscheinlich wird selbst dieses gegen ein deutlich überlegenes russisches Raketensystem ineffektiv sein.

Krieg ist schon immer sehr gefährlich für die Weltwirtschaft und die geopolitische Gesamtsituation gewesen. In einer finanziell wie moralisch bankrotten Welt würde eine russische oder chinesische Invasion, auch ohne große Gewalt, als Auslöser ausreichen, um die globalen Schulden- und Vermögenswertblasen implodieren zu lassen.

EINE FRAGILE WELTWIRTSCHAFT STEHT VOR DEM BERSTEN

Die Zerbrechlichkeit der Weltwirtschaft kann keinem Beobachter entgehen, der tatsächlich noch beobachten will.

Nehmen wir allein den US-Aktienmarkt als Beispiel: Die Überbewertung ist himmelschreiend, doch leider können die einäugigen Investoren nur einen steigenden Markt sehen. Ihr bester Freund ist der reiche Onkel Fed, dessen Taschen grenzenlos tief sind. Also wird er den Markt stets stützen, ganz gleich wie tief dieser fällt. Nicht nur das, er wird auch alles Geld des Welt herausrücken, das seine Bankerkollegen einfordern, um die eigenen verlustbringenden Spektakel zu finanzieren.

Das Problem von Onkel Fed ist nicht die Tiefe seiner Taschen, sondern die Qualität ihres Inhalts. Je mehr Hokuspokus aus seinen Taschen kommt, desto niedriger dessen Wert.

Die Aktienmärkte sind nach allen Kriterien überbewertet wie z.B. der Umfang kreditfinanzierter Aktienkäufe, Kurs-Umsatz-Verhältnisse, Kurs-Gewinn-Verhältnisse etc. Sie sind nicht nur überbewertet, sondern haben historische Allzeit-Extreme erreicht, ungeachtet des angelegten Maßstabs.

Nehmen wir aber nur den sehr verlässlichen Buffet-Indikator, um zu sehen, wie berauscht die Investorenschaft wirklich ist.

Zwischen 1975 und 1995 lag das Verhältnis aus Aktienmarktkapitalisierung und BIP im Durchschnitt bei 50 %. Bei der 2000er-Bubble waren es 140 %; bei der heutigen EPISCHEN Aktienmarktblase haben wir Werte von über 200 % erreicht. Eine Rückkehr zum Niveau von 1975-1995 würde also mit einem 75 %igen Verfall einhergehen. Allerdings wird eine epische Bubble höchstwahrscheinlich auch einen epischen Verfall nach sich ziehen. Daher würde ich von einem effektiven Einbruch von 90-95 % ausgehen, der sich auch mit den Aktienmarktverlusten der Jahre 1929-1932 von 90 % decken würde.

GLOBALE SCHULDENBLASE: ERST EXPLOSION, DANN IMPLOSION

Allein in diesem Jahrhundert hat sich die globale Verschuldung verdreifacht, von 100 Bill. auf 300 Bill. $. Dieser Raketentreibstoff, aus dem sich das explosive Vermögensmarktwachstum speiste, ist im Grunde nur in Falschgeld verwandelte Luft.

In einem ersten Schritt werden diese Schulden explodieren, aufgrund grenzenloser Geldschöpfung zur Rettung des Finanzsystems und des 2 Billiarden $ schweren Derivatemarktes. Die 3-Billiarden-Dollar-Prognose in der Tabelle unten beinhaltet diesen Zusammenbruch der Derivatemärkte.

In einem zweiten Schritt – wenn die Welt entdeckt, dass die aus dem Nichts geschöpfte Zentralbankenliquidität wertlos ist – wird diese Schuldenblase dann plötzlich implodieren, zusammen mit allen Vermögenswerten, die durch diese Schuldenblase finanziert wurden.

COVID WAR NICHT URSACHE, SONDERN VORWAND

Wie ich häufig hervorgehoben hatte, war Covid nicht die Ursache der aktuellen Krise, sondern nur eine praktische Ausflucht. Die wahre Krise begann im September 2019, als die Federal Reserve sich gezwungen sah, Notfallkredite an zahlreiche schwer illiquide Wall-Street-Handelshäuser wie Nomura, JP Morgan und Goldman Sachs zu vergeben. Insgesamt vergab die Fed Notfall-Repokredite in Höhe von 19,9 Billionen $. Nomura, Goldman und Morgan bekamen davon 8 Bill. $; allein sechs Häuser bekamen 62 % jener fast 20 Billionen $, zu denen neben den eben schon erwähnten Banken auch Barclays, Citigroup und Deutsche Bank zählten. Siehe auch Tabelle unten.

Was die Repokredite noch kontroverser macht, ist der Umstand, dass bei ihrer Vergabe, nach Einschätzung des Ökonomen Michael Hudson, gegen den Dodd-Frank-Act verstoßen wurde.

Als Covid Anfang 2020 begann, konnten die Zentralbanken praktischerweise die Pandemie verantwortlich machen für die massive und wiederholte Ausweitung ihrer Bilanzsummen. Viel problematischer war aber, dass die großen Investmentbanken wieder einmal kurz vor dem Bankrott standen.

6 BANKEN BEKAMEN 12 BILL. $ VON INSGESAMT 20 BILL. $ NOTFALLKREDITEN

2022 – BEGINN DER GRÖSSTEN WIRTSCHAFTSKRISE DER GESCHICHTE

Es ist schon immer absolut klar gewesen (zumindest für mich!), dass die Krise von 2006-09 nie gelöst, sondern nur temporär zusammengeflickt wurde. Man muss es geradezu als Wunder bezeichnen, dass es die Zentralbanken geschafft haben, die Welt weitere 10 Jahre zum Narren zu halten – bis September 2019, als die Probleme wiederauftauchten.

Zugegeben, alle Akteure im Finanzsystem hatten aus Eigeninteresse an diesem Schwindel-Monopoly-Spiel teilgenommen, das auf illusionären Grundsätzen aufbaut. Sie konnten gar nicht anders als gewinnen, schließlich durften sie alle Gewinne einstreichen und sich aus der Verantwortung ziehen für jegliche Verluste.

Doch das Problem, das im September 2019 wiederauftauchte, wird nicht verschwinden. Die Explosion der Zentralbankenbilanzen und der Schulden hat jetzt unbeherrschbare als auch unlösbare Ausmaße angenommen.

2022 wird das erste von vielen Jahren sein, in denen die Welt die größte Finanz- und Wirtschaftskrise der Geschichte zu spüren bekommt.

Denn nie zuvor in der Geschichte hat es auf der Welt eine globale Wirtschaftskrise dieser Dimension gegeben – verursacht durch gewaltige Verschuldungsexzesse überall auf der Welt und verschärft durch epische Blasenbildung an allen Vermögensmärkten.

Es ist also irrelevant, ob der Auslöser eine potentielle Invasion der Ukraine oder Taiwans ist – oder aber eine viel weniger wichtige Schneeflocke, die eine Lawine erzeugt.

Das Risiko einer massiven Lawine, die Kredit- und Vermögensmärkte unter sich zerquetscht, ist jetzt so hoch, dass alle, die nicht das Weite gesucht haben, miterleben werden, wie das eigene Vermögen vollkommen aufgerieben wird.

Seit 5.000 Jahren ist Gold der beste Schutz in gleich welcher Krise gewesen, und es ist unwahrscheinlich, dass es diesmal anders sein wird.

Die Tabelle unten stammt aus einem meiner Artikel, in dem gezeigt wurde, wie man 10.000 $ in eine 1 Milliarde $ verwandelt, indem man einen Aktienindex oder Gold einfach 10 Jahre lang hält und nur alle 10 Jahre am 1. Januar alles reinvestiert; der Startpunkt war der 1. Januar 1970.

Bis zum 1. Januar 2020 waren aus jenen 10.000 $ 121 Millionen $ geworden, die dann zum Kurs von 1.550 $ in Gold investiert wurden. Um das Ziel von 1 Milliarde $ nach 60 Jahren zu erreichen, muss Gold bis Januar 2030 auf 12.500 $ steigen.

Ich würde annehmen, dass Gold bis dahin viel höhere Stände erreicht hat, aber man darf nicht vergessen, dass wir Gold zu Vermögenssicherungszwecken und nicht als Spekultivinvestition halten. Der Preis ist also weniger wichtig als Ihr Vermögen.

GOLD HEUTE SO BILLIG WIE 1970 UND 2000

Abschließend möchte ich Investoren erneut daran erinnern, dass Gold im Verhältnis zum US-Geldangebot heute noch genauso billig ist wie 1970 bei 35 $ oder auch 2000 zum Preis von 300 $. Mit anderen Worten: Es ist ein absolutes Schnäppchen!

AKTIEN BRECHEN EIN & GOLD STEIGT

Normalerweise machen wir uns nie Gedanken um kurzfristige Kursbewegungen, denn heutzutage ist Vermögenssicherung das Entscheidende.

Mit Blick auf die aktuelle Marktlage macht es aber den Eindruck, als würde es höchstwahrscheinlich zu großen Bewegungen kommen – und das relativ bald schon.

Investoren, die an ihren Aktienmarktinvestitionen festhalten, stehen vor dem Schock ihres Lebens, wenn die Aktienmarktblase platzt. Der Rückgang der Anlagewerte wird brutal und langanhaltend sein und zu massiver Vermögenszerstörung führen. Der echte Crash könnte in den nächsten 2-3 Monaten beginnen.

Gold hat jetzt für einen längeren Zeitraum konsolidiert und ist bereit für den Ausbruch nach oben. Wenn Gold entschlossen die 1.900 $-Marke nimmt, wird eine sehr kräftige Aufwärtsbewegung folgen.

www.goldswitzerland.com

 

Ethereum verliert NFT Markt an Konkurrenz

Zu hohe Transaktionskosten

Laut einer Mitteilung, schrieben die Analysten, dass der Volumenanteil von Ethereum am Handel mit nicht fungiblen Token von 95 % Anfang 2021 auf 80 % gesunken ist, was auf die hohen Transaktionsgebühren zurückzuführen ist.

Die Analysten schrieben, dass genau wie bei dezentralen Anwendungen „Überlastung und hohe Gasgebühren“ „NFT-Anwendungen dazu veranlasst haben, andere Blockchains zu verwenden“. Die Analysten stellten fest, dass Solana ($SOL) ein Hauptnutznießer war, da es Marktanteile von Ethereum übernommen hat.

Der NFT-Markt ist im vergangenen Jahr auf über 12 Milliarden Dollar gewachsen, wobei einige Kollektionen für Millionen verkauft wurden. NFTs sind Kryptoassets, die eindeutige Identifikationscodes und Metadaten haben, die sie voneinander unterscheiden. Im Gegensatz zu BTC und ETH können sie nicht als Äquivalente gehandelt werden.

Die durchschnittliche Transaktionsgebühr auf der Ethereum-Blockchain hat an einigen Stellen die 80-Dollar-Marke überschritten und kleinere Händler aus dem Netzwerk gedrängt. Blockchains wie Solana wurden im Hinblick auf Skalierbarkeit entwickelt und können eine höhere Anzahl von Transaktionen pro Sekunde verarbeiten.

ETHs Konkurrenz

Berichten zufolge gewinnen auch andere Netzwerke, darunter WAX und Tezos, Marktanteile, sagten die Analysten von JPMorgan. Bemerkenswert ist, dass Ethereum bei steigenden Zinsen mehr Wachstumspotenzial als Bitcoin hat, da es ein Ökosystem dezentraler Anwendungen antreibt.

Börsengang von Bertelsmann-Tochter bringt maximal 805 Mio Euro

Die Aktien würden voraussichtlich zu 33 bis 35 Euro zugeteilt und damit in der unteren Hälfte der Preisspanne, die von 32 bis 39 Euro reichte, teilte eine der begleitenden Banken am Mittwoch den Investoren mit. In der verengten Spanne sei die Emission einen Tag vor dem Ende der Zeichnungsfrist überzeichnet. Bertelsmann und Saham wollen zusammen 20 Millionen Majorel-Aktien – zu gleichen Teilen abgeben, dazu kommt eine Platzierungsreserve (Greenshoe) von 15 Prozent. Damit winkt den beiden ein Erlös von 759 bis 805 Millionen Euro.

Majorel wird damit mit 3,3 bis 3,5 Milliarden Euro bewertet. Dem Unternehmen selbst fließt kein frisches Geld zu. Die Aktien sollen am Freitag erstmals an der Amsterdamer Euronext gehandelt werden. Organisiert wird die Emission von den Investmentbanken JPMorgan, BNP Paribas und Citigroup.

Der Dienstleister war 2019 aus dem Zusammenschluss der Callcenter-Aktivitäten der Bertelsmann-Tochter Arvato und des Callcenter-Betreibers Saham hervorgegangen. Majorel beschäftigt inzwischen rund 63.000 Mitarbeiter in 31 Ländern, darunter etwa 8000 in Deutschland. Majorel hat mehr als 400 Kunden, darunter mehrere globale Tech-Unternehmen. Die Firma managt für ihre Auftraggeber Kundenbeziehungen – im Fachjargon Costumer Experience (CX) genannt. Im ersten Halbjahr steigerte Majorel den Umsatz auf 842 Millionen Euro.

 

Bertelsmann-Tochter Majorel bei Börsengang bis zu 3,9 Mrd wert

Majorel nannte am Donnerstag am Firmensitz in Luxemburg eine indikative Preisspanne von 32 bis 39 Euro pro Aktie. Damit werde das 2019 gegründete Unternehmen mit 3,2 bis 3,9 Milliarden Euro bewertet, teilte eine der begleitenden Banken mit. Die beiden Eigentümer Bertelsmann und Saham, die bisher je 50 Prozent der Anteile halten, wollen insgesamt 20 Millionen Aktien verkaufen, bei entsprechender Nachfrage bis zu 23 Millionen. Die Emission könnte damit bis zu 897 Millionen Euro einbringen, jeweils die Hälfte davon geht an Bertelsmann und Saham. An Majorel fließt kein frisches Geld.

Die Papiere können bis zum 23. September gezeichnet werden, allerdings nur von institutionellen Investoren. Einen Tag später will Majorel an der Amsterdamer Börse Euronext sein Börsendebüt feiern. Organisiert wird die Emission von den Investmentbanken JPMorgan, BNP Paribas und Citigroup.

Vorstandschef Thomas Mackenbrock sagte, der Börsengang sei der “nächste logische Schritt in der Entwicklung von Majorel”. Die Resonanz von Investoren auf die Börsenpläne habe ihn sehr ermutigt. Bertelsmann und Saham wollten Großaktionäre bleiben. 20 bis 23 Prozent der Anteile soll nach Angaben der Bank künftig im Streubesitz sein. Bertelsmann will Majoral trotzdem weiterhin in der Bilanz konsolidieren, obwohl der Medienkonzern dann nur noch in einer Minderheitsposition beteiligt ist.

Der Dienstleister war 2019 aus dem Zusammenschluss der Callcenter-Aktivitäten der Bertelsmann-Tochter Arvato und des marokkanischen Callcenter-Betreibers Saham hervorgegangen. Majorel beschäftigt inzwischen rund 63.000 Mitarbeiter in 31 Ländern, darunter etwa 8000 in Deutschland. Majorel hat mehr als 400 Kunden, darunter mehrere globale Tech-Unternehmen. Die Firma managt für ihre Auftraggeber Kundenbeziehungen – im Fachjargon Costumer Experience (CX) genannt. Im ersten Halbjahr steigerte Majorel den Umsatz auf 842 Millionen Euro, der operative Gewinn (Ebitda) lag bei 154 Millionen Euro.

 

Credit Suisse ernennt neuen Chief Compliance Officer

Rafael Lopez Lorenzo wurde zum Chief Compliance Officer ernannt, wie die zweitgrößte Schweizer Bank am Mittwoch mitteilte. Der Manager, der momentan das interne Audit leitet, übernimmt die Position am 1. Oktober von Thomas Grotzer, der sie seit April 2021 ad interim innehat. Zudem wurde Christine Graeff zum Global Head of Human Resources ernannt. Sie tritt die Nachfolge von Antoinette Poschung an, die Ende Januar 2022 in den Ruhestand geht.

Lopez Lorenzo wechselte 2015 von JP Morgan Chase zur Credit Suisse. Der Manager habe bei der Aufarbeitung der jüngsten Vorfälle eine entscheidende Rolle gespielt, erklärte die Bank. Graeff stieß Anfang dieses Jahres als Kommunikationschefin von der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Credit Suisse.

Präsident Antonio Horta-Osorio, seit April im Amt, will die Credit Suisse nach den Fehlschlägen mit Archegos und Greensill in ruhigere Gewässer steuern und eine neue Risikokultur etablieren. Die Affären kosteten die Bank Milliarden und eine Untersuchung förderte schwere Kontrollmängel bei der Investmentbank zutage. eine Reihe von hochrangigen Managern mussten ihren Hut nehmen und Horta-Osorio besetzte Schlüsselpositionen wie etwa den Riskochef neu. Zudem soll der Verwaltungsrat mit zwei Risikoexperten verstärkt werden.

 

Bertelsmann – Börsengang ist Option für Service-Tochter Majorel

“Ein IPO ist immer eine Option, auch für den weiteren Ausbau der Geschäfte und für die Konsolidierung”, sagte Bertelsmann-Chef Thomas Rabe bei der Vorlage der Halbjahres-Zahlen am Mittwoch zu Journalisten. Es gebe aber noch keine Entscheidung dazu. Majorel habe sich in der Vergangenheit sehr erfolgreich entwickelt, vor allem im Geschäft mit Internet- und IT-Firmen, Banken und Versicherungen.

Jüngst hatte das “Handelsblatt” berichtet, ein genaues Datum stehe noch nicht fest, aber schon im September oder Oktober könnte es so weit sein. Demnach ist ein Konsortium aus den US-Banken JP Morgan, Citigroup sowie der französischen BNP Paribas mandatiert, angestrebt werde eine Notiz an der Amsterdamer Börse Euronext. Die Bewertung Majorels könnte Branchenexperten zufolge bei rund drei Milliarden Euro liegen.

Die Gütersloher halten 50 Prozent an Majorel. Der Dienstleister ging 2019 aus dem Zusammenschluss der Callcenter-Aktivitäten der Bertelsmann-Tochter Arvato und des marokkanischen Callcenter-Betreibers Saham hervor. Das Unternehmen beschäftigt rund 60.000 Mitarbeiter in 31 Ländern in Europa, Afrika, Amerika und Asien, darunter etwa 8000 in Deutschland. In Ostdeutschland schließt Majorel allerdings bis Jahresende wegen Verlusten drei Callcenter und hat einen Standort an den Konkurrenten Regiocom verkauft. Im vergangenen Jahr kletterte der Majorel-Umsatz auf 1,38 Milliarden Euro, nach 1,2 Milliarden Euro 2019.

Bertelsmann hat nach Rabes Worten finanziellen Spielraum für Zukäufe von zwei bis drei Milliarden Euro. Hier seien Investitionen im Bildungsbereich möglich und beim TV-Produktionsunternehmen Fremantle.

 

Bei Deutscher Bank steigt nach erneutem Gewinn die Zuversicht

– von Patricia Uhlig und Tom Sims

Im zweiten Quartal verdiente das größte deutsche Geldhaus trotz Einbußen im wichtigen Investmentbanking und Zusatzkosten deutlich mehr als erwartet. “Alle Geschäftsbereiche sind profitabler geworden und haben bewiesen, dass wir weiter an Relevanz für unsere Kunden zulegen und Marktanteile gewinnen”, sagte Vorstandschef Christian Sewing am Mittwoch. Geholfen hat auch eine niedrige Risikovorsorge für faule Kredite. Sewing kassierte zwar das Kostenziel, ist aber zuversichtlicher beim Ertragswachstum.

Unter dem Strich erwirtschafteten die Frankfurter von April bis Juni einen Gewinn von 692 Millionen Euro, nach einem Verlust von 77 Millionen Euro vor einem Jahr. Es war der vierte Quartalsgewinn in Folge und das beste Zwischenergebnis seit 2015 für die einst krisengeplagte Bank. An das starke Auftaktquartal konnte sie aber nicht anknüpfen – da stand ein Überschuss von fast einer Milliarde Euro zu Buche.

“Bei der Transformation unserer Bank haben wir schon viel erreicht”, schrieb Sewing an die knapp 84.000 Mitarbeiter und räumte gleichzeitig ein, dass der schwierigste Teil noch komme. “Es ist ein wenig wie bei einem Marathonlauf: Bei Kilometer 30 fängt es an, besonders anstrengend zu werden.” Vor allem beim Jobabbau hat das Geldhaus noch viel vor sich. Von den geplanten Streichungen von 18.000 Jobs bis 2022 sind bis Ende Juni erst 8000 erfolgt.

Auch weisen die Quartalsergebnisse teilweise Schwächen auf. So lagen die Erträge mit 6,2 Milliarden Euro ein Prozent unter dem Vorjahresniveau. Im Investmentbanking waren die Einbußen mit elf Prozent auf 2,4 Milliarden Euro besonders hoch. Grund dafür war vor allem der – bereits erwartete – Rückgang im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren. Im ersten Halbjahr 2020 hatte es wegen der Corona-Pandemie eine außergewöhnlich hohe Nachfrage nach Anleihen von Staaten und Unternehmen gegeben und Banken hatten daran gut verdient. Bei US-Häusern wie JP Morgan waren die Rückgänge hier im zweiten Quartal noch höher. Gut lief es bei der Deutschen Bank wie bei den Wettbewerbern im Emissions- und Beratungsgeschäft. Auch im Privatkundengeschäft und in der Vermögensverwaltung legten die Erträge zu. Die Fondstochter DWS erzielte Rekordmittelzuflüsse.

BANK WILL NOCH MEHR SPAREN

Verkraften musste das Institut außerplanmäßige Kosten für die Bankenabgabe und den Einlagensicherungsfonds der deutschen Privatbanken. Dieser muss nach der milliardenschweren Insolvenz der Bremer Greensill Bank wieder aufgefüllt werden. In der Privatkundensparte schrieb die Bank wegen Rückstellungen für Gebührenrückerstattungen an Kunden einen kleinen Verlust. Zudem kann sie wegen eines Urteils des Bundesgerichtshofs Preiserhöhungen nicht mehr so einfach umsetzen und damit rückläufige Zinserträge ausgleichen. Insgesamt gesehen waren die Kosten mit fünf Milliarden Euro aber sieben Prozent niedriger als im Vorjahr.

Um die zusätzlichen Aufwendungen auszugleichen, stieß Sewing neue Sparmaßnahmen an. “Wir müssen bei all den Kostenfaktoren am Ball bleiben, die wir selbst beeinflussen können”, schrieb er an die Mitarbeiter. So will er etwa Prozesse verschlanken, Personal “optimieren” und sich schneller von Immobilien trennen.

Bei Analysten kamen die Quartalsergebnisse gut an. “Die Deutsche Bank ist bei ihrer Restrukturierung solide auf Kurs”, sagte Finanzanalyst Michael Rohr von der Ratingagentur Moody’s. Die Erträge wiesen Stabilität auf, die Kosten seien rückläufig und die Rentabilität gehe in die richtige Richtung. Ende Juni belief sich die Nachsteuerrendite auf 6,5 Prozent. Ziel bis 2022 sind acht Prozent. Die Aktien notierten nach einem mehr als vierprozentigen Kursanstieg gegen Mittag leicht im Minus.

WENIGER RISIKEN IM KREDITPORTFOLIO

Zugute kam der Deutschen Bank in den vergangenen Monaten, dass in Folge der Corona-Krise nicht so viele Kredite ausfielen wie befürchtet. Im ersten Halbjahr lag die Risikovorsorge bei 144 Millionen Euro nach 1,3 Milliarden Euro vor Jahresfrist. Für das Gesamtjahr stellte Finanzchef James von Moltke eine Summe von 900 Millionen Euro in Aussicht – weniger als bisher. Dies sei konservativ gerechnet und könne geringer ausfallen. Bei den Erträgen gebe es gute Chancen, dass diese 2022 näher an 25 Milliarden als an den erwarteten 24,4 Milliarden Euro lägen.

Für Aufsehen sorgte die Bank damit, dass sich sie von ihrem absoluten Kostenziel von 16,7 Milliarden Euro bis 2022 verabschiedete. Gerade die Kosten sind bei der Deutschen Bank oft Stein des Anstoßes gewesen. Da der Umbau voranschreite und die Bank im ersten Halbjahr nachhaltige Profitabilität bewiesen habe, konzentriere sich das Management künftig auf die Aufwand-Ertrag-Relation, sagte von Moltke. Diese Kennzahl soll 2022 bei 70 Prozent liegen – das bedeutet, dass für jeden Euro Ertrag 70 Cent aufgewendet werden müssen. Ende Juni lag die Quote noch bei 78,5 Prozent.

 

Europas Börsen auf Talfahrt – “Die Luft ist raus”

Der Dax sackte bis zum Nachmittag um 1,4 Prozent ab und rutschte zeitweise knapp unter die Marke von 15.000 Punkten. Der EuroStoxx50 fiel um ein Prozent auf 3960 Zähler. Auch die Kurse an der Wall Street gaben vorbörslich nach.

Trotz starker Firmenbilanzen geht es an den Aktienmärkten seit einigen Tagen nicht weiter voran, was einige Börsianer mittlerweile als Warnsignal werten. “Die Luft ist raus. Das deutet darauf hin, dass eine Konsolidierung unmittelbar bevorsteht”, sagte ein Händler. Seit Jahresbeginn hat der Dax rund elf Prozent gewonnen.

Ein Renditesprung an den Anleihemärkten zu Wochenbeginn drückte zudem nachhaltig auf die Stimmung der Anleger und schürte frische Inflationssorgen. Die Verzinsung der zehnjährigen Bundestitel gab indes auf minus 0,216 Prozent nach, nachdem sie am Montag bei minus 0,16 Prozent ein 14-Monats-Hoch markiert hatte. Genährt werden die Inflationsspekulationen von der Aussicht auf ein beschleunigtes Weltwirtschaftswachstum. Die Lockerung der Pandemie-Restriktionen in den USA und Großbritannien nehme Fahrt auf, sagte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. “Europa holt bei den Massen-Impfungen rasch auf und wird im Sommer ein ähnliches Niveau erreichen.” Dies schüre die Hoffnung auf eine Normalisierung des Lebens. Die explodierenden Corona-Fallzahlen in Indien zeigten allerdings, dass die Erholung ungleichmäßig verlaufe.

Am Rohölmarkt spielten der mögliche Nachfrage-Rückgang beim wichtigen Abnehmer Indien nur eine untergeordnete Rolle. Investoren setzten auf eine anziehende Reise-Tätigkeit in den westlichen Industrienationen, sagte Analyst Ash Glover vom Brokerhaus CMC. Die Ölsorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 1,3 Prozent auf 68,42 Dollar je Barrel (159 Liter). Im Windschatten gewann der europäische Aktienindex für die Öl- und Gasbranche 1,2 Prozent.

GUT, ABER NICHT GUT GENUG

Ein Minus von 1,6 Prozent wies hingegen der europäische Tech-Sektor auf, der Auto-Index gab rund ein Prozent ab. Vor allem die Automobilbranche hat angesichts von Produktions- und Lieferengpässen in der Halbleiterindustrie momentan Probleme. Die Aktien von Infineon fielen um 4,4 Prozent, obwohl der Chip-Hersteller im Quartal besser abschnitt als gedacht und seine Jahresziele anhob. Allerdings gehen dem Halbleiter-Konzern durch den Chip-Mangel Erlöse durch die Lappen – ein Zustand, der laut Infineon noch bis 2022 andauern könnte.

Auch bei Teamviewer und Hellofresh machten Anleger trotz starker Wachstumszahlen Kasse. Die Papiere der Softwarefirma und des Kochbox-Versenders fielen um bis zu acht Prozent. Es sei unklar, wie sich das Konsumverhalten nach Überwindung der Pandemie entwickeln werde, gaben die Experten der Bank JPMorgan zu bedenken. Elektronik-, Software- und Internet-Werte hatten von den Beschränkungen des öffentlichen Lebens in den vergangenen Monaten profitiert.

Auf dieser Erfolgswelle sieht sich der Wohnmobil-Anbieter Trigano noch länger reiten. In der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres steigerte das Unternehmen seinen Gewinn den Angaben zufolge um 74 Prozent auf 114,4 Millionen Euro. Die Titel legten daraufhin in Paris um fast zwölf Prozent zu, so stark wie zuletzt vor einem halben Jahr.

 

Anleger bleiben vor Fed-Entscheid vorsichtig

Dax und EuroStoxx50 fielen am Dienstag um jeweils etwa 0,2 Prozent auf 15.255 beziehungsweise 4012 Punkte. Investoren seien hin- und hergerissen zwischen soliden Firmenbilanzen und den steigenden Coronavirus-Fallzahlen in einigen Ländern wie Indien, sagte Analyst Pierre Veyret vom Brokerhaus Activtrades.

US-Notenbankchef Jerome Powell werde nach den geldpolitischen Beratungen am Mittwoch voraussichtlich sein Mantra einer auf absehbare Zeit ultra-lockeren Geldpolitik wiederholen, prognostizierte Neil Wilson, Chef-Analyst des Online-Brokers Markets.com. “Trotz der sich verbessernden Konjunkturdaten bleibt die Fed im Krisenmodus.” Die Notenbank werde eine deutliche Erholung der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes sowie eine deutliche Entspannung der Gesundheitslage abwarten, bevor sie ihre Wertpapierkäufe drossele, prognostizierten die Analysten der Bank Unicredit.

Die unverändert positive Grundstimmung am Markt spiegelte sich unter anderem in Kursgewinnen der Reise- und Touristikbranche wider. Dank eines wachsenden Tempos bei den Corona-Massenimpfungen in der EU stieg der europäische Branchenindex auf ein Rekordhoch von 282,16 Punkten. Der Sektor hatte in den vergangenen Monaten besonders stark unter den Pandemie-Beschränkungen gelitten.

ÖLPREIS IM AUFWIND – KUPFER AUF ZEHN-JAHRES-HOCH

Aufwärts ging es auch für den Ölpreis. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 0,5 Prozent auf 65,98 Dollar je Barrel (159 Liter). Anleger warteten gespannt auf die Ergebnisse der Beratungen der großen Export-Staaten zu den Förderquoten. “Sollte die Opec+ die Lage in Indien ignorieren, könnten sich die Kursgewinne schnell in Luft auflösen”, warnte Bjornar Tonhaugen, Chef des Ölgeschäfts beim vom Brokerhaus Rystad. Das aufstrebende Schwellenland ist einer der weltweit wichtigsten Öl-Abnehmer.

Unterdessen setzte Kupfer wegen möglicher Angebotsengpässe seinen Höhenflug fort. Das Industriemetall gewann gut zwei Prozent und war mit 9965 Dollar je Tonne zeitweise so teuer wie zuletzt vor zehn Jahren. “Chilenische Hafenarbeiter haben wegen Streits über die Altersversorgung zum Streik aufgerufen”, erläuterte Analyst Carsten Menke von der Bank Julius Bär. “Sie werden von den Bergbaugewerkschaften unterstützt.” Chile ist ein wichtiger Kupfer-Lieferant, und die weltweite Nachfrage übertrifft bereits jetzt das Angebot.

Gefragt war auch Bitcoin, das sich um drei Prozent auf 54.999 Dollar verteuerte. Angeheizt werde die Rally von den Plänen der Bank JPMorgan, einen Fonds für diese Kryptowährung aufzulegen, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. “Ein US-Bitcoin-Fonds wäre ein weiterer Ritterschlag.”

ÜBERNAHMEFANTASIE UM HELLA – UBS UNTER DRUCK

Am deutschen Aktienmarkt rückte am Mittag Hella ins Rampenlicht. Einem Magazinbericht zufolge sondiert die Industriellenfamilie Hueck, die zusammen mit der Familie Röpke 60 Prozent an dem Autozulieferer hält, den Markt für einen Verkauf ihrer Anteile. Eine solche Transaktion könnte eine Übernahmeofferte für die übrigen Aktionäre nach sich ziehen und der Konzern könnte von der Börse genommen werden, kommentierte Analyst Sascha Gommel von der Investmentbank Jefferies. Hella-Aktien verbuchten mit einem Plus von zeitweise knapp 13 Prozent den zweitgrößten Kurssprung der Firmengeschichte.

Die Titel von UBS fielen dagegen in Zürich um knapp drei Prozent. Der Kollaps des Hedgefonds Archegos verhagelte der Bank die Bilanz. Die finanziellen Belastungen seien zwar geringer als beim Rivalen Credit Suisse, aber höher als gedacht, sagte Markets.com-Experte Wilson.