Produzentenpreise steigen um 8,3% – EZB tapert nicht! – Gold an kritischer Unterstützung

Der Goldpreis fiel vergangene Handelswoche um 2,3% auf 1.787 US-Dollar, wobei wichtige technische Unterstützungen unterschritten wurden. Silber korrigierte noch stärker um 4,2% auf die wichtige Unterstützung bei 23,80 US-Dollar, nachdem die großen vier Händler an der COMEX mit 11 Tagen der Weltproduktion auf einen wieder fallenden Preis gewettet hatten.

Platin, das bis dato immer noch an einem Überangebot leidet, tauchte um 7% ab und testete damit zum dritten Mal die Unterstützung bei 960 US-Dollar, womit auch ein langfristiger Aufwärtstrend gebrochen wurde. Am stärksten traf es jedoch den Palladiumpreis, der um fast 12% auf 2.135 US-Dollar einbrach.

Gold reagierte damit nicht auf den starken Anstieg der US-Produzentenpreise, die um 8,3% zum Vorjahr und 0,7% zum Vormonat anstiegen, womit die Erwartungen der Analysten übertroffen wurden. Auch die Kernrate stieg um 6,7% zum Vorjahr, womit immer mehr Investoren am vorübergehenden Charakter des Konsumentenpreisanstiegs zu zweifeln beginnen. Dass der Goldpreis von diesen Nachrichten am Freitag nicht profitieren konnte, ist als Schwäche zu interpretieren.


Alle Edelmetalle fielen vergangene Woche und auch die Goldminen gaben um 5,7% nach

Die US-Notenbank hat sich kürzlich von ihrem früheren Hauptziel der „Preisstabilität“ verabschiedet und ihre Geldpolitik allein von der Entwicklung des Arbeitsmarktes abhängig gemacht. Der letzte Arbeitsmarktbericht war eine Katastrophe mit nur 235 Tsd. anstatt der erwarteten 728 Tsd. neu geschaffenen Stellen. Dies stellt die Wirtschaftserholung infrage, während die Preise weiter ansteigen – die Stagflation ist da!

Da die Aktienmärkte ausschließlich aufgrund der Flut neu gedruckten Geldes auf ihrem Allzeithoch notieren, hängt deren weitere Entwicklung von der Fortsetzung der QE-Programme ab. Je mehr Geld über einen umso längeren Zeitraum gedruckt wird, desto mehr wird der Dollar an Kaufkraft verlieren, was wiederum höhere Aktienkurse rechtfertigt.

Auch in der Bundesrepublik lag die Teuerung im August auf dem höchsten Stand seit 30 Jahren. Nach der offiziellen Statistik stiegen die Verbraucherpreise im August um 3,9 Prozent an. Zuletzt waren diese mit 4,3 Prozent kurz nach dem Beitritt der DDR zur BRD so hoch, nachdem man zur Finanzierung der Wiedervereinigung hohe Schulden machte.

Bundesbankpräsident Weidmann erwartet bis Jahresende einen Anstieg des Verbraucherpreisindex von bis zu fünf Prozent zum Vorjahr. Die realen 10-jährigen Zinsen für bundesdeutsche Anleihen rentieren inflationsbereinigt bereits seit über fünf Jahren negativ und liegen aktuell bei -4,23%.

Dies ist nur möglich, da nicht nur das europäische Geldsystem sozialistisch/zentralistisch ist, sondern auch die Anleihenmärkte planwirtschaftlich verzerrt sind. Ohne die Ankaufprogramme der Notenbanken und der Fälschung der offiziellen Verbraucherpreisstatistiken wären die Anleihenmärkte längst eingebrochen und die Zinsen nach oben geschossen.


Schwacher Arbeitsmarkt – hohe Inflation – starker US-Dollar

Doch dies versucht man zu verhindern, denn die planwirtschaftlich künstlich niedrigen Zinsen haben gigantische Fehlallokationen geschaffen, die in einer historisch einmalig starken Rezession enden müssen, sobald die Zinsen wieder ansteigen werden. Den konservativen Inflationsprognosen der Notenbanken, die in den nächsten Jahren eine rückläufige Teuerung zurück auf das 2-Prozent-Durchschnittsziel erwarten, liegt die Erwartung eines baldigen Taperings und letztlich ein Ende der QE-Programme zugrunde.

Diese Annahme ist jedoch falsch, denn dies würde die Zinsen ansteigen und die Blasen an den Märkten platzen lassen, weshalb die nächsten Jahre der Stagflation von immer neuen Krisen begleitet werden. Politik und Notenbanken wissen, dass die Rechnung für die hausgemachten Probleme gezahlt werden muss und sie sich in eine Sackgasse manövriert haben.

Die Frage ist also nicht, ob sich die QE-Programme und die Rezession fortsetzen werden, sondern nur wie die Politik uns diese Ereignisse verkaufen wird. Wir werden erleben, welche Sau nach Corona durchs Dorf getrieben wird, um die Schuld an dem Zusammenbruch der zentralistisch/planwirtschaftlichen Wohlfahrtspolitik einem neuen exogenen Faktor in die Schuhe zu schieben. Obwohl der Staat die alleinige Schuld an der Misere trägt, werden die Politiker ihre Hände in Unschuld waschen und sich in der nächsten Krise wieder als Retter gebaren.

Berechnet man die Teuerung in den USA nach der gleichen Methode, die man vor 1980 verwendet hat, so würden die Konsumentenpreise aktuell bereits mit einer Rate von 13,3% ansteigen. Dies liefert zwei Erkenntnisse.

  1. Traue nie einer Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast, insbesondere keiner Regierungsstatistik.
  2. Die Geldentwertung ist bereits viel höher und die Finanzielle Repression der Sparer weitreichender, als es die Bevölkerung wahrnimmt.

Dahinter steckt System, denn je länger diese Täuschung fortgesetzt werden kann, desto mehr Schulden können weginflationiert werden, was der Politik einen langsamen und steinigen Weg aus der Sackgasse verschafft. Den Preis zahlen diesmal jedoch insbesondere die Bürger, die ihrer Ersparnisse sowie Renten- und Pensionsanwartschaften beraubt werden. Das geplante Europäische Vermögensregister ist bereits der Beginn eines kommenden Lastenausgleichs, wenn das Kartenhaus in wenigen Jahren in sich zusammenfallen wird.

Die Europäische Zentralbank hatte vergangene Woche angekündigt ihr Pandemie-Anleihenkaufprogramm (PEPP) ab dem vierten Quartal zu drosseln. Bereits im letzten Monat waren die Käufe saisonal bedingt zurückgegangen. Ein Volumen der Drosselung wurde nicht bekanntgegeben und EZB-Chefin Christine Lagarde betonte, dass es sich hierbei nicht um ein Tapering handeln würde, was erklären mag, warum der Wechselkurs des Euros zum US-Dollar darauf so gut wie nicht reagiert hat und der Euro zum US-Dollar weiter auf unter 1,18 US-Dollar gefallen ist. Die EZB versucht sich heimlich aus den Anleihenkäufen zurückzuziehen, doch sie wird feststellen, dass die Zinsen ohne die EZB als Käufer der letzten Instanz ansteigen werden.

Die EZB und die FED sind dazu verdammt die Anleihenkäufe in den nächsten Jahren fortzusetzen, wenn die nächste Rezession und deflationärer Druck nicht sofort auf der Bildfläche erscheinen sollen. Man kann Märkte nicht manipulieren, ohne einen hohen Preis dafür zu zahlen. Die Edelmetallpreise, allen voran Gold und Silber, werden in den nächsten Jahren mit weiteren Krisen und fortgeführten QE-Programmen weiter ansteigen. Sichern Sie Ihr Vermögen vor der Inflationssteuer, indem Sie in Edelmetalle investieren!

Technische Analyse zu Gold: Drohendes Tapering lässt die Goldbullen abwarten

Terminmarkt: COT-Report vom 10.09.2021

Der neueste COT-Report mit dem Stichtag des 7. September zeigt einen Preisrückgang um 20 US-Dollar zu Vorwoche, während die Position der Spekulanten um 4,7 Tsd. Kontrakte abgebaut wurde. Die Veränderung zur Vorwoche ist minimal und neutral – hier zeigt sich aktuell keine Stärke. Im Vergleich zu der vorletzten Woche zeigt sich jedoch Schwäche und berücksichtigt man die Positionsveränderung der BIG4, so sehen wir die dritte Woche ein leichtes Überangebot am Goldmarkt.

Die Netto-Shortposition der Big4 reduzierte sich von 16 auf 15 Tage der Weltproduktion und die der Big8 blieb unverändert bei 33 Tagen. Einerseits ist der Rückgang dieser Position typisch für das Ende einer Korrektur, doch andererseits unterstreicht es das aktuelle Überangebot. Auch in dieser Woche sehen wir keine Manipulation bis zum Stichtag Dienstag.

Die Daten sind weiterhin absolut und zum Open Interest im neutralen Bereich, doch immerhin so gut, wie zuletzt vor zwei Jahren. Die COT-Daten sind zwar weit davon entfernt ein Kaufsignal zu geben, doch würde die bisherige Bereinigung in einem bullischen QE-Umfeld ausreichen, weshalb wir prozyklische Kaufsignale weiter annehmen müssen.

Die Schwäche der letzten Wochen ist jedoch ein Warnzeichen für kurzfristig agierende Trader. Weiterer Taper-Talk der FED und letztlich die Ankündigung einer Drosselung der Anleihenkäufe könnten dem US-Dollar noch einmal Rückenwind verleihen und der Goldpreis dabei seine Korrektur abschließen.


Die Terminmarktdaten für Gold waren zeigten in den letzten drei Wochen Schwäche


Die BIG4 hatten zuletzt ihre Nettoposition abgebaut. Dies ist einerseits gut, doch zeigt es auch Schwäche am Goldmarkt

Nach dem Ausbruch aus dem Abwärtstrend Ende August, nach der dovishen Rede von Jerome Powell zum Jackson Hole Symposium, konnte der Goldpreis nicht weiter überzeugen. Trotz stark steigender Konsumentenpreise hängt die drohende Ankündigung eines Taperings weiterhin wie ein Damoklesschwert über dem Goldmarkt. Es finden sich aktuell wenig Käufer, da die Bullen fürchten bei einem Tapering mit einem Einbruch des Goldpreises unter die Räder zu geraten.

So ist es gut möglich, dass Investoren und Spekulanten die Ankündigung eines Taperings abwarten werden, bevor sie als Goldkäufer auftreten und die Goldhausse in die nächste Phase starten kann. Sollte sich die US-Notenbank bis zur Dezember-Sitzung mit der Ankündigung gedulden, so stünde dem Goldmarkt noch einmal eine dreimonatige Streckfolter mit einem volatil seitwärts verlaufenden Preis bevor.

Die Korrektur befindet sich jedoch bereits in ihrer Endphase und der Goldmarkt bildet aktuell einen Boden aus, worauf im nächsten Jahr mit einem deutlichen Preisanstieg jenseits der 2.000 US-Dollar-Marke zu rechnen ist.

Kurzfristig muss der Goldpreis in dieser Woche die vorherige Unterstützung bei 1.800 US-Dollar zurückerobern, die er in der letzten Handelswoche unter Schwäche nach unten durchbrochen hatte. Charttechnisch sieht es ganz nach einer Bärenflagge unterhalb einer Unterstützung aus. Wird diese Bärenflagge nach unten aufgelöst, so droht ein schneller Preisrutsch auf 1.760 US-Dollar.

Die letzte Hoffnung bildet der ehemalige Abwärtstrend der noch als letzte Unterstützung fungiert. Womöglich handelt es sich um einen Pull-Back an diesen, worauf der Goldpreis sich jetzt aufrappeln, die 1.800 US-Dollar und folglich die 1.830 US-Dollar überwinden muss.

Nachdem sich der Goldpreis in den letzten Wochen jedoch so schwach zeigte und Käufer im Vorfeld einer Ankündigung eines Taperings fehlen, sollte man sich darauf gefasst machen, dass die Bärenfalle nach unten aufgelöst wird und der Preis zurück in den vorherigen Abwärtstrend fällt. Dies würde den Spekulanten jedoch ein Setup liefern, um den Preis noch einmal auf 1.680 US-Dollar nach unten zu handeln.

Nach dem erneuten Kauf mit dem Ausbruch aus dem Abwärtstrend wurden wir bereits wieder ausgestoppt. Löst sich die Bärenflagge nach unten auf, so ist Gold kurzfristig short, solange Gold unterhalb von 1.800 US-Dollar gehandelt wird.


Der Goldpreis droht zurück in den ehemaligen Abwärtstrend zu fallen

Der Tageschart zeigt, dass der übergeordnete Abwärtstrend noch intakt ist. Aus Sicht der Notenbankster bietet es sich an den Goldpreis im Vorfeld des Taperings zu drücken und Spekulanten noch einmal aus dem Markt zu schütteln, um das bullische Sentiment zu zerstören. Ein Schlusskurs unterhalb der Unterstützung bei 1.680 US-Dollar könnte diese gewünschte Liquidationswelle auslösen. In den letzten drei Wochen war keine Manipulation nötig, weshalb sich die Schwäche für ein derartiges Manöver anbietet.

 

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Der übergeordnete langfristige Abwärtstrend ist noch intakt

Der langfristige Abwärtstrend bei Gold in Euro wurde bereits vor längerer Zeit gebrochen und der neuerliche Rücksetzer im Flash-Crash ist als Test des ehemaligen Trends und des letzten Verlaufstief zu sehen. Das charttechnische Muster sieht eigentlich konstruktiv aus. Es zeigt eine Bodenbildung in einer Konsolidierungsphase, die mit steigenden Inflationszahlen und Zinsen letztlich im nächsten Jahr ihr Ende finden und sich die Hausse langsam fortsetzen dürfte.

Im schlimmsten Fall halten wir noch einmal einen Rücksetzer auf 1.420 Euro bis Jahresende für möglich. Ein erneutes prozyklisches Kaufsignal gibt es, sobald der Goldpreis den blauen Abwärtstrend mit Schlusskursen über 1.545 Euro überwunden hat. Antizyklisch bietet sich bei 1.420 Euro eine sehr gute Kaufchance.


Seit dem Bruch des Abwärtstrends konsolidiert der Goldpreis auf hohem Niveau

Krisenkonzern Evergrande warnt erneut vor Liquiditätsnot

Die Aktien des Unternehmens, dessen Stränge bis nach Deutschland reichen, brachen am Dienstag an der Börse in Hongkong um mehr als zehn Prozent ein. Der Handel mit Anleihen wurde nach massiven Preisschwankungen angehalten. Die beiden auf Restrukturierungen spezialisierten Beratungsfirmen Houlihan Lokey und Admiralty Harbour Capital sollen sich nun um die Finanzen und die Kapitalstruktur des Immobilienriesen kümmern.

“Diese Ankündigung von Evergrande ist ein erster Schritt in Richtung Restrukturierung”, sagte James Shi, Analyst beim Kreditanalyseanbieter Reorg. Dies bedeute in der Regel, die Firma verzögere Zinszahlungen, zahle Zinsen mit Abschlägen oder stelle Zinszahlungen für Finanzprodukte komplett ein. Eine Abwicklung des Unternehmens werde es nur geben, wenn die Restrukturierung scheitere.

Evergrande erklärte, Spekulationen über eine Insolvenz oder einen Umbau seien “völlig unwahr”. Der Konzern sei in Gesprächen über einen Verkauf von Vermögenswerten, man habe aber noch keine materiellen Fortschritte erzielt. Vor einigen Tagen hatte Evergrande mitgeteilt, Verkäufe von Anteilen an den börsennotierten Töchtern Evergrande New Energy Vehicle und Evergrande Property Services zu erwägen. Deren Aktien brachen am Dienstag um 25 Prozent und zwölf Prozent ein.

Anleger fürchten einen Zusammenbruch des Immobilienkonzerns, der unter einem Schuldenberg von mehr als 300 Milliarden Dollar ächzt. Am Montag hatten wütende Investoren am Hauptsitz des Unternehmens in Shenzhen die Lobby gestürmt und verlangten ihr Geld zurück. Vor rund zwei Wochen hatte Evergrande erstmals vor Liquiditäts- und Ausfallrisiken gewarnt, falls es ihm nicht gelingen sollte, die Bautätigkeit wieder aufzunehmen, Beteiligungen zu verkaufen und Kredite zu erneuern. Investoren fürchten bei einem Zusammenbruch von Evergrande Schockwellen für das chinesische Bankensystem.

Evergrande ist nicht nur im Immobilienbereich unterwegs, sondern versucht auch in der wachsenden Elektroauto-Branche Geld zu verdienen. Seit Mitte 2019 betreiben die Chinesen mit dem deutschen Antriebsspezialisten Hofer Powertrain ein Joint Venture. Das Gemeinschaftsunternehmen ist im Handelregister Stuttgart eingetragen und hat seinen Hauptsitz laut Website in Berlin. 2019 waren dort dem Jahresabschluss zufolge 14 Mitarbeiter beschäftigt. Für Rückfragen war bei der Evergrande Hofer Powertrain GmbH zunächst niemand zu erreichen. Bei Hofer Powertrain, die Medienberichten zufolge 33 Prozent an dem Joint Venture hält, war ebenfalls kein Kommentar zu erhalten.

 

Zulieferer Norma senkt Prognose wegen steigender Materialpreise

Die Materialpreise und die Frachtkosten seien wegen der knappen Ressourcen gestiegen, so dass Norma nur noch eine bereinigte Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern (Ebit-Marge) von mehr als zehn Prozent erwarte, wie der Schrauben- und Verbindungstechnik-Spezialist am Dienstag in Maintal bei Frankfurt mitteilte. Bisher hatte Norma für 2021 mit mehr als zwölf Prozent Rendite gerechnet. In einigen Branchen sei die Produktionskapazität auch deutlich geringer als gedacht, hieß es in der Mitteilung. Der Umsatz werde aber wie geplant um einen niedrigen zweistelligen Prozentsatz steigen.

Das entspräche einen Umsatz von mehr als 1,05 Milliarden (2020: 952 Millionen) Euro und einem bereinigten Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von mehr als 105 Millionen. 2020 war das bereinigte Ebit um zwei Drittel auf 45 Millionen Euro eingebrochen.

Die im Kleinwerteindex SDax notierte Norma-Aktie brach am Dienstag um sieben Prozent auf 40 Euro ein.

 

Lockere EZB-Geldpolitik stimmt Aktienanleger optimistisch

Der Dax legte um 0,4 Prozent auf 15.679 Zähler zu, der EuroStoxx50 rückte um 0,6 Prozent vor. Die EZB hatte am Donnerstag angekündigt, das Tempo ihrer Krisen-Anleihenkäufe moderat zu verringern. Eine Grundsatzentscheidung über die Zukunft des Notfall-Programms fällten die Euro-Wächter aber noch nicht. “Dieses äußerst vorsichtige Vorgehen zeigt, dass die Börsianer von der EZB auf absehbare Zeit nicht mit all zu viel Gegenwind rechnen müssen”, prognostizierte Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners.

Das auf insgesamt 1,85 Billionen Euro angelegte PEPP-Programm ist eines der Hauptinstrumente der EZB, um den Kreditfluss an die Wirtschaft während der Corona-Krise zu stützen. Zuletzt wurden im Rahmen von PEPP Staatsanleihen und andere Wertpapiere im Volumen von monatlich rund 80 Milliarden Euro erworben. Insidern zufolge wurde auf der jüngsten Zinssitzung nun ein flexibles monatliches Kaufziel innerhalb einer Spanne von 60 bis 70 Milliarden Euro vereinbart. Die PEPP-Käufe sollen noch bis mindestens Ende März 2022 fortgesetzt werden.

EURO TRITT AUF DER STELLE

Der Euro zeigte sich von dem EZB-Entscheid relativ unbeeindruckt. Es sei wenig wahrscheinlich, dass das PEPP-Programm schon im März auslaufe, schließlich seien die Volumina am Donnerstag nur moderat reduziert worden, schreibt Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann in einem Kommentar. Daher gebe es für den Devisenmarkt vorerst auch keinen Grund, den Euro-Wechselkurs zu überdenken. Die Gemeinschaftswährung notierte kaum verändert bei 1,1845 Dollar. Am Rentenmarkt fielen die Reaktionen deutlicher aus, vor allem bei den Bonds südeuropäischer Staaten. Die Verzinsung zehnjähriger griechischer Anleihen fiel auf 0,754 Prozent zurück – am Mittwoch hatte sie noch bei 0,858 Prozent gelegen. Auch für die Renditen zehnjähriger italienischer Staatsbonds ging es abwärts.

NEGATIVER ANALYSTENKOMMENTAR MACHT FMC ZU SCHAFFEN

Unter den Einzelwerten ragten im Dax nach einem negativen Analystenkommentar Fresenius Medical Care heraus. Die Aktien fielen in der Spitze um 4,4 Prozent auf 62,02 Euro, den tiefsten Stand seit mehr als fünf Monaten. Die Analysten von JP Morgan rechnen damit, dass die steigende Zahl der Covid-19-Patienten langfristige Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung des Unternehmens haben dürfte. Die Pandemie trifft FMC besonders, da gerade Dialysepatienten anfälliger für Covid-19 sind. Die Titel des Mutterkonzerns Fresenius gaben rund ein Prozent nach.

Auf der Gewinnerseite konnten Adidas, Delivery Hero und Infineon punkten. Sie legten zwischen 2,1 und 1,9 Prozent zu. Im MDax rückten Puma um 2,2 Prozent vor.

In Paris setzt der bevorstehende Abstieg aus dem Pariser Auswahlindex CAC40 Atos zu. Die Aktien der IT-Firma fielen um drei Prozent. Den Platz von Atos nimmt zum 17. September die Diagnostik-Firma Eurofins ein, deren Aktien zeitweise 1,9 Prozent gewannen.

 

EZB-Chefin Lagarde hält aktuellen Inflationsschub für vorübergehend

Zwar sei zu erwarten, dass der Preisauftrieb im Herbst noch steigen werde, sagte Lagarde am Donnerstag auf der Pressekonferenz nach der Zinssitzung. Aber schon nächstes Jahr werde das Niveau zurückgehen.

Die Inflation im Euro-Raum war im August auf 3,0 Prozent geklettert. Das ist nicht nur der höchste Wert seit rund zehn Jahren, sondern liegt auch deutlich über dem Ziel der EZB, die zwei Prozent Inflation als optimales Niveau für die Wirtschaft anstrebt. In Deutschland, der größten Volkswirtschaft im Euro-Raum, nahm die Teuerung nach europäischer Berechnung sogar auf 3,4 Prozent zu. Treibende Faktoren sind die Energiepreise und Sonderfaktoren wie die zeitweise Senkung der deutschen Mehrwertsteuer im Jahr 2020. Lagarde verwies darauf, dass beispielsweise der von der Mehrwertsteuersenkung ausgelöste Faktor im nächsten Jahr aus der Statistik verschwinden werde. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hatte vor kurzem gemahnt, das Risiko einer zu hohen Inflation nicht aus den Augen zu verlieren.

 

Schuldenkrise bei China Evergrande wird zur Zitterpartie

Nach einem Medienbericht über geplante Zahlungsstopps bei Krediten an zwei Gläubigerbanken fürchteten Anleger einen Zusammenbruch des Konzerns und warfen am Donnerstag zunächst Aktien und Anleihen aus den Depots. Einem Insider zufolge gewährte einer seiner wichtigsten Gläubiger allerdings eine Verlängerung der Zahlungsfrist, was den Bonds des Unternehmens wieder etwas auf die Beine half.

Eine mit der Situation vertraute Person sagte zu Reuters, Evergrande sei eine Verlängerung einer Treuhanddarlehenszinszahlung an CITIC Trust eingeräumt worden. Der Konzern habe unter Berufung auf knappe Liquidität darum gebeten. Die Zahlung, die Ende August fällig gewesen war, solle um mindestens drei Monate hinausgezögert worden sein. Evergrande wollte dazu keine Stellungnahme abgeben.

An den Bondmärkten erholte sich die in Dollar notierte Anleihe des Konzerns mit Laufzeit bis Juni 2025 daraufhin teilweise von ihren Verlusten. “Dies könnte eine positive Nachricht sein, da damit ein Schlussstrich gezogen werden könnte”, sagte Siddharth Dahiya, zuständig für Unternehmensanleihen in Schwellenländern beim Vermögensverwalter Abrdn. “Aber wir wissen es nicht, es gibt sehr wenig Klarheit. Die erste Reaktion an den Märkten ist jedoch positiv.”

Zuvor hatte ein Bericht des Finanznachrichtendienstes REDD die Anleger vergrault, in dem von geplanten Aussetzungen von Zinszahlungen an zwei Gläubigerbanken die Rede war. Ab Mittwoch sollten zudem alle Zahlungen für seine Vermögensverwaltungsprodukte ausgesetzt werden, hieß es in dem Bericht. Daraufhin fiel der Preis für eine bis Januar 2023 laufende Anleihe des Unternehmens um 30 Prozent. Wegen der starken Turbulenzen hielt die chinesische Börse den Handel mit den Bonds zeitweise an. Die Aktien stürzten um bis zu 10,5 Prozent ab und notierten so niedrig wie seit sechs Jahren nicht mehr. Aus dem Handel gingen sie 4,3 Prozent schwächer. Seit Jahresbeginn haben sie rund 75 Prozent verloren

WACHSTUM AUF PUMP UND REGULIERUNG WIRD ZUM VERHÄNGNIS

Im Juni war Evergrande mit Bond-Zinszahlungen in Verzug geraten, was die Talfahrt an den Börsen beschleunigt hatte. In den vergangenen Tagen hatte die Senkung der Bonitätsnoten durch die Ratingagenturen Moody’s, Fitch und China Chengxin International (CCXI) dann für einen Ausverkauf gesorgt. Investoren fürchten bei einem Zusammenbruch von Evergrande Schockwellen für das chinesische Bankensystem. Insgesamt soll der Immobilienkonzern auf einem Schuldenberg in Höhe von umgerechnet mehr als 300 Milliarden Dollar sitzen – das entspricht in etwas der Wirtschaftsleistung von Finnland. Vor rund einer Woche hatte der zweitgrößte Immobilienentwickler des Landes selbst vor Liquiditäts- und Ausfallrisiken gewarnt, falls es ihm nicht gelingen sollte, die Bautätigkeit wieder aufzunehmen, Beteiligungen zu verkaufen und Kredite zu erneuern.

In den vergangenen Jahren herrschte angesichts explodierender Immobilienpreise in China Goldgräberstimmung in dem Sektor. Evergrande wuchs rasant, mit Hilfe von kreditfinanzierten Landkäufen und Hausverkäufen zu niedrigeren Margen, um den Umsatz schneller in die Höhe zu treiben. Der Mann an der Spitze und Gründer des Konzerns, Hui Ka Yan, wurde 2017 mit einem Nettovermögen von rund 45 Milliarden Dollar vom Forbes-Magazin zum reichsten Mann Asiens gekürt. Die Regierung griff allerdings im Kampf gegen eine drohende Spekulationsblase immer härter durch und verhängte unter anderem vor kurzem Mietpreisbremsen, um bezahlbaren Wohnraum in den Millionenstädten zu schaffen.

 

EZB-Vize – Europäische Wirtschaft erholt sich schneller als erwartet

Die Erholung sei sehr stark im zweiten Quartal gewesen, und auch im dritten und vierten Jahresviertel werde sie voraussichtlich ziemlich stark sein, sagte der Stellvertreter von EZB-Chefin Christine Lagarde in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der Online-Zeitung “El Confidencial”. “Die jüngsten Daten sind sehr positiv”, sagte er. Das Vorkrisenniveau werde Ende dieses Jahres oder Anfang 2022 wieder erreicht.

“Wir werden neue Projektionen in den kommenden Tagen haben und wir werden unsere Entscheidungen entsprechend fällen”, sagte de Guindos. Die Europäische Zentralbank (EZB) will die neuen Konjunktur-Prognosen ihrer Volkswirte nach der Zinssitzung am 9. September veröffentlichen. Die Hauptunsicherheit sei die Virusvariante Delta gewesen, sagte de Guindos. “Was wir sehen, ist, dass dies nicht so große Auswirkungen hat, wie wir vor vier Monaten projiziert hatten.”

Auf der Zinssitzung am 9. September steht insbesondere eine Entscheidung über das Tempo der Notfall-Anleihenkäufe des PEPP-Programms im vierten Quartal an. Dazu hielt sich de Guindos in dem Interview bedeckt. Aus Sicht von Österreichs Notenbankchef Robert Holzmann sollte die EZB eine Verringerung der PEPP-Käufe prüfen. Der Notenbankchef der Niederlande, Klaas Knot, rechnet mit einer Reduzierung der Käufe und ihrer Einstellung dann Ende März 2022. Im Juli hatten die Euro-Wächter im Rahmen von PEPP Wertpapiere im Volumen von 88 Milliarden Euro erworben. Das gesamte Programm ist auf 1,85 Billionen Euro angelegt.

 

Chinas Dienstleister schrumpfen – Industrie mit Mini-Wachstum

Der Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor brach im August angesichts strenger Auflagen im Kampf gegen die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus um 5,8 auf 47,5 Punkte ein, wie das Statistikamt am Dienstag zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mitteilte. Damit liegt das Barometer erstmals seit dem Höhepunkt des ersten Corona-Ausbruchs im Februar 2020 wieder unter der Marke von 50, ab der es Wachstum signalisiert. Auch die Industrie verliert an Schwung: Hier fiel der Einkaufsmanagerindex um 0,3 auf 50,1 Punkte und hielt sich damit gerade so über der Wachstumsschwelle.

“Die Epidemie in mehreren Provinzen und Orten war ein ziemlich großer Schock für den Dienstleistungssektor”, sagte Zhao Qinghe vom Statistikamt. Allerdings meldete die Volksrepublik zuletzt drei Tage in Folge keine neuen Corona-Fälle. “Aber auch in der Industrie ging es weiter bergab, da sich die Engpässe in der Lieferkette verschärften und die Nachfrage nachließ”, sagte Volkswirt Julian Evans-Pritchard von Capital Economics.

Die Behörden gehen scharf gegen Corona-Infektionen vor. So musste ein wichtiges Terminal im zweitgrößten chinesischen Handelshafen Ningbo infolge der Corona-Infektion eines Mitarbeiters rund zwei Wochen schließen. “Offensichtlich macht die Delta-Variante die Wachstumsprognose für China unsicherer”, sagte Commerzbank-Ökonom Hao Zhou. Da die Virusbeschränkungen seit Ende August aber weitgehend aufgehoben seien, dürfte sich die Wirtschaft ab September wieder etwas erholen. “Wenn es also nicht zu einem weiteren großen Virusausbruch kommt, dürfte die Wirtschaft im dritten Quartal nur einen vorübergehenden Rückschlag erlitten haben und sich im vierten Quartal wieder erholen”, sagte der Experte. Er geht davon aus, dass die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt in diesem Jahr um 8,4 Prozent wachsen kann.

Auch im bislang so erfolgreichen China-Geschäft tun sich für die deutsche Wirtschaft angesichts der Corona-Verwerfungen erste Risse auf: Die Ausfuhren dorthin sanken im Juli um 3,9 Prozent zum Vorjahresmonat auf 8,4 Milliarden Euro. Das war der erste Rückgang seit August 2020. Im ersten Halbjahr 2021 waren die deutschen Ausfuhren nach China noch um 19 Prozent auf knapp 53 Milliarden Euro gewachsen.

Die Konjunkturabkühlung geht zu einem Teil auch auf die Bemühungen der Regierung in Peking zurück. Sie will die Verschuldung und Exzesse im Immobiliensektor eindämmen. Dadurch könnte sich das Kreditwachstum in den kommenden Quartalen weiter abschwächen. “Allenfalls einige geringfügige Lockerungen, wie die Senkung der Leitzinsen und des Mindestreservesatzes, sind vorstellbar, um sich gegen den wirtschaftlichen Gegenwind abzusichern”, sagte Commerzbank-Experte Hao Zhou.

 

Ratingagentur – Deutsche Top-Bonität trotz hohem Staatsdefizit nicht gefährdet

“Das starke AAA-Länderrating ist allein durch die höhere, pandemiebedingte Schuldenaufnahme nicht gefährdet”, sagte Scope-Analyst Eiko Sievert am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Viele andere Faktoren müssten noch berücksichtigt werden – etwa das anhaltende Niedrigzinsumfeld, das die Finanzierung der Schulden wesentlich unterstütze, sowie die erwartete Konjunkturerholung und die geplanten Wiedereinführung einer womöglich reformierten Schuldenbremse im Jahr 2023. “Auf dieser Basis erwarten wir einen im Vergleich zu anderen Ländern deutlich schnelleren Abbau der Schuldenquote in den kommenden Jahren, was wir auch mit dem aktuell stabilen Ausblick signalisieren”, sagte Sievert.

Steigende Ausgaben im Kampf gegen die Corona-Krise – etwa für Überbrückungshilfen an Unternehmen und für Impfstoffe – ließen das Staatsdefizit in der ersten Jahreshälfte auf 81 Milliarden Euro anschwellen. Ein größeres Minus gab es seit der Wiedervereinigung nur im ersten Halbjahr 1995, als die Treuhandschulden in den Haushalt übernommen wurden.

Die Schuldenquote dürfte Scope zufolge in diesem Jahr auf 72 Prozent des Bruttoinlandsproduktes klettern nach 69,7 Prozent Ende 2020. “Das ist zwar ein deutlicher Anstieg”, sagte Sievert. “Jedoch sind die Haushaltslöcher kleiner als zu Beginn der Pandemie angenommen, so dass wir den Höchststand der Verschuldung für dieses Jahr erwarten.” Die Schuldenquote werde somit deutlich unter der Höchstmarke von 82,5 Prozent aus dem Jahr 2010 nach der globalen Finanzkrise bleiben.

Langfristig sei Deutschlands starke Wettbewerbsfähigkeit auch ein wichtiger Faktor für die sehr hohe Kreditwürdigkeit, sagte Sievert. In den vergangenen Jahrzehnten habe der Staat aber vergleichsweise wenig investiert. “Wir schätzen dieses Investitionsdefizit in Deutschland seit der Finanzkrise auf etwa 410 Milliarden Euro”, sagte der Analyst. “Mit einer alternden Bevölkerung ist es wichtig, dass Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit sichert.” Investitionen in Schulen, Digitalisierung und für eine klimaneutrale Wirtschaft seien daher wichtig, damit Deutschland den Anschluss zu anderen AAA-Ländern nicht verliere.

Scope bewertet die Bonität des Bundes ebenso wie andere Ratingagenturen mit der Bestnote “AAA”. Im Falle einer Herabstufung könnten Investoren einen höheren Risikoaufschlag verlangen, wenn sie dem Staat Geld leihen, was wiederum für den Bund mehr Zinskosten verursachen würde. Derzeit verdient er beim Schuldenmachen sogar Geld, weil die Renditen für deutsche Staatsanleihen meist im negativen Bereich liegen.

 

EZB setzt mit neuem Ausblick auf höhere Inflationserwartungen

Letztlich könne mit dem Ausblick der Boden bereitet werden für ein stärkeres Inflationsgeschehen, schrieb Lane in einem Blog-Beitrag, der auf der Webseite der Europäischen Zentralbank (EZB) veröffentlicht wurde. “Eine stärkere Inflationsdynamik wiederum ist der Schlüssel zu einer eventuellen Normalisierung der Leitzinsen”, merkte er an.

Die EZB hatte sich unlängst ein neues mittelfristiges Inflationsziel von zwei Prozent gesetzt. Bislang hatte es auf knapp unter zwei Prozent gelautet. Mit dem neuen Ziel wurde auch eine Anpassung des Zinsausblicks notwendig. Die Währungshüter wollen nun ihre Leitzinsen solange auf dem aktuellen oder einem noch tieferen Niveau halten, bis zu sehen ist, dass die Inflation zwei Prozent erreicht und dann erst einmal so bleibt.

Bislang sind sich Experten noch nicht sicher, ob die EZB mit ihrer neuen Strategie die Inflation stärker anschieben kann als bisher. In einer Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) unter Finanzmarktexperten gaben kürzlich 49 Prozent an, dass sie ihre Inflationsprognosen für 2021 bis 2023 wegen des EZB-Strategiewechsels nach oben korrigiert haben. Allerdings hatte für 46 Prozent der Strategieschwenk bislang keine Auswirkungen auf ihre Prognosen.