Neuer Inflationsrekord im April – Experte erklärt Kosten überraschend hoher Inflation

Wir berichteten schon über die Kosten zu erwartender Inflation. Doch noch tückischer sind die Kosten der überraschenden Inflation. Im April ist die Inflationsrate mit 7,4 Prozent “überraschend” angestiegen. Der höchste Wert seit 1981, berichtet die Tagesschau.

Überraschende Inflation ist tückischer Dieb

Der langjährige Inflationsbeobachter und Zentralbankkritiker Prof. Thorsten Polleit unterteilt die Kosten der Inflation in zwei Bereiche: Die Kosten der zu erwartenden Inflation und wie man ihnen ausweicht, haben wir in einem vorhergehenden Artikel schon gezeigt. Und die Kosten der überraschenden Inflation und wie man Ihnen entflieht, zeigen wir jetzt.

Entwertung langfristig angelegter Gelder

Wer Geld als Kredit vergibt, wird normalerweise die Inflation in den Zins einpreisen. Bei 2 Prozent Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) sollte zum Beispiel eine Privatperson keinen Kredit unter 2 Prozent vergeben. Denn entwertet sich die Kreditforderung um 2 Prozent jährlich, muss dass mindestens durch einen Zins von 2 Prozent ausgeglichen werden, damit kein Verlust entsteht.

In Wirklichkeit müssen sogar 2,66 Prozent verdient werden. Dies damit nach Abgeltungssteuer von 25 Prozent auf die Zinsen noch 2 Prozent netto nach Steuern übrig bleiben. Soweit, so gut. Doch wenn die Inflation höher steigt als erwartet, werden auch umsichtige Investoren enteignet, die versuchten, die Inflationsrate in ihre Zinsforderungen einzureisen.

Ausweichstrategie: Finger weg von nominellen Forderung, die auf inflationierbares Geld lauten. Durch das Hochschrauben der Inflation per Gelddruckmaschine der Zentralbank kann der Staat diese entwerten.

Lieber in Gold, Bitcoin, Aktien oder Immobilien investieren, als in Staatsanleihen, Sparbücher, Bank- oder Unternehmensanleihen. Oder: Indexierte Anleihen kaufen, deren Rückzahlungswert und Zinsen an die Inflation gekoppelt sind.

Reale Lohneinbußen für Angestellte

Der normale Lohnarbeiter schaut bei der Inflation kräftig in die Röhre. Trotz Gewerkschaften und Sozialpolitikern: Kommt die Inflation überraschend, werden die Lohne nicht so schnell angehoben, wie die anderen Preise steigen.

Die Mühlen der Sozialbürokraten arbeiten langsam. Und reguläre Lohnerhöhungsrunden gibt es nur einmal im Jahr. Läuft die Inflation wie gerade jetzt aber schon vorher aus dem Ruder, entwertet sich der Lohn des Arbeiters, bevor er erhöht werden konnte.

Ausweichstrategie: Auf Lohnarbeit, die den Arbeitslohn über langfristig angelegte Verträge auf der Schlachtbank der Inflation fixiert, kann ganz verzichtet werden. Programmierer, Anwälte, Ingenieur-Sachverständige, Handwerker, Reinigungskräfte – fast jeder kann auch auf selbständiger Basis arbeiten. Die Preise für den Stundenlohn können so von heute auf morgen an die Inflation und aktuelle Marktlage angepasst werden.

Gewinnschwund durch Fehlinvestitionen

Gewinne leiden unter Inflation, weil erhöhte Produktionskosten nicht immer auf die Preise umgewälzt werden können. Zwar denken viele Unternehmen bei hohem Geldmengenwachstum durch die Kreditvergabe aus dem Nichts zu Nullzinsen der Zentralbank erst mal: Investieren ist super billig und einfach. Doch durch das viele neue Geld steigen auch die Preise.

Unternehmen kalkulierten beim Eingehen ihrer Investition jedoch noch zu den alten Preisen. Werden sie durch Preisanstiege ihrer Zulieferprodukte überrascht, rentiert sich ihre Investition nicht mehr, wenn sie diese Preise nicht auch an ihre Endkunden weitergeben können. Und das ist trotz allgemein hoher Inflation bei allgemein steigendem Preisniveau längst nicht für alle Produkte der Fall.

Denn die Konsumenten, müssen durch die höheren Preise mehr für die Produkte des täglichen Bedarfs zahlen. Für zusätzliche Luxusgüter, in deren Produktion angereizt durch Null- und Negativzinsen investiert wurde, bleibt dann kein Budget mehr. Fehlinvestitionen und Investitionsruinen resultieren.

Ausweichstrategie: Investoren können sich gerade in Zeiten turbulent verlaufender Inflation auf Investments in stabile Unternehmen am Anfang der Produktionskette konzentrieren. Das können z. B. Energie- und Lebensmittelversorger sein.

Investitionen in Firmen, die Produkte herstellen, auf die Menschen nicht verzichten können, selbst wenn alle Preise rasant steigen, sind dann der Trumpf.

Fazit: Das Geschäft der Zentralbank und des Staates mit der Inflation zerrüttet langfristige Verträge. Es benachteiligt Angestellte und sozial Schwache, deren Lohn- und Sozialforderungen sich entwerten. Es löst strukturelle Fehlinvestitionen aus, verschwendet so Ressourcen und schädigt Wohlstand und Umwelt aller.

Jeder, der der Inflation ausweicht, reduziert jedoch ihre schädlichen Effekte und trägt so als Wirtschaftsteilnehmer zur Rückkehr des Wohlstands und der sozialen Gerechtigkeit bei.

 

AUD/USD nach starker Zinserhöhung gesucht

Große Range weiterhin intakt

Tickmill-Analyse: Wochenchart im AUDUSD

Mit Blick auf den Kursverlauf des AUDUSD über den Wochenchart wird deutlich, dass sich die Notierungen weiterhin in einer weiten Range zwischen 0,7000 USD und 0,7550 USD bewegen. Innerhalb dieser Spanne gab es seit Oktober vergangenen Jahres mehrfache Tests der Begrenzungen, ohne einen nachhaltig funktionierenden Ausbruch.

Der letzte Versuch die Oberseite der Range zu durchbrechen, trieb die Kurse mit dem Ausbruch im Hoch bis auf 0,7661 USD. Danach folgt der direkte Abverkauf, der im Vorfeld der gestrigen Zinssitzung der Royal Bank of Australia bei 0,7030 USD knapp über dem Drehbereich von 0,7000 USD zum Ende kam.

Hier wird sich nun zeigen, ob die deutliche Zinsanhebung von 35 Basispunkten weiterhin für Kauflaune sorgt, oder dieses Mal ein Durchbruch durch die Rangeunterseite folgt. In diesem Fall bietet das Apriltief aus dem Jahr 2020 bei gut 0,6780 USD den nächsten Zielbereich.

Das bullische Setup als Abprall vom Rangetief

Tickmill-Analyse: AUDUSD im 4-Stundenchart

Ein mögliches Abprallszenario vom Rangetief dürfte aus kurzfristiger Sicht nicht viel an der übergeordneten Chartsituation ändern. Allerdings offenbart es auf Grund der weiten Spanne gute Chancen für ein Long-Setup innerhalb der Range. Die Basis dafür legen Kurssteigerungen über das blau markierte Zwischenhoch der vorangegangenen Abverkaufsphase bei 0,7180 USD.

Denn damit wird der Abwärtstrend innerhalb der Range aus dem Markt genommen, was aus technischer Sicht die Tür für weitere Kurssteigerungen öffnet. Für die Identifikation möglicher Anlaufmarken auf dem Weg zum Range- bzw. Spikehoch, bieten sich die Swinghighs bei 0,7228 USD, 0,7457 USD sowie 0,7493 USD an.

Tickmill’s LIVE-Besprechung: Wo Bulle und Bär um die Vorherrschaft ringen, warten oft beste Chancen. Behalten Sie börsentäglich die wichtigsten Fakten rund um starke Trends im Blick und verpassen Sie keine Gelegenheit. Melden Sie sich jetzt für die LIVE-Besprechung der täglichen Trading-Ideen um 8:30 Uhr bei Tickmill unter https://www.tickmill.eu/de/education/webinars/93017117289/1610091000000 an.

Erfolgreiches Trading wünscht Ihnen

Ihr Mike Seidl

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Rahmenbedingungen für Gold rundum positiv

An den Finanzmärkten ist es wichtig, das große Bild im Auge zu behalten. Achten Sie auf die langfristigen Trends und die Rahmenbedingungen, auf denen sie basieren. Das schützt Sie davor, dem oft sehr hektischen Tagesgeschehen eine ihm nicht zukommende Bedeutung beizumessen.

Langfristige Charts helfen Ihnen dabei, die richtige Perspektive einzunehmen. Sie sind ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für jede Analyse.

Minimum-Kursziel 3.100 Dollar pro Unze

Der folgende Monatschart des Goldpreises zeigt ein extrem bullishes charttechnisches Bild. Der Kursverlauf seit dem Hoch des Jahres 2011 lässt sich etwas trivial bezeichnet als mächtige „cup with handle“-Formation (Tasse mit Griff) interpretieren.

Dabei handelt es sich um eine klassische Konsolidierung im Rahmen eines übergeordneten Aufwärtstrends, der in diesem Fall um die Jahrtausendwende begonnen hat.

Das Minimum-Kursziel dieser Formation beträgt übrigens 3.100 $ pro Unze. Die Herleitung erheblich höherer Kursziele ist ebenfalls möglich. So habe ich in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren auf die Ähnlichkeit der beiden großen Bodenformationen hingewiesen, deren Obergrenzen wir in diesem Chart mit horizontalen blauen Linien gekennzeichnet haben.

Goldpreis pro Unze in $, Monatschart, 1996 bis 2022

Chart

Die in Rot kenntlich gemachte „cup with handle“-Formation signalisiert einen langfristigen Aufwärtstrend und deutlich höhere Kurse.

Quelle: StockCharts.com

Plus 650% von 2001 bis 2011

Im ersten Fall (links unten im Chart) stieg der Goldpreis von einem Tief bei 255 $ pro Unze im Jahr 2001 auf 1.924 $ im September 2011. Trotz durchgängig niedriger offizieller Inflationsraten hat sich der Goldpreis in diesem ersten Teil der langfristigen Hausse also fast verachtfacht.

Das im Dezember 2015 erreichte Tief der Bodenformation rechts im Chart, die gleichzeitig einen Teil der größeren „cup with handle“-Formation bildet, betrug 1.045 $ pro Unze. Bei einem ähnlichen Aufwärtstrend wie in den 2000er Jahren reden wir also über ein Kursziel des Goldpreises von rund 8.000 $.

Kaufen Sie Qualitätsaktien des Edelmetallsektors

Letztlich hängt die Entwicklung des Goldpreises jedoch von den makroökonomischen Rahmenbedingungen ab, insbesondere von der zukünftigen Geld- und Staatsschuldenpolitik.

Die US-Zentralbank hat zwar deutliche Zinserhöhungen angekündigt. Geliefert hat sie bisher aber nur einen einzigen winzigen Zinsschritt – obwohl die offizielle US-Inflationsrate bereits auf 8,3% gestiegen ist.

Aufgrund der extrem hohen Verschuldung von Staaten, Unternehmen und Privaten Haushalten ist eine Rückkehr zu einer auch nur halbwegs seriösen Geld- und Staatsschuldenpolitik nahezu ausgeschlossen. Es mag zwar ein paar Zinserhöhungen geben.

Sie werden aber nicht nur weit hinter der Geldentwertung zurückbleiben, sondern auch schnell wieder rückgängig gemacht, sobald eine Rezession beginnt und die Arbeitslosigkeit steigt oder die Aktienkurse stärker unter Druck geraten.

Die geld- und schuldenpolitischen Rahmenbedingungen sind und bleiben also überaus bullish für Gold. Deshalb sollten Sie die aktuelle Korrektur im Edelmetallsektor und insbesondere bei den Minenaktien unbedingt als Kaufgelegenheit nutzen.

Welche Qualitätsaktien des Edelmetallsektors ich Ihnen zum Kauf empfehle, lesen Sie in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren – jetzt 30 Tage kostenlos.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihr

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Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

P.S.: Apropos großes Bild: „Zäsur wie 1914 – Globalisierung und ökonomische Integration auf dem Rückzug“ lautet eine meiner aktuellen Analysen in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren.

P.P.S.: Sie wollen Woche für Woche sicher durch diese Krise kommen, dann fordern Sie bitte noch heute den kostenlosen Claus Vogt Marktkommentar hier ganz einfach mit Ihrer E-Mail an.

Schützen und mehren Sie Ihr Vermögen und testen Sie noch heute KRISENSICHER INVESTIEREN 30 Tage kostenlos.

Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und erfolgreichen Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch „Das Greenspan Dossier“ und 2009 „Die Inflationsfalle“. 2018 erschien „Bitcoin & Co. Was Sie über Geld, Gold und Kryptowährungen wissen sollten“ und 2019 ihr hochaktuelles neues Buch: „Die Wohlstandsvernichter – Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten“. Erhältlich im Buchhandel oder auf www.krisensicherinvestieren.com. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.

Was machen eigentlich … meine Steuergroschen?

Autor: Gotthilf Steuerzahler

Ausbleibende Nutzung eines teuren Pavillons

Liebe Leserinnen und Leser,

für eine Ausstellung ließ ein Bundesland im Jahr 2018 einen Pavillon in Holzbauweise für knapp 600.000 Euro errichten. Die beabsichtigte Nachnutzung des Pavillons wurde bis heute nicht realisiert.

Zuständig für die Durchführung derartiger Ausstellungen ist eine Kultureinrichtung, die in das Wissenschaftsministerium des betreffenden Bundeslandes eingegliedert ist.

Im Jahr 2018 veranstaltete die Einrichtung zusammen mit einem Kloster eine Ausstellung, in welcher es u.a. um das Thema Wald ging. Weitere Beteiligte waren ein Landkreis und das Forstministerium des Bundeslandes. Die Gesamtausgaben der Ausstellung lagen bei rund 2,8 Millionen Euro.

Das Forstministerium hatte der Kultureinrichtung in der Planungsphase mitgeteilt, dass es bereit sei, an einer Ausstellung zum Thema Wald mitzuwirken. Man denke dabei an einen temporären, modern gestalteten Holzbau, der nach der Ausstellung auch an anderen Orten weiterverwendet werden solle.

Dies wäre eine richtungsweisende und innovative Demonstration der Möglichkeiten modernen Holzbaus. Die Weiterverwendung korrespondiere sehr gut mit dem Konzept der nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Die Einrichtung griff die Idee des Forstministeriums auf und ließ als zusätzlichen Ausstellungsraum im Garten des Klosters einen Pavillon aus Holz errichten.

Das Kloster sollte für eine Nachnutzung sorgen

Bei dem Pavillon handelte es sich um einen vieleckigen, weithin sichtbaren Holzbau von 6 bis 10 Metern Höhe. Nach den getroffenen Vereinbarungen sollte der Pavillon so konstruiert werden, dass er nach Beendigung der Ausstellung abgebaut und an einem anderen Standort wieder aufgebaut werden konnte.

Weiterhin war vereinbart, dass das Kloster nach der Ausstellung das Holzbauwerk für eine angemessene Kostenbeteiligung übernimmt, es einer Nachnutzung zuführt und die Kosten für den Wiederaufbau des Pavillons am neuen Standort trägt.

Hohe Kosten sind zu erwarten

Der errichtete Pavillon entspricht nach Aussage des Klosters jedoch nicht dem ursprünglich geplanten, leicht zu versetzenden und an anderer Stelle wiederaufbaubaren Holzbauwerk. Es sei daher mit einem hohen finanziellen Aufwand für Rückbau, Lagerung, Transport und Wiederaufbau des Pavillons zu rechnen.

Weiterhin verwies das Kloster auf Schwierigkeiten bei der angestrebten Nachnutzung. Vor diesem Hintergrund wandte sich das Kloster an das Land und bat um Unterstützung. Das Wissenschaftsministerium sieht weiterhin das Kloster bei der Gestaltung der Nachnutzung in der (primären) Verantwortung.

Es werde das Kloster aber im Rahmen seiner Möglichkeiten bei der Suche nach einer geeigneten Nachnutzung unterstützen.

Die Frage der Nachnutzung ist weiterhin ungelöst

Angesichts der hohen Errichtungskosten von fast 600.000 Euro steht es schlecht um die Wirtschaftlichkeit dieses staatlich angestoßenen und finanzierten Projekts. Der Pavillon befindet sich immer noch auf dem Gelände des Klosters und seine Nachnutzung ist offen.

Damit ist das staatliche Ziel, für nachhaltiges Bauen mit Holz zu werben und den Pavillon andernorts weiterzuverwenden, bisher nicht erreicht. Deshalb und angesichts der von dem Kloster angezeigten Probleme bei der Nachnutzung des Pavillons sollten sich die beteiligten staatlichen Stellen zusammentun und gemeinsam mit dem Kloster eine wirtschaftliche Nachfolgenutzung für den Pavillon entwickeln.

Das Land will bei der Nachnutzung helfen

Das Wissenschaftsministerium hat dazu ausgeführt, die ursprünglich geplante Errichtung eines Leichtbaus habe sich aufgrund verschärfter Bauvorschriften als unmöglich erwiesen. Versuche, den Pavillon für kulturelle Zwecke an anderer Stelle zu empfehlen, hätten bisher nicht zum Erfolg geführt.

Aus Sicht des Forstministeriums hat das Land einen vertraglich gesicherten Anspruch gegen das Kloster auf Übernahme und Nachnutzung des Pavillons. Die Lösung von Schwierigkeiten bei der Nachnutzung obliege dem Kloster. Gleichwohl hat auch das Forstministerium inzwischen Unterstützung bei der Frage der Nachnutzung signalisiert.

Dann wollen wir mal hoffen, liebe Leserinnen und Leser, dass bei so viel Unterstützungsbereitschaft alsbald eine Lösung für die weitere Nutzung gefunden wird, sagt mit Nachdruck

Ihr

Steuerzahler

www.krisensicherinvestieren.com

Dieser Text stammt aus dem kostenlosen Newsletter Claus Vogt Marktkommentar.

Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und erfolgreichen Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

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2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch „Das Greenspan Dossier“ und 2009 „Die Inflationsfalle“. 2018 erschien „Bitcoin & Co. Was Sie über Geld, Gold und Kryptowährungen wissen sollten“ und 2019 ihr hochaktuelles neues Buch: „Die Wohlstandsvernichter – Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten“. Erhältlich im Buchhandel oder auf www.krisensicherinvestieren.com. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.

Gold stark – Goldminenaktien stärker!

Der Goldpreis zeigte sich von diesen Drohungen jedoch unbeeindruckt und stieg im Wochenverlauf weiter auf 1.946 US-Dollar an, obwohl auch der US-Dollar zulegen konnte.

Noch ist der Goldpreis in einer Handelsspanne zwischen 1.900 US-Dollar auf der Unterseite und 1.960 US-Dollar auf der Oberseite gefangen, doch ein richtungsweisender Ausbruch aus dieser Spanne könnte schon in Bälde erfolgen.

Die Stärke des US-Dollars ist einer der Faktoren, die den Anstieg des Goldpreises in US-Dollar kurzfristig ausbremsen. Der USD-Index hatte in der vergangenen Handelswoche die Marke von 100 Punkten überschritten und stieg damit auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren an.

Als wir das Kaufsignal für den US-Dollar bei 90 Punkten im USDX im Juni letzten Jahres gaben, lag unser Kursziel im besten Fall bei 100 Punkten, womit dieses Ziel jetzt abgearbeitet wurde.

Dem Anstieg des USDX drohte bei 96 Punkten bereits die Luft auszugehen, doch sorgten die Ankündigungen zu Zinsanhebungen, einer Reduzierung der Notenbankbilanz und letztlich der Krieg in der Ukraine, der insbesondere den Euroraum belastet, für neues Potenzial beim USD-Index zu den anderen Fiat-Währungen.

Der Euro befindet sich hingegen weiterhin auf Talfahrt und hat mittlerweile die Parität zum Schweizer Franken erreicht. Selbst ein Test der Parität zum US-Dollar ist in den kommenden Wochen und Monaten nun denkbar geworden.

Die selbst verursachten Wunden für die europäische Wirtschaft durch die Lockdowns und nun durch die Sanktionen gegen Russland, drücken die europäische Wirtschaft bereits vor den ersten Zinsanhebungen in eine neue Rezession.

Die weiter steigenden Zinsen in den kommenden Monaten und Jahren werden jegliche Konjunkturblüte in Europa im Keim erstickten und die Europäische Zentralbank wird darauf mit dem Drucken von Geld reagieren und die europäischen Regierungen mit neuen planwirtschaftlichen Fiskalprogrammen, was die Situation nur noch verschlimmern wird.

Die Sanktionen gegen Russland haben die Lage für Europa deutlich verschlechtert, weshalb der Bias aktuell weiterhin auf einem stärkeren US-Dollar liegt.

Aufgrund der bevorstehenden weiteren Abwertung des Euros zu allen anderen Währungen ist es gerade für uns Europäer wichtiger denn je, in inflationsgeschützte Assets wie Edelmetalle und Minenaktien zu investieren, wenn man die völlige Enteignung durch staatliche Inflation nicht über sich ergehen lassen möchte.


Der USD-Index stieg auf den höchsten Stand seit 2 Jahren

Sanktionen gegen russische Palladium-Raffinerien

Der Palladiumpreis stieg am Freitag um bis zu 11% an, nachdem die Londoner Platin– und Palladiummarktbehörde mitgeteilt hatte, man werde den russischen Raffinerien aufgrund der Ukraine-Krise den Verkauf von Palladium in London untersagen. Der Palladiumpreis sprang auf diese Meldung hin um 200 US-Dollar auf bis zu 2480 US-Dollar je Feinunze nach oben.

Die „Gulidov Krasnoyarsk Non-Ferrous Metals Plant“ ist die größte Gold- und Platingruppenmetall-Raffinerie in der Russischen Föderation mit dem Hauptsitz in der Stadt Krasnojarsk in Sibirien und liefert allein 30% der Jahresweltproduktion. Diese, sowie die „Prioksky Plant of Non-Ferrous Metals“ werden bis auf weiteres nicht mehr als Good Delivery Lieferant in London/Zürich akzeptiert werden.

Anfang März stieg der Palladiumpreis erst auf ein Allzeithoch von 3.440 US-Dollar, da man sich angesichts des Krieges Sorgen um das Angebot des Hauptproduzenten Russland machte. In Russland werden rund 40% der Jahresweltproduktion gefördert.

Auf der einen Seite nimmt die Nachfrage aufgrund der Rezession und die Umstellung auf Elektrofahrzeuge ab, was auf den Preis dämpfend wirkt. Auf der anderen Seite könnte die künstliche Angebotsverknappung für einen erneuten kurzfristigen Preisanstieg sorgen.

Kurzfristig könnte es dadurch tatsächlich wieder zu einer Verknappung kommen, doch die Russen werden ihr Palladium an den Rest der Welt verkaufen, sodass dies mittelfristig geringen Einfluss auf den Preis haben dürfte.

Die langfristigen Aussichten hängen vielmehr von der Inflation und der Rezession ab, wobei die Rezession und die Umstellung auf Elektrofahrzeuge der wichtigste Faktor ist und mittelfristig eher für eine abnehmende Nachfrage spricht.


Palladium stieg um über 200 US-Dollar an, nachdem russisches Palladium in London boykottiert wird

Stehen die Goldminen vor dem nächsten Sprung nach oben?

Während der Goldpreis in US-Dollar seit dem Test des Allzeithochs wieder um 120 US-Dollar gefallen ist, halten sich die Goldminenaktien unverändert stark. Der HUI-Goldminenindex gab keine seiner Gewinne aus der letzten Rallye ab und macht sich stattdessen bereit für den nächsten Sprung nach oben.

Aktuell testet der HUI wieder einmal den Widerstand bei 325 Punkten, wobei ein erfolgreicher Ausbruch Potenzial auf 400 Punkte geben würde, was einem Anstieg von 23% entspräche. Wir waren mit unseren Kunden um die Unterstützung bei 250 Punkten herum long gegangen und sitzen bereits auf einem komfortablen Plus.

Entgegen den Gewinnmitnahmen beim Gold am Allzeithoch und bei Silber in der Nähe des Widerstands bei 28 US-Dollar, hielten wir bisher an den Minenaktien fest, da sie real historisch günstig und zum Goldpreis heillos unterbewertet sind.

Aufgrund der steigenden Zinsen sehen Investoren zunehmend keine Chancen mehr am Aktien- und Anleihenmarkt, während sie gleichzeitig einen Inflationsschutz in Gold und über Minenaktien eine zusätzliche Rendite suchen.

Die Stärke der Goldminen zum Gold und ihre Aufwärtsdynamik lässt die Stimmung wieder bullisch werden und lockt neue Investoren und Spekulanten an. Dies könnte nun dazu führen, dass sich die Goldminenaktien besser als der Goldpreis entwickeln werden in den kommenden Wochen.

Die Goldminengesellschaften erzielen bei den derzeitig hohen Goldpreisen weiterhin satte Gewinne, weshalb weitere starke Kursanstiege fundamental völlig gerechtfertigt sind.

Der Goldpreis lag im vierten Quartal 2021 bei durchschnittlich 1.796 US-Dollar, während die All-In Sustaining Costs der Top-25-Goldminenunternehmen im GDX bei durchschnittlich 1.188 US-Dollar je Feinunze lagen.

Das entspricht einem Gewinn von 608 US-Dollar je Unze für den Goldminensektor, was den siebthöchsten Wert in der Geschichte darstellt und nur von den vorangegangenen sechs Quartalen übertroffen wird. Die Kurse der Goldminenaktien sind angesichts dieser fetten Gewinne historisch niedrig.

Aktuell liegt der HUI-Goldminenindex immer noch 47% unter seinem Allzeithoch von 610 Punkten von 2011, womit noch sehr viel Luft nach oben vorhanden ist.


Der Anstieg der Goldminen könnte sich nun fortsetzen – der nächste Widerstand liegt bei 380-400 Punkten


Gelingt der Ausbruch über den Widerstand bei 325 Punkten, wäre ein nächster Hausseschub gut möglich. Die Historie zeigt meine Kauf- und Verkaufssignale für meine Premium-Abonnenten der letzten anderthalb Jahre

Noch ist der kleine konträre Minensektor nicht sehr beliebt, wobei er langsam wieder in der Gunst der Anleger steigt. Trotz ihrer wachsenden Gewinne sind Goldminenaktien bisher nicht auf dem Radar der großen Mehrheit der Spekulanten und Anleger.

Doch dies ändert sich gerade und die Berichterstattung in den Medien nimmt zu. Jetzt, da immer klarer wird, dass die Notenbanken nicht in der Lage sein werden die geschaffene Geldmenge aus dem System wieder abzusaugen und die Preissteigerung nicht vorübergehend, sondern dauerhaft sind, werden sukzessive mehr Investoren auf diesen völlig unterbewerteten Sektor aufmerksam.

Es sieht danach aus, als würde ein neuer großer Aufwärtstrend bei den Goldminenaktien in Gang kommen. Solche Aufwärtstrends neigen dazu sich sehr stark und schnell zu vollziehen und brachten im Durchschnitt einen Gewinn von 85%. Gerade bei den Minen gibt es aktuell enormes Potenzial bei mittelfristig vernachlässigbarem Risiko auf dem aktuellen Kursniveau, weshalb man hier investiert sein muss.

Doch eine Warnung sei zum Schluss ausgesprochen. Nach diesen Rallys korrigierten die Minenaktien meist deutlich, weshalb man nicht erst kaufen darf, wenn die Minen durch die Decke gegangen sind.

Der richtige Ein- und Ausstiegszeitpunkt ist bei den Minenaktien ernorm wichtig, da die Korrekturen meist stark ausfallen und eine weitaus höhere Rendite erzielt werden kann, wenn man nach starken Anstiegen Gewinne mitnimmt, um die Aktien später günstiger zurückzukaufen.

Langfristig stehen die Minenaktien jedoch am Anfang einer mehrjährigen Hausse, die den Standardaktienmarkt um ein Vielfaches outperformen wird.

Ein Bild, das Text enthält.

Automatisch generierte Beschreibung
Der Minenmarkt ist hochvolatil und ein Traum für Spekulanten, die diese Zyklen verstehen und nutzen können

Technische Analyse zu Gold: Ausbruch aus der Handelsspanne bringt die Entscheidung

Der neueste COT-Report wurde am Freitag um 21:30 Uhr seitens der US-Terminmarktaufsicht veröffentlicht mit dem Stichtag der Datenerhebung des 4. April. Die COT-Daten werden seitens der CFTC immer mit einer Verzögerung von drei Tagen veröffentlicht.

Premium Abonnenten erhielten noch vor Handelsschluss am Freitag ein Blitzupdate mit Analysen zu Gold, Silber, Platin und Palladium. Die COT-Daten ermöglichen einen Blick in die Zukunft, da sie einerseits ein Sentiment-Indikator sind und andererseits eine gute Einschätzung des Angebots und der Nachfrage am physischen Markt ermöglichen.

Während der Goldpreis leicht um 8$ anstieg, reduzierten die Spekulanten ihre Long-Position etwas, was eine minimale Stärke zeigt. Da die großen 8 Händler ihre Position etwas erhöhten, zeigt uns das, dass man den Preis womöglich nicht aus der Handelsspanne über 1.960 US-Dollar ausbrechen lassen wollte.

Auch in dieser Woche sind die Daten nahezu unverändert zur Vorwoche. Der Markt ist überkauft, sodass ein Long-Drop am Terminmarkt für Gold droht, wenn die physische Nachfrage abflaut. Ein erneuter Test der Unterstützung bei 1.900 US-Dollar wäre die Folge.


Die Terminmarktdaten für Gold sind leicht überkauft


Die mutmaßliche Manipulation am Goldmarkt ist aktuell sehr hoch, was die kurzfristigen Risiken untermauert

Im kurzfristigen Chart ist die Handelsspanne zwischen 1.900 US-Dollar auf der Unterseite und 1.960 US-Dollar auf der Oberseite gut ersichtlich. Mittel- bis langfristig ist die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren deutlichen Anstieg des Goldpreises sehr hoch, doch kurzfristig könnte sich die Korrektur über die Zeitachse oder auch über die Amplitude noch ein letztes Mal ausweiten.

Eine Streckfolter und das Rausschütteln zittriger Hände sind charakteristisch für den Goldmarkt, was nicht bedeutet, dass es unbedingt auch diesmal so kommen muss. Der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen bleiben ungewisse Variablen, die bei einer weiteren Eskalation die Investmentnachfrage von einen Tag auf den anderen erneut anfachen könnten.

Daher ist der technische Handel und das Setzen von Stop-Loss Orders angesagt. Wer an der Unterstützung bei 1.900 US-Dollar an der Unterstützung antizyklisch gekauft hatte, der sollte nun eine Stop-Loss-Order platzieren, da unter 1.900 US-Dollar ein Sell Off droht.

Der Krieg in der Ukraine bleibt eine ungewisse Variable, die uns dazu zwingt, technische Ausbrüche zu kaufen, was wir bei diesen schlechten COT-Daten sonst nie machen würden. Womöglich sorgt eine weitere Eskalation des Krieges in der Ukraine für einen Sprung des Goldpreises, dann will man long dabei sein, weshalb technische Kaufsignale angenommen werden müssen.

Ein Ausbruch über die Handelsspanne mit Preisen über 1.960 US-Dollar würde ein kurzfristiges Kaufsignal mit niedriger Wahrscheinlichkeit liefern. In der Handelsspanne ist Gold neutral und man sollte abwarten. Unter 1.900 US-Dollar würde es ein prozyklisches Verkaufssignal geben, dem ein Sell Off um 100 US-Dollar folgen könnte.


Der Goldpreis bewegt sich aktuell in einer engen Handelsspanne zwischen 1.900$ und 1.960$

Der Tageschart zeigt, dass der Goldpreis im Februar nach dem Bruch des letzten langfristigen Abwärtstrends stark anstieg. Bereits vor dem Ausbruch des Krieges zeigte sich Stärke, die ungewöhnlich war und auf Insiderkäufe zurückzuführen sein dürfte.

Das Allzeithoch wurde um wenige US-Dollar verfehlt und der Preis fiel zurück auf die Unterstützung bei 1.900 US-Dollar. Ein Rücksetzer auf 1.850 US-Dollar wäre durchaus denkbar, ohne dass das bullische Setup zerstört würde. Die Geschichte zeigt, dass Gold oftmals kurzfristig fällt, gerade dann, wenn es die Masse es für unmöglich hält und das Sentiment sehr bullisch ist.

Das mögliche Zeitfenster für eine Korrektur ist jedoch kurz, denn die hohe Teuerung, die steigenden Zinsen und die sich manifestierende Rezession sind Faktoren, die Investoren sukzessive in den sicheren Hafen des Goldes treiben.

 


Ein finales Rausschütteln zittriger Hände wäre denkbar

Der Goldpreis in Euro ging mit dem Einbruch des europäischen Gemeinschaftswährung als Folge der Sanktionen gegen Russland förmlich durch die Decke. Die Parität zum Schweizer Franken wurden bereits erreicht und auch die Parität des Euros zum US-Dollar scheint, in diesem für Europa ungünstigen Umfeld, denkbar.

Nachdem Ende Januar ein Aufwärtstrend brach und es ein kurzfristiges Signal für einen zeitweiligen Take Profit gab, wobei das Kaufsignal vom Oktober bei 1.640 Euro noch immer intakt war, drehte der Goldpreis mit der Kriegsangst vom Fleck weg, erzeugte bei 1.608 Euro ein erneutes Kaufsignal und stieg um 290 Euro je Feinunze an.

Sollte der Euro auf die Parität zum US-Dollar fallen, so würde dies bedeuten, dass der Goldpreis in Euro das hohe Niveau halten kann. Dennoch ist die Spekulation sehr hoch und ein kurzweiliger Rücksetzer um bis zu 100 Euro jederzeit möglich. Trotzdem stehen die Zeichen auf Grün für einen weiter steigenden Goldpreis in den nächsten Jahren, weshalb wir Rücksetzer als Kaufchance sehen.


Der Goldpreis hält sich im Umfeld eines schwachen Euros weiterhin stark auf hohem Niveau

 

Die meisten Aktien sind erst in der Endphase großer Inflationen attraktiv

Mit Aktien können Sie sich kaum vor Geldentwertung schützen. Das zeigt jedenfalls die Finanzgeschichte, der Sie mehr Glauben schenken sollten als Fondsmanagern, die Interessenskonflikten unterliegen und das Gegenteil behaupten.

Tatsache ist, dass Aktien erst am Ende großer Inflationen eine hervorragende Kaufgelegenheit boten, nicht jedoch in einer inflationären Frühphase, wie wir sie jetzt erleben. Und dafür gibt es einen simplen Grund: Inflationen sind keine guten Zeiten. Sie vernichten Wohlstand und schaffen Armut. Darunter leiden auch die meisten Unternehmen inklusive ihrer Aktienkurse.

Aber jetzt schon exzellente Chance-Risiko-Verhältnisse für einige Sektoren

Abseits der allgemeinen Aktienmärkte gibt es jedoch Bereiche und Sektoren, die eindeutig bullish sind. Passend zu anderen inflationären Zeiten sind das insbesondere, aber nicht ausschließlich, die Edelmetall- und Rohstoffaktien.

Hier gibt es exzellente Chance-Risiko-Verhältnisse, die Sie sich gerade als konservative Anleger und zum Schutz vor den Wohlstandsvernichtern in den Zentralbanken nicht entgehen lassen sollten.

Sehr bullishes Signal der Newmont Mining-Aktie

Die schon vor geraumer Zeit von uns zum Kauf empfohlene Newmont Mining-Aktie hat gerade ein neues Allzeithoch erreicht. Das ist ein weiteres wichtiges bullishes Signal für den gesamten Edelmetallsektor. Hier gibt es noch eine Reihe weiterer Werte, die überaus bullishe Chartformationen zeigen und von mir zum Kauf empfohlen werden.

Das gilt auch für ausgewählte Aktien des klassischen Energiesektors, dem wir schon im Dezember 2020 eine Themenschwerpunkt-Ausgabe gewidmet hatten, um unsere Leser auf diese phantastische Kaufgelegenheit aufmerksam zu machen.

Lassen Sie sich Ihren Wohlstand nicht von den Zentralbankern zerstören. Werden Sie aktiv. Schützen Sie sich vor den Folgen der verheerenden geldpolitischen Machenschaften, die ja immer noch im Gange sind bei einer Inflationsrate von 7,3% und 0% Zinsen.

Einzelheiten zu den hier skizzierten Themen und unsere aktuellen Kaufempfehlungen lesen Sie in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren – jetzt 30 Tage kostenlos.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihr

https://www.clausvogt.com/files/claus-vogt/images/Unterschrift%20Claus%20Vogt_zugeschnitten.jpg

Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

P.S.: Die jüngste Kurserholung an der Börse war wahrscheinlich die erste größere Bearmarketrally dieser noch sehr jungen Baisse. Lesen Sie dazu unsere gerade erschienene Krisensicher Investieren Themenschwerpunkt-Ausgabe „Der aktuelle Bärenmarkt“.

P.P.S.: Sie wollen Woche für Woche sicher durch diese Krise kommen, dann fordern Sie bitte noch heute den kostenlosen Claus Vogt Marktkommentar hier ganz einfach mit Ihrer E-Mail an.

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Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und erfolgreichen Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch „Das Greenspan Dossier“ und 2009 „Die Inflationsfalle“.

2018 erschien „Bitcoin & Co. Was Sie über Geld, Gold und Kryptowährungen wissen sollten“ und 2019 ihr hochaktuelles neues Buch: „Die Wohlstandsvernichter – Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten“. Erhältlich im Buchhandel oder auf www.krisensicherinvestieren.com. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.

Was machen eigentlich … meine Steuergroschen? (9.4.2022)

Autor: Gotthilf Steuerzahler

Schwache Leistung bei der Digitalisierung der Justiz eines Bundeslandes

Liebe Leserinnen und Leser,

die Justiz in unserem Land tut sich schwer mit der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse. Vor wenigen Tagen wurde vom Rechnungshof eines westdeutschen Bundeslandes aufzeigt, wie schleppend die Umstellung in der dortigen Justiz vor sich geht und wie die Kosten aus dem Ruder laufen.

Mehrere Bundesgesetze sehen die verbindliche Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten ab 2018 und die verbindliche Verpflichtung zur Einführung der E-Akte in der Justiz für 2026 vor.

Seit der gesetzlichen Verpflichtung können Schriftsätze sowie Anträge und Erklärungen der Parteien von den Rechtsanwälten als elektronische Dokumente bei Gericht eingereicht werden. Das Justizministerium des hier in Rede stehenden Bundeslandes hat 2014 begonnen, das sogenannte „eJustice-Programm“ umzusetzen, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.

Eine umfassende, koordinierte Anforderungsanalyse, basierend auf der Erstellung von Geschäftsprozessen, hat 2014 nicht stattgefunden. Die Beschreibung von Prozessen ist eine der Grundlagen, um Anforderungen an die Funktionalität der geplanten Software sowie der erforderlichen Hardware für einen effizienten Einsatz festzustellen.

Vor der Entwicklung von Software hätte eine Anforderungsanalyse anhand von Prozessbeschreibungen (hier: Gerichtsbarkeiten und Staatsanwaltschaft) erstellt werden müssen.

Kosten- und Zeitplanung außer Kontrolle

Der Rechnungshof des betreffenden Bundeslandes stellte fest, dass die Plankosten von 37 Millionen Euro auf 168 Millionen Euro gestiegen sind. Dies entspricht einer prozentualen Steigerung von rund 350 Prozent. Das Ende des Programms war für den 31. Dezember 2019 avisiert. Im Jahr 2019 wurde die Planung aktualisiert und die Programmlaufzeit bis 2025 erweitert.

Damit hat sie sich von sechs Jahren auf elf Jahre fast verdoppelt. Bei einer weiteren Verzögerung kann die bundesgesetzliche Vorgabe bis 2026 nicht erreicht werden. Die deutlich gestiegenen Plankosten und der starke zeitliche Verzug sind zum einen auf veränderte Anforderungen zurückzuführen.

Zum anderen wurden bei der ursprünglichen Planung wesentliche Kostentreiber wie Personalaufwand und Baumaßnahmen nicht einbezogen oder zu niedrig kalkuliert.

Die Projektsteuerung war mangelhaft

Der Rechnungshof hat kritisiert, dass es bislang an einer vernetzten Zeit-, Kosten- und Meilensteinplanung fehlte, die für eine engmaschige und effektive Projektsteuerung erforderlich ist.

Die Umsetzung des nunmehr vorgesehenen Masterplans, in dem Kosten, Zeit und Leistung in Bezug gesetzt werden, sei voranzutreiben, um eine bessere Steuerung des eJustice-Programms durchführen zu können. Die Ist-Kosten, erbrachte Leistungen sowie der Grad der Fertigstellung der Projektergebnisse sollten in regelmäßigen Abständen überprüft und erfasst werden.

Für den Erfolg des Programms hält der Rechnungshof ein konsequentes Controlling für unabdingbar.

Aufwändiger Medienbruch bei den Posteingängen

Bis zur Einführung der elektronischen Akte bei den Gerichten müssen elektronische Posteingänge ausgedruckt werden, um sie in der rechtsverbindlichen Papierakte bearbeiten zu können. In der gerichtlichen Praxis ist vielfach von den Gerichten als „Druckstraße der Anwälte“ die Rede.

Während im Jahr 2018 noch rund 74.000 Eingänge über das elektronische Anwaltspostfach eingingen, waren es im Jahr 2019 bereits rund 441.000. Dem Justizministerium ist es nicht gelungen, die elektronische Akte gemeinsam mit dem elektronischen Rechtsverkehr in 2018 einzuführen.

Sie muss zwar erst im Jahr 2026 umgesetzt werden, der dadurch entstandene Medienbruch verursacht aber erheblichen Mehraufwand.

Das IT-Vorhaben soll nun optimiert werden

Das Justizministerium des betreffenden Bundeslandes hat die Kritik des Rechnungshofs anerkannt, zwischenzeitlich hat es mit konkreten Prozessoptimierungen begonnen. So findet derzeit eine Anforderungsanalyse mit Aufnahme der Geschäftsprozesse statt, des Weiteren soll eine grundlegende Umstrukturierung der Projektsteuerung verwirklicht werden.

Seien wir froh, liebe Leserinnen und Leser, dass sich die Rechnungshöfe auch um schlecht laufende IT-Vorhaben der staatlichen Stellen kümmern, zum Nutzen der Allgemeinheit, sagt zustimmend

Ihr

Steuerzahler

www.krisensicherinvestieren.com

Dieser Text stammt aus dem kostenlosen Newsletter Claus Vogt Marktkommentar.

Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und erfolgreichen Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

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2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch „Das Greenspan Dossier“ und 2009 „Die Inflationsfalle“. 2018 erschien „Bitcoin & Co. Was Sie über Geld, Gold und Kryptowährungen wissen sollten“ und 2019 ihr hochaktuelles neues Buch: „Die Wohlstandsvernichter – Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten“. Erhältlich im Buchhandel oder auf www.krisensicherinvestieren.com. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.

 

Blutbad am Anleihenmarkt – Gold und Silber halten sich stark

In der vergangenen Handelswoche erlebte der amerikanische Anleihenmarkt den stärksten Einbruch seit 40 Jahren. Die Zinsen für zweijährige US-Staatsanleihen stiegen auf 2,28% und die der Zehnjährigen auf 2,47% an. Dies verheißt nichts Gutes für den Aktienmarkt, dessen inflationsbereinigte Hausse in den letzten 12 Jahren zu einem großen Teil darauf beruhte.

Selbst die zehnjährigen Bundesanleihen rentieren wieder mit einem halben Prozent, womit der reale jährliche Verlust „nur noch“ bei -4,5% liegt, wenn man diese Staatsanleihen hält.

Die große Zinswende wird von den Investoren am Aktienmarkt noch immer nicht eingepreist. Der Tag wird jedoch kommen, an dem alle Investoren angesichts inflationsinduziert immer weiter steigender Zinsen durch den gleichen Ausgang wollen, jedoch keine Käufer da sind und die Aktienmärkte ihre Talfahrt steil fortsetzen werden.

Die Baisse am Aktien- und Anleihenmarkt wird sich in den nächsten Jahren, wenn auch nur real am Aktienmarkt, weiter fortsetzen, was angesichts der aktuellen Inflation und Geldentwertung eine finanzielle Katastrophe für Anleger in diesen Märkten bedeuten wird. Die steigenden Zinsen am Markt signalisieren unterdessen den Notenbanken, dass sie die Leitzinsen weiter anheben sollten.


Die Zinsen explodierten in der letzten Woche förmlich und kündigen die nächste Rezession an

Gold und Silber konnten trotzt der steigenden Zinsen ihr hohes Niveau in der letzten Handelswoche verteidigen und stiegen sogar an. Der Goldpreis stieg um 1,9%, Silber um 2,3% und der Goldminenindex HUI-Goldminenindex stieg um 3,5% an.

Da steigende Zinsen Gift für den Konsum, Verbraucher- und Unternehmenskredite sind, fielen der Preis der Industriemetalle Platin (-2,35%) und Palladium (-5,6%) hingegen deutlich zur Vorwoche.

Die Rezession und die steigenden Zinsen werden einen dämpfenden Effekt auf die Preise haben, insbesondere auf Luxusgüter, während die Preise der lebensnotwendigen Konsumgüter, deren Nachfrage relativ unelastisch ist, mit der Geldentwertung tendenziell stärker steigen sollten.

Deshalb werden Unternehmen, die höhere Kosten direkt an den Verbraucher weitergeben können, die Luxusgüterindustrie deutlich outperformen in den nächsten Jahren.


Gold und Silber glänzen, während Palladium und Platin als Industriemetalle zunehmen unter der aufziehenden Rezession leiden

Der Anfang und das Ende des Anleihen-Bullenmarktes

2008 verhinderten die ersten QE-Programme in der Geschichte der USA, als Reaktion auf die Immobilien- und Kreditkrise, ein Ende des bis dahin 27 Jahre dauernden Anleihen-Bullenmarktes. Anstatt zu crashen und in eine Baisse überzugehen, setzte sich dieser, getrieben durch die Anleihenkäufe der US-Notenbank und später anderer Notenbanken, noch einmal bis 2020 fort.

Die über vier Dekaden andauernde Hausse war eine direkte Folge der Abschaffung des Gold-Dollar-Standards im Jahr 1971 mit dem Beginn des Experimentes ungedeckter Fiat-Währungen.

Im Goldstandard des Kaiserreichs gab es grundsätzlich keine Zyklen am Anleihenmarkt, da sich die Zeitpräferenz der Menschen, sowie die Risikoprämie in Friedenszeiten, kaum verändern. Nur in Kriegszeiten kam es immer wieder zu starken Schwankungen, wenn die Gefahr bestand, ein Staat könnte seine Schulden nicht bedienen oder dieser zur Kriegsfinanzierung Inflation erzeugte.

Beispielsweise lagen die Zinsen für zehnjährige Staatsanleihen während des Goldstandards im Kaiserreich kontinuierlich im Bereich von vier Prozent. Erst mit der Loslösung der verstaatlichten Währungen vom Gold im Jahr 1971, begannen die Zinsen inflationsinduziert wild und stark zu schwanken.

Ende 1981 hatten die Zinsen mit zwanzig Prozent ihren Zenit erreicht nach einem Jahrzehnt der Stagflation begann eine neue Hausse. Diese wurde durch die sukzessive Ausweitung der Geldmenge im Kreditgeldsystem, sowie einer Senkung der Mindestreserve auf letztlich null Prozent und einer Manipulation der statistischen Inflationsrate ermöglicht, was den Marktzins dauerhaft und zunehmen unter den Urzins drückte.

Die kontinuierlich sinkenden Zinsen der Hausse am Anleihenmarkt, waren der Treibstoff eines künstlichen Aufschwungs in der westlichen Welt, der von Anbeginn auf Sand gebaut war.

2008 stand das Fiat-Geldsystem vor seinem unausweichlichen Ende und damit auch die Hausse am Anleihen- und Aktienmarkt. Der Immobilienmarkt kollabierte, die Zinsen schossen in die Höhe und das halbstaatliche Finanzsystem stand vor einem kaskadenartigen Zusammenbruch.

Durch planwirtschaftliche Eingriffe in den freien Markt, wie sie bisher nur aus sozialistischen Staaten bekannt waren, konnten die Notenbanken noch einmal das Ruder herumreißen.

Durch den Ankauf von Staatsanleihen, einer fast direkten Form der Staatsfinanzierung über die Druckerpresse, erhöhte man die Nachfrage künstlich, während Investoren es nicht wagten, sich der FED entgegenzustellen, was der schon totgeglaubten Hausse am Anleihen- und Aktienmarkt neues Leben einhauchte.

Wer die Konjunkturtheorie der Österreichischen Schule der Nationalökonomie kennt, der wusste, dass mit den Nullzinsen das Ende eines vier Jahrzehnte dauernden künstlichen Booms, der als Fehlleitung einer sonst gesunden Wirtschaftsentwicklung zu verstehen ist, erreicht wurde.

Ironischerweise hatten die gleichen QE-Programme, die 2008 noch einmal den Anleihen- und Aktienmarkt gerettet hatten, nach der Lockdown-Krise in 2020 das Ende dieser fast zwei Dekaden andauernden Hausse eingeleitet.

Die Inflation, die geschaffen und teilweise direkt als Corona-Schecks an die Konsumenten ausgegeben wurde, entwertet die Kaufkraft der Währungen und damit auch die Kaufkraft des künftigen Rückzahlungsbetrags der Anleihen, weshalb die Gläubiger nun, angesichts hoher Teuerungsraten, auch höhere Zinsen einfordern.

Das erklärt, warum Staaten die Teuerung im eigenen Land mittels unseriöser Verdrehungen in ihren statistischen Warenkörben manipulieren und möglichst niedrig ausweisen. Auf diese Weise entwerten Staaten ihre Schuldenlast, während die Gläubiger am Ende der Laufzeit nur noch einen Bruchteil der Kaufkraft ihrer Forderungen ausgezahlt bekommen.

Am Ende des Tages erhält der Sparer nominal eine mickrige Rendite, während er real bestohlen wurde.

Insbesondere die Haussen am Aktienmarkt von 2003 bis 2020 waren die Konsequenz künstlich niedriger Zinsen, die einen künstlichen Aufschwung erzeugten.

Diese erneute Fehlleitung von Kapital hätte es ohne die QE-Programme nach der Immobilien- und Finanzkrise von 2008 nicht mehr gegeben. Der Anleihenmarkt entwickelte sich über vierzig Jahre hinweg zur Mutter aller Blasen, die seit letztem Jahr dabei ist zu platzen.

Die Zinsen werden steigen und Anleihen weiter fallen

Es ist verrückt, dass Investoren bei einer Inflationsrate von aktuell fast acht Prozent in den USA und fast sechs Prozent in Europa nicht längst alle Anleihen verkauft haben. Die nominalen Zinsen müssten entsprechend längst bei 12% für zweijährige US-Staatsanleihen stehen.

Nutzt man als Maßstab den Konsumentenpreisindex, wie man ihn bis 1980 berechnet hat, dann liegt die Teuerung mittlerweile bei 16% und die kurzfristigen Zinsen sollten bei 20% liegen. Dies zeigt welch langen Weg zum Tief der Anleihenmarkt noch bis zu einer fairen Bewertung vor sich hat.

Wieso sollte jemand sein hart verdientes Geld zu diesen Zinsen verleihen, wenn er nach 2 Jahren inflationsbereinigt nur noch 75% zurückbekommt, ohne eine reale Rendite zu erwirtschaften? Ein Investment in inflationsgeschützte Werte, wie Gold und Silber wäre eine weitaus bessere und sicherere Anlage.

Wer einen Hebel möchte und am Trading interessiert ist, der kann sein Glück auch im Minensektor suchen, wo er höchstwahrscheinlich nebst dem Inflationsschutz noch eine zusätzliche Rendite erhalten wird.

Den starken Anstieg der Zinsen konnte man frühzeitig kommen sehen und damit auch den Druck, der sich langsam auf dem Aktienmarkt aufbauen würde. Ich sprach, schrieb und referierte seit 2018 ständig über die kommende Stagflation und die große Zinswende.

Beispielsweise hatte ich am 17.09.2019 in einem Webinar, das Sie auf YouTube finden, detailliert die unmittelbar bevorstehende Stagflation prognostiziert und am 18.03.2021 noch einmal explizit ein Video zur „großen Zinswende“ veröffentlicht, in denen ich die Zusammenhänge und zwingend logischen Entwicklungen aufzeigte.


Die große Zinswende ist längst da und sie wird noch viele Jahre andauern

Wohin die Reise geht, zeigt die Stagflation der siebziger Jahre, in der die Zinsen langsam von vier auf kurzzeitig zwanzig Prozent anstiegen. Durch den Krieg erlebte Russland kürzlich einen Zinsanstieg auf 20%, womit sich die dortigen Fehlallokationen größtenteils bereinigen werden.

Uns in Europa und den USA steht aufgrund der steigenden Zinsen hingegen noch ein langer Weg der schöpferischen Zerstörung bevor, auf dem unrentable Geschäftsmodelle und überschuldete Unternehmen vom Markt verschwinden werden.

Sollten weitere Krisen aus dem Nichts künstlich geschaffen werden, so wäre auch ein schnellerer Zinsanstieg denkbar, wobei die Auswirkungen auf die Wirtschaft verheerend und viel schmerzhafter für die Menschen wären.

Es empfiehlt sich daher Anlagen am Anleihenmarkt zu liquidieren, da mit dem Ende der QE-Programme der Verkaufsdruck zunehmen wird. Irgendwann in der Zukunft, womöglich noch in diesem Jahr, werden sich die Notenbanken gezwungen sehen, ihre Anleihenkäufe wieder aufzunehmen, um den Zinsanstieg einzuhegen und so einen zu schnellen Einbruch von Wirtschaft und Aktienmarkt zu verhindern.

Dies wird den freien Fall jedoch nur in die Länge ziehen und dafür den Schaden maximieren. Die dann entstehende zusätzliche Inflation wird die Preise inflationsgeschützter Anlagen weiter stark steigen lassen. Es empfiehlt sich daher weiterhin in Edelmetalle und inflationsgeschützte Anlageklassen zu investieren!

Technische Analyse zu Platin: Langfristig hui – kurzfristig pfui

Terminmarkt: COT-Report vom 25.03.2022

Zur Vorwoche zeigt sich leichte Stärke in den Daten, doch ist der COT-Index immer noch im neutralen Bereich. Auf Monatssicht zeigt sich hingegen deutliche Schwäche. Angebot und Nachfrage zeigen sich unverändert ausgeglichen in den letzten Wochen, wobei es meistens ein leichtes Überangebot gibt.

Daher kann Platin aus eigener Kraft weiterhin erst einmal nirgendwo hin marschieren. Man sollte daher keine kurzfristigen oder mittelfristigen Swing-Trades in diesem Markt versuchen.


Die Terminmarktdaten zeigen sich schwach in den letzten Wochen – insgesamt sind die Daten neutral

Wir hatten erwartet, dass Platin stärkere spekulative Nachfrage erfahren und auf 1.350 US-Dollar ansteigen würde, wenn der Goldpreis auf 2.000 US-Dollar ansteigt.

Obwohl der Palladiumpreis aufgrund des Krieges in der Ukraine und der Sanktionen gegen Russland durch die Decke ging, konnte der Platinpreis wenig davon profitieren. Gerade einmal ein Anstieg auf 1.200 US-Dollar war kurzzeitig möglich, was uns frühzeitig vorsichtig sein ließ.

Die Terminmarktdaten zeigen weiterhin ein Überangebot am physischen Markt, weshalb es aktuell im kurzfristigen Trading bei neutralen COT-Daten kein Setup für einen Einstieg gibt, das ein annehmbares Chance-Risiko-Verhältnis hätte. Unter 1.000 US-Dollar ist Platin neutral und frühestens im Bereich von 800 US-Dollar finden kurzfristige Trader ein gutes Kauf-Setup.

Über 1.000 US-Dollar könnte man als Bulle aktiv werden, doch dürfte dies kurzfristig keine guten Chancen auf Erfolg haben. Wir raten dazu kurzfristig nicht in diesem Markt zu traden – die Risiken sind höher als die Chancen.


Platin handelt noch immer über der Kreuzunterstützung bei 1.000 US-Dollar

Langfristige Analyse

Ende 2020 hatten wir mit einem Preisanstieg über den Widerstand bei 1.000 US-Dollar ein Kaufsignal bis 1.350 US-Dollar gegeben und gingen von einer anschließenden Korrektur auf 1.000 US-Dollar aus. Das war nur ein grobes Szenario, das wir aus der fundamentalen Schwäche am Platinmarkt abgeleitet hatten, doch exakt so eintraf.

Seither kämpfen Bullen und Bären um die Unterstützung bei 1.000 US-Dollar je Feinunze. Langfristig dürfte sich im Bereich zwischen 800 US-Dollar und 1.000 US-Dollar ein langfristiger Boden ausbilden. Wir empfehlen Rücksetzer in den Bereich um die 800 US-Dollar als mittel- bis langfristige Kaufchance zu nutzen.

Auch kurzfristig agierende Trader haben dort grundsätzlich ein Setup mit einem guten Chance-Risiko-Verhältnis. Man muss sich jedoch bewusst sein, dass Platin und Palladium während Rezessionen kurzzeitig auch stark einbrechen können, weshalb ein Stop-Loss der beste Freund kurzfristig agierender Trader ist.


Langfristig zeigt der Chart eine Trendumkehr und ein Ende der langfristigen Abwärtstrends

Das Platin-Palladium-Ratio zeigt, dass Platin in den vergangenen 50 Jahren immer teurer war als Palladium, mit Ausnahme der Jahrtausendwende und aktuell seit 2017. Die Feinunze Palladium wird im Moment historisch einmalig 85% über dem Preis von Platin gehandelt.

Wir sehen in den letzten Jahren in der Industrie eine fortschreitende Substituierung von Palladium durch das günstigere Platin. Solange Palladium teurer ist, sollte auch die Substitution weiter fortschreiten und letztlich auch zu steigenden Platinpreisen führen.

Diese Transformation ist ein langsamer Prozess und man schätzt, dass jährlich etwa 1,5 Millionen Unzen Palladium in der Industrie durch Platin ersetzt werden.

Langfristig ist es konsequent logisch und wahrscheinlich, dass die Substitution in der Zukunft zu einem Überangebot bei Palladium und einem Defizit bei Platin führen wird. Das Ratio würde dann wieder ansteigen, wobei Platin das Palladium massiv outperformen dürfte.

Würde das Ratio nur zu seinem Durchschnitt der letzten 50 Jahre bei 3 zurückkehren, entspräche dies einer sechsmal besseren Performance von Platin zu Palladium in der Zukunft.

Will man ein langfristig ausgerichtetes Edelmetalldepot auf Sicht von mindestens einer Dekade aufpeppen, so wäre Platin eine Spekulation wert, da es nicht nur in Katalysatoren Anwendung findet, sondern in vielen weiteren Industrien und insbesondere in erneuerbaren Energien, wogegen Palladium nur in Katalysatoren für Benzinmotoren genutzt wird.

Da Platin auch zu Gold und Silber historisch günstig ist, wäre es denkbar, dass Platin sogar die monetären Edelmetalle in den kommenden zehn Jahren outperformen könnte.

Kurzfristig hat Platin noch mit einem Überangebot zu kämpfen, doch auf Sicht einer Dekade scheint das Risiko begrenzt und die Gewinnchance sehr hoch zu sein, weshalb wir Rücksetzer weiterhin zum Aufbau einer neuen langfristigen Position nutzen werden.


Platin ist aktuell so günstig zu Palladium wie noch nie zuvor

 

Kaufsignal des XAU Goldminen Index

Zinserhöhungen sind Gift für die Börse. Diese generelle Erkenntnis gilt heute mehr denn je, da die fundamentale Bewertung der US-Börse extrem hoch ist. Darüber hinaus steigen die Anleihenzinsen schon seit vielen Monaten und sind aus charttechnischer Sicht aus mächtigen Bodenformationen nach oben ausgebrochen. Damit wird eine Fortsetzung des Aufwärtstrends der Zinsen signalisiert.

Zinserhöhung der Fed ist Tropfen auf den heißen Stein

Wie so oft, hat die Börse auf diese erste Zinserhöhung mit Kursgewinnen reagiert, nachdem sie in den Wochen zuvor recht deutlich gefallen war. Lassen Sie sich davon nicht einlullen. Sowohl die extrem überbewerteten Aktienmärkte, als auch die hochverschuldete Wirtschaft werden durch höhere Zinsen unter Druck geraten.

Unsere Prognosemodelle geben weiterhin starke Baissesignale, die durch steigende Zinsen noch verstärkt werden. Völlig unabhängig von dem bedauernswerten Geschehen in der Ukraine sind alle Voraussetzungen für das Ende der riesigen Spekulationsblasen an den Aktien-, Anleihen- und Immobilienmärkten erfüllt.

Deshalb erwarten wir in den kommenden Monaten erheblich tiefere Aktienkurse. Details dazu lesen Sie in der aktuellen Ausgabe meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren.

DAX und S&P 500 bearish

Ganz anders als der DAX oder der amerikanische S&P 500 präsentieren sich der Edelmetall- und Rohstoffsektor. Wie zuletzt im Baissejahr 2001 und im Baissejahrzehnt der 1970er Jahre, sind auch jetzt wieder alle Voraussetzungen gegeben für eine Abkoppelung dieser beiden Sektoren von der allgemeinen Börse.

Genau wie im Jahr 2001 prognostiziere ich deshalb auch jetzt wieder steigende Kurse bei ausgewählten Edelmetall- und Rohstoffaktien trotz allgemeiner Aktienbaisse. Damals halbierte sich der S&P 500, und an der NASDAQ und mit dem DAX ging es sogar noch heftiger nach unten. Gold und Goldminenaktien widersetzten sich diesem Trend und erfreuten die Anleger mit deutlichen Kurssteigerungen.

Bullisher Trend im Rohstoff- und Edelmetallsektor

Vorige Woche habe ich Ihnen hier einen Chart des Goldpreises in Euro gezeigt, der gerade ein Rekordhoch erreicht hatte. In den Wochen zuvor hatte ich Ihnen bereits zahlreiche Argumente geliefert, die für eine starke und lang anhaltende Goldhausse sprechen. Heute zeige ich Ihnen einen Chart des XAU Goldminen Index.

Wie Sie sehen, hat dieser Index kürzlich ein doppeltes Kaufsignal gegeben (blaue Ellipse). Erstens ist er mit dem Anstieg über die rotgestrichelte Linie aus einer Bodenformation nach oben ausgebrochen, ein Kaufsignal.

Zweitens ist er gleichzeitig über die blaugestrichelte Abwärtstrendlinie gestiegen, ein weiteres Kaufsignal. Dass diese beiden Linien fast auf dem gleichen Niveau verliefen, als der Anstieg darüber erfolgte, verstärkt die Bedeutung und Verlässlichkeit dieses Signals.

XAU Goldminen Index, 2020 bis 2022

Chart

Durch den gleichzeitigen Anstieg über die beiden eingezeichneten Widerstandslinien wurde ein starkes Kaufsignal erzeugt.

Quelle: StockCharts.com

Mit Gold und Minenaktien gegen Geldentwertung

Mit Gewinnen aus Goldkäufen und ausgewählten Minenaktien können Sie der hohen Inflationsrate und der Baisse an den allgemeinen Aktienmärkten entgehen. Wie vorige Woche schon geschrieben, war die kleine Korrektur im Vorfeld der oben genannten Zinserhöhung eine Kaufgelegenheit.

Wahrscheinlich ist diese Korrektur jetzt schon vorüber, und die Charts der von mir empfohlenen Minenaktien sind rundum bullish. Deshalb sollten Sie diese fundamental günstig bewerteten Qualitätsaktien jetzt kaufen. Die Einzelheiten dazu lesen Sie in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren – jetzt 30 Tage kostenlos.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihr

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Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

P.S.: Die Baisse an den Aktienmärkten ist noch jung. Warum eine Drittelung des S&P 500 alles andere als eine Überraschung wäre, lesen Sie ebenfalls in unserem Börsenbrief Krisensicher Investieren.

P.P.S.: Sie wollen Woche für Woche sicher durch diese Krise kommen, dann fordern Sie bitte noch heute den kostenlosen Claus Vogt Marktkommentar hier ganz einfach mit Ihrer E-Mail an.

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Was machen eigentlich … meine Steuergroschen? (19.3.2022)

Autor: Gotthilf Steuerzahler

Wenn die Betriebsprüfung sich mit den falschen Fällen beschäftigt

Liebe Leserinnen und Leser,

Steuerpflichtige, die Einkünfte über 500.000 Euro jährlich erzielen, unterliegen wie Großbetriebe der ständigen Betriebsprüfung. Ein Gutachter hat festgestellt, dass das nicht erforderlich ist und nur unnötig Ressourcen der Betriebsprüfungsstellen bindet.

Es geht im hier interessierenden Zusammenhang nur um ganz bestimmte Einkünfte, nämlich um Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, aus Kapitalvermögen, aus Vermietung und Verpachtung sowie aus Renten. Kapitalerträge, die abgeltend besteuert werden, sind nicht einzubeziehen.

Steuerpflichtige, die ausschließlich Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit erzielen, die sogenannten reinen Arbeitnehmerfälle, unterliegen ebenfalls nicht der ständigen Betriebsprüfung.

Die Erstbearbeitung von Steuererklärungen erfolgt grundsätzlich durch das zuständige Finanzamt. Vor der Steuerfestsetzung durchläuft jede Steuererklärung ein Risikomanagementsystem. Durch Risikohinweisen werden die Sachbearbeiter im Finanzamt zielgerichtet auf risikobehaftete und prüfungswürdige Punkte gelenkt.

Alle Hinweise, die nicht Gegenstand der Betriebsprüfung sein werden, hat das Finanzamt abschließend zu bearbeiten. Gelegentlich versäumen die Finanzämter es jedoch, den Risikohinweisen nachzugehen. Diese werden dann von der Betriebsprüfung näher untersucht.

Die Mehrergebnisse, die dabei erzielt werden und auf welche die Betriebsprüfung so stolz ist, sind streng genommen überhöht, bei richtiger Vorgehensweise wären sie bei den Finanzämtern angefallen.

Fehlendes Risikopotenzial bei Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit

Viele Daten, welche die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit betreffen, liegen dem Finanzamt bei Festsetzung der Einkommensteuer bereits elektronisch vor. So übermitteln die Arbeitgeber die Daten der Lohnsteuerbescheinigung ebenso wie die Agentur für Arbeit oder die Krankenkassen die Daten über ggf. gezahlte Lohnersatzleistungen mitteilen.

Zu den Werbungskosten bei nichtselbständiger Arbeit werden durch das Risikomanagement zahlreiche Risikohinweise ausgegeben. Sofern die Risikohinweise beachtet und sachgerecht bearbeitet werden, ist das Risiko sehr gering, dass die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit in unzutreffender Höhe ermittelt werden.

Mit dem Ausschluss der reinen Arbeitnehmerfälle wurde diesem Sachverhalt bereits Rechnung getragen.

Geringe sonstige Einkünfte machen wieder die Betriebsprüfung zuständig

Ein Gutachter hat vor einiger Zeit die Steuerfälle über 500.000 Euro bei mehreren Finanzämtern eines Bundeslandes näher untersucht. Er hat festgestellt, dass es sich bei den Fällen über 500.000 Euro doch überwiegend um Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit handelt.

Wenn beispielsweise ein gutverdienender Manager auch noch eine Aufsichtsratsvergütung erhält, handelt es sich nicht mehr um einen reinen Arbeitnehmerfall, welcher ja von der Betriebsprüfung ausgenommen ist.

Vergleichsweise geringe Einkünfte aus anderen Einkunftsarten machen somit einen Steuerfall mit einem Arbeitslohn von mehr als 500.000 Euro wieder zu einem Fall für die Betriebsprüfung, obwohl diese Fälle kein besonderes Risikopotenzial aufweisen.

Die Betriebsprüfung sollte künftig nicht mehr zuständig sein

Der Gutachter hat vorgeschlagen, dass diese Fälle künftig nicht mehr als Fälle für die Betriebsprüfung eingeordnet werden. Dazu müssten allerding die bundeseinheitlich geltenden Kriterien zur Einordnung in Größenklassen geändert werden.

Durch eine solche Änderung würde sichergestellt werden, dass nur die wirklich bedeutenden Einkünfte einer besonderen Überprüfung unterzogen werden. Die Ressourcen der Betriebsprüfung würden zielgerichtet auf möglicherweise risikobehaftete Steuerfälle gelenkt werden.

Eine Änderung auf Bundesebene muss erfolgen

Das Finanzministerium des Bundeslandes, welchem der Gutachter seinen Vorschlag unterbreitet hat, stimmte der Grundüberlegung zu, dass die Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit künftig nicht mehr zur Einordnung als Fall für die Betriebsprüfung herangezogen werden sollten.

Es werde den Vorschlag in die zuständige Arbeitsgruppe auf Bundesebene einbringen. Das kann natürlich dauern, bis eine Einigung auf Bundesebene erreicht werden wird. Gut Ding, liebe Leserinnen und Leser, braucht bekanntlich Weile, sagt verhalten optimistisch

Ihr

Gotthilf Steuerzahler

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Schlagworte im Ukrainekrieg: Harte Ansagen + Realmathematik = Schlechte Optionen

Den taffen Schlagzeilen, dem Sanktionsgeschrei und der moralischen Großspurigkeit zum Trotz entdecken wir gerade, dass die politischen Handlungsoptionen des Westens (die Absage an die Schweizer Neutralität inbegriffen) gar nicht so stark sind, wie es scheint.

Die Summe aller Übel

Krieg ist die Summe aller Übel; es gibt kaum größere Tragödien als der Klirren der Schwerter.

Carl von Clausewitz beschrieb den Krieg im 19. Jh. einmal als „die bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“. Aus meiner Sicht ist Krieg nur das Scheitern adäquater Politik.

Während der Westen mit dem moralischen Zeigefinger auf Putin zeigt, ergreifen wir keine Partei und fragen uns einfach, wo eben dieser Zeigefinger (Schlagzeilen oder Sanktionen) war, als die USA jahrelang ein Land nach dem anderen überfielen.

Erinnern Sie sich noch an besagte weapons of mass destruction (Massenvernichtungswaffen) des Irak? Oder hat Uncle Sam da was falsch verstanden? Ich mein’ ja nur…

Kurz: Wer im Glashaus sitzt, sollte vielleicht endlich aufhören, Steine zu werfen…

Kaputte, schuldenbasierte Wirtschaftssysteme schwächen eine Nation und verringern ihre politischen Handlungsoptionen gerade dann, wenn stärkere Optionen dringendst notwendig wären – wie beispielsweise in Kriegszeiten.

Im Nuklearzeitalter des 21. Jh. wäre militärischer Realismus á la Clausewitz nicht nur Wegbereiter einer „gegenseitig garantierten Zerstörung“ (mutually assured destruction, MAD), sondern einfach Ausdruck von Wahnsinn.

Angenommen, dass sich alle großen Mächte (von Moskau bis Washington) in diesem Punkt einig sind, so wird der vor uns liegende Krieg im selben Maße finanziell wie militärisch geführt werden. Leider ist der Westen finanziell gar nicht so stark, wie seine Schlagzeilen es uns weismachen wollen.

Achtung – mehr Geldschöpfung im Anmarsch

Man darf erstens von einer ununterbrochen laxen US-Notenbankpolitik ausgehen.

In den letzten Monaten hatten wir deutlich auf Folgendes hingewiesen: Jede Form vorausschauender geldpolitischer Straffungen seitens der US-Notenbank würde – falls sie wirklich kämen – unausweichlich wieder gestoppt und kurzerhand rückgängig gemacht werden (von streng zurück auf lax), sobald die Risikoanlagemärkte im Umfeld steil steigender Zinssätze abstürzten.

Dann kam der Krieg in der Ukraine.

Wir glauben, jede Eskalation dieses Kriegs würde die vorherigen Optionen und Möglichkeiten der Federal Reserve bezüglich geldpolitischer Straffungen im Umfeld wachsender Konflikte drastisch einschränken.

Wie man den Einlassungen vom Anleiheparkett (M. El-Erian) bis hin zu den jüngsten Tweets von Fed-Mitgliedern entnehmen kann, gilt es inzwischen als Konsens, dass eine Erhöhung des Fed-Leitzinses für 2022, selbst um 50 Basispunkte, als immer unwahrscheinlicher gilt.

Kriege, ob mit Panzern oder Sanktionen ausgetragen, kosten Geld. Und Länder, die schon über beide Ohren rekordbrechend verschuldet sind, können sich steigende Zinsen nicht leisten.

Zudem erinnert uns der Blick in die Geschichte daran: Wenn sich Kriege in die Länge ziehen, wird die Geldpolitik in jedem Fall lockerer und nicht strenger.

Achtung: Währungseinbrüche im Anmarsch

Auch zu Fiat-Währungen ist der Krieg nicht nett.

Ein erster Blick auf die Währungen der Ukraine und Russlands zeigt, dass sie im Vergleich zum USD wie auf Ansage einbrechen; der EUR wird diesem Trend folgen, besonders dann, wenn sich dieser Krieg in die Länge zieht, was niemand wünscht.

Ein längerer Kriegsverlauf ist in der Tat eine Hiobsbotschaft für das gesamte Spektrum an globalen, „mausgeklickten“ Währungen, die allesamt und im Allgemeinen kontinuierlich gegenüber härteren Anlagen abwerten und gegenüber Gold im Besonderen.

(Man muss nicht hinzufügen, dass ein ausgedehnter Konflikt auch die Industrie- und Verteidigungswerte stärken wird.)

Achtung: Mehr irreführende Schlagzeilen im Anflug

Neben erhöhter Geldschöpfung und Währungsentwertung darf auch deutlich mehr Propaganda erwartet werden, die sich als Nachrichten „aus der freien Welt“ ausgibt.

Die russische Invasion der Ukraine letzten Mittwoch ersetzt jetzt natürlich auch das zunehmend in Verruf geratene Covid-Narrativ in allen Tweets und Schlagzeilen.

Wie so oft der Fall bei zunehmend politisierten Medienquellen, im Westen wie Osten, lässt sich aus dem, was nicht gesagt wird, häufig mehr herauslesen als aus dem Gesagtem.

Wenn belastbare Mathematik ausgeklammert wird

Was in den aktuellen Schlagzeilen fehlt, geht weit hinaus über Fragen der Politik, Inflation oder nationalen Werte.

Eine Sache fehlt wie immer in den protzigen und taffen politischen Schlagzeilen der letzten Zeit – die langweilige aber stichhaltige Mathematik der globalen Verschuldung.

Wie wir gleich noch sehen werden, beeinflussen/ behindern finanzielle Defizite unglücklicherweise auch die politischen Handlungsoptionen sehr deutlich; das gilt gerade, und in erster Linie, für konfliktträchtige Zeiten.

Lange bevor Putin mit dem Säbelrasseln (dem potentiellen Krieg in der Ukraine) begann, war Mathe schlicht und einfach Mathe und Schulden immer noch Schulden. Und das bedeutet, dass der Westen im Allgemeinen und die USA im Besonderen gar nicht so taff sind wie ihre Ansagen.

Während Putin zum brandneuen Schurken avanciert, ist der US-Haushaltsalptraum ganz konkret immer noch ein Alptraum und die tatsächlichen Zinsbelastungen für den US-Kneipendeckel (Ausgaben des Finanzministeriums und Leistungsansprüche) sind weiterhin ein offener wenngleich medial fast vollständig ignorierter Krebs.

Ob man will oder nicht, die Steuereinnahmen der USA kommen Uncle Sams Ausgabe- und Verschuldungssucht nicht hinterher, und das bedeutet auch, dass die USA in keiner wirklich starken Position sind, um sich selbst retten zu können, geschweige denn die Ukraine.

Leider erzeugen Schuldenzeitbomben, wie sie auch im Land der Weltreservewährung tickt, einen bestimmten Politikstil (z.B. mehr Geldschöpfung und Defizitfinanzierung), der ziemlich vorhersagbar ist.

Heute, wo potentielle Mehrverschuldung durch Sanktions- und Kriegskosten im Raum steht, bleibt der Fed, angesichts einer Gesamtverschuldung von fast 90 Bill. $, einfach kein Spielraum für Zinserhöhungen, und seien es nur 50 Basispunkte. Ganz zu schweigen von irgendwelchen „Volcker-artigen“ Zinsanhebungen wie früher.

Dass Vorkriegsexperten, Banker und gewisse Fed-Mitglieder Drohgebärden machten und nach den guten alten Zeiten schrien, als noch jemand Mut zu geldpolitischer Strenge hatte, wird rückblickend entweder 1) als Komödie des schönen Scheins gelten, die Ehrlichkeit und Offenheit aussparte und/ oder 2) als blankes Nichtwissen, das die Mathematik ersetzte.

(Kriegs-)Schulden sind relevant!

Schulden, ich werde es wieder und wieder wiederholen, begrenzen die Wahlmöglichkeiten.

Den Regierenden weltweit sitzt eine über 300 Bill. $ große Verschuldungskanone auf der Brust. Krieg wird diese erdrückende Zahl deutlich vergrößern.

Das bedeutet: Schuldengetränkte Nationen müssen wieder zurück zu mehr (nicht weniger) QE, aus dem einfachen, mathematischen Grund, dass sie zu hohe Schulden haben aber nicht genügend BIP. Das wiederum heißt: Um diese Lücke zu schließen wird mehr magisches, mausgeklicktes Geld benötigt.

In den USA z.B. wird das BIP niemals schnell genug wachsen, um die exorbitanten Verschuldungsstände zu decken.

Schon damals im 18. Jh. gab uns David Hume Folgendes mit auf den Weg: Sobald das Verhältnis aus Verschuldung zu Wirtschaftsleistung einer Nation den Rubikon von 100 % überschreitet, wird das Wachstum, mathematisch begründet, um 1/3 gedrosselt.

Niedergang von Nationen: a+b

Falls amerikanische Führungspersönlichkeiten und Unternehmenschefs, die derzeit einen harten Kurs bei Kriegssanktion fordern, noch mehr über die Ursprünge dieses beispiellosen Alptraums einer Schuldenstandsquote und den Niedergang Amerikas erfahren wollen, dann könnte ein Blick in den Badezimmerspiegel ein guter Anfang sein.

Im Grunde ist die Geschichte des Niedergangs der US-Ökonomie (und folglich der Weltwirtschaft) so einfach wie a+b (mit ein bisschen B,I,P und Q und E)

Beim BIP, oder Bruttoinlandsprodukt, geht es vor allem um das „P“ – sprich das einst geläufige und heute vergessene Ding, das unsere Ahnen „Produktion“ nannten.

Jedenfalls ist Produktion irgendwie wichtig, und es kommt von, naja, wirklich Dinge produzieren.

a. Unternehmerisches Eigeninteresse auf Kosten nationaler Interessen

Leider entschied sich die überwiegende Mehrheit der amerikanischen Unternehmensführer schon vor langem (und mit Clintons Hilfe) für die Auslagerung einst amerikanischer Produktion/ Fertigung an Orte (man denke an China), wo Arbeitskraft billiger und die Unternehmensprofite/ -margen dementsprechend satter waren.

Endergebnis?

Millionen hart arbeitender Amerikaner verloren ihre Jobs, Millionen unterbezahlter Arbeiter im Ausland übernahmen diese; und eine winzige Handvoll überbezahlter Führungskräfte wurde reicher als König Salomon (oder Jeff Besos?), während das BIP auf niedrigem Niveau stagnierte.

In der Zwischenzeit trafen eben jene CEOs die gleichermaßen egoistische und kurzsichtige Entscheidung, günstige Schulden zu nutzen, um gratis Geld zu leihen.

Doch was machten sie mit diesem billigen/ „heißem“ Geld?

Ganz einfach: Sie nutzten es für den Rückkauf ihrer eigenen Aktien, was Wunder wirkt, wenn man den Aktienbestand schrumpfen und die Gewinn-je-Aktie-Kennzahl künstlich in die Höhe treiben möchte – und somit auch die eigenen, vom Aktienkurs abhängigen Gehälter.

Die Gier der Chefetagen ist eines der nicht so ehrenhaften Motive in einem Wandel, der sich seit wenigen Jahrzehnten vollzieht und die USA als einstigen Spitzenreiter im Produktionssektor in den globalen Niedergang führt.

Wie ich an anderer Stelle beschrieben hatte, ist eine derartige „Führungspraxis“ kein Zeichen für gesunden Kapitalismus (den ich verehre), sondern eine Art postmoderner Feudalismus (den ich verabscheue).

b. „Akkommodierungen“/ Betrug durch Zentralbanken

Wer wissen will, warum das Schuldenmachen so reizvoll wurde für diese eigennützigen Führungskräfte, der kann sich bei Alan Greenspan und allen folgenden Fed-Chefs dafür bedanken, dass sie Zinssätze und Zinskosten jahrzehntelang im historischen Keller gefangenhielten.

In aller Kürze zusammengefasst heißt das: Schulden, Gier der Führungskräfte und Notenbankmittäterschaft vernichten BIP und treiben Nationen zu einer Zeit in den Niedergang, in der sich der Horizont mit Pulverdampf füllt.

Kurzum: Es ist zukünftig mit mehr (und nicht weniger) Geldschöpfung zu rechnen. Und allein hier – beim Ersetzen der Buchstaben B, I & P durch mehr Q und E – sind die USA wirklich überragend.

Nationen im Niedergang bleiben kaum Optionen

Mit Blick auf die Ukraine müssen wir jetzt erkennen, dass uns die Finanzsünden der Vergangenheit in eine Position der Schwäche gebracht haben, und das genau zu einer Zeit, in der wir eigentlich stark sein sollten.

Diesen harten Realitäten zum Trotz feuern die woken Medienkanäle des Westens Berichte darüber ab, wie wir Herrn Putin – der seit Jahren warnt, ein Ukraine-Nato-Deal käme einer Kriegserklärung gleich – aussanktionieren, ausquetschen und überleben werden.

Jetzt tut der Westen überrascht, weil Putin genau das macht, was Kennedy damals auf Anraten seiner Berater tat.

Solche Drohgebärden fühlen sich gut an und scheinen, nach Meinung vieler bekannter Gesichter aus der Politik, wohl auch möglich zu sein.

Naja, nochmal nachdenken bitte.

Boris Johnson bläst sich auf

Allen taffen Ansagen Boris Johnsons und anderer westlicher Führer zum Ausschluss Russlands aus dem internationalen Zahlungssystem SWIFT zum Trotz müssen gewisse finanzielle Realitäten – und nicht nur politisches Reden – in Betracht gezogen werden.

Sogar US-Präsident Obama warnte 2015 konkret vor solchen Schritten, da diese den Status der US-Reservewährung und den Allgemeinzustand der Weltwirtschaft schwächen würden/ könnten.

Das heißt also: Der Rausschmiss Russlands aus dem USD-denominierten SWIFT-System würde Putin einen weiteren Grund geben, andere Märkte und andere Handelswährungen zu finden (man denke an CNY oder gar Gold, das Russland und China in aller Stille gehortet haben).

Ein solcher Schritt würde den US-Dollar destabilisieren und somit auch alles andere – von den Inflationsquoten bis hin zu den Anleihemärkten.

Ich mein’ ja nur…

Condoleezza Rice bläst sich auf

Ich erinnere mich noch, wie die ehemalige US-Außenministerin (und Russlandexpertin?) Condoleezza Rice 2014 im deutschen Fernsehen meinte, „den Russen geht das Geld früher aus als den Europäern die Energie“.

Als in den USA ausgebildeter Ami, der sein halbes Leben in Europa verbracht hat, bescheren solche Aussagen Einblicke aber auch zynische Momente. Denn Amerikaner wie Frau Rice sind häufig der Meinung, die Europäer würden so denken und handeln wie die US-Politik es gerne hätte.

Rices ermutigendes Draufgängertum steckt natürlich voll vom großen amerikanischen Stolz (Arroganz), den ich nur allzu gut kenne.

Klar klingt sie taff und smart, oder nich?

Doch leider ist knapp ein Jahrzehnt seit dieser gewagten Aussage vergangen und Frau Rice sollte vielleicht doch über eine Auffrischung ihrer russischen Rechenkünste und europäischen Zeitgeist-Einschätzungen nachdenken.

So stehen Russlands Devisenreserven (sprich „Cash“) zum Beispiel heute auf Allzeithochs.

Nicht nur das. Während der Westen seit Jahren beim Gelddrucken vollkommen austickt, nah Putin davon Notiz.

Als ausgewiesener Schachspieler begann er Gold zu kaufen. Viel Gold

Endergebnis? Rice lag bei ihren „Geld-geht-aus“-Warnungen falsch. Russlands Devisenreserven sind viel solider als ihre Worte:

Doch was ist mit Rices angeblicher Expertise für europäische Energiebedürftnisse?

Nun ja, auch da lag sie daneben…

Seit 2018 begannen beispielsweise die Niederlande, ihre Erdgasproduktion in Groningen zu reduzieren und nicht auszubauen.

Vielleicht sollte Rice auch ihr Deutsch aufbessern oder zumindest die jüngsten Übersetzungen von Reuters lesen, die sie (zusammen mit Robert Habeck) daran erinnern werden, dass Deutschland (das ökonomische Zentrum der EU) 50 % seiner Kohle, 55 % seines Gases und 35 % seines Öl von… nun ja…RUSSLAND bezieht.

Aus diesem Grund hat sich Deutschlands Bundeskanzler Olaf Scholz auch nicht so aufgeblasen wie Boris Johnson und andere (zumindest nicht bis zum Redaktionsschluss dieses Artikels) und deshalb wird er immer noch Erdgas von der russischen Gazprom kaufen, das durch ukrainische Pipelines fließt.

Zudem bleiben Deutschland, dessen Wirtschaft jüngst wieder Rezessionsstände erreichte, während der Erzeugerpreisindex des Landes mit einer Quote von 25 % ein 40-Jahre-Hoch markierte, so gut wie gar keine realistischen Sanktionen/ Optionen (oder taffen Ansagen) für die nächste Zeit.

Energie-Realpolitik

Können die USA, die jetzt am Schulden-Peak stehen, sich wirklich ein Finanz-Angsthasenspiel mit Russland leisten?

In dieser Hinsicht könnte Putin am längeren Hebel sitzen – mehr als die jetzt vollständig politisierten Leitmeiden uns vielleicht aufgetischt hätten.

Sollte sich Biden zum Beispiel für weitere Sanktionen gegen den weltgrößten Energieexporteur (also Russland) entscheiden, dann sollte er sich vielleicht die Frage stellen (oder zumindest die, die für ihn die Entscheidungen treffen), ob sich die USA derartige Finanzkriegsführung sowie Extremkursentwicklungen an den Energiemärkten und eben auch Inflation leisten können.

Natürlich versteht Putin, in welcher brenzligen Schuldenlage die USA jetzt stecken. Wie ich an anderer Stelle schon erwähnt habe, ist Putin wirklich sehr vieles, doch entgegen der weltweit verbreiteten Meinung ist er eben nicht dumm.

Wie ein Schachspieler sieht er das Spiel strategisch und ist nicht nur auf die einzelnen, kurzfristigen Bewegungen fixiert, doch gerade dort, so scheint es, liegt die Komfortzone vieler westlicher Journalisten (und politischer Entscheidungsträger).

Zum Beispiel weiß er ganz genau, was der Präsident des Council on Foreign Relations vor kurzem eingestanden hatte – nämlich: Sanktionen gegen Russland übersehen die russischen Devisenbestände, die von steigenden Ölpreisen profitieren.

Chinas Offene Arme?

Die Leitmedien lieben es natürlich, Mut und Tugend vorzutäuschen und Klickköder zu streuen, auch wenn Mathematik, Fakten und sogar ein grundlegendes Geschichtsverständnis darunter zu leiden haben.

Der hochverehrte Economist zeigt beispielsweise einen eingeschlossenen Putin, der sich wohl selbst gelackmeiert hat:

Bei allen Respekt, selbst gegenüber dem Economist: Bitte überdenken Sie!

Westliche Sanktionen gegen russische Energieträger werden Putins Ölexporte ganz einfach in die Arme und die Währung der Chinesen treiben.

In großen Bereichen des Energiemarkts, wo zuvor in Petro-Dollar abgerechnet wurde, würde der CNY (d.h. der Yuan) den USD ersetzen; und das hätte sofort den Effekt eines selbst zugefügten Brustschusses gegen den US-Dollar als den einer Bedrohung für Russland.

Insgesamt betrachtet klammern alle Drohgebärden – von Boris bis Biden – härtere Realitäten aus: den schwankenden Reservestatus des USD, die tatsächliche Ölmarktsituation (einschließlich Inflation), sino-russische Schachkünste und auch die Sachzwänge, die sich aus rekordbrechender US-Verschuldung ergeben.

All diese Faktoren wirken wie Kanonenkugeln, die den politischen Handlungsoptionen des Westens an die Füße gekettet sind, so dass dem Westen kaum mehr bleibt als taffe Worte, wenn er finanziell nicht untergehen will.

Sehen Sie jetzt, wie Schulden, Mathematik und Realität effektive Politik und Handlungsoptionen in Kriegszeiten einschränken?

Angenommen, die heutigen Machthaber sind zumindest weise genug, um den Wahnsinn eines Atomkriegs zu erkennen, so werden sich die militärischen Konflikte in der Ukraine und Europa wahrscheinlich zu einem Finanzkrieg abschwächen, was aber auch bedeutet, dass das ohnehin schwache globale Finanz- und Währungssystem weiter geschwächt wird.

Haben Sie Gold?

Goldman Sachs & Bridgewater: Auf anständig machen, kurz vor der Implosion

Von Tugendschau zur taffen Eliteansage

Seit einigen Jahren ist zu beobachten, wie in praktisch allen Bereichen – von ethnischen Spannungen bis zur Impfakzeptanz – gerne Tugendhaftigkeit zur Schau getragen wird, die zugegebenermaßen fragwürdig ist.

Ich denke dabei auch an Hollywoods edelste Vertreter, welche John Lennon singen oder aber an Howard Stern und Arnold Schwarzenegger, die frömmelnd die Ungeimpften kriminalisieren.

Mit anzusehen, wie Menschen, die völlig fremd in der Materie sind, Kenntnis und Urteilsvermögen vortäuschen, mag auf viele von uns komisch wirken, doch leider ist es auch sehr tragisch.

Wer sich hingegen mit aufgeblähten Risikoanlagen, bedrängten Zentralbanken, fatalen Schuldenständen und Führungsinkompetenz beschäftigt, dem dürfte das plötzlich vermehrt aufkommende Gezeter von Stinktieren, die der heimischen Finanzelite entstammen, bald ebenso tragikomisch vorkommen.

Angsthasenspiel: Wie Bank-Falken mit dem Märkten spielen

Seit über einem Jahr warnen wir davor, dass die deutlich artikulierte Bereitschaft der Fed zur „Bilanzsummenstraffung“ einerseits sowie deutlich „telegrafierten“ Zinserhöhungen andererseits nichts Gutes ahnen lässt für die schuldengetränkten Wertpapiermärkte, deren Überleben allein noch am Niedrigzins/ billigen Finanzierungskosten hängt.

Kurz: Wenn uns die US-Notenbank mit ihrer Niedrigzinspolitik die aktuelle Everything-Bubble beschert hat, dann wird eine strenge, zinstreibende Zentralbank diese Bubble auch wieder verschwinden lassen.

Solchen Selbstverständlichkeiten zum Trotz ließen sich einige Experten dazu hinreißen, in letzter Minute selbst ein paar aufgeplusterte, taffe Ansagen beizusteuern – im Angsthasenspiel zwischen einer Zentralbank und einen zentralisierten Markt.

Danke für nichts Goldman Sachs

Härte und Mut markierend zeigte sich nun der Präsident der Goldman Sachs Group, Inc., John Waldron, offen kritisch gegenüber der Unabhängigkeit der Fed sowie steigender Inflationsquoten.

Er erklärte dahingehend kürzlich, „man müsse wohl Paul Volcker zurückholen“, um die allgemeinen Entwicklungen durch Zinserhöhungen abzufangen und die dringend benötigte Disziplin in unsere überhitzten Märkte zu bringen.

Das ist ja mal ‘ne Ansage.

Waldron – Sprachrohr einer Bank, die offenkundig mit staatlichen Rettungspakten aber auch rekordbrechender Marktblasenbildung in Verbindung steht – meinte zudem noch, dass die Federal Reserve besser mit gerechter und stetiger Hand geführt werden sollte, „die nicht darauf schaut, was an den Märkten passiert.“

Womöglich hat Waldron ganz vergessen, dass auch Goldman Sachs in der Zeit um 2006 keine wirklich „gerechte und stetige Führungshand“ im ABS/CDS-Desaster bewiesen hatte.

Nun ja, solche Ironien des Schicksals gibt es hier wirklich zuhauf…

Eine so deutliche Ansage ist schon ein ziemlich dickes Ding! Gerade wenn sie von einem Banker kommt, der weiß (und stets wusste), dass das geheime aber doch hauptsächliche Fed-Mandat immer schon die Stützung eines ansonsten zum Scheitern manipulieren Marktes gewesen ist – einschließlich aller Too-Big-To-Fail-Banken, wie der seinen. Man frage nur den ehemaligen US-Finanzminister – zuvor Goldman-CIO – Hank Paulson oder aber den ehemaligen FED-Chef und späteren Marktmacher (-magier) Ben Bernanke.

Waldron weiß aber auch, dass die parabolischen Zuwächse an den Aktienmärkten nach März 2020 direkt korreliert sind mit einer Verdoppelung der Fed-Bilanzsumme auf über 9 Billionen $ innerhalb von nur 2 Jahren; ein Schachzug, den andere Zentralbanken kopierten…

Erstaunlicherweise kritisiert Waldron die Federal Reserve trotzdem öffentlich dafür, dass es ihr seit 40 Jahren an Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit fehle. Keine schockierend neue Einsicht für alle, die die offene Beziehung zwischen der Fed und der völlig von der Fed abhängigen US-Regierung im Blick haben.

Urplötzlich meint Waldron, als sei er gerade aus einem 40-jährigen Dornröschenschlaf erwacht, dass es die Fed jetzt mit dem Gelddrucken zu weit getrieben habe (siehe oben) … ?

Zu Wenig, Zu Spät

Wenn Waldon jetzt Mut markiert, wie ein Soldat, der sich erst nach Kriegsende freiwillig einziehen lässt, dann ist das zu wenig, und es kommt auch zu spät.

Sie haben ja Recht Mr. Waldron, die Bilanz der US-Notenbank ist ein beschämendes Armutszeugnis, allerdings nicht erst seit gestern… .

Jede signifikante Reduzierung der US-Staatanleiheankäufe würde auch einen signifikanten Rückgang der Anleihepreise bewirken und somit zu einem signifikanten Anstieg der Anleiheerträge als auch Zinssätze führen.

Wir wissen zumindest (außer vielleicht Mr. Waldron, wie es scheint): Für einen Weltmarkt, der sich aus dem größten Schuldenberg der Geschichte speist, wirken Zinserhöhungen vom Typ „Volcker“ wie im Wasser auftauchende Haiflossen. Bequemerweise blieb dieser Schuldenberg, mit all seinen fatalen Konsequenzen, im öffentlichen Aufschrei Waldrons unerwähnt.

Sobald es zu teuer wird, diese (Staats-, Unternehmens- und Privat-) Schulden zu bedienen, implodiert das gesamte System. Punkt. Und Ende.

Und implodieren wird es.

Also, Mr. Waldron: Warum vergaßen Sie, diesen „fun fact“ in Ihrem jüngsten „Aufreger“ auf Bloomberg zu erwähnen?

Danke für Nichts, Mr. Waldron

Man braucht es eigentlich nicht erwähnen: Je größer die Blase, desto größer, danach beim Platzen, der „Krach“. Und in diesem Kontext ist Goldman, zusammen mit der Fed, ein zwangloser Partner beim Entstehen der größte Risikoanlagenblase gewesen, die es in der Geschichte der modernen Kapitalmärkte je gegeben hat (siehe unten). Kurz: Danke für nichts, Mr. Waldron.

Wenn Waldron jetzt die Alarmglocken läutet, dann riecht das stark nach einem unkaschierten (und auch scheinheiligen) Versuch, sich und seine Bank für einen späteren „Ich-hab’s-doch-gesagt“-Moment zu positionieren (wobei schon jetzt die Tugendhaftigkeit des frühen Mahners markiert wird?). Fast schon so dreist wie Larry Summers, der damals vor Schulden warnte, obwohl er eben noch die Derivatemärke dereguliert hatte, welche dann 2008 die Märkte zur Hölle fahren ließen.

Oder, wie schon an anderer Stelle geschrieben: Experten ist eben nicht immer zu trauen.

Dem mutigen Taper-Talk und kühnen Fed-Attacken zum Trotz erwähnt Waldron an keiner Stelle (wirklich an keiner!) die regelrecht astronomischen Verschuldungsstände in den USA und weltweit.

Leute wie Waldron (aber selbst Genies wie Jeremy Grantham) übersehen immer wieder diesen (nationalen, fiskalischen als auch globalen) Elefant im Zimmer; denn sobald der Schuldenmarkt unter seinem Eigengewicht (und unter den steigenden Zinssätzen im Tapering-Szenario) zusammenbricht, werden Wertpapiermärkte, Währungen und folglich Ökonomien überall auf der Welt in eine Abwärtsspirale gezogen.

Und welche Tugenden werden Banken wie Goldman dann vorschützen?

In der Zwischenzeit, und im ständigen Kampf gegen das anstehende Ausbluten, wird man womöglich massenhaft neues Fiat-Computergeld herbeiklicken, um das eigentlich unrettbare und Fed-erzeugte Schuldenmonster weiter zu schützen.

Natürlich wirken solche „Dauernotfallmaßnahmen“ tödlich für die Kaufkraft von Währungen, wahrscheinlich werden sie auch der Auslöser des gar-nicht-so-geheimen „Bretton Woods 2.0-Resets“ sein, den der IWF schon 2020! deutlich durchscheinen ließ.

Mehr markierte Strenge: Bridgewater mischt mit

Unterdessen werden auch bei Bridgewater harte Schwinger in Richtung Fed ausgeteilt. Hier übernimmt Greg Jensen, der – nachdem er jahrelang die beschämend grotesken, unnatürlichen und beispiellosen Auswüchse im S&P, DOW und NASDAQ beobachte (und auch nutzte) – ganz plötzlich eingesteht, dass die Zeit jetzt reif sei für strenge Fed-Politik und auch für Härte mit den Märkten.

Auch das ist ein ganz schön dickes Ding… und es kommt ebenfalls zu spät, Mr. Jensen.

Schauen Sie sich nur das Ausmaß dieser Aktienmarktblase an, an der sich Banken wie Goldman und Fonds wie Bridgewater seit mehr als 10 Jahren im Umfeld exzessiver Fed-Geldpolitik ungeniert labten:

Leute, wenn der Chart kein Beweis für die Existenz einer fatalen und Fed-erzeugten Megablase ist, dann weiß ich auch nicht…

Historische Persönlichkeiten von David Hume bis Ludwig von Mises (ganz zu schweigen von Thomas Jefferson oder Andrew Jackson) hatten davor gewarnt, und die Geschichte – vom Alten Rom über das Frankreich der 1790er bis hin zu Bear Stearns 2008 – hat es bestätigt: Je größer die schuldeninduzierte Party, desto tödlicher der Kater.

Jensen zumindest prognostiziert einen Kater am Aktienmarkt von mindestens -20 % für den Fall, dass die Fed jetzt Rückgrat bekäme und geldpolitisch streng werde/ bliebe (was er der US-Notenbank mit seinem „tugendhaften Ratschlag“ ja nahelegt).

Also wirklich Mr. Jensen: 20 % ist derart optimistisch, dass es fast schon albern wirkt.

Eine kurze Lektion in Mittelwertrückkehr

Ich möchte Mr. Jensen von Bridgewater an eine kleine, simple Marktkraft erinnern, die er mit seinen Kollegen in Connecticut sicherlich schon mal am Wasserspender diskutiert haben dürfte: die Mittelwertrückkehr.

Die Rückkehr zum Mittelwert ist in der Tat eines der beständigsten und natürlichsten Gesetze – selbst in unnatürlichen/ künstlichen Märkten wie den unseren.

Das heißt: Überkaufte als auch überverkaufte Wertpapiere werden am Ende unausweichlich wieder zu ihren preislichen Mittelwerten ‘zurückkehren’.

Also sehr ähnlich einem Gummiband, das (nach oben oder unten) gedehnt wird und am Ende kräftig zurückschnippst.

Falls jemand wissen möchte, wie stark und weit dieses Zurückschnippsen unter den heutigen Marktbedingungen potentiell ausfallen kann, der sollte sich das folgende Blasen-Diagramm mit Mittelwertrückkehrfolgenabschätzung anschauen…

Noch einmal: Eine „Rückkehr“ – oder eben Verluste – von 20 %, ausgehend von diesen Fed-induzierten, herzrasenden Marktkursen, ist, gelinde gesagt, einfach nur optimistisch.

Die dargestellten Widerstandslinien deuten an, dass die schmerzlichen Probleme (Mittelwertrückkehr), die auf die aufgeblähten Märkte zukommen, deutlich härter sein werden als bloß 20 %, wie von Jensen vorgeschlagen. Stattdessen werden sie viel eher Verlusten von mindestens -53 % bis -68 % gefährlich nahekommen.

Bücherflüsterer?

Banken und Hedgefonds reden natürlich gerne in der Öffentlichkeit über die eigenen Bücher. Und man könnte sich fast die Frage stellen, ob Goldman und/ oder Bridgewater, die die Spielzüge der ethisch defizitären Ära eines Elon Musk nur allzu gut kennen, vielleicht die eigene Short-Positionierung durchblicken lassen (oder in Musks Fall, den berühmt berüchtigten 2018er „Finanzierung gesichert“-ShortSqueeze).

Schwer zu sagen.

Spaßig wird’s nicht

Eine Sache lässt sich aber locker sagen: Wenn den strengen Ansagen der Fed tatsächlich auch geldpolitische Straffungen folgen, dann wird das kein Spaß für Aktien und Anleihen, bei denen ein wirkungsvoller, zum Mittelwert zurückführender „Stich“ längst überfällig ist.

Wir alle erinnern uns aber auch noch an 2018, als die Fed versuchte, vor Weihnachten geldpolitisch zu straffen und die Zinssätze anzuheben.

Zinssatzerhöhungen um 25 Basispunkte reichten und der Markt bekam sofort einen „Kotzanfall“. Dann lenkte die Fed, Anfang 2019, auch sofort wieder ein.

Kurz: Die Falken wurden richtig schnell zu Tauben.

Jensen zumindest meint, die Fed werde diesmal nicht zuerst „blinzeln“, sondern diszipliniert und hart bleiben wegen der derzeitigen Inflationsgefahr – der große Unterschied zu 2018, so Jensen.

Mit anderen Worten: Notfall-QE-Lockerungen (=laxe Fed-Politik) werden, anders als in den Vorjahren, nicht folgen.

Ich bin mir da nicht so sicher.

Schulden + Steigende Zinsen sind wichtig!

Anders als Jensen frage ich mich jedoch, wer denn nun die unbeliebten staatlichen Schuldverschreibungen der USA (alias US-Staatsanleihen) noch kaufen will, wenn die „tapernde“ Fed nicht mehr als der „expansive“ Käufer der letzten Instanz auftritt?

Man erinnere sich: Anleiheerträge (und im weiteren Sinne auch die Zinssätze) bewegen sich gegenläufig zu den Anleihekursen. Wenn sich die Fed-Nachfrage nach Anleihen „ausdünnt“, fallen die Anleihekurse und die Zinssätze (jene tödlichen „Haiflossen“) steigen.

Die Ökonomen der Bank of America prognostizieren dahingehend sieben strenge Zinssatzerhöhungen für 2022 und eine Fed Funds Rate im Bereich von 2,75 % – 3 %.

Das sind ganz schöne Ansagen. Was die Bank of America (als auch Waldron und Jensen) dabei nicht diskutieren: Derartige Zinssatzerhöhungen lassen auch die Kreditfinanzierungskosten der USA und ihres mit 30 Bill. $ übervollen Kneipendeckels auf 4 % bis 5 % ansteigen. Allein die Zinsleistungen für bestehende Schulden würden sich auf Grundlage dieser prognostizierten Zinssätze auf ca. 1,5 Bill. $ belaufen.

Denken Sie über diese Zahl nach, und lesen Sie den letzten Satz noch einmal.

Um die bestehenden Schulden zu finanzieren, müssten 40 % der US-Steuereinnahmen allein für Zinszahlungen vorgemerkt werden. Und das ist ein historisches, grell blinkendes Signal dafür, dass eine Nation und ein Finanzsystem ganz knapp vor einer unverblümten, selbstverschuldeten Schuldenkrise steht.

Falken, Angsthasen und Elefanten

Kurz: Einige Wunderkinder unserer Banken und Hedge Fonds, die so stolz Klartext sprechen, übersehen anscheinend den Schuldenelefant mitten im Zimmer, während eine zurzeit strenge US-Notenbank mit den rekordhohen und markttopreifen Märkten das Angsthasenspiel spielt.

Ob Sie es glauben oder nicht, Uncle Sams gesamte Schuldverpflichtungen (also Rentenschulden, Staatsschulden, Medicare, Sozialversicherung…) liegen bei 1000 % des eigenen BIP. Das heißt nur: Die USA werden ihre „elefantöse“ Verschuldung nie und nimmer zurückzahlen.

Niemals.

Unterdessen werden die angepassten Zinskosten für diese Gesamtverschuldung weit über den US-Steuereinnahmen liegen, die aber angesichts einer drohenden Rezession nur weiter sinken werden aber nicht steigen …

In aller Kürze zusammenfasst: Wieder einmal zeigen Experten gar nicht so viel Expertise.

Ein (realistischer) Blick nach vorn

Obgleich niemand derart feststehende, hartnäckige und deprimierende Fakten mag, so ist es an der Zeit, dass wir alle offen und realistisch über Schulden reden, und nicht ausschließlich über eine ohnehin schon schuldige, diskreditierte und korrumpierte Fed (dank Patient Null Greenspan und allen weiteren Fed-Chefs, die ihm im Amt folgten).

Auch wenn es vielleicht erfrischend wirkt, zu beobachten wie jemand bei Goldman oder Bridgewater sich öffentlich mit eben jener Fed anlegt, so ist das, wie oben erwähnt, zu wenig und zu spät.

Ihre heutigen Warnungen sind genau die, die wir seit Jahren schon vorgetragen haben, während GS und Bridgewater fetter und fetter wurden.

Der Schuldenschaden, entfesselt durch ein gutes Jahrzehnt QE-Sucht und eine Fed im Rausch, ist inzwischen schon entstanden.

Leider Gottes ist auch eine Abrechnung nicht mehr nur Theorie, sondern mathematisch (und geschichtlich) zwingende Konsequenz des eigenen Handelns.

Vorausschauend, und unter der Annahme, dass die Fed geldpolitisch so straffen wird, wie es unsere Klartext redenden Experten fordern, sollten Sie Ihre Portfolios bitte auf massive Volatilität im Jahr 2022 einstellen.

Geldpolitische Straffungen würden zeitnah für Gegenwind in allen Bereichen, außer USD und VIX, sorgen.

Längerfristig, und anders als Bridgewaters Jensen meint, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Fed erneut eine Kehrtwende von Falke zu Taube hinlegen wird, wenn das kommende „Tapering“ auf den Börsentickern nie dagewesene Ausraster erzeugt.

Ein solche Kehrtwende zurück zur laxen Geldpolitik wäre dann Rückenwind für Edelmetalle, BTC, Industriewerte und allgemein Rohstoffe.

Und der Große Reset?

Vor diesem zugegebenermaßen düsteren, selbstverschuldeten Hintergrund einer optionsarmen Fed und einer prallen „Everything-Bubble“ zeichnet sich natürlich ein ebenso unvermeidbarer „Uh-Oh“-Moment ab, an dem die Märkte und Währungen derart geschichtsträchtige Prügel bezogen haben werden, dass globale Experten feierlich die Notwendigkeit eines (eigentlich ja gut telegrafierten, d.h. schon vorgefertigten) globalen Resets und Bretton Woods’ II verkünden werden.

Für die Zukunft bedeutet das: mehr staatliche Kontrolle, Vorwände und Verzerrungen, welche selbst mich überraschen werden.

Kommt ein (Sünden)Bock zu den Füchsen, Stinktieren, Hasen, Hennen, Falken, Tauben, Haien und Elefanten

Wenn dieser Reset kommt (und nicht „falls“), so werden eben jene Füchse, die erst den globalen Hühnerstall bewachten, dann überfielen (und ganz allein zerstörten), allesamt ihre Köpf senken und unschuldbewusst nicht etwa die eigene verdienstvolle Gruppe für alles verantwortlich machen, sondern die COVID-Krise, die ihnen als Prellbock für die eigenen Sünden absolut gelegen kam (vielleicht zu gelegen?).

Bis dahin heißt es: Anschnallen bitte für eine Schreckensfahrt (Tapering)!

Gold haussiert – Aktien- und Anleihenmarkt fallen – Kriegsangst treibt Edelmetallpreise

Putin hat sich jedoch am Montagabend dagegen entschieden und die Staats- und Regierungschefs Frankreichs und Deutschlands darüber informiert, dass er die beiden abtrünnigen Republiken in der Ostukraine offiziell anerkennen wird.

Ein Krieg oder ein ernsthafter Konflikt scheint damit praktisch vorprogrammiert, da die abtrünnigen Republiken nun verstärkt von der ukrainischen Armee angegriffen werden dürften, was zu einer russischen Intervention zur Verteidigung der “neu anerkannten” Regionen führen würde. Diese Entwicklung scheint kurzfristig bullisch für den Goldpreis sein. In der vergangenen Handelswoche hatten die Sorgen vor einem militärischen Konflikt den Goldpreis bis an den Widerstand bei 1.900 US-Dollar getrieben.

Obwohl dem Goldpreis der Bruch eines letzten langfristigen Abwärtstrends gelang und er den letzten beiden Wochen über 100 US-Dollar ansteigen konnte, gelang es dem Silberpreis bisher nicht, auch seinen Abwärtstrend bei 24 US-Dollar zu überwinden.

Zeigt sich der Goldpreis jedoch weiterhin stark, so könnte Silber dieser Sprung noch gelingen, was einem schnellen Anstieg auf 28 US-Dollar nach sich ziehen könnte. Auch Platin konnte einen mittelfristigen Abwärtstrend überwinden und infolgedessen auf 1.100 US-Dollar ansteigen, während Palladium noch immer in einer engen Spanne zwischen 2.200 US-Dollar und 2.400 US-Dollar handelt.

Der HUI-Goldminenindex sprang mit einem Hebel zum Goldpreis um 6,5% zur Vorwoche nach oben. Kann der Goldpreis weiter deutlich über 1.900 US-Dollar ansteigen, so dürften die Goldminen einen neuen impulsiven Anstieg vollziehen. Scheitert der Goldpreis hingegen an diesem Widerstand, da sich Biden und Putin verständigen können, so dürften die Zinsanhebungen in den USA wieder der kurzfristig preisbestimmende und belastende Faktor für den Goldpreis werden.


Der Goldpreis konnte seinen letzten Abwärtstrend überwinden, was grundsätzlich bullisch ist

Die Aktienmärkte setzten in der vergangenen Handelswoche ihre Talfahrt fort, da Investoren beginnen mehr Zinsanhebungen einzupreisen. Man erwartet nun sieben oder mehr Zinsanhebungen in diesem Jahr, weshalb erste Investoren nun eine neuen Rezession fürchten, vor der wir bekanntlich schon seit dem Beginn der Zinswende im letzten Jahr warnen.

Selbst eine Anhebung des Leitzinses auf 2% in diesem Jahr wäre angesichts einer offiziellen Inflationsrate von 7,5% lächerlich gering, da der Realzins noch immer -5,5% betragen würde, was eine ultralockere Geldpolitik darstellt.

Eine Anhebung auf 11,5% wäre angemessen und selbst das würde nicht viel an der weiteren Abwertung des US-Dollars ändern, da eine Zinsanhebung dem Markt nicht die Liquidität entzieht, die die FED in den letzten beiden Jahren geschaffen hat. Die wahre Inflationsrate in den USA liegt jedoch bei 15,6% was selbst Zinsen von 20% rechtfertigen würde, ebenso wie in den siebziger Jahren.

Folgender Chart zeigt in der roten Linie die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen, während die schwarze Linie die offizielle Inflationsrate und die blaue Linie die wahre Teuerung nach der alten Berechnungsmethode von 1980 zeigt. Der Chart zeigt, dass in einem freien Markt die Zinsen grundsätzlich immer deutlich über der Inflationsrate liegen sollten, da Investoren einen Inflationsausgleich und eine reale Rendite fordern.

Anfang der neunziger Jahre änderte sich dies, nachdem man den Gold-Devisen-Standard aufgelöst hatte und man so die Zinsen durch die ständige Ausweitung der Schulden künstlich drücken konnte. Weiterhin hatte man ab Anfang der achtziger Jahre die Berechnungsmethode der Inflationsrate sukzessive verändert, sodass diese seither chronisch zu niedrig ausgewiesen wird und sich der Markt an einer falschen Geldentwertung orientiert, was den Regierungen eine zusätzliche und weitergehende Schuldenaufnahme ermöglicht.


Würde die EZB den Markt nicht manipulieren, so würden die Zinsen wahrscheinlich auf über 20% ansteigen

Angesichts der hohen Inflationsrate fordert der Markt höhere Zinsen und sobald die Notenbanken ihre Anleihenkäufe beendet, wird sich der Zinsanstieg schnell fortsetzen. Mit den steigenden Zinsen und dem Ende des Kreditzyklus befindet sich die Weltwirtschaft jedoch auch am Ende eines Aufschwungs und am Beginn einer historisch einmaligen Rezession.

Die Märkte ahnen langsam, dass die Weltwirtschaft aufgrund der künstlich niedrigen Zinsen heillos überschuldet ist und selbst ein geringer Zinsanstieg dieses planwirtschaftliche Kartenhaus zum Einsturz bringen wird, weshalb man das vermeintlich aggressive Vorgehen der FED fürchtet und der Aktienmarkt unter Verkaufsdruck gerät.

Die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen in Teilen der Wirtschaft wird zurückgehen und unrentable Fehlallokationen vom Markt verschwinden, was den Preisauftrieb vorübergehend abbremsen wird. Der Ausfall von Krediten hätte sicherlich einen deflationären Effekt, doch wird die FED wieder erneut mit dem Drucken von Geld reagieren, da man längst klar gemacht hat, dass der Reset inflationär erfolgen wird.

Die Regierung und Notenbanken werden letztlich auf eine neue Rezession wieder mit dem Drucken von Geld reagieren, was die Stagflation nur noch verschlimmern wird. Während in Rezessionen normalerweise die Geldmenge schrumpft und die Preise sinken, wird diese Rezession aufgrund der Inflation der Geldmenge durch die Notenbanken mit steigenden Preisen einhergehen, was man als Stagflation bezeichnet.

Mit planwirtschaftlichen Eingriffen in den Markt konnte man Rezessionen in die Zukunft verschieben, doch hatte dies seinen Preis. Es entstanden über die letzten vier Jahrzehnte gigantische globale Fehlallokationen, die nicht nachhaltig sind und nun in einem katastrophalen Zusammenbruch des staatlichen Geld-, Finanz- und Wirtschaftssystems zu enden drohen, sobald die Zinsen auf ein marktübliches Niveau ansteigen.

Wir stehen vor einer großen Krise, gegen die die Corona-Lockdowns, die Finanzkrise von 2008 oder das Platzen der Dotcom-Blase klein aussehen werden. Es handelt sich dabei nicht nur um eine Finanzkrise, sondern auch um eine Währungs- und Schuldenkrise, die unvergleichbar große Schäden nach sich ziehen wird.

Die Politiker, die diese Krise durch ihre planwirtschaftlichen Eingriffe erzeugt haben, werden Sündenböcke erzeugen und allem und jedem die Schuld geben, nur nicht sich selbst. Sie werden versuchen in der Krise als Retter aufzutreten, um ihre Macht und ihren Einfluss zu sichern und auszuweiten, wobei man die Schuld der Freiheit und dem freien Markt in die Schuhe schieben wird.

Aus dieser Warte gesehen, kommt der Ukraine-Konflikt, ebenso wie Corona, den Herrschenden gerade recht, was das ständige Zündeln und mediale Aufstacheln erklärt. Inflationsinduziert steigende Rohölpreise könnte man beispielsweise gut einem militärischen Konflikt anlasten.

Die amerikanischen Produzentenpreise (PPI) stiegen in der letzten Woche zum Vormonat um ein Prozent an, was doppelt so hoch war wie die Markterwartung. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der PPI um 9,7%, was zeigt, dass die hohen Teuerungsraten uns das ganze Jahr 2022 begleiten werden und nicht nur ein vorübergehendes Phänomen waren. Die Unternehmen hatten die Preisanstiege teilweise aufgefangen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, da sie den Worten der Politiker, wonach der Inflationsschub nur temporär sein sollte, glaubten.

Doch längst haben die Geldpolitiker zugegeben, dass sie falsch lagen und die Preissteigerungsraten konstant hoch bleiben werden. Die Schmerzgrenze der Unternehmer wurde erreicht und sie müssen letztlich die Preisanstiege weitergeben. Auf einen dauerhaften Anstieg der Produzentenpreise folgt also mit einer gewissen Zeitverzögerung ein Anstieg der Konsumentenpreise, für die wir alle an der Supermarktkasse letztlich zahlen müssen.

Die hohen Inflationszahlen setzen die US-Notenbank unter Zugzwang und teilweise lag die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung um 50 Basispunkte beim Zinsentscheid im März bei über 50% in der letzten Handelswoche. Nach den Fed Funds Futures sank diese mittlerweile wieder auf unter 20%, doch die Aktienmärkte reagieren mit Sorge auf die steigenden Zinsen. Der S&P500 verlor seit seinem Hoch bereits fast 10% und die Technologiebörse NASDAQ büßte bereits 16% ein.


Die steigenden Zinsen lasten schwer auf dem Aktienmarkt, der dabei ist in einen Bärenmarkt zu kippen

Bereits vor über einem Jahr schrieb ich über die große Zinswende und ihre Auswirkung auf den Aktienmarkt, der real in eine Baisse übergehen sollte. Dieses Szenario trifft nun ein und viele Anleger am Standardaktienmarkt wurden bereits auf dem falschen Fuß erwischt und erlitten teilweise starke Verluste. Ich prognostizierte auch, dass der Goldpreis in einer Stagflation steigen und das Dow-Gold-Ratio wieder fallen würde über die nächsten Jahre hinweg.

Investoren beginnen langsam die Auswirkungen steigender Zinsen auf die Unternehmensgewinne zu verstehen, was nun langsam eingepreist wird. Das Dow-Gold-Ratio fiel in den letzten Wochen von 20 auf 18 und wird in den nächsten Jahren weiter fallen.

Das reale Hoch des Aktienmarktes hat seinen Zenit längst überschritten und mit den steigenden Zinsen werden die Aktien real weiter unter Druck kommen in den nächsten Jahren. Edelmetalle und Minenaktien werden hingegen die großen Gewinner in einem Jahrzehnt der Stagflation sein, weshalb wir Ihnen empfehlen, weiterhin in Edelmetalle und Minenaktien zu investieren.

Technische Analyse zu Palladium: Kriegssorgen treiben den Preis

In den letzten beiden Wochen zeigten sich die Daten neutral, während in den drei Wochen davor ein deutliches Defizit am physischen Markt zu beobachten war. Der COT-Index zum Open Interest fiel mittlerweile auf 68 Punkte, dem tiefsten Stand seit Mitte Dezember. Dies zeigt, dass die Spekulanten deutlich an dem Preisanstieg nach dem Ausbruch aus dem Abwärtstrend beteiligt waren. Insgesamt sind die COT-Daten für Palladium neutral bis bullisch und der COT-Index für die Kleinspekulanten zeigt auch, dass der Markt noch nicht überhitzt ist.

Nebst der Fantasie, dass die Nachfrage aus der Automobilindustrie wieder zunimmt und für ein Defizit sorgt, ist seit einigen Wochen die Sorge vor einem militärischen Konflikt Russlands mit der Ukraine ein weiterer Faktor ist, der für ein Defizit und einen starken Preisanstieg sorgt.

Da 40% der Weltproduktion aus Russland kommt, dürften sich industrielle Verbraucher aktuell einen Puffer aufbauen, um ihre Produktion in jedem Fall fortführen zu können. Diese erhöhte Nachfrage sehen wir in der Stärke der Daten im letzten Monat. Seitens der COT-Daten könnte sich der Preisanstieg grundsätzlich fortsetzen.


Die Terminmarktdaten für Palladium sind im bullischen Kaufbereich und lassen Platz für Preisfantasie nach oben


Noch nie zuvor hatten die Spekulanten so stark auf einen weiter fallenden Preis gesetzt

Das Ende der Coronamaßnahmen ist gut für die Automobilproduktion und dementsprechend steigt die Nachfrage nach Platin und Palladium an. Seit dem Tief des Palladiumpreises Mitte März bei 1.550 US-Dollar, das dem Crashtief von März 2020 entsprach, zeigt sich plötzlich wieder relative Stärke, die auf ein Anziehen der industriellen Nachfrage zurückzuführen ist.

Ende November hatten wir antizyklische Käufe bei 1.550 US-Dollar empfohlen. Am 14. Januar empfahl ich meinen Abonnenten Palladium bei Trendbruch in den nächsten Handelstagen zu kaufen mit dem Ziel bei 2.300 US-Dollar. Mitte Januar war es letztlich soweit und das Kaufsignal mit dem Ziel bei 2.300 US-Dollar war da. Am Nachmittag des 26. Januar empfahl ich die Gewinne in Höhe von 400 US-Dollar bei 2.350 US-Dollar mitzunehmen und wir schlossen diesen erfolgreichen kurzen Long-Trade, der ein sehr gutes Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) hatte.

Seither konnte sich der Palladiumpreis stark halten auf hohem Niveau, was dem drohenden Konflikt mit Russland zu verdanken sein dürfte. Palladium handelt in einer engen Handelsspanen von 200 US-Dollar zwischen 2.200 US-Dollar auf der Unterseite und 2.400 US-Dollar auf der Oberseite.


Seit dem Tief vom Dezember stieg der Palladiumpreis wieder um 50% an

Kurzfristig scheint der Palladiumpreis abhängig von der weiteren Entwicklung in der Ukraine zu sein. Halten die Sorgen vor einem militärischen Konflikt an oder eskaliert die Lage, so könnte sich die potenzielle Bullenflagge nach oben auflösen, worauf ein Anstieg bis nahe an das Allzeithoch bei 2.900 US-Dollar folgen dürfte.

Nur dann, wenn die Lage in der Ukraine eskaliert, sind auch Preise deutlich jenseits der 3.000 US-Dollar je Feinunze kurz- bis mittelfristig möglich. Bleibt die Lage hingegen ruhig, so sollte man am Widerstandsbereich zwischen 2.800 US-Dollar und 2.900 US-Dollar erst einmal Gewinne einstreichen.

Die COT-Daten sind immer noch so heillos überverkauft, dass weiteres Potenzial für einen Preisanstieg auf 2.900 US-Dollar vorhanden wäre in den nächsten Wochen und Monaten, weshalb sich Trades auf einen fallenden Preis nach dem Trendbruch verbieten.

Dennoch – sollte die Lage ruhig bleiben Palladium nach unten aus der Handelsspanne fallen, so wäre ein nochmaliger Rücksetzer auf 2.000 US-Dollar möglich. Ein Rücksetzer auf ca. 2.000 US-Dollar würde dann wieder eine gute antizyklische Kaufmöglichkeit bieten, die man dann wieder nutzen kann.

Politische Börsen haben kurze Beine, weshalb man aktuell sehr vorsichtig sein sollte. Die vorgezogenen Käufe aus der Industrie, die für ein Defizit und einen Preisanstieg sorgten, könnten schnell wieder abflauen und der Markt in ein Überangebot rutschen, was einen Rücksetzer durchaus möglich macht. Man sollte die kurzfristige Handelsentscheidung von einem bullischen oder bärischen Ausbruch aus der Handelsspanne abhängig machen.


Der Palladiumpreis handelt womöglich in einer Fortsetzungsformation – einer sogenannten Bullenflagge