EUR/USD-Kursprognose – Euro zieht sich vom 50-Tage-EMA zurück

Technische Analyse Euro vs. US Dollar

Der Euro hat sich während des Handels am Dienstag etwas erholt, kämpfte jedoch mit dem 50-Tage-EMA. In Anbetracht dessen sieht es so aus, als ob der Markt weiterhin sehr unruhig sein wird und der Aufwärtstrend bestenfalls von kurzer Dauer ist. Ich vermute, dass der längerfristige Abwärtstrend weiterhin eine wichtige Rolle für die weitere Entwicklung spielen wird, da die Fundamentaldaten für eine deutlich schwächere Gemeinschaftswährung sprechen. Schließlich ist die US-Notenbank immer noch außerordentlich geldpolitisch eingestellt, während die EZB nur einige symbolische Schritte unternehmen kann.

Der Euro hat sich unter anderem deshalb etwas erholt, weil Christine Lagarde erklärte, dass die Europäische Zentralbank die Zinssätze um 25 Basispunkte anheben könnte. Offen gesagt, ist das bestenfalls eine symbolische Geste, da die Federal Reserve die Zinsen wahrscheinlich um mindestens 200 Basispunkte anheben wird. Vor diesem Hintergrund ist es nur logisch, dass sich die Verkäufer weiterhin auf diesen Markt stürzen und sich auf den US-Dollar stürzen.

Auf der Oberseite müssen wir die Marke von 1,08 im Auge behalten, da es sich hierbei um einen früheren Unterstützungsbereich handelt, der jetzt auf dem Weg zurück nach oben einen Widerstand darstellen dürfte. Letztendlich handelt es sich um einen Markt, der sich immer noch in einem starken Abwärtstrend befindet. Daher denke ich, dass es zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll ist, bei diesem allgemeinen Trend zu bleiben, da die Dynamik der letzten Monate so groß ist, dass man sich nur schwer etwas anderes vorstellen kann.

EUR/USD Preisprognose Video 25.05.22

Einen Überblick über alle heutigen Wirtschaftsereignisse finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

EUR/USD Forex Technische Analyse – Anfällig für eine Kursumkehr zum Ende hin

Der Euro testet am Dienstag seinen höchsten Stand seit dem 26. April, da Händler ihre Wetten auf die Gemeinschaftswährung reduzierten, nachdem die Präsidentin der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde sagte, dass die Zinssätze in der Eurozone bis zum Ende des dritten Quartals wahrscheinlich im positiven Bereich liegen werden.

Um 12:00 GMT liegt EUR/USD bei 1,0717 und damit 0,0025 oder +0,23% höher. Am Montag notierte der Invesco CurrencyShares Euro Trust bei 98,95 $, ein Plus von 1,20 $ oder +1,23%.

In einer Rede am Montag wies Lagarde darauf hin, dass acht Jahre negativer Zinssätze in der Eurozone höchstwahrscheinlich bis zum Ende des Sommers vorbei sein werden. Händler interpretierten dies dahingehend, dass es im Laufe der nächsten vier Monate zu zwei Zinserhöhungen kommen würde.

Ein weiterer positiver Faktor für die EUR/USD-Paarung am Dienstag war ein Bericht, der eine robuste Wirtschaftstätigkeit in der Region auswies. Die robusten europäischen PMI-Daten untermauerten die Argumente für eine Straffung der Politik.

Während die Nachrichten stark genug waren, um eine Reihe bärischer Händler zu ermutigen, ihre Short-Positionen im Euro einzudecken, blieben einige aufgrund des anhaltenden Krieges in der Ukraine skeptisch, was die Stärke der Einheitswährung angeht. Darüber hinaus hielten sie sich mit einem Urteil über die Richtung des Euro zurück, während sie die Ergebnisse des Protokolls der Mai-Sitzung der Federal Reserve am Mittwoch abwarteten.

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Tägliche Swing Chart Technische Analyse

Der Haupttrend auf der Swing-Tages-Chart ist aufwärts gerichtet. Ein Handel über 1,3054 würde den Haupttrend auf abwärts ändern. Dies ist jedoch sehr unwahrscheinlich, da der EUR/USD-Kurs seit seinem letzten Tiefpunkt sieben Sitzungen lang gestiegen ist und somit die Möglichkeit besteht, ein abschließendes Preisumkehr-Top zu bilden.

Die kurzfristige Handelsspanne liegt zwischen 1,0936 und 1,0354. EUR/USD testet derzeit seine Retracement-Zone bei 1,0645 bis 1,0714.

Die Hauptspanne liegt bei 1,1185 bis 1,0354. Seine Retracement-Zone bei 1,0770 bis 1,0868 ist das nächste Aufwärtsziel.

Die kleinere Spanne liegt zwischen 1,0354 und 1,0736. Die 50%-Marke bei 1,0545 ist eine nachlaufende Unterstützung.

Tägliche Swing Chart Technische Prognose

Die Reaktion der Händler auf 1,0714 wird wahrscheinlich die Richtung des EUR/USD-Kurses am Dienstag bestimmen.

Bullisches Szenario

Eine anhaltende Bewegung über 1,0714 wird auf die Anwesenheit von Käufern hindeuten. Wenn dies genügend Aufwärtsdynamik erzeugt, ist mit einem Anstieg auf 1,0770 zu rechnen. Bei einem Test dieses Niveaus könnten die Verkäufer zurückkehren, aber wenn dies nicht gelingt, könnte sich die Erholung bis auf 1,0868 ausweiten.

Bärisches Szenario

Eine anhaltende Bewegung unter 1,0714 wird die Anwesenheit von Verkäufern signalisieren. Ein Überschreiten der schwachen Seite von 1,0691 wird den EUR/USD-Kurs für die Sitzung nach unten ziehen. Dies könnte einen Durchbruch bei 1,0645 auslösen. Dieses Niveau ist ein potenzieller Auslöser für eine Beschleunigung in Richtung des Trailing Pivots bei 1,0545.

Nebenbemerkungen

Ein Schlusskurs unter 1,0691 bildet ein potenziell rückläufiges Kursumkehr-Top auf Schlusskursbasis. Sollte sich dies bestätigen, könnte dies den Beginn einer 2 bis 3-tägigen Korrektur einleiten.

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EUR/USD Forex Technische Analyse – Rallye stockt vor dem Widerstand der Retracement-Zone 1,0645 – 1,0714

Der Euro verliert am Freitag gegenüber dem US-Dollar an Wert, da die Renditen von Staatsanleihen anziehen. Nichtsdestotrotz war es eine gute Woche für die Einheitswährung, nachdem ein wichtiger Beamter der Europäischen Zentralbank (EZB) sich ablehnend geäußert hatte.

Am Dienstag sagte der niederländische Zentralbankgouverneur und EZB-Politiker Klaas Knot, die Bank solle sich die Tür für eine Anhebung der Leitzinsen um 50 Basispunkte offenhalten, falls die anstehenden Daten darauf hindeuten würden, dass sich die Inflation weiter ausbreite oder anhäufe”.

Um 12:26 GMT notiert EUR/USD bei 1,0574 und damit 0,0011 oder -0,10% niedriger. Am Donnerstag schloss der Invesco CurrencyShares Euro Trust ETF (FXE) bei $98,06 und damit $1,18 oder +1,22% höher.

Geldmärkte prognostizieren 50/50 Chance auf EZB-Erhöhung um 50 Basispunkte im Juli

Die Geldmärkte der Eurozone erhöhten am Freitag ihre Wetten auf eine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank um 50 Basispunkte im Juli, wodurch der Leitzins der Bank auf 0 % steigen würde.

Knots Rede veränderte die Markterwartungen, und am Freitag rechneten die Händler mit einer Zinserhöhung um bis zu 38 Basispunkte bis Juli. Dies deutet darauf hin, dass eine Anhebung um 25 Basispunkte vollständig eingepreist ist und die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Anhebung um 25 Basispunkte bei 52 % liegt.

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Tägliche Swing Chart Technische Analyse

Der Haupttrend auf der Swing-Tages-Chart ist abwärts gerichtet. Seit dem Tiefpunkt der Preisumkehr bei der Schlussnotierung am 13. Mai ist das Momentum jedoch aufwärts gerichtet. Ein Handel über 1,0642 wird den Haupttrend aufwärts drehen. Eine Bewegung durch 1,0354 würde das Chartmuster zunichte machen und eine Wiederaufnahme des Abwärtstrends signalisieren.

Die kleinere Handelsspanne reicht von 1,0642 bis 1,0354. Der Drehpunkt bei 1,0339 ist die nächstgelegene Unterstützung.

Die kurzfristige Spanne reicht von 1,0936 bis 1,0354. Sollte der Haupttrend nach oben drehen, könnte sich die Erholung bis in den Retracement-Bereich bei 1,0645 bis 1,0714 ausweiten.

Der Hauptbereich liegt zwischen 1,1185 und 1,0354. Seine Retracement-Zone bei 1,0770 bis 1,0868 ist der wichtigste Widerstandsbereich.

Tägliche Swing Chart Technische Prognose

Die Reaktion der Händler auf 1,0855 wird wahrscheinlich die Richtung des EUR/USD-Kurses am Freitag bestimmen.

Bullisches Szenario

Eine anhaltende Bewegung über 1,0856 wird auf die Anwesenheit von Käufern hindeuten. Das Überwinden von 1,0607 würde bedeuten, dass sich die Käufe verstärken. Dies könnte einen Anstieg in Richtung des Widerstandsclusters bei 1,0642 – 1,0645 auslösen.

Beim ersten Test von 1,0642 – 1,0645 könnten die Verkäufer auf den Plan treten. Die Überwindung von 1,0645 könnte jedoch einen Anstieg bis 1,0714 auslösen.

Bärisches Szenario

Eine anhaltende Bewegung unter 1,0855 würde die Anwesenheit von Verkäufern signalisieren. Dies könnte einen Durchbruch bei 1,0498 auslösen.

Halten Sie beim ersten Test von 1,0498 Ausschau nach Käufern des Gegentrends. Sollte dies scheitern, dürfte sich der EUR/USD in Richtung des Unterstützungsclusters bei 1,0354 bis 1,0339 bewegen.

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EUR/USD Mid-Session Update für 19. Mai 2022

Der Euro notiert am Donnerstag höher als der US-Dollar, da die Anleger die Chance einer aggressiven kurzfristigen Straffung der Geldpolitik durch die Europäische Zentralbank (EZB) einpreisen, während der Kauf von US-Staatsanleihen als sicherer Hafen die Renditen nach unten drückt, was den Greenback zu einem weniger attraktiven Vermögenswert macht.

Um 13:13 GMT wird EUR/USD bei 1,0554 gehandelt, 0,0093 oder +0,89% höher. Am Mittwoch schloss der Invesco CurrencyShares Euro Trust bei $96,89, ein Minus von $0,74 oder -0,76%.

EZB-Zinserhöhungserwartungen

In Europa rechnen die Geldmarkthändler mit einer Zinserhöhung der EZB um etwa 105 Basispunkte (Bp), nachdem sie am Dienstag noch bei etwa 95 Bp gelegen hatten, bevor der EZB-Beamte Klaas Knot signalisierte, dass eine Zinserhöhung um 50 Basispunkte im Juli möglich sei.

Euro erhält Auftrieb durch Rückgang der US-Benchmark-Renditen

Ein Rückgang der Renditen von US-Schatzpapieren am Donnerstag trug dazu bei, den Euro als Anlage attraktiver zu machen, da die Anleger weiterhin Schutz in Anleihen vor einem steilen Ausverkauf bei Aktien suchten.

Die Rendite der 10-jährigen Staatsanleihe fiel um 13:00 Uhr GMT um 11 Basispunkte auf 2,778%. Die Rendite der 30-jährigen Staatsanleihe sank um 9 Basispunkte auf 2,983%.

Die Entwicklung der Anleiherenditen erfolgte, nachdem die Aktienfutures auf eine weitere negative Sitzung an der Wall Street hindeuteten.

Tägliche Swing Chart Technische Analyse

Der Haupttrend ist laut Swing-Chart auf Tagesbasis abwärts gerichtet. Ein Handel über 1,0642 wird den Haupttrend aufwärts drehen. Eine Bewegung durch 1,0354 würde eine Wiederaufnahme des Abwärtstrends signalisieren.

Die geringe Handelsspanne beträgt 1,0642 bis 1,0354. Die EUR/USD-Paarung handelt derzeit auf der starken Seite ihres Drehpunkts bei 1,0354, was sie zur Unterstützung macht.

Die kurzfristige Handelsspanne liegt bei 1,0936 bis 1,0354. Seine Retracement-Zone bei 1,0645 bis 1,0714 ist das nächste Aufwärtsziel. Daran schließt sich der Widerstand der Retracement-Zone bei 1,0770 bis 1,0868 an.

Tägliche Swing Chart Technische Prognose

Die Reaktion der Händler auf den Pivot bei 1,0498 wird die Richtung des EUR/USD-Kurses am Donnerstag bestimmen.

Bullisches Szenario

Ein nachhaltiger Anstieg über 1,0498 deutet auf die Anwesenheit von Käufern hin. Ein Überwinden des gestrigen Höchststandes bei 1,0564 würde bedeuten, dass sich die Käufe verstärken. Dies könnte eine Beschleunigung nach oben auslösen, wobei der Widerstandsbereich zwischen 1,0642 und 1,0645 das nächste Ziel wäre.

Bärisches Szenario

Eine anhaltende Bewegung unter 1,0498 signalisiert die Anwesenheit von Verkäufern. Wenn diese Bewegung ein ausreichendes Abwärtsmomentum erzeugt, könnte sich der Verkauf bis zum Drehpunkt bei 1,0459 ausweiten.

Beim ersten Test der Marke von 1,0459 könnten Käufer auf den Plan treten. Sollte dies jedoch nicht gelingen, könnte sich der Verkauf auf 1,0354 – 1,0339 ausweiten.

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Fed hebt Zinsen an, Bitcoin steigt

Die jüngste Zinserhöhung ist die höchste in den letzten zwei Jahrzehnten. Es ist wichtig zu beobachten, was dies für die Kryptomärkte bedeuten könnte.

Wozu dient die Zinsanpassung?

Die Federal Reserve kündigte eine Zinserhöhung um 0,5 Prozentpunkte an, um die rasch steigende Inflation zu bekämpfen. Dies ist die größte Zinserhöhung seit zwei Jahrzehnten.

Die Federal Reserve hat am späten Mittwochabend bekannt gegeben, dass sie die kurzfristigen Zinssätze um 0,5 % anheben wird. Dies ist die größte Zinserhöhung seit dem Jahr 2000.

Die US-FED versucht, die Inflation durch eine Anhebung der kurzfristigen Zinssätze zu verringern.

Es wird erwartet, dass die Entscheidung der FED zu einem Rückgang der Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen führen wird. Dadurch wird es für die Menschen schwieriger, sich Geld für neue Anschaffungen zu leihen, was zu einer Liquiditätskrise führen wird.

Einfluss auf Bitcoin und Co.

Die jüngste Zinserhöhung wird, zumindest kurzfristig, als ein positives Signal für die Kryptomärkte gedeutet.

Die Zinserhöhung der US-Notenbank hat dem Kryptomarkt einen kumulativen Auftrieb gegeben, wobei die wichtigsten Token einen massiven Anstieg verzeichneten. Bitcoin ist in den letzten 24 Stunden um mehr als 10 Prozent gestiegen und wird derzeit mit 39,432 Dollar gehandelt.

Der aktuelle Trend deutet darauf hin, dass die Bullen endlich an Macht gewinnen könnten. Wenn Bitcoin weiterhin diesem Muster folgt, könnte der Flaggschiff-Token in der Lage sein, die psychologische Barriere von 40 000 Dollar bald zu durchbrechen.

Panikalarm: Bullard killt die Rally am US-Markt!

Gerade für den technologielastigen Nasdaq 100 war das in der jüngsten Vergangenheit immer belastend und hat für Kursverluste gesorgt. Doch zum gestrigen Handelsstart konnte sich der Nasdaq durchaus behaupten und die Kursrückgänge aus der ersten negativen Reaktion vollständig aufholen.

Tickmill-Analyse: Nasdaq 100 im 30 Minutenchart

Doch mit der Rede des Chefs der FED St. Louis Bullard hat sich das Blatt erneut gewendet. Seine Kommentare darüber, dass er im März eine Zinsanhebung um 50 Basispunkte befürwortet bzw. Anfang Juli bereits eine Anhebung um 100 Basispunkte zu präferieren sorgte für Verkaufsdruck. Doch es ging noch weiter.

Er brachte auch ins Spiel, dass es vor der Märzsitzung der FED einen Zinsszwischenschritt geben könnte. Also zum Beispiel 25 Basispunkte im Februar und 25 Basispunkte am 16. März. Da es im Februar keine reguläre Zinssitzung gibt, könnte die FED am Montag zu einer außerplanmäßige Zinssitzung zusammenkommen und eine Leitzinserhöhung verkünden.

FED Watch Tool

Im FED Watchtool, welches die zu erwartenden Zinsen anzeigt, ist die Wahrscheinlichkeit einer Zinsspanne zwischen 50-75 Basispunkte im März nach diesen Aussagen direkt auf 94 Prozent angestiegen. Doch damit nicht genug. Ballert plädiert ebenfalls dafür, dass die geplante Reduktion der FED-Bilanz bereits im 2. Quartal dieses Jahres in Gang gebracht wird.

Videobesprechung

Die gestern veröffentlichten Daten für die US-Inflation sind erneut sehr heiß ausgefallen. Sie lagen über den Erwartungen der Analysen und haben einen direkten Anstieg der 10-jährigen US-Staatsanleihen ausgelöst. Gerade für den technologielastigen Nasdaq 100 war das in der jüngsten Vergangenheit immer belastend und hat für Kursverluste gesorgt.

Doch zum gestrigen Handelsstart konnte sich der Nasdaq durchaus behaupten und die Kursrückgänge aus der ersten negativen Reaktion vollständig aufholen. Doch mit den Aussagen des Chefs der FED St. Louis änderte sich das Geschehen schlagartig.

 

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Erfolgreiches Trading wünscht Ihnen

Ihr Mike Seidl

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Da kommen Emotionen auf: Bipolarer Dollar vs. Vernünftiges Edelmetall

In jüngst erschienenen Interviews und Berichten über das vor uns liegende Jahr hob ich insbesondere die Bewegungen des bipolaren US-Dollars als eines der ausschlaggebendsten Marktsignale hervor, die man auf dem Schirm haben sollte.

So wurden beispielsweise Argumente für ein relatives Erstarken des USD hervorgebracht – und zwar (teilweise) auf Grundlage der nimmersatten Euro-Dollar- und US-Repomärkte.

Dahingehend zeigt sich, dass die Zahl der Hedgefonds-Wetten auf steigende USD-Kurse seit Juni 2019 nicht mehr so hoch gewesen ist wie jetzt.

Wie man aber unten sieht, kann man die Stabilität des durch die Fed verzerrten US-Dollars viel eher mit einem dreibeinigen Stuhl an Deck der Titanic vergleichen.

Kurz: Bevor er sinkt, kann und wird der USD in viele emotionale Richtungen schwabbeln.

In der Tat legen die jüngsten Fakten zum bipolaren Greenback nah, dass seine bislang wachsende Stärke möglicherweise am Ende ist, trotz 1.) einer zunehmend strengen Fed, 2.) steigenden Zinssätzen und 3.) einem ansonsten Dollar-positiven Konsens.

Also: Wohin geht es für den USD? Nach oben oder unten?

Die Antwort lautet „ja“.

Schauen wir uns das genauer an.

So klingt es, wenn Tauben weinen

Fangen wir, wie so oft, mit einer Übersetzung des immer wieder unterhaltsamen Fed-Sprechs an – und ein bisschen Musikgeschichte.

Prince, die in Minneapolis geborene Musikikone der 1980er, sang in einem berühmten Song darüber, wie es klingt, wenn Tauben weinen.

Wer aber hören möchte, wie das im Jahr 2022 klingt, der braucht nicht mehr in der Musiksammlung stöbern. Es reicht, im eben erwähnten Minneapolis vorbeizuschauen und nach dem dortigen Präsident der Federal Reserve Bank zu fragen – nach Neel Kashkari.

Seit Jahren zählt Kashkari zu den Moderatesten in der Fraktion der Fed-„Tauben“. Für ihn hätten die Zinssätze bis weit ins Jahr 2024 bei oder nahe null Prozent liegen sollen; eine Haltung, die den „überdruckten“, kostenfreien USD eher nicht beflügelt.

Kehrtwende

Als die „vorübergehende Inflation“ – das 2021er Meme der Fed/ Kashkari (sprich: Lüge, um Zeit zu schinden) – letztlich der 2022er Wirklichkeit weichen musste, wo nun von „beständiger Inflation“ gesprochen wurde, sah sich auch Kashkari gezwungen, das zu tun, was die überwiegende Mehrheit der doppelsprechenden, mathebehinderten, geschichtsblinden und wahrheitsallergischen Fed-Vertreter am besten kann: Kehrtwende machen.

Jüngst gurrte Kashkari von Zinserhöhungen (mindestens 2 für 2022) und der Reduzierung der Fed-Bilanzsumme (d.h. US-Staatsanleihen abstoßen).

Selbst Joe Biden bittet die Fed jetzt um strengeres Verhalten im „Kampf“ gegen jene Inflation, die die Fed ja eigentlich braucht, um Uncle Sams Schuldenstandsquote zu senken.

Selbstverständlich sorgen solche Maßnahmen insgesamt für steigende Zinssätze (30 Basispunkte in 4 Tagen für 10-jährige US-Staatsanleihen Anfang Januar), was in der Theorie (siehe unten) einerseits für steigende USD-Kurse und andererseits für Verluste bei Gold und BTC sorgen müsste.

Wie der Schein trügt

Die Marktsignale erinnern uns stets daran: Nichts ist, wie es scheint.

Kurzsichtige Investoren und reflexartig handelnde Märkte vergessen z.B. Folgendes: Die nominalen Zinssätze mögen zwar steigen, aber eben nicht so schnell wie die währungsentwertende Inflation und der negative Realzins. Und das bedeutet (auf längere Sicht), dass Gold – ungeachtet der relativen Stärke des USD – inhärent stärker wird, und nicht schwächer.

Natürlich werden die Hedgefonds mit ihren Dollarwetten aber auch die Gold-Trader, anders als die Gold-Investoren, immer kurzfristig auf Grundlage von Schlagzeilen verkaufen (oder kaufen), und nicht auf Grundlage langfristiger Fundamentaldaten. Das ist überhaupt nichts Neues.

Letzten Endes war die relative Stärke des USD zu Jahresende ein ablenkender Nebelschleier verglichen mit dem leuchtturmhaft strahlenden Verfall seiner inhärenten Kaufkraft – der eigentliche und reale Indikator in der Schall-und-Rauch-Welt der Zentralbanken.

Auch hier wieder: Dieser Chart des USD im Verhältnis zu einem Milligramm Gold kann gar nicht oft genug gezeigt werden…

Wer jetzt denkt, der USD könne nur steigen, weil doch auch seine relative Stärke zunimmt, der möge vielleicht noch mal nachdenken.

Uh-Oh: Der Bipolare Dollar steigt ja gar nicht mit den Zinssätzen (!)

Ein weiteres Signal, das von Experten und Daytradern mehrheitlich ignoriert wird, ist das jüngste Auseinandertriften von USD und Zinsmärkten.

Das mag vielleicht langweilig klingen, doch bleiben Sie dran! Es ist wirklich ziemlich einfach, aber auch sehr wichtig.

Man kann Folgendes feststellen: Wenn die Anleiheerträge (und folglich die Zinsen) vor dem Hintergrund geldpolitischer Straffungen (oder auch nur in Reaktion auf Tapering-Gerede) steigen, so steigt traditionell auch der USD.

Wie wir aber im Chart unten sehen, entkoppelt sich der US-Dollar (fallende Linie) von der Entwicklung der US-Staatsanleiheerträge (steigende Linie).

Wie kommt das?

Warum sinkt der USD (der sein Hoch im November markierte) trotz einer strengeren Fed und steigender Anleiheerträge?

Druckenmiller hat es uns gesagt

Wer ein offenes Ohr hatte, konnte schon vor einigen Monate hören, wie der legendäre Forex-Trader, Stan Druckenmiller, im Mai vor genau dieser Möglichkeit warnte.

Insbesondere hatte Druckenmiller die US-Zahlungsbilanzprobleme nicht vergessen (d.h. ein 700 Mrd. $ schweres Leistungsbilanzdefizit), das sich nun deutlich verschärfte, weil man im Ausland keine US-Staatsanleihen mehr kaufte, sondern verstärkt COVID-stimulierte Technologie- und Wachstumswerte wie Google, Zoom, Microsoft etc.

Leute, diese Veränderungen der Dollar-Flüsse sind wichtig!

Während diese Wachstums-/Technologiewelle abflaut (wovor Druckenmiller im Fall einer Tapering-Situation warnte), beginnen die Anleger, große Geldmengen auf sichere Rohstoffe und andere eher unbeliebte zyklische Werte umzuverteilen, was die Märkte und den Dollar eher nach unten als nach oben schickt.

Kapitalflüsse sind wichtig

Diese fortschreitende Sektorrotation erleben wir gerade in Echtzeit – weg von den Wachstums-/Technologiewerten (den wahren Kern des S&P) und hin zu den Rohstoffen.

Jedoch bleiben die meisten Investoren, Hedgefonds eingeschlossen, USD-optimistisch, weil sie auf dessen relative Stärke schauen und auf die relativen Zinssätze.

Dabei ignorieren sie, inwieweit sich auch die Kapitalflüsse verändern. Und diese Kapitalflüsse sind eher schlechte als gute Nachrichten für den US-Dollar. Allein schon deshalb, weil der relative Anstieg der Zinssätze wohl nicht ausreicht, um die Wirkung schwächer werdender Dollar-Kapitalflüsse auszugleichen.

Markttechnik ist wichtig

Ziehen wir darüber hinaus die Markttechnik heran, so verdichtet sich das Komplott gegen den US-Dollar.

So erinnerte z.B. Lyn Alden ihre Twitter-Followers kürzlich an Folgendes: Wann immer der Dollar-Index in den letzten Jahrzehnten auf Wochenbasis einen stark überkauften RSI (Relative Strength Index) von 70 aufwies, aber anschließend einem negativen Trend folgte, so hatte das durchweg negative Folgen für den USD.

Schon interessant, dass ihre und Druckenmillers Warnungen durch die Tatsache mehr als bestätigt wurden, dass genau dann, als Technologie- und Wachstumsaktien Ende November anfingen im S&P-Gesamtvergleich schlechter zu performen, …

… auch der USD aufhörte, gemeinsam mit den US-Realzinsen zu steigen.

Aus unserer Sicht ist das kein Zufall, sondern Korrelation.

Der Mix aus sinkenden Dollarflüssen in Technologie- und Wachstumsaktien sowie einer strengen/ zinserhöhenden Federal Reserve kann einen schwachen USD erzeugen. Und für all jene Sektoren, zu denen diese Dollars jetzt unterwegs sind, nämlich Gold, als auch Industriewerte, Energie, Banken und Bitcoin, ist all das ein gutes Zeichen.

Kurz: Selbst steigende Zinsen und ein deutlich telegrafierter Fed-Schwenk von „Taube zu Falke“ werden 1.) die Verschuldungswirklichkeit und 2.) die faktischen Geldflüsse nicht verschwinden lassen. Und diese beiden Faktoren werden den ohnehin schon diskreditierten (entwerteten) US-Dollar kontinuierlich weiter diskreditieren – und mit ihm auch jene Mittelmaß-Truppe, die mit dessen „Verwaltung“ (Manipulation) betraut ist (auch bekannt als Federal Reserve).

Märkte im Jahr 2022 – Da kommen Emotionen auf

Seit Monaten warne ich, dass Zinssteigerungen nicht wirklich spaßig sind. Weder für die ansonsten ignorierte Realwirtschaft noch für die bankrotte Mittelklasse und auch nicht für die schuldengesättigten Risikoanlagemärkte; und die werden dann … naja … emotional reagieren.

Gold steigt natürlich, sobald Emotionen (Ängste) aufkommen.

Gesetzt den Fall, die Fed lässt dem strengen Gerede strenge Politik folgen, so wären in nächster Zeit kurzzeitige Verwerfungen in so gut wie allen Bereichen zu erwarten, mit Ausnahme des bipolaren Dollars und der Finanzwerte.

Man denke aber weiter. Hier sind viele Kräfte im Spiel.

Ein weiterer Fed-Schwenk, zurück auf gemäßigt?

Steigende Zinsen werden auch Aktien, Edelmetalle, Rohstoffe und BTC treffen, allerdings sind für 2022 Kehrtwenden (ein Umschwenken) von moderat zu streng und dann wieder zurück zu moderat sehr gut möglich. Wir können nur abwarten und beobachten, was passiert.

Folge dem Geld – und den Sektoren

In der Zwischenzeit ist die oben erläuterte Sektorrotation mit ihrer Abkehr von Wachstums- und Technologieaktien auf längere Sicht ein gutes Zeichen für Gold und andere unterbewertete Assets, und dorthin blickt das geduldige Geld immer.

Sollte sich hingegen keine Fed-Umkehr zum Moderaten abzeichnen, werden Aktien und Anleihen weiter fallen. Dann wird es wirklich sehr emotional, und das ist letztlich gut für Gold – auch wenn steigende Zinsen es nicht wären.

Übrigens werden die steigenden Zinsen real (also inflationsbereinigt) negativ bleiben, und der hartnäckige, geduldige und unvermeidliche Goldaufwärtstrend wird anhalten.

Bislang, und davor hatten wir das gesamte Jahr 2021 über gewarnt, hat die Fed beim Thema vorübergehende Inflation einfach nur gelogen, während sie vorsätzlich aggressive Inflationierung vorantrieb, um sich ihren Weg aus einem gefährlich hohen Schulden:BIP-Verhältnis mittels Inflation zu bahnen.

Wie erwartet half diese doppelgesichtige Politik vorsätzlicher Inflationierung (in Abgrenzung zu „vorübergehender“ Inflation) dabei, die Schuldenstandsquote der USA zu senken – und zwar auf Kosten der Normalbürger und der Realwirtschaft.

Nicht wirklich schockierend, oder?

Auch wenn die Fed momentan vielleicht stolz auf ihren kleinen Sieg im Chart oben ist (Rückgang der Schuldenstandsquote), so sollte sie den Champagner vielleicht besser zurück in den Kühlschrank legen.

Zu Wenig, Zu Spät

Gemeint ist: Man hat die Inflation nicht stark und lange genug aufflammen lassen, um eine relevante schuldensenkende Kerbe in Uncle Sams ansonsten enormen und beschämenden Kneipendeckel zu schlagen.

Zur Erinnerung: 2021 fielen in den USA beeindruckende Steuereinnahmen an (ein Plus von 30 % im Vorjahresvergleich), allerdings reichten die bis 2022 eingenommenen Mittel nicht aus, um die parallel dazu abfließenden Ausgaben zu decken. Folglich ergab sich ein Defizit von mehr als 350 Mrd. $, während Leistungen und Ansprüche auf Medicare, Social Security und Veteranen-Bezüge schneller wachsen als die Steuereinnahmen.

Sollte die Fed im Jahr 2022 nun geldpolitische Strenge walten lassen und ihre QE-basierten Stützungsprogramme für US-Staatsanleihen wie geplant zurückfahren, so wird aus diesem Defizit mehr als ein rein mathematisches Problem.

Wenn in Washington DC weniger USD per Maus herbeigeklickt werden, so werden andere sich diese benötigen Dollars leihen müssen, was wiederum den Dollar steigen lassen kann.

Verstehen Sie, was ich mit „bipolarem Dollar“ meine?

Nationale wie internationale Gläubiger mit USD-Schulden werden dann andere Assets verkaufen (d.h. Wachstums-Technologieaktien), um zusätzliche Dollars zur Deckung des Schuldenbedarfs aufzutreiben.

Große Teile dieses Selloffs – angetrieben von der Suche nach liquiden USD –, werden auch an den US-Staatsanleihemärkten stattfinden. Das lässt die Anleihekurse sinken, Anleiherenditen und Zinssätze werden folglich steigen, und das versetzt der ohnehin schon angeschlagenen Realwirtschaft weitere Schläge.

Einfacher formuliert: Die Fed beschert uns mehr Inflation, steigende Zinssätze, fallende Anleihepreise, einen nervösen Aktienmarkt und eine stagnierende Ökonomie.

Wie gesagt, im Jahr 2022 wird es wahrscheinlich emotional zugehen, weil selbst die Vertreter einer strengen geldpolitischen Linie zu wenig zu bieten haben, und das auch zu spät.

Denn: Ein „Tapering“ von 10 Martinis pro Tag auf 9 Martinis pro Tag wird am Ende trotzdem die Leber zerstören. Dasselbe gilt für das Spannungsfeld bipolarer USD und geldpolitische Strenge nach Jahren exzessiv laxer Zentralbankenpolitik.

Jupp: Angesichts monetärer und fiskaler Expansion im Umfang von Billionen und Aberbillionen fallen die „Kürzungen“ der Fed zu gering aus und kommen zu spät.

Und das heißt wieder: Jetzt wird’s emotional.

www.goldswitzerland.com

5,1% Inflation und 0% Zinsen – EZB enteignet Sparer

Liebe Leser,

gemessen an den Verbraucherpreisen ist die Inflation in der Eurozone im Januar 2022 auf 5,1% gestiegen. Trotz dieses eklatanten Wohlstandsverlusts der Bevölkerung hat die Europäische Zentralbank am Donnerstag, den 3. Februar 2022 entschieden, die Geldentwertung nicht mit höheren Zinsen zu bekämpfen, sondern den von ihr festgesetzten Leitzins bei 0% zu belassen.

Anstatt ihrem Auftrag gerecht zu werden, das heißt für Geldwertstabilität zu sorgen, betreibt die EZB also eine Enteignungspolitik. In selbstherrlicher Weise vernichten die Zentralbanker die Ersparnisse der Bürger – und die Politik lässt sie gewähren.

Die heimliche Machtübernahme der Zentralbanken

In den vergangenen Jahren haben die Zentralbanken ihre Macht stetig ausgeweitet. Vor den Folgen dieser heimlichen und völlig undemokratischen Machtverschiebung weg von Parlamenten und hin zu demokratisch nicht legitimierten Institutionen haben Roland Leuschel und ich in unseren Büchern und unserem Börsenbrief Krisensicher Investieren immer wieder gewarnt.

Insbesondere haben wir auf die sich abzeichnende Geldentwertung hingewiesen und auf die Gefahren, die sich aus den riesigen Spekulationsblasen für die Finanzmärkte, die Wirtschaft und Ihr Vermögen ergeben. Es gibt keinen schmerzlosen Weg aus dieser Misere, für die vor allem die Zentralbanken mit ihrer verantwortungslosen und kurzsichtigen Geldpolitik verantwortlich sind.

Schützen Sie sich vor der EZB

Aus Sicht der Politik und ihrer Zentralbanken ist die Inflation offenbar das kleinere Problem. Deshalb wird nichts zu ihrer Bekämpfung unternommen. Als Anleger sind Sie folglich auf sich allein gestellt.

In dieser Situation ist ein Blick in die Finanzgeschichte überaus hilfreich. Sie zeigt, dass der Edelmetallsektor und Rohstoffe den besten Schutz gegen die zerstörerischen Kräfte der Geldentwertung und die Begehrlichkeiten der Politiker bieten.

Was ist mit dem Goldpreis los?

Trotz der hohen Inflationsraten ist der Goldpreis in den vergangenen anderthalb Jahren aber nicht gestiegen, werden Sie jetzt vielleicht einwenden. Nun sind anderthalb Jahre jedoch ein viel zu kurzer Zeitraum, um ein prinzipiell langfristiges Investment zu beurteilen. Es ist natürlich richtig, dass der Goldpreis im August 2020 ein Zwischenhoch von 1.750 € pro Unze erreichte und damit 9% höher stand als heute. Gleichzeitig notiert er heute aber mehr als 20% höher als vor 2 Jahren und sogar fast 50% höher als Anfang 2019.

Wie Sie auf dem folgenden Chart sehen, befindet sich der Goldpreis im Euro gemessen in einem klaren langfristigen Aufwärtstrend. Andersherum ausgedrückt, befindet sich der Euro in Gold gemessen in einem langfristigen Abwärtstrend. Die zu erwartende Fortsetzung der unseriösen Geld- und Staatsschuldenpolitik der vergangenen Jahre wird dafür sorgen, dass das so bleiben wird.

Goldpreis pro Unze in €, Wochenchart, 1997 bis 2022

Chart

Der Goldpreis befindet sich in Euro gemessen in einem langfristigen Aufwärtstrend. Mit Gold können Sie auch in Zukunft Ihr Vermögen schützen.

Quelle: StockCharts.com

Große Chancen im Edelmetallsektor, Baisse an den Aktienmärkten

Vom Tief des Jahres 2018 bis zu dem Zwischenhoch im August 2020 ist der Goldpreis in Euro um mehr als 70% gestiegen – obwohl die offizielle Inflationsrate in diesen Jahren noch bescheiden war. Dass er sich seither eine kleine Verschnaufpause gegönnt hat, sollte Sie nicht weiter irritieren. Allzu leicht wollen es die Märkte uns Anlegern nicht machen. Es handelt sich dabei aber lediglich um eine Korrektur in einem Aufwärtstrend, die wahrscheinlich bald vorüber ist.

Im Unterschied dazu haben sich an den Aktienmärkten Topformationen gebildet, die auf eine vermutlich bald beginnende Baisse hindeuten. Als flexible Anleger müssen Sie sich davor nicht fürchten, im Gegenteil. Das gilt umso mehr, da Aktien des Edelmetall- und Rohstoffsektors auch in Zeiten einer allgemeinen Baisse steigen können.

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Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihr

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Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

P.S.: Sie haben jetzt noch einmal die Gelegenheit, zu relativ niedrigen Kursen bei ausgewählten Minenaktien einzusteigen. Wer meine Favoriten sind, lesen Sie in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren.

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Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und erfolgreichen Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch „Das Greenspan Dossier“ und die „Inflationsfalle“ und ganz aktuell die „Wohlstandsvernichter – Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten“. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.

Was machen eigentlich … meine Steuergroschen? (05.02.2022)

Autor: Gotthilf Steuerzahler

Zu großzügige Förderung eines Landessportbundes

Liebe Leserinnen und Leser,

nach den geltenden haushaltsrechtlichen Bestimmungen sollen Zuschüsse nur ergänzend gewährt werden, d.h. die Zuschussempfänger sollen für ihre Vorhaben vorrangig ihre eigenen Mittel einsetzen. Doch die Förderpraxis sieht nicht selten anders aus, der Staat beteiligt sich finanziell in diesen Fällen in einem Umfang, der gar nicht erforderlich wäre. So geschehen auch bei einer millionenteuren Baumaßnahme eines Landessportbundes in einem ostdeutschen Bundesland, worüber Medien vor kurzem berichteten.

Die Geschäftsstelle dieses Landessportbundes war seit dessen Gründung in zentraler Innenstadtlage in einer Großstadt untergebracht. Daneben bestanden weitere Standorte. Bereits seit 2008 überlegte der Sportbund, die einzelnen Bereiche an einem Standort zusammenzuführen. Geplant war der Bau eines Hauses des Sports für 14,5 Millionen Euro. Dafür wollte der Sportbund lediglich einen Eigenanteil von 6,4 Millionen Euro aufwenden. Er beantragte daher im Jahr 2019 einen Zuschuss von 8,1 Millionen Euro.

Im Antrag auf Förderung gab er an, keine weiteren Vermögenswerte zur Finanzierung des Projekts einsetzen zu können. Der Betrag von 6,4 Millionen Euro entsprach einem Eigenanteil von 44 Prozent. Das für den Sport zuständige Landesministerium bewilligte die 8,1 Millionen Euro wie beantragt.

Der Landessportbund verfügte über erhebliche Vermögenswerte

Allerdings gab es deutliche Hinweise, dass der Landessportbund einen wesentlich höheren Anteil an der Finanzierung der Baumaßnahme hätte übernehmen können. Der Rechnungshof des betreffenden Bundeslandes hatte nämlich festgestellt, dass die Konto- und Wertpapierbestände des Sportbundes mehrere Jahre lang nie unter 2 Millionen Euro lagen, an mehreren Stichtagen sogar über 6 Millionen Euro betrugen. Auch hält der Landessportbund Anteile an mehreren Gesellschaften oder ist alleiniger Gesellschafter. Zum Teil verfügen diese Gesellschaften über hohe Vermögenswerte. Jedenfalls bei den Gesellschaften, die ihm allein gehören, hätte der Sportbund auf deren Mittel zugreifen können.

Die finanziellen Möglichkeiten des Sportbundes hätten geprüft werden müssen

Schließlich ist da noch das bisher genutzte Gebäude in zentraler Innenstadtlage. Die ursprünglichen Pläne des Sportbundes sahen vor, den Veräußerungserlös für dieses Grundstück für das Haus des Sports einzusetzen. Von diesen Plänen rückte der Sportbund später ab. Allein der Bodenrichtwert für das Grundstück betrug zuletzt rund 500.000 Euro. Alle genannten Tatsachen über die finanzielle Lage des Sportbundes hätten in die Abwägung über die Höhe des Landeszuschusses einbezogen werden müssen. Tatsächlich hat sich das Land mit den Eigenmitteln des Sportbundes nicht wirklich auseinandergesetzt. Vielmehr hat das Sportministerium einfach die Angaben des Landessportbundes übernommen und den Zuschuss wie beantragt bewilligt.

Der Antrag auf Erhöhung der Förderung wurde abgelehnt

Ende 2020 teilte der Sportbund dem Land dann mit, dass die Kosten der Baumaßnahme auf etwa 18,7 Millionen Euro angestiegen seien und beantragte eine zusätzliche Förderung in Höhe von 2,3 Millionen Euro. Da der Rechnungshof das Sportministerium zwischenzeitlich über die finanzielle Lage informiert hatte, lehnte das Land den Antrag auf höhere Förderung ab. Wenig später erklärte der Sportbund, die Mehrkosten in Höhe von 4,2 Millionen Euro selbst zu tragen. Er war also durchaus in der Lage, die zusätzlichen Kosten aus eigenen Mitteln zu bestreiten.

Die hohe Förderung war politisch motiviert

Das Sportministerium vertrat erwartungsgemäß die Position, dass die Zuwendung in Höhe von 8,1 Millionen nicht zu hoch gewesen sei. In Anerkennung der über drei Jahrzehnte andauernden herausragenden Arbeit für den Sport habe die Landesregierung beschlossen, den Landessportbund wie beantragt finanziell zu unterstützen. Das Sportministerium gab also zu, dass hier eine politisch motivierte Entscheidung getroffen wurde. Damit hat die Landesregierung sich aber über die Vorgaben des Haushaltsrechts hinweggesetzt, wonach das Land ein Vorhaben nur im finanziell notwendigen Umfang fördern darf. Immerhin, liebe Leserinnen und Leser, hat das Sportministerium dann aber den Antrag auf Erhöhung der Förderung abgelehnt, sagt zustimmend nickend

Ihr

Gotthilf Steuerzahler

www.krisensicherinvestieren.com

Dieser Text stammt aus dem kostenlosen Newsletter Claus Vogt Marktkommentar.

Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und erfolgreichen Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

Schützen und mehren Sie Ihr Vermögen und testen Sie noch heute KRISENSICHER INVESTIEREN 30 Tage kostenlos.

2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch „Das Greenspan Dossier“ und 2009 „Die Inflationsfalle“. 2018 erschien „Bitcoin & Co. Was Sie über Geld, Gold und Kryptowährungen wissen sollten“. 2019 ihr neues Buch: „Die Wohlstandsvernichter – Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten“. Erhältlich im Buchhandel oder auf www.krisensicherinvestieren.com – aber ganz bewusst nicht bei Amazon. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.

 

US-Notenbanksitzung stellt die Weichen – Gewinne mit Palladium – Gold und Silber korrigieren weiter

Der Palladiumpreis explodierte in einem Short-Squeeze um 13%, wogegen Gold um 2,5% und Silber um 7,6% einbrachen. Der US-Dollar-Index schoss auf die überraschend hawkische Rede von US-Notenbankchef Jerome Powell wie eine Rakete auf 97,2 Punkte nach oben, während der Aktien- und der Anleihenmarkt wieder auf Talfahrt gingen und die kurzfristigen Zinsen weiter nach oben kletterten.

Die Goldminen gaben bereits seit Mittwoch ihre Gewinne vom Wochenanfang wieder ab und der HUI Goldminenindex fiel auf 240 Punkte unter die Unterstützung bei 250 Punkte. In dieser Woche ist nach den starken Verwerfungen der Vorwoche erst einmal mit einer Gegenbewegung zu rechnen, doch hat man mit der neuen restriktiven Geldpolitik den Weg für die nächsten Monate geebnet.


Der Palladiumpreis stieg um 13% zur Vorwoche, während Gold und Silber einbrachen.

Der Zinsentscheid am Mittwochabend um 20 Uhr war erst unspektakulär, doch versetzte die folgende Rede von Notenbankchef Jerome Powell den Markt in Aufruhr. Der Dollar schoss nach oben und die sofort rutschten die amerikanischen Aktienmärkte wieder ab, während die kurzfristigen Zinsen ihren Höhenflug fortsetzten.

Er behauptete, der Arbeitsmarkt sei „sehr, sehr stark“ und es gäbe „genügend Spielraum für Zinsanhebungen, ohne den Arbeitsmarkt dabei zu gefährden“. Damit ist der Powell Put, der den Aktien- und Anleihenmarkt vor einer stärkeren Korrektur geschützt hatte, weg und 2022 dürfte schwer werden für unerfahrene Investoren, die es gewohnt sind, jeden Rücksetzer bedenkenlos zu kaufen.

Weitere wichtige Punkte seiner Rede:

  • Die Federal Funds Rate sei das primäre Werkzeug für die Geldpolitik und nicht die Reduzierung der Notenbankbilanz, was bedeutet, dass der Großteil des gedruckten Geldes dauerhaft im Wirtschaftssystem verbleiben und eine persistent hohe Teuerung bringen wird in 2022. Diese Erkenntnis ist wichtig für alle mittel- bis langfristig agierenden Investoren, da es das weitere Korrekturpotenzial der Edelmetalle begrenzt.
  • Eine Reduzierung der 9 Billionen schweren Notenbankbilanz, die sich seit 2008 verzehnfacht hat, soll nach den ersten Zinsanhebungen beginnen.
  • Das FOMC hat keine Entscheidung über den Zeitpunkt oder die Geschwindigkeit für eine Reduzierung der Bilanz getroffen, doch wird dies von künftigen Wirtschaftsdaten und Wirtschaftsaussichten bestimmt werden. Damit hält man sich eine Hintertüre offen, um bei einem Einbruch des Aktienmarktes oder anderer „plötzlichen und unvorhersehbaren“ Ereignisse wieder auf die Tube zu drücken.
  • Die Wirtschaft sei vermeintlich sehr stark und die Inflation hoch, weshalb man diesmal früher und restriktiver vorgehen will als nach der Rezession von 2008. Diese Aussage dürfte die Investoren am meisten verschreckt haben.
  • Sofern sich das Umfeld nicht ändert, wird das FOMC im März wahrscheinlich eine erste Zinsanhebung beschließen.
  • COVID wäre angeblich nicht vorüber und es gäbe daher auch künftig Risiken für das Wirtschaftswachstum.
  • Ein weiteres Risiko wären erneute Probleme bei den Lieferketten, was die Wirtschaft negativ beeinflussen könnte.
  • Dennoch will man „ziemlich anpassungsfähig bleiben, je nachdem wie sich die Lage verändert“, womit man andeutet, dass man bei Problemen sofort zurückrudern und wieder Geld drucken wird. Eine ernsthafte Abkehr von der wirtschaftsschädlichen inflationären Politik ist daher langfristig nicht zu erwarten.

Zu all diesen pseudowissenschaftlichen Aussagen der keynesianischen Voodoo-Geldpolitik muss man immer wieder klarstellen, dass weder die Regierungen noch die Notenbanken mit dem Drucken von Geld Wirtschaftswachstum stützen oder erzeugen können noch irgendetwas Gutes damit bewirken. All ihre Eingriffe in den Markt sind lediglich zugunsten Weniger (insbesondere zu ihrem eigenen Vorteil) und zulasten der großen Mehrheit der Bevölkerungen.

Die Zinsen sind real immer noch historisch einmal negativ, daher müssen sie letztlich nominal ansteigen, um dem Markt einen Ausgleich für die Inflation zu bieten. Dies wird den Aktien-, den Anleihen- und den Häusermarkt unter Druck bringen. Die US-Notenbank hat sich in eine Ecke manövriert, aus der sie nicht mehr herauskommt. Man will deshalb insbesondere die Käufe hypothekenbesicherter Wertpapiere zugunsten von Staatsanleihen reduzieren, was nicht gut für all jene ist, die noch ein Haus auf Kredit kaufen wollen. Der Immobilienmarkt dürfte unlängst seinen Zenit erreicht haben.

Die US-Notenbank erweckt den Anschein, die Wirtschaft wäre stark und man könnte der Inflation begegnen, doch ist beides falsch und der Glaube daran ist verrückt. Würde sie ernsthaft die historisch hohe Inflation bekämpfen wollen, so würde sie nicht bis März warten, sondern sofort damit beginnen.

Würde man wirklich der hohen Teuerungsrate von offiziell 7 Prozent begegnen, so müsste das FOMC die Zinsen mindestens auf 11 Prozent anheben! Die heillos überschuldeten, mehrheitlich sozialistisch geprägten, westlichen Volkswirtschaften, insbesondere jene in der europäischen Union, könnten ihre Zinszahlungen nicht mehr bedienen und würden schnell bankrottgehen.

Die Wirtschaft ist schwach und würde die FED der Inflation ernsthaft begegnen, so wäre dies der Anfang einer weltweiten historisch einmaligen Rezession. Der komplette konjunkturelle Aufschwung seit 2008 wurde ausschließlich auf billigem Geld bzw. künstlich niedrige Zinsen gebaut. Ohne diese Stütze wird diese planwirtschaftliche Blase platzen. Begegnet man hingegen der Inflation nicht und druckt man weiter Geld, werden die Zinsen auch steigen und ebenso die Rezession folgen. Egal wie die FED vorgehen wird, die Weltwirtschaft bleibt schwach und jeder neue Konjunkturaufschwung ist zum Scheitern verurteilt.

Ein Bild, das Karte enthält. Automatisch generierte Beschreibung
Die kurzfristigen Zinsen steigen weltweit an

Mein Zukunftsszenario der ausweglosen Stagflation, vor der ich seit 2018 für eine kurz bevorstehende Rezession mit Kassandrarufen warnte, ist längst da und meine Prognose für die Zukunft ist seither unverändert. Mit dem Verständnis der Konjunkturtheorie der Österreichischen Schule liegt das Ende dieser Entwicklung klar auf dem Tisch. Lediglich der Weg kann etwas variieren, je nachdem wie und wem die Regierungen und Notenbanken die selbstverursachte Zerstörung der westlichen Volkswirtschaften und deren Wohlstand in die Schuhe schieben werden.

Die US-Notenbank wird bei der Umsetzung ihrer restriktiven Geldpolitik die Weltwirtschaft in eine Rezession stürzen. In 2018 scheiterte der Zinsanhebungszyklus nach einer Anhebung der Fed Funds Rate auf 2,5 Prozent, doch diesmal sind die Schulden und die Fehlallokationen in der Weltwirtschaft, sowie die Notenbankbilanz viel größer denn je, während die Inflation bereits historisch hoch ist. Geht die FED zu schnell vor, dann wird diese Blase schnell platzen.

Die einzige Chance, die man hat, ist ein Tanz auf Messers Schneide. Eine langsame Anhebung der Zinsen, während die Inflation gleichzeitig real sehr hoch ist, diese jedoch künstlich niedrig ausgewiesen wird, sodass man anstatt einer tiefen Rezession eine Stagnation in den Statistiken ausweisen kann.

Entweder geht man so vor und lässt die Wirtschaft langsam in einer Stagflation absaufen oder man lässt eine Bereinigung der Fehlallokationen zu mit einem Anstieg der Zinsen auf ein marktübliches Niveau, was einen offenen und schnellen Zusammenbruch der Weltwirtschaft nach sich ziehen würde. Letzteres wäre ein schneller Weg, auf den wieder natürliches und nachhaltiges Wachstum folgen könnte, doch für das politische System scheint dieser zu gefährlich zu sein, weshalb er eher unwahrscheinlich ist.

Es bleibt scheinbar kein anderes Szenario als die Stagflation – eine Rezession gepaart mit Inflation – wobei in dieser die Edelmetalle und Goldminen zu den besten Anlageklassen gehören dürften. Lassen Sie sich nicht täuschen, denn die Wirtschaft befindet sich aktuell im Auge des Hurrikans und die goldenen Fallschirme sind begrenzt. Kontaktieren Sie uns und investieren Sie in Edelmetalle, um aus dieser Stagflationsphase nicht nur unbeschadet, sondern auch als Gewinner hervorzugehen. Wenn Sie als Trader von der kommenden volatilen Phase profitieren wollen, finden Sie mit unserem Premium-Abonnement einen Vorteil im Trading.

Technische Analyse zu Palladium: Rallye mit weiterem Potenzial

In der letzten Woche zeigte sich Stärke in den Daten für Palladium, ebenso wie seit Jahresanfang, nachdem sich im Dezember noch Schwäche gezeigt hatte. Der Chipmangel in der Automobilindustrie und die entsprechend geringere Automobilproduktion hatten eine geringere Nachfrage nach Palladium zur Verwendung in Katalysatoren in den letzten Monaten zur Folge.

Nachdem nun alle Coronamaßnahmen in England, Dänemark und in Bälde auch der Schweiz fallen gelassen werden, gibt es Konjunkturoptimismus und die Automobilhersteller sehen vermutlich den Preis nicht weiter fallen und den Zeitpunkt gekommen, um die Lager zu füllen.

Es ist seit Jahresanfang wieder ein Defizit zu sehen und insgesamt halten die Spekulanten eine historisch hohe Netto-Shortposition, was aus antizyklischer Sicht extrem bullisch ist. Wie in den letzten Monaten geschrieben, war das Gummiband am Terminmarkt extrem gespannt und führte in der letzten Woche letztlich zu einem Short-Squeeze, den wir jedoch erst im COT-Report der nächsten Handelswoche richtig sehen werden, da der Stichtag des aktuellen Reports der Schlusskurs vom Dienstag, den 25. Januar ist.


Die Terminmarktdaten für Palladium sind im bullischen Kaufbereich und lassen Platz für Preisfantasie nach oben


Noch nie zuvor hatten die Spekulanten so stark auf einen weiter fallenden Preis gesetzt

Das bevorstehende Ende der Pandemie durch eine mutmaßlich milde Omikron-Variante, die zur Abschaffung aller Maßnahmen in England und Dänemark mit einer Rückkehr zur Vorkrisen-Normalität führte, ließ die Wirtschaft aufatmen. In mehr als zwei Dutzend US-Bundesstaaten wurde die Pandemie bereits seit über einem Jahr ad acta gelegt, weshalb sich Investoren längst wieder auf andere Entwicklungen fokussieren.

In einer freieren Weltwirtschaft ohne Angst neuer Lockdowns können Unternehmen wieder planen, was gut für die Automobilproduktion und dementsprechend die Nachfrage nach Platin und Palladium ist. Seit dem Tief des Palladiumpreises Mitte März bei 1.550 US-Dollar, das dem Crashtief von März 2020 entsprach, zeigt sich plötzlich wieder relative Stärke, die auf ein Anziehen der industriellen Nachfrage zurückzuführen ist.

Ende November schrieb ich in der letzten Analyse zu Palladium:

„Die Angst vor neuen Lockdowns hatte zu sofortigen Verkäufen am letzten Freitag bei Platin- und Palladiummarkt geführt, sodass es zu einem Abverkauf auf 1.700 US-Dollar kam. Die Omicron-Variante scheint kein Problem zu sein, doch wenn die Politik dies aufbauscht und neue Lockdowns verhängt, kann es doch kurzzeitig ein Problem für den Palladiummarkt werden.

Die Lage am Chipmarkt scheint sich langsam zu entspannen, weshalb ein baldiger Preisanstieg immer wahrscheinlicher wird, sofern nicht neue Lockdowns verhängt werden und die physische Nachfrage wieder abnimmt.

Langfristig wird eine weitere Abschwächung der Weltwirtschaft auf den Palladiumpreis drücken. Mittelfristig erwarten wir noch einmal eine Erholung des Preises, doch Anstiege auf das Allzeithoch bei 2.900 US-Dollar sehen wir als Chance Gewinne einzustreichen.

Kurzfristig findet man im Bereich von 1.500 US-Dollar antizyklisch ein gutes antizyklisches Kaufsetup. Ein prozyklisches Kaufsignal gibt es mit einem Anstieg über den Widerstand bei 1.850 US-Dollar, das intakt bleibt, solange sich der Preis über dieser Marke halten kann.“

Aktuelles Chartbild

Im Bereich um die 1.550 US-Dollar gab es das prognostizierte antizyklische Kaufniveau, doch erst über dem Widerstand bei 1.850 US-Dollar gab es ein erstes prozyklisches Kaufsignal, das den Preis bis an den Abwärtstrend führte. Nach dem starken Anstieg um 350 US-Dollar binnen weniger Handelstage empfahl ich dort erst einmal die Gewinne mitzunehmen und die weitere Entwicklung abzuwarten.

In den folgenden zwei Handelswochen hatte sich der Palladiumpreis zwischen dem mittelfristigen Abwärtstrend und der Unterstützung bei 1.850 US-Dollar eingekeilt, während die COT-Daten erstmals wieder relative Stärke zeigten. Das stimmte uns optimistisch, denn ein Bruch des Abwärtstrends bei historisch überverkauften COT-Daten und relativer Stärke würde zu einem schnellen und starken Anstieg auf ca. 2.300 US-Dollar führen.

Abhängig war dieser Trade von einem Goldpreis der sich über der wichtigen Unterstützung bei 1.800 US-Dollar und damit unterhalb des letztens Abwärtstrends halten konnte. Ich gab meinen Premium-Kunden am 14. Januar daher die Empfehlung Palladium bei Trendbruch in den nächsten Handelstagen zu kaufen mit dem Ziel bei 2.300 US-Dollar.

Nur wenige Handelstage später war es so weit und Palladium überwand den Kreuzwiderstand bei 1.850 US-Dollar, worauf der erwartete Short-Squeeze einsetzte. Am Nachmittag des 26. Januar empfahl ich die Gewinne in Höhe von 400 US-Dollar bei 2.350 US-Dollar mitzunehmen und wir schlossen diesen erfolgreichen kurzen Long-Trade, der ein sehr gutes Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) hatte.

Insbesondere nach der FED-Sitzung am Abend, die sehr hawkisch ausfiel, ging der US-Dollar durch die Decke, während Gold und Silber abtauchten, was zwei Punkte sind, die auch den Palladiumpreis tendenziell belasten dürften. Es sieht danach aus, als würden Gold und Silber weiter korrigieren, was den Palladiumpreis wieder mit nach unten ziehen könnte.


Seit dem Tief vom Dezember stieg der Palladiumpreis wieder um 50% an

Im kurzfristigen Chart sind die einfachen technischen Signale der letzten Monate, die bereits durch die COT-Daten und weiterer Indikatoren frühzeitig angekündigt wurden, besser zu sehen.

Man sieht schön, wie sich der Preis über zwei Wochen hinweg eingekeilt hatte und letztlich den Trendbruch unter relativer Stärke. Der folgende Short-Squeeze ließ keine Rücksetzer zu und es ging immer weiter nach oben bis zum nächsten signifikanten Widerstand bei 2.300 US-Dollar, der sogar noch überwunden wurde. Es scheint dort aktuell mehrere Trader zu geben, die Gewinne mitnehmen, wobei sich der Palladiumpreis sehr stark hielt, trotz der Dollarstärke und dem Preiseinbruch von Gold und Silber in der zweiten Wochenhälfte.

Die COT-Daten sind immer noch so heillos überverkauft, dass weiteres Potenzial für einen Preisanstieg auf 2.900 US-Dollar vorhanden wäre in den nächsten Wochen und Monaten, weshalb sich Trades auf einen fallenden Preis nach dem Trendbruch verbieten.

Dennoch scheint das kurzfristige Risiko eines Rücksetzers auf 2.000 US-Dollar zu hoch zu sein, um weiter an der Longposition festzuhalten, weshalb das Abwarten nach dem Take Profit der beste Schachzug sein könnte. Ein Rücksetzer auf ca. 2.000 US-Dollar würde dann wieder eine gute antizyklische Kaufmöglichkeit bieten, die man dann wieder nutzen kann.


Auf den Ausbruch aus dem mittelfristigen Abwärtstrend folgte ein Short-Squeeze am Terminmarkt

Die Zinsen gehen durch die Decke und der DOW schmiert ab

Kursrutsch im DOW bringt einen Abwärtstrend ins Rollen

Tickmill-Analyse: DOW JONES im Tageschart

Das Aktienindices in Konkurrenz zu den Renditen am Zinsmarkt stehen ist kein Geheimnis. Doch was steigende Zinsen mit den Kursen anstellen können, haben viel Trader seit der Lehmann-Pleite im Jahr 2008 nicht mehr erlebt. Denn seit diesem Zeitpunkte war der Zinsmarkt auf Grund der Niedrigzinspolitik keine wirkliche Alternative zum Aktienmarkt.

Doch das scheint sich nun zu ändern. Ein Zeichen dafür ist das sehr sensible Verhalten im DOW bei den gestrigen Zinsbewegungen. Die 2-jährigen US-Anleihen sind über die Marke von 1% geklettert, die 10-jahreszinsen haben die Marke von 1,85 % überschritten und der DOW verliert zur Markteröffnung um 15:30 Uhr direkt einmal 500 Punkte. Doch es kommt noch dicker. Durch den Kursrutsch unter die Marke von 35.640 Punkten ist im Tageschart ein Abwärtstrend entstanden, der nun das Potential zum Test des Tiefs vom 20. Dezember bei 34.646 Punkten in sich trägt.

Nächstes Kursziel 35.000 Punkte

Tickmill-Analyse: DOW JONES im 4-Stundenchart

Der massive Abverkauf am alten Zwischentief bringt aus charttechnischer Sicht nun tatsächlich zunächst deutlich tiefere Notierungen auf die Agenda. Dem oben genannten Zwischentief vom Dezember ist noch das kleine Verlaufstief bei 35.040 Punkten vorgelagert.

Stößt dieses Level bereits auf neues Kaufinteresse, könnte ein Rebound – je nach Ausmaß – für eine Erholung über das Ausbruchslevel bei 35.640 Punkten in die untergeordneten Zwischenhochs bei 36.023 Punkten bzw. 36.237 Punkten führen. Geht der Abverkauf jedoch ungebremst weiter, bieten die tieferen Drehpunkte bei 34.260 Punkten und 33.943 Punkten Orientierung.

Videobesprechung

Über die entscheidenden Kurslevel im EURUSD und GOLD, spricht der Marktexperte Mike Seidl in der heutigen Ausgabe von „Tickmill’s täglichen Tradingideen“.

Tickmill’s LIVE-Besprechung: Wo Bulle und Bär um die Vorherrschaft ringen, warten oft beste Chancen. Behalten Sie börsentäglich die wichtigsten Fakten rund um starke Trends im Blick und verpassen Sie keine Gelegenheit. Melden Sie sich jetzt für die LIVE-Besprechung der täglichen Trading-Ideen um 8:30 Uhr bei Tickmill unter https://www.tickmill.eu/de/education/webinars/93017117289/1610091000000 an.

Erfolgreiches Trading wünscht Ihnen

Ihr Mike Seidl

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