EUR/USD Forex Technische Analyse – Rallye stockt nach Erreichen des Short-Covering-Rallye-Ziels

Der Euro tendiert am frühen Dienstag niedriger, da die Renditen der US-Staatsanleihen zum dritten Mal in Folge gestiegen sind. Die Bewegung half, den US-Dollar zu stützen. Nichtsdestotrotz ist die Einheitswährung immer noch auf dem Weg zu ihrem besten Monat seit einem Jahr, da Händler in Erwartung von Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank (EZB) und Hinweisen darauf, dass die US-Notenbank das Tempo ihrer Zinserhöhungen verlangsamen könnte, ihre Position ändern.

Um 03:44 GMT wird EUR/USD bei 1,0750 gehandelt, 0,0030 oder -0,28% niedriger. Am Montag wurde nicht gehandelt, aber am Freitag schloss der Invesco CurrencyShares Euro Trust ETF (FXE) bei 99,36 $, ein Plus von 0,36 $ oder +0,09%.

Sprung in der deutschen Inflation signalisiert Notwendigkeit für EZB-Zinserhöhung

Die deutsche Inflation stieg im Mai aufgrund steigender Energie- und Lebensmittelpreise auf den höchsten Stand seit fast einem halben Jahrhundert, was die Argumente für eine kräftige Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank um einen halben Prozentpunkt im Juli verstärkt.

EUR/USD Chart

Tägliche Swing-Chart Technische Analyse

Der Haupttrend auf der Swing-Tages-Chart ist aufwärts gerichtet. Ein Handel über 1,0787 wird eine Wiederaufnahme des Aufwärtstrends signalisieren.

Eine Bewegung durch 1,0354 würde den Haupttrend auf abwärts ändern. Dies ist höchst unwahrscheinlich, aber aufgrund der anhaltenden Aufwärtsbewegung in Bezug auf Preis und Zeit befindet sich der Markt derzeit innerhalb des Zeitfensters für eine potenziell rückläufige Kursumkehr auf Schlusskursbasis.

Der kleinere Trend ist ebenfalls aufwärts gerichtet. Ein Handel über 1,0642 würde den kleineren Trend auf abwärts ändern. Dadurch wird sich das Momentum verschieben.

Die Hauptspanne reicht von 1,1185 bis 1,0354. Die Retracement-Zone bei 1,0770 – 1,0868 stoppte die Rallye am Montag bei 1,0787. Sie steuert die kurzfristige Richtung des EUR/USD-Kurses.

Der Zwischenbereich liegt bei 1,0936 bis 1,0354. Der Markt handelt derzeit auf der starken Seite seiner Retracement-Zone bei 1,0714 bis 1,0645, die eine potenzielle Unterstützung darstellt.

Die kurzfristige Spanne liegt bei 1,0354 bis 1,0787. Sollte sich der leichte Abwärtstrend fortsetzen, könnte sich der Verkauf bis in den Retracement-Bereich bei 1,0571 bis 1,0519 ausweiten.

Tägliche Swing-Chart Technische Prognose

Die Reaktion der Händler auf die 50%-Marke bei 1,0770 wird wahrscheinlich die Richtung des EUR/USD-Kurses am Dienstag bestimmen.

Bärisches Szenario

Eine anhaltende Bewegung unter 1,0770 deutet auf die Anwesenheit von Verkäufern hin. Das erste Ziel ist das Fibonacci-Niveau bei 1,0714. Wird dieses Niveau durchbrochen, deutet dies darauf hin, dass der Verkaufsdruck zunimmt. Dies könnte einen weiteren Durchbruch in das Unterstützungscluster bei 1,0645 – 1,0642 auslösen.

Bullisches Szenario

Eine anhaltende Bewegung über 1,0770 wird die Anwesenheit von Käufern signalisieren. Das Überwinden von 1,0787 würde bedeuten, dass die Käufer stärker werden. Dies könnte einen kurzfristigen Anstieg bis zum Fibonacci-Level bei 1,0868 auslösen.

Randnotizen

Der EUR/USD hat sein Ziel bei 1,0770 – 1,0868 erreicht. Da die erste Erholung von einem großen Tiefpunkt in der Regel durch die Eindeckung von Leerverkäufen angeheizt wird, muss die Einheitswährung möglicherweise 50 % – 61,8 % des ersten Anstiegs zurückgehen, um echte Käufer anzuziehen. Dies macht 1,0571 bis 1,0519 zu einem wertvollen Bereich und zum nächsten wichtigen Abwärtsziel.

Einen Blick auf alle heutigen Wirtschaftsereignisse finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

EUR/USD Forex Technische Analyse – Kämpfen um 1,0645 – 1,0714 Retracement-Zone nach Trendwechsel

Der Euro wird am Montag höher gehandelt, da die Anleger den US-Dollar in der Hoffnung verkaufen, dass eine Lockerung der COVID-bedingten Beschränkungen in China das globale Wachstum ankurbeln könnte.

Die Stimmung in China beginnt sich zum Positiven zu wenden. Schanghai löst sich aus der Verriegelung, und eine unerwartet starke Zinssenkung der Peoples’ Bank of China in der vergangenen Woche war ein starkes Signal, dass die Behörden Unterstützung gewähren werden.

Um 12:18 GMT wird EUR/USD bei 1,0656 gehandelt und liegt damit 0,0097 oder +0,92% höher. Am Freitag notierte der Invesco CurrencyShares Euro Trust ETF (FXE)

Invesco CurrencyShares Euro Trust

$98.64

+0.89 (+0.91%)

bei $97,71, was einem Rückgang von $0,37 oder -0,38% entspricht.

Für etwas Optimismus beim Euro sorgte am Montag eine Umfrage des Ifo-Instituts, aus der hervorging, dass die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im Mai unerwartet gestiegen ist, was darauf hindeutet, dass sich die größte europäische Volkswirtschaft angesichts der hohen Inflation, der Lieferkettenprobleme und des Krieges in der Ukraine als widerstandsfähig erweist.

Daily-EURUSD-13

Tägliche Swing Chart Technische Analyse

Der Haupttrend auf der Swing-Tages-Chart ist aufwärts gerichtet. Der Trend drehte zu Beginn des Handelstages nach oben, als die Käufer das vorherige Hoch bei 1,0642 durchbrachen. Ein Handel über 1,0354 wird den Haupttrend auf abwärts drehen.

Die kleinere Handelsspanne liegt zwischen 1,0354 und 1,0688. Der Drehpunkt bei 1,0521 ist die nächstgelegene Unterstützung.

Die kurzfristige Handelsspanne liegt bei 1,0936 bis 1,0354. EUR/USD testet derzeit seine Retracement-Zone bei 1,0645 bis 1,0714.

Die Hauptspanne liegt bei 1,1185 bis 1,0354. Die Retracement-Zone bei 1,0770 bis 1,0868 ist das Hauptziel dieser Rallye.

Tägliche Swing Chart Technische Prognose

Die Richtung des EUR/USD-Kurses bis zum Handelsschluss am Montag wird wahrscheinlich von der Reaktion der Händler auf 1,0645 bestimmt werden.

Bullisches Szenario

Eine anhaltende Bewegung über 1,0645 wird auf die Anwesenheit von Käufern hinweisen. Dies könnte zu einer langwierigen Erholung führen, wobei das kurzfristige Fibonacci-Niveau bei 1,0714 das nächste Ziel wäre. Danach folgen die 50%-Marke bei 1,0770 und die Fibonacci-Marke bei 1,0868.

Bärisches Szenario

Eine anhaltende Bewegung unter 1,0645 wird die Anwesenheit von Verkäufern signalisieren. Wenn diese Bewegung ein ausreichendes Abwärtsmomentum erzeugt, könnte sich der Verkauf bis zum Drehpunkt bei 1,0521 ausweiten.

Einen Überblick über die heutigen Wirtschaftsereignisse finden Sie in unserem Wirtschaftskalender.

 

Neuer Inflationsrekord im April – Experte erklärt Kosten überraschend hoher Inflation

Wir berichteten schon über die Kosten zu erwartender Inflation. Doch noch tückischer sind die Kosten der überraschenden Inflation. Im April ist die Inflationsrate mit 7,4 Prozent “überraschend” angestiegen. Der höchste Wert seit 1981, berichtet die Tagesschau.

Überraschende Inflation ist tückischer Dieb

Der langjährige Inflationsbeobachter und Zentralbankkritiker Prof. Thorsten Polleit unterteilt die Kosten der Inflation in zwei Bereiche: Die Kosten der zu erwartenden Inflation und wie man ihnen ausweicht, haben wir in einem vorhergehenden Artikel schon gezeigt. Und die Kosten der überraschenden Inflation und wie man Ihnen entflieht, zeigen wir jetzt.

Entwertung langfristig angelegter Gelder

Wer Geld als Kredit vergibt, wird normalerweise die Inflation in den Zins einpreisen. Bei 2 Prozent Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) sollte zum Beispiel eine Privatperson keinen Kredit unter 2 Prozent vergeben. Denn entwertet sich die Kreditforderung um 2 Prozent jährlich, muss dass mindestens durch einen Zins von 2 Prozent ausgeglichen werden, damit kein Verlust entsteht.

In Wirklichkeit müssen sogar 2,66 Prozent verdient werden. Dies damit nach Abgeltungssteuer von 25 Prozent auf die Zinsen noch 2 Prozent netto nach Steuern übrig bleiben. Soweit, so gut. Doch wenn die Inflation höher steigt als erwartet, werden auch umsichtige Investoren enteignet, die versuchten, die Inflationsrate in ihre Zinsforderungen einzureisen.

Ausweichstrategie: Finger weg von nominellen Forderung, die auf inflationierbares Geld lauten. Durch das Hochschrauben der Inflation per Gelddruckmaschine der Zentralbank kann der Staat diese entwerten.

Lieber in Gold, Bitcoin, Aktien oder Immobilien investieren, als in Staatsanleihen, Sparbücher, Bank- oder Unternehmensanleihen. Oder: Indexierte Anleihen kaufen, deren Rückzahlungswert und Zinsen an die Inflation gekoppelt sind.

Reale Lohneinbußen für Angestellte

Der normale Lohnarbeiter schaut bei der Inflation kräftig in die Röhre. Trotz Gewerkschaften und Sozialpolitikern: Kommt die Inflation überraschend, werden die Lohne nicht so schnell angehoben, wie die anderen Preise steigen.

Die Mühlen der Sozialbürokraten arbeiten langsam. Und reguläre Lohnerhöhungsrunden gibt es nur einmal im Jahr. Läuft die Inflation wie gerade jetzt aber schon vorher aus dem Ruder, entwertet sich der Lohn des Arbeiters, bevor er erhöht werden konnte.

Ausweichstrategie: Auf Lohnarbeit, die den Arbeitslohn über langfristig angelegte Verträge auf der Schlachtbank der Inflation fixiert, kann ganz verzichtet werden. Programmierer, Anwälte, Ingenieur-Sachverständige, Handwerker, Reinigungskräfte – fast jeder kann auch auf selbständiger Basis arbeiten. Die Preise für den Stundenlohn können so von heute auf morgen an die Inflation und aktuelle Marktlage angepasst werden.

Gewinnschwund durch Fehlinvestitionen

Gewinne leiden unter Inflation, weil erhöhte Produktionskosten nicht immer auf die Preise umgewälzt werden können. Zwar denken viele Unternehmen bei hohem Geldmengenwachstum durch die Kreditvergabe aus dem Nichts zu Nullzinsen der Zentralbank erst mal: Investieren ist super billig und einfach. Doch durch das viele neue Geld steigen auch die Preise.

Unternehmen kalkulierten beim Eingehen ihrer Investition jedoch noch zu den alten Preisen. Werden sie durch Preisanstiege ihrer Zulieferprodukte überrascht, rentiert sich ihre Investition nicht mehr, wenn sie diese Preise nicht auch an ihre Endkunden weitergeben können. Und das ist trotz allgemein hoher Inflation bei allgemein steigendem Preisniveau längst nicht für alle Produkte der Fall.

Denn die Konsumenten, müssen durch die höheren Preise mehr für die Produkte des täglichen Bedarfs zahlen. Für zusätzliche Luxusgüter, in deren Produktion angereizt durch Null- und Negativzinsen investiert wurde, bleibt dann kein Budget mehr. Fehlinvestitionen und Investitionsruinen resultieren.

Ausweichstrategie: Investoren können sich gerade in Zeiten turbulent verlaufender Inflation auf Investments in stabile Unternehmen am Anfang der Produktionskette konzentrieren. Das können z. B. Energie- und Lebensmittelversorger sein.

Investitionen in Firmen, die Produkte herstellen, auf die Menschen nicht verzichten können, selbst wenn alle Preise rasant steigen, sind dann der Trumpf.

Fazit: Das Geschäft der Zentralbank und des Staates mit der Inflation zerrüttet langfristige Verträge. Es benachteiligt Angestellte und sozial Schwache, deren Lohn- und Sozialforderungen sich entwerten. Es löst strukturelle Fehlinvestitionen aus, verschwendet so Ressourcen und schädigt Wohlstand und Umwelt aller.

Jeder, der der Inflation ausweicht, reduziert jedoch ihre schädlichen Effekte und trägt so als Wirtschaftsteilnehmer zur Rückkehr des Wohlstands und der sozialen Gerechtigkeit bei.

 

Brutaler Abverkauf bei Indices und Silber mit nächstem Verkaufssignal

Silber mit Verkaufssignal

Tickmill-Analyse: Silber im Tageschart

Der Tageschart von Silber steht beispielhaft dafür, wie die Marktstimmung seit Mittwoch ist. Die Erholung vom Mittwoch stand klassisch für die regressive Phase in einem übergeordnet abwärts gerichteten Chart. Am Zwischenhoch bei 23,28 USD war diese zu Ende. Es folgte ein Abverkauf, der die Mittwochserholung mittlerweile vollständig wettgemacht hat.

Noch hält die Unterstützung im Umkreis der Marke von 22,00 USD. Doch wenn diese fällt, ist der Weg nach unten frei. Als nächstes Kursziel bietet sich die Unterstützung um die Marke von 21,50 USD an.

Hoffnungsschimmer Unterstützung

Tickmill-Analyse: Silber im Stundenchart

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels ist noch nicht klar, ob es zum Bruch der aktuellen Unterstützung kommt. Spielt der Markt hier tatsächlich die „Abprall vom Support“-Karte aus, ist das zunächst durch Kursanstiege über das kleine Hoch bei 22,55 USD hinaus erkennbar. Je nach Stärke des möglichen Abpralls ergeben sich verschiedene Kursziele.

Zunächst bietet der Stundenchart Raum bis zum Zwischenhoch bei 23,28 USD. Gelingt der Ausbruch über diese Marke, ergänzen die Verlaufshochs um 23,92 USD bzw. 24,38 USD die Liste möglicher Ziele auf der Chartoberseite.

Breite Marktstimmung sehr bärisch

Am gestrigen Handelstag wurde über alle Sektoren hinweg verkauft. Die ehemaligen Lieblinge der Börsianer kamen deutlich unter Druck. Eine Amazon verlor über 7% an Wert, Tesla mehr als 8% und Apple über 5%.

Der Inflationsdruck und die zu erwartende Abkühlung der Wirtschaft werden als Gründe genannt. Mehr Details dazu erfahren Sie in der Aufzeichnung der heutigen Sendung „Tickmill’s tägliche Tradingideen“.

 

Tickmill’s LIVE-Besprechung: Wo Bulle und Bär um die Vorherrschaft ringen, warten oft beste Chancen. Behalten Sie börsentäglich die wichtigsten Fakten rund um starke Trends im Blick und verpassen Sie keine Gelegenheit. Melden Sie sich jetzt für die LIVE-Besprechung der täglichen Trading-Ideen um 8:30 Uhr bei Tickmill unter https://www.tickmill.eu/de/education/webinars/93017117289/1610091000000 an.

Erfolgreiches Trading wünscht Ihnen

Ihr Mike Seidl

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Wie kommt es zu dem Bitcoin Sturz?

Bitcoin, hat in der Nacht auf Freitag in einem plötzlichen Kurssturz etwa 11% seines Wertes verloren. Was löst diesen Preisverfall aus? Hier ein Blick auf einige mögliche Erklärungen.

Derzeit ist die nach Marktkapitalisierung größte Kryptowährung der Welt in den letzten 24 Stunden um 9 % gefallen und steht derzeit bei 36.238 $.

BTC-Kurs fällt

Der Bitcoin-Preis ist in den letzten Tagen gefallen. Dies ist der größte Bitcoin-Preisverfall seit über einem Monat und das erste Mal, dass Bitcoin so stark gefallen ist, seit die russische Invasion in der Ukraine.

Der Markt für Kryptowährungen verzeichnet heute erhebliche Rückgänge, wobei Bitcoin und die meisten der anderen Top-100-Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung an Wert verlieren.

Gründe für den Bitcoin-Fall

Es scheint, dass der Hauptgrund für den Preisverfall von Bitcoin die steigenden Inflationszahlen auf der ganzen Welt sind. Diese Zahlen veranlassen die Zentralbanken, die Zinssätze aggressiver als erwartet anzuheben, was Investoren dazu veranlasst, ihre Bitcoin-Bestände zu verkaufen und stattdessen in andere Vermögenswerte zu investieren.

Die US-Notenbank hat diese Woche mit einer Zinserhöhung um 0,5 % statt der befürchteten 0,75 % gewartet. Aber die Anleger sind sich nur allzu bewusst, dass weitere Zinserhöhungen der Fed und anderer Zentralbanken werden wahrscheinlich bald kommen.

Der Bitcoin-Kurs ist dafür bekannt, dass er sich in enger Abstimmung mit Risikoanlagen wie wachstumsstarken Tech-Aktien bewegt. Dabei war der 5%-ige Sturz der Nasdaq gestern nicht hilfreich für den Kryptomarkt.

 

Rahmenbedingungen für Gold rundum positiv

An den Finanzmärkten ist es wichtig, das große Bild im Auge zu behalten. Achten Sie auf die langfristigen Trends und die Rahmenbedingungen, auf denen sie basieren. Das schützt Sie davor, dem oft sehr hektischen Tagesgeschehen eine ihm nicht zukommende Bedeutung beizumessen.

Langfristige Charts helfen Ihnen dabei, die richtige Perspektive einzunehmen. Sie sind ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für jede Analyse.

Minimum-Kursziel 3.100 Dollar pro Unze

Der folgende Monatschart des Goldpreises zeigt ein extrem bullishes charttechnisches Bild. Der Kursverlauf seit dem Hoch des Jahres 2011 lässt sich etwas trivial bezeichnet als mächtige „cup with handle“-Formation (Tasse mit Griff) interpretieren.

Dabei handelt es sich um eine klassische Konsolidierung im Rahmen eines übergeordneten Aufwärtstrends, der in diesem Fall um die Jahrtausendwende begonnen hat.

Das Minimum-Kursziel dieser Formation beträgt übrigens 3.100 $ pro Unze. Die Herleitung erheblich höherer Kursziele ist ebenfalls möglich. So habe ich in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren auf die Ähnlichkeit der beiden großen Bodenformationen hingewiesen, deren Obergrenzen wir in diesem Chart mit horizontalen blauen Linien gekennzeichnet haben.

Goldpreis pro Unze in $, Monatschart, 1996 bis 2022

Chart

Die in Rot kenntlich gemachte „cup with handle“-Formation signalisiert einen langfristigen Aufwärtstrend und deutlich höhere Kurse.

Quelle: StockCharts.com

Plus 650% von 2001 bis 2011

Im ersten Fall (links unten im Chart) stieg der Goldpreis von einem Tief bei 255 $ pro Unze im Jahr 2001 auf 1.924 $ im September 2011. Trotz durchgängig niedriger offizieller Inflationsraten hat sich der Goldpreis in diesem ersten Teil der langfristigen Hausse also fast verachtfacht.

Das im Dezember 2015 erreichte Tief der Bodenformation rechts im Chart, die gleichzeitig einen Teil der größeren „cup with handle“-Formation bildet, betrug 1.045 $ pro Unze. Bei einem ähnlichen Aufwärtstrend wie in den 2000er Jahren reden wir also über ein Kursziel des Goldpreises von rund 8.000 $.

Kaufen Sie Qualitätsaktien des Edelmetallsektors

Letztlich hängt die Entwicklung des Goldpreises jedoch von den makroökonomischen Rahmenbedingungen ab, insbesondere von der zukünftigen Geld- und Staatsschuldenpolitik.

Die US-Zentralbank hat zwar deutliche Zinserhöhungen angekündigt. Geliefert hat sie bisher aber nur einen einzigen winzigen Zinsschritt – obwohl die offizielle US-Inflationsrate bereits auf 8,3% gestiegen ist.

Aufgrund der extrem hohen Verschuldung von Staaten, Unternehmen und Privaten Haushalten ist eine Rückkehr zu einer auch nur halbwegs seriösen Geld- und Staatsschuldenpolitik nahezu ausgeschlossen. Es mag zwar ein paar Zinserhöhungen geben.

Sie werden aber nicht nur weit hinter der Geldentwertung zurückbleiben, sondern auch schnell wieder rückgängig gemacht, sobald eine Rezession beginnt und die Arbeitslosigkeit steigt oder die Aktienkurse stärker unter Druck geraten.

Die geld- und schuldenpolitischen Rahmenbedingungen sind und bleiben also überaus bullish für Gold. Deshalb sollten Sie die aktuelle Korrektur im Edelmetallsektor und insbesondere bei den Minenaktien unbedingt als Kaufgelegenheit nutzen.

Welche Qualitätsaktien des Edelmetallsektors ich Ihnen zum Kauf empfehle, lesen Sie in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren – jetzt 30 Tage kostenlos.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihr

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Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

P.S.: Apropos großes Bild: „Zäsur wie 1914 – Globalisierung und ökonomische Integration auf dem Rückzug“ lautet eine meiner aktuellen Analysen in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren.

P.P.S.: Sie wollen Woche für Woche sicher durch diese Krise kommen, dann fordern Sie bitte noch heute den kostenlosen Claus Vogt Marktkommentar hier ganz einfach mit Ihrer E-Mail an.

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Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und erfolgreichen Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch „Das Greenspan Dossier“ und 2009 „Die Inflationsfalle“. 2018 erschien „Bitcoin & Co. Was Sie über Geld, Gold und Kryptowährungen wissen sollten“ und 2019 ihr hochaktuelles neues Buch: „Die Wohlstandsvernichter – Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten“. Erhältlich im Buchhandel oder auf www.krisensicherinvestieren.com. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.

Was machen eigentlich … meine Steuergroschen?

Autor: Gotthilf Steuerzahler

Ausbleibende Nutzung eines teuren Pavillons

Liebe Leserinnen und Leser,

für eine Ausstellung ließ ein Bundesland im Jahr 2018 einen Pavillon in Holzbauweise für knapp 600.000 Euro errichten. Die beabsichtigte Nachnutzung des Pavillons wurde bis heute nicht realisiert.

Zuständig für die Durchführung derartiger Ausstellungen ist eine Kultureinrichtung, die in das Wissenschaftsministerium des betreffenden Bundeslandes eingegliedert ist.

Im Jahr 2018 veranstaltete die Einrichtung zusammen mit einem Kloster eine Ausstellung, in welcher es u.a. um das Thema Wald ging. Weitere Beteiligte waren ein Landkreis und das Forstministerium des Bundeslandes. Die Gesamtausgaben der Ausstellung lagen bei rund 2,8 Millionen Euro.

Das Forstministerium hatte der Kultureinrichtung in der Planungsphase mitgeteilt, dass es bereit sei, an einer Ausstellung zum Thema Wald mitzuwirken. Man denke dabei an einen temporären, modern gestalteten Holzbau, der nach der Ausstellung auch an anderen Orten weiterverwendet werden solle.

Dies wäre eine richtungsweisende und innovative Demonstration der Möglichkeiten modernen Holzbaus. Die Weiterverwendung korrespondiere sehr gut mit dem Konzept der nachhaltigen Waldbewirtschaftung. Die Einrichtung griff die Idee des Forstministeriums auf und ließ als zusätzlichen Ausstellungsraum im Garten des Klosters einen Pavillon aus Holz errichten.

Das Kloster sollte für eine Nachnutzung sorgen

Bei dem Pavillon handelte es sich um einen vieleckigen, weithin sichtbaren Holzbau von 6 bis 10 Metern Höhe. Nach den getroffenen Vereinbarungen sollte der Pavillon so konstruiert werden, dass er nach Beendigung der Ausstellung abgebaut und an einem anderen Standort wieder aufgebaut werden konnte.

Weiterhin war vereinbart, dass das Kloster nach der Ausstellung das Holzbauwerk für eine angemessene Kostenbeteiligung übernimmt, es einer Nachnutzung zuführt und die Kosten für den Wiederaufbau des Pavillons am neuen Standort trägt.

Hohe Kosten sind zu erwarten

Der errichtete Pavillon entspricht nach Aussage des Klosters jedoch nicht dem ursprünglich geplanten, leicht zu versetzenden und an anderer Stelle wiederaufbaubaren Holzbauwerk. Es sei daher mit einem hohen finanziellen Aufwand für Rückbau, Lagerung, Transport und Wiederaufbau des Pavillons zu rechnen.

Weiterhin verwies das Kloster auf Schwierigkeiten bei der angestrebten Nachnutzung. Vor diesem Hintergrund wandte sich das Kloster an das Land und bat um Unterstützung. Das Wissenschaftsministerium sieht weiterhin das Kloster bei der Gestaltung der Nachnutzung in der (primären) Verantwortung.

Es werde das Kloster aber im Rahmen seiner Möglichkeiten bei der Suche nach einer geeigneten Nachnutzung unterstützen.

Die Frage der Nachnutzung ist weiterhin ungelöst

Angesichts der hohen Errichtungskosten von fast 600.000 Euro steht es schlecht um die Wirtschaftlichkeit dieses staatlich angestoßenen und finanzierten Projekts. Der Pavillon befindet sich immer noch auf dem Gelände des Klosters und seine Nachnutzung ist offen.

Damit ist das staatliche Ziel, für nachhaltiges Bauen mit Holz zu werben und den Pavillon andernorts weiterzuverwenden, bisher nicht erreicht. Deshalb und angesichts der von dem Kloster angezeigten Probleme bei der Nachnutzung des Pavillons sollten sich die beteiligten staatlichen Stellen zusammentun und gemeinsam mit dem Kloster eine wirtschaftliche Nachfolgenutzung für den Pavillon entwickeln.

Das Land will bei der Nachnutzung helfen

Das Wissenschaftsministerium hat dazu ausgeführt, die ursprünglich geplante Errichtung eines Leichtbaus habe sich aufgrund verschärfter Bauvorschriften als unmöglich erwiesen. Versuche, den Pavillon für kulturelle Zwecke an anderer Stelle zu empfehlen, hätten bisher nicht zum Erfolg geführt.

Aus Sicht des Forstministeriums hat das Land einen vertraglich gesicherten Anspruch gegen das Kloster auf Übernahme und Nachnutzung des Pavillons. Die Lösung von Schwierigkeiten bei der Nachnutzung obliege dem Kloster. Gleichwohl hat auch das Forstministerium inzwischen Unterstützung bei der Frage der Nachnutzung signalisiert.

Dann wollen wir mal hoffen, liebe Leserinnen und Leser, dass bei so viel Unterstützungsbereitschaft alsbald eine Lösung für die weitere Nutzung gefunden wird, sagt mit Nachdruck

Ihr

Steuerzahler

www.krisensicherinvestieren.com

Dieser Text stammt aus dem kostenlosen Newsletter Claus Vogt Marktkommentar.

Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und erfolgreichen Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

Schützen und mehren Sie Ihr Vermögen und testen Sie noch heute KRISENSICHER INVESTIEREN 30 Tage kostenlos.

2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch „Das Greenspan Dossier“ und 2009 „Die Inflationsfalle“. 2018 erschien „Bitcoin & Co. Was Sie über Geld, Gold und Kryptowährungen wissen sollten“ und 2019 ihr hochaktuelles neues Buch: „Die Wohlstandsvernichter – Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten“. Erhältlich im Buchhandel oder auf www.krisensicherinvestieren.com. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.

Inflation zerstört Wachstum: Was ist dran?

Dies ist nicht nur hierzulande so, sondern auch in vielen anderen Ländern, wo aktuell Inflationslevel erreicht werden, die zuletzt vor Jahrzehnten Realität waren. Dadurch wird die Politik kritisiert, aber auch Zentralbanken kriegen immer mehr Unmut ab. Vorgehalten wird ihnen, dass die Zinsanpassungen nach oben nicht radikal genug sind.

Einige Länder, wie zum Beispiel Japan oder Indien, beharren auf den Niedrigzins. Wenn wir in die Finanzwelt schauen, so macht sich vermehrt die Meinung breit, dass der inflationäre Druck die globalen Märkte belastet und die aktuellen Korrekturphasen dadurch bestärkt werden. Ist dem aber wirklich so?

Vorneweg möchte ich Ihnen sagen, dass ich Ihnen dazu keine definitive Antwort geben kann. Der Umfang dieser Fragestellung ist zu groß, um sie in ein paar hundert Worte zu verpacken. Wo auch immer Sie lesen, dass man die Antwort zu dieser Frage gefunden hat, wenn der Beitrag unter 100 Seiten lang ist, glauben Sie nicht dran.

Hierzu braucht man riesige Datenmengen und verschiedenste Analysemodelle und Methoden. Was uns bleibt, sind hypothetische Ansätze, in die wir denken können. Angehen sollte man diese aber mit einem offenen Geist, um den Diskurs mit anderen Denkweisen zu ermöglichen. In diesem Beitrag gehe ich auf ein Argument ein, was andeutet, dass Inflation im Gegenteil sogar Wachstum an den Finanzmärkten bewirken könnte.

Nehmen wir mal ein Land mit einer sehr hohen Inflationsrate, die Türkei. In der Türkei lag die Inflation im März 2020 bei 11.86%, was schon sehr hoch, aber im Kontext der jahrelangen Wirtschaftskrise nicht gerade verwunderlich war. Gegen Ende 2020 stieg das Preislevel hier aber auf über 14% und setzte über das ganze Jahr 2021 seine Anstiege bis auf 19.89% bis letzten Oktober fort.

Dann ging es rapide nach oben. Von Oktober bis März schoss die Inflation auf 61.14% und verschärfte die wirtschaftliche Lage im Land. Weder Gehälter und Löhne noch Sozialhilfen kommen hier nach, um die Bürger zu entlasten. Die erhöhte Kreditvergabe schädigt das Risikomanagement der Banken. Die Stimmung ist am Boden.

Aber was macht der Aktienmarkt? Seit dem 1. Oktober 2021 donnert der türkische Leitindex, BİST100, nur noch nach oben. Nach einem zwischenzeitlichen Hoch von 82.44% notiert der BİST100, welcher sich aus den 100 größten Unternehmen des Landes zusammensetzt, aktuell bei rund 77.73% über dem Level vom 1. Oktober 2021.

Anders als die großen Finanzplätze, wie den New York, London, Frankfurt, Paris oder Amsterdam, ist der İstanbuler Handelsplatz nicht so zugänglich, was regulatorische, strategische, aber auch unternehmerische Gründe hat.

Das bedeutet, dass die Entwicklung am türkischen Aktienmarkt relativ isoliert betrachtet werden kann. Sprich, in einem überwiegend nationalen Umfeld können die Anstiege also auf die innerwirtschaftliche Verhältnisse zurückgeführt werden.

Die markanteste Entwicklung ist dabei der Inflationsanstieg. Wenn Geld weniger Wert ist, steigt auch die Attraktivität von Aktienpreisen. Zudem suchen Bürger Schutz vor der Inflation. Während liegendes Geld ohnehin schon Wert verliert, kann es in Form von Wertanlagen vor weiteren Verlusten geschützt werden.

Wie oben besprochen, ist dies nur ein hypothetischer Ansatz und bedeutet nicht, dass die herausgefilterte Korrelation auch eine Kausalität darstellt. Dennoch steht dieses Beispiel im starken Kontrast zum allgemeinen Glauben, dass Inflation Wachstum verhindert. In jedem Fall eröffnet uns das Beispiel der Türkei eine Tür zu einer unglaublich spannenden Debatte, die geführt werden muss.

Wirtschaftskrise in den USA – Wie realistisch ist es?

Suggeriert wird einem stattdessen, dass jede Art des wirtschaftlichen Austauschs angehalten wird. Dies ist aus der Natur der Dinge schon nicht möglich, da wir Essen, Trinken und ein Dach über dem Kopf brauchen. Alleine ist die Beschaffung dieser Dinge sehr schwer. Wirtschaft hilft uns durch die Nutzung eines Tauschmediums effizient zu kooperieren.

Wenn wir aber etwas moderater an die Sache herangehen und eine Wirtschaftskrise als einen markanteren, konjunkturellen Rückgang bezeichnen, so haben wir ein Thema für eine valide Diskussion. Was müsste aber in den USA passieren, dass dies geschieht?

Geographisch sind die USA zu vorteilhaft positioniert, als dass externe, physische Faktoren hier eine Krise auslösen könnten. Deshalb lassen wir mal diesen Aspekt außen vor. Beginnend mit der Arbeitslosenzahl ist hier zu erwähnen, dass die USA der Vollbeschäftigung so nah sind, wie zuletzt in 1969.

Wer sich mit Finanzgeschichte auskennt weiß, dass dies eine Zeit war, in der die USA die Fundamente für das Wachstum in den 90er-Jahren gelegt hat und begann sich im Rennen gegen die Soviet Union abzusetzen. Allerdings war das monetäre Umfeld ein deutlich anderes.

Damals waren die internationalen Finanzflüsse unter dem Bretton-Woods System noch intakt, wenn auch schon am Bröckeln. Die Staatsverschuldung war nur ein Bruchteil des aktuellen Levels. Aber dafür war auch die Börse unterentwickelt und das Bruttoinlandsprodukt weniger als ein Zwanzigstel des heutigen Volumens.

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Heute ist zudem auch noch der Fall, dass Kapital sehr günstig zu erlangen ist. Wenn man das im Kontext der hohen Beschäftigungszahlen sieht, so sind hier steigende Preise kein Wunder, denn wenn die Unternehmen aus Sicht des Personals schon ausgelastet sind und mit günstigen Krediten neue Projekte finanzieren, für diese aber immer weniger Leute finden, so spiegelt sich dies im Preis wider.

Somit ist das nordamerikanische Inflationssignal ein positiv zu wertendes. Auch den Kapitalmärkten kommt das günstige Geld zugute, denn hier übersteigen die Gewinne die Beleihungskosten um ein Vielfaches. Da es unrealistisch ist, dass die Zinsen innerhalb kurzer Zeit drastisch aufgestockt werden, kann man an den Aktienmärkten noch lange mit Anstiegen rechnen.

Trotz aktueller Korrekturen in den Indizes Dow Jones Industrial Average, Nasdaq 100 und S&P 500 sind unsere Aussichten für diese Märkte klar bullisch. Zwar hat der Nasdaq deutlicher nachgegeben, aber dies ist auf die allgemein höhere Volatilität der Technologie-Titel zurückzuführen.

Auf lange Sicht erwarten wir aber, dass der Index in Richtung 20000 Punkte steigt und nach kurzen Korrekturen diese Anstiege bis weit über 22000 Punkte ausdehnt. Beim Dow liegt unser ideales Mindestziel der nächsten Jahre über 55000 Punkte, während der S&P 500 in Richtung 7000 Punkte zusteuern sollte.

Wer aber so hoch steigt, muss deutlicher korrigieren. Wir würden diese Bewegungen nicht als Crash oder dergleichen bezeichnen, aber markante Rückgänge wird es irgendwann geben müssen, wenn die Märkte überhitzt sind.

Ein Bild, das Gebäude, draußen, alt, Stein enthält. Automatisch generierte Beschreibung

Wir bewerten diese Bewegungen zwar aus Chartsicht, aber das wird sicherlich zu der Zeit nicht in den Nachrichten so beschrieben werden, denn man braucht ja immer externe Gründe. Ich denke, dass es wieder zu Labilität im Bankensystem kommen wird.

Weil Geld aktuell und auch noch in den nächsten Jahren günstig bleiben wird, werden Banken dazu gezwungen sein, die Kreditvergabe auch an weniger kreditwürdige Kunden auszuweiten, da die Nachfrage von Kunden in geringeren Risikoklassen nachlassen wird.

Man könnte auch sagen, dass der Markt nach guten Kunden ausgeschöpft wird und die weniger guten Kunden bedient werden müssen. Dann gibt es wieder großen Wirbel und Crash-Ängste und am Ende steigen die Kurse noch stärker als heute. Alles nimmt seinen natürlichen Lauf.

 

Gold stark – Goldminenaktien stärker!

Der Goldpreis zeigte sich von diesen Drohungen jedoch unbeeindruckt und stieg im Wochenverlauf weiter auf 1.946 US-Dollar an, obwohl auch der US-Dollar zulegen konnte.

Noch ist der Goldpreis in einer Handelsspanne zwischen 1.900 US-Dollar auf der Unterseite und 1.960 US-Dollar auf der Oberseite gefangen, doch ein richtungsweisender Ausbruch aus dieser Spanne könnte schon in Bälde erfolgen.

Die Stärke des US-Dollars ist einer der Faktoren, die den Anstieg des Goldpreises in US-Dollar kurzfristig ausbremsen. Der USD-Index hatte in der vergangenen Handelswoche die Marke von 100 Punkten überschritten und stieg damit auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren an.

Als wir das Kaufsignal für den US-Dollar bei 90 Punkten im USDX im Juni letzten Jahres gaben, lag unser Kursziel im besten Fall bei 100 Punkten, womit dieses Ziel jetzt abgearbeitet wurde.

Dem Anstieg des USDX drohte bei 96 Punkten bereits die Luft auszugehen, doch sorgten die Ankündigungen zu Zinsanhebungen, einer Reduzierung der Notenbankbilanz und letztlich der Krieg in der Ukraine, der insbesondere den Euroraum belastet, für neues Potenzial beim USD-Index zu den anderen Fiat-Währungen.

Der Euro befindet sich hingegen weiterhin auf Talfahrt und hat mittlerweile die Parität zum Schweizer Franken erreicht. Selbst ein Test der Parität zum US-Dollar ist in den kommenden Wochen und Monaten nun denkbar geworden.

Die selbst verursachten Wunden für die europäische Wirtschaft durch die Lockdowns und nun durch die Sanktionen gegen Russland, drücken die europäische Wirtschaft bereits vor den ersten Zinsanhebungen in eine neue Rezession.

Die weiter steigenden Zinsen in den kommenden Monaten und Jahren werden jegliche Konjunkturblüte in Europa im Keim erstickten und die Europäische Zentralbank wird darauf mit dem Drucken von Geld reagieren und die europäischen Regierungen mit neuen planwirtschaftlichen Fiskalprogrammen, was die Situation nur noch verschlimmern wird.

Die Sanktionen gegen Russland haben die Lage für Europa deutlich verschlechtert, weshalb der Bias aktuell weiterhin auf einem stärkeren US-Dollar liegt.

Aufgrund der bevorstehenden weiteren Abwertung des Euros zu allen anderen Währungen ist es gerade für uns Europäer wichtiger denn je, in inflationsgeschützte Assets wie Edelmetalle und Minenaktien zu investieren, wenn man die völlige Enteignung durch staatliche Inflation nicht über sich ergehen lassen möchte.


Der USD-Index stieg auf den höchsten Stand seit 2 Jahren

Sanktionen gegen russische Palladium-Raffinerien

Der Palladiumpreis stieg am Freitag um bis zu 11% an, nachdem die Londoner Platin– und Palladiummarktbehörde mitgeteilt hatte, man werde den russischen Raffinerien aufgrund der Ukraine-Krise den Verkauf von Palladium in London untersagen. Der Palladiumpreis sprang auf diese Meldung hin um 200 US-Dollar auf bis zu 2480 US-Dollar je Feinunze nach oben.

Die „Gulidov Krasnoyarsk Non-Ferrous Metals Plant“ ist die größte Gold- und Platingruppenmetall-Raffinerie in der Russischen Föderation mit dem Hauptsitz in der Stadt Krasnojarsk in Sibirien und liefert allein 30% der Jahresweltproduktion. Diese, sowie die „Prioksky Plant of Non-Ferrous Metals“ werden bis auf weiteres nicht mehr als Good Delivery Lieferant in London/Zürich akzeptiert werden.

Anfang März stieg der Palladiumpreis erst auf ein Allzeithoch von 3.440 US-Dollar, da man sich angesichts des Krieges Sorgen um das Angebot des Hauptproduzenten Russland machte. In Russland werden rund 40% der Jahresweltproduktion gefördert.

Auf der einen Seite nimmt die Nachfrage aufgrund der Rezession und die Umstellung auf Elektrofahrzeuge ab, was auf den Preis dämpfend wirkt. Auf der anderen Seite könnte die künstliche Angebotsverknappung für einen erneuten kurzfristigen Preisanstieg sorgen.

Kurzfristig könnte es dadurch tatsächlich wieder zu einer Verknappung kommen, doch die Russen werden ihr Palladium an den Rest der Welt verkaufen, sodass dies mittelfristig geringen Einfluss auf den Preis haben dürfte.

Die langfristigen Aussichten hängen vielmehr von der Inflation und der Rezession ab, wobei die Rezession und die Umstellung auf Elektrofahrzeuge der wichtigste Faktor ist und mittelfristig eher für eine abnehmende Nachfrage spricht.


Palladium stieg um über 200 US-Dollar an, nachdem russisches Palladium in London boykottiert wird

Stehen die Goldminen vor dem nächsten Sprung nach oben?

Während der Goldpreis in US-Dollar seit dem Test des Allzeithochs wieder um 120 US-Dollar gefallen ist, halten sich die Goldminenaktien unverändert stark. Der HUI-Goldminenindex gab keine seiner Gewinne aus der letzten Rallye ab und macht sich stattdessen bereit für den nächsten Sprung nach oben.

Aktuell testet der HUI wieder einmal den Widerstand bei 325 Punkten, wobei ein erfolgreicher Ausbruch Potenzial auf 400 Punkte geben würde, was einem Anstieg von 23% entspräche. Wir waren mit unseren Kunden um die Unterstützung bei 250 Punkten herum long gegangen und sitzen bereits auf einem komfortablen Plus.

Entgegen den Gewinnmitnahmen beim Gold am Allzeithoch und bei Silber in der Nähe des Widerstands bei 28 US-Dollar, hielten wir bisher an den Minenaktien fest, da sie real historisch günstig und zum Goldpreis heillos unterbewertet sind.

Aufgrund der steigenden Zinsen sehen Investoren zunehmend keine Chancen mehr am Aktien- und Anleihenmarkt, während sie gleichzeitig einen Inflationsschutz in Gold und über Minenaktien eine zusätzliche Rendite suchen.

Die Stärke der Goldminen zum Gold und ihre Aufwärtsdynamik lässt die Stimmung wieder bullisch werden und lockt neue Investoren und Spekulanten an. Dies könnte nun dazu führen, dass sich die Goldminenaktien besser als der Goldpreis entwickeln werden in den kommenden Wochen.

Die Goldminengesellschaften erzielen bei den derzeitig hohen Goldpreisen weiterhin satte Gewinne, weshalb weitere starke Kursanstiege fundamental völlig gerechtfertigt sind.

Der Goldpreis lag im vierten Quartal 2021 bei durchschnittlich 1.796 US-Dollar, während die All-In Sustaining Costs der Top-25-Goldminenunternehmen im GDX bei durchschnittlich 1.188 US-Dollar je Feinunze lagen.

Das entspricht einem Gewinn von 608 US-Dollar je Unze für den Goldminensektor, was den siebthöchsten Wert in der Geschichte darstellt und nur von den vorangegangenen sechs Quartalen übertroffen wird. Die Kurse der Goldminenaktien sind angesichts dieser fetten Gewinne historisch niedrig.

Aktuell liegt der HUI-Goldminenindex immer noch 47% unter seinem Allzeithoch von 610 Punkten von 2011, womit noch sehr viel Luft nach oben vorhanden ist.


Der Anstieg der Goldminen könnte sich nun fortsetzen – der nächste Widerstand liegt bei 380-400 Punkten


Gelingt der Ausbruch über den Widerstand bei 325 Punkten, wäre ein nächster Hausseschub gut möglich. Die Historie zeigt meine Kauf- und Verkaufssignale für meine Premium-Abonnenten der letzten anderthalb Jahre

Noch ist der kleine konträre Minensektor nicht sehr beliebt, wobei er langsam wieder in der Gunst der Anleger steigt. Trotz ihrer wachsenden Gewinne sind Goldminenaktien bisher nicht auf dem Radar der großen Mehrheit der Spekulanten und Anleger.

Doch dies ändert sich gerade und die Berichterstattung in den Medien nimmt zu. Jetzt, da immer klarer wird, dass die Notenbanken nicht in der Lage sein werden die geschaffene Geldmenge aus dem System wieder abzusaugen und die Preissteigerung nicht vorübergehend, sondern dauerhaft sind, werden sukzessive mehr Investoren auf diesen völlig unterbewerteten Sektor aufmerksam.

Es sieht danach aus, als würde ein neuer großer Aufwärtstrend bei den Goldminenaktien in Gang kommen. Solche Aufwärtstrends neigen dazu sich sehr stark und schnell zu vollziehen und brachten im Durchschnitt einen Gewinn von 85%. Gerade bei den Minen gibt es aktuell enormes Potenzial bei mittelfristig vernachlässigbarem Risiko auf dem aktuellen Kursniveau, weshalb man hier investiert sein muss.

Doch eine Warnung sei zum Schluss ausgesprochen. Nach diesen Rallys korrigierten die Minenaktien meist deutlich, weshalb man nicht erst kaufen darf, wenn die Minen durch die Decke gegangen sind.

Der richtige Ein- und Ausstiegszeitpunkt ist bei den Minenaktien ernorm wichtig, da die Korrekturen meist stark ausfallen und eine weitaus höhere Rendite erzielt werden kann, wenn man nach starken Anstiegen Gewinne mitnimmt, um die Aktien später günstiger zurückzukaufen.

Langfristig stehen die Minenaktien jedoch am Anfang einer mehrjährigen Hausse, die den Standardaktienmarkt um ein Vielfaches outperformen wird.

Ein Bild, das Text enthält.

Automatisch generierte Beschreibung
Der Minenmarkt ist hochvolatil und ein Traum für Spekulanten, die diese Zyklen verstehen und nutzen können

Technische Analyse zu Gold: Ausbruch aus der Handelsspanne bringt die Entscheidung

Der neueste COT-Report wurde am Freitag um 21:30 Uhr seitens der US-Terminmarktaufsicht veröffentlicht mit dem Stichtag der Datenerhebung des 4. April. Die COT-Daten werden seitens der CFTC immer mit einer Verzögerung von drei Tagen veröffentlicht.

Premium Abonnenten erhielten noch vor Handelsschluss am Freitag ein Blitzupdate mit Analysen zu Gold, Silber, Platin und Palladium. Die COT-Daten ermöglichen einen Blick in die Zukunft, da sie einerseits ein Sentiment-Indikator sind und andererseits eine gute Einschätzung des Angebots und der Nachfrage am physischen Markt ermöglichen.

Während der Goldpreis leicht um 8$ anstieg, reduzierten die Spekulanten ihre Long-Position etwas, was eine minimale Stärke zeigt. Da die großen 8 Händler ihre Position etwas erhöhten, zeigt uns das, dass man den Preis womöglich nicht aus der Handelsspanne über 1.960 US-Dollar ausbrechen lassen wollte.

Auch in dieser Woche sind die Daten nahezu unverändert zur Vorwoche. Der Markt ist überkauft, sodass ein Long-Drop am Terminmarkt für Gold droht, wenn die physische Nachfrage abflaut. Ein erneuter Test der Unterstützung bei 1.900 US-Dollar wäre die Folge.


Die Terminmarktdaten für Gold sind leicht überkauft


Die mutmaßliche Manipulation am Goldmarkt ist aktuell sehr hoch, was die kurzfristigen Risiken untermauert

Im kurzfristigen Chart ist die Handelsspanne zwischen 1.900 US-Dollar auf der Unterseite und 1.960 US-Dollar auf der Oberseite gut ersichtlich. Mittel- bis langfristig ist die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren deutlichen Anstieg des Goldpreises sehr hoch, doch kurzfristig könnte sich die Korrektur über die Zeitachse oder auch über die Amplitude noch ein letztes Mal ausweiten.

Eine Streckfolter und das Rausschütteln zittriger Hände sind charakteristisch für den Goldmarkt, was nicht bedeutet, dass es unbedingt auch diesmal so kommen muss. Der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen bleiben ungewisse Variablen, die bei einer weiteren Eskalation die Investmentnachfrage von einen Tag auf den anderen erneut anfachen könnten.

Daher ist der technische Handel und das Setzen von Stop-Loss Orders angesagt. Wer an der Unterstützung bei 1.900 US-Dollar an der Unterstützung antizyklisch gekauft hatte, der sollte nun eine Stop-Loss-Order platzieren, da unter 1.900 US-Dollar ein Sell Off droht.

Der Krieg in der Ukraine bleibt eine ungewisse Variable, die uns dazu zwingt, technische Ausbrüche zu kaufen, was wir bei diesen schlechten COT-Daten sonst nie machen würden. Womöglich sorgt eine weitere Eskalation des Krieges in der Ukraine für einen Sprung des Goldpreises, dann will man long dabei sein, weshalb technische Kaufsignale angenommen werden müssen.

Ein Ausbruch über die Handelsspanne mit Preisen über 1.960 US-Dollar würde ein kurzfristiges Kaufsignal mit niedriger Wahrscheinlichkeit liefern. In der Handelsspanne ist Gold neutral und man sollte abwarten. Unter 1.900 US-Dollar würde es ein prozyklisches Verkaufssignal geben, dem ein Sell Off um 100 US-Dollar folgen könnte.


Der Goldpreis bewegt sich aktuell in einer engen Handelsspanne zwischen 1.900$ und 1.960$

Der Tageschart zeigt, dass der Goldpreis im Februar nach dem Bruch des letzten langfristigen Abwärtstrends stark anstieg. Bereits vor dem Ausbruch des Krieges zeigte sich Stärke, die ungewöhnlich war und auf Insiderkäufe zurückzuführen sein dürfte.

Das Allzeithoch wurde um wenige US-Dollar verfehlt und der Preis fiel zurück auf die Unterstützung bei 1.900 US-Dollar. Ein Rücksetzer auf 1.850 US-Dollar wäre durchaus denkbar, ohne dass das bullische Setup zerstört würde. Die Geschichte zeigt, dass Gold oftmals kurzfristig fällt, gerade dann, wenn es die Masse es für unmöglich hält und das Sentiment sehr bullisch ist.

Das mögliche Zeitfenster für eine Korrektur ist jedoch kurz, denn die hohe Teuerung, die steigenden Zinsen und die sich manifestierende Rezession sind Faktoren, die Investoren sukzessive in den sicheren Hafen des Goldes treiben.

 


Ein finales Rausschütteln zittriger Hände wäre denkbar

Der Goldpreis in Euro ging mit dem Einbruch des europäischen Gemeinschaftswährung als Folge der Sanktionen gegen Russland förmlich durch die Decke. Die Parität zum Schweizer Franken wurden bereits erreicht und auch die Parität des Euros zum US-Dollar scheint, in diesem für Europa ungünstigen Umfeld, denkbar.

Nachdem Ende Januar ein Aufwärtstrend brach und es ein kurzfristiges Signal für einen zeitweiligen Take Profit gab, wobei das Kaufsignal vom Oktober bei 1.640 Euro noch immer intakt war, drehte der Goldpreis mit der Kriegsangst vom Fleck weg, erzeugte bei 1.608 Euro ein erneutes Kaufsignal und stieg um 290 Euro je Feinunze an.

Sollte der Euro auf die Parität zum US-Dollar fallen, so würde dies bedeuten, dass der Goldpreis in Euro das hohe Niveau halten kann. Dennoch ist die Spekulation sehr hoch und ein kurzweiliger Rücksetzer um bis zu 100 Euro jederzeit möglich. Trotzdem stehen die Zeichen auf Grün für einen weiter steigenden Goldpreis in den nächsten Jahren, weshalb wir Rücksetzer als Kaufchance sehen.


Der Goldpreis hält sich im Umfeld eines schwachen Euros weiterhin stark auf hohem Niveau

 

Die meisten Aktien sind erst in der Endphase großer Inflationen attraktiv

Mit Aktien können Sie sich kaum vor Geldentwertung schützen. Das zeigt jedenfalls die Finanzgeschichte, der Sie mehr Glauben schenken sollten als Fondsmanagern, die Interessenskonflikten unterliegen und das Gegenteil behaupten.

Tatsache ist, dass Aktien erst am Ende großer Inflationen eine hervorragende Kaufgelegenheit boten, nicht jedoch in einer inflationären Frühphase, wie wir sie jetzt erleben. Und dafür gibt es einen simplen Grund: Inflationen sind keine guten Zeiten. Sie vernichten Wohlstand und schaffen Armut. Darunter leiden auch die meisten Unternehmen inklusive ihrer Aktienkurse.

Aber jetzt schon exzellente Chance-Risiko-Verhältnisse für einige Sektoren

Abseits der allgemeinen Aktienmärkte gibt es jedoch Bereiche und Sektoren, die eindeutig bullish sind. Passend zu anderen inflationären Zeiten sind das insbesondere, aber nicht ausschließlich, die Edelmetall- und Rohstoffaktien.

Hier gibt es exzellente Chance-Risiko-Verhältnisse, die Sie sich gerade als konservative Anleger und zum Schutz vor den Wohlstandsvernichtern in den Zentralbanken nicht entgehen lassen sollten.

Sehr bullishes Signal der Newmont Mining-Aktie

Die schon vor geraumer Zeit von uns zum Kauf empfohlene Newmont Mining-Aktie hat gerade ein neues Allzeithoch erreicht. Das ist ein weiteres wichtiges bullishes Signal für den gesamten Edelmetallsektor. Hier gibt es noch eine Reihe weiterer Werte, die überaus bullishe Chartformationen zeigen und von mir zum Kauf empfohlen werden.

Das gilt auch für ausgewählte Aktien des klassischen Energiesektors, dem wir schon im Dezember 2020 eine Themenschwerpunkt-Ausgabe gewidmet hatten, um unsere Leser auf diese phantastische Kaufgelegenheit aufmerksam zu machen.

Lassen Sie sich Ihren Wohlstand nicht von den Zentralbankern zerstören. Werden Sie aktiv. Schützen Sie sich vor den Folgen der verheerenden geldpolitischen Machenschaften, die ja immer noch im Gange sind bei einer Inflationsrate von 7,3% und 0% Zinsen.

Einzelheiten zu den hier skizzierten Themen und unsere aktuellen Kaufempfehlungen lesen Sie in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren – jetzt 30 Tage kostenlos.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Ihr

https://www.clausvogt.com/files/claus-vogt/images/Unterschrift%20Claus%20Vogt_zugeschnitten.jpg

Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren

P.S.: Die jüngste Kurserholung an der Börse war wahrscheinlich die erste größere Bearmarketrally dieser noch sehr jungen Baisse. Lesen Sie dazu unsere gerade erschienene Krisensicher Investieren Themenschwerpunkt-Ausgabe „Der aktuelle Bärenmarkt“.

P.P.S.: Sie wollen Woche für Woche sicher durch diese Krise kommen, dann fordern Sie bitte noch heute den kostenlosen Claus Vogt Marktkommentar hier ganz einfach mit Ihrer E-Mail an.

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Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und erfolgreichen Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch „Das Greenspan Dossier“ und 2009 „Die Inflationsfalle“.

2018 erschien „Bitcoin & Co. Was Sie über Geld, Gold und Kryptowährungen wissen sollten“ und 2019 ihr hochaktuelles neues Buch: „Die Wohlstandsvernichter – Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten“. Erhältlich im Buchhandel oder auf www.krisensicherinvestieren.com. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.

Was machen eigentlich … meine Steuergroschen? (9.4.2022)

Autor: Gotthilf Steuerzahler

Schwache Leistung bei der Digitalisierung der Justiz eines Bundeslandes

Liebe Leserinnen und Leser,

die Justiz in unserem Land tut sich schwer mit der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse. Vor wenigen Tagen wurde vom Rechnungshof eines westdeutschen Bundeslandes aufzeigt, wie schleppend die Umstellung in der dortigen Justiz vor sich geht und wie die Kosten aus dem Ruder laufen.

Mehrere Bundesgesetze sehen die verbindliche Einführung des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten ab 2018 und die verbindliche Verpflichtung zur Einführung der E-Akte in der Justiz für 2026 vor.

Seit der gesetzlichen Verpflichtung können Schriftsätze sowie Anträge und Erklärungen der Parteien von den Rechtsanwälten als elektronische Dokumente bei Gericht eingereicht werden. Das Justizministerium des hier in Rede stehenden Bundeslandes hat 2014 begonnen, das sogenannte „eJustice-Programm“ umzusetzen, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.

Eine umfassende, koordinierte Anforderungsanalyse, basierend auf der Erstellung von Geschäftsprozessen, hat 2014 nicht stattgefunden. Die Beschreibung von Prozessen ist eine der Grundlagen, um Anforderungen an die Funktionalität der geplanten Software sowie der erforderlichen Hardware für einen effizienten Einsatz festzustellen.

Vor der Entwicklung von Software hätte eine Anforderungsanalyse anhand von Prozessbeschreibungen (hier: Gerichtsbarkeiten und Staatsanwaltschaft) erstellt werden müssen.

Kosten- und Zeitplanung außer Kontrolle

Der Rechnungshof des betreffenden Bundeslandes stellte fest, dass die Plankosten von 37 Millionen Euro auf 168 Millionen Euro gestiegen sind. Dies entspricht einer prozentualen Steigerung von rund 350 Prozent. Das Ende des Programms war für den 31. Dezember 2019 avisiert. Im Jahr 2019 wurde die Planung aktualisiert und die Programmlaufzeit bis 2025 erweitert.

Damit hat sie sich von sechs Jahren auf elf Jahre fast verdoppelt. Bei einer weiteren Verzögerung kann die bundesgesetzliche Vorgabe bis 2026 nicht erreicht werden. Die deutlich gestiegenen Plankosten und der starke zeitliche Verzug sind zum einen auf veränderte Anforderungen zurückzuführen.

Zum anderen wurden bei der ursprünglichen Planung wesentliche Kostentreiber wie Personalaufwand und Baumaßnahmen nicht einbezogen oder zu niedrig kalkuliert.

Die Projektsteuerung war mangelhaft

Der Rechnungshof hat kritisiert, dass es bislang an einer vernetzten Zeit-, Kosten- und Meilensteinplanung fehlte, die für eine engmaschige und effektive Projektsteuerung erforderlich ist.

Die Umsetzung des nunmehr vorgesehenen Masterplans, in dem Kosten, Zeit und Leistung in Bezug gesetzt werden, sei voranzutreiben, um eine bessere Steuerung des eJustice-Programms durchführen zu können. Die Ist-Kosten, erbrachte Leistungen sowie der Grad der Fertigstellung der Projektergebnisse sollten in regelmäßigen Abständen überprüft und erfasst werden.

Für den Erfolg des Programms hält der Rechnungshof ein konsequentes Controlling für unabdingbar.

Aufwändiger Medienbruch bei den Posteingängen

Bis zur Einführung der elektronischen Akte bei den Gerichten müssen elektronische Posteingänge ausgedruckt werden, um sie in der rechtsverbindlichen Papierakte bearbeiten zu können. In der gerichtlichen Praxis ist vielfach von den Gerichten als „Druckstraße der Anwälte“ die Rede.

Während im Jahr 2018 noch rund 74.000 Eingänge über das elektronische Anwaltspostfach eingingen, waren es im Jahr 2019 bereits rund 441.000. Dem Justizministerium ist es nicht gelungen, die elektronische Akte gemeinsam mit dem elektronischen Rechtsverkehr in 2018 einzuführen.

Sie muss zwar erst im Jahr 2026 umgesetzt werden, der dadurch entstandene Medienbruch verursacht aber erheblichen Mehraufwand.

Das IT-Vorhaben soll nun optimiert werden

Das Justizministerium des betreffenden Bundeslandes hat die Kritik des Rechnungshofs anerkannt, zwischenzeitlich hat es mit konkreten Prozessoptimierungen begonnen. So findet derzeit eine Anforderungsanalyse mit Aufnahme der Geschäftsprozesse statt, des Weiteren soll eine grundlegende Umstrukturierung der Projektsteuerung verwirklicht werden.

Seien wir froh, liebe Leserinnen und Leser, dass sich die Rechnungshöfe auch um schlecht laufende IT-Vorhaben der staatlichen Stellen kümmern, zum Nutzen der Allgemeinheit, sagt zustimmend

Ihr

Steuerzahler

www.krisensicherinvestieren.com

Dieser Text stammt aus dem kostenlosen Newsletter Claus Vogt Marktkommentar.

Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und erfolgreichen Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

Schützen und mehren Sie Ihr Vermögen und testen Sie noch heute KRISENSICHER INVESTIEREN 30 Tage kostenlos.

2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch „Das Greenspan Dossier“ und 2009 „Die Inflationsfalle“. 2018 erschien „Bitcoin & Co. Was Sie über Geld, Gold und Kryptowährungen wissen sollten“ und 2019 ihr hochaktuelles neues Buch: „Die Wohlstandsvernichter – Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten“. Erhältlich im Buchhandel oder auf www.krisensicherinvestieren.com. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.