Der RoboMarkets Wochenrück- und Ausblick

Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege

09. September 2022

Als alle Rückblicke über eine positive Handelswoche schon geschrieben waren, kam kurz vor dem vergangenen Wochenende die Nachricht, dass vorerst kein Gas mehr durch Nord Stream 1 fließen wird. Sowohl der Deutsche Aktienindex nachbörslich als auch die Wall Street knickten ein, nachdem sie zuvor die Arbeitsmarktdaten noch positiv aufgenommen hatten.

Wie erwartet sprang der Preis für europäisches Erdgas am Montag an und zog den Aktienmarkt mit nach unten. Doch die Anleger schoben die Frage, wie Deutschlands Wirtschaft und Haushalte ohne russisches Gas über den Winter kommen sollen, relativ schnell beiseite und den DAX wieder zurück in Richtung 13.000 Punkte.

Auch die historische Entscheidung der Europäischen Zentralbank, den Leitzins um 75 Basispunkte zu erhöhen, hat die Börse am Ende weniger bewegt als gedacht. Viel Lärm um nichts also, könnte man meinen. Zwar schlug der DAX im Anschluss an die Entscheidung nach unten und oben aus, um dann aber nahezu unverändert aus dem Handel zu gehen. Auch die US-Notenbank meldete sich erneut zu Wort. Fed-Chef Jerome Powell bekräftigte ebenfalls den konsequenten Zinserhöhungskurs.

Aber auch hier blieb die Wall Street auf Kurs, alle negativen Nachrichten scheinen eingepreist und ein überverkaufter Markt versucht die Wende. Während ein Teil der Anleger mit der Aussicht auf weiter steigende Zinsen den Aktienmarkt vorerst meidet, sieht der andere Teil den konsequenten und konzertierten Kampf der Notenbanken gegen die Inflation als ein gutes Signal für die Zukunft und greift ungeachtet aller Risiken bei Aktien zu.

Inflationsdaten und Sitzung der Bank of England

Wie erfolgreich dieser Kampf bereits war oder wie viel Wegstrecke noch vor den Notenbanken liegt, um die Teuerung wieder in Richtung Zwei-Prozent-Ziel zu drücken, dürfte in der kommenden Woche etwas klarer werden. Am Dienstag werden die Verbraucherpreise aus den USA gemeldet. Hier war zuletzt etwas Entspannung angesagt, nachdem die Teuerung im Juli mit 8,5 Prozent wieder etwas zurückgekommen war. Alles, was den rückläufigen Trend bestätigt, dürften die Börsen positiv aufnehmen.

Am Mittwoch dann folgt der Frühindikator für die Inflationsentwicklung mit den Erzeugerpreisen. Geldpolitisch interessant wird es am Donnerstag, wenn die Bank of England zu ihrer nächsten Sitzung zusammenkommt. Mit einer Inflationsrate von gut zehn Prozent dürfte eine weitere Erhöhung des Leitzinses um 0,5 auf dann 2,25 Prozent zwar nahezu beschlossen sein. Allerdings dämpften BoE-Vertreter mit dem Blick auf die negativen Effekte der quantitativen Straffung zuletzt die Zinsfantasien im Vereinigten Königreich wieder etwas.

Licht und Schatten Bei Den Unternehmen

Auf Unternehmensseite könnte die Lufthansa in der vergangenen Woche die Weichen für eine positive Zukunft gestellt haben. Großaktionär Kühne ließ verlauten, dass er weiterhin ungebrochenes Interesse an der Airline hat und seinen bisherigen Anteil von 15 Prozent ausbauen will. Gleichzeitig einigten sich Pilotengewerkschaft und Unternehmen in letzter Sekunde auf einen Deal und wendeten damit den zuvor angekündigten zweitägigen Streik ab.

Und im Gespräch zwischen dem Chef der Lufthansa und ihrem größten Aktionär dürfte mit diesem Ausgang der Blick in die Zukunft durchaus positiv gewesen sein, trotz der Diskussionen über Personal und höhere Kosten.

Auf der anderen Seite steckt Uniper tiefer in der Krise als bisher angenommen. Zwar hat der Bund bereits beschlossen, bei Uniper einzusteigen wie einst bei der Lufthansa und der Commerzbank. Doch bis es so weit ist, steht der Konzern so unter Druck, dass er neues Geld braucht.

Vier Milliarden als Hilfe für die sieben Milliarden Euro Mehrausgaben für die Ersatzbeschaffung des russischen Gases, die laut des Chefs noch diesen Monat erreicht werden. Das Beispiel Uniper zeigt eindrucksvoll, wie teuer die Energiekrise nicht nur für Millionen Haushalte, sondern auch wie viel finanzielle Unterstützung nötig sein wird, um ganze Industrien vor dem Zusammenbruch zu bewahren.

Auch die Börse wird in der kommenden Woche zwischen einem langfristigen Optimismus und den kurzfristig Belastungsfaktoren Energiekrise und Rezession schwanken. Aus technischer Sicht allerdings bietet der nun schon fast komfortable Sprung des DAX über die 13.000 Punkte das Potenzial für weitere Kursgewinne, den saisonal schwächsten Börsenmonaten September und Oktober zum Trotz.

DAX – Aktuelle Unterstützungen und Widerstände

Unterstützungen: 12.900/12.850 + 12.700/12.650 + 12.400/12.350

Widerstände: 13.150/13.200 + 13.350/13.400 + 13.550/13.600

Dieser Artikel stammt von RoboMarkets.

Der RoboMarkets Wochenrück- und Ausblick

Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege

02. September 2022

Die positive Nachricht dieser Handelswoche ist die, dass der DAX seinem Jahrestief zwar gefährlich nah gekommen ist, sich aber an der 12.600er Marke fangen und stabilisieren konnte. Mit dem kleinen Hoffnungsschimmer einer Abkühlung auf dem bislang brummenden US-Arbeitsmarkt kann der Index zum Wochenschluss sogar wieder Kurs auf die psychologische Hürde von 13.000 Punkten nehmen.

Eine nachhaltige Erholung erscheint dennoch unwahrscheinlich. Denn der Markt ist sowohl technisch als auch fundamental unter den denkbar ungünstigsten Voraussetzungen in die statistisch betrachtet schwächste Börsenphase des Jahres gestartet.

315.000 neu geschaffene Stellen außerhalb der Landwirtschaft im August in den USA waren zwar wieder etwas mehr als erwartet, aber zumindest die Zahlen zur Lohnentwicklung machen Hoffnung darauf, dass sich die Situation auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten etwas entspannen könnte.

Die Löhne stiegen um 5,2 Prozent und damit etwas weniger stark als erwartet. Während die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA aber alles in allem eine weiterhin robuste Wirtschaft indizieren, werden die Sorgenfalten und damit Rezessionsgefahren in China und Europa umso größer. Die Regierung in Peking hält strikt an ihrer Null-Covid-Politik fest und schickte in dieser Woche erneut 21 Millionen Menschen in Chengdu in den Lockdown.

Engpässe im Energiemarkt

Für einen harten Winter in Europa könnten die aktuellen Turbulenzen auf dem Energiemarkt sorgen. Nachdem auch der Strompreis im Gefolge steigender Öl- und Gasnotierungen bereits nur eine Richtung kennt, bricht nun die Angebotsseite weiter ein.

Durch die niedrigen Wasserstände sind Kohlekraftwerke in Deutschland bereits gezwungen, weniger Strom zu produzieren. Von den Atomkraftwerken in Frankreich ist nur noch jedes zweite am Netz. Das Land produziert mittlerweile so wenig Strom, dass es diesen importieren muss, anstatt wie zuvor seine Nachbarländer zu versorgen.

Inflation Weiterhin Im Mittelpunkt

Dabei sind es vor allem die steigenden Energiepreise, die die Inflation weiter anheizen. Am kommenden Donnerstag steht mit der Sitzung der EZB der wohl wichtigste Termin der Woche im Börsenkalender. Spätestens der jüngste Anstieg der Verbraucherpreise in der Eurozone um 9,1 Prozent im August zwingt die Notenbank jetzt zu entschlossenem Handeln.

Auch in Deutschland sind die Preise im vergangenen Monat noch mit dem 9-Euro-Ticket und dem Tankrabatt stärker als erwartet gestiegen. Dies schürt die Angst vor einer zweistelligen Inflationsrate in den kommenden Monaten und setzt die EZB noch stärker unter Druck. Selbst eine historische Erhöhung um 75 Basispunkte am Donnerstag wäre deshalb schon keine wirkliche Überraschung mehr.

Damit dürften Anleihen allerdings dann noch ein Stück attraktiver gegenüber den aktuell mit hohem Risiko versehenen Aktien werden und den Börsen weitere potenzielle Käufer abhandenkommen.

Ganz so golden dürfte es beim DAX in der kommenden Woche nicht aussehen. Von einer nachhaltigen Trendwende nach oben kann erst bei einem Überwinden des Widerstandes bei 13.150 Punkten gesprochen werden. Ob der Markt in der kommenden Woche dazu in der Lage ist, dürfte auch ein wenig davon abhängen, ob Russland am Samstag wieder Gas durch Nord Stream 1 fließen lässt, denn dann sollen die mutmaßlich vorgeschobenen Wartungsarbeiten beendet sein.

DAX – aktuelle Unterstützungen und Widerstände

Unterstützungen: 12.600/12.629 + 12.420/12.370 + 12.000/12.100

Widerstände: 12.800/12.830 + 12.950/12.970 + 13.050/13.150

Dieser Artikel stammt von RoboMarkets.

Der RoboMarkets Wochenrück- und Ausblick

Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege

26. August 2022

Die Kombination aus einem Stimmungsumschwung nach beunruhigenden Zahlen von der Inflationsfront und dem Abprallen der Indizes in Frankfurt und an der Wall Street an starken Widerständen sorgte zu Beginn der abgelaufenen Handelswoche noch für eine Fortsetzung der Gewinnmitnahmen nach einer, trotz widriger Rahmenbedingungen doch erstaunlichen Erholungsrally. Dann aber fingen sich die Indizes und der Deutsche Aktienindex bildete aus technischer Sicht über der 13.000er Marke einen konstruktiven Boden aus, der ihm die Chance gibt, nach ausbleibenden Hiobsbotschaften aus Jackson Hole weiter nach oben zu laufen. Andererseits droht erneut ein Rückfall auf die Jahrestiefs knapp unter 12.500 Punkten.

Jackson Hole mischt die Karten neu

Für den US-Notenbankchef Jerome Powell geht es auf dem jährlichen Symposium der internationalen Geldpolitik vor allem um das Thema Glaubwürdigkeit. Auf dem letzten Meeting vor genau einem Jahr unterschätzte nicht nur er, sondern auch die große Mehrheit der Teilnehmer die aufziehende Inflation völlig. Heute liegt sie bei 8,5 Prozent in den USA, hat sich zwar jüngst etwas abgeschwächt, aber ist immer noch meilenweit vom Ziel der Geldpolitik entfernt. Dass Powell also an der straffen Geldpolitik inklusive weiterer Zinserhöhungen festhalten wird, ist klar. Nur ist die Frage, um welchen Preis die Fed bei ihrer restriktiven Haltung bleibt.

Muss sie eine Rezession herbeiführen, um die Inflation unter Kontrolle zu bekommen, inklusive einer wieder steigenden Arbeitslosigkeit, die derzeit noch den Stempel Vollbeschäftigung aufgedrückt bekommt? Oder bekommt sie eine sanfte Landung der US-Wirtschaft hin, weil sich die Teuerungsraten durch wieder fallende Energiepreise und Lösungen der Lieferkettenprobleme am Ende vielleicht von selbst erledigen? Auf diese beiden Fragen werden die Investoren auch zwischen den Zeilen der Powell-Rede Antworten suchen und danach ihre Anlageentscheidungen für die kommenden Wochen treffen. Wieder einmal hat es also die Geldpolitik in der Hand, ob es an den Börsen erneut richtig ungemütlich oder die Entspannung über den Sommer bis in den Herbst anhalten wird.

Ausblick für die nächste Woche

Apropos US-Arbeitsmarkt: Die wohl wichtigste Event der kommenden Woche steht erneut am Freitag an, wenn die neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft, die sogenannten NFPs, veröffentlicht werden. Im Juli noch wurden mit 528.000 knapp doppelt so viele Jobs geschaffen wie erwartet, was die Sorgen vor weiter schnell steigenden Zinsen und die Wahrscheinlichkeit für 75 Basispunkte auf der Fed-Sitzung im September in die Höhe schnellen ließ. Nicht wenige Ökonomen warnen schon seit längerem, dass die Arbeitslosigkeit deutlich ansteigen müsse, um auch die Preise weiter nach unten zu bringen – zuletzt lag die Arbeitslosenrate saisonbereinigt bei nur 3,5 Prozent.

Was Europa angeht, wird es am Dienstag spannend, wenn die Inflationsrate für den Monat August veröffentlicht wird. Positiv wäre hier ebenfalls eine leichte Entspannung nach den 7,5 Prozent im Juli. Hier dann allerdings von einer echten Trendwende zu sprechen, dürfte auch vor dem Hintergrund der andauernden Angebotsknappheit von Gas verfrüht sein. Laut Brancheninsidern könnte diese noch zwei bis drei Jahre anhalten. Dies kann für die deutschen Haushalte buchstäblich ins Geld gehen. Die ersten Rechnungen der Gasversorger sind da und schockieren ihre Empfänger. Bis zu 50 Prozent Mehrkosten müssen die Haushalte schultern. Die Auswirkungen auf die Konsumbereitschaft, aber auch das Investitionsverhalten von Unternehmen dürften deutlich zu spüren sein.

EUR/USD unter Parität

Ähnlich sieht es bei der europäischen Leitwährung aus, die in dieser Woche erneut unter die Parität zum US-Dollar gefallen ist und nun Halt sucht. Ob der drohenden Energiekrise und damit aufziehender Rezessionsgefahren besteht jederzeit die Möglichkeit, dass der Euro nun noch deutlicher gegenüber dem Dollar fällt. Die Auswirkungen für die europäische Wirtschaft wären fatal. Nicht nur würden die Importe deutlich teurer und heizen damit die bereits hohe Inflation unnötig an. Auch die Energiekrise wird damit gehebelt. Die durch das begrenzte Angebot steigenden Preise werden durch einen schwachen Euro nochmals erhöht.

DAX – aktuelle Unterstützungen und Widerstände

Unterstützungen: 13.190 + 13.075 + 12.800/13.000

Widerstände: 13.420 + 13.550 + 13.700

Dieser Artikel stammt von RoboMarkets.

DOW 30 verliert den Kampf um den Support – Heiße Verbraucherpreise

DOW 30 verliert den Kampf um den Support

Tickmill-Analyse: DOW im Tageschart

So tief wir aktuell standen die Kurse im DOW 30 schon seit Februar 2021 nicht mehr. Der Blick in den Tageschart verrät, dass es auf der Kursleiter weiterhin leichter nach unten als nach oben geht. Aus technischer Sicht war der Bereich um die Marken von 31.900 Punkten bis 32.000 Punkten ein Unterstützungslevel.

Doch von dieser Unterstützung wollen die Marktteilnehmer gerade nichts wissen. Stattdessen fallen die Kurse unter diese Marke, was den Weg zur nächsten Unterstützung ebnet. Wo diese verortet ist, verrät der Blick in die Vergangenheit. In diesem Fall stellt das trendige Zwischentief vom Februar 2021 bei gut 30.540 Punkten das nächste Ziel auf Tagesbasis.

Einen Rückschnapper sollte man immer auf der Agenda haben

Tickmill-Analyse: DOW im Stundenchart

Doch bei allem Pessimismus, der sich derzeit in den Kursverläufen wiederspiegelt, gibt es immer auch die Chance für eine Erholung. Um für ein solches Szenario gewappnet zu sein, ist der Blick in den Stundenchart hilfreich. Hier ist bei 31.967 Punkten das letzte Zwischenhoch der laufenden Abwärtsphase ersichtlich.

Ein ernst gemeinter Erholungsversuch wird zu Kursen über dieser Marke führen und damit den Fokus auf eine Erholung in Richtungen des Widerstands bei 34.130 Punkten lenken. Als mögliche Ziele einer regressiven Phase bieten sich die untergeordneten Verlaufshochs bei 32.584 Punkten, 32.742 Punkten und 33.050 Punkten an.

Tickmill’s LIVE-Besprechung: Wo Bulle und Bär um die Vorherrschaft ringen, warten oft beste Chancen. Behalten Sie börsentäglich die wichtigsten Fakten rund um starke Trends im Blick und verpassen Sie keine Gelegenheit. Melden Sie sich jetzt für die LIVE-Besprechung der täglichen Trading-Ideen um 8:30 Uhr bei Tickmill unter https://www.tickmill.eu/de/education/webinars/93017117289/1610091000000 an.

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Ihr Mike Seidl

Haftungsausschluss: Das bereitgestellte Material dient nur zu Informationszwecken und sollte nicht als Anlageberatung betrachtet werden. Die im Text geäußerten Ansichten, Informationen oder Meinungen gehören ausschließlich dem Autor und nicht dem Arbeitgeber des Autors, der Organisation, dem Ausschuss oder einer anderen Gruppe oder Einzelperson oder Gesellschaft.

Hochrisikowarnung: CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko, durch Leverage schnell Geld zu verlieren. 71% (Tickmill UK Ltd) und 65% (Tickmill Europe Ltd) der Privatanleger verlieren Geld, wenn sie CFDs handeln. Sie sollten sich überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs oder andere unserer Produkte funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

 

Dax 40 Index – Bewegung bis 12.000 Punkte?

Verschiedene Marktbeobachter haben sich bereits negativ für das deutsche Aktienbarometer, dem Dax 40 Index ausgesprochen. Hintergrund ist die Zinsangst, der Ukraine-Konflikt, aber auch die Zahlen sind an verschiedenen Stellen nicht stimmig.

Während der letzten Wochen stellt sich bereits eine abwärts geneigte Bewegung ein. Diese könnte sich noch verschärfen, sodass ein neues mehrmonatiges Tief am Markt gesetzt wird. Die übergeordnete Aussicht ist bereits seit etwa Februar dieses Jahres negativ.

Dax 40 Index – Bärenmarkt ist im Gange

Es liegt ein Bärenmarkt vor. Insbesondere ist der GD200 hier ins Auge zu fassen. Solange dieser unterschritten und fallend ist, muss man mit sehr großer Vorsicht am Markt agieren. Auch der Markt der Kryptowährungen ist zuletzt der enorm eingebrochen.

Hintergrund dürften auch hier die steigenden Zinsen sein. Steigende Zinsen sind in der Regel Gift für Aktienmärkte, Edelmetalle und auch Kryptowährungen. Anleger suchen sich dann eher eine sichere Anlage mit entsprechenden Zinssätzen, als dass sie in risikoreiche Investments gehen.

Der Heikin-Ashi-Chart vom Dax 40 Index (D1)

Dax 40 Index Prognose
Dax 40 Index | Chart von FxEmpire

Was sagt die Trendanalyse (D1) für den Dax 40 Index?

Macd Oszillator: Bei dem wichtigen Indikator muss geprüft werden, ob die Trigger-Linie unter der Signal-Linie ist. Außerdem auch, ob sich der Macd über null befindet. Von insgesamt 10 Macd Analysen ist nicht eine positiv. Insofern ist das als sehr bärisch zu bezeichnen und muss sich ändern.

Gleitende Durchschnitte: Jetzt wird geschaut, ob bei dem Dax 40 Index die GDs steigend sind. Denn steigende GDs kennzeichnen einen Aufwärtstrend. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten ist nicht ein einziger steigend. Insofern ist das als sehr bärisch zu bezeichnen. So geht es nicht weiter!

Parabolic SAR Indikator: Es wird als Letztes noch analysiert, ob sich der Schlusskurs oberhalb vom Indikator befindet. Falls ja, so ist ein valider Aufwärtstrend gegeben. Von insgesamt 10 Parabolic SAR Auswertungen ist nur eine positiv. Damit ist das als sehr bärisch zu bezeichnen, hier drohen weitere Verluste.

Die Auswertung der Trendanalyse

12.05.2022: Nun zur Gesamtauswertung. Alles zusammen sind es 30 Kriterien, davon ist nur ein einziger als positiv zu bezeichnen. Das sind lediglich 3.33 %. Deswegen wird der Status hier auf „Sehr Bärisch“ gesetzt. Aus diesem Blickwinkel ist es klug, mit dem Einstieg in den Dax 40 Index zu warten, bis die Analyse ein besseres Ergebnis bringt.

 

Disclaimer: Trotz sorgfältiger Analyse kann keine Gewähr für Inhalt, Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen gegeben werden. Die Informationen stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder derivativen Finanzprodukten dar. Der Autor übernimmt keine Haftung für auf dieser Website zur Verfügung gestellten Handelstechniken, Analysen und Tradingideen. Der Autor kann in den besprochenen Wertpapieren, bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung investiert sein.

US-Notenbank löst unglaubliche Rally aus!

Die Fakten der gestrigen FED-Tagung

Tickmill-Analyse: US-Indices Handelsperformance

Die wichtigsten Fakten der gestrigen Notenbanksitzung und der anschließenden Pressekonferenz sowie die kurzfristigen Auswirkungen auf EURUSD, GBPUSD und den DAX werden in der heutigen Sendung „Tickmill’s tägliche Tradingideen“ ausführlicher besprochen.

Die wichtigen Informationen betreffen die Leitzinserhöhung um 50 Basispunkte sowie der Aussicht, auf weitere Zinsschritte in dieser Höhe bzw. die Ankündigung des Bilanzabbaus um 47,5 Mrd. USD monatlich für die nächsten 3 Monate.

Die Reaktion der US-Indices war sehr positiv. Der DOW schloss die Haupthandelssession mit einem Plus von über 900 Punkten bzw. 2,81%. S&P500 sowie Nasdaq legten Kursgewinne in Höhe von 2,99% sowie 3,19% an den Tag, während der US-Dollar nachgegeben hat.

Der kurzfristige Chartcheck im EURUSD – Ausbruchsszenario

Tickmill-Analyse: EURUSD im Tageschart

Durch den nachgebenden US-Dollar konnte sich die FX-Paarung EURUSD gestern deutlich behaupten. Gestern eroberte die Gemeinschaftswährung die Marke von 1,0600 USD zurück. Das heutige Tageshoch wurde bei 1,0642 USD markiert.

Sollte das Kaufinteresse innerhalb des heutigen Tages erneut aufflammen und die Kurse über das Tageshoch treiben, liegen die nächsten Kursziele der Gegenbewegung am untergeordneten Zwischenhoch bei 1,0739 USD bzw. im Bereich des Abverkaufslevels von gut 1,0810 USD.

Setzt sich jedoch das Bild der ersten Handelsstunden fort, dann bietet der Auffangbereich um das Jahrestief bei 1,0470 USD eine Orientierung auf der Chartunterseite.

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Wann ist der beste Zeitpunkt für “Sommeraktien”?

Im Monat Mai werden sich viele Anleger an die alte Börsenweisheit “Sell in May and Go Away” erinnern. In einer vergangenen Ausgabe von Seasonal Insights haben wir dieses Phänomen im Detail analysiert, indem wir die Halbjahresergebnisse der elf größten Aktienmärkte nach Marktkapitalisierung ausgewertet haben.

Die Studie zeigt, dass die saisonal schwache Periode in den Sommermonaten von Mai bis Oktober – auch bekannt als “Halloween-Effekt” –
tatsächlich existiert. Insbesondere zwei Länder, Frankreich (CAC40-Index) und Taiwan (TWSE-Index), verzeichneten während des Sechsmonatszeitraums ab Mai Verluste von mehr als 3%.

Gibt es in diesem Zeitraum noch versteckte Perlen, die man finden könnte? Oder sollte man schlicht Aktien aller Sektoren leerverkaufen?

„Prickelnde“ Aktien

Mit dem Beginn des Sommers steigt die Nachfrage nach kühlen Erfrischungsgetränken. Und wer könnte besser für prickelnde Getränke stehen als PepsiCo? PepsiCo scheint tatsächlich eines der Unternehmen zu sein, dessen Aktienkurs mit dem wärmeren Wetter zu steigen beginnt.

Saisonaler Chart der PepsiCo über die vergangenen 10 JahrePepsiCo
Quelle: Seasonax – mit einem Klick auf den Link http://tiny.cc/Seasonax_Pepsi können Sie weitere Analysen durchführen

Beachten Sie, dass der saisonale Chart den durchschnittlichen Kursverlauf der Aktie über die vergangenen Jahre anzeigt. Die horizontale Achse zeigt die Zeit im Verlauf des Kalenderjahrs und die vertikale Achse zeigt die prozentualen Veränderungen im Wert der Aktie (indexiert auf 100).

Aus dem obigen Chart ist ersichtlich, dass die Monate von Ende März bis Ende Juli in den letzten 10 Jahren besonders vorteilhaft für diesen „Sprudelwert“ waren.

Die Häufigkeit der positiven Erträge, die während des hervorgehobenen Zeitraums erzielt wurden erfüllt alle Erwartungen. Dies war sogar in den letzten 2 Jahren der Fall, obwohl gesellschaftliche Begegnungen und Gruppenaktivitäten
aufgrund der Covid-Pandemie eingeschränkt waren. PepsiCo hat seit 2012 in jedem einzelnen Jahr ein positives Ergebnis erzielt – siehe die Erträge in der obigen Grafik.

Heute sind mehr als 50 % der Amerikaner geimpft, und die Freizeitaktivitäten im Freien nehmen allmählich zu. Treibt all dies die Nachfrage nach dieser Aktie weiter in die Höhe?

Gewinnen die „Sommeraktien“ an Momentum?

Werfen wir einen Blick auf andere Aktien, die in den Sommermonaten die Aufmerksamkeit der Analysten auf sich ziehen. Wie in vielen Reports erwähnt, sind Aktien von Fluggesellschaften eine gute Wahl für den Sommer, da dies die
verkehrsreichste Zeit für Flugreisen ist. Delta Air Lines steht dabei ganz oben auf der Liste. Aber spiegelt sich die höhere Nachfrage auch im Aktienkurs wider?

Durchschnittlicher monatlicher Ertrag der Delta Air Lines
Inc. seit 2012

Delta Air Lines Inc.
Quelle: Seasonax – mit einem Klick auf den Link http://tiny.cc/Seasonax_DeltaAirLines können Sie weitere Analysen durchführen

Wie die Statistik zeigt, sind die Sommermonate nicht die besten Monate für diesen Titel. Die starke saisonale Phase beginnt vielmehr ab September und erreicht ihren Höhepunkt im November. Ein Grund dafür könnte sein, dass die Nachfrage nach Flügen im Sommer zwar höher ist, aber viele Menschen
diese Flüge lange im Voraus buchen, weil diese dadurch billiger werden.

Interessanterweise zeigt sich bei der Betrachtung der Aktienentwicklung von Kreuzfahrtgesellschaften derselbe Trend: eine stärkere Performance in den Monaten September bis Dezember und eine schwächere in den Sommermonaten.

Die Aktien von Norwegian Cruise Line Holdings Inc. entwickeln sich im Sommer schwächer, obwohl man annehmen könnte, dass die Nachfrage nach Kreuzfahrten größer ist. Auch hier könnte ein Preisvorteil für Frühbucher eine Rolle spielen.

Durchschnittlicher monatlicher Ertrag der Norwegian
Cruise Line Holdings Inc. seit 2013

Norwegian Cruise Line Holdings Inc.
Quelle: Seasonax – mit einem Klick auf den Link
http://tiny.cc/Seasonax_NorwegianCruise können Sie weitere Analysen durchführen

Auch wenn Delta Airlines und Norwegian Cruise Line Holdings Inc. im Sommer keine starken Leistungen erbringen, werden die Analysten viele andere “Sommeraktien” in Betracht ziehen, die in den Sommermonaten an Dynamik gewinnen. Avis Budget Group, Inc., Pool Corporation oder auch die Walt Disney
Company fallen alle in diese Kategorie.

Aber ist die Entscheidung so eindeutig? Genaue Überlegungen sind der Schlüssel. Es ist wichtig zu wissen, dass jede Aktie ihre eigene, individuelle saisonale Phase hat, die auf soliden fundamentalen Faktoren beruht.

Zu diesen Faktoren gehören
der Zeitpunkt von Zinszahlungen, Steuer- oder Bilanzstichtagen,  Gewinnmeldungen, das Wetter, die Stimmung der Anleger zu bestimmten Zeiten des Jahres, die Produktionszyklen der Unternehmen usw.

Analysieren Sie jede einzelne Aktie mit Seasonax, bevor Sie sich entscheiden, Ihr Geld zu investieren. Wenn Sie sich kostenlos auf https://app.seasonax.com/signup anmelden, können Sie mehr als 25.000+ Instrumente untersuchen, darunter Aktien, (Krypto)Währungen, Rohstoffe und Indizes.

Um diese Aktienchancen noch einfacher zu identifizieren, haben wir einen Seasonality Screener eingeführt. Die preisgekrönten Algorithmen hinter dem Screener basieren auf vorhersehbaren saisonalen Mustern und sind so konzipiert, dass sie ab einem bestimmten Datum Handelsmöglichkeiten
mit überdurchschnittlichem Gewinnpotenzial finden.

Denken Sie daran: don’t just trade it, Seasonax it!

Mit freundlichen Grüßen,
Tea Muratovic
Mitbegründerin und geschäftsführende Partnerin von Seasonax

S&P 500 Index – Der Druck erhöht sich!

Mit dem Generieren eines neuen Tiefpunkts ist den Bären vom S&P 500 Index ein kräftiger Schlag zur Unterseite gelungen. So tief wie gestern standen die Kurse zuletzt im Mai letzten Jahres. Das ist grundsätzlich gesehen ein bärisches Zeichen. Schaut man sich die Trendanalyse an, so zeigt sich auch dort eine absolut negative Situation auf. Die Vorteile liegen also derzeit eher aufseiten der short-orientierten Anleger.

Was positiv zu beurteilen ist, ist, dass der Preis gestern noch zum Schlusskurs anzog und eine gute Handelskerze entstand. Aus dieser Sicht heraus könnte es sein, dass sich zunächst eine kleine Erholung einstellt. Der Stochastik Indikator befindet sich zum wiederholten Male in der überverkauften Zone. Dies könnte auch dafür sprechen, dass sich die Abwärtsbewegung abschwächt.

S&P 500 Index – 4.100er-Marke muss halten

Auf der Unterseite kommen im ungünstigsten Fall weitere Kursrückgänge infrage. Preislich ist die 3.900 und sogar 3.725er-Marke zu nennen. Um das Blatt für den S&P 500 Index deutlich ins Positive zu drehen, muss als allererstes das kleine Hoch vom 28. April bei 4.308 USD aufgebrochen werden. Dann muss zwangsläufig der 200-Tage-Durchschnitt zurückerobert werden. Dieser kommt bei 4.491 USD fallend zur Unterseite gelaufen.

Fazit – die Indikation zeigt beim S&P 500 sehr deutlich einen Bärenmarkt an. Die Gefahr, dass dieser sich weiter fortsetzt, ist recht groß. Derzeit liegen die Augen auf dem Unterstützungsbereich von etwa 4.100 USD. Dieser muss für die positive Aussicht halten.

Der Heikin-Ashi-Chart vom S&P 500 Index (D1)

S&P 500 Index Prognose
S&P 500 Index | Chart von FxEmpire

Jetzt eine Trendanalyse (D1) für den S&P 500 Index

Macd Oszillator: Es wird bei dem oft verwendeten Indikator geschaut, ob die Signal-Linie über der Trigger-Linie ist. Zudem auch, ob der Macd über null notiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen ist nicht eine positiv. Insofern ist das als sehr bärisch zu bezeichnen und muss sich ändern.

Gleitende Durchschnitte: Nun wird geprüft, ob bei dem S&P 500 Index die GDs steigend sind. Denn steigende GDs zeigen einen Aufwärtstrend an. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten ist nicht ein einziger steigend. Insofern ist das als sehr bärisch zu bezeichnen. So geht es nicht weiter!

Parabolic SAR Indikator: Als Letztes muss analysiert werden, ob sich der Indikator unterhalb vom Schlusskurs befindet. Falls ja, dann ist ein bestätigter Aufwärtstrend gegeben. Von insgesamt 10 Parabolic SAR Auswertungen ist nicht eine einzig positiv. Das ist mega bärisch, hier drohen weitere Verluste.

Die Auswertung der Trendanalyse

03.05.2022: Nun zur Gesamtauswertung. Alles zusammen sind es 30 Kriterien, davon ist kein einziger als positiv zu bezeichnen. Das sind lediglich 0.00 %. Deswegen wird der Status hier auf „Sehr Bärisch“ gesetzt. Aus diesem Blickwinkel ist es klug, mit dem Einstieg in den S&P 500 Index zu warten, bis die Analyse ein besseres Ergebnis bringt.

 

Disclaimer: Trotz sorgfältiger Analyse kann keine Gewähr für Inhalt, Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen gegeben werden. Die Informationen stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder derivativen Finanzprodukten dar. Der Autor übernimmt keine Haftung für auf dieser Website zur Verfügung gestellten Handelstechniken, Analysen und Tradingideen. Der Autor kann in den besprochenen Wertpapieren, bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung investiert sein.

DAX auf 15.000 Punkte! Trotz oder gar wegen des Ukraine-Krieges?

Es war ein holpriger Start in den Mai für den deutschen Leitindex DAX. Nachdem der Monat April in der Summe leichte Verluste in Höhe von 2,20 Prozent bzw. Minus 317 Punkte für den DAX einbrachte, sah es am 2. Mai kurz so aus, als wenn sich diese negative Tendenz im neuen Monat gleich fortsetzen würde.

DAX im Kursverlauf

DAX: Unsicherheiten wohin man auch schaut

Die derzeitige Gemengelage könnte kaum unübersichtlicher, unberechenbarer und damit unsicherer sein als in diesen Wochen. Angefangen in China, wo die Null-Covid-Strategie noch immer weiter restriktiv verfolgt wird, damit jedoch der globale Warenverkehr massiv gehemmt und Lieferketten unterbrochen werden.  

Dazu kommt der nicht enden wollende Krieg in der Ukraine, der jedoch zumindest an der Börsen mittlerweile kaum noch eine Rolle zu spielen scheint. Die möglichen Gas- und Ölembargos von Deutschland, der EU und anderen Ländern sind, wenn sie denn kommen sollten, keine große Überraschung mehr. Und auch eine wirtschaftliche Abkühlung bis hin zu einer Rezession käme nicht aus dem Nichts, sondern bahnt sich ja bereits mit den jüngsten negativen Daten aus den USA an.

Des Weiteren steht über allem das große Gespenst der Stagflation. Also die wirtschaftliche Stagnation gepaart mit einer hohen Inflation. Dieses Szenario wird hingegen überschattet mit einer drohenden Zinswende, die sich konkret bereits in den USA andeutet.

Charttechnischer Fahrplan wird weiter abgespult

Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, dass sich der DAX verhältnismäßig gut schlägt. Doch im Gegensatz zu mittlerweile überteuerten Immobilien, ist der deutsche Aktienmarkt weiterhin als preiswert zu bezeichnen. Und selbst ein Zinsanstieg auf 1 % in diesem Jahr würde wohl kaum jemanden darin hindern, in langfristig attraktive Aktien zu investieren.

Attraktiv ist derzeit auch die Charttechnik des DAX. In der letzten Einschätzung vom 8. April „DAX scheitert am Widerstand! Wo liegen jetzt die Kursziele?“ sah die Prognose einen weiteren Abriss auf ca. 14.000 Punkte 13.775 Punkte vor.

Am 27. April wurden es final im Tief sogar 13.566 Punkte. Die besagte Unterstützungslinie wurde in diesem Zusammenhang also leicht nach unten verlassen. Noch am gleichen Tag wurde sie jedoch zurückerobert, sodass hier ein klassischer Fehlausbruch vorliegt.

DAX mit charttechnischer Unterstützung

DAX könnte 15.000 Punkte im Sommer erreichen

Für den DAX sind das gute Nachrichten. Wer die aktuelle Gemengelage aktuell nicht ohne Weiteres unter einen Hut bekommt, schaut einfach auf den Chart. Immerhin dieser gewährt zumindest etwas Sicherheit und Ruhe.

Wie skizziert, hat der DAX jetzt die Chance auf einen erneuten Test der 15.000 Punkte Marke. Irgendwann im Laufe des Sommers könnte es damit soweit sein. Bedingung dafür ist allerdings, dass es keinen neuen Korrekturtiefs unterhalb von 13.566 gibt. Denn dann würde die besagte wichtige Unterstützungslinie ihre Bedeutung verlieren. Der DAX würde entsprechend weiter in Untiefen bzw. deutlich unter 13.000 abdriften.

DAX, DOW und Co. holen Wochenverluste auf – Die Chance erneut teurer zu verkaufen!

Erholungsrally im DAX

Tickmill-Analyse: DAX im Tageschart

Seit dem Märzhoch bei etwas über der Marke von 14.900 Punkten haben sich die Käufer deutlich zurückgehalten. Zwar gab es zwischenzeitlich immer wieder Erholungsversuche, doch deren Nachhaltigkeit blieb aus. Fallende Hochs und fallende Tiefs kennzeichnen das derzeitige Chartbild im DAX und sprechen eine klare Sprache.

Der Abwärtstrend ist weiterhin richtungsführen. Kursanstiege über mehrere Tage haben daher den Charakter einer korrektiven Phase. Mit Blick auf die aktuelle Verortung im Bereich des aktuellen Wochenhochs bei gut 14.162 Punkten eröffnen zwei Möglichkeiten. Das Thema Korrekturausweitung kommt dann ins Spiel, wenn der Markt Kurse oberhalb des genannten Wochenhochs akzeptiert.

In diesem Fall öffnet sich das Feld für Zuwächse in Richtung des Abwärtstrendhochs bei 14.605 Punkten. Kommt es jedoch zum Abprall, der mit Kursen unter dem aktuellen Tagestief bei 13.990 Punkten einhergeht, generiert der DAX ein neues Verkaufssignal. In diesem Fall deuten die Zeichen auf weitere Kursrückgänge hin.

Als grobes Orientierungslevel im Sinne einer Trendfortsetzung steht dann zunächst das Trendtief bei 13.528 Punkten im Raum.

DOW 30 kurzfristig ebenfalls an wichtigem Entscheidungslevel

Tickmill-Analyse: DOW im Stundenchart

Das grobe Bild im DOW 30 kann mit den oben beschriebenen Fakten des DAX verglichen werden. Der Weg des leichteren Widerstandes führt auch hier eher in Richtung der Chartunterseite. Die Erholungstendenz wird auch im DOW gespielt. Seit Mittwoch gab es keine fallenden Tiefs. Im Stundenchart ist die Aufwärtstendenz sauber erkennbar.

Sollten die Käufer weiter aktiv bleiben und Kursanstiege über 34.055 Punkte bzw. das Stundenhoch bei 34.130 Punkten verursachen, ebnet sich der Weg für eine Ausweitung der Erholung in Richtung des Verlaufshochs bei 34.790 Punkten. Fällt die Notierung jedoch unter das heutige Tagestief bei 33.757 Punkten, entsteht wie im DAX ebenfalls ein Verkaufssignal. Das erste wichtige Orientierungslevel stellt in diesem Zusammenhang das Wochentief bei 33.106 Punkten.

 

 

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Ihr Mike Seidl

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