Coinbase nimmt erstes Bitcoin-Darlehn bei Goldman Sachs auf

Obwohl Bitcoin-gesicherte Kredite für Kryptounternehmen und dezentrale Protokolle, die “Wrapped Bitcoin” für Ethereum-basierte Anwendungen verwenden, nicht ungewöhnlich sind, könnte der jüngste Schritt von Goldman Sachs, einen solchen Kredit an Coinbase zu genehmigen, darauf hindeuten, dass die Wall Street sich der Anlageklasse annähert.

Coinbase erster Kreditnehmer

Coinbase, Amerikas größte Kryptowährungsbörse, hat sich als das unbekannte Unternehmen entpuppt, das den ersten Bitcoin-gesicherten Kredit von Goldman Sachs an der Wall Street aufgenommen hat.

Laut Bloomberg wurde das von Goldman ausgegebene, mit Bitcoin besicherte Darlehen von Coinbase aufgenommen, um die Beziehungen zwischen DeFi und TradFi zu stärken.

Die jüngste Zusammenarbeit von Coinbase mit Goldman Sachs ist ein wichtiger Schritt zur Anerkennung von Kryptowährungen als Sicherheiten. Dies wird dazu beitragen, die Brücke zwischen der Fiat- und der Krypto-Wirtschaft zu vertiefen.

Volatilität von Bitcoin

Zu diesem Zeitpunkt ist nicht bekannt, wie viel das Darlehen in Dollar kosten wird. Das Darlehen wurde jedoch durch einen Teil des Gesamtbestands von Coinbase in Höhe von 4.487 Bitcoin gesichert. Bei den derzeitigen Kursen entspricht das etwa 165 Mio. Euro.

Das Darlehen unterliegt einem 24-Stunden-Risikomanagement. Das bedeutet, sobald der BTC Preis fällt, muss Coinbase seine BTC-Sicherheuten wieder aufstocken.

Mit Kryptowährungen unterlegte Kredite wurden von traditionellen Finanzinstituten wegen der Volatilität von Kryptowährungen stets als zu riskant angesehen.

Commerzbank beantragt BaFin-Lizenz

Die Commerzbank ist eine der führenden Banken, die Dienstleistungen im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten anbietet. Diese gab bekannt, dass sie bei der Aufsichtsbehörde des Landes “Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)” eine Gewerbeerlaubnis für die Verwahrung von Krypto beantragt hat.

Commerzbank steigt in Krypto ein

Am 14. April erklärte ein Vertreter der Commerzbank, dass die Bank im ersten Quartal 2022 eine Lizenz zur Verwaltung von Kryptowährungen beantragt hat. Im Falle einer Genehmigung könne sie sowohl Handelsdienstleistungen als auch die Lagerung und den Schutz von verschlüsselten Vermögenswerten anbieten.

Dieser neue Dienst würde sich an die institutionellen Kunden der Commerzbank richten. Die Kundenbasis der Commerzbank umfasst mehr als 28.000 Gruppen von Firmenkunden und fast 11 Millionen Privatkunden und Unternehmer in Deutschland.

Die Commerzbank hat ihre Blockchain-Initiative 2018 gestartet. Im darauffolgenden Jahr wickelte sie einige ihrer ersten Transaktionen mit anderen Großbanken über eine sichere Kreditplattform mit Distributed-Ledger-Technologie (DLT) ab. Im August kündigte sie eine Partnerschaft an, um einen digitalen, auf Blockchain basierenden Marktplatz für aktuelle Anlageklassen, einschließlich Kunst und Immobilien, zu schaffen.

Wie sieht die Lage in Deutschland aus?

Ab dem 1. Januar 2020 muss jedes Unternehmen, das beabsichtigt, in Deutschland Kryptowährungsdienstleistungen anzubieten, zunächst die Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, allgemein bekannt als BaFin, einholen.

Bisher wurden nur vier Unternehmen genehmigt, aber die BaFin erklärte, dass sie die Anträge von mehr als 25 Unternehmen prüfe, die an dem Betrieb von Bitcoin-Verwahrstellen interessiert seien.

Die Commerzbank wurde die erste Bank, die sich um die Lizenz beworben hat. Sie reiht sich damit in eine lange Liste von Organisationen ein, die sich als Verwahrstelle für Kryptowährungen beworben haben. Coinbase war das erste Unternehmen, das im Januar 2021 eine Lizenz zur Verwahrung von Kryptowährungen in Deutschland erhalten hat.

Banken auf der ganzen Welt sind zunehmend daran interessiert, ihre Dienstleistungen um Kryptowährungen zu erweitern. Dazu gehört auch der Bankenriese Goldman Sachs. Er plant, seinen wohlhabenden Kunden im zweiten Quartal 2022 Kryptowährungsdienstleistungen anzubieten.

Bis zum nächsten Flughafen und noch viel weiter

Der online Fahrtenvermittlungsdienst Uber ist schnell gewachsen und kann inzwischen solch große Namen wie Benchmark Capital, Goldman Sachs und Google Ventures zu seinen Investoren zählen. Unter anderem durch die Erhebung einer Provision von mehr als 25% des Fahrtpreises hat Uber im Jahr 2021 einen Umsatz von $17.5 Milliarden gemacht, was einem Wachstum von 56.70% entspricht.

Trotz zahlreicher Proteste von Taxiunternehmen konnte sich die App weltweit durchsetzen und ist zurzeit auch in 8 deutschen Städten vertreten. Dort allerdings vermittelt es Fahrten nicht mehr an private Fahrer mit eigenen Autos, sondern ausschließlich an lokale Mietwagen und Taxiunternehmen.

Das liegt an einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 2017, in dem dieser Uber als Verkehrsdienstleister statt als reinen Vermittler von Fahrdiensten einstufte, was dazu führte, dass auch Uber-Fahrer eine Lizenz benötigen. Trotz dieser Auflösung des ursprünglichen Geschäftsmodells ließ sich das Unternehmen aber nicht aufhalten.

Nun will Uber uber…Verzeihung…über Kurzstrecken hinaus. Erstmals in Großbritannien soll mit der App künftig auch die Buchung von Fernreisen mit Intercity-Zügen, Reisebussen und Flügen möglich sein. Der größere Plan dahinter ist, die App zu einer allgemeinen Reisebuchungsplattform zu erweitern, die schon bald auch Hotels einschließen könnte.

Damit soll den Nutzern eine „nahtlose Tür-zu-Tür-Erfahrung“ geboten werden, so Jamie Heywood, Ubers Geschäftsführer für Großbritannien, Nord- und Osteuropa. Um all das zu realisieren, will das Unternehmen mit bestehenden Reisebuchungsservices zusammenzuarbeiten, hat allerdings noch keine genaueren Details dazu bekannt gegeben.

Das Hinzufügen von weiteren Transportmitteln soll die Kern-App stärken und zusätzliche Vermittlungsgebühren einbringen. Bereits 2019 hatte Uber E-Bikes und die Londoner U-Bahn in die App aufgenommen. Zug- und Busbuchungen werden nun schon ab Sommer in Großbritannien möglich sein, Flüge werden etwas später in diesem Jahr eingeführt und Hotels sind für nächstes Jahr vorgesehen.

Uber will also weiter wachsen und wir wollen das Unternehmen dabei begleiten. Daher haben wir es aktuell auch für unser neues Tech30-Paket eingeplant, das bald erscheinen wird. Eine Kurznachricht zu unserem Einstieg am 04.04.2022 haben Sie ja bereits erhalten. Nicht? Dann melden Sie sich jetzt für unseren Newsletter an und verpassen Sie keine Einstiege mehr.

https://www.ft.com/content/230b2160-35e1-4acc-9628-6a0dfe19eab1

https://de.wikipedia.org/wiki/Uber_(Unternehmen)

https://www.onvista.de/aktien/unternehmensprofil/Uber-Aktie-US90353T1007

https://www.finanzen.net/aktien/uber-aktie

 

Bitcoin im Hoch

Bis wohin steigt Bitcoin?

Die Kryptowährung Bitcoin wurde für $43.300 am Dienstag gehandelt. In den letzten 24 Stunden ist der Token um 3,7% gestiegen. Zur gleichen Zeit stieg Ethereum um 2,5% auf etwa 2992 $.

Es wird ein weiterer Anstieg von Bitcoin erwartet, welcher bis zu 45 000$ reichen könnte und als positiver Katalysator dienen könnte. Ein bestätigter Ausbruch über 42 500$ könnte die Tür zu einer weiteren Widerstandszone zwischen 45 500$ und 46 000$ öffnen, so Analysten.

John Williams, der Präsident der New Yorker Federal Reserve, wird am Dienstag eine Rede halten. Die Anleger warten auf Kommentare diesbezüglich.

Am Montag bekräftigte Jerome Powell, dass die Zentralbank die Zinssätze bei künftigen Sitzungen um jeweils mehr als 25 Basispunkte anheben könnte, wenn die Entscheidungsträger dies in ihrem Kampf zur Kontrolle der US-Inflation, die im Zuge der Coronavirus-Pandemie ein 40-Jahres-Hoch erreicht hat, für notwendig erachten.

GS handelt mit Bitcoin

Goldman Sachs sagte am Montag, dass sie in den Markt für digitale Vermögenswerte eingetreten ist, indem sie ihren ersten außerbörslichen Handel mit Krypto-Optionen durchgeführt hat.

Goldman Sachs bietet Ethereum Derivate an

Angebot an ETH

Einem Bericht der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) zufolge bietet Goldman Sachs seinen Kunden nun Zugang zum “Galaxy Institutional Ethereum Fund” mit einer Mindestanlage von 250.000 US-Dollar. Der Fonds wurde ursprünglich von Galaxy Digital, einer Krypto-Investmentfirma, im vergangenen März aufgelegt.

Goldman Sachs hat bereits über 50,5 Millionen Dollar an 28 seiner Kunden verkauft.

In der Einreichung wird auch die unabhängige Vermögensverwaltungsfirma CAIS Capital als Empfänger von Vermittlungsgebühren für die Empfehlung ihrer Kunden an den Ethereum-Fonds von Galaxy Digital genannt. Die Höhe der Einführungsgebühren, die Goldman Sachs und CAS Capital erhalten, wurden in dem Formular nicht bekannt gegeben.

ETH Preis

Die Nachricht folgt darauf, dass Galaxy Digital eine Position als Liquiditätsanbieter für Goldman Sachs’ Bitcoin BTC Futures-Kontrakte, die im Juni 2021 gehandelt wurden.

Ethereum Chart

Derzeit wird Ethereum bei $2.718 gehandelt, nachdem der Preis in den letzten 24 Stunden um fast 6,5 % gestiegen war.

Goldman Sachs & Bridgewater: Auf anständig machen, kurz vor der Implosion

Von Tugendschau zur taffen Eliteansage

Seit einigen Jahren ist zu beobachten, wie in praktisch allen Bereichen – von ethnischen Spannungen bis zur Impfakzeptanz – gerne Tugendhaftigkeit zur Schau getragen wird, die zugegebenermaßen fragwürdig ist.

Ich denke dabei auch an Hollywoods edelste Vertreter, welche John Lennon singen oder aber an Howard Stern und Arnold Schwarzenegger, die frömmelnd die Ungeimpften kriminalisieren.

Mit anzusehen, wie Menschen, die völlig fremd in der Materie sind, Kenntnis und Urteilsvermögen vortäuschen, mag auf viele von uns komisch wirken, doch leider ist es auch sehr tragisch.

Wer sich hingegen mit aufgeblähten Risikoanlagen, bedrängten Zentralbanken, fatalen Schuldenständen und Führungsinkompetenz beschäftigt, dem dürfte das plötzlich vermehrt aufkommende Gezeter von Stinktieren, die der heimischen Finanzelite entstammen, bald ebenso tragikomisch vorkommen.

Angsthasenspiel: Wie Bank-Falken mit dem Märkten spielen

Seit über einem Jahr warnen wir davor, dass die deutlich artikulierte Bereitschaft der Fed zur „Bilanzsummenstraffung“ einerseits sowie deutlich „telegrafierten“ Zinserhöhungen andererseits nichts Gutes ahnen lässt für die schuldengetränkten Wertpapiermärkte, deren Überleben allein noch am Niedrigzins/ billigen Finanzierungskosten hängt.

Kurz: Wenn uns die US-Notenbank mit ihrer Niedrigzinspolitik die aktuelle Everything-Bubble beschert hat, dann wird eine strenge, zinstreibende Zentralbank diese Bubble auch wieder verschwinden lassen.

Solchen Selbstverständlichkeiten zum Trotz ließen sich einige Experten dazu hinreißen, in letzter Minute selbst ein paar aufgeplusterte, taffe Ansagen beizusteuern – im Angsthasenspiel zwischen einer Zentralbank und einen zentralisierten Markt.

Danke für nichts Goldman Sachs

Härte und Mut markierend zeigte sich nun der Präsident der Goldman Sachs Group, Inc., John Waldron, offen kritisch gegenüber der Unabhängigkeit der Fed sowie steigender Inflationsquoten.

Er erklärte dahingehend kürzlich, „man müsse wohl Paul Volcker zurückholen“, um die allgemeinen Entwicklungen durch Zinserhöhungen abzufangen und die dringend benötigte Disziplin in unsere überhitzten Märkte zu bringen.

Das ist ja mal ‘ne Ansage.

Waldron – Sprachrohr einer Bank, die offenkundig mit staatlichen Rettungspakten aber auch rekordbrechender Marktblasenbildung in Verbindung steht – meinte zudem noch, dass die Federal Reserve besser mit gerechter und stetiger Hand geführt werden sollte, „die nicht darauf schaut, was an den Märkten passiert.“

Womöglich hat Waldron ganz vergessen, dass auch Goldman Sachs in der Zeit um 2006 keine wirklich „gerechte und stetige Führungshand“ im ABS/CDS-Desaster bewiesen hatte.

Nun ja, solche Ironien des Schicksals gibt es hier wirklich zuhauf…

Eine so deutliche Ansage ist schon ein ziemlich dickes Ding! Gerade wenn sie von einem Banker kommt, der weiß (und stets wusste), dass das geheime aber doch hauptsächliche Fed-Mandat immer schon die Stützung eines ansonsten zum Scheitern manipulieren Marktes gewesen ist – einschließlich aller Too-Big-To-Fail-Banken, wie der seinen. Man frage nur den ehemaligen US-Finanzminister – zuvor Goldman-CIO – Hank Paulson oder aber den ehemaligen FED-Chef und späteren Marktmacher (-magier) Ben Bernanke.

Waldron weiß aber auch, dass die parabolischen Zuwächse an den Aktienmärkten nach März 2020 direkt korreliert sind mit einer Verdoppelung der Fed-Bilanzsumme auf über 9 Billionen $ innerhalb von nur 2 Jahren; ein Schachzug, den andere Zentralbanken kopierten…

Erstaunlicherweise kritisiert Waldron die Federal Reserve trotzdem öffentlich dafür, dass es ihr seit 40 Jahren an Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit fehle. Keine schockierend neue Einsicht für alle, die die offene Beziehung zwischen der Fed und der völlig von der Fed abhängigen US-Regierung im Blick haben.

Urplötzlich meint Waldron, als sei er gerade aus einem 40-jährigen Dornröschenschlaf erwacht, dass es die Fed jetzt mit dem Gelddrucken zu weit getrieben habe (siehe oben) … ?

Zu Wenig, Zu Spät

Wenn Waldon jetzt Mut markiert, wie ein Soldat, der sich erst nach Kriegsende freiwillig einziehen lässt, dann ist das zu wenig, und es kommt auch zu spät.

Sie haben ja Recht Mr. Waldron, die Bilanz der US-Notenbank ist ein beschämendes Armutszeugnis, allerdings nicht erst seit gestern… .

Jede signifikante Reduzierung der US-Staatanleiheankäufe würde auch einen signifikanten Rückgang der Anleihepreise bewirken und somit zu einem signifikanten Anstieg der Anleiheerträge als auch Zinssätze führen.

Wir wissen zumindest (außer vielleicht Mr. Waldron, wie es scheint): Für einen Weltmarkt, der sich aus dem größten Schuldenberg der Geschichte speist, wirken Zinserhöhungen vom Typ „Volcker“ wie im Wasser auftauchende Haiflossen. Bequemerweise blieb dieser Schuldenberg, mit all seinen fatalen Konsequenzen, im öffentlichen Aufschrei Waldrons unerwähnt.

Sobald es zu teuer wird, diese (Staats-, Unternehmens- und Privat-) Schulden zu bedienen, implodiert das gesamte System. Punkt. Und Ende.

Und implodieren wird es.

Also, Mr. Waldron: Warum vergaßen Sie, diesen „fun fact“ in Ihrem jüngsten „Aufreger“ auf Bloomberg zu erwähnen?

Danke für Nichts, Mr. Waldron

Man braucht es eigentlich nicht erwähnen: Je größer die Blase, desto größer, danach beim Platzen, der „Krach“. Und in diesem Kontext ist Goldman, zusammen mit der Fed, ein zwangloser Partner beim Entstehen der größte Risikoanlagenblase gewesen, die es in der Geschichte der modernen Kapitalmärkte je gegeben hat (siehe unten). Kurz: Danke für nichts, Mr. Waldron.

Wenn Waldron jetzt die Alarmglocken läutet, dann riecht das stark nach einem unkaschierten (und auch scheinheiligen) Versuch, sich und seine Bank für einen späteren „Ich-hab’s-doch-gesagt“-Moment zu positionieren (wobei schon jetzt die Tugendhaftigkeit des frühen Mahners markiert wird?). Fast schon so dreist wie Larry Summers, der damals vor Schulden warnte, obwohl er eben noch die Derivatemärke dereguliert hatte, welche dann 2008 die Märkte zur Hölle fahren ließen.

Oder, wie schon an anderer Stelle geschrieben: Experten ist eben nicht immer zu trauen.

Dem mutigen Taper-Talk und kühnen Fed-Attacken zum Trotz erwähnt Waldron an keiner Stelle (wirklich an keiner!) die regelrecht astronomischen Verschuldungsstände in den USA und weltweit.

Leute wie Waldron (aber selbst Genies wie Jeremy Grantham) übersehen immer wieder diesen (nationalen, fiskalischen als auch globalen) Elefant im Zimmer; denn sobald der Schuldenmarkt unter seinem Eigengewicht (und unter den steigenden Zinssätzen im Tapering-Szenario) zusammenbricht, werden Wertpapiermärkte, Währungen und folglich Ökonomien überall auf der Welt in eine Abwärtsspirale gezogen.

Und welche Tugenden werden Banken wie Goldman dann vorschützen?

In der Zwischenzeit, und im ständigen Kampf gegen das anstehende Ausbluten, wird man womöglich massenhaft neues Fiat-Computergeld herbeiklicken, um das eigentlich unrettbare und Fed-erzeugte Schuldenmonster weiter zu schützen.

Natürlich wirken solche „Dauernotfallmaßnahmen“ tödlich für die Kaufkraft von Währungen, wahrscheinlich werden sie auch der Auslöser des gar-nicht-so-geheimen „Bretton Woods 2.0-Resets“ sein, den der IWF schon 2020! deutlich durchscheinen ließ.

Mehr markierte Strenge: Bridgewater mischt mit

Unterdessen werden auch bei Bridgewater harte Schwinger in Richtung Fed ausgeteilt. Hier übernimmt Greg Jensen, der – nachdem er jahrelang die beschämend grotesken, unnatürlichen und beispiellosen Auswüchse im S&P, DOW und NASDAQ beobachte (und auch nutzte) – ganz plötzlich eingesteht, dass die Zeit jetzt reif sei für strenge Fed-Politik und auch für Härte mit den Märkten.

Auch das ist ein ganz schön dickes Ding… und es kommt ebenfalls zu spät, Mr. Jensen.

Schauen Sie sich nur das Ausmaß dieser Aktienmarktblase an, an der sich Banken wie Goldman und Fonds wie Bridgewater seit mehr als 10 Jahren im Umfeld exzessiver Fed-Geldpolitik ungeniert labten:

Leute, wenn der Chart kein Beweis für die Existenz einer fatalen und Fed-erzeugten Megablase ist, dann weiß ich auch nicht…

Historische Persönlichkeiten von David Hume bis Ludwig von Mises (ganz zu schweigen von Thomas Jefferson oder Andrew Jackson) hatten davor gewarnt, und die Geschichte – vom Alten Rom über das Frankreich der 1790er bis hin zu Bear Stearns 2008 – hat es bestätigt: Je größer die schuldeninduzierte Party, desto tödlicher der Kater.

Jensen zumindest prognostiziert einen Kater am Aktienmarkt von mindestens -20 % für den Fall, dass die Fed jetzt Rückgrat bekäme und geldpolitisch streng werde/ bliebe (was er der US-Notenbank mit seinem „tugendhaften Ratschlag“ ja nahelegt).

Also wirklich Mr. Jensen: 20 % ist derart optimistisch, dass es fast schon albern wirkt.

Eine kurze Lektion in Mittelwertrückkehr

Ich möchte Mr. Jensen von Bridgewater an eine kleine, simple Marktkraft erinnern, die er mit seinen Kollegen in Connecticut sicherlich schon mal am Wasserspender diskutiert haben dürfte: die Mittelwertrückkehr.

Die Rückkehr zum Mittelwert ist in der Tat eines der beständigsten und natürlichsten Gesetze – selbst in unnatürlichen/ künstlichen Märkten wie den unseren.

Das heißt: Überkaufte als auch überverkaufte Wertpapiere werden am Ende unausweichlich wieder zu ihren preislichen Mittelwerten ‘zurückkehren’.

Also sehr ähnlich einem Gummiband, das (nach oben oder unten) gedehnt wird und am Ende kräftig zurückschnippst.

Falls jemand wissen möchte, wie stark und weit dieses Zurückschnippsen unter den heutigen Marktbedingungen potentiell ausfallen kann, der sollte sich das folgende Blasen-Diagramm mit Mittelwertrückkehrfolgenabschätzung anschauen…

Noch einmal: Eine „Rückkehr“ – oder eben Verluste – von 20 %, ausgehend von diesen Fed-induzierten, herzrasenden Marktkursen, ist, gelinde gesagt, einfach nur optimistisch.

Die dargestellten Widerstandslinien deuten an, dass die schmerzlichen Probleme (Mittelwertrückkehr), die auf die aufgeblähten Märkte zukommen, deutlich härter sein werden als bloß 20 %, wie von Jensen vorgeschlagen. Stattdessen werden sie viel eher Verlusten von mindestens -53 % bis -68 % gefährlich nahekommen.

Bücherflüsterer?

Banken und Hedgefonds reden natürlich gerne in der Öffentlichkeit über die eigenen Bücher. Und man könnte sich fast die Frage stellen, ob Goldman und/ oder Bridgewater, die die Spielzüge der ethisch defizitären Ära eines Elon Musk nur allzu gut kennen, vielleicht die eigene Short-Positionierung durchblicken lassen (oder in Musks Fall, den berühmt berüchtigten 2018er „Finanzierung gesichert“-ShortSqueeze).

Schwer zu sagen.

Spaßig wird’s nicht

Eine Sache lässt sich aber locker sagen: Wenn den strengen Ansagen der Fed tatsächlich auch geldpolitische Straffungen folgen, dann wird das kein Spaß für Aktien und Anleihen, bei denen ein wirkungsvoller, zum Mittelwert zurückführender „Stich“ längst überfällig ist.

Wir alle erinnern uns aber auch noch an 2018, als die Fed versuchte, vor Weihnachten geldpolitisch zu straffen und die Zinssätze anzuheben.

Zinssatzerhöhungen um 25 Basispunkte reichten und der Markt bekam sofort einen „Kotzanfall“. Dann lenkte die Fed, Anfang 2019, auch sofort wieder ein.

Kurz: Die Falken wurden richtig schnell zu Tauben.

Jensen zumindest meint, die Fed werde diesmal nicht zuerst „blinzeln“, sondern diszipliniert und hart bleiben wegen der derzeitigen Inflationsgefahr – der große Unterschied zu 2018, so Jensen.

Mit anderen Worten: Notfall-QE-Lockerungen (=laxe Fed-Politik) werden, anders als in den Vorjahren, nicht folgen.

Ich bin mir da nicht so sicher.

Schulden + Steigende Zinsen sind wichtig!

Anders als Jensen frage ich mich jedoch, wer denn nun die unbeliebten staatlichen Schuldverschreibungen der USA (alias US-Staatsanleihen) noch kaufen will, wenn die „tapernde“ Fed nicht mehr als der „expansive“ Käufer der letzten Instanz auftritt?

Man erinnere sich: Anleiheerträge (und im weiteren Sinne auch die Zinssätze) bewegen sich gegenläufig zu den Anleihekursen. Wenn sich die Fed-Nachfrage nach Anleihen „ausdünnt“, fallen die Anleihekurse und die Zinssätze (jene tödlichen „Haiflossen“) steigen.

Die Ökonomen der Bank of America prognostizieren dahingehend sieben strenge Zinssatzerhöhungen für 2022 und eine Fed Funds Rate im Bereich von 2,75 % – 3 %.

Das sind ganz schöne Ansagen. Was die Bank of America (als auch Waldron und Jensen) dabei nicht diskutieren: Derartige Zinssatzerhöhungen lassen auch die Kreditfinanzierungskosten der USA und ihres mit 30 Bill. $ übervollen Kneipendeckels auf 4 % bis 5 % ansteigen. Allein die Zinsleistungen für bestehende Schulden würden sich auf Grundlage dieser prognostizierten Zinssätze auf ca. 1,5 Bill. $ belaufen.

Denken Sie über diese Zahl nach, und lesen Sie den letzten Satz noch einmal.

Um die bestehenden Schulden zu finanzieren, müssten 40 % der US-Steuereinnahmen allein für Zinszahlungen vorgemerkt werden. Und das ist ein historisches, grell blinkendes Signal dafür, dass eine Nation und ein Finanzsystem ganz knapp vor einer unverblümten, selbstverschuldeten Schuldenkrise steht.

Falken, Angsthasen und Elefanten

Kurz: Einige Wunderkinder unserer Banken und Hedge Fonds, die so stolz Klartext sprechen, übersehen anscheinend den Schuldenelefant mitten im Zimmer, während eine zurzeit strenge US-Notenbank mit den rekordhohen und markttopreifen Märkten das Angsthasenspiel spielt.

Ob Sie es glauben oder nicht, Uncle Sams gesamte Schuldverpflichtungen (also Rentenschulden, Staatsschulden, Medicare, Sozialversicherung…) liegen bei 1000 % des eigenen BIP. Das heißt nur: Die USA werden ihre „elefantöse“ Verschuldung nie und nimmer zurückzahlen.

Niemals.

Unterdessen werden die angepassten Zinskosten für diese Gesamtverschuldung weit über den US-Steuereinnahmen liegen, die aber angesichts einer drohenden Rezession nur weiter sinken werden aber nicht steigen …

In aller Kürze zusammenfasst: Wieder einmal zeigen Experten gar nicht so viel Expertise.

Ein (realistischer) Blick nach vorn

Obgleich niemand derart feststehende, hartnäckige und deprimierende Fakten mag, so ist es an der Zeit, dass wir alle offen und realistisch über Schulden reden, und nicht ausschließlich über eine ohnehin schon schuldige, diskreditierte und korrumpierte Fed (dank Patient Null Greenspan und allen weiteren Fed-Chefs, die ihm im Amt folgten).

Auch wenn es vielleicht erfrischend wirkt, zu beobachten wie jemand bei Goldman oder Bridgewater sich öffentlich mit eben jener Fed anlegt, so ist das, wie oben erwähnt, zu wenig und zu spät.

Ihre heutigen Warnungen sind genau die, die wir seit Jahren schon vorgetragen haben, während GS und Bridgewater fetter und fetter wurden.

Der Schuldenschaden, entfesselt durch ein gutes Jahrzehnt QE-Sucht und eine Fed im Rausch, ist inzwischen schon entstanden.

Leider Gottes ist auch eine Abrechnung nicht mehr nur Theorie, sondern mathematisch (und geschichtlich) zwingende Konsequenz des eigenen Handelns.

Vorausschauend, und unter der Annahme, dass die Fed geldpolitisch so straffen wird, wie es unsere Klartext redenden Experten fordern, sollten Sie Ihre Portfolios bitte auf massive Volatilität im Jahr 2022 einstellen.

Geldpolitische Straffungen würden zeitnah für Gegenwind in allen Bereichen, außer USD und VIX, sorgen.

Längerfristig, und anders als Bridgewaters Jensen meint, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Fed erneut eine Kehrtwende von Falke zu Taube hinlegen wird, wenn das kommende „Tapering“ auf den Börsentickern nie dagewesene Ausraster erzeugt.

Ein solche Kehrtwende zurück zur laxen Geldpolitik wäre dann Rückenwind für Edelmetalle, BTC, Industriewerte und allgemein Rohstoffe.

Und der Große Reset?

Vor diesem zugegebenermaßen düsteren, selbstverschuldeten Hintergrund einer optionsarmen Fed und einer prallen „Everything-Bubble“ zeichnet sich natürlich ein ebenso unvermeidbarer „Uh-Oh“-Moment ab, an dem die Märkte und Währungen derart geschichtsträchtige Prügel bezogen haben werden, dass globale Experten feierlich die Notwendigkeit eines (eigentlich ja gut telegrafierten, d.h. schon vorgefertigten) globalen Resets und Bretton Woods’ II verkünden werden.

Für die Zukunft bedeutet das: mehr staatliche Kontrolle, Vorwände und Verzerrungen, welche selbst mich überraschen werden.

Kommt ein (Sünden)Bock zu den Füchsen, Stinktieren, Hasen, Hennen, Falken, Tauben, Haien und Elefanten

Wenn dieser Reset kommt (und nicht „falls“), so werden eben jene Füchse, die erst den globalen Hühnerstall bewachten, dann überfielen (und ganz allein zerstörten), allesamt ihre Köpf senken und unschuldbewusst nicht etwa die eigene verdienstvolle Gruppe für alles verantwortlich machen, sondern die COVID-Krise, die ihnen als Prellbock für die eigenen Sünden absolut gelegen kam (vielleicht zu gelegen?).

Bis dahin heißt es: Anschnallen bitte für eine Schreckensfahrt (Tapering)!

Starker Putin & schwacher Biden: Auslöser historischer Vermögenszerstörung

Die Welt steht kurz vor einem großen geopolitischen Konflikt, der sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in einen Krieg verwandeln kann. In dieser Situation verfügen die USA mit Sicherheit nicht über einen Staatsmann, der das Land siegreich durch einen derartigen Konflikt führen kann.

Mit der Ukraine hat Putin die USA in eine brenzliche Lage gebracht, zudem wird Biden wahrscheinlich keine Unterstützung von deutschen Bundeskanzler Scholz oder Präsident Macron bekommen.

Die USA haben eine beständige Russland-Angst entwickelt und suchen händeringend nach Verteidigungsvereinbarungen mit vielen Anrainerstaaten Russlands. Die Beziehung Europas und der EU zu Russland ist hier komplexer, insbesondere weil Europa stark von russischer Energie (besonders Gas) abhängt. Beim Erdgas ist Deutschland z.B. zu 60 % von russischen Lieferungen abhängig. Da Deutschland gerade sein letztes Atomkraftwerk abschaltet, ist das Land völlig abhängig von russischem Gas und höchstwahrscheinlich nicht darauf aus, Putin vor den Kopf zu stoßen.

Deutschland wird also im Fall der Ukraine nicht an der Seite der USA stehen, und Macron posiert wie immer, ohne zu wissen, was zu tun wäre.

Putins Wachsamkeit ist spätestens seit der Maidan-Revolution von 2014 erregt; 2014 gab es dort einen Umsturz, angeblich mit US-Unterstützung, um den ehemaligen ukrainischen Präsidenten Janukowitsch aus dem Land zu vertreiben und ein US-freundliches Regime zu installieren.

SCHWEDEN FÜRCHTET DIE RUSSEN SEIT ÜBER 300 JAHREN

Während der Westen besorgt ist, dass Putin in die Ukraine eindringen könnte, fürchten die Schweden darüber hinaus, dass die „Russen kommen“ könnten, was sie schon seit der verlorenen Schlacht von Poltawa 1709 gegen Peter den Großen fürchten.

In Schweden glaubt man also, von den Russen ginge im Baltikum eine echte Bedrohung aus. Hier bereitet man sich auf Krieg vor. Schweden nimmt Russlands Aktivitäten an der ukrainischen Grenze so ernst, dass man 120 schwedische Soldaten aus Zentralschweden auf die mitten im Baltikum liegende Insel Gotland verlegt hat. Dabei ist vielleicht noch zu erwähnen, dass Schweden seit den Napoleonischen Kriegen Anfang des 19. Jh. an keinem Krieg mehr beteiligt gewesen ist und dass Schwedens Armee und Bewaffnung etwas eingerostet sein dürften. Vielleicht werden noch weitere ca. 100 höchst kämpferische Soldaten verlegt, um die russischen See-, Luft und Landstreitkräfte abzuschrecken.

Ja, die Schweden zeigen sich zu Recht besorgt über Russlands Pläne in der Ukraine. Doch historisch betrachtet, scheint Schweden immer noch ein sehr sicherer Platz zu sein, und falls nicht, so werden ein paar hundert Soldaten wahrscheinlich keine Hilfe sein.

DREI GESCHEITERTE INVASIONEN ZUR EROBERUNG RUSSLANDS

In der Geschichte hat es drei große Invasionen Russlands/ der Sowjetunion gegeben – durch Schweden Anfang des 18. Jh., durch Napoleon Anfang des 19 Jh. und durch Deutschland in den 1940ern. Jedes Mal halfen den Russen sehr kalte Winter und die Taktik des Truppenrückzugs und Niederbrennens der Städte beim Rückzug. Den Angreifern blieben also keine Nahrungsmittel und viele Soldaten starben an Hunger und Erfrierungen. In den Entscheidungsschlachten standen die Russen schwachen und stark dezimierten Truppen gegenüber, weshalb sie aus jeder dieser drei großen Invasionen siegreich hervorgingen.

Seit der Niederlage des schwedischen König Karl XII gegen Zar Peter I in der Schlacht von Poltawa 1709 setzte ein schrittweiser Verfall des Schwedischen Reiches ein, das zuvor Nordeuropa dominiert hatte. Seit dieser Zeit herrscht in Schweden auch die Furcht vor den Russen. Die Karte Europa und die Russlands könnten heute ganz anderes aussehen, hätte König Karl diese Schlacht gewonnen.

AUSLÖSER DES WIRTSCHAFTSEINBRUCHS: RUSSLAND – UKRAINE oder CHINA-TAIWAN?

Ob Russland in die Ukraine einmarschieren wird oder nicht, wird sich zeigen, doch die Zeichen der Zeit sind unheilverkündend. Russland ist nie ernsthaft in Westeuropa einmarschiert (außer im 2. WK, um die Deutschen zu stoppen), sondern hat seine Aufmerksamkeit in erster Linie auf den Osten und Südosten gerichtet. Es scheint recht eindeutig, dass Putin Ambitionen hat, schrittweise das alte russische Reich wiederherzustellen.

Eine potentielle Invasion der Ukraine, selbst eine gewaltlose, würde wahrscheinlich schwere Auswirkungen auf die Welt haben. Was eine solche Invasion wiederum wahrscheinlicher macht, ist die Tatsache, dass Russland die Ukraine als historischen Teil des eigenen Reiches betrachtet.

Ganz ähnlich ist die Situation zwischen China und Taiwan. China betrachtet Taiwan als sein Eigen, und eine chinesische Invasion wäre keine große Überraschung.

Die Reaktionen der USA und des Rests der Welt auf jede dieser potentiellen Invasionen wird entscheidend dafür sein, ob wir vor einem potentiellen Weltkrieg stehen. Putins Einschätzung der USA als Land mit schwacher Führung, einem schwächer werden Militär und einer bankrotten Wirtschaft ist womöglich korrekt. Richtig ist, dass die USA über ein massives Kernwaffenarsenal verfügen, doch wahrscheinlich wird selbst dieses gegen ein deutlich überlegenes russisches Raketensystem ineffektiv sein.

Krieg ist schon immer sehr gefährlich für die Weltwirtschaft und die geopolitische Gesamtsituation gewesen. In einer finanziell wie moralisch bankrotten Welt würde eine russische oder chinesische Invasion, auch ohne große Gewalt, als Auslöser ausreichen, um die globalen Schulden- und Vermögenswertblasen implodieren zu lassen.

EINE FRAGILE WELTWIRTSCHAFT STEHT VOR DEM BERSTEN

Die Zerbrechlichkeit der Weltwirtschaft kann keinem Beobachter entgehen, der tatsächlich noch beobachten will.

Nehmen wir allein den US-Aktienmarkt als Beispiel: Die Überbewertung ist himmelschreiend, doch leider können die einäugigen Investoren nur einen steigenden Markt sehen. Ihr bester Freund ist der reiche Onkel Fed, dessen Taschen grenzenlos tief sind. Also wird er den Markt stets stützen, ganz gleich wie tief dieser fällt. Nicht nur das, er wird auch alles Geld des Welt herausrücken, das seine Bankerkollegen einfordern, um die eigenen verlustbringenden Spektakel zu finanzieren.

Das Problem von Onkel Fed ist nicht die Tiefe seiner Taschen, sondern die Qualität ihres Inhalts. Je mehr Hokuspokus aus seinen Taschen kommt, desto niedriger dessen Wert.

Die Aktienmärkte sind nach allen Kriterien überbewertet wie z.B. der Umfang kreditfinanzierter Aktienkäufe, Kurs-Umsatz-Verhältnisse, Kurs-Gewinn-Verhältnisse etc. Sie sind nicht nur überbewertet, sondern haben historische Allzeit-Extreme erreicht, ungeachtet des angelegten Maßstabs.

Nehmen wir aber nur den sehr verlässlichen Buffet-Indikator, um zu sehen, wie berauscht die Investorenschaft wirklich ist.

Zwischen 1975 und 1995 lag das Verhältnis aus Aktienmarktkapitalisierung und BIP im Durchschnitt bei 50 %. Bei der 2000er-Bubble waren es 140 %; bei der heutigen EPISCHEN Aktienmarktblase haben wir Werte von über 200 % erreicht. Eine Rückkehr zum Niveau von 1975-1995 würde also mit einem 75 %igen Verfall einhergehen. Allerdings wird eine epische Bubble höchstwahrscheinlich auch einen epischen Verfall nach sich ziehen. Daher würde ich von einem effektiven Einbruch von 90-95 % ausgehen, der sich auch mit den Aktienmarktverlusten der Jahre 1929-1932 von 90 % decken würde.

GLOBALE SCHULDENBLASE: ERST EXPLOSION, DANN IMPLOSION

Allein in diesem Jahrhundert hat sich die globale Verschuldung verdreifacht, von 100 Bill. auf 300 Bill. $. Dieser Raketentreibstoff, aus dem sich das explosive Vermögensmarktwachstum speiste, ist im Grunde nur in Falschgeld verwandelte Luft.

In einem ersten Schritt werden diese Schulden explodieren, aufgrund grenzenloser Geldschöpfung zur Rettung des Finanzsystems und des 2 Billiarden $ schweren Derivatemarktes. Die 3-Billiarden-Dollar-Prognose in der Tabelle unten beinhaltet diesen Zusammenbruch der Derivatemärkte.

In einem zweiten Schritt – wenn die Welt entdeckt, dass die aus dem Nichts geschöpfte Zentralbankenliquidität wertlos ist – wird diese Schuldenblase dann plötzlich implodieren, zusammen mit allen Vermögenswerten, die durch diese Schuldenblase finanziert wurden.

COVID WAR NICHT URSACHE, SONDERN VORWAND

Wie ich häufig hervorgehoben hatte, war Covid nicht die Ursache der aktuellen Krise, sondern nur eine praktische Ausflucht. Die wahre Krise begann im September 2019, als die Federal Reserve sich gezwungen sah, Notfallkredite an zahlreiche schwer illiquide Wall-Street-Handelshäuser wie Nomura, JP Morgan und Goldman Sachs zu vergeben. Insgesamt vergab die Fed Notfall-Repokredite in Höhe von 19,9 Billionen $. Nomura, Goldman und Morgan bekamen davon 8 Bill. $; allein sechs Häuser bekamen 62 % jener fast 20 Billionen $, zu denen neben den eben schon erwähnten Banken auch Barclays, Citigroup und Deutsche Bank zählten. Siehe auch Tabelle unten.

Was die Repokredite noch kontroverser macht, ist der Umstand, dass bei ihrer Vergabe, nach Einschätzung des Ökonomen Michael Hudson, gegen den Dodd-Frank-Act verstoßen wurde.

Als Covid Anfang 2020 begann, konnten die Zentralbanken praktischerweise die Pandemie verantwortlich machen für die massive und wiederholte Ausweitung ihrer Bilanzsummen. Viel problematischer war aber, dass die großen Investmentbanken wieder einmal kurz vor dem Bankrott standen.

6 BANKEN BEKAMEN 12 BILL. $ VON INSGESAMT 20 BILL. $ NOTFALLKREDITEN

2022 – BEGINN DER GRÖSSTEN WIRTSCHAFTSKRISE DER GESCHICHTE

Es ist schon immer absolut klar gewesen (zumindest für mich!), dass die Krise von 2006-09 nie gelöst, sondern nur temporär zusammengeflickt wurde. Man muss es geradezu als Wunder bezeichnen, dass es die Zentralbanken geschafft haben, die Welt weitere 10 Jahre zum Narren zu halten – bis September 2019, als die Probleme wiederauftauchten.

Zugegeben, alle Akteure im Finanzsystem hatten aus Eigeninteresse an diesem Schwindel-Monopoly-Spiel teilgenommen, das auf illusionären Grundsätzen aufbaut. Sie konnten gar nicht anders als gewinnen, schließlich durften sie alle Gewinne einstreichen und sich aus der Verantwortung ziehen für jegliche Verluste.

Doch das Problem, das im September 2019 wiederauftauchte, wird nicht verschwinden. Die Explosion der Zentralbankenbilanzen und der Schulden hat jetzt unbeherrschbare als auch unlösbare Ausmaße angenommen.

2022 wird das erste von vielen Jahren sein, in denen die Welt die größte Finanz- und Wirtschaftskrise der Geschichte zu spüren bekommt.

Denn nie zuvor in der Geschichte hat es auf der Welt eine globale Wirtschaftskrise dieser Dimension gegeben – verursacht durch gewaltige Verschuldungsexzesse überall auf der Welt und verschärft durch epische Blasenbildung an allen Vermögensmärkten.

Es ist also irrelevant, ob der Auslöser eine potentielle Invasion der Ukraine oder Taiwans ist – oder aber eine viel weniger wichtige Schneeflocke, die eine Lawine erzeugt.

Das Risiko einer massiven Lawine, die Kredit- und Vermögensmärkte unter sich zerquetscht, ist jetzt so hoch, dass alle, die nicht das Weite gesucht haben, miterleben werden, wie das eigene Vermögen vollkommen aufgerieben wird.

Seit 5.000 Jahren ist Gold der beste Schutz in gleich welcher Krise gewesen, und es ist unwahrscheinlich, dass es diesmal anders sein wird.

Die Tabelle unten stammt aus einem meiner Artikel, in dem gezeigt wurde, wie man 10.000 $ in eine 1 Milliarde $ verwandelt, indem man einen Aktienindex oder Gold einfach 10 Jahre lang hält und nur alle 10 Jahre am 1. Januar alles reinvestiert; der Startpunkt war der 1. Januar 1970.

Bis zum 1. Januar 2020 waren aus jenen 10.000 $ 121 Millionen $ geworden, die dann zum Kurs von 1.550 $ in Gold investiert wurden. Um das Ziel von 1 Milliarde $ nach 60 Jahren zu erreichen, muss Gold bis Januar 2030 auf 12.500 $ steigen.

Ich würde annehmen, dass Gold bis dahin viel höhere Stände erreicht hat, aber man darf nicht vergessen, dass wir Gold zu Vermögenssicherungszwecken und nicht als Spekultivinvestition halten. Der Preis ist also weniger wichtig als Ihr Vermögen.

GOLD HEUTE SO BILLIG WIE 1970 UND 2000

Abschließend möchte ich Investoren erneut daran erinnern, dass Gold im Verhältnis zum US-Geldangebot heute noch genauso billig ist wie 1970 bei 35 $ oder auch 2000 zum Preis von 300 $. Mit anderen Worten: Es ist ein absolutes Schnäppchen!

AKTIEN BRECHEN EIN & GOLD STEIGT

Normalerweise machen wir uns nie Gedanken um kurzfristige Kursbewegungen, denn heutzutage ist Vermögenssicherung das Entscheidende.

Mit Blick auf die aktuelle Marktlage macht es aber den Eindruck, als würde es höchstwahrscheinlich zu großen Bewegungen kommen – und das relativ bald schon.

Investoren, die an ihren Aktienmarktinvestitionen festhalten, stehen vor dem Schock ihres Lebens, wenn die Aktienmarktblase platzt. Der Rückgang der Anlagewerte wird brutal und langanhaltend sein und zu massiver Vermögenszerstörung führen. Der echte Crash könnte in den nächsten 2-3 Monaten beginnen.

Gold hat jetzt für einen längeren Zeitraum konsolidiert und ist bereit für den Ausbruch nach oben. Wenn Gold entschlossen die 1.900 $-Marke nimmt, wird eine sehr kräftige Aufwärtsbewegung folgen.

www.goldswitzerland.com

 

Neues Allzeithoch bei Ethereum

Metaverse-Boom

Der jüngste Metaverse-Boom hat Ethereum zum Aufstieg verholfen. Der Grund dafür ist, dass viele ihrer Münzen auf der Ethereum-Blockchain aufgebaut sind, so dass ETH auch von ihnen profitiert!

Vor einer Woche wurde Ethereum noch unter 4.000 Dollar gehandelt – dann kündigte Facebook seine Umbenennung in Meta an und enthüllte die “Metaverse”-Vision. Das führte dazu, dass nicht nur die Münzen im Metaverse, sondern auch ETH sprunghaft anstieg!

Gestern Morgen lag die wichtigste Kryptowährung nach Bitcoin noch bei 4418 Dollar, bis Käufer ihre Münze schließlich auf 4 638 brachten – dieses neue Hoch für Ethereum führte bei HänDdlern und Anlegern sofort zu Gewinnmitnahmen, die die Preise wieder leicht nach unten drückten.

ETH Chart

5000$ noch vor Jahresende

Einige denken, dass die 5000$ noch dieses Jahr überschritten werden kann…

Bernhard Rzymelka von Goldman Sachs deutete an, dann Ethereum die 8000$ Marke in den nächsten zwei Monaten erreichen könnte. Er gab an, dass die Kryptowährungen die Inflation verfolgt und dass er den Vergleich des Bloomberg Galaxy Crypto Index mit einem Maß marktbasierter Inflationsprognosen untersuchte. Sein Ergebnis lässt auf eine starke Korrelation schließen.

Rzymelka zufolge ist die Inflation und der Wert von Ethereum gleichmäßig gestiegen. Ferner ist ETH prozyklisch und ist tendenziell steigend bei guten wirtschaftlichen Aussichten.

Da die Voraussagen für eine Inflation in letzter Zeit ansteigen, schätz Goldman Sachs, dass auch der Preis von ETH steigen wird.

Analysten – Stromausfälle könnten China mehr zusetzen als Evergrande

“Die Evergrande-Krise entwickelt sich schon seit geraumer Zeit, und ich denke, dass die Risiken gezielt entschärft werden”, sagte Hedgefondsmanager Yuan Yuwei von Water Wisdom Asset Management. Die Stromausfälle würden hingegen das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage stören. Das wiederum wirke sich direkt auf den Konsum und die Realwirtschaft aus. “Die Folgen werden eher außer Kontrolle geraten”, warnte Yuan.

20 Provinzen haben seit Mitte August Stromabschaltungen vorgenommen, darunter die Industriezentren Guangdong, Zhejiang und Jiangsu. Das setzt die Profitabilität unter Druck. Das Gewinnwachstum der chinesischen Industrieunternehmen hat sich im August bereits den sechsten Monat in Folge abgeschwächt. Die Überschüsse legten nur noch um 10,1 Prozent zum Vorjahresmonat zu.

China sieht sich einem Energieengpass gegenüber. Hervorgerufen wird der durch knappe Kohlevorräte, strengere Emissionsnormen und eine starke Nachfrage seitens der Hersteller. Das hat zu weitreichenden Drosselungen des Stromverbrauchs geführt. Manche Fabriken haben ihren Betrieb aufgrund von Stromknappheit und staatlichen Auflagen zur Einhaltung von Emissionszielen sogar eingestellt. Die Großbanken Goldman Sachs und Nomura haben daraufhin ihre Prognosen für das chinesische Wirtschaftswachstum in diesem Jahr auch deshalb bereits nach unten korrigiert. Die Aktien chinesischer Chemieproduzenten, Automobilhersteller und Schifffahrtsunternehmen sind gefallen, während Aktien aus dem Bereich der erneuerbaren Energien in die Höhe geschnellt sind.

Ein Börsenindex, der Nichteisenmetallhersteller wie Kupfer– und Aluminiumunternehmen abbildet, ist in diesem Monat bereits um 15 Prozent gefallen. Die Aktien der größten Stahlhersteller Chinas sind eingebrochen: Baoshan Iron & Steel und Angang Steel haben seit ihren jüngsten Höchstständen von Mitte September jeweils mehr als 20 Prozent verloren.

Die Produktion von Stahl, Aluminium und Zement sowie der Bau von Infrastrukturen seien von den Stromausfällen und Lieferbeschränkungen unmittelbar betroffen, schrieben die Analysten von Morgan Stanley. Die Probleme könnten auf weitere Branchen wie die Schifffahrt und die Autobauer übergreifen. Yang Tingwu, stellvertretender Geschäftsführer des Hedgefondshauses Tongheng Investment, sagte, er bevorzuge jetzt Unternehmen mit wenigen Fabriken. Chinas Beschränkungen für Energie- und Kohlenstoffemissionen seien “auf kurze Sicht schlechte Nachrichten für die Gesamtwirtschaft”.

Bei Investoren steigt derweil die Hoffnung auf staatliche Hilfen für den schuldenbeladenen Immobilienkonzern Evergrande. Die chinesische Zentralbank signalisierte Unterstützung für private Anleger, denen Evergrande Milliarden schuldet.

 

GS-Fondstochter Petershill bei Börsenstart vier Milliarden Pfund wert

Die Aktien verharrten am Dienstag zunächst auf ihrem Ausgabepreis von 350 Pence und drehten später drei Prozent ins Minus. Die auf Investments bei alternativen Vermögensverwaltern spezialisierte Gesellschaft wurde mit insgesamt vier Milliarden Pfund (rund 4,7 Milliarden Euro) bewertet. Die Einnahmen aus der Aktienplatzierung in Höhe von 1,2 Milliarden Pfund will das Unternehmen für weitere Investitionen nutzen. Zuletzt sind viele Finanzinvestoren an die Börse gegangen, um die Basis für ihre Investments zu verbreitern und sich von Fonds-Investoren unabhängiger zu machen.

Der Börsengang gebe Investoren vielfältigen Zugang zur rasant wachsenden Branche alternativer Anlagen, sagte Petershill-Chef Naguib Kheraj. Petershill beteiligt sich mit Minderheitsanteilen an Vermögensverwaltern, die ihre Anlagestrategien etwa auf private Finanzierungen, Immobilien, Hedgefonds, Rohstoffe, aber auch Flugzeug- und Schiffsfinanzierungen ausgerichtet haben. Insgesamt ist die Firma an 19 Investmentgesellschaften beteiligt mit einem kombinierten verwalteten Vermögen von zuletzt rund 187 Milliarden Dollar.

Petershill hatte eine Preisspanne von 320 bis 380 Pence angegeben, die Papiere notierten am Dienstagmittag bei rund 340 Pence. Die Aktien der Private-Equity-Gesellschaft Bridgepoint hatten bei ihrem Debüt im Juli ebenfalls an der Londoner Börse kräftig zugelegt.