US-Behörden brummen Deutscher Bank und DWS Millionenstrafen auf

(Stellt im dritten Bullet-Point klar: Deutsche Bank und DWS zahlen zusammen rund 200 Millionen Dollar Buße)

Washington/Frankfurt/Zürich (Reuters) – Die Deutsche Bank, ihre Fondstochter DWS und andere Großbanken werden von US-Behörden wegen der Nutzung unerlaubter Kommunikationskanäle zur Kasse gebeten.

Die US-Börsenaufsicht (SEC) brummte der größten deutschen Bank und ihrer Tochter eine Strafe von 125 Millionen Dollar auf, wie die Behörde am Dienstag mitteilte. Die US-Derivateaufsicht (CFTC) verpflichtete die Deutsche Bank zur Zahlung einer Geldbuße von 75 Millionen US-Dollar. Auch die beiden Schweizer Großbanken Credit Suisse und UBS verpflichteten sich SEC und CFTC zufolge zu Zahlungen von jeweils 125 Millionen Dollar und 75 Millionen Dollar.

Die Regulierer verhängten über insgesamt 16 Wall-Street-Institute Strafen in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar. Betroffen sind auch Barclays, Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs, Morgan Stanley, Nomura Securities International und Jeffries. Die Behörden warfen den Firmen “weitverbreitete und langjährige Versäumnisse” in der Aufzeichnung ihrer elektronischen Kommunikation vor. US-Gesetze schreiben vor, dass Mitarbeiter von Finanzunternehmen für berufliche Zwecke nur offizielle interne Kanäle nutzen und die Kommunikation ordnungsgemäß aufbewahren müssen.

“Wir haben proaktiv regulierungskonforme und bequeme Text- und Chat-Plattformen eingeführt und wir werden diese Technologien skalieren”, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bank und betonte, dass das Institut vollumfänglich mit den Behörden kooperiert habe. Als Reaktion auf die ersten Strafen im Dezember 2021 an die US-Bank JPMorgan wegen der Nutzung unerlaubter Messenger-Kanäle hatten Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing und die Mitglieder des Vorstands im Juni auf 75.000 Euro ihrer Bonuszahlung verzichtet.

(Bericht von Eric Beech, Michelle Price und Marta Orosz, Mitarbeit von Paul Arnold, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

“Dead Cat Bounce” an Europas Börse – Pfund erholt

Frankfurt (Reuters) – Nach den jüngsten Kursverlusten steigen erste Anleger wieder in die europäischen Aktienmärkte ein.

Ein Preissprung beim Erdgas dämpfte ihre Kauflaune allerdings. Dax und EuroStoxx50 stiegen am Dienstag um jeweils ein knappes Prozent auf 12.338 beziehungsweise 3373 Punkte.

“Wir sehen eine kleine Erleichterungsrally oder einen ‘Dead Cat Bounce'”, sagte Michael Brown, Manager beim Finanzdienstleister Caxton. So nennen Börsianer eine kurzzeitige Kurserholung in einem längerfristigen Abwärtstrend. “Aus meiner Sicht ist das einzig lohnenswerte Investitionsobjekt der Dollar”, fügte Brown hinzu. Der Markt unterschätze die Wachstumsrisiken, daher müsse bei den meisten Anlageklassen, vor allem bei Aktien, mit Verkäufen gerechnet werden, so lange die US-Notenbank Fed ihr Zinserhöhungstempo nicht drossele.

Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, gab am Dienstag zwar 0,2 Prozent nach, blieb mit 113,63 Punkten auf Tuchfühlung mit seinem jüngsten 20-Jahres-Hoch. Neben den Zinserhöhungsspekulationen hatte die Weltleitwährung dank ihres Images als “sicherer Hafen” in den vergangenen Tagen zeitweise fast fünf Prozent aufgewertet.

SCHÄDEN AN PIPELINES TREIBEN GASPREIS

Kopfzerbrechen bereiteten Investoren mehrere Lecks an russischen Erdgas-Pipelines durch die Nordsee. “Das klingt nicht nach einem Zufall”, sagte Tom Marzec-Manser vom Analysedienst ICIS. Obwohl derzeit durch keine der beiden Pipelines Gas fließt, weckte der Vorfall Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der europäischen Gasinfrastruktur. Die trieb den europäische Erdgas-Preis neun Prozent in die Höhe auf 189,50 Euro je Megawattstunde.

Aufwärts ging es auch mit dem Ölpreis. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 1,7 Prozent auf 85,51 Dollar je Barrel (159 Liter). Kupfer und Gold legten jeweils ein Prozent auf 7417 Dollar je Tonne beziehungsweise 1639 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) zu. “Jede Schwäche des Dollar löst eine Erleichterungsrally aus, wenn auch nur eine kurze”, sagte Analyst Geordie Wilkes vom Research-Haus Sucden. Eine Abwertung der Weltleitwährung macht Rohstoffe für Investoren außerhalb der USA attraktiver. Öl erhielt Börsianern zufolge darüber hinaus von möglichen Ausfällen der US-Förderung wegen eines Wirbelsturms im Golf von Mexico Rückenwind.

PFUND AUF ERHOLUNGSKURS – PORSCHE-BÖRSENGANG IM BLICK

Am Devisenmarkt habe das Bekenntnis der Bank von England (BoE) zu weiteren Zinserhöhungen und die Ankündigung von Details zur geplanten Entlastungen der Bürger durch die Regierung die Talfahrt des Pfund Sterling vorerst beendet, sagte Stuart Cole, Chef-Volkswirt des Brokerhauses Equiti Capital. Positiv sei vor allem, dass die Notenbanker den Anschein von Panik vermieden hätten.

“Aber reicht das?”, fragte Commerzbank-Analystin Esther Reichelt. “Das Statement dürfte kaum diejenigen beruhigen, die die Entschlossenheit der BoE im Kampf gegen die Inflation bereits im Vorfeld angezweifelt hatten.” Das Pfund verteuerte sich dennoch auf 1,0794 Dollar, nachdem es am Montag auf ein Rekordtief von 1,0382 Dollar gefallen war.

Am deutschen Aktienmarkt standen erneut der Autobauer Volkswagen und sein Großaktionär Porsche SE im Rampenlicht. Zwei Tage vor dem geplanten Börsengang der VW-Sportwagentochter Porsche signalisierten die begleitenden Banken, dass die Papiere wohl am oberen Ende der bis 82,50 Euro reichenden Angebotsspanne zugeteilt werden. “Obwohl vielen Anlegern der Appetit auf Aktien in den vergangenen Wochen vergangen sein dürfte, machen sie hier scheinbar eine Ausnahme”, sagte Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege vom Handelshaus RoboMarkets. Die Titel von VW und Porsche SE legten jeweils rund ein halbes Prozent zu.

(Bericht von Hakan Ersen. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)

Fed macht dritten großen Zinsschritt – “Und dieser Weg geht weiter”

– von Howard Schneider und Reinhard Becker und Anika Ross

Washington/Berlin (Reuters) – Angesichts der hohen Inflation treibt die US-Notenbank Fed den Leitzins im Eiltempo nach oben.

Sie erhöhte ihn am Mittwoch zum dritten Mal in Folge ungewöhnlich kräftig um einen Dreiviertel-Prozentpunkt – auf die neue Spanne von 3,00 bis 3,25 Prozent. Und an den Terminmärkten wird bereits auf einen vierten XXL-Schritt der Zentralbank im November spekuliert.

Denn die Währungshüter signalisierten, dass sie nachlegen und den Preis des Geldes bis zum Jahresende im Mittel auf ein Niveau von 4,4 Prozent hieven könnten. Laut Fed-Chef Jerome Powell muss der Zins ausreichend steigen, um dem Preisauftrieb wirksam Paroli zu bieten: “Wir wollen handfeste Beweise sehen, dass die Inflation sinkt”, betonte der oberste US-Währungshüter.

Die Teuerungsrate fiel im August zwar auf 8,3 Prozent von 8,5 Prozent im Juli. Doch war mit einem deutlicheren Abebben der Inflationswelle gerechnet worden. Vor diesem Hintergrund sieht Powell keinen Grund für die Fed, sich zurückzulehnen: “Wir werden dran bleiben, bis wir zuversichtlich sind, dass die Arbeit in Sachen Inflation erledigt ist.”

Die Notenbank peilt als Idealwert für die Konjunktur eine Jahresteuerung von 2,0 Prozent an, ist von ihrem erklärten Ziel aber noch immer meilenweit entfernt. Um ihre Glaubwürdigkeit als Hüterin der Preisstabilität zu wahren, muss sie verhindern, dass sich die Verbraucher auf eine anhaltend hohe Inflation einstellen.

KEINE ZINSSENKUNG FÜR 2023 IN SICHT

“Der amerikanischen Notenbank stemmt sich mit ihren raschen Zinserhöhungen gegen die Inflation und dieser Weg geht weiter”, sagte ZEW-Ökonom Friedrich Heinemann. Schon Anfang November werde der Leitzins das Vier-Prozent-Niveau erreicht haben. Besonders der Anstieg der um Energie und Lebensmittel bereinigten Kerninflation auf über sechs Prozent zeige, wie breit die Inflationsdynamik inzwischen geworden sei.

Ende kommenden Jahres soll der Leitzins laut den Projektionen der Währungshüter bei 4,6 Prozent landen, womit Marktspekulationen auf mögliche Senkungen in der zweiten Jahreshälfte 2023 die Spitze genommen wurde.

Unter Investoren geht die Furcht um, dass eine zu aggressive Gangart die Konjunktur abwürgen könnte. Powell sagte dazu, niemand wisse, ob es zu einer Rezession komme und wenn ja, wie tiefgreifend sie sein werde. Für das laufende Jahr rechnen die Währungshüter beim Bruttoinlandsprodukt (BIP)lediglich mit einem mageren Plus von 0,2 Prozent. Im Juni hatten sie noch einen Zuwachs von 1,7 Prozent veranschlagt. 2023 soll es mit der Wirtschaftsleistung dann wieder aufwärts gehen und ein Plus von 1,2 Prozent herausspringen. Im Juni hatten die Fed-Oberen allerdings noch 1,7 Prozent veranschlagt.

“Die abgesenkten Wachstumserwartungen der Notenbank und die gleichzeitig höheren Zinserwartungen zeigen, dass die Notenbank auch eine milde Rezession und einen gewissen Anstieg der Arbeitslosigkeit in Kauf nehmen wird, um die hohe Inflation einzudämmen”, erklärte Michael Heise, Chefökonom von HQ Trust.

DOLLAR NIMMT FAHRT AUF

Diese Botschaft kam an der Wall Street nicht gut an. An den Börsen zogen sich die Aktienanleger unmittelbar nach dem Zinsentscheid zurück. Die US-Indizes, die zuvor leicht im Plus gelegen hatten, drehten in die Verlustzone. Gleichzeitig nahm der Dollar noch mehr Fahrt auf. Der Dollar-Index erklomm bei 111,45 Punkten ein frisches 20-Jahres-Hoch. Der Euro rauschte um anderthalb Prozent auf 0,9827 Dollar nach unten. Der Goldpreis drehte ins Minus, auch die Ölpreise gaben weiter nach. US-Staatsanleihen flogen aus den Depots, im Gegenzug stieg die Rendite der zehnjährigen US-Treasuries auf 3,64 Prozent und lag damit so hoch wie seit 2011 nicht mehr.

(Redigiert von Scot W. Stevenson; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Schweizer Regierung senkt Wachstumsprognose

Zürich (Reuters) – Die Schweizer Regierung hat wegen der lahmenden Konjunktur in Europa und anderen Exportmärkten ihre Wachstumsprognose gesenkt.

Die beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) angesiedelten Ökonomen des Bundes erwarten 2022 nun einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,0 Prozent, wie aus ihrer am Dienstag vorgelegten Prognose hervorgeht. Im Juni hatten sie noch ein Plus von 2,6 Prozent veranschlagt. Für 2023 senkte die Expertengruppe ihre Wachstumsprognose auf 1,1 (bisher: 1,9) Prozent.

Im Jahr 2021 hatte sich die Wirtschaft der Alpenrepublik vom Corona-bedingten Einbruch im Jahr davor erholt und war um 3,9 Prozent gewachsen. Aufgrund der gestiegenen Energiepreise rechnet die Regierung neu mit einer Inflationsrate von 3,0 Prozent für 2022 sowie von 2,3 Prozent für 2023.

(Bericht von Oliver Hirt und Paul Arnold, redigiert von Elke Ahlswede. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Bund steigt bei Lufthansa aus – und Kühne greift zu

– von Alexander Hübner und Klaus Lauer

München/Berlin (Reuters) – Der Hamburger Milliardär Klaus-Michel Kühne hat den Ausstieg des Bundes bei der Lufthansa genutzt und seinen Einfluss bei der Fluggesellschaft ausgebaut.

Die schweizerische Kühne Holding teilte am Mittwoch mit, sie habe bei der Platzierung der verbliebenen Anteile des Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) zugegriffen und ihren Anteil von zuletzt 15,01 auf 17,5 Prozent ausgebaut. “Dies unterstreicht die positive Sicht der Kühne Holding auf das Unternehmen”, betonte eine Sprecherin. Der 85-Jährige, der als einer der reichsten Deutschen gilt, hatte erst vor kurzem Interesse an einer weiteren Aufstockung signalisiert. Lufthansa-Chef Carsten Spohr zeigte sich erleichtert, dass das Unternehmen zwei Jahre nach seiner Rettung durch den Staat in der Corona-Krise wieder vollständig in privater Hand ist.

“Ich bedanke mich (…) bei der aktuellen und vorherigen Bundesregierung und allen deutschen Steuerzahlern für ihre Unterstützung unserer Lufthansa in der schwersten finanziellen Krise der Unternehmensgeschichte”, erklärte Spohr. Der in der Corona-Krise eingerichtete WSF hatte die Fluggesellschaft mit Stillen Einlagen von 5,7 Milliarden Euro gestützt und sich für 306 Millionen Euro mit 20 Prozent an ihr beteiligt. Verkauft hat sie die Aktien für 1,07 Milliarden. “Die Stabilisierung der Lufthansa war erfolgreich und sie zahlt sich auch finanziell für die Bundesregierung und damit für den Steuerzahler aus”, sagte Spohr.

Es war das mit Abstand größte Engagement des WSF, der in Schieflage geratene Unternehmen mit fast zehn Milliarden Euro aufgefangen hatte. Jutta Dönges, die scheidende Chefin der Finanzagentur des Bundes, die den WSF verwaltet, bezifferte den Gewinn auf 760 Millionen Euro und sprach von einer erfreulichen Bilanz. Der Bund steigt damit ein Jahr früher aus als geplant. Der Bankenrettungsfonds, den der Bund in der Finanzkrise 2008 eingerichtet hatte, sitzt dagegen nach fast 14 Jahren noch auf Verlusten von mehr als 22 Milliarden Euro. Allein der Kurs der Commerzbank-Aktie müsste sich verdreifachen, bevor der Staat ohne Verlust bei dem Frankfurter Geldhaus aussteigen könnte.

BONI UND DIVIDENDEN WIEDER ERLAUBT

Kredite und Einlagen hatte die Lufthansa bereits im Herbst 2021 getilgt. Der totale Zusammenbruch des Geschäfts mit Dienst- und Urlaubsreisen in der Corona-Pandemie hatte sie an den Rand der Pleite geführt. Inzwischen zieht der Flugbetrieb wieder stark an. Mit dem Ausstieg des Staates darf die Lufthansa wieder Boni an Top-Manager zahlen und Dividenden ausschütten. Zugleich muss sie aber auch die Zinsen auf eine Hybridanleihe nachzahlen – allein das sind 22 Millionen Euro.

Kühne, dessen Geld vor allem in dem Logistik-Konzern Kühne+Nagel aus dem schweizerischen Schindellegi und in der Reederei Hapag-Lloyd steckt, war erst im Frühjahr bei der Lufthansa eingestiegen und war mit einer Beteiligung von gut 15 Prozent schnell zum größten Aktionär aufgestiegen. Damit kann er angesichts der niedrigen Präsenz auf den Hauptversammlungen wichtige Beschlüsse blockieren. Das Bundeskartellamt hatte aber zuletzt grünes Licht für die Aufstockung gegeben, auch wenn es auf eine mögliche Bevorzugung von Kühnes Unternehmen durch die Lufthansa bei der Luftfracht hinwies. Doch gebe es für andere Logistikfirmen genügend Ausweichmöglichkeiten.

Kühnes Lufthansa-Paket ist inzwischen 1,7 Milliarden Euro wert. Sein Vertrauter Karl Gernandt hatte für die Kühne Holding früh einen Posten im Lufthansa-Aufsichtsrat gefordert. Diesen könnte vom nächsten Jahr an Gernandt selbst besetzen, wie das “Handelsblatt” berichtete. 2023 laufen die Amtszeiten von drei Lufthansa-Aufsichtsräten aus, unter anderem die von Aufsichtsratschef Karl-Ludwig Kley, mit dem sich Kühne kürzlich getroffen hatte.

Der Bund hatte seine Beteiligung bis Ende Juli bereits auf knapp zehn Prozent reduziert und in den folgenden Wochen immer wieder Lufthansa-Papiere marktschonend verkauft. Die letzten 74,4 Millionen Aktien – rund 6,2 Prozent – wurden über Nacht über die Investmentbanken Goldman Sachs und Deutsche Bank für 455 Millionen Euro bei Investoren platziert – darunter Kühne. Der Preis lag mit 6,11 Euro je Aktie 3,4 Prozent unter dem Xetra-Schlusskurs vom Dienstag. Am Mittwoch fielen Lufthansa-Papiere um 5,2 Prozent auf 5,99 Euro.

(Bericht von Alexander Hübner, Klaus Lauer, Oliver Hirt und Ilona Wissenbach, redigiert von Ralf Banser. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Börsen steigen nach EZB-Zinsschub – Euro und Banken fester

Frankfurt (Reuters) – Im Nachgang der EZB-Zinserhöhung haben Europas Börsen einen versöhnlichen Wochenausklang erlebt.

Anleger holten sich am Freitag mit Blick auf höhere Verzinsungen vor allem Bankenaktien in die Depots. Der Dax legte 1,4 Prozent auf 13.088 Punkte zu, der EuroStoxx50 gewann 1,7 Prozent. Damit verbuchten beide Börsenbarometer unter dem Strich ein Wochenplus von 0,3 und 0,8 Prozent.

Der Euro kletterte auf 1,0040 Dollar und entfernte sich damit weiter von seinem kürzlich markierten 20-Jahres-Tief. An den US-Aktienmärkten steckten die Anleger die Signale auf weiter anziehende Zinsen von US-Notenbankchef Jerome Powell gut weg. Die US-Börsen lagen am Nachmittag gestützt auf den Tech-Sektor komfortabel im Plus.

“Wir haben mehr falkenhafte Kommentare von Zentralbanken nicht nur in den USA, sondern weltweit gesehen – von der Bank of England und der EZB”, sagte Matthias Scheiber, globaler Leiter des Portfoliomanagements für Multi-Asset-Lösungen beim Vermögensverwalter Allspring. “Das sieht man an den kurzfristigen Zinsen.” Diese sprangen zeitweise deutlich an. Die zweijährigen Bundespapiere rentierten in der Spitze auf einem Elf-Jahres-Hoch von 1,429 Prozent. Notenbanker werden als Falken bezeichnet, wenn sie eine Straffung der Geldpolitik durch Erhöhung der Zinsen oder eine Bilanzreduzierung signalisieren.

Anleger sehen mittlerweile eine Wahrscheinlichkeit von rund 85 Prozent, dass die Fed bei der Sitzung in diesem Monat um weitere 75 Basispunkte anheben wird. Die Europäische Zentralbank hatte am Donnerstag im Kampf gegen die Inflation den Leitzins auf 1,25 Prozent erhöht. Die Währungshüter der EZB werden Insidern zufolge wahrscheinlich im nächsten Monat eine Debatte über eine Verringerung der durch die jahrelangen billionenschweren Kaufprogramme angeschwollenen Anleihenbestände beginnen.

Wichtig blieb an den Börsen auch das Thema Energiekrise. Die EU-Energieminister beraten über eine Strompreis-Bremse, außerdem ist ein Preisdeckel auf russisches Gas im Gespräch. Letzterer stieß bei den Gesprächen zwei Diplomaten zufolge allerdings nicht auf breite Unterstützung. Dank einer schwindenden Furcht vor akuten Engpässen im Winter verbilligte sich der europäische Erdgas-Future um 6,6 Prozent auf 205 Euro je Megawattstunde.

ENBW NACH VNG-PROBLEMEN AUF ACHTERBAHNFAHRT

Am Aktienmarkt baute der Index für die Banken der Euro-Zone seine jüngsten Gewinne aus und legte rund 3,3 Prozent zu. Durch steigende Zinsen winken den Geldhäusern höhere Überschüsse aus dem klassischen Kreditgeschäft.

Ein Anstieg der Rohstoffpreise beflügelte europäische Minen- und Metallkonzerne. Der Sektorindex stieg um 1,8 Prozent. Aktien der Kupferhütte Aurubis kletterten um 3,8 Prozent.

Auf Berg- und Talfahrt gingen die Papiere von EnBW, nachdem die Gasimport-Tochter VNG Staatshilfe beantragt hatte. Wegen ausbleibender russischer Lieferungen muss das Unternehmen ähnlich wie Konkurrent Uniper Erdgas kurzfristig anderweitig und zu höheren Preisen beschaffen. Wirtschaftsminister Robert Habeck stellte in Brüssel eine zeitnahe staatliche Unterstützung für VNG in Aussicht. Die Aktien von EnBW gingen 1,2 Prozent höher aus dem Handel, nachdem sie am Vormittag um 10,3 Prozent eingebrochen waren.

(Bericht von Anika Ross und Hakan Ersen, redigiert von Hans Busemann. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

EU und USA importieren trotz Ukraine-Krieg mehr russische Industriemetalle

London (Reuters) – Die Europäische Union (EU) und die USA haben Handelsdaten zufolge trotz des Ukraine-Kriegs ihre Einfuhren von wichtigen Industriemetallen aus Russland deutlich gesteigert.

Wie aus von Reuters zusammengestellten Informationen von der internationalen Datenbank United Nations Comtrade hervorgeht, importierten die EU und die USA von März bis Juni bis zu 70 Prozent mehr Aluminium und Nickel im Vergleich zum selben Vorjahreszeitraum. Der Gesamtwert der Einfuhr dieser zwei Metalle belief sich im Berichtszeitraum auf 1,98 Milliarden Dollar. Die Preise für diese beiden Metalle kletterten kurz nach Beginn des Ukraine-Kriegs am 24. Februar auf Rekordhöhen.

Der Westen hat wegen des russischen Einmarsches in die Ukraine Sanktionen gegen diverse russische Produkte, Personen und Einrichtungen verhängt, jedoch die Industriemetalle größtenteils ausgespart. Mit den Strafmaßnahmen gegen Russland wollen die EU und die USA die Einnahmequellen Moskaus zur Kriegsfinanzierung austrocknen. Russland zählt zu den Ländern mit den reichsten Rohstoffvorkommen. Neben den Energieträgern Erdöl und Erdgas sowie Kohle verfügt das Land über wichtige Bodenschätze wie Eisenerz, Nickel, Kupfer, Aluminium und Gold.

(Bericht von Eric Onstad, geschrieben von Birgit Mittwollen. Redigiert von Hans Busemann; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Volkswagen will Batterie-Lieferkette in Kanada aufbauen

Hamburg/Toronto (Reuters) – Volkswagen sichert sich wichtige Batterierohstoffe für E-Autos durch eine Vereinbarung mit Kanada und plant dazu auch Beteiligungen an Minengesellschaften.

Der Wolfsburger Autokonzern unterzeichnete am Dienstag am Rande des Kanada-Besuchs von Bundeskanzler Olaf Scholz eine Absichtserklärung über Rohstoffe. Beide Seiten wollten nun prüfen, welchen Beitrag Kanada zu den globalen und regionalen Batterielieferketten leisten könne. Auch Mercedes-Benz unterzeichnete am Rande des Kanada-Besuchs eine Absichtserklärung über eine Rohstoff-Kooperation. Sowohl Volkswagen-Chef Herbert Diess als auch Mercedes-Entwicklungsvorstand Markus Schäfer sind Teil einer Wirtschaftsdelegation, die sich mit Scholz und Vizekanzler Robert Habeck in Kanada aufhält.

Der VW-Konzern will für die Umstellung auf E-Autos alleine in Europa sechs Batteriezellfabriken hochziehen und benötigt dazu große Mengen an Rohstoffen. Eine weitere Batteriefabrik soll in Nordamerika entstehen. Standorte werden noch geprüft.

Scholz sagte im Beisein von Kanadas Ministerpräsident Justin Trudeau in Toronto, die Vereinbarung sei Beleg dafür, dass die Zusammenarbeit mit dem Verbündeten auch in der Rohstoffsicherheit vertieft werde. Andere Unternehmen sollten sich ermutigt fühlen, dem zu folgen. Der scheidende VW-Chef Diess erklärte, die Versorgung mit Batterierohstoffen und die Produktion von Vorläufer- und Kathodenmaterial mit geringem CO2-Fußabdruck werde einen schnellen Ausbau der Batteriekapazitäten ermöglichen. Dies sei ein wichtiger Hebel für die Wachstumsstrategie des Konzerns in Nordamerika.

Nach Ansicht von Technikvorstand Thomas Schmall ist Kanada mit seinem Rohstoffreichtum und der Verfügbarkeit von Strom aus erneuerbaren Quellen ein ideale Partner für Volkswagen. Dem “Handelsblatt” sagte er, Volkswagen wolle in Kanada ins Minengeschäft einsteigen, um sich Rohstoffe für die Batterieproduktion zu sichern. “Wir eröffnen keine eigenen Minen, wir wollen uns aber an kanadischen Minen und Minenbetreibern beteiligen.” Ziel sei, sich Volumen und Preise durch langfristige Lieferabkommen zu garantieren, etwa im Rahmen von Gemeinschaftsunternehmens mit PowerCo.

ROCK TECH LIEFERT LITHIUM

Auch Mercedes-Benz will mit Kanada zusammenarbeiten bei Rohstoffen und Batteriezellherstellung. Ein erstes Projekt ist die geplante Liefervereinbarung mit dem deutsch-kanadischen Unternehmen Rock Tech Lithium über jährlich bis zu 10.000 Tonnen Lithiumhydroxid für Mercedes. Das Lithium werde ausschließlich von Minen bezogen, die hohe Umwelt- und Menschenrechtsstandards einhalten. Am Rock-Tech-Standort im brandenburgischen Guben wird es veredelt. Die Direktbeschaffung sei ein neuer Weg, um verantwortungsvoll an Rohstoffe für Elektroautos zu kommen, erklärte Mercedes-Technikvorstand Markus Schäfer. Die Partnerschaft mit Rock Tech soll 2026 starten.

Mit den Vereinbarungen steigen Volkswagen und Mercedes tiefer in die Rohstoffbeschaffung ein. Russlands Krieg in der Ukraine zwingt Deutschland, sich in seinen Wirtschaftsbeziehungen breiter aufzustellen. Kanadas Rohstoffreichtum gibt den Unternehmen auch die Möglichkeit, ihre Abhängigkeit von Bezugsquellen in China zu verringern.

(Bericht von Jan C. Schwartz, Ilona Wissenbach und Andreas Rinke. Redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com)

Insider – Allianz sucht in China Partner für Vermögensverwaltung

– von Samuel Shen und Selena Li

Hongkong (Reuters) – Der Münchener Versicherer Allianz will Insidern zufolge in China in der Vermögensverwaltung Fuß fassen und versucht bei chinesischen Banken Partner dafür zu finden.

Der Vermögensverwaltungszweig des Versicherers, Allianz Global Investors (AllianzGI), habe in den vergangenen Monaten unter anderem Gespräche mit der Industrial Bank und der China CITIC Bank geführt, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. AllianzGI, das über ein verwaltetes Vermögen von 578 Milliarden Euro verfügt, treibe unabhängig davon auch Pläne zur Gründung eines hundertprozentigen Fondsverwaltungsunternehmens in China voran. McKinsey sei mit Machbarkeitsstudien für dieses Projekt beauftragt, sagte eine der Quellen.

Der Markt für Vermögensverwaltung in der Volksrepublik wird auf 4,3 Billionen Dollar geschätzt. Nachdem Peking 2019 den Weg für mehrheitlich von westlichen Partnern geführte Gemeinschaftsunternehmen mit chinesischen Banken frei gemacht hat, haben etliche Investoren das Feld sondiert oder bereits Gemeinschaftsunternehmen gegründet, darunter BlackRock, Einheiten von Goldman Sachs oder Barclays.

Der Ansturm lässt indes Zweifel aufkommen, ob es genügend geeignete Partner für die Allianz vor Ort gibt. “Der Wettbewerb um die Gewinnung einer lokalen Bank hat sich in diesem Jahr verschärft, da nicht mehr viele große Banken für ausländische Firmen übrig bleiben”, sagte einer der Insider. Mindestens ein weiterer ausländischer Vermögensverwalter sei ebenfalls in Joint-Venture-Gesprächen mit der CITIC Bank.

Ein Sprecher der Industrial Bank erklärte, keine Kenntnis von Gesprächen zu haben. Die Citic Bank war zunächst für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Die Allianz hält derzeit 49 Prozent der Anteile an einem Fondsverwaltungs-Joint-Venture mit einer Einheit von China Pacific Insurance. Einer der Insider erklärte, ihr Plan für ein separates hundertprozentiges Unternehmen sei gekommen, nachdem die Übernahme des Partner-Anteils nicht gelungen sei. Die Allianz war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. McKinsey lehnte eine Stellungnahme ab.

Neben dem bestehenden Fondsverwaltungs-Joint-Venture umfasst das weitere Geschäft der Allianz in China Lebensversicherungen und Versicherungsvermögensverwaltung, die im Juli letzten Jahres die behördliche Zulassung erhalten haben.

(Geschrieben von Anneli Palmen, redigiert von Ralf Bode. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Starke Firmenbilanzen geben Europas Börsen Auftrieb

Frankfurt (Reuters) – Ermutigende Firmenbilanzen drängen die Konjunktursorgen der europäischen Anleger etwas in den Hintergrund.

“Da der Aktienmarkt zu Beginn der Bilanzsaison so angeschlagen war, gibt es eine gewisse Erleichterung, dass die Zahlen zwar schlecht, aber nicht furchtbar sind”, sagte Volkswirt Jonas Goltermann vom Research-Haus Capital Economics. Dax und EuroStoxx50 stiegen am Donnerstag um jeweils etwa ein halbes Prozent auf 13.662,68 beziehungsweise 3751,76 Punkte. Der US-Standardwerteindex Dow Jones bröckelte dagegen um 0,3 Prozent ab.

Kasper Elmgreen, Aktien-Chef des Vermögensverwalters Amundi, warnte allerdings vor überzogenen Erwartungen an weitere Kursgewinne. Vor dem Hintergrund der hohen Inflation seien die Gewinnprognosen für 2022 immer noch zu hoch. “Im dritten oder vierten Quartal werden wir wohl einen größeren Einfluss auf die Nachfrage erleben.”

Gleichzeitig beschleunigte die “Anti-Inflationswährung” Gold ihren Erholungskurs und verteuerte sich um 1,3 Prozent auf 1788 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). “Die US-Notenbank Fed bekräftigt zwar mit Nachdruck ihre Botschaft einer möglichen größeren Zinserhöhung im September und einer Fortsetzung des Zinserhöhungskurses”, sagte Craig Erlam, Marktanalyst des Brokerhauses Oanda. Anleger schienen diesen Aussagen aber nur wenig Glauben zu schenken.

ZALANDO-ANLEGER SCHREIEN VOR GLÜCK

Ein Stimmungsaufheller am deutschen Aktienmarkt war der optimistische Ausblick von Zalando. Der Online-Modehändler will nach einem Umsatzrückgang im abgelaufenen Quartal in der zweiten Jahreshälfte auf den Wachstumspfad zurückkehren. “Zalando hat die richtigen Maßnahmen eingeleitet, um zu wachsen und Marktanteile zu gewinnen”, kommentierte Analyst Volker Bosse von der Baader Helvea Bank. Die Aktie stieg daraufhin um gut 13 Prozent. Das ist der größte Tagesgewinn seit drei Jahren.

Auch Kellogg blickt optimistisch in die Zukunft. Der Frühstücksflocken-Anbieter verdoppelt dank einer robusten Nachfrage und Preiserhöhungen seine Prognosen für den Anstieg von Umsatz und operativem Gewinn auf sieben bis acht beziehungsweise vier bis fünf Prozent. Kellogg-Titel stiegen daraufhin an der Wall Street um bis zu 3,4 Prozent auf ein Fünfeinhalb-Jahres-Hoch von 76,45 Dollar.

GUT IST OFFENBAR NICHT IMMER GUT GENUG

Bayer konnte mit starken Quartalsergebnissen und höheren Gesamtjahreszielen nicht überzeugen. Die Aktien des Pharma- und Agrarchemiekonzerns verloren 2,5 Prozent. “Das gute Zahlenwerk und die gute Perspektive können nicht mehr überraschen”, sagte ein Börsianer.

Die Papiere der ING Bank taten sich in Amsterdam trotz Geschäftszahlen über Markterwartungen ebenfalls schwer und büßten 2,6 Prozent ein. Die Beurteilung sei schwierig, da der Einfluss der Hyper-Inflation in der Türkei unklar bleibe, gab Analystin Flora Bocahut von der Investmentbank Jefferies zu bedenken.

BANK VON ENGLAND MIT REKORD-ZINSERHÖHUNG

Unabhängig davon hob die Bank von England (BoE) den Leitzins um einen halben Prozentpunkt an, so stark wie noch nie seit ihrer Unabhängigkeit von der Politik 1997. Das Pfund Sterling geriet dennoch unter Druck und verbilligte sich auf 1,2132 Dollar beziehungsweise 1,1874 Euro.

“Die Reaktion ist hauptsächlich auf die pessimistischen Aussichten der BoE für die britische Wirtschaft zurückzuführen”, sagte Anlagestratege Francesco Pesole von der ING Bank. Inzwischen werde für das vierte Quartal der Beginn einer Rezession erwartet, die sich über das kommende Jahr hinziehe. Das wecke Zweifel an weiteren kräftigen Zinserhöhungen.

(Bericht von: Hakan Ersen. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)