EUR/USD – Tägliche Fundamentalanalyse – Ausblick für 22. Dezember 2016

European Central Bank, Frankfurt
European Central Bank, Frankfurt

Kurz vor den bevorstehenden Weihnachtsfeiertagen bewegt sich das Forex-Paar weiterhin innerhalb einer engen Range. Obwohl die Weihnachtsfeiertage bis zum 6. Januar andauern fällt die Trading Range üblicherweise während der Woche vor Weihnachten besonders eng aus, zusätzlich nehmen Handelsaufkommen und Volatilität während dieser Zeit üblicherweise extrem ab. Dies verwundert nicht, da Weihnachten generell ausgiebiger gefeiert wird als Silvester und einige Trader unmittelbar nach den beiden Weihnachtsfeiertagen wieder an die Märkte zurückkehren.

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Neben der Tatsache, dass sich viele Marktteilnehmer zum Ende des Jahres hin in den Urlaub verabschieden, werden die Preisbewegungen zum Jahreswechsel zudem durch Jahresabschluss-Buchungen und Profit-Entnahmen von Banken und Fonds beeinflusst. Dieser Umstand könnte zum Ende des Jahres noch für ein wenig Volatilität sorgen, insbesondere aufgrund des geringen Handelsaufkommens. Gestern bewegte sich das EUR/USD Paar erneut innerhalb einer engen 65 pips Range. Im Tagesverlauf begann der U.S. Dollar jedoch etwas zu schwächeln, was dem Forex-Paar zu einer Konsolidierung an der Obergrenze der Range (kurz unterhalb der 1.0450 Marke) verhalf.

In Ermangelung frischer Daten aus der Eurozone dürfte der Fokus der Trader heute auf der Veröffentlichung der finalen BIP-Daten aus den USA gerichtet sein. Sollten diese Daten enttäuschen wäre mit etwas Volatilität zu rechnen, ein Ausbruch über den Widerstands-Level bei 1.0460 und eine Annäherung an die 1.0500 Marke wären in Folge denkbar. Sollten die BIP-Daten stark ausfallen wäre ein Rückfall unter 1.0400 möglich.

 

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Langsam macht es sich an den Märkten bemerkbar dass die Weihnachtsfeiertage unmittelbar bevorstehen. Wie bereits in der Vergangenheit ist derzeit ein Rückgang von Handelsaufkommen und Volatilität zu beobachten, auch während der letzten beiden Wochen des Jahres ist mit geringer Liquidität und spärlichen Bewegungen zu rechnen.Viele Marktteilnehmer haben sich bereits in den Weihnachtsurlaub verabschiedet, zudem stehen während der letzten Tages des Jahres keine wichtigen Wirtschaftsdaten aus Europa oder den USA zur Veröffentlichung an. Vor diesem Hintergrund sollte man sich bis Anfang des kommenden Jahres auf unterdurchschnittliches Handelsaufkommen einstellen.
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Bis zum Ende des Jahres rechnen wir mit einer Fortsetzung der Konsolidierung und Bewegungen innerhalb der aktuellen Range, wie sie bereits während der vergangenen 24 Stunden zu beobachten waren. Das EUR/USD Paar bewegte sich dabei um maximal 60 pips während die Stärke des U.S. Dollar weiterhin die Preisbewegungen vorgab. Je näher das Weihnachtswochenende rückt, desto enger dürfte die Trading Range werden. Während dieser Zeit ist es wichtig, vorsichtig zu bleiben. Generell würden wir während der letzten beiden Wochen des Jahres nicht mehr traden, wer es dennoch tut sollte darauf achten mit engen Stopp-Loss zu arbeiten.

In Ermangelung frischer Daten aus Europa oder den Vereinigten Staaten rechnen wir auch heute mimt Bewegungen innerhalb der aktuellen Range, das Forex-Paar wirkt weiterhin schwach. Ein Ausbruch in Richtung 1.0460 würde eine gute Gelegenheit zum Verkaufen mit engen Stopp-Loss darstellen, auch heute sollten die Preisbewegungen hauptsächlich von der Stärke des Greenback kontrolliert werden.

EUR/USD – Tägliche Fundamentalanalyse – Ausblick für 20. Dezember 2016

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Das EUR/USD Paar geriet während der vergangenen 24 Stunden erneut massiv unter Druck. Vor allem der weiterhin starke U.S. Dollar, sowie jüngste geopolitische Ereignisse sorgen beim Euro für signifikanten Verkaufsdruck. Gestern wirkte das Forex-Paar kurzzeitig stark, nachdem der im Tagesverlauf veröffentlichte deutsche Ifo Geschäftsklimaindex deutlich besser als erwartet ausfiel schien ein Ausbruch über einen Widerstands-Level bei 1.0465 denkbar, der Gemeinschaftswährung ging jedoch erneut die Luft aus.

Auch im weiteren Tagesverlauf wirkte der Euro schwach, während der U.S. Dollar von Kommentaren der Fed-Chefin Janet Yellen beflügelt wurde. Yellen äußerte sich positiv über die Entwicklung der amerikanischen Wirtschaft und stellte vor allem das starke Jobwachstum in den Vordergrund, zusätzlich schürte die Fed-Chefin erneut Hoffnungen auf weitere Zinsanhebungen im kommenden Jahr.

Am Abend sorgte ein mutmaßlicher Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin für Schlagzeilen und abnehmenden Risikoappetit der Trader, das Forex-Paar unterschritt in Reaktion auf die Meldungen aus Deutschland kurzzeitig den 1.0400 Level. Nun bewegt sich das EUR/USD Paar kurz oberhalb der 1.0400 Marke, ob die aktuelle Schwäche heute anhalten wird bleibt abzuwarten.

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In Ermangelung frischer Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten und Europa dürfte sich der Fokus der Trader heute hauptsächlich auf generelle Devisenbewegungen richten. Wir stellen uns beim Euro weiterhin auf Schwäche ein und rechnen vor den Weihnachtsfeiertage mit unterdurchschnittlicher Liquidität, vor diesem Hintergrund wäre während der kommenden Tage eine Konsolidierung denkbar. Ein Rückprall wäre kurzfristig möglich und könnte das Forex-Paar in die Nähe der 1.0465 Marke bringen – Diese Entwicklung könnte sehr gut als Gelegenheit zum Verkaufen genutzt werden.

EUR/USD – Tägliche Fundamentalanalyse – Ausblick für 9. Dezember 2016

Der Euro geriet am Donnerstag signifikant unter Druck nachdem der EZB-Präsident Mario Draghi im Rahmen der der jüngsten Notenbanksitzung der Europäischen Zentralbank eine Verlängerung der Quantitative Easing Maßnahmen bis mindestens Ende 2017 ankündigte. Zusätzlich kündigte Draghi eine „enge Zusammenarbeit“ mit den Märkten bis mindestens 2018 an. Viele Marktteilnehmer wurden von diesen Kommentaren überrascht, da sie mit einem baldigen Ende des für ursprünglich bis März 2017 geplanten QE-Programms rechneten.

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Die EZB-Präsident kündigte die Verlängerung des umstrittenes Anleihekaufprogramm nach amerikanischem Vorbild bis mindestens Ende 2017 an, gleichzeitig stellte Draghi eine Reduzierung des monatlichen Kaufvolumens in Aussicht. Ab April 2017 will die EZB zusammen mit den nationalen Notenbanken der Eurozone Staatsanleihen und andere Wertpapiere nur noch bis zu einem monatlichen Volumen in Höhe von netto 60 Milliarden Euro statt wie bisher 80 Milliarden Euro kaufen. EZB-Präsident Draghi betonte auf der Pressekonferenz allerdings, dass damit nicht der Ausstieg aus den Anleihekäufen eingeleitet worden sei. Im EZB-Rat sei ein “Tapering”, also eine schrittweise Reduzierung der Anleihekäufe auf null, nicht diskutiert worden. Kein EZB-Ratsmitglied habe sich dafür ausgesprochen. Mit ihren milliardenschweren Anleihekäufen will die EZB zusätzliches Geld in die Märkte pumpen und damit Konjunktur und Inflation in der Eurozone ankurbeln.

Der Euro näherte sich zu Beginn des Handelssession am Donnerstag der 1.0870 Marke, nach der Pressekonferenz des EZB-Präsidenten folgte jedoch eine Kehrtwende zurück nach unten in Richtung 1.0600. In diesem Bereich ist mit signifikanter Unterstützung zu rechnen. Nun bleibt abzuwarten wie das EUR/USD Paar auf die während der kommenden Woche anstehende Veröffentlichung der Fed Minutes reagieren wird. Ein Fall unter den 1.0500 Level wäre ein Zeichen für Schwäche und könnte den Weg in Richtung Euro-Dollar-Parität ebnen.