Der RoboMarkets Wochenrück- und Ausblick

Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege

09. September 2022

Als alle Rückblicke über eine positive Handelswoche schon geschrieben waren, kam kurz vor dem vergangenen Wochenende die Nachricht, dass vorerst kein Gas mehr durch Nord Stream 1 fließen wird. Sowohl der Deutsche Aktienindex nachbörslich als auch die Wall Street knickten ein, nachdem sie zuvor die Arbeitsmarktdaten noch positiv aufgenommen hatten.

Wie erwartet sprang der Preis für europäisches Erdgas am Montag an und zog den Aktienmarkt mit nach unten. Doch die Anleger schoben die Frage, wie Deutschlands Wirtschaft und Haushalte ohne russisches Gas über den Winter kommen sollen, relativ schnell beiseite und den DAX wieder zurück in Richtung 13.000 Punkte.

Auch die historische Entscheidung der Europäischen Zentralbank, den Leitzins um 75 Basispunkte zu erhöhen, hat die Börse am Ende weniger bewegt als gedacht. Viel Lärm um nichts also, könnte man meinen. Zwar schlug der DAX im Anschluss an die Entscheidung nach unten und oben aus, um dann aber nahezu unverändert aus dem Handel zu gehen. Auch die US-Notenbank meldete sich erneut zu Wort. Fed-Chef Jerome Powell bekräftigte ebenfalls den konsequenten Zinserhöhungskurs.

Aber auch hier blieb die Wall Street auf Kurs, alle negativen Nachrichten scheinen eingepreist und ein überverkaufter Markt versucht die Wende. Während ein Teil der Anleger mit der Aussicht auf weiter steigende Zinsen den Aktienmarkt vorerst meidet, sieht der andere Teil den konsequenten und konzertierten Kampf der Notenbanken gegen die Inflation als ein gutes Signal für die Zukunft und greift ungeachtet aller Risiken bei Aktien zu.

Inflationsdaten und Sitzung der Bank of England

Wie erfolgreich dieser Kampf bereits war oder wie viel Wegstrecke noch vor den Notenbanken liegt, um die Teuerung wieder in Richtung Zwei-Prozent-Ziel zu drücken, dürfte in der kommenden Woche etwas klarer werden. Am Dienstag werden die Verbraucherpreise aus den USA gemeldet. Hier war zuletzt etwas Entspannung angesagt, nachdem die Teuerung im Juli mit 8,5 Prozent wieder etwas zurückgekommen war. Alles, was den rückläufigen Trend bestätigt, dürften die Börsen positiv aufnehmen.

Am Mittwoch dann folgt der Frühindikator für die Inflationsentwicklung mit den Erzeugerpreisen. Geldpolitisch interessant wird es am Donnerstag, wenn die Bank of England zu ihrer nächsten Sitzung zusammenkommt. Mit einer Inflationsrate von gut zehn Prozent dürfte eine weitere Erhöhung des Leitzinses um 0,5 auf dann 2,25 Prozent zwar nahezu beschlossen sein. Allerdings dämpften BoE-Vertreter mit dem Blick auf die negativen Effekte der quantitativen Straffung zuletzt die Zinsfantasien im Vereinigten Königreich wieder etwas.

Licht und Schatten Bei Den Unternehmen

Auf Unternehmensseite könnte die Lufthansa in der vergangenen Woche die Weichen für eine positive Zukunft gestellt haben. Großaktionär Kühne ließ verlauten, dass er weiterhin ungebrochenes Interesse an der Airline hat und seinen bisherigen Anteil von 15 Prozent ausbauen will. Gleichzeitig einigten sich Pilotengewerkschaft und Unternehmen in letzter Sekunde auf einen Deal und wendeten damit den zuvor angekündigten zweitägigen Streik ab.

Und im Gespräch zwischen dem Chef der Lufthansa und ihrem größten Aktionär dürfte mit diesem Ausgang der Blick in die Zukunft durchaus positiv gewesen sein, trotz der Diskussionen über Personal und höhere Kosten.

Auf der anderen Seite steckt Uniper tiefer in der Krise als bisher angenommen. Zwar hat der Bund bereits beschlossen, bei Uniper einzusteigen wie einst bei der Lufthansa und der Commerzbank. Doch bis es so weit ist, steht der Konzern so unter Druck, dass er neues Geld braucht.

Vier Milliarden als Hilfe für die sieben Milliarden Euro Mehrausgaben für die Ersatzbeschaffung des russischen Gases, die laut des Chefs noch diesen Monat erreicht werden. Das Beispiel Uniper zeigt eindrucksvoll, wie teuer die Energiekrise nicht nur für Millionen Haushalte, sondern auch wie viel finanzielle Unterstützung nötig sein wird, um ganze Industrien vor dem Zusammenbruch zu bewahren.

Auch die Börse wird in der kommenden Woche zwischen einem langfristigen Optimismus und den kurzfristig Belastungsfaktoren Energiekrise und Rezession schwanken. Aus technischer Sicht allerdings bietet der nun schon fast komfortable Sprung des DAX über die 13.000 Punkte das Potenzial für weitere Kursgewinne, den saisonal schwächsten Börsenmonaten September und Oktober zum Trotz.

DAX – Aktuelle Unterstützungen und Widerstände

Unterstützungen: 12.900/12.850 + 12.700/12.650 + 12.400/12.350

Widerstände: 13.150/13.200 + 13.350/13.400 + 13.550/13.600

Dieser Artikel stammt von RoboMarkets.

Der RoboMarkets Wochenrück- und Ausblick

Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege

02. September 2022

Die positive Nachricht dieser Handelswoche ist die, dass der DAX seinem Jahrestief zwar gefährlich nah gekommen ist, sich aber an der 12.600er Marke fangen und stabilisieren konnte. Mit dem kleinen Hoffnungsschimmer einer Abkühlung auf dem bislang brummenden US-Arbeitsmarkt kann der Index zum Wochenschluss sogar wieder Kurs auf die psychologische Hürde von 13.000 Punkten nehmen.

Eine nachhaltige Erholung erscheint dennoch unwahrscheinlich. Denn der Markt ist sowohl technisch als auch fundamental unter den denkbar ungünstigsten Voraussetzungen in die statistisch betrachtet schwächste Börsenphase des Jahres gestartet.

315.000 neu geschaffene Stellen außerhalb der Landwirtschaft im August in den USA waren zwar wieder etwas mehr als erwartet, aber zumindest die Zahlen zur Lohnentwicklung machen Hoffnung darauf, dass sich die Situation auf dem amerikanischen Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten etwas entspannen könnte.

Die Löhne stiegen um 5,2 Prozent und damit etwas weniger stark als erwartet. Während die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA aber alles in allem eine weiterhin robuste Wirtschaft indizieren, werden die Sorgenfalten und damit Rezessionsgefahren in China und Europa umso größer. Die Regierung in Peking hält strikt an ihrer Null-Covid-Politik fest und schickte in dieser Woche erneut 21 Millionen Menschen in Chengdu in den Lockdown.

Engpässe im Energiemarkt

Für einen harten Winter in Europa könnten die aktuellen Turbulenzen auf dem Energiemarkt sorgen. Nachdem auch der Strompreis im Gefolge steigender Öl- und Gasnotierungen bereits nur eine Richtung kennt, bricht nun die Angebotsseite weiter ein.

Durch die niedrigen Wasserstände sind Kohlekraftwerke in Deutschland bereits gezwungen, weniger Strom zu produzieren. Von den Atomkraftwerken in Frankreich ist nur noch jedes zweite am Netz. Das Land produziert mittlerweile so wenig Strom, dass es diesen importieren muss, anstatt wie zuvor seine Nachbarländer zu versorgen.

Inflation Weiterhin Im Mittelpunkt

Dabei sind es vor allem die steigenden Energiepreise, die die Inflation weiter anheizen. Am kommenden Donnerstag steht mit der Sitzung der EZB der wohl wichtigste Termin der Woche im Börsenkalender. Spätestens der jüngste Anstieg der Verbraucherpreise in der Eurozone um 9,1 Prozent im August zwingt die Notenbank jetzt zu entschlossenem Handeln.

Auch in Deutschland sind die Preise im vergangenen Monat noch mit dem 9-Euro-Ticket und dem Tankrabatt stärker als erwartet gestiegen. Dies schürt die Angst vor einer zweistelligen Inflationsrate in den kommenden Monaten und setzt die EZB noch stärker unter Druck. Selbst eine historische Erhöhung um 75 Basispunkte am Donnerstag wäre deshalb schon keine wirkliche Überraschung mehr.

Damit dürften Anleihen allerdings dann noch ein Stück attraktiver gegenüber den aktuell mit hohem Risiko versehenen Aktien werden und den Börsen weitere potenzielle Käufer abhandenkommen.

Ganz so golden dürfte es beim DAX in der kommenden Woche nicht aussehen. Von einer nachhaltigen Trendwende nach oben kann erst bei einem Überwinden des Widerstandes bei 13.150 Punkten gesprochen werden. Ob der Markt in der kommenden Woche dazu in der Lage ist, dürfte auch ein wenig davon abhängen, ob Russland am Samstag wieder Gas durch Nord Stream 1 fließen lässt, denn dann sollen die mutmaßlich vorgeschobenen Wartungsarbeiten beendet sein.

DAX – aktuelle Unterstützungen und Widerstände

Unterstützungen: 12.600/12.629 + 12.420/12.370 + 12.000/12.100

Widerstände: 12.800/12.830 + 12.950/12.970 + 13.050/13.150

Dieser Artikel stammt von RoboMarkets.

Der RoboMarkets Wochenrück- und Ausblick

Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege

26. August 2022

Die Kombination aus einem Stimmungsumschwung nach beunruhigenden Zahlen von der Inflationsfront und dem Abprallen der Indizes in Frankfurt und an der Wall Street an starken Widerständen sorgte zu Beginn der abgelaufenen Handelswoche noch für eine Fortsetzung der Gewinnmitnahmen nach einer, trotz widriger Rahmenbedingungen doch erstaunlichen Erholungsrally. Dann aber fingen sich die Indizes und der Deutsche Aktienindex bildete aus technischer Sicht über der 13.000er Marke einen konstruktiven Boden aus, der ihm die Chance gibt, nach ausbleibenden Hiobsbotschaften aus Jackson Hole weiter nach oben zu laufen. Andererseits droht erneut ein Rückfall auf die Jahrestiefs knapp unter 12.500 Punkten.

Jackson Hole mischt die Karten neu

Für den US-Notenbankchef Jerome Powell geht es auf dem jährlichen Symposium der internationalen Geldpolitik vor allem um das Thema Glaubwürdigkeit. Auf dem letzten Meeting vor genau einem Jahr unterschätzte nicht nur er, sondern auch die große Mehrheit der Teilnehmer die aufziehende Inflation völlig. Heute liegt sie bei 8,5 Prozent in den USA, hat sich zwar jüngst etwas abgeschwächt, aber ist immer noch meilenweit vom Ziel der Geldpolitik entfernt. Dass Powell also an der straffen Geldpolitik inklusive weiterer Zinserhöhungen festhalten wird, ist klar. Nur ist die Frage, um welchen Preis die Fed bei ihrer restriktiven Haltung bleibt.

Muss sie eine Rezession herbeiführen, um die Inflation unter Kontrolle zu bekommen, inklusive einer wieder steigenden Arbeitslosigkeit, die derzeit noch den Stempel Vollbeschäftigung aufgedrückt bekommt? Oder bekommt sie eine sanfte Landung der US-Wirtschaft hin, weil sich die Teuerungsraten durch wieder fallende Energiepreise und Lösungen der Lieferkettenprobleme am Ende vielleicht von selbst erledigen? Auf diese beiden Fragen werden die Investoren auch zwischen den Zeilen der Powell-Rede Antworten suchen und danach ihre Anlageentscheidungen für die kommenden Wochen treffen. Wieder einmal hat es also die Geldpolitik in der Hand, ob es an den Börsen erneut richtig ungemütlich oder die Entspannung über den Sommer bis in den Herbst anhalten wird.

Ausblick für die nächste Woche

Apropos US-Arbeitsmarkt: Die wohl wichtigste Event der kommenden Woche steht erneut am Freitag an, wenn die neu geschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft, die sogenannten NFPs, veröffentlicht werden. Im Juli noch wurden mit 528.000 knapp doppelt so viele Jobs geschaffen wie erwartet, was die Sorgen vor weiter schnell steigenden Zinsen und die Wahrscheinlichkeit für 75 Basispunkte auf der Fed-Sitzung im September in die Höhe schnellen ließ. Nicht wenige Ökonomen warnen schon seit längerem, dass die Arbeitslosigkeit deutlich ansteigen müsse, um auch die Preise weiter nach unten zu bringen – zuletzt lag die Arbeitslosenrate saisonbereinigt bei nur 3,5 Prozent.

Was Europa angeht, wird es am Dienstag spannend, wenn die Inflationsrate für den Monat August veröffentlicht wird. Positiv wäre hier ebenfalls eine leichte Entspannung nach den 7,5 Prozent im Juli. Hier dann allerdings von einer echten Trendwende zu sprechen, dürfte auch vor dem Hintergrund der andauernden Angebotsknappheit von Gas verfrüht sein. Laut Brancheninsidern könnte diese noch zwei bis drei Jahre anhalten. Dies kann für die deutschen Haushalte buchstäblich ins Geld gehen. Die ersten Rechnungen der Gasversorger sind da und schockieren ihre Empfänger. Bis zu 50 Prozent Mehrkosten müssen die Haushalte schultern. Die Auswirkungen auf die Konsumbereitschaft, aber auch das Investitionsverhalten von Unternehmen dürften deutlich zu spüren sein.

EUR/USD unter Parität

Ähnlich sieht es bei der europäischen Leitwährung aus, die in dieser Woche erneut unter die Parität zum US-Dollar gefallen ist und nun Halt sucht. Ob der drohenden Energiekrise und damit aufziehender Rezessionsgefahren besteht jederzeit die Möglichkeit, dass der Euro nun noch deutlicher gegenüber dem Dollar fällt. Die Auswirkungen für die europäische Wirtschaft wären fatal. Nicht nur würden die Importe deutlich teurer und heizen damit die bereits hohe Inflation unnötig an. Auch die Energiekrise wird damit gehebelt. Die durch das begrenzte Angebot steigenden Preise werden durch einen schwachen Euro nochmals erhöht.

DAX – aktuelle Unterstützungen und Widerstände

Unterstützungen: 13.190 + 13.075 + 12.800/13.000

Widerstände: 13.420 + 13.550 + 13.700

Dieser Artikel stammt von RoboMarkets.

EUR/USD-Kursprognose – Der Euro bewegt sich weiter hin und her

Technische Analyse Euro vs. US Dollar

Der Euro fiel während des Handels am Freitag ein wenig, da wir weiterhin eine hohe Volatilität bei dieser Paarung beobachten. Die Tatsache, dass wir nach der überraschenden Anhebung der EZB-Leitzinsen um 50 Basispunkte alle Gewinne wieder abgeben, zeigt, wie schwach der Euro in Zukunft sein wird. Alles in allem handelt es sich hier um einen Markt, der sich weiterhin sehr unruhig verhält und eher einen Abwärtstrend aufweist als alles andere. Zu diesem Zeitpunkt ist es erwähnenswert, dass die Marke von 1,03 nur sehr schwer zu durchbrechen ist, da sie bereits drei Tage zuvor getestet wurde und sich als stabil erwiesen hat.

Sollten wir die Marke von 1,03 durchbrechen, werden wir wahrscheinlich nach dem 50-Tage-EMA Ausschau halten, der nach unten fällt und derzeit die Marke von 1,04 bedroht. Der Markt ist im Allgemeinen weiterhin sehr negativ, daher denke ich, dass man am besten handelt, wenn man Anzeichen von Erschöpfung ausblendet. Sollten wir jedoch unter die Unterseite der Kerze fallen, ist es wahrscheinlich, dass der Euro versuchen wird, die Paritätsmarke zu erreichen.

Die Parität zieht natürlich viel Aufmerksamkeit auf sich und könnte daher einen weiteren Aufschwung auslösen. Wenn wir jedoch einen Tagesschlusskurs unter der Paritätsmarke erhalten, könnte der Markt zu diesem Zeitpunkt wirklich einbrechen. Der US-Dollar verhält sich weiterhin wie eine Abrissbirne gegenüber allen anderen Währungen, daher glaube ich kaum, dass es beim Euro anders sein wird.

EUR/USD Preisprognose Video für 25.07.22

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AUD/USD-Kursprognose – Der Australische Dollar erholt sich nach anfänglichem Einbruch

Australischer Dollar vs. US Dollar Technische Analyse

Da die Anleiherenditen in Amerika weiter sinken, hat sich dies sehr positiv auf den Australischen Dollar ausgewirkt. Zum jetzigen Zeitpunkt hat der Markt nach dem anfänglichen Ausverkauf einen massiven Umschwung erlebt, und es sieht so aus, als würden wir den 50-Tage-EMA recht schnell bedrohen. Danach könnte es zu einer Bewegung in Richtung der 0,70-Marke kommen, einer offensichtlichen psychologischen Kennzahl, der man große Aufmerksamkeit schenken wird. Die Struktur um die 0,70-Marke ist ziemlich bedeutend und reicht bis zur 0,7060-Marke. Wenn der Markt diese Marke durchbrechen kann, hat der Aussie-Dollar eine echte Chance auf eine größere Bewegung.

Sollte der Markt jedoch umkehren und unter die Tiefststände des Freitags fallen, dann könnte es zu einer negativen Entwicklung kommen. Zu diesem Zeitpunkt würde ich davon ausgehen, dass die Stärke des US-Dollars im Allgemeinen anhält. Das könnte der Fall sein, weil die makroökonomische Lage offen gesagt nicht gerade rosig ist. Das meiste, was wir im Moment sehen, ist eine größere Korrektur in einem großen Bärenmarkt für Risikoanlagen. Aus diesem Grund betrachte ich die Situation eher als eine Erleichterungsrallye denn als etwas anderes.

Vieles wird von der Erklärung der US-Notenbank abhängen, denn viele Anleger wollen wissen, wohin ihre künftige Prognose geht. Die Vorstellung, dass die Federal Reserve sehr aggressiv bleiben wird, ist die Norm, aber die Frage ist, wie aggressiv sie sein wird.

AUD/USD Preisprognose Video für 25.07.22

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EUR/USD-Kursprognose – Euro erhält Auftrieb von der EZB

Technische Analyse Euro vs. US-Dollar

Der Euro verzeichnete am Donnerstag einen deutlichen Kursanstieg, da die EZB die Zinssätze um 50 Basispunkte anhob. Dies ist viel strenger als erwartet, so dass es sich um eine Art Schockbewegung handelte. Dennoch befinden wir uns aus gutem Grund in einem Abwärtstrend, und es ist töricht zu glauben, dass die EZB die Zinsen für einen längeren Zeitraum anheben kann. Offen gesagt, hat Europa große Probleme, von denen die Energierationierung nicht das geringste ist, die auf uns zukommt.

Es wird interessant sein zu sehen, ob die Europäer versuchen werden, den Markt davon zu überzeugen, dass sie die Zinsen weiter anheben können, denn offen gesagt wird die EZB wahrscheinlich die erste Zentralbank sein, die aufgibt. Letztendlich denke ich, dass wir eine Situation erleben werden, in der der Markt versuchen wird, sich auf die 1,04-Marke zuzubewegen, aber dort gibt es eine Menge Widerstand, und wir sollten nicht vergessen, dass die Federal Reserve nächste Woche eine noch größere Zinserhöhung vornehmen wird, und wenn sie dem Beispiel anderer Zentralbanken folgt und mit einer größeren Anhebung überrascht, könnten wir eine Bewegung von bis zu 100 Basispunkten erleben.

Der 50-Tage-EMA befindet sich in der Nähe von 1,04 und ist rückläufig. Es gibt viele Gründe, die dafür sprechen, dass dieser Markt seine Stärke irgendwann aufgeben wird, aber kurzfristig könnte uns eine kleine Erholung bevorstehen. Immerhin sind wir gerade von der Paritätsmarke abgeprallt, die eine große psychologische Barriere darstellt. Ob wir dieses Niveau wieder erreichen werden, ist noch offen, aber ich halte es für wahrscheinlicher als nicht.

EUR/USD Preisprognose Video für 22.07.22

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AUD/USD-Kursprognose – Der australische Dollar kämpft weiter

Australischer Dollar vs. US-Dollar Technische Analyse

Der australische Dollar hat in den letzten Tagen versucht, sich zu erholen und ist beide Male gescheitert. Sollten wir am Donnerstag unter die Tiefststände der Handelssitzung fallen, ist es wahrscheinlich, dass wir wieder auf die Tiefststände zurückfallen. Da die Marke von 0,67 auf längere Sicht eine wichtige Unterstützung darstellt, ist es keine große Überraschung, dass der Kurs von dort abgeprallt ist. Darüber hinaus hat die Reserve Bank of Australia ihr geldpolitisches Sitzungsprotokoll veröffentlicht, aus dem hervorging, dass sich die RBA nun mehr auf die Inflation als auf alles andere konzentriert. Infolgedessen stieg der australische Dollar wieder an.

Anders als der US-Dollar ist der australische Dollar jedoch an die Rohstoffe gebunden. Da die Rohstoffe in letzter Zeit stark unter Druck geraten sind, ist es nicht verwunderlich, dass der australische Dollar im Gleichschritt mit den Rohstoffen gefallen ist. Der 50-Tage-EMA liegt genau darüber und schrumpft wieder, so dass ich denke, dass alles zusammen für einen wahrscheinlichen erneuten Test der Tiefststände spricht. Wenn wir unter den Hammer am Tiefpunkt des letzten Ausverkaufs fallen, öffnet das die Tür zu deutlich niedrigeren Kursen.

Der Trend ist abwärtsgerichtet, und das ist das Wichtigste, was man auf diesem Chart sehen kann. Ja, wir haben einen schönen Aufschwung erlebt, aber das sollte nur für diejenigen von Wert sein, die bereit sind, ihn zu nutzen. Schließlich ist der US-Dollar derzeit die bei weitem bevorzugte Währung, und mit der weltweiten Verschlechterung der wirtschaftlichen Bedingungen wird sich dies noch verstärken. Letztendlich glaube ich, dass dieser Markt die Tiefststände erreichen wird. Ob es sich dabei um einen Durchbruch handelt oder nicht, ist eine ganz andere Frage, aber wir werden uns dem nähern, wenn wir dort ankommen.

AUD/USD Preisprognose Video für 22.07.22

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AUD/USD-Kursprognose – Der australische Dollar gibt frühe Gewinne aufgrund von Erschöpfungserscheinungen wieder ab

Australischer Dollar vs. US-Dollar Technische Analyse

Der australische Dollar war während des Handels am Mittwoch überfordert, da er die Marke von 0,69 deutlich überschritten hatte. Es sieht jedoch so aus, als ob der Widerstand zurückgekehrt ist. Dies macht durchaus Sinn, wenn man bedenkt, dass die Weltwirtschaft derzeit so viele Fragen aufwirft, dass man vorsichtig sein muss, wenn es darum geht, zu viele Risiken einzugehen.

Der 50-Tage-EMA liegt bei 0,6960 und sinkt, so dass auch dieser Wert langsam ins Blickfeld rückt. Aus diesem Grund denke ich, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis wir einen Rückzieher machen. Die Frage ist nun, ob wir deutlich zurückfallen oder ob es sich nur um den Rückgang handelt, bevor wir uns wieder erholen. Es ist erwähnenswert, dass der Bereich um die 0,67-Marke eine wichtige Unterstützungsmarke auf längerfristigen Charts ist, so dass der Rückschlag keine große Überraschung sein sollte. Dennoch sollte man sich darüber im Klaren sein, dass ein Unterschreiten dieser Marke die Schleusen öffnen und den Aussie-Kurs zum Absturz bringen könnte.

Sollten wir nach oben ausbrechen, wird die 0,70er-Marke ein äußerst interessanter Bereich sein, dessen Überwindung wahrscheinlich schwierig sein wird. An diesem Punkt fangen wir an, Fragen über den Trend zu stellen, aber selbst dann weiß ich nicht, ob ich von einer vollständigen Trendwende überzeugt wäre, solange wir nicht über den 200-Tage-EMA steigen, der sich derzeit im Bereich von 0,7170 befindet und fällt. Ich denke, die nächsten Wochen werden interessant sein, da sie den Ton für den Rest des Jahres angeben könnten.

AUD/USD Preisprognose Video für 21.07.22

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EUR/USD-Kursprognose – Euro gibt frühe Gewinne wieder ab

Technische Analyse Euro vs. US-Dollar

Der Euro erholte sich zunächst während des Handels am Mittwoch, gab aber einen Teil dieser Gewinne wieder ab, da es so aussieht, als sei der Markt noch nicht ganz bereit, nach oben abzuheben. Immerhin steht am Donnerstag die EZB-Sitzung an, die einen massiven Einfluss auf die weitere Entwicklung haben wird. Aus diesem Grund macht es durchaus Sinn, dass die Anleger wieder aus dem Markt aussteigen.

Die 1,02er-Marke ist nach wie vor ein interessanter Bereich. Wenn wir also von hier aus einen Rückzieher machen, ist es wahrscheinlich, dass wir ein wenig nach unten ausbrechen und uns wieder der Paritätsmarke zuwenden. Letztendlich wird der Markt weiterhin sehr unruhig sein, da es viele bewegliche Teile gibt, wenn es um die Europäische Union geht, nicht zuletzt die Frage, ob es genug Macht geben wird oder nicht.

Aus diesem Grund tendiere ich nach wie vor abwärts und denke, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis wir die Parität erneut testen, ein Bereich, der natürlich große Aufmerksamkeit auf dem Markt hervorrufen würde. In diesem Szenario ist es sehr wahrscheinlich, dass wir an der Paritätsmarke eine gewisse Gegenwehr erleben würden, aber wenn wir unter diese Marke einbrechen und, was vielleicht noch wichtiger ist, darunter schließen, dann ist der Weg frei.

In den alternativen Szenarien drehen wir um und erholen uns und versuchen vielleicht, wieder in den Bereich von 1,04 zu gelangen. Damit beginnt ein signifikanter Widerstand, der meiner Meinung nach sehr wahrscheinlich viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde und, was vielleicht noch wichtiger ist, Leerverkäufe.

EUR/USD Preisprognose Video für 21.07.22

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AUD/USD-Kursprognose – Der australische Dollar tendiert nach oben

Australischer Dollar vs. US Dollar Technische Analyse

Der australische Dollar steigt während des Handels am Dienstag nach der Veröffentlichung des geldpolitischen Sitzungsprotokolls an. Es hat den Anschein, dass sich die RBA in diesen Tagen mehr auf die Inflation konzentriert als auf irgendetwas anderes, was darauf hindeutet, dass vielleicht noch einige weitere Zinserhöhungen aus Australien kommen werden. Sollte dies der Fall sein, dann ist es nur logisch, dass der australische Dollar weiterhin Anzeichen von Stärke zeigt. Außerdem tritt die australische Zentralbank jetzt in eine “ruhige Phase” ein, da sie kurz vor einer weiteren Ankündigung steht.

Vor diesem Hintergrund denke ich, dass wir noch ein wenig weiter gehen können, aber ich glaube, dass der Markt noch eine Weile in einem Abwärtstrend bleiben wird. Der australische Dollar erhält keine Unterstützung von den Rohstoffmärkten, so dass es durchaus Sinn macht, dass der Aussie ein wenig träge wird. Da wir überverkauft sind, könnte es sich teilweise um eine Bärenmarktrallye handeln, aber ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass wir in der Nähe der 0,70-Marke auf einen starken Verkaufsdruck stoßen werden.

Aufgrund des Szenarios, in dem wir uns befinden, warte ich auf Anzeichen von Erschöpfung, um zu verkaufen. Sollten wir jedoch über die Marke von 0,7050 ausbrechen, müsste ich mich möglicherweise in die entgegengesetzte Richtung orientieren. Es bleibt abzuwarten, aber es sieht ganz danach aus, dass der Trend intakt bleibt, obwohl es sich um eine beeindruckende kurzfristige Erholung handelt. Die Marke von 0,6750 war in der Vergangenheit ein wichtiger Bereich für die Preisentwicklung, wir werden also genau hinschauen müssen.

AUD/USD Preisprognose Video für 20.07.22

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