Dax beendet Erholung und startet im Minus

Frankfurt (Reuters) – Der Dax hat am Mittwoch eine Verschnaufpause eingelegt und ist etwas niedriger in den Handel gestartet.

Der Leitindex lag am Morgen 0,4 Prozent im Minus bei 12.622 Punkten, nachdem er am Dienstag noch knapp vier Prozent zugelegt hatte. Der EuroStoxx50 verlor 0,6 Prozent auf 3464,6 Punkte. Im SDax stachen die Aktien von Shop Apotheke mit einem Plus von rund fünf Prozent heraus. Der Online-Pharmahändler hatte für das dritte Quartal ein deutliches Umsatzplus gemeldet.

Ihre Aufmerksamkeit richten die Anleger im Laufe des Tages auf die Beratungen des Exportkartells Opec und seiner Verbündeten über Förderkürzungen. Auf dem Treffen in Wien wollen sie Insidern zufolge eine Reduzierung ihrer Förderquoten um mehr als eine Millionen Barrel pro Tag (bpd) beschließen. Ein Insider sprach von einer Kürzung von bis zu zwei Millionen bpd. Die Opec+ hat es trotz Bitten von wichtigen Kunden wie den USA bislang abgelehnt, zur weiteren Senkung der Preise die Förderung zu erhöhen.

Die Anleger warten zudem auf die Beschäftigungszahlen der privaten US-Arbeitsagentur ADP. Von ihnen versprechen sie sich Rückschlüsse auf das künftige Zinserhöhungstempo der Notenbank Fed. Analysten erwarten für September einen beschleunigten Jobaufbau von 200.000 Stellen, nach einem Plus von 132.000 im Vormonat. Die ADP-Zahlen geben einen Vorgeschmack auf die offiziellen Daten am Freitag.

(Bericht von Myria Mildenberger; Bei Rückfragen wenden Sie sich sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Dax niedriger erwartet – Konjunkturdaten im Blick

Frankfurt (Reuters) – Zum Auftakt des neuen Börsenmonats wird der Dax Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Montag niedriger starten.

Da die Inflation und der Kampf der Notenbanken weiterhin für reichlich Diskussionsstoff an der Börse sorgen, klopfen Investoren sämtliche Konjunkturdaten auf Hinweise hierzu ab. Im Tagesverlauf stehen die Barometer für die Stimmung der Einkaufsmanager aus der Industrie Deutschlands, der Euro-Zone und der USA auf dem Terminplan. Die beiden ersteren werden Analysten zufolge wohl unter der Schwelle von 50 Punkten liegen, die Wachstum signalisiert. Der US-Index werde dagegen darüber bleiben.

Schlusskurse europäischer Indizes Stand

am vorangegangenen Handelstag

Dax

12.114,36

Dax-Future

11.955,00

EuroStoxx50

3.318,20

EuroStoxx50-Future

3.268,00

Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung

vorangegangenen Handelstag

Dow Jones

28.725,51 -1,7 Prozent

Nasdaq

10.575,62 -1,5 Prozent

S&P 500

3.585,62 -1,5 Prozent

Asiatische Indizes am Montag Stand Veränderung

Nikkei

26.059,20 +0,5 Prozent

Shanghai

Kein Handel

Hang Seng

16.917,07 -1,8 Prozent

(Bericht von Hakan Ersen, redigiert von Christian Rüttger. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Europas Börsen auf Erholungskurs – Adidas und Puma tiefer

Frankfurt (Reuters) – Versöhnlicher Abschluss für den schwärzesten September seit der Finanzkrise von 2008: Dax und EuroStoxx50 stiegen am Freitag um jeweils etwa 1,3 Prozent auf 12.125 beziehungsweise 3317 Punkte.

Das Minus seit Monatsbeginn summierte sich allerdings auf knapp sechs Prozent. Echtes Kaufinteresse sei nicht zu beobachten, sagte Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst des Online-Brokers CMC Markets. Vielmehr lösten einige Investoren ihre Wetten auf einen weiteren Kursverfall auf.

Auch Anlagestratege Jürgen Molnar vom Brokerhaus RoboMarkets warnte vor möglichen erneuten Rücksetzern. “Zu schwer wiegen die Sorgen über eine davongaloppierende Inflation, auf die die Notenbanken noch lange mit Zinserhöhungen reagieren dürften. Zudem verändert sich die geopolitische Lage mit der russischen Annexion der vier besetzten Gebiete und den Sabotage-Akten an den Gaspipelines[nL8N310517 nicht wirklich zum Positiven.”

ERNEUTER ANSTIEG DER EUROPÄISCHEN INFLATIONSRATE ERWARTET

In diesem Zusammenhang warteten Investoren gespannt auf die europäischen Preisdaten. Experten prognostizierten einen Anstieg der Teuerungsrate auf 9,7 Prozent im Jahresvergleich. Die deutsche Inflation hatte erstmals seit rund 70 Jahren die Marke von zehn Prozent erreicht. “Die notwendigen geldpolitischen Konsequenzen dürften die Börse noch eine ganze Weile beschäftigen”, sagte RobMarkets-Experte Molnar.

Unterdessen verhalfen Spekulationen um eine Drosselung der Erdöl-Förderung durch die Staaten der großen Exportländer der Sorte Brent aus der Nordsee zu einem Kursplus von 1,2 Prozent auf 89,54 Dollar je Barrel (159 Liter). “Im August blieb die Produktion der Opec+ aber bereits schätzungsweise 3,37 Millionen Barrel pro Tag hinter den Zielen zurück”, gaben die Experten der Bank ING zu bedenken. Daher werde die reale Fördermenge weniger stark zurückgehen als offiziell angekündigt. Einige Opec+-Staaten haben wegen maroder Förderanlagen Probleme, ihre Quoten zu erfüllen.

Gefragt waren auch Industriemetalle. Die überraschende Rückkehr des Barometers für die Stimmung der chinesischen Industrie über die Wachstumsschwelle von 50 Punkten schüre Hoffnungen auf eine anziehende Nachfrage des Top-Abnehmers. Kupfer verteuerte sich um 0,6 Prozent auf 7582 Dollar je Tonne.

Am Erdgas-Markt entspannte sich die Lage dank kontinuierlicher Lieferungen von Flüssiggas als Ersatz für Importe aus Russland weiter. Der europäische Future gab 4,2 Prozent auf 176,50 Euro je Megawattstunde nach.

ADIDAS UND PUMA STRAUCHELN WEGEN NIKE-ZAHLEN

Am Aktienmarkt gerieten Adidas und Puma unter Verkaufsdruck. Ihre Papiere fielen um vier beziehungsweise 5,4 Prozent, nachdem der US-Rivale einen Gewinneinbruch gemeldet und vor weiterem Margendruck gewarnt hatte. Die verstärkten Rabatt-Aktionen seien ein schlechtes Omen für die europäischen Sportartikel-Hersteller, kommentierte Analyst James Grzinic von der Investmentbank Jefferies. Sie würden voraussichtlich nachziehen müssen. Dies überschatte die bislang robuste Nachfrage diesseits des Atlantik. Nike-Titel brachen im vorbörslichen US-Geschäft um gut neun Prozent ein.

Unterdessen hielten sich die Papiere der Porsche AG über ihrem Ausgabepreis von 82,50 Euro. Am zweiten Tag nach dem Börsengang legten sie 0,7 Prozent auf 83,08 Euro zu. Großaktionär Volkswagen rückte nach dem Ausverkauf vom Donnerstag 0,8 Prozent vor.

(Bericht von Hakan Ersen. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

“Dead Cat Bounce” an Europas Börse – Pfund erholt

Frankfurt (Reuters) – Nach den jüngsten Kursverlusten steigen erste Anleger wieder in die europäischen Aktienmärkte ein.

Ein Preissprung beim Erdgas dämpfte ihre Kauflaune allerdings. Dax und EuroStoxx50 stiegen am Dienstag um jeweils ein knappes Prozent auf 12.338 beziehungsweise 3373 Punkte.

“Wir sehen eine kleine Erleichterungsrally oder einen ‘Dead Cat Bounce'”, sagte Michael Brown, Manager beim Finanzdienstleister Caxton. So nennen Börsianer eine kurzzeitige Kurserholung in einem längerfristigen Abwärtstrend. “Aus meiner Sicht ist das einzig lohnenswerte Investitionsobjekt der Dollar”, fügte Brown hinzu. Der Markt unterschätze die Wachstumsrisiken, daher müsse bei den meisten Anlageklassen, vor allem bei Aktien, mit Verkäufen gerechnet werden, so lange die US-Notenbank Fed ihr Zinserhöhungstempo nicht drossele.

Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, gab am Dienstag zwar 0,2 Prozent nach, blieb mit 113,63 Punkten auf Tuchfühlung mit seinem jüngsten 20-Jahres-Hoch. Neben den Zinserhöhungsspekulationen hatte die Weltleitwährung dank ihres Images als “sicherer Hafen” in den vergangenen Tagen zeitweise fast fünf Prozent aufgewertet.

SCHÄDEN AN PIPELINES TREIBEN GASPREIS

Kopfzerbrechen bereiteten Investoren mehrere Lecks an russischen Erdgas-Pipelines durch die Nordsee. “Das klingt nicht nach einem Zufall”, sagte Tom Marzec-Manser vom Analysedienst ICIS. Obwohl derzeit durch keine der beiden Pipelines Gas fließt, weckte der Vorfall Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der europäischen Gasinfrastruktur. Die trieb den europäische Erdgas-Preis neun Prozent in die Höhe auf 189,50 Euro je Megawattstunde.

Aufwärts ging es auch mit dem Ölpreis. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 1,7 Prozent auf 85,51 Dollar je Barrel (159 Liter). Kupfer und Gold legten jeweils ein Prozent auf 7417 Dollar je Tonne beziehungsweise 1639 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) zu. “Jede Schwäche des Dollar löst eine Erleichterungsrally aus, wenn auch nur eine kurze”, sagte Analyst Geordie Wilkes vom Research-Haus Sucden. Eine Abwertung der Weltleitwährung macht Rohstoffe für Investoren außerhalb der USA attraktiver. Öl erhielt Börsianern zufolge darüber hinaus von möglichen Ausfällen der US-Förderung wegen eines Wirbelsturms im Golf von Mexico Rückenwind.

PFUND AUF ERHOLUNGSKURS – PORSCHE-BÖRSENGANG IM BLICK

Am Devisenmarkt habe das Bekenntnis der Bank von England (BoE) zu weiteren Zinserhöhungen und die Ankündigung von Details zur geplanten Entlastungen der Bürger durch die Regierung die Talfahrt des Pfund Sterling vorerst beendet, sagte Stuart Cole, Chef-Volkswirt des Brokerhauses Equiti Capital. Positiv sei vor allem, dass die Notenbanker den Anschein von Panik vermieden hätten.

“Aber reicht das?”, fragte Commerzbank-Analystin Esther Reichelt. “Das Statement dürfte kaum diejenigen beruhigen, die die Entschlossenheit der BoE im Kampf gegen die Inflation bereits im Vorfeld angezweifelt hatten.” Das Pfund verteuerte sich dennoch auf 1,0794 Dollar, nachdem es am Montag auf ein Rekordtief von 1,0382 Dollar gefallen war.

Am deutschen Aktienmarkt standen erneut der Autobauer Volkswagen und sein Großaktionär Porsche SE im Rampenlicht. Zwei Tage vor dem geplanten Börsengang der VW-Sportwagentochter Porsche signalisierten die begleitenden Banken, dass die Papiere wohl am oberen Ende der bis 82,50 Euro reichenden Angebotsspanne zugeteilt werden. “Obwohl vielen Anlegern der Appetit auf Aktien in den vergangenen Wochen vergangen sein dürfte, machen sie hier scheinbar eine Ausnahme”, sagte Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege vom Handelshaus RoboMarkets. Die Titel von VW und Porsche SE legten jeweils rund ein halbes Prozent zu.

(Bericht von Hakan Ersen. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)

Dax stabilisiert – Kurssturz bei Hypoport

Frankfurt (Reuters) – Zum Abschluss der Börsenwoche lässt der Verkaufsdruck am deutschen Aktienmarkt nach.

Der Dax notierte zur Eröffnung am Freitag 0,2 Prozent im Minus bei 12.503 Punkten.

Entscheidend sei, dass der deutsche Leitindex nicht unter sein bisheriges Jahrestief bei 12.390 Zählern rutsche, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. Denn in diesem Fall müsse mit Anschluss-Verkäufen gerechnet werden, die den Dax in Richtung von 11.500 Punkte drücken könnten.

Bei den Unternehmen stach Hypoport mit einem Rekord-Kurssturz von 34,4 Prozent heraus. Mit 96,30 Euro waren die Aktien so billig wie zuletzt vor fünfeinhalb Jahren. Der Finanzvermittler hatte wegen einer schwachen Nachfrage seine Gesamtjahresziele ausgesetzt. Das Unternehmen sollte nicht mehr zweistellige Wachstumsraten bei Umsatz und Betriebsgewinn anstreben, sondern Kosten reduzieren, um die aktuelle Krise zu meistern, riet Analyst Simon Keller vom Bankhaus Hauck Aufhäuser Lampe. Er stufte die Titel auf “Sell” von “Hold” herunter und kürzte das Kursziel auf 70 von 205 Euro.

(Bericht von Hakan Ersen, redigiert von Kerstin Dörr. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Schweizer Regierung senkt Wachstumsprognose

Zürich (Reuters) – Die Schweizer Regierung hat wegen der lahmenden Konjunktur in Europa und anderen Exportmärkten ihre Wachstumsprognose gesenkt.

Die beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) angesiedelten Ökonomen des Bundes erwarten 2022 nun einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,0 Prozent, wie aus ihrer am Dienstag vorgelegten Prognose hervorgeht. Im Juni hatten sie noch ein Plus von 2,6 Prozent veranschlagt. Für 2023 senkte die Expertengruppe ihre Wachstumsprognose auf 1,1 (bisher: 1,9) Prozent.

Im Jahr 2021 hatte sich die Wirtschaft der Alpenrepublik vom Corona-bedingten Einbruch im Jahr davor erholt und war um 3,9 Prozent gewachsen. Aufgrund der gestiegenen Energiepreise rechnet die Regierung neu mit einer Inflationsrate von 3,0 Prozent für 2022 sowie von 2,3 Prozent für 2023.

(Bericht von Oliver Hirt und Paul Arnold, redigiert von Elke Ahlswede. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Dax-Optionen verfallen bei 12.750,86 Punkten

Frankfurt (Reuters) – Der Settlement-Kurs für Dax-Optionen ist am Freitag mit 12.750,86 Punkten festgesetzt worden.

Für MDax und TecDax lagen die Settlements bei 23.952,46 beziehungsweise 2838,79 Stellen. Die Optionen auf den EuroStoxx50 verfielen bei einem Kurs von 3496,30 Punkten und diejenigen auf den Stoxx50 bei 3476,88 Zählern.

(Bericht von Anika Ross. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Dax niedriger erwartet – US-Daten im Blick

Frankfurt (Reuters) – Die anhaltend hohe Teuerung trübt die Stimmung am deutschen Aktienmarkt weiterhin.

Der Dax wird Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge am Mittwoch niedriger starten. Am Dienstag hatte er nach enttäuschenden US-Inflationsdaten 1,6 Prozent auf 13.188,95 Punkte zugelegt.

Nun richten Börsianer ihre Aufmerksamkeit auf die US-Erzeugerpreise, die als Früh-Indikatoren für die Teuerung insgesamt gelten. Von ihnen versprechen sie sich Rückschlüsse auf das Tempo der Zinserhöhungen der Notenbank Fed in den kommenden Monaten. Eine Anhebung um 0,75 Prozentpunkte in der kommenden Woche gilt als ausgemacht. Analysten erwarten für August einen kaum veränderten Anstieg der Erzeugerpreise um 12,4 Prozent zum Vorjahresmonat.

Diesseits des Atlantik stehen Zahlen zur Industrieproduktion in der Euro-Zone auf dem Terminplan. Hier erwarten Experten für Juli einen Rückgang um ein Prozent.

Schlusskurse europäischer Indizes Stand

am vorangegangenen Handelstag

Dax

13.188,95

Dax-Future

13.094,00

EuroStoxx50

3.586,18

EuroStoxx50-Future

3.561,00

Schlusskurse der US-Indizes am Stand Veränderung

vorangegangenen Handelstag

Dow Jones

31.104,97 -3,9 Prozent

Nasdaq

11.633,57 -5,2 Prozent

S&P 500

3.932,69 -4,3 Prozent

Asiatische Indizes am Mittwoch Stand Veränderung

Nikkei

27.841,67 -2,7 Prozent

Shanghai

3.229,79 -1,0 Prozent

Hang Seng

18.838,58 -2,5 Prozent

(Bericht von Anika Ross, Hakan Ersen. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

Dax büßt Gewinne nach US-Inflationsdaten ein

Frankfurt (Reuters) – Die nur leicht abgeschwächte Inflationsrate in den USA hat die Euphorie bei Dax-Anlegern verpuffen lassen.

Der deutsche Leitindex büßte seine Gewinne von rund einem Prozent ein und sackte 0,3 Prozent auf 13.358 Punkte ab. Die Teuerungsrate für Waren und Dienstleistungen fiel im August lediglich auf 8,3 Prozent von 8,5 Prozent im Juli. Von Reuters befragte Experten hatten im Vorfeld mit einem Rückgang auf 8,1 Prozent gerechnet. Die Aussicht auf weitere Zinsschritte ließ den zuvor unter Druck geratenen Dollar-Index um 0,8 Prozent auf 109,11 Punkte steigen.

(Bericht von Stefanie Geiger, redigiert von . Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)

Ukrainische Erfolge machen Europa-Anlegern Mut

Frankfurt (Reuters) – Hoffnungen auf eine Wende im Ukraine-Krieg ermuntern Anleger zum Einstieg in europäische Aktienwerte.

Dax und EuroStoxx50 stiegen am Montag um jeweils rund 1,5 Prozent auf 13.306 beziehungsweise 3623 Punkte. Die US-Futures deuteten ebenfalls auf einen positiven Handelsstart hin. Auch beim Euro griffen Investoren zu. Die Gemeinschaftswährung stieg um bis zu 1,6 Prozent auf 1,0197 Dollar, so stark wie zuletzt vor einem halben Jahr. Gleichzeitig ging der europäische Erdgas-Future auf Talfahrt und verlor knapp fünf Prozent auf 193,20 Euro je Megawattstunde. “Die Situation zwischen Russland und der Ukraine gibt dem Markt einen kleinen Hoffnungsschimmer, dass es eine Lösung geben könnte, die die Intensität des Energieschocks etwas abschwächt”, sagte Portfoliomanager Hani Redha vom Vermögensverwalter PineBridge.

Die Ukraine weitet eigenen Angaben zufolge ihre Offensive im Großraum Charkiw im Nordosten des Landes aus. Allein innerhalb des vergangenen Tages seien mehr als 20 russisch-besetzte Ortschaften zurückerobert worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj pries den russischen Rückzug aus der Stadt Isjum gut 120 Kilometer südöstlich von Charkiw als Durchbruch in dem seit sechs Monaten andauernden russischen Angriffskrieg.

ZINSERHÖHUNGSSPEKULATIONEN GEBEN EURO UND BANKEN AUFTRIEB

Der Euro profitierte zudem von der Aussicht auf eine Serie kräftiger Zinserhöhungen durch die Europäische Zentralbank (EZB). Insidern zufolge diskutieren die Währungshüter über einen Schlüsselsatz von zwei oder mehr Prozent. Bundesbank-Präsident Joachim Nagel machte sich ebenfalls für eine straffere Geldpolitik stark. “Aber was Nagel will und was die EZB erreichen kann, sind zwei Paar Schuhe”, gab Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade zu bedenken. Schließlich müsse diese auch die Finanzierungskosten für das hoch verschuldete Euro-Mitglied Italien im Blick behalten.

Die Zinseröhungsspekulationen gaben den Finanzwerten Auftrieb. Ihnen winken bei steigenden Zinsen höhere Gewinne aus dem klassischen Kreditgeschäft. Der Index für die Banken der Euro-Zone stieg um rund 2,5 Prozent. Zu den Favoriten gehörten Commerzbank und Deutsche Bank mit Kursgewinnen von rund drei Prozent.

Da auch jenseits des Atlantik Inflation und Geldpolitik die bestimmenden Themen sind, richten Börsianer ihre Aufmerksamkeit auf die am Dienstag anstehenden Daten zur Teuerung in den USA. Experten erwarten einen Rückgang auf 8,1 von 8,5 Prozent im Vorjahresvergleich. “Alles, was den rückläufigen Trend bestätigt, dürften die Börsen positiv aufnehmen”, sagte Anlagestratege Jürgen Molnar vom Brokerhaus RoboMarkets. Zeige die Entwicklung der US-Erzeugerpreise, die am Mittwoch veröffentlicht würden, in die gleiche Richtung, stehe einer Fortsetzung der Aktienkurs-Erholung bis zum Freitag nichts im Weg.

GESUNDHEITSWARNUNG FÜR HELLOFRESH-PRODUKTE IN USA

Bei den Unternehmen rückte HelloFresh ins Rampenlicht. Das US-Landwirtschaftsministerium hatte am Wochenende eine Gesundheitswarnung herausgegeben, weil Hackfleisch in Kochboxen, die im Juli versandt worden seien, mit Kolibakterien verseucht sein könnten. Einen Rückruf gebe es allerdings nicht, weil die betroffenen Chargen nicht mehr im Verkauf seien. Dem Unternehmen zufolge sind nur wenige Kunden betroffen. Die Warnung sei eine Vorsichtsmaßnahme. HelloFresh-Aktien fielen um bis zu 6,7 Prozent, machten die Verluste im Handelsverlauf aber wieder wett.

Die Titel von SAS hoben dagegen ab, nachdem ein Insolvenzgericht grünes Licht für einen 700 Millionen Euro schweren Kredit des Finanzinvestors Apollo gegeben hatten. Die Papiere der angeschlagenen Fluggesellschaft stiegen in Stockholm um rund zehn Prozent.

(Bericht von Hakan Ersen, Redigiert von Hans Busemann; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)