Europas Börsen starten erneuten Erholungsversuch

Frankfurt (Reuters) – Zum Abschluss einer turbulenten Börsenwoche steigen Anleger wieder in die europäischen Aktienmärkte ein.

Dax und EuroStoxx50 stiegen am Freitag um jeweils mehr als ein Prozent auf 13.900 beziehungsweise 3660 Punkte. “Wer an diesem Morgen allerdings die positiven Nachrichten sucht, die für die Erholung verantwortlich sind, wird keine finden”, gab Analyst Jochen Stanzl vom Online-Broker CMC Markets zu bedenken. Es handele sich lediglich um eine Reaktion auf vorangegangene Verluste und um die Folgen aufgelöster Wetten auf einen weiteren Kursverfall.

Denn die Belastungsfaktoren, die die Kurse in den vergangenen Wochen auf Talfahrt geschickt hatten, sind nicht verschwunden: Der Ukraine-Krieg tobt weiter, die US-Notenbank Fed ist mitten in einem Zinserhöhungszyklus und China kämpft mit strengen Lockdowns gegen das Wiederaufflammen der Coronavirus-Pandemie, was Wirtschaftsabläufe weltweit belastet. “Sollte es zu einer Konjunkturabkühlung kommen, könnte es an den Märkten ungemütlich werden”, warnte Analyst Christian Henke vom Brokerhaus IG.

ÖLPREIS ZIEHT WIEDER AN – BITCOIN AUF ERHOLUNGSKURS

Am Rohölmarkt schob die Diskussion um ein EU-Embargo russischer Öl-Lieferungen die Preise erneut an. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um 0,4 Prozent auf 107,87 Dollar je Barrel (159 Liter). Allerdings bremsten Spekulationen auf eine geringere Nachfrage beim Top-Abnehmer China wegen der dortigen Konjunkturrisiken den Anstieg, sagte Stephen Innes, Geschäftsführer beim Vermögensverwalter SPI. “Investoren warten auf ein Licht am Ende des chinesischen Lockdown-Tunnels.” Die sinkenden Fallzahlen auf der einen und die wiederholte Verschärfung der Pandemie-Beschränkungen auf der anderen Seite tauchten sie in ein Wechselbad der Gefühle.

Bitcoin-Anleger nutzten die jüngsten Kursverluste ebenfalls zum Wiedereinstieg. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise gewann knapp sechs Prozent auf 30.180 Dollar. “Abzuwarten bleibt, ob sich der Erholungsversuch nachhaltig ausgestaltet”, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. “Sämtliche zuletzt zu beobachtende Gegenbewegungen waren temporärer Natur und wurden regelmäßig wieder abverkauft.”

TELEKOM HEBT ZIELE AN – FREENET IM AUFWIND

Bei den Unternehmen rückte die Deutsche Telekom ins Rampenlicht. Der Bonner Konzern blickt nach einem starken Quartalsergebnis optimistischer auf das Gesamtjahr. Die neuen Ziele blieben aber etwas hinter den Markterwartungen zurück, monierte ein Börsianer. Die T-Aktie überwand dennoch ihre Anfangsverluste und legte 0,6 Prozent zu.

Deutlicher Aufwärts ging es für Freenet. Die Titel des Mobilfunkers stiegen um drei Prozent. Dank Einsparungen habe das Unternehmen einen überraschend hohen operativen Quartalsgewinn ausgewiesen, lobte Analyst Ulrich Rathe von der Investmentbank Jefferies. Damit habe Freenet die Markterwartungen das fünfte Mal in Folge übertroffen. Dies sollte die Zweifel am Geschäftsmodell dämpfen.

Zins- und Rezessionssorgen treiben Anleger um

Frankfurt (Reuters) – Rezessionssorgen treiben europäische Aktienanleger um. Dax und EuroStoxx50 fielen am Donnerstag um jeweils mehr als ein halbes Prozent auf 13.739,64 beziehungsweise 3618,62 Punkte.

Der US-Standardwerteindex Dow Jones büßte 0,6 Prozent ein. Mit den Rohstoffpreisen ging es teilweise ebenfalls abwärts. Das Industriemetall Kupfer verbilligte sich um knapp drei Prozent auf 9079 Dollar je Tonne.

Gefragt waren dagegen “sichere Häfen” wie die Weltleitwährung. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, stieg um bis zu 0,5 Prozent auf ein 19-1/2-Jahres-Hoch von 104,72 Punkten. Die Nachfrage nach Staatsanleihen drückte die Renditen der zehnjährigen Bonds aus den USA und Deutschland auf 2,844 beziehungsweise 0,863 Prozent. Die “Antikrisen-Währung” Gold gab dagegen 0,9 Prozent auf 1836 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) nach. Ihr machte die Dollar-Rally zu schaffen, die das Edelmetall für Investoren außerhalb der USA unattraktiver macht.

INFLATION BLEIBT BESORGNISERREGEND HOCH

Die Börsen litten immer noch unter den Nachwehen des enttäuschend geringen Rückgangs der US-Teuerungsrate, sagte Anlagestratege Lyn Graham-Taylor von der Rabobank. Die Fed sei entschlossen, die Inflation zu bekämpfen. Gleichzeitig sei die Chance für eine “weiche Landung” der Konjunktur gering. “Insgesamt verschlechtern sich die Aussichten für die Wirtschaft.”

Die am frühen Nachmittag veröffentlichten US-Erzeugerpreise hellten die Stimmung auch nicht auf. Sie gingen zwar im April auf elf Prozent im Jahresvergleich zurück. Analysten hatten aber auf einen Rückgang auf 10,7 Prozent gehofft. Vor diesem Hintergrund sehen Investoren die Wahrscheinlichkeit einer US-Zinserhöhung im Juni von 0,75 statt der von der Notenbank signalisierten 0,5 Prozentpunkte bei 61 Prozent.

Genährt wurden die Rezessionsängste darüber hinaus von neuen Corona-Fällen in zuvor als “Covid-frei” ausgewiesenen Bezirken der chinesischen Wirtschaftsmetropole Shanghai. Das deute darauf hin, dass der dortige Lockdown aufrecht erhalten und das Wirtschaftsleben stark eingeschränkt bleibe, sagte Commerzbank-Analyst Daniel Briesemann.

Für zusätzliche Unruhe sorgte Russlands Stopp von Gaslieferungen an einige deutsche Gas-Firmen. Das treffe Europa zu einem heiklen Zeitpunkt, sagte Analyst Ole Hvalbye von der Bank SEB. Derzeit würden die Lager für den kommenden Winter aufgefüllt. Vor diesem Hintergrund stieg der europäische Erdgas-Future um zehn Prozent auf 103 Euro je Megawattstunde.

SIEMENS NACH ZAHLEN AUF TALFAHRT – DISNEY UNTER DRUCK

Am deutschen Aktienmarkt fielen die Titel von Siemens um 2,5 Prozent. Dieser Kursrutsch sei eine Kaufgelegenheit, schrieb Analystin Denise Molina vom Research-Haus Morningstar. Der angekündigte Rückgang der Gewinnmarge, der für den aktuellen Ausverkauf ausgelöst habe, sei auf einige Einmal-Effekte zurückzuführen. Außerdem wachse der Auftragseingang des Technologiekonzerns schneller als der Umsatz.

Unter Verkaufsdruck gerieten auch die Titel von Walt Disney, die an der Wall Street um bis zu 5,5 Prozent auf ein Zwei-Jahres-Tief von 99,47 Dollar fielen. Der Unterhaltungskonzern enttäuschte mit einem Quartalsergebnis unter Markterwartungen. Außerdem warnte die Firma vor Belastungen durch Lieferketten-Probleme sowie steigende Löhne und Gehälter. Die Analysten der Bank JPMorgan bezweifelten, dass Disney das Kundenwachstum seiner Streaming-Sparte Disney+ aufrecht erhalten und seine Gesamtjahresziele erreichen könne.

Dax 40 Index – Bewegung bis 12.000 Punkte?

Verschiedene Marktbeobachter haben sich bereits negativ für das deutsche Aktienbarometer, dem Dax 40 Index ausgesprochen. Hintergrund ist die Zinsangst, der Ukraine-Konflikt, aber auch die Zahlen sind an verschiedenen Stellen nicht stimmig.

Während der letzten Wochen stellt sich bereits eine abwärts geneigte Bewegung ein. Diese könnte sich noch verschärfen, sodass ein neues mehrmonatiges Tief am Markt gesetzt wird. Die übergeordnete Aussicht ist bereits seit etwa Februar dieses Jahres negativ.

Dax 40 Index – Bärenmarkt ist im Gange

Es liegt ein Bärenmarkt vor. Insbesondere ist der GD200 hier ins Auge zu fassen. Solange dieser unterschritten und fallend ist, muss man mit sehr großer Vorsicht am Markt agieren. Auch der Markt der Kryptowährungen ist zuletzt der enorm eingebrochen.

Hintergrund dürften auch hier die steigenden Zinsen sein. Steigende Zinsen sind in der Regel Gift für Aktienmärkte, Edelmetalle und auch Kryptowährungen. Anleger suchen sich dann eher eine sichere Anlage mit entsprechenden Zinssätzen, als dass sie in risikoreiche Investments gehen.

Der Heikin-Ashi-Chart vom Dax 40 Index (D1)

Dax 40 Index Prognose
Dax 40 Index | Chart von FxEmpire

Was sagt die Trendanalyse (D1) für den Dax 40 Index?

Macd Oszillator: Bei dem wichtigen Indikator muss geprüft werden, ob die Trigger-Linie unter der Signal-Linie ist. Außerdem auch, ob sich der Macd über null befindet. Von insgesamt 10 Macd Analysen ist nicht eine positiv. Insofern ist das als sehr bärisch zu bezeichnen und muss sich ändern.

Gleitende Durchschnitte: Jetzt wird geschaut, ob bei dem Dax 40 Index die GDs steigend sind. Denn steigende GDs kennzeichnen einen Aufwärtstrend. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten ist nicht ein einziger steigend. Insofern ist das als sehr bärisch zu bezeichnen. So geht es nicht weiter!

Parabolic SAR Indikator: Es wird als Letztes noch analysiert, ob sich der Schlusskurs oberhalb vom Indikator befindet. Falls ja, so ist ein valider Aufwärtstrend gegeben. Von insgesamt 10 Parabolic SAR Auswertungen ist nur eine positiv. Damit ist das als sehr bärisch zu bezeichnen, hier drohen weitere Verluste.

Die Auswertung der Trendanalyse

12.05.2022: Nun zur Gesamtauswertung. Alles zusammen sind es 30 Kriterien, davon ist nur ein einziger als positiv zu bezeichnen. Das sind lediglich 3.33 %. Deswegen wird der Status hier auf „Sehr Bärisch“ gesetzt. Aus diesem Blickwinkel ist es klug, mit dem Einstieg in den Dax 40 Index zu warten, bis die Analyse ein besseres Ergebnis bringt.

 

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Bayer bekommt Gegenwind von US-Regierung im Glyphosat-Streit

(neu: Union Investment, Kurs, weitere Details)

Washington/Frankfurt (Reuters) – Herber Rückschlag für Bayer im Glyphosat-Streit: Die Aussichten des Agrar- und Pharmakonzerns schwinden, seine Berufung im milliardenschweren Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken seines glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup vor dem Obersten Gericht der USA voranzutreiben.

Gegenwind kommt von der US-Regierung von Präsident Joe Biden. Generalstaatsanwältin Elizabeth Prelogar, die die Regierung vor dem Supreme Court vertritt, riet dem Gericht von der Annahme des Berufungsantrags von Bayer ab. Das Leverkusener Unternehmen hofft zwar weiter auf eine Annahme des Falls, das Gericht folgt aber im Allgemeinen den Empfehlungen des Generalstaatsanwalts.

Anleger nahmen Reißaus, auch wenn Bayer schon vor einem Jahr mit milliardenschweren Rückstellungen für eine mögliche Niederlage vor dem Supreme Court vorgesorgt hatte. Bayer-Aktien fielen am Mittwoch in der Spitze um mehr als zehn Prozent und waren mit Abstand größter Dax-Verlierer.

Nach Einschätzung von Portfoliomanager Markus Manns von der Fondsgesellschaft Union Investment, die zu den 20 größten Anteilseignern bei Bayer gehört, ist die Unsicherheit nun deutlich gestiegen. Manns geht davon aus, dass sich in den nächsten Jahren neue Fälle anhäufen werden und “Investoren wieder mit negativem Newsflow wie Klagen, verlorenen Prozessen und Schadenersatzzahlungen konfrontiert werden”, erklärte er. “Der Kauf von Monsanto war trotz kommerzieller Logik ein Fehler. Bayer hat die Risiken komplett unterschätzt.” Das Geld für die Rückstellung hätte Bayer nach seiner Aufassung gut für Pharmazukäufe verwenden können.

Mit der milliardenschweren Übernahme des Glyphosat- und Roundup-Entwicklers Monsanto hat sich Bayer eine Klagewelle wegen der angeblich krebserregenden Wirkung des Herbizids ins Haus geholt, die das Unternehmen seit Jahren schwer belastet. In einem dieser Fälle – dem des Kaliforniers Edwin Hardeman, der seine Krebserkrankung auf die Verwendung von Roundup zurückführte und dem 25 Millionen Dollar Schadenersatz zugesprochen worden waren – war Bayer bis vor den Obersten Gerichtshof gezogen. Das Unternehmen erklärte, es sei “weiterhin überzeugt, dass es gute rechtliche Argumente für den Supreme Court gibt, den Fall Hardeman zu überprüfen und das Urteil zu korrigieren.”

Die US-Umweltschutzbehörde EPA habe mehrfach festgestellt, dass glyphosatbasierte Unkrautvernichter sicher genutzt werden könnten und nicht krebserregend seien. “Daher wäre eine Krebswarnung auf diesen Produkten falsch und irreführend und wird durch das relevante Bundesgesetz ausgeschlossen”, erklärte Bayer. Das sieht Generalstaatsanwältin Prelogar indes anders: Die Genehmigung des Unkrautvernichters durch die US-Umweltschutzbehörde EPA ohne eine Warnung vor bestimmten chronischen Risiken “hebt an sich nicht die Verpflichtung auf, solche Warnhinweise zu geben”, schrieb sie in ihrer am Dienstag veröffentlichen Stellungnahme.

Die Entscheidung liegt nun in den Händen des Supreme Court. Dass dieser im Dezember die US-Regierung zu einer Einschätzung aufgefordert hatte, ob er den Fall annehmen soll, hatte zunächst darauf hingedeutet, dass die Richter an einer Anhörung interessiert sind. Bayer will nun eine weitere Stellungnahme bei dem Gericht einreichen.

BAYER HAT SICH SCHON FÜR NIEDERLAGE GEWAPPNET

Für den Fall, dass das Gericht den Fall nicht annimmt oder im Sinne der Kläger urteilt, hat Bayer schon zusätzliche Rückstellungen von 4,5 Milliarden Dollar gebildet. Zudem wurde ein umfassender Plan zur Beilegung der Rechtsstreitigkeiten aufgelegt, um in den kommenden 15 Jahren mit Forderungen neuer Kläger umzugehen. Für ein Urteil des Gerichts zugunsten Bayers hatte Vorstandschef Werner Baumann aber gute Gründe gesehen, da die EPA selbst Warnhinweise vor möglichen Krebsgefahren verboten hat. Eine Entscheidung des Supreme Courts zugunsten Bayers würde nach Baumanns Einschätzung mögliche künftige Rechtsstreitigkeiten im Grunde beenden. Die Chancen dafür sehen nun aber schlecht aus.

Bislang hat Bayer drei Prozesse in erster Instanz mit millionenschweren Schadenersatzzahlungen verloren und in allen bisherigen Berufungsverfahren Niederlagen erlitten. Darunter ist auch der Fall Hardeman. 2021 hatte Bayer erstmals auch zwei Glyphosat-Fälle vor Geschworenengerichten gewonnen, die in dem Herbizid nicht die Ursache der Krebserkrankungen der Kläger sahen. Die Vorwürfe gegen Glyphosat hat Bayer stets zurückgewiesen. Behörden weltweit haben das Mittel als nicht krebserregend eingestuft. Allein die Krebsforschungsagentur IARC bewertete den Wirkstoff 2015 als “wahrscheinlich krebserregend”. Auf diese Einschätzung beriefen sich die Kläger.

Um die Klagewelle vom Tisch zu bekommen, hatte Bayer im Sommer 2020 einen milliardenschweren Vergleichsplan über 11,6 Milliarden Dollar bekanntgegeben. Zuletzt standen noch für rund 31.000 der insgesamt 138.000 eingereichten und drohenden Klagen Einigungen aus.

Bilanzen stützen Europas Börsen – Inflation im Blick

Frankfurt (Reuters) – Gestützt auf positive Firmenbilanzen haben Europas Börsen zur Wochenmitte ihren Erholungskurs fortgesetzt.

Während der EuroStoxx50 am Mittwochvormittag 1,6 Prozent auf 3612 Zähler zulegte, bremste ein Kursrutsch von Bayer den Dax-Anstieg etwas ab. Der deutsche Leitindex lag rund ein Prozent höher bei 13.671 Punkten. Rückläufige Corona-Zahlen in Shanghai linderten die Konjunktursorgen der Anleger in Asien, zudem seien Schnäppchenjäger unterwegs, sagte Jürgen Molnar, Kapitalmarktstratege von RoboMarkets. Halt gebe den Börsen auch die Bilanzsaison. “Knapp 70 Prozent der im deutschen Leitindex enthaltenen Unternehmen überraschten die Analysten positiv mit ihren Zahlen zum ersten Quartal.”

Der Ukraine-Krieg und die Sanktionen gegen Russland, die hohe Inflation und steigende Zinsen sowie die Lieferkettenproblematik sorgen nach Einschätzung der Analysten der Helaba jedoch für ein anhaltend schwieriges Umfeld an den Börsen. “Insofern ist die Gefahr eines erneuten Kursrücksetzers nicht gebannt.” Am Montag war der Dax auf ein Zwei-Monats-Tief gefallen.

“INFLATION, INFLATION, INFLATION”

Die weitere Richtung an den Börsen dürften die am Nachmittag (14.30 MESZ) anstehenden US-Inflationszahlen vorgeben. “Der wichtigste Faktor für die Märkte ist derzeit Inflation, Inflation, Inflation”, sagte Carlos Casanova, Ökonom beim Finanzhaus UBP. Jeder sei besorgt über die steigende Teuerung und die Möglichkeit einer Rezession in den USA, die mit jeder Zinserhöhung zunehme. Experten rechnen in den USA für April mit einer Abschwächung der Teuerungsrate im Jahresvergleich auf 8,1 von 8,5 Prozent. Sollten die Rate stärker ausfallen als erwartet, könnte das Börsianern zufolge die Spekulationen auf einen größeren Zinsschritt der Fed im Umfang von 75 Basispunkten anheizen und den Dollar stützen. Bislang preisen die Märkte eine weitere Zinsanhebung auf der Juni-Sitzung um mindestens 50 Basispunkte ein. Der Dollar-Index stand zuletzt mit 103,65 Punkten in Reichweite seines kürzlich erreichten 20-Jahres-Hochs. Seit Jahresbeginn hat die US-Devise mehr als acht Prozent zugelegt. Die Europäische Zentralbank (EZB) wird sich nach den Worten ihres Ratsmitglieds Francois Villeroy de Galhau im Sommer von ihrer Nullzinspolitik verabschieden.

An den Rohstoffmärkten verteuerte sich Öl der Nordseesorte Brent um 3,2 Prozent auf 105,71 Dollar je Fass. Zwar lehnt Ungarn das von der EU-Kommission vorgeschlagene Öl-Embargo gegen Russland bislang ab. “Doch selbst wenn einige der Maßnahmen gelockert werden, ist es wahrscheinlich, dass die EU-Sanktionen die EU-Importe von russischem Öl und raffinierten Produkten immer noch erheblich reduzieren werden”, sagte Vivek Dhar, Analyst der Commonwealth Bank.

GLYPHOSAT-STREIT MACHT BAYER ERNEUT ZU SCHAFFEN

Gefragt waren europaweit Autowerte. Der Branchenindex zog um mehr als drei Prozent an. An der Dax-Spitze rangierten Titel des Essenslieferdienstes Delivery Hero mit einem Zuschlag von mehr als sieben Prozent. Seit Jahresbeginn haben die Papiere rund 75 Prozent verloren.

Ein Rückschlag im Glyphosat-Streit schickte Bayer um bis zu 7,6 Prozent abwärts auf ein Zwei-Monats-Tief von 57,16 Euro. Der Agrar- und Pharmakonzern kann sich nach einer Empfehlung der Generalstaatsanwaltschaft weniger Hoffnung machen, seine Berufung im Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken seines glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup vor dem Obersten Gericht der USA voranzutreiben. “Damit ist das Szenario, das alle Roundup-Klagen beenden würde, wahrscheinlich vom Tisch”, sagte ein Händler. Auf ein Rekordtief von 15,67 Euro fielen die Papiere von Siemens Energy. Der Energietechnikkonzern blickt wegen der Belastungen durch die spanische Windenergietochter Siemens Gamesa und der Unsicherheiten durch den Krieg in der Ukraine skeptischer als bislang auf das Geschäftsjahr.

Thyssenkrupp erfreute die Investoren hingegen mit einem Quartalsergebnis über den Erwartungen und einer Anhebung der Jahresziele. Die Aktien kletterten um bis zu 11,3 Prozent auf 7,83 Euro.

Rückschlag für Bayer im Glyphosat-Streit – US-Regierung aufseiten der Kläger

Washington (Reuters) – Der deutsche Pharma- und Chemieriese Bayer erhält in den USA im Rechtsstreit um mögliche Krebsrisiken seines Glyphosat-basierten Unkrautvernichters Roundup Gegenwind von der US-Regierung.

Generalstaatsanwältin Elizabeth Prelogar, die die Regierung vor dem Supreme Court vertritt, riet dem Gericht von der Annahme des Antrags auf Abweisung der Klagen von Nutzern, die behaupten, dass Mittel Krebs verursacht habe, ab. Die Genehmigung des Unkrautvernichters der US-Umweltschutzbehörde EPA ohne Warnung vor bestimmten chronischen Risiken “hebt an sich nicht die Verpflichtung auf, solche Warnhinweise zu geben”, schreibt Prelongar in der Stellungnahme am Dienstag. Bayer sei weiterhin überzeugt, dass es gute rechtliche Argumente für den Supreme Court gebe, den Fall zu überprüfen und das Urteil zu korrigieren, teilte das Unternehmen mit. “Dies bestätigen auch zahlreiche Stellungnahmen, die dazu eingereicht wurden.”

Der Leverkusener Konzern hatte im August die Überprüfung der Entscheidung einer unteren Instanz beim Obersten Gerichtshof eingereicht. Einem Roundup-Nutzer aus dem US-Bundesstaat Kalifornien, der seine Krebserkrankung auf das glyphosathaltige Mittel zurückführte, waren 25 Millionen Dollar Schadenersatz zugesprochen worden. Bayer hatte argumentiert, dass die Vorwürfe im Zusammenhang mit Roundup im Widerspruch zu fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen und der Produktzulassung durch die US-Umweltschutzbehörde EPA stehen. Die EPA hatte zuvor bestätigt, dass Glyphosat nicht krebserregend ist und keine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellt, wenn es wie auf dem Etikett angegeben verwendet wird. “EPA hat mehrfach festgestellt, dass glyphosatbasierte Herbizide sicher genutzt werden können und nicht krebserregend sind. Daher wäre eine Krebswarnung auf diesen Produkten falsch und irreführend und wird durch das relevante Bundesgesetz (dem Federal Insecticide, Fungicide, and Rodenticide Act, FIFRA) ausgeschlossen”, schreibt Bayer in einer Stellungnahme am Dienstag.

Der Dax-Konzern hatte sich mit der mit der 63 Milliarden Dollar schweren Übernahme des amerikanischen Glyphosat-Entwicklers Monsanto eine Klagewelle in den USA wegen der angeblich krebserregenden Wirkung des Unkrautvernichters eingehandelt.

Autozulieferer Schaeffler erwartet langsameres Wachstum

Berlin (Reuters) – Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler stellt sich wegen des Kriegs in der Ukraine auf ein geringeres Umsatzwachstum als im Vorjahr ein.

Die Erlöse dürften im laufenden Jahr um sechs bis acht Prozent zulegen und damit langsamer als 2021. Auch die Gewinnmarge und der Barmittelzufluss dürften geringer ausfallen als im Vorjahr. “Unsere Prognose basiert auf der Annahme, dass wir kein echtes Wachstum im globalen Automarkt haben werden”, sagte Schaeffler-Chef Klaus Rosenfeld am Dienstag zu Reuters.

Sanktionen, Probleme in den Lieferketten sowie steigende Kosten seien im Ausblick berücksichtigt, teilte Schaeffler mit. Dem Konzern machen vor allem die höheren Rohstoff- und Energiepreise zu schaffen. Es gebe erste Anzeichen, dass die Inflation einen Höhepunkt erreicht habe, sagte Rosenfeld. “Aber wir werden uns auf eine Zeit einrichten müssen, wo wir wenig Wirtschaftswachstum und anhaltend hohe Inflationsraten sehen werden.” Schaeffler hatte Anfang März mit Verweis auf die nicht vorhersehbaren Auswirkungen des Ukraine-Kriegs zunächst keine Prognose gewagt.

Zugute kommt Schaeffler die ungebrochen hohe Nachfrage nach Technologie für Elektroautos. Allein im ersten Quartal seien drei Großaufträge in dem Bereich mit einem Gesamtvolumen von zwei Milliarden Euro eingegangen, sagte Rosenfeld. Das Unternehmen selbst hatte sich das Ziel gesetzt, im Gesamtjahr zwei bis drei Milliarden Euro an Aufträgen einzusammeln. Unter anderem hatte ein US-Hersteller Teile für eine Milliarde Euro bei Schaeffler bestellt.

Im abgelaufenen ersten Quartal stieg der Umsatz um 1,9 Prozent auf 3,758 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn vor Sonderposten sank auf 258 Millionen Euro von 397 Millionen vor Jahresfrist. An der Börse wurden die Ergebnisse positiv aufgenommen. Die Aktien legten in der Spitze um 9,4 Prozent zu, am Nachmittag lagen sie noch gut fünf Prozent im Plus und waren damit einer der stärksten Werte im SDax. Die Zahlen seien eindeutig besser als befürchtet ausgefallen, sagte ein Händler.

Anleger kehren nach Ausverkauf an Europas Börsen zurück

Frankfurt (Reuters) – Nach dem Ausverkauf zum Wochenanfang nutzen einige Anleger die Kursrückgänge an den Börsen für Aktienkäufe.

Zwar sei die Anlegerstimmung wegen der Lieferengpässe, der steigenden Zinsen und der Inflation weiterhin sehr negativ, sagte Jochen Stanzl, Analyst beim Handelshaus CMC Markets. “An solchen Punkten genügt es oft schon, wenn Signale kommen, dass sich die Situation nicht weiter verschärft.” Der Dax zog am Dienstag 1,7 Prozent auf 13.610 Punkte an, nachem er am Montag um 2,1 Prozent auf den niedrigsten Wert seit zwei Monaten gefallen war. Der EuroStoxx legte gleich stark auf 3586 Zähler zu.

“Aus taktischer Sicht könnten die Leute in der Delle kaufen, aber das bedeutet nicht, dass es attraktiv ist”, sagte Sebastian Galy, Stratege bei Nordea Asset Management. Für etwas Rückenwind sorgte indes der ZEW-Index, der überraschend zulegte. Das Barometer für die Einschätzung zur deutschen Konjunktur in den nächsten sechs Monaten stieg im Mai um 6,7 auf minus 34,3 Punkte. Damit blicken Börsenprofis ungeachtet des anhaltenden russischen Krieges gegen die Ukraine nicht mehr ganz so pessimistisch auf die deutsche Wirtschaft.

BITCOIN AUF ERHOLUNGSKURS – ÖL UNTER DRUCK

Der Erholungskurs sorgte auch bei Kryptowährungen für Unterstützung. Nachdem der Preis für Bitcoin bis unter die 30.000-Dollar-Marke gefallen war, legte die Cyber-Devise um knapp zwei Prozent auf 31.390 Dollar zu. “Es besteht kein Zweifel daran, dass der Bitcoin-Kurs extrem überverkauft ist”, sagte Analyst Naeem Aslam von Avatrade.

Dagegen fürchteten die Anleger am Rohölmarkt weiter Nachfrageausfälle angesichts verschärfter Corona-Restriktionen in China. Nach dem Rückgang um rund fünf Prozent zum Wochenanfang gab der Preis für Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee erneut um ein Prozent auf 104,78 Dollar pro Barrel nach.

SWEDISH-MATCH-ANLEGER SETZEN AUF PHILIP MORRIS

Bei den Einzelwerten zündeten Übernahmepläne des Zigarettenherstellers Philip Morris bei den Anlegern des umworbenen Rivalen Swedish Match. Die Aktien des vor allem auf rauchfreie Tabak-Produkte setzenden schwedischen Herstellers kletterten um mehr als 24 Prozent und waren damit auf dem Weg zum bislang größten Tagesgewinn. Dem “Wall Street Journal” zufolge könnte die Übernahme einen Wert von 15 Milliarden Dollar haben. Das entspricht laut den Analysten von Jefferies einem Aufschlag von etwa 25 Prozent auf den Schlusskurs vom Montag.

Mehrere Unternehmen konnten Anleger zudem mit ihrem Zahlenwerk überzeugen. So kletterte Siltronic mit einem Kursplus von sechs Prozent an die Spitze im MDax. Die gescheiterte Übernahme durch GlobalWafers bescherte dem Chip-Zulieferer im ersten Quartal einen Sonderertrag von 50 Millionen Euro. Das hohe Ergebnis dank der Kündigungsgebühr beflügele die Aktie, sagte ein Händler. Auch Schaeffler habe deutlich bessere Zahlen zum Jahresauftakt vorgelegt als befürchtet. Die Anteilsscheine des Autozulieferers zogen fast neun Prozent an.

Konjunktursorgen drücken Europas Börsen weiter nach unten

Frankfurt (Reuters) – Eine drastische Konjunkturabkühlung in China hat zum Wochenanfang die Anleger an den europäischen Aktienmärkten verschreckt.

Der Dax fiel am Montag um bis zu 1,9 Prozent auf 13.411 Zähler und damit auf den niedrigsten Wert seit zwei Monaten. Der EuroStoxx50 rutschte in der Spitze um 2,3 Prozent auf 3545 Punkte ab. Der Cocktail aus eingetrübten Wachstumsaussichten in der Volksrepublik und steigenden Zinsen stieß auch US-Anlegern sauer auf. Der S&P 500- und Nasdaq-Future gaben vor US-Börsenstart nach fünf Wochen mit Verlusten erneut rund zwei Prozent nach.

Stimmungsdämpfer war insbesondere das verlangsamte Wachstum der chinesischen Exporte. Hier schlage die Null-Covid-Politik mit ihren harten Pandemie-Beschränkungen durch, sagte Anlagestratege Michael Hewson vom Brokerhaus CMC Markets. “Die Aussicht auf eine Entspannung bei den Lieferketten-Sorgen scheint weiter entfernt als noch vor ein paar Monaten.” Dazu trug auch ein weiter verschärfter Lockdown für Shanghai bei. Die chinesische Metropole wolle damit den Virusausbruch bis Ende des Monats in den Griff bekommen, sagten mit dem Vorgang vertraute Personen.

Die chinesischen Lockdowns schürten auch Ängste vor einer sinkenden Metall-Nachfrage. In Shanghai fielen die Preise für Eisenerz und Stahl um jeweils rund zwei Prozent auf 949,50 Yuan (141 Dollar) beziehungsweise 5051 Yuan (751 Dollar) je Tonne. Kupfer verbilligte sich an der Börse LME um 2,5 Prozent auf 9173 Dollar je Tonne. Dies drückte den Index der europäischen Rohstoffwerte um fast vier Prozent ins Minus.

BLICK NACH MOSKAU

Sorge bereitete auch die Militärparade in Moskau zum Jahrestag des Sieges der Sowjetunion über Nazi-Deutschland 1945. “Eine weitere Eskalation des Konflikts zwischen Russland und dem Westen ist jederzeit möglich”, sagte Jochen Stanzl, Marktanalyst vom Handelshaus CMC Markets. Der russische Präsident Wladimir Putin warf dem Westen vor, eine Invasion Russlands zu planen und rechtfertigte damit den Angriff auf die Ukraine. Eine Generalmobilmachung oder den Einsatz neuer Waffensysteme kündigte er entgegen jüngsten Befürchtungen nicht an.

Gleichzeitig nahmen die Spekulationen um eine nahende Zinserhöhung der Europäische Zentralbank (EZB) zu. Die jüngsten Äußerungen führender Notenbanker ließen darauf schließen, dass immer mehr von ihnen Handlungsbedarf sähen, sagte Volkswirt George Buckley von der Investmentbank Nomura. Zuletzt hatten die Notenbankchefs Finnlands und Österreichs hierfür plädiert.

Dies löste eine erneute Verkaufswelle bei europäischen Staatsanleihen aus. Im Gegenzug stieg die Rendite der zehnjährigen Bundestitel zeitweise auf ein Acht-Jahres-Hoch von 1,189 Prozent. Gleichzeitig stieg der Risikoaufschlag (Spread) für vergleichbare Papiere Italiens auf den höchsten Stand seit zwei Jahren.

Bei den deutschen Aktienwerten konnte Infineon ein überraschend großes Umsatzplus und angehobene Jahresziele nicht in Kursgewinne ummünzen. Die Titel des Chip-Herstellers fielen um vier Prozent. Die moderate Erhöhung sei erwartet worden, schrieb Analyst Janardan Menon von der Investmentbank Jefferies. Außerdem deute die nicht nur bei Infineon steigende Verweildauer von Produkten in den Lagern auf einen Abschwung der Branchenkonjunktur im kommenden Jahr hin.

Wegen eines enttäuschenden Quartalsergebnisses und gekappter Gesamtjahresziele steuerten die Aktien von PostNL auf den größten Tagesverlust seit gut vier Jahren zu. Die Titel des niederländischen Brief- und Paketzustellers fielen in Amsterdam um fast 15 Prozent auf 2,63 Euro. Der Konzern warnte davor, dass die wirtschaftlichen Unsicherheiten, die steigende Inflation und der Druck auf die E-Commerce-Volumina das Jahr 2022 schwieriger machten als bisher angenommen”.

Verdi ruft in Telekom-Tarifverhandlungen zu Warnstreik auf

Berlin (Reuters) – Die Gewerkschaft Verdi will den Druck in den Tarifverhandlungen mit der Deutschen Telekom erhöhen.

Zeitgleich mit Beginn der dritten Verhandlungsrunde seien die Beschäftigten am Dienstag zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen, teilte Verdi am Montag mit. Es werde ein einigungsfähiges Angebot erwartet. Das bisherige biete weder einen hinreichenden Ausgleich der steigenden Lebenshaltungskosten noch eine angemessene Beteiligung am Unternehmenserfolg. Bereits in der vergangenen Woche war es an mehreren Standorten zu Ausständen gekommen, an denen sich insgesamt mehr als 10.000 Mitarbeiter beteiligten.

Die Tarifgespräche für rund 55.000 Angestellte der Deutschen Telekom in Deutschland werden am Dienstag und Mittwoch fortgesetzt. Verdi fordert unter anderem eine tabellenwirksame Entgelterhöhung um sechs Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten und zusätzlich eine Komponente zur Steigerung der Einkommensgerechtigkeit. Zudem sollen die Vergütungen für Auszubildende und für Studierende in dualen Studiengängen überproportional um 80 Euro pro Monat steigen. Der Bonner Dax-Konzern bietet bisher eine stufenweise Lohnerhöhung von bis zu 4,2 Prozent aufgeteilt auf 2022 und 2023.