EUR/USD – Tägliche Fundamentalanalyse – Ausblick für 20. Dezember 2016

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Das EUR/USD Paar geriet während der vergangenen 24 Stunden erneut massiv unter Druck. Vor allem der weiterhin starke U.S. Dollar, sowie jüngste geopolitische Ereignisse sorgen beim Euro für signifikanten Verkaufsdruck. Gestern wirkte das Forex-Paar kurzzeitig stark, nachdem der im Tagesverlauf veröffentlichte deutsche Ifo Geschäftsklimaindex deutlich besser als erwartet ausfiel schien ein Ausbruch über einen Widerstands-Level bei 1.0465 denkbar, der Gemeinschaftswährung ging jedoch erneut die Luft aus.

Auch im weiteren Tagesverlauf wirkte der Euro schwach, während der U.S. Dollar von Kommentaren der Fed-Chefin Janet Yellen beflügelt wurde. Yellen äußerte sich positiv über die Entwicklung der amerikanischen Wirtschaft und stellte vor allem das starke Jobwachstum in den Vordergrund, zusätzlich schürte die Fed-Chefin erneut Hoffnungen auf weitere Zinsanhebungen im kommenden Jahr.

Am Abend sorgte ein mutmaßlicher Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin für Schlagzeilen und abnehmenden Risikoappetit der Trader, das Forex-Paar unterschritt in Reaktion auf die Meldungen aus Deutschland kurzzeitig den 1.0400 Level. Nun bewegt sich das EUR/USD Paar kurz oberhalb der 1.0400 Marke, ob die aktuelle Schwäche heute anhalten wird bleibt abzuwarten.

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In Ermangelung frischer Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten und Europa dürfte sich der Fokus der Trader heute hauptsächlich auf generelle Devisenbewegungen richten. Wir stellen uns beim Euro weiterhin auf Schwäche ein und rechnen vor den Weihnachtsfeiertage mit unterdurchschnittlicher Liquidität, vor diesem Hintergrund wäre während der kommenden Tage eine Konsolidierung denkbar. Ein Rückprall wäre kurzfristig möglich und könnte das Forex-Paar in die Nähe der 1.0465 Marke bringen – Diese Entwicklung könnte sehr gut als Gelegenheit zum Verkaufen genutzt werden.

EUR/USD Ausblick für 12. Dezember 2016 – Technische Analyse

Das EUR/USD Paar bewegte sich während der Session am Freitag leicht abwärts, im Tagesverlauf war eine Annäherung an den 1.05 Level zu beobachten. Hier ist mit signifikanter Unterstützung zu rechnen, jedoch erwarten wir dass dieser Level früher oder später unterschritten wird. Nach einem Fall unter diese signifikante Marke wäre der Weg in Richtung Euro-Dollar-Paritität geebnet. Vor diesem Hintergrund würden wir Aufwärtsbewegungen in nächster Zeit weiterhin als Gelegenheiten zum Verkaufen nutzen, da der U.S. Dollar längerfristig stark bleiben sollte. Auch die Entscheidung der EZB, die Laufzeit des Anleihekaufprogramms zu verlängern dürfte den Euro in nächster Zeit unter Druck setzen.

EUR/USD – Tägliche Fundamentalanalyse – Ausblick für 9. Dezember 2016

Der Euro geriet am Donnerstag signifikant unter Druck nachdem der EZB-Präsident Mario Draghi im Rahmen der der jüngsten Notenbanksitzung der Europäischen Zentralbank eine Verlängerung der Quantitative Easing Maßnahmen bis mindestens Ende 2017 ankündigte. Zusätzlich kündigte Draghi eine „enge Zusammenarbeit“ mit den Märkten bis mindestens 2018 an. Viele Marktteilnehmer wurden von diesen Kommentaren überrascht, da sie mit einem baldigen Ende des für ursprünglich bis März 2017 geplanten QE-Programms rechneten.

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Die EZB-Präsident kündigte die Verlängerung des umstrittenes Anleihekaufprogramm nach amerikanischem Vorbild bis mindestens Ende 2017 an, gleichzeitig stellte Draghi eine Reduzierung des monatlichen Kaufvolumens in Aussicht. Ab April 2017 will die EZB zusammen mit den nationalen Notenbanken der Eurozone Staatsanleihen und andere Wertpapiere nur noch bis zu einem monatlichen Volumen in Höhe von netto 60 Milliarden Euro statt wie bisher 80 Milliarden Euro kaufen. EZB-Präsident Draghi betonte auf der Pressekonferenz allerdings, dass damit nicht der Ausstieg aus den Anleihekäufen eingeleitet worden sei. Im EZB-Rat sei ein “Tapering”, also eine schrittweise Reduzierung der Anleihekäufe auf null, nicht diskutiert worden. Kein EZB-Ratsmitglied habe sich dafür ausgesprochen. Mit ihren milliardenschweren Anleihekäufen will die EZB zusätzliches Geld in die Märkte pumpen und damit Konjunktur und Inflation in der Eurozone ankurbeln.

Der Euro näherte sich zu Beginn des Handelssession am Donnerstag der 1.0870 Marke, nach der Pressekonferenz des EZB-Präsidenten folgte jedoch eine Kehrtwende zurück nach unten in Richtung 1.0600. In diesem Bereich ist mit signifikanter Unterstützung zu rechnen. Nun bleibt abzuwarten wie das EUR/USD Paar auf die während der kommenden Woche anstehende Veröffentlichung der Fed Minutes reagieren wird. Ein Fall unter den 1.0500 Level wäre ein Zeichen für Schwäche und könnte den Weg in Richtung Euro-Dollar-Parität ebnen.

Goldpreis gerät durch steigenden U.S. Dollar unter Druck

 

Der wieder stärkere U.S. Dollar sorgte am Freitag bei Gold für Verkaufsdruck. Auch die Aussicht auf eine baldige Anhebung der Leitzinsen in den Vereinigten Staaten dürfte dazu beigetragen haben dass sich das Edelmetall zum fünften Mal in Folge abwärts bewegte während amerikanische Bundesanleihen stetig zulegten und die Aktienkurse neue Rekordhöchststände erreichten.

Spot Gold bewegte sich um $ 6.910 (oder 0,59 Prozent) abwärts um bei $ 1160.69 pro Feinunze zu notieren.

Der vorläufige Verbrauchervertrauensindex der Universität von Michigan übertraf mit 98,0 Punkten die Erwartungen von Analysten, auch die vorläufigen Inflationserwartungen der Universität von Michigan fielen mit 2,3 Prozent besser als erwartet aus. Die finalen Großhandelswarenbestände blieben mit +0,4 Prozent unverändert.

Rohöl

Die Rohölpreise legten am Freitag um mehr als ein Prozent zu, im Tagesverlauf waren erneut Bewegungen innerhalb einer engen Range zu beobachten. Die gestrigen Preisbewegungen dürften darauf zurückzuführen sein dass viele Marktteilnehmer mit einer Einigung der ölpoduzierenden Länder, welche nicht der OPEC angehören, auf Fördermengenreduzierungen während eines an diesem Wochenende in Wien anstehenden Treffen rechnen. Weitere Aufwärtsbewegungen dürften am Freitag durch den starken U.S. Dollar verhindert worden sein.

Rohöl beendete die Woche mit einem Plus, notierte jedoch etwa zwei Prozent unter dem jüngsten Hoch.

Der am Freitag vom Ölfeld-Serviceunternehmen Baker Hughes veröffentlichte Rig Count zeigte auf dass die Anzahl der in den USA aktiven Ölförderanlagen im Wochenverlauf um 21 auf insgesamt 498 anwuchs – dies markierte die sechste wöchentliche Zunahme in Folge. Während der selben Kalenderwoche im Vorjahr waren 524 Ölförderanlagen in den Vereinigten Staaten aktiv.

Die amerikanische Leichtrohölsorte West Texas Intermediate (WTI) für die Lieferung im Januar legte am Freitag um $ 0,66 (oder 1,3 Prozent) zu um bei $ 51.50 pro Barrel zu notieren, Nordsee-Brent Termingeschäfte für die Lieferung im Februar notierten nach einem Plus in Höhe von $ 0.29 bei $ 54.18 pro Barrel.

Forex

Der U.S. Dollar konnte am Freitag erneut zulegen, was unter anderem auf eine aktuelle Schwäche bei Euro und Japanischem Yen zurückzuführen sein dürfte. Der Euro geriet am Freitag weiterhin durch die Reaktionen der Marktteilnehmer auf die jüngsten Kommentare des EZB-Präsidenten Mario Draghi unter Druck. Draghi kündigte am Donnerstag an dass die Europäische Zentralbank (EZB) das aktuelle Anleihekaufprogramm nach amerikanischem Vorbild verlängern will, jedoch soll das monatliche Gesamtvolumen der Anleihekäufe reduziert werden.

Aufgrund der aktuellen Zinsdifferenz sind Euro und Yen als Finanzierungswährungen beliebt, diese Währungen geraten üblicherweise bei steigendem Interesse der Marktteilnehmer nach riskanteren Assets unter Druck.