Knappe Rohstoffe – BASF setzt auf Ausbau des Batterierecycling

Nur so sei der Zugang zu knappen Metallen langfristig zu sichern, sagte BASF-Technologiechefin Melanie Maas-Brunner in einem Pressegespräch. “Die Rohstoffe sind de facto nicht zu Genüge vorhanden.” Der Chemiekonzern baut angesichts der steigenden Produktion von E-Autos ein weltweites Produktionsnetzwerk für Kathodenmaterialien aus – in Europa errichtet BASF dafür Anlagen im finnischen Harjavalta und sowie in Schwarzheide in Brandenburg. “Man muss den Zugang zu den Metallen haben. Den kann man über Partnerschaften bekommen. Den bekommt man aber auch, indem man in das Recycling von Batterien geht.”

BASF könne sein Geschäft mit Kathodenmaterialien – ein wichtiger Bestandteil für die Batterien von Elektrofahrzeugen – im Prinzip langfristig nur betreiben, “wenn man diese Rohstoffe geschickt im Kreislauf hält.” Maas-Brunner geht davon aus, dass die Rohstoffmengen für Kathoden aus dem Recycling in etwa fünf bis zehn Jahren die aus dem traditionellen Abbau erreichen könnten. Für die Sicherung von Rohstoffen wie Nickel und Kobalt hat BASF Allianzen mit Bergbauunternehmen eingefädelt, etwa mit der russischen Norilsk Nickel in Finnland und der französischen Eramet in Indonesien. Aber die primären Metallquellen müssten durch recycelte ergänzt werden, sagte Maas-Brunner, die im Februar in den BASF-Vorstand aufrückte.

Noch steckt dieses Geschäft aber in den Kinderschuhen, da ausgediente Batterien noch keine kritische Masse erreicht haben. Experten gehen allerdings davon aus, dass im Jahr 2030 mehr als 1,5 Millionen Tonnen Batteriezellen von Elektrofahrzeugen entsorgt werden müssen. In Schwarzheide in der Lausitz werde BASF den Prototyp einer Batterierecycling-Anlage bauen. “Das haben wir gerade initial genehmigt aus dem Vorstand heraus, um genau diesen Kreis zu schließen.”

BASF hatte Ende vergangenen Jahres bereits angekündigt, im Rahmen seines neuen Kreislaufwirtschaft-Programms ein neues chemisches Verfahren zum Recycling von Batterien entwickeln zu wollen, um die darin enthaltenen Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und Nickel zurückgewinnen und neu verarbeiten zu können. Mit dem chinesischen Batteriehersteller CATL kündigte das Unternehmen zudem erst vor wenigen Tagen eine Partnerschaft zum Batterierecycling an.

 

Silberpreis-Reversal mit der FED?

Nachlassender Kaufdruck ist positiv

Seit Monaten steht der Silberpreis unter Druck. Der Trend ist abwärtsgerichtet und bietet aktiven Tradern immer wieder gute Gelegenheiten in beide Richtungen zu agieren. Wer sich an den richtigen Stellen auf die Lauer gelegt, konnte von dynamischen Bewegungen profitieren. Eine solche Chance bietet sich auch aktuell.

Tickmill-Analyse: Silber im Tageschart

Die Verortung knapp über dem Trendtief bei 22,03 USD (blaues Rechteck) macht derzeit ein Setup auf eine Ausweitung der regressiven Phase in die Preisleiste hinein opportun. Kommt es zum Ausbruch nach oben, legt der Tageschart eine Preisspanne für die Erholung offen, die über die beiden Verkaufsbereiche bei 23,37 USD und 23,96 USD bis hin zum Verlaufshoch bei 24,86 USD führt.

Die Erholungschance im Detail

Mit Blick auf die oben beschriebene Erholungschance muss eines immer Bewusst bleiben. Es handelt sich um einen Trade gegen die übergeordnete Marktlage. Sobald das Zwischentief bei 22,03 USD abverkauft wird, steht dieses in der nun folgenden Beschreibung nicht mehr zur Debatte.

Tickmill-Analyse: Silber im 4-Stundenchart

Für die Zielplanung von Longsetups über der Marke von 22,90 USD bietet sich das zunächst das Verlaufshoch bei 23,13 USD an. Sollte das Kaufinteresse hier weiterhin für einen Überhang auf der Nachfrageseite sorgen, folgen das Verkaufslevel bei 23,37 USD sowie die Regressionshochs bei 23,96 USD und 24,30 USD auf der Agenda möglicher Anlauflevel.

Videobesprechung

Über die entscheidenden Kurslevel im EURUSD und GOLD, spricht der Marktexperte Mike Seidl in der heutigen Ausgabe von „Tickmill’s täglichen Tradingideen“.

 

Tickmill’s LIVE-Besprechung: Wo Bulle und Bär um die Vorherrschaft ringen, warten oft beste Chancen. Behalten Sie börsentäglich die wichtigsten Fakten rund um starke Trends im Blick und verpassen Sie keine Gelegenheit. Melden Sie sich jetzt für die LIVE-Besprechung der täglichen Trading-Ideen um 8:30 Uhr bei Tickmill unter https://www.tickmill.eu/de/education/webinars/93017117289/1610091000000 an.

Erfolgreiches Trading wünscht Ihnen

Ihr Mike Seidl

Haftungsausschluss: Das bereitgestellte Material dient nur zu Informationszwecken und sollte nicht als Anlageberatung betrachtet werden. Die im Text geäußerten Ansichten, Informationen oder Meinungen gehören ausschließlich dem Autor und nicht dem Arbeitgeber des Autors, der Organisation, dem Ausschuss oder einer anderen Gruppe oder Einzelperson oder Gesellschaft.

Hochrisikowarnung: CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko, durch Leverage schnell Geld zu verlieren. 73% (Tickmill UK Ltd) und 65% (Tickmill Europe Ltd) der Privatanleger verlieren Geld, wenn sie CFDs handeln. Sie sollten sich überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs oder andere unserer Produkte funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

 

Nach Corona – Flut höherer Prognosen von börsennotierten Firmen

Insgesamt veröffentlichten die 309 Firmen, die im streng regulierten Prime Standard gelistet sind, bis Ende August 243 Prognose-Erhöhungen, allein 99 davon im Juli oder im August, wie aus einer Untersuchung der Unternehmensberatung EY hervorgeht, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Von den bis vor kurzem 30 Unternehmen im Leitindex Dax haben in diesem Jahr schon 22 ihre Erwartungen erhöht. Ein Dax-Konzern musste seine Prognosen senken – vor einem Jahr waren es allein im ersten Halbjahr 20 gewesen.

2020 hatten die Unternehmen im Prime Standard unter dem Eindruck der Corona-Pandemie noch insgesamt 203 Gewinn- oder Umsatzwarnungen gegeben, so viele wie nie in den Jahren seit 2011, die EY statistisch erfasst hat. 2021 waren es bis Ende September erst 29 Warnungen – von denen nur ein Viertel mit den Folgen der Corona-Krise begründet wurde. “Die Wirtschaft erholt sich schneller als erwartet”, sagte EY-Partner Milan Knarse mit Blick auf die Prognosen. “Einige Unternehmen haben gerade Rekordgewinne gemeldet.”

Am besten läuft es für Chemiekonzerne, von denen 85 Prozent ihre Prognosen erhöhten. Von den fünf börsennotierten deutschen Energieversorgern hoben vier die Erwartungen an. Im Groß- und Einzelhandel gaben dagegen sechs von 23 Firmen Gewinnwarnungen ab.

Der Aufwärtstrend sei wacklig, warnt sein EY-Kollege Martin Steinbach. “Belastbare Prognosen aufzustellen, ist angesichts der äußerst volatilen Rahmenbedingungen schwierig.” Gerade die abrupte Erholung stelle Firmen vor Probleme: “Es gibt massive Preisschwankungen, Engpässe bei Rohstoffen und Zulieferteilen, lange Lieferzeiten – bei gleichzeitig hoher Nachfrage.” Für viele Unternehmen ist das ein Spagat: Sie dürften den Anlegern nicht das Gefühl geben, absichtlich tiefzustapeln, nur um später die Prognose zu erhöhen, mahnte Steinbach.

Dabei zahlen sich positive Korrekturen der Gewinnerwartungen an der Börse aus: Im Schnitt trieben sie die jeweilige Aktie laut EY am Tag der Veröffentlichung um drei Prozent nach oben, eine Woche später notierten sie sogar 4,3 Prozent fester.

 

Beendet die Immobilienkrise das Blutbad am Edelmetallmarkt?

Silber korrigierte wieder deutlich stärker um 6 Prozent, nachdem die kurz zuvor zurückeroberte Unterstützung bei 23,80 US-Dollar wieder nach unten gebrochen wurde. Die großen vier Händler an der COMEX hatten den Anstieg des Silberpreises über dieses Level mit einer Shortposition in Höhe von 11 Tagen der Weltproduktion ausgebremst, was uns frühzeitig einen Hinweis auf eine Fortsetzung der Korrektur lieferte.

Silber fiel nun auf die langfristige Unterstützung bei 22 US-Dollar, die jetzt zum dritten Mal getestet wird. Finden sich hier nicht genügend Käufer, so droht ein finaler Abverkauf auf 19 US-Dollar, wo wir ein sehr gutes antizyklisches Setup vorfänden.

Die Platinmetalle verbuchten nur kleine Verluste, nachdem diese in der Vorwoche bereits stark eingebrochen waren. Platin, das bis dato immer noch ein Überangebot am physischen Markt aufweist, fiel um 1,7 Prozent auf die nächste Unterstützung bei 920 US-Dollar. Platin hatte in der Vorwoche bereits einen langfristigen Aufwärtstrend gebrochen, nachdem es seit Anfang Mai um 350 US-Dollar (28 Prozent) gefallen war. Der Terminmarkt für Platin ist bereits überverkauft und das Tief mit einer Trendwende scheint nah zu sein.


Alle Edelmetalle fielen vergangene Woche und auch die Goldminen gaben um 5,7% nach

Palladium fiel in der letzten Woche „nur“ um 6,2 Prozent, nachdem der Preis in der Vorwoche um heftige 12 Prozent eingebrochen war. Seit Juli 2020 wurde Palladium nicht mehr so niedrig gehandelt. Der Abverkauf verlangsamte sich an der Unterstützung bei 1.950 US-Dollar erst einmal und industrielle Verbraucher dürften hier unter den Käufern sein. Nachdem der Preis fünf Monate gefallen war, sucht Palladium aktuell einen Boden.

Der Chipmangel in der Automobilindustrie wird für die aktuell fehlende Nachfrage nach Palladium zum Einsatz in Katalysatoren verantwortlich gemacht. Da Gold und Silber immer noch dabei sind ihre Tiefs auszuloten und der Goldpreis womöglich noch einmal unter das letzte Tief fallen könnte, scheint es auch für einen Einstieg in Palladium zu früh sein. Wir erwarten, dass alle Edelmetalle diesmal zur gleichen Zeit ein Tief und eine Trendwende ausbilden werden.

Der Terminmarkt für Palladium ist historisch überverkauft. Immer dann, wenn die Spekulanten eine derart hohe Netto-Shortposition aufgebaut hatten, kam es zu starken und schnellen Preiserholungen. Sobald der Chipmangel in der Automobilindustrie Geschichte ist, könnte schnell wieder ein Defizit entstehen und der Palladiumpreis womöglich noch einmal auf das Allzeithoch bei rund 3.000 US-Dollar ansteigen.

Langfristig, auf Sicht der nächsten Jahre sehen wir im Palladium jedoch keine so gute Investmentchance und würden stattdessen auf das günstigere Platin setzen, da es vielfältiger eingesetzt wird und die Industrie zunehmend Palladium durch Platin substituiert.


Palladium ist aktuell historisch einmalig überverkauft

Der HUI-Goldminenindex durchlebte vergangene Woche eine Achterbahnfahrt und beendete mit einem Minus von 1,4 Prozent bei 237 Punkten die Handelswoche. Es ist schon erstaunlich, dass der HUI aktuell günstiger zu haben ist als vor dem Beginn der Coronakrise. Die QE-Programme, der hohe Goldpreis und die hohen Gewinne der Minenunternehmen wurden nicht eingepreist in den aktuell zum Goldpreis historisch niedrigen Kursen. Die Minen sind ein unterbewertetes Investment, das in den nächsten Jahren bei persistent hohen Inflationsraten noch sehr viel Kurspotenzial haben.

Womöglich finden die Edelmetalle und die Minenaktien ihren Boden erst mit der Ankündigung einer Drosselung der Anleihenkäufe durch die US-Notenbank. Es ist eher unwahrscheinlich, dass die FED nach Ihrer Sitzung am Mittwochabend das Tapering bekanntgeben wird. Sollte dies geschehen, so gäbe es womöglich kurzzeitige Turbulenzen an den Märkten, doch danach wären alle Risiken eingepreist und Investoren würden wieder in den Edelmetallmarkt einsteigen.

Wahrscheinlicher ist jedoch, dass die FED diesen Schritt erst im Dezember wagen wird. Dies würde für die Gold- und Silberbugs eine weitere Streckfolter mit sich bringen. Womöglich wünscht man sich einen möglichst tiefen Gold- und Silberpreis zum Jahresende, wie wir es oft seit 2013 sahen. Pünktlich zum neuen Jahr startete oftmals eine neue Rallye über sechs Monate. Kurzfristig liegen die Augen am Mittwoch auf dem Zinsentscheid der FED, die aufgrund der hohen Preissteigerungsraten zunehmend unter Handlungsdruck gerät.

Die amerikanischen Verbraucherpreise stiegen am Dienstag den fünfzehnten Monat infolge an mit einem Plus von 5,3% zum Vorjahr. Im Vormonat stiegen die Preise ebenfalls um 5,3%. Die Kerninflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie stieg jedoch nur um 4% zum Vorjahr, während ein Anstieg von 4,2% erwartet wurde. Zum Vormonat stieg der CPI um 0,3% (Erwartung: 0,4%) und die Kerninflationsrate um 0,1% (Erwartung: 0,3%), womit auch hier die Erwartungen des Marktes enttäuscht wurden.

Diese leichte Enttäuschung hatte kurzzeitig die Hoffnung auf eine Verschiebung des Taperings geschürt, worauf der US-Dollar absackte, der Goldpreis um 25 US-Dollar nach oben schoss und dabei kurzzeitig den Widerstrand bei 1.800 US-Dollar überwand. Auch am Aktienmarkt gab es kurzzeitig eine Kaufpanik, doch dann setzten diese ihren Abwärtstrend fort. Der S&P 500 fiel seit Anfang September um 3,4 Prozent, nachdem sich die Wirtschaftsdaten zunehmend eintrüben.

Die drohende Pleite des chinesischen Immobilienentwicklers Evergrande liegt belastend auf den Aktienmärkten. Der Immobiliensektor macht bis zu 30% des chinesischen BIPs aus. Führt dies zu Dominoeffekten im überschuldeten Bankensystem, so steht die nächste Krise bereits vor der Türe.

Die Immobilienblase in China hat damit ihr Ende erreicht und eine Millionen Menschen, die ihre Ersparnisse bei diesem Unternehmen investiert haben, drohen hohe Verluste. Da jedoch 90% der Chinesen Wohneigentum besitzen, hätte ein unkontrollierter Einbruch des Immobilienmarktes einen massiven Einfluss auf die Rest- und Weltwirtschaft.

Dies könnte ein Anlass dafür sein, eine Drosselung der Anleihenkäufe weiter in die Zukunft zu verschieben. Letztlich werden die Notenbanken auf Kreditausfälle mit dem Drucken von Geld reagieren, was letztlich bullisch für den Goldpreis sein wird. Mit steigenden Zinsen wird es in den nächsten Jahren zu einer Neustrukturierung der weltweiten Arbeitsteilung kommen.

In dieser Zeit wird eine Krise die andere jagen, worauf die Notenbanken immer mit dem Drucken von Geld reagieren werden. Die Stagflation ist daher weiter das wahrscheinlichste Ergebnis dieser Politik für die nächsten Jahre.

Dem Aktienmarkt, der sich in den letzten Monaten eingekeilt hatte, droht eine Korrektur, wenn die Kursverluste der letzten Woche nicht bald wettgemacht werden. Dies könnte zu einer kurzfristigen Flucht in die Edelmetalle führen, was deren Preise auf dem aktuellen Niveau stabilisieren würde.

Der breite US-Aktienmarkt stieg seit dem März 2020 um mehr als 100 Prozent an und was hoch steigt, fällt in der Regel auch tief. Dies sah man zuletzt nicht nur bei Bauholz, sondern nun auch bei Rhodium, dessen Preis auf über 30.000 US-Dollar anstieg und in der letzten Woche wieder auf 12.350 US-Dollar fiel.

Die Zeichen für einen Anstieg der Edelmetallpreise in den nächsten Jahren stehen sehr gut, während sich die Lage am Aktien- und Anleihenmarkt zunehmend eintrübt. Die Edelmetalle und die Minenaktien bleiben daher eines der interessantesten Investments für die nächsten Jahre.


Rhodium brach vergangene Woche um 21% ein

Technische Analyse zu Silber: Unterstützung erreicht, doch Silber droht aus der Handelsspanne zu fallen

Terminmarkt: COT-Report vom 17.09.2021

In der Analyse des Vormonats schrieben wir: „Die COT-Daten für Silber sind nun auch auf dem besten Stand seit zwei Jahren. Die Daten zeigen klar, dass es aktuell weiterhin ein Überangebot am physischen Silbermarkt gibt. Nicht einmal der starke Preiseinbruch der Vorwoche konnte so viel Nachfrage erzeugen, dass sich hier ein deutliches Defizit in dieser Woche gezeigt hätte. Man muss beim Silber weiterhin sehr vorsichtig sein. Sollte es Gold nicht gelingen, den Abwärtstrend und den Widerstand bei 1.800 US-Dollar zu überwinden und stattdessen noch einmal die Tiefs anlaufen, dann wären beim Silber gar 20$ oder 19$ in einer stärkeren Bereinigung des Terminmarktes möglich.“

Im neuesten Report fiel der Silberpreis zur Vorwoche um 51 US-Cent, während die Spekulanten 3 Tsd. Kontrakte netto short gingen. Dies war neutral, doch zu den letzten drei Wochen zeigt sich Schwäche. Der Nachfrage scheint schwächer gewesen zu sein als in den drei Vorwochen, berücksichtig man, dass es in dieser Woche keine Intervention gab.

Die letzte eindeutige Manipulation beim Silber sahen wir vor einem Monat, als hohe Nachfrage kurzzeitig den Preis über den Widerstand bei 23,80 US-Dollar schob. Dieser ungewünschte Ausbruch wurde mit einer nackten Shortposition in Höhe von 11 Tagen der Weltproduktion seitens der BIG4 wieder eingehegt. Dieser Eingriff gab uns frühzeitig den Hinweis, dass die Korrektur noch nicht ihr Ende gefunden hat.

Die COT-Daten für Silber sind weiterhin auf dem besten Stand seit zwei Jahren, doch fehlt eine deutliche Bereinigung von der Spekulation zum aktuellen Zeitpunkt, sowie relative Stärke auf diesem Preisniveau. Angesichts der langen Dauer der Korrektur, hätte man hier mehr erwarten können. Insgesamt bleibt klar, dass sich Silber aktuell nicht abkoppeln und nur mit Gold ansteigen kann, weshalb man auch auf die technischen Signale beim Goldpreis achten muss.

Es ist kurzfristig wahrscheinlich, dass sich die Korrektur ein letztes Mal ausweiten wird – es gäbe jedenfalls noch genügend Potenzial für einen weiteren Long-Drop.


Die Bereinigung des Terminmarktes läuft immer noch schleppend und zeigt ein Überangebot


Die starke Manipulation lieferte uns einen Hinweis auf den nochmaligen Preisrückgang

Seit dem Bruch der Unterstützung bei 23,80 US-Dollar ist Silber wieder short, da auch Gold seine Bärenflagge nach unten aufgelöst hatte. Silber ist aktuell nicht in der Lage sich vom Goldmarkt abzukoppeln. Die immer noch hohe Positionierung am Terminmarkt schwebt wie ein Damoklesschwert über dem Silberpreis. Der kurzzeitige Ausflug über den Widerstand bei 23,80 US-Dollar wurde schnell ausgebremst.

Nachdem der Goldpreis aus seiner Bärenflagge nach unten ausbrach, ist ein weiterer Rückgang des Goldpreises auf 1.700 US-Dollar und tiefer gut möglich in den nächsten Wochen und Monaten im Vorfeld einer Ankündigung eines Taperings. Damit besteht die Gefahr, dass der Silberpreis kurzzeitig noch weiter unter Druck gerät. Solange der Abwärtstrend intakt ist, braucht man nicht über Käufe nachdenken.


Der Abwärtstrend bei Silber ist immer noch intakt

Im größeren Bild des Tagescharts wird eine große Handelsspanne zwischen 28 US-Dollar auf der Oberseite und 22 US-Dollar auf der Unterseite sichtbar. Nach der Schwäche, die sich im letzten Monat am Silbermarkt zeigte, hat die Wahrscheinlichkeit deutlich zugenommen, dass die Unterstützung bei 22 US-Dollar einen weiteren Preisverfall nicht stoppen wird.

Da der Silberpreis im Vergleich zum Goldpreis aktuell so schwach ist, hängt der weitere Verlauf ganz von der Entwicklung des Goldpreises ab. Silber hat kurzfristig nur dann eine Chance anzusteigen, wenn der Goldpreis wieder über 1.800 US-Dollar ansteigen kann, was kurzzeitig unwahrscheinlich ist.

Vor einem Monat schrieben wir: „Fehlinterpretiert der Markt den Taper-Talk der FED, so könnte der Goldpreis kurzzeitig sogar noch einmal abrutschen und eine Verkaufspanik auslösen und dabei noch einmal das Flash-Crash-Tief bei 1.680 US-Dollar anlaufen. In diesem Fall läuft Silber Gefahr aus seiner großen Handelsspanne nach unten auszubrechen und noch einmal auf 19 bis 20 US-Dollar zu fallen.

Genau dieses Szenario scheint sich aktuell auszuspielen. Im Bereich zwischen 19 US-Dollar und 20 US-Dollar dürften sich die BIG4 eindecken, während Spekulanten ihre Positionen auf den Markt werfen. Antizyklische Käufe bei 19 US-Dollar haben daher ein sehr gutes Chance-Risiko-Verhältnis.

Kurzfristig dürften nun die Bären an der Unterstützung bei 22 US-Dollar Short-Gewinne mitnehmen und Bullen mutig werden, weshalb eine kurzfristige Preiserholung auf 23 US-Dollar durchaus denkbar wäre. Man kann sich auch gut an den Abwärtstrend halten, denn erst wenn dieser bricht, gibt es ein prozyklisches Kaufsignal. Die Gefahr, dass sich die Korrektur fortsetzen wird, ist hoch.


Die Unterstützung bei 22 US-Dollar wird aktuell zum dritten Mal getestet

Silber handelte über fünf Jahre hinweg in einer Handelsspanne zwischen 14 US-Dollar auf der Unterseite und 19 US-Dollar auf der Oberseite. Seit dem bullischen Ausbruch Mitte 2020 ist das langfristige Chartbild sehr bullisch. Im Wochenchart ist das dreimalige Scheitern am Widerstand bei 28 US-Dollar noch deutlicher sichtbar.

Selbst ein Rücksetzer auf die Unterstützung bei 19 US-Dollar, was zuvor der langfristige Widerstand war, würde das übergeordnet charttechnisch bullische Bild nicht zerstören. Ein nun mögliches Korrekturpotenzial dürfte im schlimmsten Fall bei 19 US-Dollar auf starke Nachfrage treffen, weshalb wir dort ein sehr gutes Chance-Risiko-Verhältnis für Käufe auf kurz-, mittel- und langfristige Sicht vorfinden.

Im nächsten Jahr ist ein Anstieg über den Widerstand bei 28 US-Dollar denkbar, was den Silberpreis, spekulativ getrieben, schnell bis auf 36 US-Dollar hieven würde. Mit dem Scheitern der Geldpolitik bzw. fortgesetzten Anleihenkäufen, persistent hohen Inflationsraten und inflationsinduziert steigenden Zinsen, werden Gold und auch Silber zum Schutz vor Inflation zunehmend gefragt werden.

Es dürfte sich dann über einige Jahre hinweg ein Defizit am physischen Markt entwickeln, das Silber weit über sein Allzeithoch bei 50$ tragen wird. Antizyklische Käufe bei 19 bis 20 US-Dollar wären daher im Umfeld eines wahrscheinlichen Stagflationsjahrzehnts eine äußerst günstige Kaufgelegenheit.

Der Goldpreis müsste nun vom Fleck weg drehen und wieder auf über 1.800 US-Dollar ansteigen, damit Silber die Unterstützung bei 22 US-Dollar halten kann. Dieses Szenario hat mittlerweile eine schlechtes CRV. Man kann sich am Goldpreis in Euro orientieren – fällt hier der Preis unter die Unterstützung bei 1.490 Euro, so dürfte sich die Korrektur am Silbermarkt unter 22 US-Dollar fortsetzen. Kurzfristig ist über die nächsten Tage mit einer Konsolidierung über dem Widerstand bei 22 US-Dollar zu rechnen, sodass noch etwas Hoffnung bleibt, dass ein exogener Faktor den Gold- und Silberpreis wieder nach oben ziehen wird.


Die Chancen dafür, dass die Unterstützung bei 22 US-Dollar halten wird, stehen nicht gut

 

WTI: Steht das Ende der Kursanstiege bevor?

Aktuell ist der Aufwärtstrend intakt

Das Chartbild über den Sommer hinweg ist weiter eher bullisch einzuschätzen. Der Aufwärtstrend mit seinem Hoch bei 73,08 USD – blaue Linie – ist intakt und befindet sich in seiner Korrektur. Die erste bullische Gegenreaktion in mehr oder weniger räumlicher Nähe zum Ausbruchslevel bei 70,69 USD ist zunächst ein gutes Zeichen. Allerdings legt der Spike auf 69,89 USD auch einen Grundstein für die Fortsetzung der Korrektur in Richtung des Supports bei 67,60 USD.

Tickmill-Analyse: WTI im Tageschart

Es kommt nun also stark darauf an, wie sich die Käufer verhalten. Werden die niedrigeren Kurse zum Kauf genutzt, besteht weiterhin die Chance für eine Trendfortsetzung über die Marke von 73,09 USD hinweg in Richtung 74,51 USD. Schwäche mit Kursen unterhalb des Vortagestiefs spricht hingegen eher dafür, dass der Weg des geringsten Widerstands nach unten zeigt.

Die Party läuft im Stundenchart

Auf Grund der regressiven Verortung im Tagestrend finden kurzfristig agierende Trader im Stundenchart das spannendere Spielfeld. Denn hier wird schneller ersichtlich, wo die Reise hingeht und welche Zwischenziele auf der Agenda stehen. Auf der Longseite ebnet sich bei Kursen oberhalb von 71,29 USD der Weg in die Verkaufsbereiche um 71,55 USD, 72,18 USD bzw. 72,40 USD und 72,80 USD.

Tickmill-Analyse: WTI im Stundenchart

Die Kursumkehr zur Chartunterseite macht den Test des Korrekturtiefs bei 69,89 USD bzw. des kleinen Zwischentiefs bei 69,39 USD opportun. Darunter liegen aus technischer Sicht bis zum Kaufbereich um 67,60 USD keine weiteren Unterstützungen.

Videobesprechung

Über die entscheidenden Kurslevel im EURUSD und GOLD, spricht der Marktexperte Mike Seidl in der heutigen Ausgabe von „Tickmill’s täglichen Tradingideen“.

https://youtu.

Tickmill’s LIVE-Besprechung: Wo Bulle und Bär um die Vorherrschaft ringen, warten oft beste Chancen. Behalten Sie börsentäglich die wichtigsten Fakten rund um starke Trends im Blick und verpassen Sie keine Gelegenheit. Melden Sie sich jetzt für die LIVE-Besprechung der täglichen Trading-Ideen um 8:30 Uhr bei Tickmill unter https://www.tickmill.eu/de/education/webinars/93017117289/1610091000000 an.

Erfolgreiches Trading wünscht Ihnen

Ihr Mike Seidl

Haftungsausschluss: Das bereitgestellte Material dient nur zu Informationszwecken und sollte nicht als Anlageberatung betrachtet werden. Die im Text geäußerten Ansichten, Informationen oder Meinungen gehören ausschließlich dem Autor und nicht dem Arbeitgeber des Autors, der Organisation, dem Ausschuss oder einer anderen Gruppe oder Einzelperson oder Gesellschaft.

Hochrisikowarnung: CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko, durch Leverage schnell Geld zu verlieren. 73% (Tickmill UK Ltd) und 65% (Tickmill Europe Ltd) der Privatanleger verlieren Geld, wenn sie CFDs handeln. Sie sollten sich überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs oder andere unserer Produkte funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

 

WTI Oil: Die Trendindikation ist bullisch!

Aus aktueller Sicht kann sich WTI Oil gut halten. Zwar kam es zu einem Rückgang von 76,98 auf in der Spitze 61,65 USD, was einem Verlust von um die 20 % entspricht, doch aktuell sind die Bullen schon wieder dabei WTI Oil gen Norden zu treiben. Mit derzeit 70,90 USD ist der kurz- und mittelfristig relevante gleitende Durchschnitt überwunden. Auch kam es am 23. August fast genau zum Erreichen des langfristig interessanten gleitenden Durchschnitts mit der Periode 200.

WTI Oil – es baut sich Druck zur Oberseite auf

Die Kurse federten förmlich davon ab und laufen wie schon erwähnt weiter zur Oberseite. Der Blick auf den viel beachteten Macd-Indikator zeigt einen Bullenmarkt für WTI Oil auf. Hier sprechen sehr viele Indikationen dafür, dass die Trendbewegung weiterlaufen kann. Die Lage würde eintrüben, sofern der Kursbereich von 60,00 USD erreicht und unterschritten wird.

Das wäre als Zeichen von Schwäche der Bullen zu werten. Zudem dann auch die gleich folgende Trendanalyse von einem Bullenmarkt in einem Bärenmarkt kippen würde. Jetzt gilt es also die Preise weiterhin auf Kurs zu halten.

Widerstand: letztes Hoch – 73,13 USD | 200-Bars-Hoch – 76,98 USD
Unterstützung: SMA38 – 68,75 | SMA100 – 69,35 | SMA200 – 63,46

Der Chart WTI Oil (D1) in USD

WTI Crude Oil Prognose
21.09.2021: WTI Oil – fxempire.de chart

Hier die Trendanalyse (D1) für den WTI Oil

HighLow Indikator: Nun wird noch geprüft, ob höhere Tiefs und neue Hochpunkte entstehen. Tief- und Hochpunkte die steigend sind kennzeichnen einen Aufwärtstrend. Von insgesamt 10 HighLows sind 8 steigend. Hier kann man sagen, das ist bullisch.

Macd Indikator: An dieser Stelle wird bei dem Oszillator von untersucht, ob die Signal-Linie über der Trigger-Linie ist. Zusätzlich auch, ob der Macd über null notiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen sind ganze 10 positiv. Das ist mega bullisch. Super, weiter so!

Gleitende Durchschnitte: Es wird als Letztes noch analysiert, ob bei dem WTI Oil die GDs steigend sind. Denn steigende GDs machen einen Aufwärtstrend aus. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten sind sogar 9 steigend. Das ist durchaus als sehr bullisch zu bezeichnen.

Die Auswertung der Trendanalyse

20.09.2021: Jetzt widmen wir uns der Gesamtauswertung. Alles zusammen sind es 30 Kriterien, davon sind 27 als positiv zu bezeichnen. Das sind ganze 90 %. Der Status ist hier auf “sehr bullisch” zu setzen. Aus dieser Sicht heraus ist es angebracht, einen Einstieg in den WTI Oil zu suchen, bzw. investiert zu bleiben.

Detailansicht vom Heikin-Ashi-Chart (D1) in USD

WTI Crude Oil Prognose
WTI Oil Prognose „Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.”

 

Disclaimer:
Trotz sorgfältiger Analyse kann keine Gewähr für Inhalt, Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen gegeben werden. Die Informationen stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder derivativen Finanzprodukten dar. Der Autor übernimmt keine Haftung für auf dieser Website zur Verfügung gestellten Handelstechniken, Analysen und Tradingideen. Der Autor kann in den besprochenen Wertpapieren, bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung investiert sein.

Silberpreis: Keine Entspannung in Sicht!

Derzeit handelt das Edelmetall in der Nähe einer massiven Unterstützung von 21,70 USD. Hier sind bereits im September und November letzten Jahres Tiefpunkte entstand. Die große Frage ist nun – wird es jetzt auch so sein? Aufgrund der bärischen Trendindikation beim Silberpreis, welche durch die später folgende Trendanalyse bestätigt wird, liegt der Vorteil derzeit eindeutig aufseiten der Bären.

Silberpreis – wird sich der Trend fortsetzen?

Da Trends die Angewohnheit haben sich fortzusetzen, kann durchaus mit weiteren Rückgängen gerechnet werden. Auch ein Unterschreiten der Unterstützung von 21,70 USD ist nicht völlig unwahrscheinlich. Auf der Unterseite käme der Kursbereich von 18,00 USD in den Fokus. Um die Sache ins Positive zu drehen, muss den Bullen vom Silberpreis nun eine kleine Bodenbildung und Trendwende gelingen.

Allen voran muss das Bündel aus gleitenden Durchschnitten, welches sich preislich derzeit bei etwa 25,50 USD befindet, zurückerobert werden. Erst dann entsteht die Möglichkeit einer neuerlichen Aufwärtsbewegung.

Widerstand: SMA38 – 24 | SMA100 – 25,7 | SMA200 – 25,86
Unterstützung: letztes Tief – 22,04 USD | glatte Marke – 22,00 USD

Der Chart vom Silberpreis (D1) in USD

Silberpreis Prognose
20.09.2021: Silberpreis – fxempire.de chart

Jetzt eine Trendanalyse (D1) für den Silberpreis

Gleitende Durchschnitte: Hierbei wird analysiert, ob bei dem Silber die GDs steigend sind. Ein Aufwärtstrend wird durch steigende GDs gekennzeichnet. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten ist nicht ein einziger steigend. Insofern ist das als sehr bärisch zu bezeichnen. So geht es nicht weiter!

Macd Indikator: Bei dem beliebten Oszillator wird nun analysiert, ob die Trigger-Linie unter der Signal-Linie ist. Auch wird geschaut, ob der Macd über null tendiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen ist nicht eine positiv. Insofern ist das als sehr bärisch zu bezeichnen und muss sich ändern.

HighLow Indikator: Als Letztes wird geschaut, ob höhere Tiefs und neue Hochpunkte entstehen. Denn höhere Hochs und steigende Tiefpunkte kennzeichnen einen Aufwärtstrend. Von insgesamt 10 HighLows ist nur einer steigend. Insofern ist das als sehr bärisch zu bezeichnen, hier drohen weitere Verluste.

Die Auswertung der Trendanalyse

19.09.2021: Nun zur Gesamtauswertung. Alles zusammen sind es 30 Kriterien, davon ist nur ein einziger als positiv zu bezeichnen. Das sind lediglich 3,33 %. Deswegen wird der Status hier auf “sehr bärisch” gesetzt. Aus diesem Blickwinkel ist es klug, mit dem Einstieg in den Silberpreis zu warten, bis die Analyse ein besseres Ergebnis bringt.

Detailansicht vom Heikin-Ashi-Chart (D1) in USD

Silberpreis Prognose
Silberpreis Prognose „Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.”

 

Disclaimer:
Trotz sorgfältiger Analyse kann keine Gewähr für Inhalt, Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen gegeben werden. Die Informationen stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder derivativen Finanzprodukten dar. Der Autor übernimmt keine Haftung für auf dieser Website zur Verfügung gestellten Handelstechniken, Analysen und Tradingideen. Der Autor kann in den besprochenen Wertpapieren, bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung investiert sein.

Goldpreis: Diese Marke kommt in den Fokus!

Mit aktuell 1753 USD bewegt sich das Edelmetall in Richtung der guten Unterstützung von 1670 USD. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Support in den nächsten Wochen und Monaten vom Goldpreis erreicht wird, ist relativ groß. Von der Oberseite her lässt sich ein abwärtsgerichteter Trend anlegen, welcher nun übergeordnet maßgeblich ist. Zudem konnte der wichtige und viel beachtete gleitende Durchschnitt mit der Periode 200 nicht genommen werden.

Goldpreis – unterhalb von 1800 USD weiterhin Abwärtsdruck

Es kam fast genau in dem Kursbereich zu einer kurzfristigen Trendwende und zu dem jetzt gesehenen Absturz des Goldpreises. Um das Blatt ins Positive zu drehen, müssen die gerade besprochenen Widerstände zurückerobert werden. Als Erstes wäre da der Kursbereich von etwa 1800 bis 1830 USD zu nennen. Diese Zone gilt es zu überwinden, um die Lage deutlich aufzuhellen.

Wenn es den Bullen gelingen sollte, dann wird in diesem Zuge automatisch der Abwärtstrendkanal Richtung Norden aufgebrochen. Ziel wäre es den 1917er-Widerstand sowie auch das Allzeithoch anzulaufen. Bis dorthin liegt allerdings noch eine Menge Arbeit vor dem Goldpreis. Unterhalb der 1800er-Marke besteht jetzt allerdings erst einmal vor erst Abwärtsdruck.

Widerstand: SMA38 – 1792 | SMA100 – 1816 | SMA200 – 1807
Unterstützung: letztes Tief – 1669 USD | glatte Marke – 1600 USD

Der Chart (D1) in USD

Goldpreis Prognose
17.09.2021: Goldpreis – fxempire.de chart

Der Blick auf die Trendanalyse (D1) für den Goldpreis

Macd Indikator: Es wird bei dem oft verwendeten Oszillator geschaut, ob die Signal-Linie über der Trigger-Linie ist. Zudem auch, ob der Macd über null notiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen ist nicht eine positiv. Insofern ist das als sehr bärisch zu bezeichnen und muss sich ändern.

Gleitende Durchschnitte: Nun wird geprüft, ob bei dem Goldpreis die GDs steigend sind. Denn steigende GDs zeigen einen Aufwärtstrend an. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten ist nicht ein einziger steigend. Insofern ist das als sehr bärisch zu bezeichnen. So geht es nicht weiter!

HighLow Indikator: Als Letztes muss analysiert werden, ob höhere Tiefs und neue Hochpunkte entstehen. Höhere Hochs und steigende Tiefpunkte zeigen einen Aufwärtstrend an. Von insgesamt 10 HighLows sind nur 3 steigend. Bullisch ist definitiv etwas anderes.

Die Auswertung der Trendanalyse

16.09.2021: Sehen wir uns jetzt die Gesamtauswertung an. Es sind 30 Bewertungskriterien, davon sind 3 als positiv zu bezeichnen. Das sind lediglich 10 %. Deswegen wird der Status hier auf “sehr bärisch” gesetzt. Aus diesem Blickwinkel ist es klug, mit dem Einstieg in den Goldpreis zu warten, bis die Analyse ein besseres Ergebnis bringt.

Detailansicht vom Heikin-Ashi-Chart (D1) in USD

Goldpreis Prognose
Goldpreis Prognose „Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.”

 

Disclaimer:
Trotz sorgfältiger Analyse kann keine Gewähr für Inhalt, Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen gegeben werden. Die Informationen stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder derivativen Finanzprodukten dar. Der Autor übernimmt keine Haftung für auf dieser Website zur Verfügung gestellten Handelstechniken, Analysen und Tradingideen. Der Autor kann in den besprochenen Wertpapieren, bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung investiert sein.

Gold nach Abverkauf vom Widerstand mit Bodenbildung

Bodenbildung oder Bärenflagge?

Über die Tatsache, dass den Käufern um den Preisbereich über 1.830,00 USD die Luft zu dünn wurde, lässt sich nicht streiten. Auch die Tatsache, dass der jüngste Aufwärtstrend gebrochen wurde, ist mit Blick in den Tageschart klar. Unklar ist hingegen, was der Markt aus seiner laufenden Konsolidierung am unteren Ende des Abverkaufs machen wird.

Seit gut einer Handelswoche laufen die Preise seitwärts zwischen 1.803,00 USD und 1.782,00 USD. Aus technischer Sicht spricht nichts gegen eine Bodenbildung. Fundamental würde ein wieder schwächelnder USD in seiner Korrelation zum Gold einen Ausbruch nach oben in Richtung 1.830,00 USD unterstützen.

Tickmill-Analyse: Gold im Tageschart

Doch auch die Chance auf der Chartunterseite ist interessant. So sorgt ein Ausbruch durch die Rangeunterseite für die Entstehung eines Abwärtstrends. Dieser passt ins große Bild der vergangenen Monate. Wer hier nach einem Kursziel sucht, muss tief nach unten blicken. Die nächste Unterstützung im Tageschart findet sich erst an den Jahrestiefs zwischen 1.682,00 USD und 1.677,00 USD.

Kurzfristige Ziele finden sich im untergeordneten Trendverlauf

Wer das Risiko scheut, sich längerfristig für eine Richtung im Gold zu entscheiden, wird im Trendverlauf des 4-Stundencharts fündig. Gerade das weite Feld auf der Chartunterseite spricht für die Suche nach Zwischenstationen auf dem Weg in tiefere Preisregionen. Anlaufmarken für die Planung von Short-Szenarien bieten –je nach Zeithorizont – die kleinen Verlaufstiefs bei 1.775,00 USD, 1.742,00 USD bzw. 1.718,00 USD.

Tickmill-Analyse: Gold im 4-Stundenchart

Der gestern initiierte Ausbruch nach oben ist derzeit offensichtlich auf dem Kursniveau um 1.830,00 USD gedeckelt. Einen ersten technischen Drehpunkt gibt es allerdings schon knapp darunter. Das kleine Zwischenhoch bei 1.827,00 USD dürfte das Zünglein an der Waage sein. Bleiben die Käufer dort am Ball, erhöhen sich die Chancen für einen funktionierenden Ausbruch über den Widerstand im 5. Versuch. Verkaufsdruck hingegen spricht für den erneuten Abprall.

Videobesprechung

Über die entscheidenden Kurslevel im EURUSD und GOLD, spricht der Marktexperte Mike Seidl in der heutigen Ausgabe von „Tickmill’s täglichen Tradingideen“.

 

Tickmill’s LIVE-Besprechung: Wo Bulle und Bär um die Vorherrschaft ringen, warten oft beste Chancen. Behalten Sie börsentäglich die wichtigsten Fakten rund um starke Trends im Blick und verpassen Sie keine Gelegenheit. Melden Sie sich jetzt für die LIVE-Besprechung der täglichen Trading-Ideen um 8:30 Uhr bei Tickmill unter https://www.tickmill.eu/de/education/webinars/93017117289/1610091000000 an.

Erfolgreiches Trading wünscht Ihnen

Ihr Mike Seidl

Haftungsausschluss: Das bereitgestellte Material dient nur zu Informationszwecken und sollte nicht als Anlageberatung betrachtet werden. Die im Text geäußerten Ansichten, Informationen oder Meinungen gehören ausschließlich dem Autor und nicht dem Arbeitgeber des Autors, der Organisation, dem Ausschuss oder einer anderen Gruppe oder Einzelperson oder Gesellschaft.

Hochrisikowarnung: CFDs sind komplexe Instrumente und bergen ein hohes Risiko, durch Leverage schnell Geld zu verlieren. 73% (Tickmill UK Ltd) und 65% (Tickmill Europe Ltd) der Privatanleger verlieren Geld, wenn sie CFDs handeln. Sie sollten sich überlegen, ob Sie verstehen, wie CFDs oder andere unserer Produkte funktionieren und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

 

Chinas Konjunktur leidet unter Delta und Lieferengpässen

Die Industriebetriebe steigerten ihre Erzeugung nur noch um 5,3 Prozent zum Vorjahresmonat, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten des Statistikamtes hervorgeht. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit 5,8 Prozent gerechnet, nach einem Plus von 6,4 Prozent im Juli. Die Einzelhändler steigerten ihren Umsatz nur um 2,5 Prozent. Hier waren Ökonomen von einem Anstieg um 7,0 Prozent ausgegangen.

“Die chinesischen Konjunkturdaten für August waren eine große Enttäuschung”, sagte Commerzbank-Ökonom Hao Zhou. “Angesichts der regionalen Schließungen wegen neuerlicher Corona-Infektionen fiel insbesondere die Inlandsnachfrage schwach aus.” Da Peking die Corona-Beschränkungen seit Ende August allmählich gelockert habe, dürfte die Konjunktur aber im September wieder etwas besser aussehen.

Die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hat sich von dem durch die Corona-Pandemie ausgelösten Einbruch gut erholt. Die Dynamik hat sich in den vergangenen Monaten allerdings abgeschwächt aufgrund von Engpässen in der Lieferkette, Halbleiterknappheit, neuen Umweltauflagen für die Industrie sowie einem härteren Vorgehen gegen die Verschuldung von Unternehmen und Übertreibungen am Immobilienmarkt. Hinzu kommen immer wieder soziale Einschränkungen wegen des Auftretens der ansteckenderen Delta-Variante des Corona-Virus in mehreren Provinzen. Das belastet Hotel- und Gaststättengewerbe, die Unterhaltungsindustrie und die Verkehrsbranche.

Das könnte die Zentralbank auf den Plan rufen. Diese könnte Kredite für kleinere und mittlere Unternehmen verbilligen, erwartet HSBC-Ökonom Jingyang Chen. “Eine gewisse Lockerung ist wahrscheinlich, um sich gegen den wirtschaftlichen Gegenwind abzusichern”, sagte auch Commerzbank-Ökonom Zhou. Analysten gehen zudem davon aus, dass die Regierung ihre geplanten Ausgaben für Infrastrukturprojekte im Laufe dieses Jahres beschleunigen wird.