Terra zieht Avalanche mit in den Abgrund

Alle (oder fast alle) Kryptos sind seit Wochen in den roten Zahlen. Aber wenn man sich die Top 20 der Welt genauer ansieht, ist Avalanche die Kryptowährung, die am stärksten abrutscht und sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Polygon liefert.

Wie kommt es zum Fall von Avalanche?

Zurzeit liegt der Kurs der Kryptowährung Avalanche bei 34 $. Vor einer Woche hatte der Kurs noch mit 55 € geliebäugelt. Die Kapitalisierung des Avalanche-Netzwerks beträgt 7,8 Milliarden €, womit Avalanche als die 13. globale Kryptowährung eingestuft wird.

Bei dem Rückgang von Krypto Avalanche gibt es einen konjunkturellen Teil. Tatsächlich schreiben die meisten Kryptos seit Wochen rote Zahlen, was auf die Inflation, den Krieg, COVID usw. zurückzuführen ist. Aber das Schicksal der Krypto Luna hat auch Auswirkungen auf das Schicksal der Krypto Avalanche.

Theoretisch haben die Kryptos Avalanche und Luna nichts gemeinsam. Dennoch muss man wissen, dass das Luna-Netzwerk die Krypto Avalanche als Collateral Asset nutzte. Das bedeutet, dass der Avalanche-Krypto dazu beitrug, den Kurs der Stablecoins, die zum Luna-Ökosystem gehörten, zu stabilisieren.

Im Einzelnen besaß das Luna-Netzwerk 1,97 Millionen AVAX-Coins, was einem Betrag von 74,75 Millionen US-Dollar entspricht.

Aufgrund von Problemen mit der Luna-Kryptowährung entschied sich die Stiftung, ihre AVAX zu verkaufen, wodurch der Kurs der Kryptowährung fiel. Dasselbe tat die Stiftung im Übrigen auch mit Bitcoin.

Wenn man bedenkt, dass die Stiftung zu den größten Bitcoin-Wallets der Welt gehört, ist es verständlich, dass ihr Handeln große Auswirkungen auf die Kryptokurse hatte.

Was genau ist Avalanche?

Die Avalanche-Blockchain beherbergt dezentralisierte Anwendungen (Dapps), die mit Smart-Contracts arbeiten. In dieser Hinsicht befindet sich Avalanche also in derselben Kategorie wie die folgenden Kryptos: Ethereum (ETH), Cardano (ADA), Solana (SOL) usw.

Da Ethereum die unangefochten führende Krypto in diesem Bereich ist, werden diese anderen Kryptos als “Ethereum-Killer” bezeichnet.

 

Bitcoin Big Picture: Ist der Crash die größte Chance in diesem Jahr?

Nein, 2022 ist bisher nicht das Jahr der Kryptowährungen. Bereits seit Monaten befindet sich der gesamte Krypto-Sektor in einem ausgeprägten Bärenmarkt. Auch Bitcoin hat es jüngst nach dem Kursdrama rund um den sogenannten Stablecoin Luna heftig erwischt.

Bitcoin Kursverlauf

Bitcoin: Mittendrin im Bärenmarkt Nummer 6

Allein im laufenden Monat Mai ist Bitcoin zeitweise um fast 33 Prozent gefallen. Im laufenden Jahr um beachtliche 45 Prozent und seit den letzten Rekordhochs im November 2021 bei über 69.000 USD sogar um stolze 63 Prozent. Das sind keine guten Performance-Zahlen. Doch immerhin noch besser als ein Totalverlust bei Luna … Unter den Blinden ist der Einäugige eben doch der König.

Kenner des Bitcoin wissen allerdings auch, dass harte Schwäche- und Baisse-Phasen bei Bitcoin eher die Regel als die Ausnahme sind. Seit dem Bestehen von Bitcoin ist das aktuell mindesten der 6. Bärenmarkt. Und die Vergangenheit zeigt, dass es nach den letzten fünf Crash-Phasen im Anschluss früher oder später immer neue Allzeithochs beim Bitcoin gegeben hat. Warum also nicht auch jetzt?

Möglicher Fehlausbruch an wichtiger charttechnischer Unterstützungslinie

Im mittelfristigen Wochen-Chart beim Bitcoin wird schnell klar, welche Chancen sich auf dem aktuellen Niveau ergeben könnten. Besonders die aktuelle Wochen-Kerze ist für die aktuelle charttechnische Einschätzung entscheidend. Nach anfänglichen starken Verlusten von mehr als 25 Prozent setze ein vermehrtes Kaufinteresse ein und der Wochenverlust schrumpfte entsprechend auf nur noch knapp 9 Prozent ab.

Bitcoin: Wochen-Reversal deutet Kurse von 36.000 bis 37.000 USD steigen

In der Welt der technischen Analyse (Chartanalyse) entspricht diese aktuelle Wochen-Kerze einer Trendumkehr bzw. einem positivem Reversal (engl.: Umkehrung) auf Wochenebene. Der verhältnismäßig lange Docht und der kleine Kerzenkörper deuten an, dass hier ein Boden gefunden sein könnte. 

Die Abwärtsbewegung der letzten Tage, Wochen und auch Monate könnte also gestern am 12. Mai ihren Höhepunkt gefunden haben. Neben der besagten Wochen-Kerze deutet auch die Verteidigung einer wichtigen mittelfristigen Unterstützungslinie zwischen ca. 28.600 und 29.300 USD eine mögliche Trendwende an. 

Bitcoin Wochen-Chart mit Fehlausbruch

Diese Unterstützungslinie wurde zunächst nach unten durchschlagen. Kurz sah es damit so aus, als wenn Bitcoin nie wieder steigen würde. Doch der schnelle Rücklauf auf über 30.000 USD lässt an dieser Stelle einen klassischen Fehlausbruch vermuten, der jetzt ebenfalls eine neuerliche Aufwärtsbewegung vermuten lässt.

Noch ist es allerdings eindeutig zu früh, um hier schon wieder von neuen Rekordhochs jenseits der 69.000 USD zu fabulieren. Wichtig wird in den kommenden Tagen oder gar Wochen der Bereich zwischen ca. 36.000 und 37.000 USD auf dem Niveau der dortigen Widerstandslinie und des übergeordneten Abwärtstrends.

Geht Bitcoin durch diesen Bereich, stehen die Chancen aus heutige Sicht gut, dass sich daran anschließend eine neue Aufwärtsbewegung und gar ein neuer Bullenmarkt entwickeln könnte. Ähnlich wie nach den letzten Crash-Bewegungen der letzten Jahre könnte sich das Ganze nun wieder ins Umgekehrte entwickeln. Auch, wenn der Markt zum jetzigen Zeitpunkt nicht im Ansatz danach aussieht …

Bitcoin (BTC) – Blutbad, wie könnte es weitergehen?

In der aktuellen Handelswoche kam es zu einem Ausbruch unter die gute Unterstützung von etwa 36.500 USD. Damit einher ging ein Absturz auf im Tief rund 26.700 USD. Der Bitcoin (BTC) ist so gesehen deutlich in einem Bärenmarkt. Der Bärenmarkt wird vornehmlich an dem 200-Tage-Durchschnitt ausgemacht.

Auf dem Schaubild ist ausgezeichnet zu sehen, wie es bereits im Januar dieses Jahres zu einem Unterschreiten des langfristig relevanten GDs kam. Zum Ende März hatten die Bullen ein Aufbäumen bewerkstelligen können und stießen von unten an die 200-Tage-Linie, fast punktgenau, an. Dort kam es allerdings zu großen Widerstand und die Kurse purzelten um in der Spitze etwa 45 % gen Süden.

Bitcoin (BTC) – Vorteil ist aufseiten der short-orientierten Händler

Aufgrund der Gemengelage ist der Vorteil aktuell aufseiten der short-orientierten Anleger zu finden. Auf der Unterseite kommt als Nächstes die gute Unterstützung von etwa 20.000 USD für den Bitcoin (BTC) in den Blickpunkt.

Um den Markt jetzt sofort zu stabilisieren und ins Positive zu drehen, bedarf es einer kleinen Trendwende. Möglicherweise kann die Zone von 26.000 bis 28.000 USD bereits für ausreichend Halt sorgen. Allerdings sollte zunächst eine Bodenbildung abgewartet werden.

Der Heikin-Ashi-Chart von Bitcoin (BTC) (D1)

Bitcoin (BTC) Prognose
Bitcoin (BTC) | Chart von FxEmpire

Nun eine Trendanalyse (D1) für den Bitcoin (BTC)

Macd Oszillator: An dieser Stelle wird bei dem Oszillator untersucht, ob die Signal-Linie über der Trigger-Linie ist. Zusätzlich auch, ob der Macd über null notiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen ist nicht eine positiv. Insofern ist das als sehr bärisch zu bezeichnen und muss sich ändern.

Gleitende Durchschnitte: Es wird noch analysiert, ob bei dem Bitcoin (BTC) die GDs steigend sind. Denn steigende GDs machen einen Aufwärtstrend aus. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten ist nicht ein einziger steigend. Insofern ist das als sehr bärisch zu bezeichnen. So geht es nicht weiter!

Parabolic SAR Indikator: Als Letztes muss geprüft werden, ob sich der Schlusskurs oberhalb vom Indikator befindet. Falls ja, so ist ein valider Aufwärtstrend gegeben. Von insgesamt 10 Parabolic SAR Auswertungen ist nicht eine einzig positiv. Das ist mega bärisch, hier drohen weitere Verluste.

Die Auswertung der Trendanalyse

13.05.2022: Nun zur Gesamtauswertung. Alles zusammen sind es 30 Kriterien, davon ist kein einziger als positiv zu bezeichnen. Das sind lediglich 0.00 %. Deswegen wird der Status hier auf „Sehr Bärisch“ gesetzt. Aus diesem Blickwinkel ist es klug, mit dem Einstieg in den Bitcoin (BTC) zu warten, bis die Analyse ein besseres Ergebnis bringt.

 

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Alles über den Luna Crash

Terra ist ein Blockchain-Projekt, eine Ethereum-ähnliche Lösung, die die Erstellung von Smart Contracts und dezentralen Anwendungen ermöglicht. Zu nennen sind hier insbesondere die im Krypto-Ökosystem sehr beliebten Protokolle für dezentrale Finanzierungen, Darlehen und Kredite.

Wie funktioniert Luna?

LUNA wurde schnell zur 6. größten Kapitalisierung auf dem Kryptomarkt. Sie hat sich als eines der vielversprechendsten Projekte der Branche etabliert. Zusammen mit Solana oder Avalanche wurde das Projekt oft als eines der vielversprechendsten Ökosysteme der Krypto-Sphäre bezeichnet.

Im Zentrum seines Ökosystems steht auch der hauseigene Stablecoin namens UST. Dieser ist wie USDT oder USDC an den Wert des Dollars gebunden. Der Hauptunterschied besteht darin, dass er im Gegensatz zu den beiden oben genannten Beispielen algorithmisch aufgebaut ist.

Um den Wert gegenüber dem Dollar zu garantieren, wird ein Burn-Mechanismus des LUNA und des UST eingerichtet, um Angebot und Nachfrage stets auszugleichen.

Es handelt sich um ein innovatives Stablecoin-Modell, aber es ist auch ein neues System, bei dem nicht alle Aspekte beherrscht werden. Dies war einer der Gründe, warum Terra in den letzten Tagen zu Fall kam.

Terraform Labs hatte jedoch einige Reserven, vor allem in Bitcoin, um das UST-Peg zu sichern, falls es Probleme geben sollte. Fast 3,5 Milliarden BTC waren verfügbar, um einen solchen Absturz zu verhindern.

Wie kam es zum Luna Crash?

Für einige, wie den Gründer von Cardano, Charles Hoskinson, war Terra einem Angriff ausgesetzt, der die inhärenten Schwachstellen seiner Funktionsweise hervorhob.

Seiner Meinung nach hat sich eine Institution 100.000 Bitcoin von der Gemini-Exchange geliehen. Anschließend hätten sie einen Großteil der BTC gegen USTs getauscht, außerhalb des Marktes (over the counter) mit Do Kwon für einen reduzierten Preis. Dieser stimmte zu, wodurch die Liquidität der UST verringert wurde.

Diese Institution hätte dann eine große Menge an BTC und UST auf dem Markt verkauft und gedumpt. Dies hätte also eine Liquidationskaskade bei insbesondere gehebelten Long-Positionen, Slippage (Preisdifferenzen) und Panikverkäufe durch die Anleger verursacht. Viele hätten ihre LUNAs verkauft und ihre USTs vor allem auf Anchor unstakered, um sie zu verkaufen.

Dieser Tweet stellt Terra also als Ponzi dar, der trotz seiner jüngsten Käufe nicht genug BTC auf Lager gehabt hätte, um einen solchen Crash zu verhindern. Keine dieser Anschuldigungen wurde überprüft und Gemini bestreitet, einen solchen Kredit gewährt zu haben. Allerdings gibt es derartige Manipulationen auf dem Kryptomarkt. Einige Beobachter glauben, dass Terra das letzte Opfer dieser Art war.

Charles Hoskinson twitterte später, dass, selbst wenn Gemini Recht gehabt hätte, Terra tatsächlich Opfer eines Angriffs geworden sei. Bisher ist es schwierig, die Wahrheit zu erfahren… Die Spekulationen gehen weiter und die nächsten Wochen werden uns sicherlich neue Erkenntnisse bringen.

Das Einzige, was derzeit sicher ist, ist, dass UST und LUNA nicht so aussehen, als würden sie sich von diesem Abstieg in die Hölle erholen. Diese Ereignisse scheinen bereits in die Geschichte des jungen Marktes für Kryptowährungen eingegangen zu sein. Sie werden mit Sicherheit einen Wendepunkt in seiner Entwicklung markieren.

TerraUSD verliert Bindung an Dollar

Ein Sturm geopolitischer Unsicherheiten, der den Aktienmarkt heute heimsucht, einschließlich der COVID-Abschaltungen in China und des andauernden Krieges zwischen Russland und der Ukraine, lassen die Kryptowährungen abstürzen.

Viele richten ihr Augenmerk auf TerraUSD, einen Coin, der relativ stabil ist und dessen Wert nur um wenige Prozente schwankt. Während andere Kryptowährungen in den letzten Tagen Abgrundtief sinken.

Was ist mit TerraUSD passiert?

Der Grund dafür ist, dass die Grundstabilität von TerraUSD in den letzten Tagen erschüttert wurde. Zuletzt wurde sie durch einen Wochenendsturz erschüttert, von dem einige glauben, dass es sich um einen Angriffsversuch handelte.

Am Wochenende kam es zu einem plötzlichen und massiven Anstieg des TerraUSD -Angebots, was dazu führte, dass der Preis des Tokens auf unter 99 Cent fiel. Das ließ den Preis des Tokens einbrechen.

Tatsächlich war es nicht das erste Mal, dass sich UST von der Dollarbindung entkoppelt hat, da es das erste Mal war, dass es seine Reserven für ein neues Angebot nutzte, um seine Stabilität zu festigen. Dazu wurden bis zu 10 Milliarden Dollar in Bitcoins gekauft, zusammen mit 200 Millionen Dollar in Avalanche-Token als zusätzliches Sicherheitsnetz.

Es wird jedoch weithin vermutet, dass der Vorfall geplant war, da Kryptowährungen im Wert von Hunderten von Millionen Dollar innerhalb weniger Augenblicke verkauft wurden, zusammen mit Abhebungen in Höhe von über 2 Milliarden Dollar von Anchor Protocol, dass im Wesentlichen eine alternative Bank für den UST-Stablecoin ist.

UST wirklich ein Stablecoin?

Einige Beobachter betrachteten den Stablecoin als Erfolg, da er nur einen Bruchteil eines Prozents an Wert verlor, bevor seine Algorithmen den Preis auf ein sicheres Niveau anhoben. Innerhalb von Stunden war der Preis innerhalb von Tagen wieder auf dem normalen Niveau.

UST geriet jedoch am Montag erneut ins Wanken und fiel auf unter 98 Cent, bevor er sich bis zum Mittag wieder erholte, was einige dazu veranlasste, die Mechanismen hinter den algorithmischen Stablecoins sowie ihre langfristigen Aussichten in Frage zu stellen. Es ist wichtig zu verstehen, dass Stablecoins eigentlich gar nicht wackeln sollten.

Bitcoin unter 30 000$

Der Kryptomarkt als Ganzes erlebt eine wahrhaft heiße Woche. Bitcoin ist bisher um 25 % gefallen und hat gestern inmitten von hektischen Verkäufen 13 % verloren. Die Marktkapitalisierung des Kryptomarktes wurde gestern um fast 200 Mrd. USD auf 1,45 Billionen USD reduziert. Der UST-Stablecoin verlor seine Bindung und goss damit Öl ins Feuer.

Wie kommt es zum Bitcoin Crash?

Institutionen kaufen Kryptowährungen in der Regel auf lange Sicht. Sie nehmen in der Regel nicht zu viel Geld in die Hand und rechnen mit Haltezeiten von 5 bis 10 Jahren.

Der durchschnittliche Kleinanleger hingegen hat Rechnungen zu bezahlen, nutzt oft Leverage und will in kurzer Zeit schnelles Geld machen. Die Art von Markt, in der wir uns befinden, ist nicht für Kleinanleger hilfreich und viele von ihnen werden liquidiert und aus der Kryptowirtschaft herausgedrängt.

Die Aufhebung der Dollarbindung der Terra UST Stablecoin war wahrscheinlich das Feuerzeug, das den gestrigen Flächenbrand entfachte. Mindestens ein Wal begann, im großen Stil zu verkaufen, was den UST Stablecoin von seiner Bindung befreite und eine Art Todesspirale in Gang setzte. Dies ließ den UST auf etwa 60 Cent fallen ließ, bevor er heute Morgen wieder zu steigen begann.

Licht am Ende des Tunnels?

Die Luna Foundation Guard war gezwungen einzugreifen und verkaufte einen großen Teil ihrer Bitcoin-Reserven, um UST zu stützen und ihn wieder an die Bindung zu bringen. Der daraus resultierende Ausverkauf von Bitcoin, um UST zurückzukaufen, hatte einen katastrophalen Dominoeffekt für den gesamten Kryptomarkt. Als der Bitcoin-Preis fiel, fiel auch alles andere.

Nach dem gestrigen Debakel ging es heute für fast alle Kryptowährungen bergauf. Bitcoin ist im Tagesverlauf um etwa 5 % gestiegen, und viele der Altcoins haben sich stark erholt.

UST bewegt sich um die 90 Cents und war sogar schon bei 95 Cents, aber der Test scheint noch nicht vorbei zu sein. Luna hat mit 30 $ einen ziemlich aussichtslosen Tiefstand erreicht.

Neuer Inflationsrekord im April – Experte erklärt Kosten überraschend hoher Inflation

Wir berichteten schon über die Kosten zu erwartender Inflation. Doch noch tückischer sind die Kosten der überraschenden Inflation. Im April ist die Inflationsrate mit 7,4 Prozent “überraschend” angestiegen. Der höchste Wert seit 1981, berichtet die Tagesschau.

Überraschende Inflation ist tückischer Dieb

Der langjährige Inflationsbeobachter und Zentralbankkritiker Prof. Thorsten Polleit unterteilt die Kosten der Inflation in zwei Bereiche: Die Kosten der zu erwartenden Inflation und wie man ihnen ausweicht, haben wir in einem vorhergehenden Artikel schon gezeigt. Und die Kosten der überraschenden Inflation und wie man Ihnen entflieht, zeigen wir jetzt.

Entwertung langfristig angelegter Gelder

Wer Geld als Kredit vergibt, wird normalerweise die Inflation in den Zins einpreisen. Bei 2 Prozent Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) sollte zum Beispiel eine Privatperson keinen Kredit unter 2 Prozent vergeben. Denn entwertet sich die Kreditforderung um 2 Prozent jährlich, muss dass mindestens durch einen Zins von 2 Prozent ausgeglichen werden, damit kein Verlust entsteht.

In Wirklichkeit müssen sogar 2,66 Prozent verdient werden. Dies damit nach Abgeltungssteuer von 25 Prozent auf die Zinsen noch 2 Prozent netto nach Steuern übrig bleiben. Soweit, so gut. Doch wenn die Inflation höher steigt als erwartet, werden auch umsichtige Investoren enteignet, die versuchten, die Inflationsrate in ihre Zinsforderungen einzureisen.

Ausweichstrategie: Finger weg von nominellen Forderung, die auf inflationierbares Geld lauten. Durch das Hochschrauben der Inflation per Gelddruckmaschine der Zentralbank kann der Staat diese entwerten.

Lieber in Gold, Bitcoin, Aktien oder Immobilien investieren, als in Staatsanleihen, Sparbücher, Bank- oder Unternehmensanleihen. Oder: Indexierte Anleihen kaufen, deren Rückzahlungswert und Zinsen an die Inflation gekoppelt sind.

Reale Lohneinbußen für Angestellte

Der normale Lohnarbeiter schaut bei der Inflation kräftig in die Röhre. Trotz Gewerkschaften und Sozialpolitikern: Kommt die Inflation überraschend, werden die Lohne nicht so schnell angehoben, wie die anderen Preise steigen.

Die Mühlen der Sozialbürokraten arbeiten langsam. Und reguläre Lohnerhöhungsrunden gibt es nur einmal im Jahr. Läuft die Inflation wie gerade jetzt aber schon vorher aus dem Ruder, entwertet sich der Lohn des Arbeiters, bevor er erhöht werden konnte.

Ausweichstrategie: Auf Lohnarbeit, die den Arbeitslohn über langfristig angelegte Verträge auf der Schlachtbank der Inflation fixiert, kann ganz verzichtet werden. Programmierer, Anwälte, Ingenieur-Sachverständige, Handwerker, Reinigungskräfte – fast jeder kann auch auf selbständiger Basis arbeiten. Die Preise für den Stundenlohn können so von heute auf morgen an die Inflation und aktuelle Marktlage angepasst werden.

Gewinnschwund durch Fehlinvestitionen

Gewinne leiden unter Inflation, weil erhöhte Produktionskosten nicht immer auf die Preise umgewälzt werden können. Zwar denken viele Unternehmen bei hohem Geldmengenwachstum durch die Kreditvergabe aus dem Nichts zu Nullzinsen der Zentralbank erst mal: Investieren ist super billig und einfach. Doch durch das viele neue Geld steigen auch die Preise.

Unternehmen kalkulierten beim Eingehen ihrer Investition jedoch noch zu den alten Preisen. Werden sie durch Preisanstiege ihrer Zulieferprodukte überrascht, rentiert sich ihre Investition nicht mehr, wenn sie diese Preise nicht auch an ihre Endkunden weitergeben können. Und das ist trotz allgemein hoher Inflation bei allgemein steigendem Preisniveau längst nicht für alle Produkte der Fall.

Denn die Konsumenten, müssen durch die höheren Preise mehr für die Produkte des täglichen Bedarfs zahlen. Für zusätzliche Luxusgüter, in deren Produktion angereizt durch Null- und Negativzinsen investiert wurde, bleibt dann kein Budget mehr. Fehlinvestitionen und Investitionsruinen resultieren.

Ausweichstrategie: Investoren können sich gerade in Zeiten turbulent verlaufender Inflation auf Investments in stabile Unternehmen am Anfang der Produktionskette konzentrieren. Das können z. B. Energie- und Lebensmittelversorger sein.

Investitionen in Firmen, die Produkte herstellen, auf die Menschen nicht verzichten können, selbst wenn alle Preise rasant steigen, sind dann der Trumpf.

Fazit: Das Geschäft der Zentralbank und des Staates mit der Inflation zerrüttet langfristige Verträge. Es benachteiligt Angestellte und sozial Schwache, deren Lohn- und Sozialforderungen sich entwerten. Es löst strukturelle Fehlinvestitionen aus, verschwendet so Ressourcen und schädigt Wohlstand und Umwelt aller.

Jeder, der der Inflation ausweicht, reduziert jedoch ihre schädlichen Effekte und trägt so als Wirtschaftsteilnehmer zur Rückkehr des Wohlstands und der sozialen Gerechtigkeit bei.

 

Besteht TerraUSD diesen Test ?

Eine 1-Milliarde-Dollar-Wette, dass Bitcoin als “Reservewährung” für die Kryptowirtschaft fungieren kann, wird bereits auf die Probe gestellt, da UST, ein umstrittener Stablecoin, damit kämpft, seine Bindung aufrechtzuerhalten.

Der Fall des UST-Kurses auf 0,99$ am Wochenende hat Befürchtungen über einen Bank-Run ausgelöst. Das könnte der Terra, dazu zwingen, einen Stapel Bitcoin im Wert von 3,5 Milliarden Dollar zur Sicherung des Tokens einzusetzen.

Bitcoin als Sicherung für TerraUSD

Jetzt sagt die Luna Foundation Guard, eine vom Schöpfer von Terra gegründete Organisation, sie werde 750 Millionen Dollar in Bitcoin an Handelsunternehmen verleihen, um den UST-Preis zu halten. Aber das hat wenig dazu beigetragen, die Bedenken der Anleger über die Auswirkungen auf Bitcoin zu zerstreuen.

UST ist ein Stablecoin, der die Funktion von Stablecoins wie Tether übernehmen soll. Er basiert auf einem Algorithmus, der den Wechselkurs des US-Dollars nachbildet, ohne Bargeld in Reserve zu halten. UST wird durch die Zerstörung eines Schwester-Tokens namens Luna mithilfe von Smart Contracts, erzeugt.

Das Terra-Protokoll verfügt auch über einen Arbitrage-Mechanismus, der es Anlegern ermöglicht, von abweichenden Preisen für einzelne Token zu profitieren. Wenn es beispielsweise eine zu große Nachfrage nach UST gibt, kann der Preis über 1 $ liegen.

Das Modell ist darauf ausgelegt, Angebot und Nachfrage nach UST auszugleichen. Wenn der UST-Preis zu hoch ist, haben die Nutzer einen Anreiz, ihre Luna in UST umzuwandeln, wodurch die Menge der Stablecoins steigt und die Menge der im Umlauf befindlichen Luna sinkt.

Wenn der UST-Preis zu niedrig ist, geschieht das Gegenteil – UST wird verbrannt und Luna wird geprägt. Theoretisch sollte dies zur Stabilisierung der Preise beitragen.

Das Problem mit TerraUSD

Es hat mehrere Fälle gegeben, in denen sich UST von seiner 1-Dollar-Bindung gelöst hat. Dies hat Bedenken hinsichtlich der Tragfähigkeit des Wirtschaftsmodells aufkommen lassen. Insbesondere in einer Situation, in der mehrere Personen gleichzeitig versuchen, ihre Token einzulösen.

Die jüngste Herausforderung kam über das Wochenende. Hunderte von Millionen UST wurden auf Anchor, der wichtigsten Kreditplattform von Terra, sowie auf Curve und Binance verkauft. Dies führte zu Behauptungen eines “koordinierten Angriffs” auf den Stablecoin.

Um Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit seines Stablecoins auszuräumen, wird geplannt, Bitcoins im Wert von bis zu 10 Milliarden US-Dollar über der Luna Foundation Guard zu erwerben. Diese Mittel würden im Falle eines drastischen Wertverlusts von UST als Rückhalt dienen.

Die LFG kaufte erst letzte Woche weitere 1,5 Milliarden Dollar in Bitcoin, wodurch sich ihre Gesamtreserven auf etwa 3,5 Milliarden Dollar erhöhten.

Krypto-Regulierung: offener Brief an EU-Politiker

Kryptowährungen bieten viele Möglichkeit. Doch diese neue Technologie birgt auch Risiken, und die Regulierungsbehörden haben Mühe, mit dem Innovationstempo Schritt zu halten. In diesem offenen Brief an die EU-Politiker wird auf die Notwendigkeit einer klaren und präzisen Krypto-Regulierung hingewiesen, um Innovationen zu fördern.

Der Tropfen der das Fass zum Überlaufen brachte

Die europäische Bitcoin-Gemeinschaft ist besorgt über die jüngsten Regulierungsdebatten im Europäischen Parlament. Die in erster Instanz verabschiedete Verordnung zum Transfer von Geldern beinhaltete ein Verbot von nicht gehosteten Wallets, was effektiv das Ende von DeFi-Diensten in der Europäischen Union bedeuten würde.

Einem Tweet der Interessengruppe Blockchain for Europe zufolge hat sich der EU-Rat im nächsten Schritt des Gesetzgebungsverfahrens zumindest gegen diesen Regelvorschlag ausgesprochen.

Das EU-Parlament und die EU-Kommission haben eine deutlich schärfere Regelung für die geplante Meldepflicht von Krypto-Transaktionen vorgestellt. Der ursprüngliche Entwurf sah eine Untergrenze von 1.000 Euro vor, ab der Transaktionsdaten erhoben werden müssen.

Im Namen von 2000 Unternehmen und Einzelpersonen

Vor allem für kleinere Bitcoin-Anbieter würde dies einen erheblichen Mehraufwand bedeuten, ganz zu schweigen von datenschutzrechtlichen Bedenken.

Aus diesem Grund hat die europäische Kryptoindustrie bereits im April damit begonnen, einen offenen Brief an die europäischen Entscheidungsträger zu schreiben, in dem sie diese auffordert, die negativen Folgen eines solchen Vorschlags zu bedenken.

Mehr als 2000 Krypto-Unternehmer und Einzelpersonen fordern einen offenen, fortlaufenden und Produktiven Dialog in dem nun veröffentlichten Brief.

Waves Crash! Jetzt nach Minus 82 Prozent wieder einsteigen?

„Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“ … so oder so ähnlich könnte man die Situation der letzten Wochen und Monate bei der Kryptowährung Waves beschreiben. Es ist gar nicht so lange her, etwa Ende März bzw. Anfang April, da gehörte Waves zu den besten Kryptowährungen am Markt. Während die Masse der Coins, wie zum Beispiel Bitcoin oder Ethereum, sich unterm Strick kaum bewegt hat oder gar deutlich ins Minus tendierte, haussierte Waves was das Zeug hält.

Waves Kursverlauf

Waves: Runter kommen sie früher oder später alle

Zeitweise erreichte die Performance im laufenden Jahr 2022 Werte von 338 Prozent. Allein im März schoss der Kurs um 234 Prozent nach oben. Trader, die genau auf diese Kryptowährung gesetzt hatten, wähnten sich im siebten Himmel und hielten sich für unverwundbar. 3-Stellige Kursnotierungen oberhalb der 100 USD Marke schienen nur noch eine Frage der Zeit … „To da Moon!“ … und noch höher!

Doch es kam anders. Ganz anders für die Hardcore-Fans von Waves. Der Kurs brach ab dem Rekordhoch, das am 31. März bei 63,69 USD erreicht wurde, massiv ein. Der April war ein Horror-Monat. Ganze 76,66 Prozent ging es hier abwärts. Es gab kaum einen positiven Handelstag. 

Trotz Crash noch immer besser als Bitcoin

Erst am 3. Mai kam der massive Abverkauf zum Stehen. An diesem Tag lag der Tagestiefstkurs allerdings bereits bei 11,83 USD. Ausgehend vom genannten Allzeithoch ist Waves damit also um mehr als 80 Prozent gefallen. Und das innerhalb von nur eines Monats!

Waves vs Bitcoin 2022

Die ganze schöne anfängliche Top-Performance seit dem Jahresbeginn ist in sich zusammengefallen. Die Kryptowährung Waves ist jetzt auch nur noch Mittelmaß. Allerdings gehobenes Mittelmaß. Denn mit einer Performance von etwa Minus 10 Prozent seit dem 1. Januar hält sich Waves dennoch deutlich besser als beispielsweise Bitcoin, der weiter über 20 Prozent seit dem Jahreswechsel verloren hat. 

Waves: Charttechnisch im Niemandsland

Aus der Sicht der Charttechnik ist Waves derzeit eher schwierig einzuschätzen. Am 4. Mai gab es mit einem Plus von 29 Prozent immerhin das größte Tagesplus seit dem 28. März. Das impliziert, dass das Gröbste jetzt vorbei sein könnte. 

Waves mit Charttechnik und RSI

Allerdings ist heute eine halbwegs konkrete Einschätzung in Sachen Richtung und Kurszielen nur sehr eingeschränkt möglich. Der RSI hat zwar am Crash-Tief mit gut 25 einen überverkauften Zustand angezeigt. Doch charttechnisch bietet das aktuelle kaum mehr Halt als die im Chart eingezeichnete Unerstützungszone zwischen ca. 13,75 und 7,50 USD. Hilfreich ist diese kaum. Sie dient nur zur groben Orientierung.

Vor diesem Hintergrund ist für alle, die bei Waves ein Schnäppchen wähnen, abwarten wohl die beste Option!