Biontech-Impfstoff soll auch in Südamerika hergestellt werden

Das Mainzer Unternehmen und sein US-Partner kündigten am Donnerstag eine Zusammenarbeit mit der brasilianischen Pharmafirma Eurofarma zur Herstellung und Auslieferung des Vakzins in Lateinamerika an. Eurofarma soll den Impfstoff von Werken in den USA beziehen und mit der Herstellung der lieferfertigen Dosen im kommenden Jahr beginnen. Bei voller Betriebsleistung soll die jährliche Produktionskapazität mehr als 100 Millionen Dosen umfassen. Diese seien ausschließlich für den lateinamerikanischen Markt bestimmt.

“Unsere neue Partnerschaft mit Eurofarma erweitert unser globales Produktions- und Liefernetzwerk um eine weitere Region und hilft uns, weiterhin einen fairen und gerechten Zugang zu unserem Covid-19-Impfstoff zu gewährleisten. Wir werden auch weiterhin Möglichkeiten wie diese prüfen und umsetzen, um sicherzustellen, dass unser Impfstoff alle Menschen, die ihn benötigen, erreicht”, erklärte Pfizer-Chef Albert Bourla. Das weltweite Netzwerk der beiden Unternehmen umfasst damit nun vier Kontinente sowie mehr als 20 Produktionsstätten.

Im Juli hatten Biontech und Pfizer eine Zusammenarbeit mit dem südafrikanischen Biotechunternehmen Biovac vereinbart, das damit der erste Partner in Afrika war. Die Herstellung dort soll auch im kommenden Jahr beginnen. In Asien soll der Impfstoff ab 2023 in einer neuen Produktionsstätte von Biontech in Singapur hergestellt werden. Bisher wird das Vakzin nur in Europa und Nordamerika produziert. “Die heutige Partnerschaft ist ein wichtiger Schritt, um den Zugang zu Impfstoffen in Lateinamerika und darüber hinaus durch ein wachsendes Produktionsnetzwerk zu erweitern”, sagte Biontech-Chef Ugur Sahin. Die beiden Unternehmen haben zugesagt, in diesem und im kommenden Jahr je eine Milliarde Impfstoffdosen für Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen bereitzustellen.

 

EU-Behörde genehmigt weitere Impfstoff-Werke für Biontech und Moderna

In den Werken können die mRNA-Mittel von Biontech und Pfizer sowie von Moderna hergestellt werden. Die Anlagen dürften unmittelbar in Betrieb gehen, eine weitere Genehmigung der EU-Kommission sei nicht nötig.

So sei am Biontech-Standort in Marburg eine neue Produktionslinie genehmigt worden. Diese werde helfen, die Produktionskapazität für den Biontech-Wirkstoff um rund 410 Millionen Dosen zu erhöhen, erklärte die EMA. Zudem darf bei Delpharm im französischen Saint Remy sur Avre nun ebenfalls der Impfstoff des Mainzer Herstellers Biontech und seines US-Partners Pfizer produziert werden. Hier gehe es um bis zu 51 Millionen Dosen.

Zudem ließ die EMA mehrere Produktionsstätten für den Moderna-Impfstoff in den USA zu. Daneben habe die Behörde bereits im vergangenen Monat die Erhöhung der Fertigung in zwei Werken unter anderem beim Schweizer Auftragsfertiger Lonza zugelassen. Durch diese Schritte könnten im dritten Quartal dieses Jahres zusätzlich 40 Millionen Impfdosen des US-Herstellers an die EU geliefert werden.

 

Investmentideen, deren Zeit jetzt gekommen ist: Airbnb, TeamViewer & BioNTech

Grob gesagt gibt es derzeit drei Aktiengruppen: Wachstumsaktien, Zykliker und Defensive. Alle drei Gruppen haben ihre Vorzüge, aber auch ihre Gefahren.

Defensive Aktien wie Versorger oder Aktien aus der Gesundheitsbranche profitieren derzeit besonders vom Negativzins. Wenn Anleger ihr Engagement reduzieren, um sich auf eventuell volatile Wochen vorzubereiten, sitzen sie plötzlich auf einem Berg von Cash, der negative Zinsen produziert – also Geld kostet. Unangenehm, oder? Da sucht man sich lieber Aktien, mit denen man die Turbulenzen aussitzen kann. Die Liste der 52-Wochenhochs aus Kapitel 02 ist da sehr hilfreich.

Doch wenn sich herausstellt, dass die Delta-Mutation zwar die Menschen schneller infiziert, aber nicht so starke Krankheitsverläufe nach sich zieht, dass die Wirtschaft erneut beeinträchtigt wird, dann könnte sich die Impfstoffrallye fortsetzen. Defensive Aktien würden dann verkauft werden, weil die anderen Aktien mehr Rendite versprechen. Wer zu stark in defensive Aktien investiert, läuft Gefahr, die nächste Rallye zu verpassen.

Zykliker sind das Gegenstück zu den defensiven Aktien. Zyklische Unternehmen stehen häufig kurz vor dem Konkurs und können kurze Zeit später, wenn die Konjunktur anzieht, das Geld in Schubkarren in den Tresor fahren. Sollte die Delta-Mutation also nicht zu neuen globalen Logistik-Problemen führen, könnten gerade diese Aktien deutlich zulegen.

Je länger sich jedoch die Ungewissheit über den Ausgang der Delta-Mutation hinzieht, desto weiter werden die Zykliker korrigieren, gegebenenfalls ziehen sie dann den DAX sogar auf 13.750 Punkte.

Bereits seit Jahresbeginn laufen die Wachstumstitel weitgehend seitwärts, oder können zumindest nicht mit den Zyklikern mithalten. Amazon notiert beispielsweise auf dem Kursniveau des Jahresbeginns. In der Zeit der Ungewissheit würde ich daher derzeit Wachstumsaktien vorziehen: Sie sind weniger volatil und auch weniger abhängig von den derzeit belastenden Faktoren.

Ich habe mir daher letzte Woche die derzeit rund 200 Titel angeschaut, die ich in meinen verschiedenen Beobachtungslisten habe. Das ist ziemlich zeitaufwendig, ohne dass Sie erfahren, welche Aktien ich alle nicht genommen habe. Dies nur als kleine Erklärung dafür, dass ich letzte Woche auf die Beantwortung von Leserfragen vollständig verzichtet habe.

Hier also ein paar meiner Favoriten:

• Airbnb
• TeamViewer
• BioNTech

AIRBNB

Das Unternehmen ist erst Ende 2020 an die Börse gegangen. der ideale Moment, dachten viele, denn Corona führte dazu, dass Reisende lieber in individuellen Unterkünften nächtigen als in Hotels mit großen Frühstückssälen und einer großen Lobby. Die Aktie sprang von 115 auf zwischenzeitlich 181 Euro, um seither wieder zurückzufallen. Aktuell steht die Aktie bei 121 Euro, die Marktkapitalisierung von 90 Mrd. USD sind für den Jahresumsatz von 5 Mrd. USD völlig überzogen, das KUV steht bei 18.

Dennoch halte ich die Aktie für interessant: Individualreisen haben noch gar nicht wieder richtig begonnen. Wer in diesem Sommer auf Reisen ging, hat sich meist in die Corona-Sicherheit eines TUI-Konzerns begeben oder ist mit dem Camper unterwegs gewesen. Je mehr wir jedoch realisieren, dass Corona uns einige Jahre begleiten wird, und gleichzeitig Geschäfts- und Urlaubsreisen anziehen, werden diese individuellen Unterkünfte gefragt sein.

Für die kommenden fünf Jahre wird ein durchschnittliches Gewinnwachstum von 100% p.a. erwartet. Der Umsatz springt derzeit gegenüber dem Lockdown-Quartal um 380% an. Doch auch für das nächste Jahr wird ein weiterer Anstieg von 30% erwartet, was ich persönlich für recht konservativ halte.

In meinen Augen ist Airbnb genau die Aktie für die Phase der Ungewissheit, in der wir uns befinden: Wie sicher schützt uns die Impfung? Wie lange brauchen wir noch die Maske in geschlossenen Räumen? Gleichzeitig fühlen sich viele Menschen durch die Impfung sicher genug, um sowohl Geschäft- als auch Privatreisen wieder aufzunehmen.

TEAMVIEWER

Im Rahmen des Lockdowns war die Aktie von 25 auf 50 Euro angesprungen. Es folgte eine Konsolidierung bis auf 37 Euro, bevor die dritte Welle im Frühjahr den Kurs erneut auf 50 Euro hievte, ohne ein neues Allzeithoch zu erzielen. Danach brach die Aktie ein, heute notiert sie wieder bei 27,30 Euro. Das KGV 22e steht bei 27, dabei wächst der Gewinn (EBITDA) mit 30%. Ich würde sagen, TeamViewer ist spottbillig.

Die Kurskapriolen führe ich auf ein falsches Verständnis zurück, dem auch ich ursprünglich erlegen bin: Warum konnte TeamViewer nicht das Zoom-Video Deutschlands werden? Doch die Antwort hatte ich schon im Frühjahr 2020 gegeben, ohne den Unterschied wirklich zu begreifen: TeamViewer ist für IT-Administratoren und nicht für Konsumenten.

Ich habe diesen Sommer die Software von TeamViewer für den Fernzugriff auf meinen zu Hause gelassenen Laptop genutzt. Erstmals seit vielen Jahren habe ich im Urlaub lediglich mein iPad dabei gehabt und konnte von Italien aus problemlos die für mich wichtigen Excel-Funktionen nutzen, die unter iOS nicht funktionieren.

Wenngleich TeamViewer also nicht in Konkurrenz zu Zoom tritt, so ist deren Angebot in meinen Augen elementar für die Zukunft unserer IT-Infrastruktur. Der Fernzugriff auf das heimische Netzwerk und auf heimische Computer wird mMn für Unternehmen immer wichtiger. Mitarbeiter im Homeoffice werden von der Unternehmens-IT mit Hilfe von TeamViewer unterstützt.

Wenn wir also auf eine Phase zulaufen, in der wir nicht genau wissen, wie stark die Delta-Mutation unseren Alltag beeinträchtigen wird, dürften viele Unternehmen ihre Anstrengungen für die Unterstützung der Home-Office Arbeitsplätze nochmals verstärken.

BIONTECH

Mit CureVac sind wir auf die Nase gefallen. Die schlechten Testergebnisse haben die Aktie des innovativen Unternehmens in den Keller gepeitscht. Unser Stop Loss sorgte dafür, dass wir zu Tiefstkursen aus der Aktie getrieben wurden, die inzwischen schon wieder um 80% gestiegen ist. Die mRNA-Technologie ist richtungsweisend für die Zukunft der Medikamentenforschung in vielen Bereichen und selbst ein Unternehmen, das sich teilweise in staatlicher Hand befindet, wird zumindest als attraktiver Übernahmekandidat für einen Pharmakonzern deutlich mehr Wert sein als der Kurs, der nach dem Ausverkauf in Folge der schlechten Testergebnisse erreicht wurde.

Ich habe mit der Empfehlung von CureVac einen Fehler gemacht: warum auf den Zweitbesten setzen, wenn der Beste auch aus unserer Heimat kommt und einen Erfolg nach dem anderen feiert? Warum also nicht gleich BioNTech?

Gut, die Aktie ist teuer: Das KUV steht bei 4, das KGV bei nur noch 9. Es wird schon an einem modifizierten mRNA-Impfstoff gearbeitet, der besser gegen die Delta-Mutation schützt. Es würde mich nicht überraschen, wenn BioNTech auch in diesem Wettrennen die Nase vorn hat.

Christian Drosten hat nun die Meinung geäußert, dass eine Auffrischungsimpfung, also eine dritte Spritze, für die wenigsten nötig sei. Lediglich Risikogruppen solle man jetzt schon eine Auffrischungsimpfung anbieten. Das nährt die Befürchtung einiger Anleger, das Impfstoffgeschäft von BioNTech könnte sich als Eintagsfliege herausstellen. Was, wenn der Umsatz im nächsten, oder spätestens im übernächsten Jahr wegbricht? Was, wenn Corona besiegt wird?

Inzwischen wissen wir aber, dass Corona nicht besiegt werden kann. Es wird keine Herdenimmunität geben und ausrotten lässt sich das Virus auch nicht mehr. Immer neue Varianten werden immer wieder angepasste Impfstoffe erforderlich machen, mit denen zumindest gefährdete Bevölkerungsgruppen geimpft werden sollten. So wie heute schon jährlich eine Impfung gegen Influenza angeboten wird.

Und wenn ich in Kapitel 02 meiner aktuellen Heibel-Ticker Ausgabe 21/33 über die rosigen Zukunftschancen in der Biotech-Branche geschrieben habe, dann betrifft das auch die weiteren Einsatzgebiete der mRNA-Technologie.

Um es kurz zu machen: BioNTech gehört in unser Portfolio.

Das sind aktuell meine drei heißen Favoriten. Ich würde zunächst mit einer spekulativen Position in XY beginnen. Die beiden anderen würde ich je nach weiterem Verlauf der Korrektur bzw. Erholung dann zu einem späteren Zeitpunkt an Bord holen.

Die genauen Details zu meinen Empfehlungen des richtigen Termins für den Einstieg und gute Kaufkurse bleiben den zahlenden Abonnenten des Heibel-Ticker PLUS vorbehalten. Bitte haben Sie Verständnis dafür. Bei mehr Interesse an den Heibel-Ticker PLUS Inhalten können Sie einzelne Ausgaben im Börsenkiosk für 5 Euro kaufen oder Sie nutzen das PLUS Schnupperabo über 6 Wochen inklusive aller PLUS-Funktionen für nur 20 Euro.

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Biontech-Aktie: Wird es zu einer Korrektur kommen?

Glatte Marken ziehen die Kurse gerne magisch an, bieten dann aber auch Widerstand. Dies kann man im Juni dieses Jahres an der 200er-Zone sehen. Die Kurse der Biontech-Aktie liefen dort heran und prallten erst einmal ab. Schlussendlich wurde dieser Widerstand durchbrochen und dient nun als gute Unterstützung.

Aus kurz- und mittelfristiger Sicht befindet sich Biontech in einem sehr starken Aufwärtstrend. Aus diesem Grund kommt es zu überkauften Situationen bei einigen Oszillatoren. Beispielsweise hat der Stochastik Indikator kürzlich ein Verkaufssignal generiert. Der Rsi befindet sich noch immer im überkaufen Bereich, könnte aber mit Schneiden der 70er-Marke ebenso ein Verkaufssignal auslösen.

Biontech-Aktie – Korrektur ja, aber nur als Zwischenerholung

Es muss aber auch dazu gesagt sein – the trend is your friend. Aus dieser Sicht heraus darf und muss mit einer Zwischenkorrektur gerechnet werden, diese stellt wahrscheinlich aber lediglich eine Kurserholung innerhalb des bestehenden Aufwärtstrends dar.

Fazit: aufgrund der durchaus bullischen Trendausrichtung sollte übergeordnet weiterhin Aufwärtsdruck für die Biontech-Aktie bestehen. Kurzfristig kann durchaus eine Korrektur erfolgen, welche allerdings lediglich eine Zwischenerholung darstellen sollte.

Widerstand: letztes Hoch – 397 EUR | glatte Marke – 400 EUR
Unterstützung: SMA38 – 230 | SMA100 – 176 | SMA200 – 132

Der Chart (D1) in EUR

Biontech-Aktie Prognose
Biontech-Aktie – fxempire.de chart

Was sagt die Trendanalyse (D1) für die Biontech-Aktie?

HighLow Indikator: Hierbei wird untersucht, ob höhere Tiefs und neue Hochpunkte entstehen. Ein Aufwärtstrend wird durch höhere Hochs und steigende Tiefpunkte gekennzeichnet. Von insgesamt 10 HighLows sind sogar 10 steigend. Insofern ist das als sehr bullisch zu bezeichnen.

Gleitende Durchschnitte: Jetzt wird geschaut, ob bei der Biontech-Aktie die GDs steigend sind. Denn steigende GDs kennzeichnen einen Aufwärtstrend. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten sind sogar 10 steigend. Das ist durchaus als sehr bullisch zu bezeichnen.

Macd Indikator: Als Letztes muss bei dem wichtigen Oszillator geprüft werden, ob die Trigger-Linie unter der Signal-Linie ist. Außerdem auch, ob sich der Macd über null befindet. Von insgesamt 10 Macd Analysen sind ganze 10 positiv. Das ist mega bullisch. Super, weiter so!

Die Auswertung der Trendanalyse

Wie fällt der Blick auf die Gesamtauswertung aus? Von 30 gemessenen Kriterien sind 30 als positiv zu bezeichnen. Das sind ganze 100 %. Der Status ist hier auf “sehr bullisch” zu setzen. Aus dieser Sicht heraus ist es angebracht, einen Einstieg in die Biontech-Aktie zu suchen, bzw. investiert zu bleiben.

 

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Mega-Umsatz für Pfizer – US-Konzern hebt Prognose für Covid-Impfstoff an

Der US-Pharmakonzern erwartet nun in diesem Jahr alleine mit dem Vakzin einen Umsatz von 33,5 Milliarden Dollar. Diese Schätzung basiere auf den derzeit unterzeichneten Lieferverträgen über rund 2,1 Milliarden Impfdosen für 2021, teilte Pfizer am Mittwoch mit. Insgesamt wollen Pfizer und sein deutscher Partner BioNTech, aus dessen Laboren der Impfstoff stammt und mit dem die Amerikaner diesen entwickelt haben, in diesem Jahr drei Milliarden Dosen herstellen. Im Mai hatte Pfizer noch einen Umsatz mit dem Vakzin von 26 Milliarden Dollar prognostiziert, BioNTech hatte zu diesem Zeitpunkt 12,4 Milliarden Euro erwartet. Seitdem haben die Partner weitere Lieferverträge abgeschlossen.

Der Impfstoff, der Ende vergangenen Jahres die weltweit erste Zulassung für Covid-19 erhalten hatte, würde damit aus dem Stand das umsatzstärkste Vakzin weltweit werden und auch die weltweit umsatzstärksten Medikamente mit Abstand übertreffen. Der Pneumokokkenimpfstoff Prevnar von Pfizer, vor Corona das umsatzstärkste Vakzin weltweit, brachte dem US-Konzern im vergangenen Jahr alleine einen Umsatz von 5,9 Milliarden Dollar – mehr als jedes andere seiner Produkte. Der US-Biotechkonzern Moderna, der seine Kapazitäten nicht so schnell ausbauen konnte, prognostiziert bislang einen Umsatz mit seinem Corona-Impfstoff von gut 19 Milliarden Dollar. Johnson & Johnson erwartet 2,5 Milliarden.

Pfizer setzte insgesamt im zweiten Quartal 19 Milliarden Dollar um, ein Plus von 92 Prozent. Ohne die Covid-Impfstofferlöse erhöhte sich der Umsatz um zehn Prozent auf gut elf Milliarden Dollar. Der Nettogewinn stieg um 59 Prozent auf 5,56 Milliarden. Pfizer erhöhte auch seine Umsatz- und Ergebnisprognose für 2021 erneut. Insgesamt erwartet der Konzern nun einen Umsatz von 78 bis 80 Milliarden Dollar und einen bereinigten Gewinn je Aktie von 3,95 bis 4,05 Dollar.

 

BioNTech verstärkt sich bei Krebstherapien – Zukauf in den USA

Von Kite Pharma, einer Tochter des amerikanischen Biotechkonzerns Gilead, übernimmt Biontech eine Produktionsstätte in Gaithersburg im US-Bundesstaat Maryland, wie die Gesellschaft am Montag mitteilte. Sie soll die bestehende Zelltherapie-Produktionsstätte in Idar-Oberstein ergänzen und die Entwicklung von Krebsarzneien in diesem Feld beschleunigen. Dafür kauft Biontech auch eine Forschungs-Plattform für TCR-Zelltherapien von Kite. Finanzielle Details wurden nicht genannt.

Biontech hatte bereits im vergangenen Jahr die US-Firma Neon Therapeutics für 67 Millionen Dollar gekauft, um seine Position bei T-Zelltherapien auszubauen. Das Mainzer Biotechunternehmen ist inzwischen vor allem für seinen Covid-19-Impfstoff bekannt, wurde aber mit dem Ziel gegründet, individualisierte Krebstherapien zu entwickeln. Die am weitesten vorangeschrittene Krebsarznei von Biontech in Zusammenarbeit mit der Roche-Tochter Genentech befindet sich in der zweiten von drei Phasen der klinischen Entwicklung.

TCR-Therapien gehören zu den Krebsimmuntherapien, die darauf abzielen, das körpereigene Abwehrsystem so zu aktivieren, dass es Krebszellen erkennen und zerstören kann. Ärzte entnehmen dem Patienten bei dieser Therapie T-Zellen des Immunsystems, verändern sie genetisch mit dem Ziel, dass sie die Krebszellen als feindlich erkennen, und verabreichen sie dem Patienten zurück. Auf diesem Gebiet forschen auch Unternehmen wie Bayer, Novartis oder Johnson & Johnson.

 

Biontech-Aktie: Ein gewaltiger Schlag!

Zirka seit Juni dieses Jahres zeigt sich eine minimale Korrekturbewegung. Diese ist im Kursbereich von etwa 200 bis 250 USD zu finden. In den jüngsten Handelstagen kommt es bei der Biontech-Aktie abermals zu einer Aufwärtsbewegung in Richtung des Allzeithochs von 253 USD. Damit bestätigt sich der bullische kurzfristige Aufwärtstrend. Aber auch mittel- und langfristig ist das Wertpapier in einem validen Bullenmarkt. Idealerweise wird es nun realisiert die 253-USD-Marke aufzulösen.

Biontech-Aktie – folgende Marke steht auf dem Kursziel-Zettel

Damit würden sofort weitere Anstiege aktiviert werden. Als Kursziel steht die 300-USD-Marke auf dem Zettel. Hierbei handelt es sich um eine glatte Marke, welche oftmals auch aus psychologischer Sicht ein interessanter Anlaufpunkt ist. Um das positive Bild für die Biontech-Aktie aufrechtzuerhalten, muss es bewerkstelligt werden, die Unterstützungszone um rund 200 USD weiterhin zu halten. Ein Absinken darunter müsste als Schwäche der Bullen ausgelegt werden. Ein weiteres kurz- und mittelfristige Abrutschen könnte die Folge werden.

Fazit: aufgrund der aufwärts gerichteten, positiven und bullischen Trendlage dürfte es weiterhin in die nördliche Richtung gehen können. Die 200-USD-Marke muss verteidigt und die 253-USD-Marke erobert werden.

Der Chart (D1) von der Biontech-Aktie in USD

Biontech-Aktie Prognose
Biontech-Aktie – fxempire.de chart

Hier die Trendanalyse für die Biontech-Aktie

HighLow Indikator: Nun wird noch geprüft, ob bei der Biontech-Aktie höhere Tiefs und neue Hochpunkte entstehen. Tief- und Hochpunkte die steigend sind kennzeichnen einen Aufwärtstrend. Von insgesamt 10 HighLows sind nur die Hälfte steigend. Das geht aber wirklich besser. Die Bullen müssen Gas geben.

Macd Indikator: An dieser Stelle wird bei dem Oszillator von Biontech untersucht, ob die Signal-Linie über der Trigger-Linie ist. Zusätzlich auch, ob der Macd über null notiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen sind 7 positiv. Insofern ist das als bullisch zu bezeichnen.

Gleitende Durchschnitte: Es wird als Letztes noch analysiert, ob bei der Biontech-Aktie die GDs steigend sind. Denn steigende GDs machen einen Aufwärtstrend aus. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten sind sogar 9 steigend. Das ist durchaus als sehr bullisch zu bezeichnen.

Die Auswertung für die Biontech-Aktie

Jetzt widmen wir uns der Gesamtauswertung. Alles zusammen sind es 30 Kriterien, davon sind 21 als positiv zu bezeichnen. Das sind immerhin 70 %. Deshalb kann der Status hier auf “bullisch” gesetzt werden. So gesehen ist es durchaus nützlich, einen Einstieg in die Biontech-Aktie zu suchen, bzw. investiert zu bleiben.

 

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BioNTech-Aktie: Auf zu neuen Höhen!

Damit konnte die BioNTech-Aktie in etwa 100 % in wenigen Monaten dazugewinnen. Aktuell zeigt sich seit dem 7. Juni eine Kurs-Konsolidierung. Aus heutiger Sicht scheint diese als Trendbestätigungs-Formation, nämlich als Bullenflagge, aufzutreten. Um die Bullenflagge zu bestätigen, muss es gelingen die Oberkante der Formation zu durchbrechen.

BioNTech-Aktie – 300 US-Dollar?

Mit einem Tagesschlusskurs von zum Beispiel 228 US-Dollar wäre dies bewerkstelligt. Dann wird es voraussichtlich auf neue Höhen gehen können. Als erstes Kursziel steht dann das Junihoch von 253 US-Dollar im Fokus. Aber auch Preise von glatten 300 US-Dollar Marke wären absolut nicht auszuschließen.

Wichtig ist es nun den Kurs der BioNTech-Aktie oberhalb des letzten kleinen Tiefs von 194 US-Dollar zu halten. Unterhalb würde die Chart-Situation aus kurzfristiger Sicht etwas eintrüben. Mittel- und langfristig besteht ein Bullenmarkt. Solange der GD200 überstiegen bleibt, wird sich das auch nicht ändern.

Fazit: aufgrund der übergeordneten starken Trend-Situation dürfte sich ein Ausbruch zur Oberseite ergeben können. Die bärische Variante steht an dieser Stelle weniger im Fokus.

Der Chart von BioNTech in USD

BioNTech-Aktie Prognose
BioNTech-Aktie – fxempire.de chart

Jetzt eine Trendanalyse für die BioNTech-Aktie

Gleitende Durchschnitte: Hierbei wird analysiert, ob bei der BioNTech-Aktie die GDs steigend sind. Ein Aufwärtstrend wird durch steigende GDs gekennzeichnet. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten sind sogar 10 steigend. Das ist durchaus als sehr bullisch zu bezeichnen.

Macd Indikator: Bei dem beliebten Oszillator von BioNTech wird nun analysiert, ob die Trigger-Linie unter der Signal-Linie ist. Auch wird geschaut, ob der Macd über null tendiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen ist nur die Hälfte positiv. Das überzeugt nicht besonders. Da muss mehr kommen!

HighLow Indikator: Als Letztes wird geschaut, ob bei der BioNTech-Aktie höhere Tiefs und neue Hochpunkte entstehen. Denn höhere Hochs und steigende Tiefpunkte kennzeichnen einen Aufwärtstrend. Von insgesamt 10 HighLows sind sogar 10 steigend. Insofern ist das als sehr bullisch zu bezeichnen.

Die Auswertung für die BioNTech-Aktie:

Kommen wir jetzt zur Gesamtauswertung. Von zusammengefasst 30 Bewertungskriterien, sind 25 als positiv zu bezeichnen. Das sind ganze 83,33 %. Der Status ist hier auf “sehr bullisch” zu setzen. Aus dieser Sicht heraus ist es angebracht, einen Einstieg in die BioNTech-Aktie zu suchen, bzw. investiert zu bleiben.

 

Disclaimer: Trotz sorgfältiger Analyse kann keine Gewähr für Inhalt, Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen. Die bereitgestellten Informationen stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder derivativen Finanzprodukten dar. Der Autor übernimmt keine Haftung für auf dieser Website zur Verfügung gestellten Handelstechniken, Analysen und Tradingideen. Der Autor kann in den besprochenen Wertpapieren, bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung investiert sein.

Europas Börsen bleiben trotz Corona-Sorgen auf Erholungskurs

Die rasche Verbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus dämpfte die Kauflaune der Anleger allerdings etwas. Der Dax stieg am Freitagnachmittag um 0,9 Prozent auf 15.557 Punkte, der EuroStoxx50 kletterte um 1,3 Prozent auf 4042 Zähler. Auch an der Wall Street ging es vorbörslich bergauf. “Es gibt noch immer eine größere Zahl an Investoren, die die Rally unterinvestiert beobachtet haben oder die an der Seitenlinie auf günstigere Einstiegskurse warten”, sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners.

Auf Wochensicht lagen die europäischen Indizes allerdings im Minus. “Offenbar setzt sich langsam die Erkenntnis durch, dass Impfprogramme allein nicht ausreichen, um die Wirtschaft zu ihrer Normalität vor Corona zurückzubringen”, sagte Anlagestratege Jim Reid von der Deutschen Bank. Dennoch sind Impfstoff-Hersteller für die Börsen weiterhin Zugpferde: Investoren griffen am Freitag zu den Titeln von BioNTech, die sich um mehr als vier Prozent verteuerten. Die Biotechfirma und ihr US-Partner Pfizer wollen in den USA, der EU und anderen Ländern die Zulassung für eine Auffrischungsimpfung gegen den Erreger Covid-19 beantragen. Erste Testergebnisse deuteten darauf hin, dass bei einer Auffrischung die Bildung von Antikörpern fünf- bis zehn Mal stärker sei als ohne.

REISEWERTE IM AUFWIND

Gefragt waren europaweit auch Reise- und Tourismuswerte. Deren europäischer Branchenindex gewann 1,6 Prozent, nachdem Großbritannien die Lockerung seiner Einreise-Bestimmungen angekündigt hatte. Das Land will die Quarantäne-Pflicht für vollständig Geimpfte kippen. Dies gab vor allem britischen Fluggesellschaften Auftrieb. EasyJet und die British-Airways-Mutter IAG gewannen jeweils rund zwei Prozent. Der irische Billig-Flieger Ryanair rückte 1,2 Prozent vor. Ein rund 50-prozentiger Anstieg der Auslieferungen bescherte Airbus den größten Kurssprung seit sechs Wochen. Die Aktien des Flugzeugbauers stiegen in Paris um 4,6 Prozent auf 114,02 Euro.

Aktien der dänischen Reederei Moeller Maersk fielen in der Spitze um 3,9 Prozent auf ein Fünf-Wochen-Tief. US-Präsident Joe Biden will bestehende Monopole im Transportsektor aufbrechen und den Wettbewerb auf dem Wasser und der Schiene verbessern. Hierzu sollen Betreiber unter anderem gezwungen werden, ihre Schienennetze für Konkurrenten zu öffnen.

ÖLPREISE STEIGEN – ANGEBOTSENGPASS BEFÜRCHTET

Spekulationen auf einen Angebotsengpass trieben den Ölpreis. Die Sorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um ein Prozent auf 74,82 Dollar je Barrel. “Der Rückgang der US-Lagerbestände untermauert die Einschätzung, dass die dortige Nachfrage mit Beginn der Sommer-Reisesaison anzieht”, sagt Hiroyuki Kikukawa, Chef-Analyst des Brokerhauses Nissan Securities. Gleichzeitig stagniere die Produktion der US-Schieferölförderer. Das mache Investoren trotz des Streits bei der Opec+ um die Förderquoten optimistisch.

 

Corona-Impfstoff lässt bei Pfizer die Kassen klingeln

Der US-Pharmakonzern hob sein Jahres-Umsatzziel für das zusammen mit dem Mainzer Biotechunternehmen BioNTech entwickelte Covid-19-Vakzin auf 26 Milliarden Dollar an von zuvor 15 Milliarden, wie der US-Pharma-Konzern am Dienstag mitteilte. Dabei geht das Management davon aus, dass in diesem Jahr 1,6 Milliarden Impfdosen ausgegeben werden. Insgesamt soll der Konzernumsatz 2021 auf 70,5 bis 72,5 Milliarden Dollar in die Höhe schnellen. Anfang des Jahres hatte Pfizer noch erwartet, bis zu 61,4 Milliarden Umsatz zu erreichen – was auch schon ein Zuwachs von 47 Prozent gewesen wäre. Bei den Anlegern kamen die positiven Aussichten gut an: Die Aktien legten vorbörslich um 1,5 Prozent zu.

UMSATZ- UND GEWINNSPRUNG IM ERSTEN QUARTAL

Im ersten Quartal 2021 stiegen die Erlöse und das Nettoergebnis im Konzern um 45 Prozent auf 14,6 Milliarden Dollar beziehungsweise 4,9 Milliarden. Allein mit dem COVID-Vakzin verbuchte Pfizer einen Umsatz von 3,5 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 3,28 Milliarden.

Pfizer-Chef Albert Bourla rechnet mit anhaltenden Einnahmen aus dem Vakzin. “Basierend auf dem, was wir derzeit beobachten, glauben wir, dass die Nachfrage nach dem COVID-19-Impfstoff dauerhaft sein wird wie bei den Grippeimpfstoffen”, sagte er.

Das Vakzin, das für volle Wirksamkeit zwei Mal verimpft werden muss, hat in Studien eine Wirksamkeit von mehr als 90 Prozent erreicht. Das wäre mit den Impfstoffen von Moderna vergleichbar und höher als die von AstraZeneca und Johnson & Johnson.

Moderna hat für 2021 einen Umsatz von 18,4 Milliarden Dollar mit seinem COVID-19-Impfstoff prognostiziert.

Pfizer hatte im Frühjahr 2020 eine Partnerschaft mit BioNTech über die Entwicklung und Vermarktung des Covid-19-Impfstoff des deutschen Unternehmens außerhalb Chinas vereinbart. Ein Glücksgriff für Pfizer: Es wurde das weltweit erste erfolgreich zugelassene Vakzin gegen Covid-19 mit Notfallgenehmigungen in Großbritannien Anfang Dezember, gefolgt von den USA und der EU noch vor Weihnachten. Kosten und Bruttogewinn aus dem Impfstoff werden zwischen Pfizer und BioNTech zu 50 Prozent aufgeteilt.