Krypto-Seminar vom Verband der Auslandsbanken

Verband der Auslandsbanken gibt Krypto-Seminar

Der Verband der Auslandsbanken in Deutschland e. V. veranstaltet am 12. April von 9:00 bis 14:00 Uhr ein Online-Seminar zum Thema „Krypto, Blockchain, Token – Digitalisierung im Bankensektor“.

Agenda: Digitalisierter Finanzmarkt bis rechtliche Bedingungen

Die Agenda der Veranstaltung umfasst folgende vier Punkte:

  • Überblick: Treiber und Tendenzen eines digitalisierten Finanzmarktes
    Dr. Christian Storck und Dr. Florian Reul | Linklaters LLP
  • Use-Case: Die Emission eines Kryptowertpapiers nach dem eWpG – Darstellung der rechtlichen, technischen und prozessualen Anforderungen am Beispiel des ersten Kryptowertpapiers in Deutschland
    Eric Romba | Osborne Clark
    Daniel Maier | Chartered Investment Germany GmbH/e-Sec GmbH
    Markus Kluge und Moritz Stumpf | TokenForge GmbH
  • DLT-basierte Fondsabwicklung – Digitale Zukunft der (globalen) Fondsindustrie
    Volker Braunberger | INTAS.tech GmbH/Funds On Chain GmbH
  • Krypto-Fonds(-Anteile) – Rechtliche Rahmenbedingungen für Kryptoinvestments und DLT-basierte Fondsanteile
    Dr. Nick Wittek | Jones Day

Anmeldung bis 10. April möglich

Eine Anmeldung ist unter https://www.vab.de/event/online-seminar-krypto-blockchain-token-digitalisierung-im-bankensektor-am-12-april-2022/ noch bis zum 10. April möglich. Auch nähere Information zur Veranstaltung sind unter diesem Link zu finden. Die Teilnahmegebühr beträgt für Mitglieder des Verbands 320 Euro und für Nicht-Mitglieder 420 Euro.

Interessant für Entscheider im Finanzwesen

Interessant ist das Seminar vor allem für Entscheidungsträger im Bank- und Finanzwesen, die selbst blockchain-basierte Investment-Produkte anbieten oder Dienstleistungen dazu erbringen wollen. Aber auch für potenzielle Investoren, die sich frühzeitig ein Bild über künftige Trends machen wollen, scheint das Seminar spannend.

 

Gericht – Bad Bank der WestLB muss für Cum-Ex-Steuerschulden geradestehen

Das Landgericht Frankfurt gab am Mittwoch einer entsprechenden Klage der ebenfalls aus der WestLB-Erbmasse hervorgegangenen Portigon statt, wie das Gericht mitteilte. Die Erste Abwicklungsanstalt (EAA) habe für die Steuerschulden einzustehen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig (Aktenzeichen 2-27 O 328/20). Es kann binnen eines Monats mit der Berufung beim Oberlandesgericht Frankfurt am Main angefochten werden. Von der EAA war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Die WestLB war 2012 nach einer langen Kette von Skandalen, Fehlspekulationen und Rangeleien um öffentliche Garantien und Finanzspritzen auf Druck der EU-Kommission aus der Bankenlandschaft der Bundesrepublik verschwunden. Aus dem einstigen Flaggschiff der Landesbanken gingen Portigon und die EAA hervor. Während Portigon dem Land NRW und der landeseigenen Förderbank NRW.BANK gehören, sind an der EAA neben dem Land auch die beiden nordrhein-westfälischen Sparkassenverbände beteiligt. Die EAA hatte milliardenschwere Vermögenswerte und Verpflichtungen der ehemaligen WestLB übernommen. Bei der Abwicklung soll sie insbesondere drohende Verluste für die öffentlichen Haushalte möglichst vermeiden. Im Halbjahr belief sich ihr Eigenkapital auf noch knapp 690 Millionen Euro.

 

Gläubiger fordern rund vier Milliarden von insolventer Greensill Bank

Der größte Teil dabei entfällt nach Angaben eines Sprechers von Insolvenzverwalter Michael Frege auf den Einlagensicherungsfonds der privaten Banken, der die Privatanleger bereits mit rund drei Milliarden Euro entschädigt hat. Dazu kommen zahlreiche Kommunen, die ihr Geld bei dem Geldhaus angelegt haben. Insolvenzverwalter Michael Frege sagte dem Sprecher zufolge am Dienstag bei der Gläubigerversammlung, er gehe davon aus, dass ein großer Teil des Geldes eingetrieben werden könne.

Die Greensill Bank wurde Anfang März von der Finanzaufsicht BaFin geschlossen und ging wenige Tage später insolvent. Das Geldhaus war bis zu seiner Pleite weitgehend unbekannt. Es warb über Online-Plattformen mit vergleichsweise hohen Zinsen um Einlagen, mit denen die britisch-australische Mutter Greensill Capital Fondsgeschäfte refinanzierte. Auch die Mutter meldete Insolvenz an.

 

Aareal Bank bestätigt nach Gewinnsprung die Jahresprognose

Das Betriebsergebnis verdreifachte sich auf 32 Millionen Euro, wie das Institut aus Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Maßgeblich dafür waren höhere Erträge und eine deutlich gesunkene Risikovorsorge für faule Kredite. “Der starke Jahresauftakt zeigt, dass wir die richtigen strategischen Prioritäten gesetzt haben”, sagte Finanzchef Marc Heß. Die Aareal Bank ist auf Darlehen für Büros, Einkaufszentren und Hotels fokussiert – Bereiche, die durch die Corona-Pandemie zum Teil massiv in Mitleidenschaft gezogen worden sind.

In Folge eines gewachsenen Kreditportolios im Kerngeschäft der Strukturierten Immobilienfinanzierung erhöhte sich der Zinsüberschuss um zwölf Prozent auf 138 Millionen Euro. Das Provisionsergebnis legte um 3,5 Prozent auf 59 Millionen Euro zu. Gleichzeitig sank die Risikovorsorge um 88 Prozent auf sieben Millionen Euro. Unter dem Strich stand damit ein Gewinn von 16 Millionen Euro, nach zwei Millionen Euro im Jahr zuvor.

Heß bestätigte die Prognose für 2021: Das Betriebsergebnis soll in einer Spanne von 100 bis 175 Millionen Euro liegen, nach einem Verlust von 75 Millionen Euro im vergangenen Jahr. 2023 will die Bank ein Ergebnis in der Größenordnung von 300 Millionen Euro erwirtschaften. Die Aktionäre sollen wie geplant für 2020 eine Dividende von insgesamt 1,50 Euro je Aktie erhalten.

 

Steuergesetz soll Banken in Italien Fusionen erleichtern

Es sei geplant, Steuervorteile bei Zusammenschlüssen von Instituten und beim Abbau von risikobehafteten Krediten bis Mitte 2022 zu verlängern, heißt es in einer Gesetzesvorlage, die der Nachrichtenagentur Reuters vorlag. Die Steuervorteile waren im Dezember ausgelaufen. Damit könnte es für Unicredit leichter werden, die krisengeschüttelte Rivalin Monte dei Paschi zu übernehmen. Die Gespräche darüber waren zuletzt wegen des Chefwechsels bei Unicredit ins Stocken geraten.

Eine Übernahme von Monte Paschi durch Unicredit ist der von der italienischen Regierung favorisierte Weg, um bei Monte Paschi auszusteigen. Sie hatte das Institut mit Milliarden gestützt, weil es unter einer Last fauler Kredite beinahe zusammengebrochen war. Ex-Unicredit-Chef Jean Pierre Mustier hatte sich gegen eine Übernahme gestemmt, sein Nachfolger Andrea Orcel ist nach Darstellung von Insidern offen dafür.

Das neue Steuergesetz würde Unicredit einen Vorteil von 3,4 Milliarden Euro bringen, wenn es mit der Monte-Paschi-Übernahme klappe, rechnete Analyst Andrea Lisi vom Broker Equita vor. Sollte es zu einem Zusammenschluss von Unicredit und Banco BPM kommen, wäre die Ersparnis noch höher.

Dank der Steuererleichterungen konnten die Banken in Italien alleine im vergangenen Jahr 33 Milliarden Euro an faulen Krediten loswerden, wie eine Untersuchung der italienischen Notenbank zeigt. Einem Insider zufolge will die Regierung die Gesetzesvorlage am Freitag erörtern.

 

Synlab bei Börsengang mit vier Milliarden Euro bewertet

Die Aktien werden am Dienstagabend nach Angaben der begleitenden Investmentbanken aller Voraussicht nach zu 18 Euro zugeteilt – am unteren Ende der Preisspanne. Damit würde die Emission maximal noch 772 Millionen Euro schwer. Investoren zweifeln daran, ob Synlab das Umsatz- und Ertragsniveau nach der Corona-Pandemie halten kann, die dem Münchner Konzern eine Sonderkonjunktur beschert hat. Angesichts der Zurückhaltung der Aktienkäufer haben die Alteigentümer um den Finanzinvestor Cinven die Zahl der Aktien reduziert, die sie im Zuge des Börsengangs verkaufen.

Sie hoffen, dass der Kurs nach der Erstnotiz am Freitag (30. April) anzieht und sie nach Ablauf der Haltefrist von 180 Tagen weitere Aktien zu höheren Preisen auf den Markt werfen können. Der Streubesitz wird zunächst nur bei 19 Prozent liegen. Der Erlös, der Synlab selbst zufließt, ist von dem niedrigeren Preis unberührt. Das Unternehmen gibt so viele neue Aktien aus, dass 400 Millionen Euro in die Firmenkasse kommen. Synlab will mit dem Geld einen Teil seiner knapp zwei Milliarden Euro Schulden tilgen, hat aber auch für weitere Zukäufe 200 Millionen Euro im Jahr reserviert.

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Synlab allein mit Tests auf das Corona-Virus 620 Millionen Euro. Das trieb den Umsatz um 38 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro und den operativen Gewinn um mehr als zwei Drittel in die Höhe. 2021 peilt das Unternehmen ein Umsatzplus von 17 Prozent auf mehr als drei Milliarden Euro an. Knapp die Hälfte des geplanten Zuwachses hänge immer noch mit der Corona-Pandemie zusammen. “Der Bedarf nach Tests und hygienischen Artikeln sollte in den kommenden Monaten anhalten und spielt der Firmenstrategie damit perfekt in die Karten”, sagte Marktanalyst Konstantin Oldenburger von CMC Markets. Am unteren Ende der Spanne könnte die Aktie ein “interessantes Anlageobjekt” sein.

Cinven hatte Synlab vor sechs Jahren für 1,7 Milliarden Euro vom Finanzinvestor BC Partners gekauft. Durch die Fusion mit dem französischen Konkurrenten Labco[LABCO.PA] wurde der Konzern zum größten europäischen Laborbetreiber mit jährlich mehr als 500 Millionen Tests. Organisiert wird der Börsengang von Synlab von den US-Investmentbanken Goldman Sachs und JP Morgan.

 

Magazin – Hella-Eigentümerfamilie prüft Anteilsverkauf

Die Industriellenfamilie Hueck, die zusammen mit der Familie Röpke 60 Prozent an dem mit fünf Milliarden Euro bewerteten MDax-Konzern hält, habe die Investmentbank Rothschild beauftragt, den Käufermarkt zu sondieren, berichtete das “Manager Magazin” am Dienstag unter Berufung auf mehrere Beteiligte. Demnach sollen Käufer und mögliche Investoren angesprochen und um Angebote gebeten werden. Der Prozess stehe noch am Anfang und könnte auch scheitern, hieß es dem Bericht zufolge in Finanzkreisen. Hella wollte den Medienbericht nicht kommentieren.

Anleger griffen derweil zu. Die Aktie schnellte zeitweise um über elf Prozent auf 50,90 Euro in die Höhe. Die Analysten von Jefferies kommentierten, am Ende könnte auch den außenstehenden Anteilseignern ein Übernahmeangebot winken und die Firma könnte von der Börse genommen werden. Die Anteile der Gesellschafterfamilie sind allerdings noch mindestens bis 2024 durch eine Poolvereinbarung gebunden.

Der 1899 gegründete Autozulieferer, der seinerzeit mit Ball-Hupen und mit Kerzen- und Petroleumlampen für Kutschen startete, war im Herbst 2014 an die Börse gegangen.

Hella hatte im Corona-Jahr 2020 nach einem Verlust ein Restrukturierungsprogamm aufgelegt, das auch den Abbau von über 1000 Stellen vorsieht. Der Scheinwerferspezialist konnte so dank der Kostensenkungen zuletzt einen Gewinnanstieg verbuchen.

Firmenchef Rolf Breidenbach, dessen Vertrag bis 2024 läuft, treiben trotz der spürbaren Markterholung Lieferengpässe um. “Die hohe Nachfrage etwa nach Mikrochips sorgt für Knappheit bei Elektrobauteilen”, hatte er im Januar erklärt. Er bekräftigte zwar seine Jahresziele, räumte aber ein, dass die Engpässe die Produktion beeinträchtigen könnten und die Auswirkungen derzeit nicht kalkulierbar seien. Insgesamt erwartet er eine langsame Erholung des Automobilmarktes.