Goldman Sachs & Bridgewater: Auf anständig machen, kurz vor der Implosion

Von Tugendschau zur taffen Eliteansage

Seit einigen Jahren ist zu beobachten, wie in praktisch allen Bereichen – von ethnischen Spannungen bis zur Impfakzeptanz – gerne Tugendhaftigkeit zur Schau getragen wird, die zugegebenermaßen fragwürdig ist.

Ich denke dabei auch an Hollywoods edelste Vertreter, welche John Lennon singen oder aber an Howard Stern und Arnold Schwarzenegger, die frömmelnd die Ungeimpften kriminalisieren.

Mit anzusehen, wie Menschen, die völlig fremd in der Materie sind, Kenntnis und Urteilsvermögen vortäuschen, mag auf viele von uns komisch wirken, doch leider ist es auch sehr tragisch.

Wer sich hingegen mit aufgeblähten Risikoanlagen, bedrängten Zentralbanken, fatalen Schuldenständen und Führungsinkompetenz beschäftigt, dem dürfte das plötzlich vermehrt aufkommende Gezeter von Stinktieren, die der heimischen Finanzelite entstammen, bald ebenso tragikomisch vorkommen.

Angsthasenspiel: Wie Bank-Falken mit dem Märkten spielen

Seit über einem Jahr warnen wir davor, dass die deutlich artikulierte Bereitschaft der Fed zur „Bilanzsummenstraffung“ einerseits sowie deutlich „telegrafierten“ Zinserhöhungen andererseits nichts Gutes ahnen lässt für die schuldengetränkten Wertpapiermärkte, deren Überleben allein noch am Niedrigzins/ billigen Finanzierungskosten hängt.

Kurz: Wenn uns die US-Notenbank mit ihrer Niedrigzinspolitik die aktuelle Everything-Bubble beschert hat, dann wird eine strenge, zinstreibende Zentralbank diese Bubble auch wieder verschwinden lassen.

Solchen Selbstverständlichkeiten zum Trotz ließen sich einige Experten dazu hinreißen, in letzter Minute selbst ein paar aufgeplusterte, taffe Ansagen beizusteuern – im Angsthasenspiel zwischen einer Zentralbank und einen zentralisierten Markt.

Danke für nichts Goldman Sachs

Härte und Mut markierend zeigte sich nun der Präsident der Goldman Sachs Group, Inc., John Waldron, offen kritisch gegenüber der Unabhängigkeit der Fed sowie steigender Inflationsquoten.

Er erklärte dahingehend kürzlich, „man müsse wohl Paul Volcker zurückholen“, um die allgemeinen Entwicklungen durch Zinserhöhungen abzufangen und die dringend benötigte Disziplin in unsere überhitzten Märkte zu bringen.

Das ist ja mal ‘ne Ansage.

Waldron – Sprachrohr einer Bank, die offenkundig mit staatlichen Rettungspakten aber auch rekordbrechender Marktblasenbildung in Verbindung steht – meinte zudem noch, dass die Federal Reserve besser mit gerechter und stetiger Hand geführt werden sollte, „die nicht darauf schaut, was an den Märkten passiert.“

Womöglich hat Waldron ganz vergessen, dass auch Goldman Sachs in der Zeit um 2006 keine wirklich „gerechte und stetige Führungshand“ im ABS/CDS-Desaster bewiesen hatte.

Nun ja, solche Ironien des Schicksals gibt es hier wirklich zuhauf…

Eine so deutliche Ansage ist schon ein ziemlich dickes Ding! Gerade wenn sie von einem Banker kommt, der weiß (und stets wusste), dass das geheime aber doch hauptsächliche Fed-Mandat immer schon die Stützung eines ansonsten zum Scheitern manipulieren Marktes gewesen ist – einschließlich aller Too-Big-To-Fail-Banken, wie der seinen. Man frage nur den ehemaligen US-Finanzminister – zuvor Goldman-CIO – Hank Paulson oder aber den ehemaligen FED-Chef und späteren Marktmacher (-magier) Ben Bernanke.

Waldron weiß aber auch, dass die parabolischen Zuwächse an den Aktienmärkten nach März 2020 direkt korreliert sind mit einer Verdoppelung der Fed-Bilanzsumme auf über 9 Billionen $ innerhalb von nur 2 Jahren; ein Schachzug, den andere Zentralbanken kopierten…

Erstaunlicherweise kritisiert Waldron die Federal Reserve trotzdem öffentlich dafür, dass es ihr seit 40 Jahren an Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit fehle. Keine schockierend neue Einsicht für alle, die die offene Beziehung zwischen der Fed und der völlig von der Fed abhängigen US-Regierung im Blick haben.

Urplötzlich meint Waldron, als sei er gerade aus einem 40-jährigen Dornröschenschlaf erwacht, dass es die Fed jetzt mit dem Gelddrucken zu weit getrieben habe (siehe oben) … ?

Zu Wenig, Zu Spät

Wenn Waldon jetzt Mut markiert, wie ein Soldat, der sich erst nach Kriegsende freiwillig einziehen lässt, dann ist das zu wenig, und es kommt auch zu spät.

Sie haben ja Recht Mr. Waldron, die Bilanz der US-Notenbank ist ein beschämendes Armutszeugnis, allerdings nicht erst seit gestern… .

Jede signifikante Reduzierung der US-Staatanleiheankäufe würde auch einen signifikanten Rückgang der Anleihepreise bewirken und somit zu einem signifikanten Anstieg der Anleiheerträge als auch Zinssätze führen.

Wir wissen zumindest (außer vielleicht Mr. Waldron, wie es scheint): Für einen Weltmarkt, der sich aus dem größten Schuldenberg der Geschichte speist, wirken Zinserhöhungen vom Typ „Volcker“ wie im Wasser auftauchende Haiflossen. Bequemerweise blieb dieser Schuldenberg, mit all seinen fatalen Konsequenzen, im öffentlichen Aufschrei Waldrons unerwähnt.

Sobald es zu teuer wird, diese (Staats-, Unternehmens- und Privat-) Schulden zu bedienen, implodiert das gesamte System. Punkt. Und Ende.

Und implodieren wird es.

Also, Mr. Waldron: Warum vergaßen Sie, diesen „fun fact“ in Ihrem jüngsten „Aufreger“ auf Bloomberg zu erwähnen?

Danke für Nichts, Mr. Waldron

Man braucht es eigentlich nicht erwähnen: Je größer die Blase, desto größer, danach beim Platzen, der „Krach“. Und in diesem Kontext ist Goldman, zusammen mit der Fed, ein zwangloser Partner beim Entstehen der größte Risikoanlagenblase gewesen, die es in der Geschichte der modernen Kapitalmärkte je gegeben hat (siehe unten). Kurz: Danke für nichts, Mr. Waldron.

Wenn Waldron jetzt die Alarmglocken läutet, dann riecht das stark nach einem unkaschierten (und auch scheinheiligen) Versuch, sich und seine Bank für einen späteren „Ich-hab’s-doch-gesagt“-Moment zu positionieren (wobei schon jetzt die Tugendhaftigkeit des frühen Mahners markiert wird?). Fast schon so dreist wie Larry Summers, der damals vor Schulden warnte, obwohl er eben noch die Derivatemärke dereguliert hatte, welche dann 2008 die Märkte zur Hölle fahren ließen.

Oder, wie schon an anderer Stelle geschrieben: Experten ist eben nicht immer zu trauen.

Dem mutigen Taper-Talk und kühnen Fed-Attacken zum Trotz erwähnt Waldron an keiner Stelle (wirklich an keiner!) die regelrecht astronomischen Verschuldungsstände in den USA und weltweit.

Leute wie Waldron (aber selbst Genies wie Jeremy Grantham) übersehen immer wieder diesen (nationalen, fiskalischen als auch globalen) Elefant im Zimmer; denn sobald der Schuldenmarkt unter seinem Eigengewicht (und unter den steigenden Zinssätzen im Tapering-Szenario) zusammenbricht, werden Wertpapiermärkte, Währungen und folglich Ökonomien überall auf der Welt in eine Abwärtsspirale gezogen.

Und welche Tugenden werden Banken wie Goldman dann vorschützen?

In der Zwischenzeit, und im ständigen Kampf gegen das anstehende Ausbluten, wird man womöglich massenhaft neues Fiat-Computergeld herbeiklicken, um das eigentlich unrettbare und Fed-erzeugte Schuldenmonster weiter zu schützen.

Natürlich wirken solche „Dauernotfallmaßnahmen“ tödlich für die Kaufkraft von Währungen, wahrscheinlich werden sie auch der Auslöser des gar-nicht-so-geheimen „Bretton Woods 2.0-Resets“ sein, den der IWF schon 2020! deutlich durchscheinen ließ.

Mehr markierte Strenge: Bridgewater mischt mit

Unterdessen werden auch bei Bridgewater harte Schwinger in Richtung Fed ausgeteilt. Hier übernimmt Greg Jensen, der – nachdem er jahrelang die beschämend grotesken, unnatürlichen und beispiellosen Auswüchse im S&P, DOW und NASDAQ beobachte (und auch nutzte) – ganz plötzlich eingesteht, dass die Zeit jetzt reif sei für strenge Fed-Politik und auch für Härte mit den Märkten.

Auch das ist ein ganz schön dickes Ding… und es kommt ebenfalls zu spät, Mr. Jensen.

Schauen Sie sich nur das Ausmaß dieser Aktienmarktblase an, an der sich Banken wie Goldman und Fonds wie Bridgewater seit mehr als 10 Jahren im Umfeld exzessiver Fed-Geldpolitik ungeniert labten:

Leute, wenn der Chart kein Beweis für die Existenz einer fatalen und Fed-erzeugten Megablase ist, dann weiß ich auch nicht…

Historische Persönlichkeiten von David Hume bis Ludwig von Mises (ganz zu schweigen von Thomas Jefferson oder Andrew Jackson) hatten davor gewarnt, und die Geschichte – vom Alten Rom über das Frankreich der 1790er bis hin zu Bear Stearns 2008 – hat es bestätigt: Je größer die schuldeninduzierte Party, desto tödlicher der Kater.

Jensen zumindest prognostiziert einen Kater am Aktienmarkt von mindestens -20 % für den Fall, dass die Fed jetzt Rückgrat bekäme und geldpolitisch streng werde/ bliebe (was er der US-Notenbank mit seinem „tugendhaften Ratschlag“ ja nahelegt).

Also wirklich Mr. Jensen: 20 % ist derart optimistisch, dass es fast schon albern wirkt.

Eine kurze Lektion in Mittelwertrückkehr

Ich möchte Mr. Jensen von Bridgewater an eine kleine, simple Marktkraft erinnern, die er mit seinen Kollegen in Connecticut sicherlich schon mal am Wasserspender diskutiert haben dürfte: die Mittelwertrückkehr.

Die Rückkehr zum Mittelwert ist in der Tat eines der beständigsten und natürlichsten Gesetze – selbst in unnatürlichen/ künstlichen Märkten wie den unseren.

Das heißt: Überkaufte als auch überverkaufte Wertpapiere werden am Ende unausweichlich wieder zu ihren preislichen Mittelwerten ‘zurückkehren’.

Also sehr ähnlich einem Gummiband, das (nach oben oder unten) gedehnt wird und am Ende kräftig zurückschnippst.

Falls jemand wissen möchte, wie stark und weit dieses Zurückschnippsen unter den heutigen Marktbedingungen potentiell ausfallen kann, der sollte sich das folgende Blasen-Diagramm mit Mittelwertrückkehrfolgenabschätzung anschauen…

Noch einmal: Eine „Rückkehr“ – oder eben Verluste – von 20 %, ausgehend von diesen Fed-induzierten, herzrasenden Marktkursen, ist, gelinde gesagt, einfach nur optimistisch.

Die dargestellten Widerstandslinien deuten an, dass die schmerzlichen Probleme (Mittelwertrückkehr), die auf die aufgeblähten Märkte zukommen, deutlich härter sein werden als bloß 20 %, wie von Jensen vorgeschlagen. Stattdessen werden sie viel eher Verlusten von mindestens -53 % bis -68 % gefährlich nahekommen.

Bücherflüsterer?

Banken und Hedgefonds reden natürlich gerne in der Öffentlichkeit über die eigenen Bücher. Und man könnte sich fast die Frage stellen, ob Goldman und/ oder Bridgewater, die die Spielzüge der ethisch defizitären Ära eines Elon Musk nur allzu gut kennen, vielleicht die eigene Short-Positionierung durchblicken lassen (oder in Musks Fall, den berühmt berüchtigten 2018er „Finanzierung gesichert“-ShortSqueeze).

Schwer zu sagen.

Spaßig wird’s nicht

Eine Sache lässt sich aber locker sagen: Wenn den strengen Ansagen der Fed tatsächlich auch geldpolitische Straffungen folgen, dann wird das kein Spaß für Aktien und Anleihen, bei denen ein wirkungsvoller, zum Mittelwert zurückführender „Stich“ längst überfällig ist.

Wir alle erinnern uns aber auch noch an 2018, als die Fed versuchte, vor Weihnachten geldpolitisch zu straffen und die Zinssätze anzuheben.

Zinssatzerhöhungen um 25 Basispunkte reichten und der Markt bekam sofort einen „Kotzanfall“. Dann lenkte die Fed, Anfang 2019, auch sofort wieder ein.

Kurz: Die Falken wurden richtig schnell zu Tauben.

Jensen zumindest meint, die Fed werde diesmal nicht zuerst „blinzeln“, sondern diszipliniert und hart bleiben wegen der derzeitigen Inflationsgefahr – der große Unterschied zu 2018, so Jensen.

Mit anderen Worten: Notfall-QE-Lockerungen (=laxe Fed-Politik) werden, anders als in den Vorjahren, nicht folgen.

Ich bin mir da nicht so sicher.

Schulden + Steigende Zinsen sind wichtig!

Anders als Jensen frage ich mich jedoch, wer denn nun die unbeliebten staatlichen Schuldverschreibungen der USA (alias US-Staatsanleihen) noch kaufen will, wenn die „tapernde“ Fed nicht mehr als der „expansive“ Käufer der letzten Instanz auftritt?

Man erinnere sich: Anleiheerträge (und im weiteren Sinne auch die Zinssätze) bewegen sich gegenläufig zu den Anleihekursen. Wenn sich die Fed-Nachfrage nach Anleihen „ausdünnt“, fallen die Anleihekurse und die Zinssätze (jene tödlichen „Haiflossen“) steigen.

Die Ökonomen der Bank of America prognostizieren dahingehend sieben strenge Zinssatzerhöhungen für 2022 und eine Fed Funds Rate im Bereich von 2,75 % – 3 %.

Das sind ganz schöne Ansagen. Was die Bank of America (als auch Waldron und Jensen) dabei nicht diskutieren: Derartige Zinssatzerhöhungen lassen auch die Kreditfinanzierungskosten der USA und ihres mit 30 Bill. $ übervollen Kneipendeckels auf 4 % bis 5 % ansteigen. Allein die Zinsleistungen für bestehende Schulden würden sich auf Grundlage dieser prognostizierten Zinssätze auf ca. 1,5 Bill. $ belaufen.

Denken Sie über diese Zahl nach, und lesen Sie den letzten Satz noch einmal.

Um die bestehenden Schulden zu finanzieren, müssten 40 % der US-Steuereinnahmen allein für Zinszahlungen vorgemerkt werden. Und das ist ein historisches, grell blinkendes Signal dafür, dass eine Nation und ein Finanzsystem ganz knapp vor einer unverblümten, selbstverschuldeten Schuldenkrise steht.

Falken, Angsthasen und Elefanten

Kurz: Einige Wunderkinder unserer Banken und Hedge Fonds, die so stolz Klartext sprechen, übersehen anscheinend den Schuldenelefant mitten im Zimmer, während eine zurzeit strenge US-Notenbank mit den rekordhohen und markttopreifen Märkten das Angsthasenspiel spielt.

Ob Sie es glauben oder nicht, Uncle Sams gesamte Schuldverpflichtungen (also Rentenschulden, Staatsschulden, Medicare, Sozialversicherung…) liegen bei 1000 % des eigenen BIP. Das heißt nur: Die USA werden ihre „elefantöse“ Verschuldung nie und nimmer zurückzahlen.

Niemals.

Unterdessen werden die angepassten Zinskosten für diese Gesamtverschuldung weit über den US-Steuereinnahmen liegen, die aber angesichts einer drohenden Rezession nur weiter sinken werden aber nicht steigen …

In aller Kürze zusammenfasst: Wieder einmal zeigen Experten gar nicht so viel Expertise.

Ein (realistischer) Blick nach vorn

Obgleich niemand derart feststehende, hartnäckige und deprimierende Fakten mag, so ist es an der Zeit, dass wir alle offen und realistisch über Schulden reden, und nicht ausschließlich über eine ohnehin schon schuldige, diskreditierte und korrumpierte Fed (dank Patient Null Greenspan und allen weiteren Fed-Chefs, die ihm im Amt folgten).

Auch wenn es vielleicht erfrischend wirkt, zu beobachten wie jemand bei Goldman oder Bridgewater sich öffentlich mit eben jener Fed anlegt, so ist das, wie oben erwähnt, zu wenig und zu spät.

Ihre heutigen Warnungen sind genau die, die wir seit Jahren schon vorgetragen haben, während GS und Bridgewater fetter und fetter wurden.

Der Schuldenschaden, entfesselt durch ein gutes Jahrzehnt QE-Sucht und eine Fed im Rausch, ist inzwischen schon entstanden.

Leider Gottes ist auch eine Abrechnung nicht mehr nur Theorie, sondern mathematisch (und geschichtlich) zwingende Konsequenz des eigenen Handelns.

Vorausschauend, und unter der Annahme, dass die Fed geldpolitisch so straffen wird, wie es unsere Klartext redenden Experten fordern, sollten Sie Ihre Portfolios bitte auf massive Volatilität im Jahr 2022 einstellen.

Geldpolitische Straffungen würden zeitnah für Gegenwind in allen Bereichen, außer USD und VIX, sorgen.

Längerfristig, und anders als Bridgewaters Jensen meint, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Fed erneut eine Kehrtwende von Falke zu Taube hinlegen wird, wenn das kommende „Tapering“ auf den Börsentickern nie dagewesene Ausraster erzeugt.

Ein solche Kehrtwende zurück zur laxen Geldpolitik wäre dann Rückenwind für Edelmetalle, BTC, Industriewerte und allgemein Rohstoffe.

Und der Große Reset?

Vor diesem zugegebenermaßen düsteren, selbstverschuldeten Hintergrund einer optionsarmen Fed und einer prallen „Everything-Bubble“ zeichnet sich natürlich ein ebenso unvermeidbarer „Uh-Oh“-Moment ab, an dem die Märkte und Währungen derart geschichtsträchtige Prügel bezogen haben werden, dass globale Experten feierlich die Notwendigkeit eines (eigentlich ja gut telegrafierten, d.h. schon vorgefertigten) globalen Resets und Bretton Woods’ II verkünden werden.

Für die Zukunft bedeutet das: mehr staatliche Kontrolle, Vorwände und Verzerrungen, welche selbst mich überraschen werden.

Kommt ein (Sünden)Bock zu den Füchsen, Stinktieren, Hasen, Hennen, Falken, Tauben, Haien und Elefanten

Wenn dieser Reset kommt (und nicht „falls“), so werden eben jene Füchse, die erst den globalen Hühnerstall bewachten, dann überfielen (und ganz allein zerstörten), allesamt ihre Köpf senken und unschuldbewusst nicht etwa die eigene verdienstvolle Gruppe für alles verantwortlich machen, sondern die COVID-Krise, die ihnen als Prellbock für die eigenen Sünden absolut gelegen kam (vielleicht zu gelegen?).

Bis dahin heißt es: Anschnallen bitte für eine Schreckensfahrt (Tapering)!

Solana legt zu

Die globale Marktkapitalisierung lag zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels bei 2,1 Billionen Dollar, nachdem sie am vergangenen Tag über 3 % ihrer Bewertung verloren hatte. Ein Großteil davon ist auf den BTC-Ausverkauf zurückzuführen, der dazu führte, dass die Münze unter 42.000 $ abrutschte, jedoch erlebte der Altcoin-Markt ein ähnliches Schicksal.

Dieser Trend hat sich in den Handelsmustern der Top-Digital-Assets Bitcoin und Ether niedergeschlagen, die beide in den letzten Wochen Rekordabflüsse verzeichnet haben. Laut einem Bericht verzeichnete Bitcoin in der Woche bis zum 17. Januar Abflüsse von über 55 Millionen Dollar, während die negative Stimmung um Ether im gleichen Zeitraum zu Abflüssen von insgesamt 30 Millionen Dollar führte.

Die Ausnahme Solana

Das Brechen dieses Fluchs, war Solanas natives Zeichen. Der Favorit hatte letzte Woche Zuflüsse in Höhe von insgesamt 5,4 Millionen Dollar verzeichnet. Der Bericht fügte hinzu, dass der digitale Vermögenswert seit August 2021 kaum zwei einzelne Wochen mit Abflüssen erlebt habe, was die anhaltend positive Stimmung um ihn herum unterstreicht.

Dies war etwa zur gleichen Zeit, als das Netzwerk aufgrund seiner deutlich niedrigeren Transaktionskosten und seiner hohen Geschwindigkeit als potenzieller Konkurrent von Ethereum für Gegenwind gesorgt hatte. Seitdem hat sich die Smart-Contract-Plattform für viele als Alternative zum Start von DeFi- und NFT-Projekten herausgestellt, wobei Solanas gesamte DeFi-TVL im Oktober letzten Jahres ein Rekordhoch von über 12 Milliarden US-Dollar erreichte.

Das Netzwerk hat sich außerdem verpflichtet, im Jahr 2022 klimaneutral zu werden, da Umweltbedenken nach wie vor eines der größten Hindernisse für die Massenakzeptanz von Kryptowährungen sind.

SOL so beliebt wie noch nie

Dieser Anstieg der Popularität wurde auch von Lob von Finanzexperten aus allen Branchen begleitet, darunter die Bank of America, die letzte Woche behauptete, dass Solana aufgrund seiner vergleichsweise schnelleren Abwicklungsfähigkeiten Ethereum bald schlagen würde, um das „Visum der Welt der digitalen Vermögenswerte“ zu werden.

Es sollte hier jedoch beachtet werden, dass Solana häufig Überlastungsprobleme zusammen mit Denial-of-Service (DDoS)-Angriffen erlebt hat. Dies hat den Aussichten des Netzwerks als praktikable Alternative zum immer überlasteten Ethereum erheblich entgegengewirkt.

Solana Chart

Darüber hinaus stellen auch andere ETH-Killer eine erhebliche Bedrohung für Solanas Nachfolge dar. Dies zeigte sich kürzlich in Cardanos signifikantem Aufwärtstrend in der vergangenen Woche. In dieser Zeit überholte sein nativer Vermögenswert ADA sogar Solana und wurde gemessen an der Marktkapitalisierung zur fünftgrößten Kryptowährung. Ende letzten Jahres hat das Netzwerk einen bedeutenden Meilenstein erreicht, indem es 20 Millionen Transaktionen über 1500 Tage ohne Ausfallzeit erfolgreich überschritten hat.

Bank of America beeindruckt von Avalanche‘ Subnetzwerke

Was ist Avalanche (AVAX)?

Avalanche ist eine Open-Source-Plattform für die Einführung dezentraler Anwendungen und Enterprise-Blockchain-Bereitstellungen in einem interoperablen, hoch skalierbaren Ökosystem. Avalanche ist die erste dezentralisierte Smart Contracts-Plattform, die für die Größenordnung des globalen Finanzwesens entwickelt wurde, mit nahezu sofortiger Transaktionsendgültigkeit. Ethereum-Entwickler können schnell auf Avalanche aufbauen, da Solidity sofort einsatzbereit ist.

Ein wesentlicher Unterschied zwischen Avalanche und anderen dezentralen Netzwerken ist das Konsensprotokoll. Im Laufe der Zeit haben die Leute ein falsches Verständnis dafür entwickelt, dass Blockchains langsam und nicht skalierbar sein müssen. Das Avalanche-Protokoll verwendet einen neuartigen Konsensansatz, um seine starken Sicherheitsgarantien, seine schnelle Endgültigkeit und seinen hohen Durchsatz zu erreichen, ohne die Dezentralisierung zu beeinträchtigen.

AVAX ist das native Token von Avalanche. Es handelt sich um ein begrenztes, knappes Gut, das verwendet wird, um Gebühren zu bezahlen, die Plattform durch Abstecken zu sichern und eine grundlegende Rechnungseinheit zwischen den mehreren auf Avalanche erstellten Subnetzwerken bereitzustellen. 1 nAVAX entspricht 0,000000001 AVAX.

Avalanche wird von Ava Labs entwickelt, einem Blockchain-Startup, das 2018 in Brooklyn, New York, von Professor Emin Gün Sirer (CEO), der Informatikforschung an der Cornell University betreibt, Kevin Sekniqi (COO) und Ted Yin (Chief Protocol Architect) gegründet wurde.

Was sind die Subnetzwerke von Avalanche?

Ein subnetzwerk ist eine dynamische Gruppe von Validatoren, die zusammenarbeiten, um einen Konsens über den Zustand einer Reihe von Blockchains zu erzielen. Jede Blockchain wird von genau einem Subnetzwerk validiert. Ein Subnetzwerk kann beliebig viele Blockchains validieren. Ein Knoten kann Mitglied beliebig vieler Subnetzwerke sein.

Es gibt ein spezielles Subnetzwerk namens Primary Network, das die integrierten Blockchains von Avalanche validiert. Alle Mitglieder aller Subnetzwerke müssen auch Mitglied des primären Netzwerks sein. Um Mitglied des Primary Network zu werden, muss man einige Lawinen-Token einsetzen. Das Ergebnis der beiden vorherigen Punkte ist, dass alle Validatoren aller Blockchains auch die integrierten Blockchains von Avalanche validieren und Avalanche-Token abgesteckt haben müssen.

Laut einem Bericht schrieben Bank of America-Analysten unter der Leitung von Global Crypto und Digital Asset Strategist Alkesh Shah in einer am 10. Dezember veröffentlichten Forschungsnotiz, dass die Subnetzwerke ein schnelleres Settlement und geringere Kosten als alternative Blockchains ermöglichen.

avalance Chart

Der Wert von AVAX steht nun kurz vor dem Einstieg in die Top 10 der Kryptowährungen, nachdem er in den letzten 24 Stunden um etwa 9,4% zugelegt hat. Derzeit hat AVAX auf Platz 11 eine Marktkapitalisierung von 21,6 Milliarden US-Dollar, während DOT auf Platz 10 bei 22,6 Milliarden US-Dollar liegt. Die heutige AVAX-Rallye ist besonders bemerkenswert, weil der Kryptowährungsmarkt insgesamt ruhig war und die Gesamtmarktkapitalisierung an diesem Tag um 0,1% zurückging.

Uhren-Portal Chronext kommt im Oktober an die Schweizer Börse

Die stark wachsende Firma will am 8. Oktober an die Schweizer Börse SIX, wie Chronext am Dienstag mitteilte. Ausgehend von einer Preisspanne von 16 bis 21 Franken peilt das Jungunternehmen, das über eine Online-Plattform gebrauchte und neue Uhren von Marken wie Rolex, Omega oder Patek Philippe verkauft, einschließlich der Mehrzuteilungsoption eine Marktkapitalisierung von bis zu 680 Millionen Franken an.

Nach verhaltenen eineinhalb Jahren gewinnt das Börsenkarussell in der Schweiz damit an Schwung. Nach dem Flugzeugausrüster Montana Aerospace, dem Pharmazulieferer Polypeptide und der Sulzer-Abspaltung Medmix dürfte Chronext zum vierten Neuzugang an der SIX im laufenden Jahr werden.

“Die Börsenkotierung in Zürich wird Chronext die finanzielle Flexibilität geben, vom Wachstum im Luxusuhrensektor zu profitieren”, erklärte Firmenchef Philipp Man. Die 2013 gegründete Chronext wuchs 2020 um 18 Prozent auf 101,3 Millionen Euro. Im laufenden Jahr peilt das Unternehmen ein Plus von rund 40 Prozent an.

Chronext rechnet aus dem Börsengang mit einem Bruttoertrag von bis zu 230 Millionen Franken. 125 Millionen des Nettoerlöses sollen für organisches Wachstum wie etwa Maßnahmen zur Steigerung der Markenbekanntheit und die Ausweitung des Boutiquen-Netzwerkes verwendet werden. Den Rest der Erlöse will Chronext für die Finanzierung von Übernahmen einsetzen.

Die Angebotsfrist dauere bis zum 6. Oktober. Beim Börsengang seien Jefferies und die UBS federführend. Ebenfalls beteiligt seien Bank of America und Deutsche Bank. Der Streubesitz dürfte nach dem Börsengang voraussichtlich bei 32,5 Prozent liegen. Zu den bestehenden Aktionären gehören eine Reihe von Finanzinvestoren sowie die Firmengründer.

Chronext muss mit einer Reihe von Börsenneulingen um Anleger konkurrieren: Gegenwärtig seien europaweit rund 40 IPOs in Vorbereitung, sagte eine mit der Situation vertraute Person. Angesichts des großen Angebots seien die Anleger wählerisch. Gesucht seien vor allem Wachstumsfirmen aus den Sektoren Technologie, Ecommerce und Gesundheit. Chronext finde entsprechend Anklang bei den Anlegern. Dazu komme, dass viele Profi-Investoren selbst Uhrenliebhaber seien und deshalb einfacher für einen Einstieg gewonnen werden könnten.

 

EU lässt gesperrte Großbanken nun doch bei Finanzgeschäft für Wiederaufbaufonds zu

Die EU-Kommission hebt die Sperre gegen die acht Banken auf, wie die Brüssler Behörde am Freitag mitteilte. Sie hätten Informationen vorgelegt, die ihre künftige Beteiligung an den Geschäften möglich machten. Hintergrund ist, dass die Geldhäuser in der Vergangenheit an Wettbewerbsverstößen beteiligt waren. Die EU hatte daher geprüft, ob Primärhändler, die Wettbewerbsregeln gebrochen hatten, notwendige Schritte zur Beendigung dieser Praktiken getroffen haben.

Die EU-Kommission nannte bei der ursprünglichen Sperrung die Finanzinstitute nicht. Allerdings wurde auf drei Kartell-Fälle in den vergangenen drei Jahren verwiesen. In diese waren zehn der größten Primärhändler in der EU verwickelt. Zu den Banken, gegen die in zwei Fällen Strafzahlungen verhängt wurden, gehörten die Bank of America, Credit Agricole, Natixis, Nomura, Natwest Markets und Unicredit. Sie hatten Wettbewerbsregeln gebrochen und an Anleihe-Kartellen teilgenommen. Die Deutsche Bank war zwar Teil einer der Kartelle, erhielt aber keine Strafe, weil sie der Kommission die Verstöße gebeichtet hatte. Darüber hinaus wurden im Jahr 2019 wegen Manipulationen auf dem Devisenmarkt die Geldhäuser Barclays, Citigroup, JPMorgan und Natwest zu Strafen verdonnert.

Die Banken Nomura, BofA, Barclays, Natixis, Credit Agricole, NatWest, Deutsche Bank, UniCredit, Citi und JP Morgan hatten nach Bekanntwerden der Sperre Stellungnahmen abgelehnt. Die Gelder aus dem rund 750 Milliarden Euro schweren Wiederaufbaufonds sollen den Mitgliedsländern die Erholung von der Corona-Krise erleichtern.

 

Scholz prüft Beteiligung an Lufthansa-Kapitalerhöhung

– von Michael Nienaber und Christian Kraemer

“Eins ist klar: Wenn Unternehmen das Ziel haben, sich aus den Notwendigkeiten einer staatlichen Unterstützung zu befreien, dann werden wir das möglich machen”, sagte der SPD-Politiker der Nachrichtenagentur Reuters. “Denn unsere Unterstützung ist ja auf den Weg gebracht worden, damit die Unternehmen die Krise überleben und dann wieder auf eigenen Füßen stehen, ohne dass wir gewissermaßen mit unserem Geld aushelfen müssen.” Die in wirtschaftliche Turbulenzen geratene Fluggesellschaft will sich nach Reuters-Informationen im Sommer oder Frühherbst mindestens drei Milliarden Euro frisches Kapital besorgen, um die stille Einlage des Bundes von 5,5 Milliarden Euro teilweise zu tilgen.

Der Staat hatte der Lufthansa unter die Arme gegriffen, die in der Corona-Krise in wirtschaftliche Turbulenzen geraten war. Seither hält der Bund neben der stillen Beteiligung 20 Prozent der Lufthansa-Aktien und ist damit ihr größter Aktionär. Diese könnte er bei der Kapitalerhöhung einsetzen, um neue Anteile zu zeichnen. Doch eine schnelle Weichenstellung erwartet Scholz nicht: “Solche Entscheidungen kann man ja nicht über das Knie brechen.” Wichtig sei zunächst, dass die nächsten Schritte im Unternehmen gut vorbereitet würden.

Aus Sicht der Lufthansa wäre ein guter Zeitpunkt für eine Kapitalerhöhung, wenn die Erholung der Branche von der Corona-Krise klar werde – also im Sommer. In der Urlaubssaison will die Fluglinie ihre Kapazität hochfahren. Vorstandsmitglied Harry Hohmeister hat jüngst von einer deutlich besseren Nachfrage gesprochen und angekündigt, man werde 30 bis 50 zusätzliche Flugzeuge einsetzen. Bei diesem Zeitplan könnte das Thema auch in den Bundestagswahlkampf hineinspielen. Für den Bund geht es um eine politische Grundsatzentscheidung. Wenn er bei der Kapitalspritze nicht mitzieht, drohen seine Anteile zu verwässern, und er würde mit der Sperrminorität auch sein Mitspracherecht bei der Lufthansa verlieren. Andererseits gilt eine Einmischung in das operative Geschäft als verpönt.

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg könnte sich der Bund auf zwei Wegen an der Finanzspritze beteiligen: Entweder verkauft er einen Teil seiner Bezugsrechte und nimmt den Erlös zum Kauf neuer Aktien. Dann müsste er kein frisches Geld der Steuerzahler in die Hand nehmen, sein Anteil würde aber etwas verwässert. Oder aber der Bund setze seine Bezugsrechte zum Kauf von Lufthansa-Aktien für bis zu eine Milliarde Euro ein. Für die anderen Investoren wäre das ein positives Signal, heißt es in der Branche. Aktien könnte der Bund schneller wieder abstoßen als die stillen Einlagen. Allerdings könnte das Engagement die EU-Kommission erneut wegen staatlicher Beihilfen auf den Plan rufen.

Reuters hatte vor drei Wochen über die Pläne berichtet. Der MDax-Konzern bevorzuge eine große statt mehrerer kleiner Kapitalerhöhungen. Deutsche Bank und Bank of America fühlten für die Lufthansa bereits bei institutionellen Investoren vor. Die Lufthansa-Aktie war am Mittwoch mit einem Plus von 2,6 Prozent auf 11,17 Euro zweitgrößter Kursgewinner im MDax.

 

EU bestraft UBS und weitere Banken wegen Anleihen-Kartell

Die EU-Kommission verhängte am Donnerstag eine Strafe von 172,4 Millionen Euro gegen die Schweizer Großbank. Auch die japanische Nomura und die italienische UniCredit werden zur Kasse gebeten. Insgesamt sollen diese drei Häuser 371 Millionen Euro auf den Tisch legen. Portigon (die frühere WestLB), NatWest, Bank of America und Natixis beteiligten sich der Kommission zufolge zwar ebenfalls an dem Kartell, müssen aus verschiedenen Gründen aber nichts bezahlen. So hatte NatWest das Verfahren mit einer Anzeige ins Rollen gebracht.

Nach Angaben der EU betrieben die Banken das Kartell im Geschäft mit europäischen Staatsanleihen von 2007 bis 2011. Dabei hätten sich ihre Händler im Vorfeld von Auktionen gegenseitig über Preis-Offerten und Volumina informiert. “Ein gut funktionierender Markt für europäische Staatsanleihen ist sowohl für die Mitgliedsstaaten der Eurozone, die diese Anleihen emittieren, um Liquidität zu generieren, als auch für die Investoren, die diese Anleihen kaufen und handeln, von größter Bedeutung”, erklärte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. Zuvor waren bereits Finanzhäuser unter anderem wegen ihrer Beteiligung an Devisenkartellen sowie Euribor- und Libor-Benchmark-Kartellen bestraft worden.

Die UBS erklärte, dass der Fall nach Berücksichtigung bereits gebildeter Rückstellungen das Ergebnis im zweiten Quartal 2021 mit bis zu 100 Millionen Dollar belasten könnte. Die Bank erwägt genau wie Nomura, den Entscheid anzufechten. Einen Schritt weiter ist UniCredit. Die Mailänder kündigten Berufung bei den europäischen Gerichten an: Die Ergebnisse des EU-Verfahrens belegten kein Fehlverhalten.