Barrick Gold: Warum die Aktie mehr als 70 % zulegen könnte

Der Sektor der Goldminenaktien wurde in diesem Jahr von den klassischen Aktien aus DAX, Dow Jones und Nasdaq deutlich abgehängt, das heißt: outperformt. Der Leitindex der Branche, der NYSE Arca Gold BUGS Index (HUI), steht mit 15 Prozent massiv im Minus. Auch der Branchenprimus Barrick Gold, als größtes Goldbergbauunternehmen der Welt, steht kaum besser dar als der Gesamtmarkt. Dow Jones und Nasdaq 100 gewinnen hingegen sagenhafte 20 bzw. sogar 29 Prozent dazu.

Barrick Gold: Ein solides Unternehmen sucht Käufer

HUI vs DAX und Nasdaq 100

Die Aktie steht aktuell mit über 18 Prozent sogar noch tiefer „in der Kreide“ als der HUI-Index. Und das, obwohl das operative Geschäft in diesem Jahr gar nicht so schlecht lief. Die Jahresförderung belief sich auf immerhin gut 4 Millionen Gold-Unzen zu einem Förderpreis von etwa 1.000 USD. Damit bewegt sich die Marge in einem günstigen Bereich. Dennoch ist die Aktie sowohl optisch bzw. kurstechnisch als auch bewertungstechnisch günstig. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei Barrick liegt bei rund 16 und die Dividendenrendite wird mit 2,1 Prozent vor Steuern angegeben.

Barrick Gold Kursverlauf 1 Jahr

Charttechnik der Vergangenheit deutet heute auf positiven Ausbruch hin

Der Aktienkurs kommt dennoch seit Monaten und fast schon Jahren nicht so richtig vom Fleck und fällt seit dem Sommer 2020 kontinuierlich und schleppend zurück. So ähnlich war es übrigens auch im Zeitraum vom Juli 2016 bis September 2018. Damals hatte sich ein zusammenlaufendes Dreieck gebildet, aus welchem Barrick Gold anschließend explosionsartig nach oben hin ausgebrochen ist. Knapp 200 Prozent stieg der Kurs dann. Von etwa 10 USD auf über 30 USD, die im August 2020 erreicht wurde.

Barrick Gold Charttechnik

Barrick Gold kann auf 32 bis 36 USD zulegen

Eine sehr ähnliche Konstellation liegt heute nun auch wieder vor. Seit 1,5 Jahren bildet sich ein fallendes und wieder zusammenlaufendes Dreieck heraus. Zuletzt wurde die untere Dreieckslinie exakt getroffen, sodass dort ein erster Pullback initiiert wurde.

Bricht die Aktie von Barrick schließlich über die obere Dreieckslinie nachhaltig nach oben aus, kann vielmehr von einem mittelfristigen Kaufsignal ausgegangen werden. Das wäre der Fall, sobald sich ein Kurs von etwa 20 bis 21,19 USD mindestens auf Wochenebene zeigt.

Sollte sich diese Entwicklung in den nächsten Wochen anzeichnen, könnten Anleger für die lahme Entwicklung in diesem Jahr entschädigt werden. Im Chart skizziert, könnte der Aktienkurs bei einem Ausbruch deutlich zulegen. Zwei Kursziele ergeben sich dann: Zum einen das Niveau von knapp unterhalb der 32 USD Marke. Zum anderen schließlich die Marke von 36 USD. Sie ergibt sich durch die rote Widerstandslinie vom Hoch im Juli 2016 bis über das Hoch im August 2020.

Anleger, die bei Barrick Gold als ein Schnäppchen wittern, können sich aber jetzt also auf die Lauer legen und auf den beschriebenen Ausbruch. Geduldige Aktionäre könnten für die enttäuschenden 1 1/2 Jahre  mit einer Performance von bis zu 90 Prozent irgendwann Ende 2022/Anfang 2023 entschädigt werden.