70 Jahre, um den kommenden Marktwahnsinn wettzumachen?

Mitten im Marktwahnsinn gibt es kein Risiko, weil Wahnsinnige die Risiken weder sehen noch fürchten. Doch 2022 wird sich mehr um Risiko und Überleben drehen als um alles andere. Deswegen werde ich hier natürlich viel mehr über den „Triumph des Überlebens“ schreiben, über den ich detaillierter in einem kürzlich erschienenen Artikel schrieb.

„Wenn das Leben selber verrückt scheint, wer soll dann noch wissen, wo der Wahnsinn liegt?“ – Don Quichotte

Aus Risikosicht werden wir im Jahr 2022 wahrscheinlich den Höhepunkt erreichen – einen epischen Risikomoment in der Geschichte. Die meisten Investoren werden diesen Moment erst dann erkennen, wenn es schon zu spät ist, weil sie erwarten, dass sie abermals von der Fed und anderen Zentralbanken gerettet werden.

Doch warum sollte man überhaupt davon ausgehen, dass 2022 ganz anders werden wird als jedes andere Jahr seit 2009, also seit Beginn dieses Bullenmarktes? Wenige Investoren sind abergläubisch und werden deswegen nicht erkennen, dass 13 spektakuläre Jahre an Aktien- und anderen Vermögensmärkten vielleicht jetzt das Ende einer epischen Super-Bubble markieren.

Die Große Finanzkrise (GFK) von 2006-09 wurde nie repariert. Zentralbanker und Regierungen klebten Humpty einfach provisorisch mit Leim und Pflaster wieder zusammen – hier in Form vieler gedruckter Billionen Dollar, Euro, Yen, etc. Doch der arme Humpty war tödlich verletzt und die Intensivbehandlung, die er bekam, bescherte ihm nur eine vorübergehende Gnadenfrist.

Als die GFK 2006 begann, lag die globale Verschuldung bei 120 Billionen $. Heute sind wir bei 300 Bill. $, welche potentiell noch auf 3 Billiarden $ ansteigen werden, wenn am Ende auch die Schulden- und Derivateblase erst explodiert und dann implodiert, wie ich in meinem letzten Artikel erklärt hatte.

Es ist verblüffend, was aus der Luft gegriffenes Falschgeld alles schaffen kann. Noch besser ist natürlich, dass die Zentralbanken auch die Zinssätze auf NULL oder niedriger manipuliert haben, was nur heißt, dass Schulden zum Null- oder Negativzins aufgenommen werden konnten.

INVESTOREN HABEN DAS SCHLARAFFENLAND ENDLICH GEFUNDEN

Aktuell denken Investoren, sie lebten im Schlaraffenland, wo Märkte nur steigen und sie selbst in ewiger Glückseligkeit leben werden. Nur wenige begreifen, dass es der Anstieg der globalen Verschuldung um 180 Bill. $ seit 2006 war, der die Investmentmärkte befeuerte.

Schauen Sie sich nur die Anstiege der Aktienindizes seit 2008 an:

Nasdaq: 16 x so hoch

S&P: 7 x so hoch

Dow: 6 x so hoch

Natürlich wurden noch viel spektakulärere Gewinne an den Aktienmärkten gemacht, wie z.B:

Tesla mit einer Ver-352-fachung oder Apple mit einer Ver-62-fachung.

Diese Art von Gewinnen hat sehr wenig mit fachkundigem Investieren zu tun, sondern in erster Linie mit einer Herde, die mehr Geld als Verstand hat und durch kostenlos geschöpftes Papiergeld zudem noch den nötigen Rückenwind.

Das Ende langlaufender Bullenmärkte zu prognostizieren, ist idiotisch. Nichts kann diese Bubble davon abhalten, sogar noch größer zu werden. Man darf aber auch Folgendes nicht vergessen: Je größer sie wird, desto höher steigt auch das Risiko, dass sie nicht nur die seit 2009 gemachten Gewinne auslöscht, sondern auch die seit Anfang der 1980er gemachten Gewinne (damals begann der aktuelle Bullenmarkt).

Zudem gibt es das Problem, dass die Mehrheit der Investoren gar nicht aussteigen wird können. Am Anfang werden sie noch glauben, dass hier wieder mal eine größere Korrektur kommt – wie schon 2020, 2007, 2000, 1987 etc. Es wird also die Gier sein, die sie vom Ausstieg abhält.

Wenn die Kurse aber weiter fallen und sich Angst breit macht, werden die Investoren höhere Limits für den geplanten Ausstieg ansetzen. Und wenn der Markt diese Stände nicht mehr erreicht, werden die verängstigten Investoren weiter Ausstiegslimits setzten, die nie erreicht werden – solange bis der Markt, 80-95 % vom Hoch entfernt, seine Talsohle erreicht.

Folglich werden Papiervermögen ausgelöscht. Man darf nicht vergessen, dass es schmerzlich lange dauern kann, bis sich der Markt erholt und dieses Hoch effektiv wieder erreicht hat.

Wie Ray Dalio im Chart unten zeigt, war selbst Mitte der 1960er das Hoch von 1929 effektiv nicht wieder erreicht. In den 2000ern wurde es schließlich übertroffen.

Das heißt: Die Erholung brauchte effektiv 70 Jahre! Vielleicht müssen Anleger also bis 2090 warten, um nach dem kommenden Fall die heutigen Hochs wiederzusehen.

Im Chart sieht man also, dass der Markt derzeit so überbewertet ist wie in den Jahren 1929, 1972 und 2000.

Daraus folgt, dass auch das Risiko heute so groß ist wie bei einigen der historischen Tops der letzten 100 Jahre.

ERHOLUNG VON DER EPISCHEN BUBBLE NICHT VOR 2090?

Im Chart unten sieht man, dass das Dow-Top von 1929 effektiv erst wieder im Jahr 2000 erreicht wurde.

Wie viele Investoren sind heute vorbereitet auf das Risiko eines Kursverfalls von, sagen wir, 90 %, der vielleicht erst im Jahr 2090 wieder wettgemacht wäre?

Auch hier wieder: Dies ist keine Prognose! Sondern eine monumentale Warnung, dass sich das Risiko an den Anlagemärkten aktuell auf einem Niveau bewegt, das man als Anleger unbedingt meiden sollte.

Ich fürchte leider, dass kaum ein Investor diese Risikowarnung beherzigen wird.

DON QUICHOTTE HÄTTE „WOKENESS“ BEKÄMPFT

Während die Welt mehr denn je vom Staat unterdrückt und kontrolliert wird, könnte Cervantes Botschaft in Don Quichotte passender nicht sein.

Ich bin ziemlich überzeugt, dass Don Quichotte gegen die „Wokeness“ gekämpft hätte, die heute nicht nur zur Richtlinie menschlichen Verhaltens geworden ist, sondern sogar zur Richtlinie der Justiz.

Ein britisches Gericht sprach letzte Woche vier Menschen frei, denen vorgeworfen wurde, die Statue einer historischen Person – eines großen Wohltäters der Stadt Bristol – niedergerissen zu haben. Richtig, diese Person verdiente im späten 17. Jh. Geld mit dem Sklavenhandel, doch wie weit soll die Umschreibung der Geschichte gehen?

Mit der heute „woken“ Sicht auf Geschichte müsste praktisch jeder historische König, Kaiser, Staatsführer, General oder Geschäftsmann (um nur einige zu nennen) vor Gericht gestellt werden, selbst wenn von ihnen keiner mehr lebt.

Nur als Beispiel: Großbritannien, Frankreich und Spanien waren alle Teil der Eroberung Nordamerikas, bei der große Teile der indianischen Bevölkerung umgebracht und ihres Landes beraubt wurden. Wenn wir jetzt die Geschichte umschreiben, müssten wir dann nicht auch die Europäer und Afrikaner aus Nordamerika herausholen und das Land den Indianern zurückgeben?

Dasselbe gilt natürlich auch für Südamerika. Die Spanier und die Portugiesen müssten alle zurückkehren und das Land zurückgeben.

Wo hören wir aber auf? Eigentlich müssten wir zurück bis zur Han-Dynastie, den Römern, den Mongolen, den Ottomanen, Spaniern, Russen oder zum Britischen Empire.

Warum sollte man es beim Sklavenhandel in Afrika belassen, wenn auch all diese Imperien große Landmassen plünderten, Sklaven nahmen und die Reichtümer jener Ländern stahlen, die sie überfielen. In einer „woken“ und fairen Welt müssten auch diese Taten rückgängig gemacht werden.

Wenn die Welt sich entscheidet, die Geschichte umzuschreiben, dann muss das richtig gemacht werden – mit richtig großen Restitutionen. Natürlich muss es eine UN-Kommission geben und eine EU-Kommission und noch viele andere, die sich der Sache angemessen annehmen.

Wie Don Quichotte meinte: „Wer soll hier noch wissen, wo der Wahnsinn liegt.“

DER WAHN DES BILLIGEN GELDES

Der absolute Marktwahnsinn, der jetzt in der Finanzwelt herrscht, dürfte größte Auswirkungen auf die Weltwirtschaft im Jahr 2022 und darüber hinaus haben.

Wie häufig angemerkt, haben die USA seit 1930 keinen Haushaltsüberschuss mehr gehabt, mit Ausnahme einiger Jahre in den 1940er und 50ern. Die Clinton-Überschüsse waren Scheinüberschüsse, weil die Schulden trotzdem weiter stiegen.

Der Geld- und Marktwahnsinn begann aber schon in den 1970er Jahren, nachdem US-Präsident Nixon finanziell nicht mehr über die Runden kam und die Goldkonvertierung des US-Dollars aufhob. Die US-Staatsverschuldung lag 1971 bei 400 Mrd. $. Seither sind die Schulden der USA im Durchschnitt um 9 % pro Jahr gewachsen. Das bedeutet, dass sich die US-Schulden seit 1971 alle 8 Jahre verdoppelt haben. Man kann tatsächlich 90 Jahre zurückblicken und feststellen, dass sich die US-Verschuldung seit 1931 alle 8,3 Jahre verdoppelt hat.

Ein ganzes Jahrhundert lang Misswirtschaft in der US-Ökonomie – ein bemerkenswerter Rekord!

Die USA haben ein Imperium auf unkonventionellem Weg aufgebaut, also nicht durch Eroberung anderer Länder. Es war die Kombination aus Reservewährung, Geldschöpfung und starker militärischer Macht, die den USA zu globaler Macht und einem Weltfinanzimperium verholfen hat.

Schlimmer noch: Seit einem sinistren schlauen Coup von Privatbankern im Jahr 1913, mit dem Ziel, die Geldschöpfung zu kontrollieren, ist die US-Staatsverschuldung von 1 Milliarde $ auf fast 30 Billionen $ angestiegen.

Wie Mayer Amschel Rothschild treffend im Jahr 1838 meinte:

„Lasst mich das Geld einer Nation begeben und kontrollieren und es kümmert mich nicht, wer hier die Gesetze macht.“

Und genau das beschlossen einige mächtige Banker sowie ein Senator 1910 auf Jekyll Island; sie verschworen sich, um das Geldsystem der USA mit der Gründung der Federal Reserve im Jahr 1913 zu übernehmen.

Und seither bedienen sich die Banker an einem Honigtopf, der sich selbst füllt.

Mit der Kontrolle der Fed konnten die Banker auf unbegrenztes Geld- und Kreditangebot zugreifen, um ihre Aktivitäten zu finanzieren. Sie setzten diese Mittel ein, um überall auf der Welt Vermögensanlagen zu erwerben, und auch Macht. Schulden werden, wie allgemein üblich heute, niemals zurückgezahlt, weil alten Schulden durch Neuschuldenaufnahme unwichtig werden, während die Währung aufgrund der Ausgabe von neuem Geld kontinuierlich abwertet.

Die emittierten Schulden wurden nicht nur zum direkten finanziellen Nutzen der Banker eingesetzt. Nein, mit Schulden kauft man sich enorme Macht. Mittels Geldschöpfung werden auch verschwenderische Regierungen finanziert, und so kaufen Banker Macht und kontrollieren auch die Politik.

Das ist eine ganz fantastische Position, wie Rothschild vor fast 200 Jahren deutlich machte.

ICH KOMME IN EINE WELT AUS EISEN, UM EINE WELT AUS GOLD ZU SCHAFFEN – Don Quichotte

Das war das ehrgeizige Ziel Don Quichottes.

Er schaffte es nicht. Die heutigen Banker haben jedoch ein völlig anderes Ziel, sie wollen eine Welt aus Fiat-Geld schaffen. Und dabei waren und sind sie unerhört erfolgreich.

Alle Investoren, die das kommende globale Wirtschaftsdebakel überleben wollen, müssen Don Quichottes Worte beherzigen und ihre Papieranlagen in physisches Gold verwandeln.

Aktien, Anleihen und Immobilien werden in den kommenden Jahren effektiv 90 % ihres Wertes gegenüber Gold verlieren.

Wie man im Chart unten sehen kann, startete Gold 2001 in seine Hausse gegenüber dem US-Dollar. Seither ist Gold jedes Jahr gestiegen (2018 war ein Seitwärtsjahr) – bis 2021, als wir eine kleine Korrektur hatten. In der Regel dauern die Aufwärtszyklen beim Gold mindestens 10 Jahre. Das heißt also, dass die aktuelle Phase des Goldbullenmarkts mindestens bis 2026 anhalten müsste und potentiell darüber hinaus.

Ich mache regelmäßig darauf aufmerksam, dass Gold im Verhältnis zum US-Geldangebot aktuell extrem billig ist.

Gold ist heute so billig wie 1970 bei 35 $ und auch so billig wie 2000 bei 290 $.

Das Aufwärtspotential für Gold liegt bei einem Vielfachen der heutigen Kurse, gerade weil sich die Währungsentwertung aufgrund rapide steigender Geldschöpfung beschleunigen wird.

Gold ist der König des Vermögensschutzes und sollte in physischer Form außerhalb des Bankensystems gehalten werden.

Silber wird wahrscheinlich 2- bis 3-mal so schnell steigen wie Gold und ist daher eine fantastische Spekulationsanlage, so lange sie in physischer Form gehalten wird. Papier-Silber bringt hingegen massive Risiken mit sich, weil praktisch kein physisches Silber verfügbar ist. Doch aufgrund der Volatilität von Silber sollte der Silberanteil an den Finanzanlagen von Investoren deutlich geringer sein als der Anteil von Gold.

Zusammenfassend lässt sich Folgendes sagen: 2022 könnte das Jahr sein, in dem sich Investorenvermögen in Asche verwandeln oder aber, für kluge Investoren, in solide Gewinne bei Gold und Silber.

 

www.goldswitzerland.com

“And Just Like That” … 2022

Die Unterhaltungsindustrie hat uns geholfen, unsere Sorgen zumindest kurzfristig zu vergessen, indem sie uns mit verschiedenen Sendungen vor den Fernseher gelockt hat.

Manche waren so überzeugend, dass sie sogar die Aktienkurse von Unternehmen beeinflussten.

So berichtete NBC News im Dezember, dass die Aktien des Fitnessgeräteherstellers Peloton am selben Tag, an dem die Neuauflage des Films “Sex and the City” mit dem Titel “And Just Like That” Premiere feierte, um 11,3 % fielen. Eine Schlüsselfigur, Mr. Big, starb in dem Film an einem Herzinfarkt, nachdem er auf einem Heimtrainer von Peloton trainiert hatte. Die Kurse stürzten auf ein 19-Monats-Tief.

Einige Tage später schaltete das Unternehmen einen Werbespot, um die Aktienkurse wieder anzukurbeln und einen neuen Ton anzuschlagen.

“Sollen wir noch eine Runde drehen?”, war die Kernaussage des Spots und gleichzeitig ein passender Einstieg in das Jahr 2022.

Entertainment Aktien

Die Tatsache, dass einmalige Ereignisse in der Medien- und Unterhaltungsbranche einen so starken Einfluss auf die Aktienkurse haben können, ist nichts Neues. Heute möchte ich Ihnen jedoch zeigen, wie Sie sich Marktanomalien zunutze machen können, die vorhersehbar sind und sich regelmäßig wiederholen.

Obwohl ich immer an Filmvorschlägen von meinen Lesern interessiert bin, interessiere ich mich heute noch mehr für bevorstehende Anlagemöglichkeiten.

Beginnen wir mit Netflix, einem Streaming-Dienst, der uns seit Jahren mit einem breiten Angebot an preisgekrönten Serien und Filmen unterhält.

Ein Blick auf den saisonalen Chart von Netflix zeigt, dass das Unternehmen in den letzten 15 Jahren vom 15. Januar bis zum 17. Februar eine starke saisonale Phase hat. In dieser Zeitspanne von nur 23 Handelstagen stiegen die Aktien im Durchschnitt um beeindruckende 20,89 Prozent.

Chart, line chart

Description automatically generatedSaisonaler Chart von Netflix über die letzten 15 Jahre

Quelle: Seasonax – mit einem Klick auf den Link http://tiny.cc/NetflixSeasonax können Sie weitere Analysen durchführen

Beachten Sie, dass der saisonale Chart den durchschnittlichen Kursverlauf der Aktie über die vergangenen Jahre anzeigt. Die horizontale Achse zeigt die Zeit im Verlauf des Kalenderjahrs und die vertikale Achse zeigt die prozentualen Veränderungen im Wert der Aktie (indexiert auf 100).

Darüber hinaus waren die Renditen in diesem Zeitraum seit 2007 konstant positiv. In diesem Zeitraum gab es nur ein einziges Ausreißerjahr, nämlich 2016, als die Aktie einen Verlust von 8,92 Prozent verzeichnete.

Das diesjährige saisonale Muster wird stark durch den Quartalsbericht des Unternehmens beeinflusst werden, der am 20. Januar veröffentlicht wird.

Chart, waterfall chart

Description automatically generatedNetflix, Ertrag in Prozent zwischen 15.01 und 1.02., in einzelnen Jahren seit 2007

Quelle: Seasonax – mit einem Klick auf den Link http://tiny.cc/NetflixSeasonax können Sie weitere Analysen durchführen

Netflix ist nicht die einzige Aktie, die uns im vergangenen Jahr gut unterhalten hat. Es gibt noch ein weiteres Beispiel, das erwähnt werden sollte.

Tencent Holdings steht als Chinas größtes Technologie- und Medienkonglomerat definitiv in der ersten Reihe. Das Unternehmen ist der größte Videospielhersteller der Welt und verfügt über eigene Filmproduktionsstudios; und als ob das nicht genug wäre, hält es auch Anteile an mehreren Social-Media-Plattformen, darunter Snap und Reddit.

Auf der Suche nach einem starken saisonalen Zeitraum habe ich einen saisonalen Chart von Tencent Holdings analysiert. Es ist leicht zu erkennen, dass es in den letzten 10 Jahren eine starke saisonale Tendenz vom 3. Januar bis zum 19. Feb- ruar gibt. In dieser Zeitspanne von 32 Handelstagen stiegen die Aktien im Durchschnitt um 12,15 Prozent. Darüber hinaus waren die Renditen in diesem Zeitraum seit 2012 durchgängig positiv, mit nur einem Ausreißer im Jahr 2016, wie in der folgenden Grafik zu sehen ist.

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Description automatically generatedSaisonale Entwicklung von Tencent Holdings in den letzten 10 Jahren

Quelle: Seasonax – mit einem Klick auf den Link http://tiny.cc/SeasonaxTencentHoldings können Sie weitere Analysen durchführen

Wir können mit eigenen Augen sehen, dass die COVID-19-Pandemie den Trend zum Streaming Entertainment beschleunigt hat. Es gibt jedoch noch eine weitere Tatsache: Die Nachfrage nach Unterhaltungsinhalten ist seit jeher relativ stabil, selbst in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit und des Abschwungs.

Angesichts der vielen aktuellen Probleme wird das Jahr 2022 noch holprig werden, also schnallen Sie sich an und bereiten Sie sich auf die Fahrt vor.

Betreten Sie die Welt der saisonalen Chancen

Neben Netflix und Tencent Holdings gibt es viele weitere Unterhaltungsaktien, die jeweils ihre starken und schwachen Phasen haben: z.b Disney, Prime Video von Amazon.com, Apple usw.

Um das Auffinden solcher Handelschancen noch leichter zu machen, haben wir den Seasonality Screener umgesetzt.
Der Screener ist ein Analyse-Instrument zur Identifizierung von Handelschancen mit überdurchschnittlichem Gewinnpotential auf der Basis vorhersehbarer saisonaler Muster, die sich in fast jedem Kalenderjahr wiederholen.

Bitte bedenken Sie auch, dass vergangene Ergebnisse und saisonale Muster kein Hinweis auf die künftige Performance und insbesondere auf künftige Markttrends sind.

Analysieren Sie nach Belieben und ohne Verpflichtung mehr als 25.000 Instrumente, einschließlich Aktien, (Krypto-)Währungen, Rohstoffe und Indizes, indem Sie sich für eine kostenlose 3- tägige Probezeit bei Seasonax anmelden.

Mit freundlichen Grüßen,

Tea Muratovic

Mitgründerin und Geschäftsführende Partnerin von Seasonax

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Author: Tea Muratovic
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Dirk Müller: Was taugt sein Promifonds?

Wer an der Börse aktiv ist, möchte sein Geld möglichst effektiv anlegen und im besten Fall vermehren. Nicht erst mit der deutlich anziehenden Inflation ist das Hauptkriterium die erzielte Rendite pro Jahr. Ob in Form von Kursgewinnen bei Aktien, Dividendenausschüttungen oder Fondsanteilen. Zumindest langfristig muss sich das Investment lohnen und einen Gewinn abwerfen. Wer nicht liefert, ist bei den Anlegern schnell unten durch und wird „abgestoßen“. Bei dem Fonds von Dirk Müller scheinen aber ganz andere Regeln zu gelten.

Ausgerechnet am Tag der Aktie, am 16. März 2015, wurde der erste Kurs seines „DIRK MÜLLER PREMIUM AKTIEN FONDS“ festgestellt. Seitdem hat sich der Kurs seines Fonds allerdings unterm Strich kaum verändert. In der Summe geht es seit Jahren seitwärts, seit Anfang 2020 ist sogar eine fallende Tendenz erkennbar. Und das in einem Börsenumfeld, in dem der langfristige Trend – auch unter Berücksichtigung des Corona-Crashs im Frühjahr 2020 – seit Jahren und Jahrzehnten eindeutig nach oben zeigt. 

Dirk Müller Aktienfonds seit Auflage 2016

Dirk Müller schafft langfristig nicht einmal eine kleine positive Rendite

Vor diesem Hintergrund ist es schon erstaunlich, dass Dirk Müller als ausgewiesener Börsenprofi alles anders als erfolgreich mit seinem Fonds ist. Seit Auflage hat er lediglich im Jahre 2017 und 2018 eine positive Performance geschafft. Und auch während des weltweiten Börsenbebens im Februar/März 2020 konnte der Fonds gegen den allgemeinen Markttrend punkten. Wer allerdings von Anfang an dabei ist, der wartet noch immer darauf, dass seine Anteile endlich einmal etwas ins Plus laufen. 

Der Fonds setzt auf Absicherung und wartet auf den nächsten Crash

Gegenüber dem DAX und dem MSCI World, den Müller immer wieder als Vergleichsindex (Benchmark) heranzieht, ist der Fonds mittlerweile weit abgeschlagen. Während der Fonds innerhalb von fast 7 Jahren auf eine negative Rendite von fast 9 Prozent kommt, gehen DAX und MSCI World im gleichen Zeitraum mit Plus 38 bzw. über 80 Prozent regelrecht steil.

Dirk Müller Fonds vs DAX und MSCI World

Dirk Müller wird jedoch auch nicht müde, diese eklatante Performance-Lücke immer wieder zu rechtfertigen und zu erklären. Gut laufenden Aktien-Schwergewichten wie Amazon, Apple, Alphabet, Microsoft und Facebook stehen entsprechende Absicherungsinstrumente gegenüber. Damit ist Müller jederzeit für einen Crash gerüstet. Allerdings kostet das den Fonds natürlich Unmengen an Performance. Wenn Sie so wollen, „fährt“ der Fonds auf der Autobahn mit angezogener Handbremse mit Tempo 60 auf der rechten Spur. 

Trotz schwacher Performance: Anleger halten zu Dirk Müller

Jeder andere x-beliebe Fonds wäre mit diesen schwachen Ergebnissen in diesem Marktumfeld wohl schon längst eingestellt worden. Einfach wegen Misserfolg. Nicht so Dirk Müllers „Baby“. Müller weiß seine Fans an sich zu binden. Er kann sich gut darstellen, kann gut reden und sich und seinen Fonds gut verkaufen. Trotz eines maximalen Aufgabeaufschlags von 4 Prozent und laufenden Kosten von bis zu 1,55 Prozent, halt Fans zu Müller. Das drückt sich in diesem Fall besonders im Fondsvolumen aus. Ende 2021 belief sich dieses auf unfassbare 464 Millionen Euro. 

Natürlich brauch man die Performance bei diesem Fonds nicht zu diskutieren. Sie ist schlichtweg indiskutabel. Aber beim Fonds von Dirk Müller geht es vordergründig eher um eine ganze eigene Weltanschauung, das instabile Finanzsystem und die Story dahinter. Jeder Anleger, der Anteile kauft, kennt die nackten Zahlen. Er kennt die schlechte Performance des Fonds. Und dennoch werden echte Fans von Dirk Müller zugreifen. Weil Sie Dirk Müller vertrauen. Und das ist okay.

Apple-Aktie – Weiterhin im Bullenmarkt!

Im Oktober dieses Jahres stellte sich die Situation für die Apple-Aktie noch etwas kritisch dar. Die Kurse fielen ab und unterschritten den kurzfristig interessanten GD38. Allerdings kam es dann zum Aufliegen auf dem hervorragenden Unterstützungsbereich von etwa 138 USD. Dort verlief auch der mittelfristig relevante GD100. So konnte es den Bullen gelingen diese Support-Area für sich zu nutzen, um eine fulminante Aufwärtsbewegung zu initiieren.

Apple-Aktie – wird das Allzeithoch aufgebrochen?

Mit aktuell 182 USD ist das vorläufige Allzeithoch gefunden. Dies war am 13. Dezember der Fall. Seitdem kommt es während der letzten Wochen zu einer korrektiven Seitwärtsbewegung. Dies könnte bedeuten, dass zum Ende der Korrektur die übergeordnete Aufwärtsbewegung wieder aufgenommen wird. Mit Aufbruch der 182er-Marke aktivieren sich dann weitere Kursziele für die Apple-Aktie auf der Oberseite.

Falls es den Bären hingegen gelingen sollte, das letzte kleine Tief vom 20. Dezember bei 167 USD zu unterschreiben, so kommt der größere Unterstützungsbereich von 157 USD sehr stark in den Fokus. Vonseiten der Oszillatoren Rsi und Stochastik besteht derzeit Luft für weitere Anstiege. Etwas ungünstig ist der Macd einzustufen, denn dieser hatte jüngst ein Verkaufssignal generiert.

Der Heikin-Ashi-Chart von der Apple-Aktie (D1)

Apple-Aktie Prognose
Apple-Aktie | Chart von fxempire

Was sagt die Trendanalyse (D1) für die Apple-Aktie?

Macd Oszillator: Bei dem wichtigen Indikator muss geprüft werden, ob die Trigger-Linie unter der Signal-Linie ist. Außerdem auch, ob sich der Macd über null befindet. Von insgesamt 10 Macd Analysen sind 8 positiv. Insofern ist das als bullisch zu bezeichnen.

Gleitende Durchschnitte: Jetzt wird geschaut, ob bei der Apple-Aktie die GDs steigend sind. Denn steigende GDs kennzeichnen einen Aufwärtstrend. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten sind sogar 9 steigend. Das ist durchaus als sehr bullisch zu bezeichnen.

Parabolic SAR Indikator: Es wird als Letztes noch analysiert, ob sich der Schlusskurs oberhalb vom Indikator befindet. Falls ja, so ist ein valider Aufwärtstrend gegeben. Von insgesamt 10 Parabolic SAR Auswertungen ist nur die Hälfte positiv. Das geht aber wirklich besser. Die Bullen müssen Gas geben.

Die Auswertung der Trendanalyse

27.12.2021: Wie fällt der Blick auf die Gesamtauswertung aus? Von 30 gemessenen Kriterien sind 22 als positiv zu bezeichnen. Das sind immerhin 73.33 %. Deshalb kann der Status hier auf „Bullisch“ gesetzt werden. So gesehen ist es durchaus nützlich, einen Einstieg in die Apple-Aktie zu suchen, bzw. investiert zu bleiben.

 

Disclaimer:
Trotz sorgfältiger Analyse kann keine Gewähr für Inhalt, Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen gegeben werden. Die Informationen stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder derivativen Finanzprodukten dar. Der Autor übernimmt keine Haftung für auf dieser Website zur Verfügung gestellten Handelstechniken, Analysen und Tradingideen. Der Autor kann in den besprochenen Wertpapieren, bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung investiert sein.

Apple-Aktie: Die Börsenampel ist dunkelgrün!

Derzeit kennt die Apple-Aktie nur eine Richtung und das ist die nördliche. Dieser Umstand besteht bereits seit dem 5. Oktober dieses Jahres. Dort kam es nämlich zu einem Tief bei 138,27 USD und zu einem Anstieg auf in der Spitze nun fast 30 %. Aus kurzfristiger Sicht heraus besteht deshalb natürlich ein valider Aufwärtstrend. Diesen sollte man auch spielen, solange der Trend anhält.

Apple-Aktie – Gewinne mitnehmen?

Man könnte den GD38 heranziehen, um bei Unterschreiten eventuell auch einmal an Gewinnmitnahmen zu denken. Von Gewinnmitnahmen ist noch niemand arm geworden! Aber nicht nur kurz-, sondern auch mittel- und langfristig besteht natürlich ein intakter und valider Bullenmarkt für die Apple-Aktie. Aufgrund der scharfen Anstiege der jüngsten Handelswochen muss eine Konsolidierung im Hinterkopf sein.

Ob es sich dann um eine Korrektur innerhalb des übergeordneten Aufwärtstrends handelt oder sogar um eine längerfristige Kurserholung, muss abgewartet werden. Derzeit steht die Börsenampel jedenfalls auf Grün und dies sollte auch noch eine Weile so bleiben.

Der Heikin-Ashi-Chart von der Apple-Aktie (D1)

Apple-Aktie Prognose
Apple-Aktie | Chart von fxempire

Das ist eine Trendanalyse (D1) für die Apple-Aktie!

Macd Oszillator: Bei dem beliebten Indikator wird nun analysiert, ob die Trigger-Linie unter der Signal-Linie ist. Auch wird geschaut, ob der Macd über null tendiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen sind ganze 10 positiv. Das ist mega bullisch. Super, weiter so!

Gleitende Durchschnitte: Hierbei wird analysiert, ob bei der Apple-Aktie die GDs steigend sind. Ein Aufwärtstrend wird durch steigende GDs gekennzeichnet. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten sind sogar 10 steigend. Das ist durchaus als sehr bullisch zu bezeichnen.

Parabolic SAR Indikator: Als Letztes wird geschaut, ob sich der Schlusskurs oberhalb vom Indikator befindet. Falls ja, so ist ein valider Aufwärtstrend gegeben. Von insgesamt 10 Parabolic SAR Auswertungen sind sogar 10 positiv. Insofern ist das als absolut bullisch zu bezeichnen.

Die Auswertung der Trendanalyse

11.12.2021: Was zeigt die Gesamtauswertung auf? Von zusammengefasst 30 Bewertungskriterien, sind 30 als positiv zu bezeichnen. Das sind ganze 100.00 %. Der Status ist hier auf „Sehr Bullisch“ zu setzen. Aus dieser Sicht heraus ist es angebracht, einen Einstieg in die Apple-Aktie zu suchen, bzw. investiert zu bleiben.

 

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Apple-Aktie: Gewinnmitnahmen setzen ein!

Apple-Aktie – kann die langfristig bullische Situation aufrechterhalten werden?

Schon seit etwa September 2020 bewegt sich die Apple-Aktie in einer seichten Aufwärtsbewegung. So wurde am 2. September 2020 ein Kurshoch von 138 USD generiert. Noch vor einem Monat war ein ähnlicher Kurs erreicht. Trotzdem zeigt die Trendindikation weiterhin einen Bullenmarkt auf, denn der relevante GD200 ist überboten und zudem noch steigend.

Er trifft sich mit dem Kurstief aus dem Oktober dieses Jahres bei etwa 138 USD. Diese Marke ist auch die Schlüsselzone auf der Unterseite. Dort sollte es mit der Apple-Aktie nicht drunter gehen, um die langfristige bullische Ausgangslage nicht zu gefährden. Vielmehr muss es gelingen in Richtung des Allzeithochs anzuziehen, um neue Höchststände zu erzeugen. Nur so wird der Aufwärtstrend weiter intakt gehalten.

Fazit – die dynamische Aufwärtsbewegung schwächt langsam aber sicher ab und eine rückläufige Situation könnte sich einstellen. Hierbei gilt es, die Marke von etwa 137 USD überboten zu halten.

Der Chart Apple-Aktie (D1) in USD

Apple-Aktie Prognose
Apple-Aktie – fxempire.de chart

Jetzt eine Trendanalyse (D1) für die Apple-Aktie

Gleitende Durchschnitte: Hierbei wird analysiert, ob bei der Apple die GDs steigend sind. Ein Aufwärtstrend wird durch steigende GDs gekennzeichnet. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten sind sogar 9 steigend. Das ist durchaus als sehr bullisch zu bezeichnen.

Macd Indikator: Bei dem beliebten Oszillator wird nun analysiert, ob die Trigger-Linie unter der Signal-Linie ist. Auch wird geschaut, ob der Macd über null tendiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen sind ganze 9 positiv. Das ist mega bullisch. Super, weiter so!

HighLow Indikator: Als Letztes wird geschaut, ob höhere Tiefs und neue Hochpunkte entstehen. Denn höhere Hochs und steigende Tiefpunkte kennzeichnen einen Aufwärtstrend. Von insgesamt 10 HighLows sind 6 steigend. Hier kann man sagen, das ist bullisch.

Die Auswertung der Trendanalyse

10.11.2021: Kommen wir jetzt zur Gesamtauswertung. Von zusammengefasst 30 Bewertungskriterien, sind 24 als positiv zu bezeichnen. Das sind ganze 80 %. Der Status ist hier auf “sehr bullisch” zu setzen. Aus dieser Sicht heraus ist es angebracht, einen Einstieg in die Apple-Aktie zu suchen, bzw. investiert zu bleiben.

Detailansicht vom Heikin-Ashi-Chart mit Indikatoren (D1) in USD

Apple-Aktie Prognose
Apple-Aktie | Quelle: TradingView

 

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Apple-Aktie: Unterstützung von 140 USD ist bestätigt!

Apple-Aktie – Das Allzeithoch kann überboten werden

Im Rahmen der frischen Aufwärtsbewegung geht es jetzt mit der Apple-Aktie scharf in Richtung des Allzeithochs von 157,26 USD. Dass diese Marke erreicht werden kann, steht glaube ich außer Frage. Sogar ein Durchbruch mit neuen Allzeithochs dürfte sich einstellen. Auf der Unterseite ist es jetzt wichtig, die bestätigte Unterstützungszone von etwa 140 USD zu halten.

Sollte es den Bären wider Erwarten gelingen die Kurse in diesem Bereich und darunter zu treiben, so würde sich die charttechnische Lage aus langfristiger Sicht heraus stark eintrüben.

Denn derzeit kommt der 200-Tage-Durchschnitt bei 136 USD unterstützend zur Oberseite gelaufen. Wenn auch dieser unterschritten ist, dann dreht die gleich noch folgende Trendanalyse für die Apple-Aktie von einem Bullenmarkt in einen Bärenmarkt. Aber noch sind keine bärischen Signale zu erkennen.

Fazit – da sich übergeordnet ein Bullenmarkt zeigt, können Rückgänge als Kaufchance gesehen werden. Die Wichtigkeit liegt auf dem Bereich von etwa 135 bis 140 USD. Dieser darf nicht unterschritten werden, um die positive Aussicht zu halten.

Der Chart Apple-Aktie (D1) in USD

Apple-Aktie Prognose
Apple-Aktie – fxempire.de chart

Was sagt die Trendanalyse (D1) für die Apple-Aktie?

HighLow Indikator: Hierbei wird untersucht, ob höhere Tiefs und neue Hochpunkte entstehen. Ein Aufwärtstrend wird durch höhere Hochs und steigende Tiefpunkte gekennzeichnet. Von insgesamt 10 HighLows sind 7 steigend. Hier kann man sagen, das ist bullisch.

Gleitende Durchschnitte: Jetzt wird geschaut, ob bei der Apple-Aktie die GDs steigend sind. Denn steigende GDs kennzeichnen einen Aufwärtstrend. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten sind sogar 9 steigend. Das ist durchaus als sehr bullisch zu bezeichnen.

Macd Indikator: Als Letztes muss bei dem wichtigen Oszillator geprüft werden, ob die Trigger-Linie unter der Signal-Linie ist. Außerdem auch, ob sich der Macd über null befindet. Von insgesamt 10 Macd Analysen sind ganze 10 positiv. Das ist mega bullisch. Super, weiter so!

Die Auswertung der Trendanalyse

28.10.2021: Wie fällt der Blick auf die Gesamtauswertung aus? Von 30 gemessenen Kriterien sind 26 als positiv zu bezeichnen. Das sind ganze 86,67 %. Der Status ist hier auf “sehr bullisch” zu setzen. Aus dieser Sicht heraus ist es angebracht, einen Einstieg in die Apple-Aktie zu suchen, bzw. investiert zu bleiben.

Detailansicht vom Heikin-Ashi-Chart (D1) in USD

Apple-Aktie Prognose
Apple-Aktie | Quelle: TradingView

 

Disclaimer:
Trotz sorgfältiger Analyse kann keine Gewähr für Inhalt, Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen gegeben werden. Die Informationen stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder derivativen Finanzprodukten dar. Der Autor übernimmt keine Haftung für auf dieser Website zur Verfügung gestellten Handelstechniken, Analysen und Tradingideen. Der Autor kann in den besprochenen Wertpapieren, bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung investiert sein.

Gold – Noch immer in der Korrektur gefangen

Rückblick

Die Gold– und Silberpreise und damit auch die Gold- und Silberminenaktien befinden sich seit dem August 2020 in einer schwierigen und zähen Korrekturphase. Insgesamt dreimal hat der Goldpreis dabei Tiefststände im Bereich um 1.677 USD markiert. Zuletzt wurde diese Marke beim Flash Crash am 9.August getestet.

Seitdem kommt der Goldpreis nur langsam auf die Beine. So endete die erste Antwort der Bullen auf den Flash Crash am 3.September an der bekannten Widerstandsmarke von 1.834 USD. In der Folge rutschten die Notierungen den ganzen September über erneut in den Keller. Immerhin steht aktuell mit 1.720 USD seit dem 29.September ein höheres Tief im Raum. Ausgehend von dieser Marke konnten sich die Bullen in den letzten vier Wochen bis auf 1.813 USD vorarbeiten. Trotzdem war diese Wegstrecke markiert von schockartigen und teilweise absurden Rücksetzern.

Derartiges war zum Beispiel am letzten Freitag zu beobachten, als der Goldpreis schon recht deutlich über die Marke von 1.800 USD geklettert war, nur um dann am Spätnachmittag aus heiterem Himmel innerhalb von 30 Minuten um fast 30 USD bis auf 1.783 USD zurückzusetzen.

Natürlich ist die Marke von 1.800 USD eine psychologische Nummer, aber dieses Kursgeschehen hat man in den letzten vierzehn Monaten immer wieder gesehen. Dementsprechend mäandert Gold konfus und seitwärts mit leichtem Abwärtsdrall durch das große Bild. Schon die nachhaltige Eroberung der Marke von 1.800 USD fällt den Bullen momentan schwer.

Chartanalyse Gold in US-Dollar

Wochenchart: Enge Handelspanne zwischen 1.740 USD und 1.830 USD

Gold in US-Dollar, Wochenchart vom 27.Okotber 2021. Quelle: Tradingview

Im größeren Bild steckt der Goldpreis nach wie vor in einer Korrektur. Nur wenn der Sprung über die rote Abwärtstrendlinie gelingt, hellt sich die Lage deutlich auf. Mit einem aktiven Kaufsignal bei der Wochenstochastik im Rücken, fehlen derzeit „nur“ 55 USD bis zur Abwärtstrendlinie. Damit wäre der Befreiungsschlag kein Ding der Unmöglichkeit.

Allerdings ist die Ausgangslage nicht gerade ideal, denn die überschaubare Erholung der letzten Wochen hat bereits viel Kraft gekostet. Vor allem aber ist es der eher zähe und unentschlossene Charakter, mit dem sich Gold hier seit Anfang Oktober nach oben geschoben hat. Ein junger oder frisch gestärkter Bulle sieht doch anders aus und würde dieses ständige Hin- und Her nicht akzeptieren.

Zoomt man allerdings weiter raus, entpuppt sich die 14-monatige Korrektur lediglich als eine gesunde Verdauungsphase und Unterbrechung des übergeordneten Bullenmarktes. So sind die beiden Aufwärtstrendkanäle in blau und grün weiterhin intakt. Innerhalb dieser könnte man den Bären aktuell sogar einen weiteren Rücksetzer in Richtung 1.690 bis 1.700 USD zugestehen.

Das untere Bollinger Band sitzt auf dem Wochenchart aber schon bei 1.740 USD! Insofern stellt ein tieferes Tief unterhalb von 1.677 USD eine enorme Herausforderung für die Bären dar. Auf der Oberseite limitiert das Bollinger Band hingegen die Bullen um 1.830 USD.

Insgesamt ist der Wochenchart eher neutral und ohne klaren Trend. Vermutlich spielt sich das Kursgeschehen in den kommenden Wochen daher in einer engen Handelsspanne zwischen 1.740 USD und 1.830 USD ab.

Tageschart: Schon die 200-Tagelinie macht Probleme

Gold in US-Dollar, Tageschart vom 27.Okotber 2021. Quelle: Tradingview

Auf dem Tages-Chart kämpft der Goldpreis mal wieder mit seiner 200-Tagelinie (1.792 USD). Da dieser gleitende Durchschnitt noch immer fällt, beißen sich die Goldbullen hier seit Juli immer wieder die Zähne aus. Die Stochastik dreht zudem aktuell schon unterhalb der überkauften Zone nach unten weg.

Dieses frische Verkaufssignal könnte sich zwar mit ein oder zwei starken Handelstagen noch negieren, die Ausgangslange auf dem Tageschart bleibt aber „wackelig“. Kommen die Bullen nochmal zurück, wäre ein Anstieg bis zur roten Abwärtstrendlinie eigentlich logisch. Setzen sich die Verkaufssignale weiter durch, droht ein Rückfall bis zum unteren Bollinger Band um 1.740 USD.

Zusammengefasst mehren sich auf dem Tageschart zuletzt die Anzeichen für ein vorzeitiges Ende der seit Ende September laufenden Erholung. Damit hätte Gold nicht einmal die Rückeroberung der Marke von 1.800 USD geschafft und wäre auch an der 200-Tagelinie erneut gescheitert. Kommen die Bullen nochmal zurück, wartet im nächsten Schritt die starke Widerstandszone um 1.834 USD.

Terminmarktstruktur Gold

Commitments of Traders Report für den Gold-Future vom 24. Oktober 2021. Quelle: Sentimenttrader

Die Konstellation am Terminmarkt für den Gold-Future ist seit einigen Monaten neutral. Daran haben auch die Kursbewegungen der letzten Wochen nichts geändert. Zwar stehen die kommerziellen Händler einer Fortsetzung der Erholung kurzfristig nicht im Wege, im größeren Bild liegt aber weiterhin keine antizyklische Engstelle am Terminmarkt vor.

Vielmehr bewegt sich die kumulierte Shortposition der Profis mit 219.190 leerverkauften Kontrakten ziemlich genau in der neutralen Mitte. Erst wenn sich diese Shortposition bis auf ca. 100.000 leerverkaufte Kontrakte reduziert hatte, kam es in der Vergangenheit zu größeren und nachhaltigeren Aufwärtsbewegungen.

Zusammengefasst liefert der CoT-Report daher weiterhin kein antizyklisches Kaufsignal, sondern ist neutral einzustufen.

Sentiment Gold

Sentiment Optix für Gold. Stand 24. Oktober 2021. Quelle: Sentimenttrader

Auch die Stimmungslage am Goldmarkt bleibt im großen Bild in der neutralen Zone gefangen. Eine kleine Übertreibung gab es, wenn überhaupt, zuletzt Ende Mai auf der Oberseite. Von einem Paniktief ist hingegen weit und breit nichts zu sehen. Allerdings ist eigentlich immer nur eine finale Bereinigung der Garant für einen neuen nachhaltigen Aufwärtstrend gewesen. Genau dieses brutale Abschütteln der schwachen Hände fehlt zum Abschluss der seit 14 Monaten laufenden Korrektur.

Das neutrale Sentiment mahnt daher zu Geduld und Vorsicht.

Saisonalität Gold

Ein Bild, das Text, Whiteboard enthält.

Automatisch generierte Beschreibung

Saisonalität für den Goldpreis über die letzten 53 Jahre. Stand 24. Oktober 2021. Quelle: Sentimenttrader

Der saisonale Zyklus unterstützt den Goldpreis in den kommenden Wochen nicht. Vielmehr kam es statistisch betrachtet meist bis Ende November oder gar Mitte Dezember zu einem Ausverkauf am Goldmarkt.

Momentan hat der Goldpreis allerdings zuletzt Ende September bei 1.720 USD ein zumindest vorübergehend wichtiges Tief erreicht und konnte sich in den letzten Wochen erholen. Auch auf Jahressicht scheint sich der Goldpreis an das etablierte saisonale Muster in diesem Jahr nicht halten zu wollen.

Gleichzeitig rückt langsam aber sicher das sogenannte „tax loss selling“ in den USA näher. Viele Minen-Investoren sitzen auf Verlusten. Sollte der Goldpreis daher die Marke von 1.800 USD nicht bald nachhaltig knacken können, dürften entnervte Anleger im November und Dezember möglicherweise reinen Tisch machen, womit sich ein Ausverkauf bei den Minen einstellen könnte.

Insgesamt liefert die Saisonalität aktuell kein Kaufsignal für den Goldpreis. Typischerweise schaltet dieser Analysebaustein erst ab Mitte Dezember wieder auf grün. In der Vergangenheit lieferte dann insbesondere der Januar steile Kursanstiege beim Goldpreis.

Makro-Update und Crack-Up-Boom

EZB Bilanzsumme, vom 22.Oktober 2021 ©Holger Zschaepitz

Die EZB-Bilanz stieg in der vergangenen Woche mal wieder um weitere 31,6 Mrd. Euro an. Das neue Rekordhoch der Bilanzsumme beträgt nun 8.368,3 Mrd. und entspricht gut 77% des BIP der Eurozone.

Wir müssen uns immer wieder klarmachen, dass es trotz all dem Geschwätz der Notenbanker und Politiker hier keine Umkehr mehr geben kann. Im Gegenteil, die Geschwindigkeit, mit der neue Euro-Währung aus dem Nichts elektronisch erschaffen wird, dürfte sich in den kommenden Monaten und Jahren immer stärker beschleunigen. Am Ende reden wir hier ganz einfach über eine unumkehrbare Exponentialfunktion!

Die katastrophalen Folgen dieser unverantwortlichen Währungspolitik zeichnen sich immer deutlicher ab, während die Preise auf weiter Flur immer schneller steigen. Die Kosten für Öl, Gas, Kohle, Holz, Nahrungsmittel und Konsumgüter sind bereits rasant in die Höhe geschnellt. Auf Sicht der kommenden Jahre müssen sich die Bürger mindestens auf weitere jährliche Preissteigerungen von 4-6% einstellen. So werden die Sparer enteignet, die Leistungsträger aus der Eurozone gejagt und die Bedürftigen noch bedürftiger gemacht.

Marktkapitalisierung vs. weltweiter Aktienmarkt, vom 25.Oktober 2021 ©Holger Zschaepitz

Gleichzeitig findet das wirtschaftliche Wachstum nur noch künstlich statt. In der Realität hat der deutsche Aktienmarkt DAX den Anschluss an die nominal haussierenden weltweiten Aktienmärkte verpasst. Gerade mal 2,3% beträgt der Anteil der einst stolzen deutsche Wirtschaft an der weltweiten Aktienmarktkapitalisierung. Während Deutschland als Hauptbürge für die Zeche der EU geradestehen muss, versinkt der DAX zunehmend in der Bedeutungslosigkeit.

Cashflow nach Inflation, vom 26.Oktober 2021 ©Otavio (Tavi) Costa

Ganz anders sieht das Bild hingegen bei den Gold- und Silberminenaktien aus. 73% der 50 größten Goldproduzenten präsentieren in diesem Sektor nach Abzug der Inflationsrate einen positiven Cashflow. Zudem ist der Verschuldungsgrad geringer als in jedem anderen Sektor.

Marktkapitalisierung Edelmetallsektor vs. Apple, vom 26.Oktober 2021 ©Otavio (Tavi) Costa

Die Bewertung des vor Gesundheit strotzenden Edelmetallsektors ist im Vergleich zum Gesamtaktienmarkt jedoch winzig. Allein die Marktkapitalisierung der Apple Aktie ist um das Vierfache größer als die der gesamte Edelmetallindustrie! Ganz unabhängig vom kurzfristigen Trend und trotz der intakten Korrektur finden antizyklische Value-Investoren daher unter den Gold- und Silberminenaktien derzeit langfristig betrachtet ein sehr vielversprechendes Chancen/Risiko-Verhältnis.

Fazit: Gold – Noch immer in der Korrektur gefangen

Weiterhin ist der Edelmetallsektor in einer Korrektur gefangen. Die berechtigten Fragen, wann denn diese Korrektur nun endlich enden wird oder ob das letzte Tief bei 1.720 USD möglicherweise bereits die Trendwende eingeleitet haben könnte, hat der Markt bislang leider nicht beantwortet. Zu unklar und zu verworren ist das Bild aktuell.

Viel wichtiger ist daher die Akzeptanz, dass auch diese „schwierigen und konfusen“ Marktphasen dazugehören, und dass man diese am besten geduldig und entspannt ohne zu großes Engagement verfolgt und aussitzt. Für den Ausbau der physischen Edelmetallbestände eignen sich diese Korrektur- bzw. Seitwärtsphasen sehr gut.

Gefährlich wird es aber, wenn überzeugte Goldbugs blind die eigentlich sehr bullische fundamentale Ausgangslage dem Marktgeschehen aufzwingen wollen. Dabei wird dann im aussagelosen Rauschen des Goldmarktes viel Geld mit gehebelten Spekulationen verloren, während die Party ganz woanders (Kryptos) stattfindet.

In der Konklusion wird der Goldpreis sein Verwirrspielchen zwischen ca. 1.740 USD und 1.830 USD in den kommenden Wochen höchstwahrscheinlich fortsetzen.

Florian Grummes

Edelmetall- und Krypto-Experte

www.midastouch-consulting.com

Kostenloser Newsletter

Quelle: www.celticgold.eu

https://www.celticgold.eu/gold-university/gold-noch-immer-in-der-korrektur-gefangen.html

Edelmetall und Krypto Analyse exklusiv für CelticGold am 27.10.2021

Gold – Noch immer in der Korrektur gefangen

Rückblick

Die Gold- und Silberpreise und damit auch die Gold- und Silberminenaktien befinden sich seit dem August 2020 in einer schwierigen und zähen Korrekturphase. Insgesamt dreimal hat der Goldpreis dabei Tiefststände im Bereich um 1.677 USD markiert. Zuletzt wurde diese Marke beim Flash Crash am 9.August getestet.

Seitdem kommt der Goldpreis nur langsam auf die Beine. So endete die erste Antwort der Bullen auf den Flash Crash am 3.September an der bekannten Widerstandsmarke von 1.834 USD. In der Folge rutschten die Notierungen den ganzen September über erneut in den Keller. Immerhin steht aktuell mit 1.720 USD seit dem 29.September ein höheres Tief im Raum. Ausgehend von dieser Marke konnten sich die Bullen in den letzten vier Wochen bis auf 1.813 USD vorarbeiten. Trotzdem war diese Wegstrecke markiert von schockartigen und teilweise absurden Rücksetzern.

Derartiges war zum Beispiel am letzten Freitag zu beobachten, als der Goldpreis schon recht deutlich über die Marke von 1.800 USD geklettert war, nur um dann am Spätnachmittag aus heiterem Himmel innerhalb von 30 Minuten um fast 30 USD bis auf 1.783 USD zurückzusetzen.

Natürlich ist die Marke von 1.800 USD eine psychologische Nummer, aber dieses Kursgeschehen hat man in den letzten vierzehn Monaten immer wieder gesehen. Dementsprechend mäandert Gold konfus und seitwärts mit leichtem Abwärtsdrall durch das große Bild. Schon die nachhaltige Eroberung der Marke von 1.800 USD fällt den Bullen momentan schwer.

Chartanalyse Gold in US-Dollar

Wochenchart: Enge Handelspanne zwischen 1.740 USD und 1.830 USD

Gold in US-Dollar, Wochenchart vom 27.Okotber 2021. Quelle: Tradingview

Im größeren Bild steckt der Goldpreis nach wie vor in einer Korrektur. Nur wenn der Sprung über die rote Abwärtstrendlinie gelingt, hellt sich die Lage deutlich auf. Mit einem aktiven Kaufsignal bei der Wochenstochastik im Rücken, fehlen derzeit „nur“ 55 USD bis zur Abwärtstrendlinie. Damit wäre der Befreiungsschlag kein Ding der Unmöglichkeit.

Allerdings ist die Ausgangslage nicht gerade ideal, denn die überschaubare Erholung der letzten Wochen hat bereits viel Kraft gekostet. Vor allem aber ist es der eher zähe und unentschlossene Charakter, mit dem sich Gold hier seit Anfang Oktober nach oben geschoben hat. Ein junger oder frisch gestärkter Bulle sieht doch anders aus und würde dieses ständige Hin- und Her nicht akzeptieren.

Zoomt man allerdings weiter raus, entpuppt sich die 14-monatige Korrektur lediglich als eine gesunde Verdauungsphase und Unterbrechung des übergeordneten Bullenmarktes. So sind die beiden Aufwärtstrendkanäle in blau und grün weiterhin intakt. Innerhalb dieser könnte man den Bären aktuell sogar einen weiteren Rücksetzer in Richtung 1.690 bis 1.700 USD zugestehen. Das untere Bollinger Band sitzt auf dem Wochenchart aber schon bei 1.740 USD! Insofern stellt ein tieferes Tief unterhalb von 1.677 USD eine enorme Herausforderung für die Bären dar. Auf der Oberseite limitiert das Bollinger Band hingegen die Bullen um 1.830 USD.

Insgesamt ist der Wochenchart eher neutral und ohne klaren Trend. Vermutlich spielt sich das Kursgeschehen in den kommenden Wochen daher in einer engen Handelsspanne zwischen 1.740 USD und 1.830 USD ab.

Tageschart: Schon die 200-Tagelinie macht Probleme

Gold in US-Dollar, Tageschart vom 27.Okotber 2021. Quelle: Tradingview

Auf dem Tages-Chart kämpft der Goldpreis mal wieder mit seiner 200-Tagelinie (1.792 USD). Da dieser gleitende Durchschnitt noch immer fällt, beißen sich die Goldbullen hier seit Juli immer wieder die Zähne aus. Die Stochastik dreht zudem aktuell schon unterhalb der überkauften Zone nach unten weg. Dieses frische Verkaufssignal könnte sich zwar mit ein oder zwei starken Handelstagen noch negieren, die Ausgangslange auf dem Tageschart bleibt aber „wackelig“. Kommen die Bullen nochmal zurück, wäre ein Anstieg bis zur roten Abwärtstrendlinie eigentlich logisch. Setzen sich die Verkaufssignale weiter durch, droht ein Rückfall bis zum unteren Bollinger Band um 1.740 USD.

Zusammengefasst mehren sich auf dem Tageschart zuletzt die Anzeichen für ein vorzeitiges Ende der seit Ende September laufenden Erholung. Damit hätte Gold nicht einmal die Rückeroberung der Marke von 1.800 USD geschafft und wäre auch an der 200-Tagelinie erneut gescheitert. Kommen die Bullen nochmal zurück, wartet im nächsten Schritt die starke Widerstandszone um 1.834 USD.

Terminmarktstruktur Gold

Commitments of Traders Report für den Gold-Future vom 24. Oktober 2021. Quelle: Sentimenttrader

Die Konstellation am Terminmarkt für den Gold-Future ist seit einigen Monaten neutral. Daran haben auch die Kursbewegungen der letzten Wochen nichts geändert. Zwar stehen die kommerziellen Händler einer Fortsetzung der Erholung kurzfristig nicht im Wege, im größeren Bild liegt aber weiterhin keine antizyklische Engstelle am Terminmarkt vor. Vielmehr bewegt sich die kumulierte Shortposition der Profis mit 219.190 leerverkauften Kontrakten ziemlich genau in der neutralen Mitte. Erst wenn sich diese Shortposition bis auf ca. 100.000 leerverkaufte Kontrakte reduziert hatte, kam es in der Vergangenheit zu größeren und nachhaltigeren Aufwärtsbewegungen.

Zusammengefasst liefert der CoT-Report daher weiterhin kein antizyklisches Kaufsignal, sondern ist neutral einzustufen.

Sentiment Gold

Sentiment Optix für Gold. Stand 24. Oktober 2021. Quelle: Sentimenttrader

Auch die Stimmungslage am Goldmarkt bleibt im großen Bild in der neutralen Zone gefangen. Eine kleine Übertreibung gab es, wenn überhaupt, zuletzt Ende Mai auf der Oberseite. Von einem Paniktief ist hingegen weit und breit nichts zu sehen. Allerdings ist eigentlich immer nur eine finale Bereinigung der Garant für einen neuen nachhaltigen Aufwärtstrend gewesen. Genau dieses brutale Abschütteln der schwachen Hände fehlt zum Abschluss der seit 14 Monaten laufenden Korrektur.

Das neutrale Sentiment mahnt daher zu Geduld und Vorsicht.

Saisonalität Gold

Ein Bild, das Text, Whiteboard enthält.

Automatisch generierte Beschreibung

Saisonalität für den Goldpreis über die letzten 53 Jahre. Stand 24. Oktober 2021. Quelle: Sentimenttrader

Der saisonale Zyklus unterstützt den Goldpreis in den kommenden Wochen nicht. Vielmehr kam es statistisch betrachtet meist bis Ende November oder gar Mitte Dezember zu einem Ausverkauf am Goldmarkt.

Momentan hat der Goldpreis allerdings zuletzt Ende September bei 1.720 USD ein zumindest vorübergehend wichtiges Tief erreicht und konnte sich in den letzten Wochen erholen. Auch auf Jahressicht scheint sich der Goldpreis an das etablierte saisonale Muster in diesem Jahr nicht halten zu wollen.

Gleichzeitig rückt langsam aber sicher das sogenannte „tax loss selling“ in den USA näher. Viele Minen-Investoren sitzen auf Verlusten. Sollte der Goldpreis daher die Marke von 1.800 USD nicht bald nachhaltig knacken können, dürften entnervte Anleger im November und Dezember möglicherweise reinen Tisch machen, womit sich ein Ausverkauf bei den Minen einstellen könnte.

Insgesamt liefert die Saisonalität aktuell kein Kaufsignal für den Goldpreis. Typischerweise schaltet dieser Analysebaustein erst ab Mitte Dezember wieder auf grün. In der Vergangenheit lieferte dann insbesondere der Januar steile Kursanstiege beim Goldpreis.

Makro-Update und Crack-Up-Boom

EZB Bilanzsumme, vom 22.Oktober 2021 ©Holger Zschaepitz

Die EZB-Bilanz stieg in der vergangenen Woche mal wieder um weitere 31,6 Mrd. Euro an. Das neue Rekordhoch der Bilanzsumme beträgt nun 8.368,3 Mrd. und entspricht gut 77% des BIP der Eurozone.

Wir müssen uns immer wieder klarmachen, dass es trotz all dem Geschwätz der Notenbanker und Politiker hier keine Umkehr mehr geben kann. Im Gegenteil, die Geschwindigkeit, mit der neue Euro-Währung aus dem Nichts elektronisch erschaffen wird, dürfte sich in den kommenden Monaten und Jahren immer stärker beschleunigen. Am Ende reden wir hier ganz einfach über eine unumkehrbare Exponentialfunktion!

Die katastrophalen Folgen dieser unverantwortlichen Währungspolitik zeichnen sich immer deutlicher ab, während die Preise auf weiter Flur immer schneller steigen. Die Kosten für Öl, Gas, Kohle, Holz, Nahrungsmittel und Konsumgüter sind bereits rasant in die Höhe geschnellt. Auf Sicht der kommenden Jahre müssen sich die Bürger mindestens auf weitere jährliche Preissteigerungen von 4-6% einstellen. So werden die Sparer enteignet, die Leistungsträger aus der Eurozone gejagt und die Bedürftigen noch bedürftiger gemacht.

Marktkapitalisierung vs. weltweiter Aktienmarkt, vom 25.Oktober 2021 ©Holger Zschaepitz

Gleichzeitig findet das wirtschaftliche Wachstum nur noch künstlich statt. In der Realität hat der deutsche Aktienmarkt DAX den Anschluss an die nominal haussierenden weltweiten Aktienmärkte verpasst. Gerade mal 2,3% beträgt der Anteil der einst stolzen deutsche Wirtschaft an der weltweiten Aktienmarktkapitalisierung. Während Deutschland als Hauptbürge für die Zeche der EU geradestehen muss, versinkt der DAX zunehmend in der Bedeutungslosigkeit.

Cashflow nach Inflation, vom 26.Oktober 2021 ©Otavio (Tavi) Costa

Ganz anders sieht das Bild hingegen bei den Gold- und Silberminenaktien aus. 73% der 50 größten Goldproduzenten präsentieren in diesem Sektor nach Abzug der Inflationsrate einen positiven Cashflow. Zudem ist der Verschuldungsgrad geringer als in jedem anderen Sektor.

Marktkapitalisierung Edelmetallsektor vs. Apple, vom 26.Oktober 2021 ©Otavio (Tavi) Costa

Die Bewertung des vor Gesundheit strotzenden Edelmetallsektors ist im Vergleich zum Gesamtaktienmarkt jedoch winzig. Allein die Marktkapitalisierung der Apple Aktie ist um das Vierfache größer als die der gesamte Edelmetallindustrie! Ganz unabhängig vom kurzfristigen Trend und trotz der intakten Korrektur finden antizyklische Value-Investoren daher unter den Gold- und Silberminenaktien derzeit langfristig betrachtet ein sehr vielversprechendes Chancen/Risiko-Verhältnis.

Fazit: Gold – Noch immer in der Korrektur gefangen

Weiterhin ist der Edelmetallsektor in einer Korrektur gefangen. Die berechtigten Fragen, wann denn diese Korrektur nun endlich enden wird oder ob das letzte Tief bei 1.720 USD möglicherweise bereits die Trendwende eingeleitet haben könnte, hat der Markt bislang leider nicht beantwortet. Zu unklar und zu verworren ist das Bild aktuell.

Viel wichtiger ist daher die Akzeptanz, dass auch diese „schwierigen und konfusen“ Marktphasen dazugehören, und dass man diese am besten geduldig und entspannt ohne zu großes Engagement verfolgt und aussitzt. Für den Ausbau der physischen Edelmetallbestände eignen sich diese Korrektur- bzw. Seitwärtsphasen sehr gut. Gefährlich wird es aber, wenn überzeugte Goldbugs blind die eigentlich sehr bullische fundamentale Ausgangslage dem Marktgeschehen aufzwingen wollen. Dabei wird dann im aussagelosen Rauschen des Goldmarktes viel Geld mit gehebelten Spekulationen verloren, während die Party ganz woanders (Kryptos) stattfindet.

In der Konklusion wird der Goldpreis sein Verwirrspielchen zwischen ca. 1.740 USD und 1.830 USD in den kommenden Wochen höchstwahrscheinlich fortsetzen.

Florian Grummes

Edelmetall- und Krypto-Experte

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Quelle: www.celticgold.eu

Apple-Aktie: Top Signale – Jetzt weiter aufwärts?

Dies kann an dem erneuten Anstieg der Apple-Aktie und dem daraus resultierendem Abfedern aus der Support-Area abgeleitet werden. Jetzt ist es aber dennoch wichtig weiterhin Richtung Norden anzuziehen. Als direkter kleinerer Widerstand gilt das Hoch vom 24. September bei 147,47 USD. Dieses muss zwangsläufig aufgebrochen werden, um zum Allzeithoch zu gelangen. Wir sprechen beim Allzeithoch von 157,26 USD.

Apple-Aktie – Macd gibt Kaufsignal!

Vonseiten des viel genutzten Macd Indikators ist erst in den letzten zwei Handelstagen ein neues frisches Kaufsignal entstanden. Dies ist schon mal sehr positiv und zeigt die Stärke der Bullen der Apple-Aktie auf. Jetzt muss nur noch die Nulllinie überwunden werden, und dieser wichtige Indikator ist vollends auf bullish geeicht.

Sollten die Bären wider Erwarten die Preise zur Unterseite drücken, so kommt bei aktuell 135,60 USD der vielbeachtete GD200 unterstützend zur Oberseite gelaufen. Spätestens dort müsste dann die Trendwende gelingen, andernfalls würde die charttechnische Situation stark eintrüben.

Der Chart Apple-Aktie (D1) in USD

Apple-Aktie Prognose
Apple-Aktie – fxempire.de chart

Hier die Trendanalyse (D1) für die Apple-Aktie

HighLow Indikator: Nun wird noch geprüft, ob höhere Tiefs und neue Hochpunkte entstehen. Tief- und Hochpunkte die steigend sind kennzeichnen einen Aufwärtstrend. Von insgesamt 10 HighLows sind 6 steigend. Hier kann man sagen, das ist bullisch.

Macd Indikator: An dieser Stelle wird bei dem Oszillator untersucht, ob die Signal-Linie über der Trigger-Linie ist. Zusätzlich auch, ob der Macd über null notiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen sind nur 4 positiv. Insofern ist das als bärisch zu bezeichnen.

Gleitende Durchschnitte: Es wird als Letztes noch analysiert, ob bei der Apple-Aktie die GDs steigend sind. Denn steigende GDs machen einen Aufwärtstrend aus. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten sind 7 steigend. Insofern ist das als bullisch zu bezeichnen. -the trend is your friend-

Die Auswertung der Trendanalyse

17.10.2021: Jetzt widmen wir uns der Gesamtauswertung. Alles zusammen sind es 30 Kriterien, davon sind 17 als positiv zu bezeichnen. Das sind 56,67 %. Demnach wird der Status hier auf “neutral” gesetzt. Insofern kann es durchaus sinnvoll sein, die Apple-Aktie zu halten und etwas genauer zu beobachten.

Detailansicht vom Heikin-Ashi-Chart (D1) in USD

Apple-Aktie Prognose
Apple-Aktie | Quelle: TradingView

 

Disclaimer:
Trotz sorgfältiger Analyse kann keine Gewähr für Inhalt, Aktualität, Richtigkeit oder Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen gegeben werden. Die Informationen stellen keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder derivativen Finanzprodukten dar. Der Autor übernimmt keine Haftung für auf dieser Website zur Verfügung gestellten Handelstechniken, Analysen und Tradingideen. Der Autor kann in den besprochenen Wertpapieren, bzw. Basiswerten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung investiert sein.

Produzenten in China heben Preise im Rekordtempo an

Die Produzentenpreise stiegen um 10,7 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistikamt am Donnerstag in Peking mitteilte. Seit Beginn der Erhebung im Oktober 1996 hat es einen so kräftigen Anstieg noch nie gegeben. Ökonomen hatten mit einer Teuerungsrate von 10,5 Prozent gerechnet, nachdem sie im August 9,5 Prozent betragen hatte.

Die Erzeugerpreise gelten als Frühindikator für die Entwicklung der Inflation. In der Statistik werden die Preise ab Fabrik geführt – also bevor die Produkte weiterverarbeitet werden oder in den Handel kommen. Sie können damit einen frühen Hinweis auf die Entwicklung der Verbraucherpreise geben. Die höheren Preise bei Exportweltmeister China könnten auch die deutschen Verbraucher zu spüren bekommen: Aus keinem anderen Land der Welt importiert Deutschland mehr Waren, 2020 summierten sich die Einfuhren aus der Volksrepublik auf 116,3 Milliarden Euro.

In der Volksrepublik ist die Teuerung für die Konsumenten bislang niedrig. Der Verbraucherpreise legten im September nur um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu. Analysten hatten einen etwas kräftigeren Anstieg von 0,9 Prozent erwartet. “Es gibt weiterhin Engpässe auf der Angebotsseite, und die Nachfrage war schwach, so dass die Hersteller gestiegene Kosten nicht weitergeben können”, sagte Commerzbank-Ökonomen Zhou Hao. “Dies ist ein schmerzhafter Prozess, den die chinesische Wirtschaft durchlaufen muss.”

Zahlreiche chinesische Fabriken berichteten zuletzt von Produktionsstörungen. Ein Grund dafür ist die Stromknappheit in der nach den USA zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Die Regierung beschleunigt den Übergang zu sauberer Energie, weshalb besonders alte und schmutzige Anlagen abgeschaltet werden. Zusammen mit der boomenden industriellen Nachfrage und den hohen Rohstoffpreisen hat das immer wieder zum Stillstand im Fabriken geführt, darunter auch in denen von globalen Konzernen wie Apple.