Staat 2021 mit zweitgrößtem Defizit seit Wiedervereinigung

Berlin (Reuters) – Der deutsche Staathaushalt ist 2021 wegen hoher Corona-Kosten das zweite Jahr in Folge tief in die roten Zahlen gerutscht.

Die Ausgaben von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherung überstiegen die Einahmen um rund 154 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in einer ersten Schätzung mitteilte. Dies sei das zweithöchste Defizit seit der deutschen Vereinigung. “Übertroffen wurde es nur vom Rekorddefizit von 1995, in dem die Treuhandschulden in den Staatshaushalt übernommen wurden”, sagte Peter Schmidt vom Statistikamt. Der Fehlbetrag entspricht 4,3 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Im Rezessionsjahr 2020 hatte es ebenfalls ein Minus von 4,3 Prozent oder 145,2 Milliarden Euro gegeben, nachdem zuvor jahrelang Überschüsse erzielt wurden. Der Staat gab wegen der Corona-Krise beispielsweise viel Geld für Soforthilfen an Unternehmen, Impfzentren, kostenlose Tests sowie zur Unterstützung der Krankenhäuser aus. Auch wurden Milliardenhilfen für die Flutopfer gezahlt.

Der Referenzwert des europäischen Stabilitäts- und Wachstumspakts von drei Prozent wurde damit bereits das zweite Jahre in Folge deutlich verfehlt. Seine Anwendung wurde jedoch wegen der Corona-Krise für die Jahre 2020 und 2021 ausgesetzt. Für dieses Jahr rechnen die meisten Experten mit einer deutlich geringeren Neuverschuldung – auch wegen der erwarteten kräftigen Konjunkturerholung. Das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) etwa erwartet ein Finanzierungsdefizit von 1,8 Prozent, das 2023 auf 1,4 Prozent fallen soll.

“Die Corona-Pandemie bleibt für die Staatsfinanzen eine schwere Belastung” sagte der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel. Allerdings sei das Haushaltsdefizit wesentlich geringer ausgefallen als angenommen. “Die Steuereinnahmen entwickelten sich besser als erwartet”, führte Gitzel aus. “Nun gilt es, die Staatsverschuldung perspektivisch wieder zu verringen und zugleich genügend Mittel in die anstehende Transformation zu lenken”, sagte KfW-Chefvolskwirtin Fritzi Köhler-Geib. “Dieser schwierige Spagat gelingt am besten bei einem soliden Wirtschaftswachstum und einem engen Monitoring der Ausgabenqualität und -effizienz.”

Das Defizit des Bundes stieg im vergangenen Jahr auf 155,3 Milliarden Euro und war damit sogar noch etwas höher als das des Staates insgesamt. Dagegen waren die Finanzierungssalden der Länder (-1,6 Milliarden Euro) und der Sozialversicherungen (-0,1 Milliarden Euro) nur leicht im Minus. Die Gemeinden schlossen das Haushaltsjahr sogar mit einem kleinen Überschuss von 3,1 Milliarden Euro ab.

Achtung DAX: Braut sich hier ein Trendwechsel zusammen?

Fehlerhafte Bullflag als möglicher Vorbote für weitere Abgaben

Tickmill-Analyse: DAX im Tageschart

In der letzten DAX-Analyse vom Sonntag wurde über die bullische Flagge am Ende der Aufwärtsphase berichtet. Der Ausbruch aus dieser Flagge wurde bullisch gesehen und zog Erwartungen auf deutliche Kurssteigerungen nach sich. Diese Einschätzung ist aus aktueller Sicht allerdings nun nicht mehr ohne weiteres gültig. Denn für das Bull-Case-Szenario hätte der Ausbruch am Montag vollzogen werden sollen.

Stattdessen gingen die Kurse am Montag weiter in die Tiefe. Sie fielen bis auf 15.724 Punkte und damit bis unter das Tief der letzten kleinen Korrektur bei 15.796 Punkten. Erst nach diesem Rutsch kamen die Käufer aufs Parkett zurück und sorgten für den Ausbruch aus der Korrekturformation mit Kursanstiegen bis knapp unter die Marke von 16.100 Punkten.

Bewahrheitet sich die Vermutung, dass der Ausbruch nach oben das Aufbäumen vor dem nächsten Kursrutsch ist, steht die Korrekturausdehnung unter das Zwischentief bei 15.724 Punkten in Richtung Auffanglevel bei 15.060 Punkten auf der Agenda

Der Stundenchart zeigt das Potential für die Downside

Tickmill-Analyse: DAX im Stundenchart

Der Blick in den Stundenchart offenbart die Chancen für weiter fallende Kurse. Denn der Bereich um die Marke von 16.100 Punkten zeichnet sich als Widerstandsbereich ab. Um die bullische Sequenz wieder aufzunehmen und einen Lauf auf die Zwischenhochs bei 16.155 Punkten und 16.287 Punkten zu erwarten, ist ein zeitnahes Überschreiten dieses Widerstands wünschenswert.

Der Kursrutsch unter 15.950 Punkte spricht hingegen für das kurzfristige Short-Szenario. Ziele bietet zunächst das kleine Verlaufstief bei 15.858 Punkten und das Drehlevel bei 15.724 Punkten. Notierungen darunter finden unter anderem an den kleineren Verlaufstiefs bei 15.665 Punkten und 15.600 Punkten Orientierung.

Videobesprechung

Über die entscheidenden Kurslevel im EURUSD und GOLD, spricht der Marktexperte Mike Seidl in der heutigen Ausgabe von „Tickmill’s täglichen Tradingideen“.

 

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Ihr Mike Seidl

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Australien annulliert Visum von Djokovic erneut – Einspruch möglich

Melbourne (Reuters) – Im Impf-Streit um den Tennis-Star Novak Djokovic drängt die australische Regierung den 34-Jährigen erneut zur Ausreise.

Er habe das Visum des Sportlers annulliert, erklärte Einwanderungsminister Alex Hawke am Freitag. Die Entscheidung liege im öffentlichen Interesse Australiens und sei aus Gründen des Gesundheitsschutzes getroffen worden. Der Serbe kann dagegen vor Gericht ziehen, so wie er das nach einer früheren Entscheidung bereits erfolgreich getan hat. Der Streit sorgt seit Tagen für internationales Aufsehen und hat auch zu diplomatischen Spannungen zwischen Australien und Serbien geführt. Zudem nahm die weltweite Debatte über Rechte für Ungeimpfte an Fahrt auf. Djokovic gilt als nicht geimpft und als Impfskeptiker.

Hawke erklärte am Freitag, er sei fest entschlossen, Australiens Grenzen mit Blick auf die Corona-Pandemie zu schützen. Er habe Informationen des Innenministeriums und vom Bundesgrenzschutz zum Fall Djokovic sorgfältig geprüft. Sollte der 34-Jährige nicht gegen die Entscheidung vorgehen oder vor Gericht mit einem Einspruch scheitern, muss er ausreisen. Zudem droht ihm eine dreijährige Einreise-Sperre.

Djokovic war vergangene Woche nach Australien gereist und hatte sich auf eine Ausnahmegenehmigung berufen. Seine Anwälte hatten diese später mit einer kürzlich erlittenen Corona-Infektion des Sportlers begründet. Die Bundesbehörden hatten Djokovic aber die Einreise verweigert. Der Vater des Sportlers hatte die Entscheidung auf einer Pressekonferenz in Serbien auch mit nationalistischen Tönen scharf kritisiert. Serbiens Präsident Aleksandar Vucic warf Australien vor, Djokovic zu schikanieren. Ein Gericht hatte die Annulierung später aus formalen Gründen gekippt. Hawkes Ministerium hatte aber angekündigt, eine erneute Annullierung zu prüfen. Am Mittwoch hatte Djokovic Fehler in seinem Visum-Antrag eingeräumt. Zuvor hatten Medien über Ungereimtheiten berichtet.

Djokovic gilt als derzeit weltbester Tennisspieler. Er ist Titelverteidiger bei den Australian Open, einem der wichtigsten Turniere der Welt, das am Montag beginnt. Djokovic steht im Spielplan, sein erstes Match ist für Montag oder Dienstag angesetzt.

UMFRAGE – MEHRHEIT DER AUSTRALIER FÜR AUSREISE

Bei ihrer Entscheidung weiß die Regierung die große Mehrheit der Australier hinter sich: Einer Umfrage der Mediengruppe News Corp zufolge befürworten 83 Prozent der Befragten den Versuch, Djokovic wieder des Landes zu verweisen. Die Impfquote in Australien liegt bei 91 Prozent, viele Menschen sind über Ausnahmen für Ungeimpfte empört. Sie hatten sich zudem in der Pandemie massiv einschränken müssen, als sie den weltweit längsten Lockdown über sich ergehen lassen mussten. Zuletzt stieg die die Zahl der Neuinfizierten wieder stark an.

Djokovic hatte die Ausnahme-Genehmigung für eine Einreise vom Bundesstaat Victoria erhalten. Die Bundesregierung kontrolliert aber die Außengrenzen und kann Ausnahmen anfechten. Die konservative Bundesregierung um Ministerpräsident Morrison und die Mitte-Links-Regierung Victorias streiten sich seit längerem über den Kurs in der Corona-Politik.

Lindner will raus aus Krisenmodus – Schuldenrahmen 2021 nicht ausgereizt

Berlin (Reuters) – Bundesfinanzminister Christian Lindner will in den nächsten Jahren aus dem Corona-Krisenmodus rauskommen.

Trotz des Nachtragshaushalts für 2021 werde der mögliche Schuldenrahmen nicht voll ausgeschöpft, sondern um 24,8 Milliarden Euro unterschritten, sagte der FDP-Vorsitzende am Freitag im Bundestag. Die geplante Neuverschuldung für 2021 lag bislang bei 240 Milliarden Euro – so viel wie nie zuvor. “Wir tun also das, was nötig ist, aber es wird nicht ausgereizt, was möglich wäre.” Der Staat müsse sich wieder Spielräume schaffen, um auch in der nächsten Krise handlungsfähig zu sein.

Lindner bekräftigte, die im Grundgesetz verankerte, aber in der Pandemie ausgesetzte Schuldenbremse ab 2023 wieder einhalten zu wollen. “In den Folgejahren ist es mein Ziel, die deutsche Schuldenquote zu reduzieren.” Weltweit sind die Schuldenstände 2020 sprunghaft gestiegen. In Deutschland wurden zur Bekämpfung der Krise Milliarden in Wirtschaftshilfen gesteckt, während zeitgleich die Steuereinnahmen wegbrachen.

Mittlerweile hat sich die Lage aber wieder gebessert. Die deutsche Wirtschaft ist 2021 um 2,7 Prozent gewachsen. Auch die Steuereinnahmen legen wieder zu. Mit dem Nachtragshaushalt für 2021 schafft die neue Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP eine Klima-Rücklage von 60 Milliarden Euro. “Wir müssen die Erholung der Wirtschaft finanzieren, wir müssen die Pandemie überwinden, wir müssen die Investitionen stärken”, sagte Lindner. Die Ampel sei offen für Entlastungen von Bürgern und Unternehmen. “Es wird keine Steuererhöhungen geben.”

CDU und AfD kritisierten den Nachtragshaushalt als verfassungswidrig, weil Kreditermächtigungen für die Pandemie umgewidmet und nun für Klima-Investitionen genutzt werden sollen. Sie forderten Lindner auf, den Nachtragshaushalt zurückzuziehen.

Biden will Fed-Spitze diverser machen

(Neu: Details)

Washington (Reuters) – US-Präsident Joe Biden sorgt mit der Nominierung von Frauen und Angehörigen ethnischer Minderheiten für mehr Diversität im Direktorium der Notenbank Fed.

Er habe die frühere US-Fed-Direktorin Sarah Bloom Raskin für den wichtigen Vizechefposten ausgewählt, der das Zuständigkeitsfeld Bankenaufsicht umfasst, teilten mit der Sache vertraute Personen mit. Experten gehen davon aus, dass sie eine schärfere Regulierung der Bankhäuser verfolgen dürfte als der Ende vorigen Jahres abgetretene Fed-Vize Randal Quarles. Als weitere Kandidaten für das Direktorium nominierte Biden demnach die afroamerikanischen Wirtschaftswissenschaftler Lisa Cook und Philip Jefferson.

Nach Bekanntwerden der Kandidatenliste wurde aus dem republikanischen Lager Kritik laut. Der Senator Pat Toomey aus Pennsylvania erklärte, er habe “ernste Bedenken” gegen die Nominierung Raskins. Er befürchte, dass sie sich von den Mandaten der Fed – Förderung von Vollbeschäftigung und Preisstabilität – entfernen werde. So könnte sie seiner Meinung nach aus Klimaschutzerwägungen versuchen, Banken von der Kreditvergabe an Gas- und Ölfirmen abzuhalten. Auch mit Blick auf die Nominierung von Cook und Jefferson ließ Toomey Skepsis anklingen. Er sitzt im Bankenausschuss des Senats, dem Kandidaten für das Fed-Direktorium Rede und Antwort stehen müssen. Danach muss jeder Kandidat auch vom Plenum der Parlamentskammer bestätigt werden, in der die Demokraten Bidens nur eine hauchdünne Mehrheit haben. Toomey sagte, er werde genau prüfen, ob die Nominierten die nötige Erfahrung, das erforderliche Urteilsvermögen und die geldpolitische Sichtweisen mitbrächten, um als Fed-Direktoren zu arbeiten.

Die als Universitätsprofessorin an der Universität Michigan arbeitende Ökonomin Cook wäre die erste Afroamerikanerin auf einem Fed-Direktorenstuhl. Und ihr designierter Kollege Jefferson vom Davidson College aus North Carolina wäre der erste männliche Angehörige dieser ethnischen Minderheit in dem Führungsgremium seit über 15 Jahren.

Wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person erklärte, hat das US-Präsidialamt die Nominierungen bereits an den Senat geschickt. “Präsident Biden hat eine seriöse, qualifizierte und überparteiliche Gruppe von fünf Kandidaten für das Direktorium der Federal Reserve nominiert, die zusammen ein außerordentliches Maß an Fähigkeiten, Erfahrung und Kompetenz in die Federal Reserve einbringen werden”, sagte der Insider. Die Nominierungen würden die Reihen des siebenköpfigen Gremiums auffüllen und die Führungsspitze der Fed vielfältiger als je zuvor in ihrer 108-jährigen Geschichte machen.

Britische Wirtschaft wieder größer als vor Pandemie-Beginn

London (Reuters) – Die britische Wirtschaft hat im November ihr Vor-Corona-Niveau übertroffen.

Das Bruttoinlandsprodukt sei in diesem Monat um 0,9 Prozent in Vergleich zum Oktober gewachsen, wie das Statistikamt ONS am Freitag in London mitteilte. Damit sei die fünftgrößte Volkswirtschaft der Welt nun wieder größer als im Februar 2020, als die Pandemie ihren Lauf nahm und im März in einen ersten Lockdown mündete. Das Wachstum fiel überraschend stark aus: Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten für November lediglich ein Plus von 0,4 Prozent vorausgesagt.

Allerdings dürfte sich die Wirtschaft im Dezember schlechter entwickelt haben, wie Ökonomen schätzen. Grund dafür ist demnach die rasche Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante des Corona-Virus. Das belastete beispielsweise Gastgewerbe und Tourismus, da sich Kunden zurückhielten. Zudem mussten viele Beschäftigte in Quarantäne.

Die Bank von England (BoE) hatte im vergangenen Monat als erste der großen Zentralbanken weltweit die Zinsen seit Ausbruch der Corona-Pandemie erhöht. Der geldpolitische Schlüsselsatz wurde von 0,1 auf 0,25 Prozent angehoben. Die Notenbank erklärte, dass die neue Corona-Mutante zwar kurzfristig die Wirtschaft belasten werde, die mittelfristigen Auswirkungen auf die Inflation aber unklar seien.

Die Inflation schoss zuletzt mit 5,1 Prozent weit über das Ziel der Notenbank hinaus und lag auf dem höchsten Stand seit über zehn Jahren. Die BoE rechnet nun für April sogar mit sechs Prozent. Angetrieben werden die Preise unter anderem durch die stark gestiegenen Energiekosten sowie aus der Pandemie-Krise resultierendem Materialmangel und Lieferengpässen. Viele Fachleute hatten wegen der verschärften Corona-Lage noch nicht mit einer strafferen Geldpolitik gerechnet.

Die Europäische Zentralbank beließ derweil ihren Leitzins von 0,0 Prozent für die Euro-Zone wie erwartet auf dem rekordniedrigen Niveau. Die EZB wagt aber die schrittweise Abkehr vom Krisenmodus und lässt ihr billionenschweres Pandemie-Notprogramm PEPP auslaufen.

Solana (SOL) – Auf dieser Marke liegt jetzt alle Hoffnung!

Seit dem Allzeithoch im November hat Solana (SOL) in der Spitze um die 50 % an Wert abgeben müssen. Im Rahmen der Kurserholung wurde jetzt der wichtige gleitende Durchschnitt mit der Periode 200 erreicht. Auf dem Schaubild ist herausragend zu sehen, wie es über mehrere Tage hinweg fast punktgenau zum Aufsetzen und auch zu einer neuerlichen kleinen Bewegung kommt. Zusammen mit dem Tief aus dem September 2021 bildet der Kursbereich um etwa 130 USD eine wichtige Unterstützung aus.

Solana (SOL) – der Coin ist angeschlagen

Die 130er-Marke sollte nicht von den Bären erobert werden, um die langfristige Aussicht weiterhin positiv zu halten. Mit Unterschreiten der wichtigen Unterstützung würde die charttechnische Lage eintrüben und der Bullenmarkt muss infrage gestellt werden. Aber aktuell ist der Kurs noch darüber und aus dieser Sicht heraus bestehen jetzt gute Chancen, dass es bei Solana (SOL) zu einem erneuten Anlauf in der 200er-Marke kommen kann. Diese muss zwangsläufig auch aufgebrochen werden, um für neue Höchststände sorgen zu können.

Fazit – die kurz- und mittelfristige Trendausrichtung ist angeschlagen. Alle Hoffnung liegt nun auf dem langfristig relevanten Support-Bereich von etwa 130 USD.

Der Heikin-Ashi-Chart von Solana (SOL) (D1)

Solana (SOL) Prognose
Solana (SOL) | Chart von fxempire

Nun eine Trendanalyse (D1) für Solana (SOL)!

Macd Oszillator: An dieser Stelle wird bei dem Oszillator untersucht, ob die Signal-Linie über der Trigger-Linie ist. Zusätzlich auch, ob der Macd über null notiert. Von insgesamt 10 Macd Analysen ist nicht eine positiv. Insofern ist das als sehr bärisch zu bezeichnen und muss sich ändern.

Gleitende Durchschnitte: Es wird noch analysiert, ob bei Solana (SOL) die GDs steigend sind. Denn steigende GDs machen einen Aufwärtstrend aus. Von insgesamt 10 gleitenden Durchschnitten ist nicht ein einziger steigend. Insofern ist das als sehr bärisch zu bezeichnen. So geht es nicht weiter!

Parabolic SAR Indikator: Als Letztes muss geprüft werden, ob sich der Schlusskurs oberhalb vom Indikator befindet. Falls ja, so ist ein valider Aufwärtstrend gegeben. Von insgesamt 10 Parabolic SAR Auswertungen sind sogar 10 positiv. Insofern ist das als absolut bullisch zu bezeichnen.

Die Auswertung der Trendanalyse

14.01.2022: Jetzt widmen wir uns der Gesamtauswertung. Alles zusammen sind es 30 Kriterien, davon sind 10 als positiv zu bezeichnen. Das sind nur 33.33 %. Demzufolge wird der Status hier auf „Bärisch“ gesetzt. Von daher ist es clever, mit dem Einstieg in Solana (SOL) zu warten, bis die Analyse ein positives Ergebnis bringt.

 

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China mit Rekord-Exportüberschuss von 676 Milliarden Dollar

Peking (Reuters) – Exportweltmeister China hat 2021 einen Exportüberschuss in Rekordhöhe erzielt.

Die Ausfuhren übertrafen die Importe um 676,43 Milliarden Dollar (fast 590 Mrd Euro), wie die Zollbehörde am Freitag in Peking mitteilte. Das sind gut 152 Milliarden mehr als 2020. Es ist zugleich der höchste Wert seit Beginn der Statistik 1950.

Grund dafür ist die weltweit starke Nachfrage nach Waren “Made in China”. Diese legten im vergangenen Jahr um 29,9 Prozent zu, nachdem es im ersten Corona-Jahr lediglich zu einem Plus von 3,6 Prozent gereicht hatte. Besonders gefragt waren beispielsweise Computer und anderer Elektronik, die etwa für das pandemiebedingte Arbeiten von Zuhause benötigt werden. Auch medizinische Produkte wie etwa Masken wurden wegen der Pandemie in aller Welt benötigt. Die chinesischen Importe legten um 30,1 Prozent zu, nachdem sie 2020 noch um 1,1 Prozent gefallen waren.

Experten zufolge hat China von der Pandemie-bedingten Unterbrechung der Lieferketten etwa in den westlichen Ländern profitiert. “Wir gehen davon aus, dass die chinesischen Exporte im laufenden ersten Quartal aufgrund der robusten globalen Nachfrage stark bleiben werden”, sagte der Chefökonom von Pinpoint Asset Management, Zhang Zhiwei. “Derzeit könnten die starken Exporte der einzige Motor sein, der Chinas Wirtschaft hilft.”

Chinas stellvertretender Handelsminister hatte zuletzt allerdings davor gewarnt, dass sein Land im neuen Jahr mit beispiellosen Schwierigkeiten konfrontiert sein werde. Er verwies darauf, dass andere Exportnationen ihre Produktion nun wieder kräftig hochfahren dürften. Die deutsche Industrie etwa sitzt auf einem rekordhohen Auftragsberg, den sie wegen Materialmangels bislang nicht abtragen konnte.

Die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wird einer Ökonomen-Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters zufolge sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr um 5,2 Prozent wachsen. 2021 dürfte es aufgrund von Nachholeffekten zu einem besonders kräftigen Plus von 8,0 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt gereicht haben. “Insbesondere im ersten Halbjahr dürfte ausreichend politische Unterstützung bereitgestellt werden, um sicherzustellen, dass das Wirtschaftswachstum nicht unter Pekings Komfortzone fällt”, sagte Tommy Wu von Oxford Economics. So könnte die Zentralbank ihre Geldpolitik lockern.

Inflation in den USA: Warum auch bis zu 9 Prozent kein Problem sind!

Die Inflation in den Vereinigten Staaten von Amerika ist im Dezember 2021 weiter gestiegen. Mit 7 Prozent erreichte sie den höchsten Stand seit 1982. Die Bürger in den Vereinigten Staaten, besonders der breite Niedriglohnsektor, ächzen und den stark gestiegenen Verbraucherpreisen. Bei der US-Notenbank FED werden die Schweißperlen auf der Stirn von Jerome Powell immer größer. Und Goldanleger fragen sich mittlerweile ernsthaft, ob ihr geliebtes Edelmetall kaputt ist oder ob sie in den letzten Jahren einem riesigen Hoax aufgesessen sind. 

Inflation war 30 Jahre lang kaum ein Thema gewesen

Der Schock sitzt derzeit überall tief. Besonders Nahrungsmittel und Energie, allen voran Öl und Gas, sind innerhalb eines Jahres „sauteuer“ geworden. Viele Menschen, besonders die junge Generation aus den 1990er und die Millennials (um die Jahrtausendwende Geborene) sind solche Preissteigerungen eher fremd. Jahrelang waren die Inflationsraten eher niedrig. Inflation war selten in Thema in der persönlichen Lebensplanung. Inflation kannte man lange nur aus Entwicklungsländern, „Bananenrepubliken“ oder aus den Erzählungen der Großeltern.

Und auch beim Investieren und an den Aktienmärkten spielte sie lange Zeit nur eine untergeordnete Rolle. Es gab sogar Phasen in der Wirtschaftsgeschichte, in denen die Preise auf breiter Front gefallen sind, also negativ waren. Während der Finanzkrise 2008/09 war das der Fall. Auch im Jahre 2015 fiele die Preise leicht unter die Nulllinie. Von der großen Depression in den 1930er Jahren mal ganz abgesehen. Und jetzt der abrupte Trendwechsel.

Inflation USA ab 1915

Inflation kurz vor dem langfristigen Abwärtstrend

Wenn man sich aber den langfristigen Verlauf der US-Inflationsrate seit dem Jahre 1915 anschaut, so kann man feststellen, dass hier per Definition noch gar kein Trendwechsel stattgefunden hat. Die jüngsten Preissteigerungen sind im historischen Kontext eher gering und nicht auffällig. 

Schauen Sie in die 1940er, 1960er und 1970er! Damals mussten die Menschen mit Preissprüngen von 12, 15 bis hin zu 20 Prozent klarkommen. Sicher, in einigen europäischen Ländern sind solche Raten mittlerweile Realität. Estland weist unter den EU-Ländern mit 12 Prozent die höchste Inflation aus. Und die Türkei schießt mit 36 Prozent den sprichwörtlichen Vogel ab.

Fallende Preise sehr viel wahrscheinlicher als weiter steigende 

Nimmt man die obere rote Abwärtstrendlinie, die ihren Ursprung im Jahre 1920 hat, so hätte der laufende Preisschub in Übersee noch Platz bis etwa 8,5 Prozent, ggf. auch 9 Prozent. Dort könnten die Preise auf breiter Front dann wieder beginnen zu bröckeln. Zumindest die Gaspreise (Natural Gas), als Bestandteil der Energiepreise, sind seit dem Panikhoch im Herbst 2021 bereits über 30 Prozent eingebrochen. Die Ölpreise könnten, wie hier beschrieben und skizziert, nach einem Test der 100 USD Marke, folgen.

Natural Gas Erdgas

Auch, wenn es aktuell schwer vorstellbar ist: Der Inflations-Hype nähert sich dem Höhepunkt. Es ist absehbar, dass die Inflationsrate in den USA ab dem Frühjahr wieder den Rückwärtsgang einlegen und sich auf Sicht von 1,5 bis 2 Jahren wieder der unteren grünen Unterstützungslinie im Bereich von 2 bis 1,5 Prozent annähern wird. 

Frankreich deckelt Anstieg der Strompreise bei vier Prozent 2022

Paris (Reuters) – Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire will den Anstieg der Strompreise in diesem Jahr deckeln.

In einem Interview der Zeitung “Le Parisien” am Donnerstag sagte Le Maire, dass die Preise um nicht mehr als vier Prozent erhöht werden dürften. Ohne einen solchen Deckel waren Experten von einem Anstieg um bis zu 20 Prozent ausgegangen. Um die Preise zu begrenzen, soll der in Staatsbesitz befindliche Versorger EDF die Atomkraft-Volumina erhöhen, die er an kleinere Rivalen verkauft. Die EU-Kommission habe dem Vorhaben bereits zugestimmt, ergänzte der Minister. Preissteigerungen von Strom im Winter haben in Frankreich den Charakter sozialen Sprengstoffs. Außerdem muss die Regierung neue Proteste befürchten. Ministerpräsident Jean Castex sagte die Preisbremse im September zu.