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Voestalpine treibt Wandel zur grünen Stahl-Produktion voran

Die Energie für die Eisen- und Stahlerzeugung soll in Zukunft nicht mehr aus Kohle, sondern aus grünem Strom und Wasserstoff kommen. “Beim Klimaschutz wollen wir Teil einer Lösung sein und deswegen haben wir einen klaren Plan zur Dekarbonisierung entwickelt”, sagte Vorstandschef Herbert Eibensteiner am Mittwoch. Derzeit ist das Unternehmen mit Sitz in Linz der größte Co2-Emittent des Landes.

In einem ersten Schritt will Voestalpine durch einen teilweisen Umstieg von kohlebasierten Hochöfen auf Elektroöfen die Co2-Emissionen um etwa ein Drittel bis 2030 senken. “Unser Ziel ist es, 3,2 Millionen Tonnen einzusparen pro Jahr”, sagte der Leiter der Stahl-Division, Hubert Zajicek. Derzeit lägen die Emissionen bei elf Millionen Tonnen.

“Ein Grundprinzip der Stahlerzeugung ist, dass Co2 produziert wird, deswegen müssen wir eine Technologie-Transformation vornehmen”, erklärte Eibensteiner. Die Voestalpine investiere daher verstärkt in neue Technologien. Derzeit forsche das Unternehmen etwa in der Steiermark an einem Projekt mit Wasserstoffplasma zur Stromerzeugung. Darüber hinaus habe der Konzern ein Patent zur Co2-neutralen Erzeugung eines wichtigen Vormaterials für die Stahlerzeugung erteilt bekommen. “Der Inhalt des Patents ist, wie können wir mit grünem Wasserstoff und Biogas, also klimaneutralen Gasen, Eisenschwamm erzeugen”, sagte Eibensteiner.

Wichtig für den Konzernumbau sei für die Voestalpine jedoch auch die politische Unterstützung. “Diese Umstellung muss wirtschaftlich bleiben”, betonte Eibensteiner. Benötigt würden etwa ausreichend erneuerbare Energien zu wettbewerbsfähigen Preisen und ein Ausbau der Stromnetze.