ARCHIV: Im Bau befindliche Einfamilienhäuser in der Gemeinde Valley Center, Kalifornien, USA, 3. Juni 2021. REUTERS/Mike Blake

US-Wohnbaugeschäft kühlt sich im April ab – Deutlich weniger Genehmigungen

Washington (Reuters) – Angesichts steigender Hypothekenkosten hat der Wohnbau in den USA im April eine Dämpfer erlitten.

Die Zahl der neu begonnenen Projekte fiel im April um 0,2 Prozent auf – hochgerechnet auf das gesamte Jahr – 1,724 Millionen, wie das Handelsministerium am Mittwoch mitteilte. Im Vormonat waren es abwärts revidiert 1,728 Millionen. Die Zahl der Baugenehmigungen fiel zugleich im April deutlich – und zwar um 3,2 Prozent auf annualisiert 1,819 Millionen.

Die US-Notenbank hat im Kampf gegen die stark steigende Inflation jüngst den größten Zinsschritt seit 22 Jahren unternommen. Mit dem aktuellen Zinsniveau von 0,75 bis 1,00 Prozent sind auch Hypotheken teurer geworden. Mit einem Durchschnittszins von 5,30 Prozent bei Verträgen zur Baufinanzierung mit 30-jähriger Laufzeit wurde zuletzt der höchste Wert seit Juli 2009 erreicht. Die kräftig gestiegenen Preise für Holz und Baumaterialien sorgen überdies für höhere Kosten.