US-Dollarnoten in der Nähe der andalusischen Hauptstadt Sevilla in

US-Dienstleister schalten beim Wachstum einen Gang zurück

Der Einkaufsmanager-Index fiel auf 60,1 Punkte nach einem Rekordwert von 64,0 im Mai, wie aus der am Dienstag veröffentlichten Firmen-Umfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Das ist das niedrigste Niveau seit Februar. Von Reuters befragte Experten hatten lediglich mit einem leichten Rücksetzer auf 63,5 Punkte gerechnet. Das Barometer liegt trotz des Rückgangs weiter deutlich über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten.

“Die Stimmung im Dienstleistungsbereich hat sich im Juni eingetrübt, was vor dem Hintergrund des deutlichen Anstiegs in den Monaten zuvor und in Anbetracht des extrem hohen Niveaus nicht überbewertet werden sollte”, so Ökonom Ulrich Wortberg von der Helaba. Das Wachstumsszenario bleibe intakt, dennoch könnte die Diskussion über ein Zurückfahren der Konjunkturhilfen der Notenbank Fed einen kleinen Dämpfer erhalten.

Die Fed will ihre Geldspritzen zur Linderung der Corona-Krise im Umfang von 120 Milliarden Dollar pro Monat so lange fortsetzen, bis spürbare weitere Fortschritte auf dem Weg zu Vollbeschäftigung und Preisstabilität erreicht sind. Beobachter erhoffen sich von der am Mittwoch anstehenden Veröffentlichung der Protokolle der jüngsten Zinssitzung Aufschluss über die internen Debatten der Währungshüter zu diesem Thema.