Stabile BIP-Daten sorgen für Aufwärtsschwung an den europäischen Aktienmärkten

Nachdem es am Montag zu Abverkäufen kam konnten sich die europäischen Aktienmärkte heute wieder etwas erholen. Der DAX überwand die 17.000-Marke erneut, noch signifikanter fielen die Aufwärtsbewegungen jedoch beim FTSE 100 in Reaktion auf Abwärtsbewegungen beim Britischen Pfund aus. Auch in den Schwellenländern der Eurozone überwiegen heute die Anstiege, zudem legte der italienische MIB um 0,75% zu nachdem es gestern aufgrund genereller Verunsicherung bei Papieren des Bankensektors zu einem Einbruch kam. Heute veröffentlichte Daten deuten auf gesundes Wachstum und steigende Inflation in der Eurozone hin, ob die Europäische Zentralbank (EZB) in nächster Zeit die QE-Maßnahmen reduzieren wird bleibt allerdings weiterhin abzuwarten.

An den asiatischen Märkten setzten sich die Abwärtsbewegungen heute fort, insbesondere die japanischen Märkte reagierten mit Kurseinbrüchen darauf dass die Bank of Japan (BoJ) ihre Geldpolitik erneut unverändert beließ. In China und Hong Kong blieben die Märkte heute aufgrund der Neujahrsfeierlichkeiten geschlossen. An den amerikanischen Aktienmärkten setzten sich die jüngsten Abwärtsbewegungen fort, auch in nächster Zeit könnten die Entscheidungen der neuen US-Administration für Kursverluste sorgen. Die Rohölpreise gaben erneut leicht nach, die amerikanische Leichtrohölsorte West Texas Intermediate (WTI) notierte aktuell erneut unter $ 53.00 pro Barrel.

Eurozone: Wirtschaft weiterhin auf Wachstumskurs

Die Wirtschaft der Eurozone ist im vierten Quartal auf moderatem Wachstumskurs geblieben. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) habe um 0,5 Prozent zum Vorquartal zugelegt, teilte das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mit. Volkswirte hatten dies erwartet. Im dritten Quartal war die Wirtschaft der Eurozone um 0,4 Prozent gewachsen.

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal wuchs die Wirtschaft der Eurozone im letzten Jahresviertel 2016 um 1,8 Prozent. Im dritten Quartal hatte das BIP im gleichen Tempo zugelegt.

Die Inflation im Euroraum hat im Januar einen überraschend großen Sprung nach oben gemacht. Die Verbraucherpreise stiegen um 1,8 Prozent zum entsprechenden Vorjahresmonat, wie das europäische Statistikamt Eurostat mitteilte. Dies ist die höchste Rate seit Februar 2013. Im Vormonat waren die Verbraucherpreise noch um 1,1 Prozent gestiegen. Deutlich teurer als vor einem Jahr waren Energie und Lebensmittel. Die Kernrate, die diese schwankungsanfälligen Größen ausschließt, lag im Januar unverändert bei 0,9 Prozent. Dies war von Volkswirten erwartet worden.

 

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