ARCHIV: Schweizerische Nationalbank (SNB) in Bern, Schweiz, 11. Oktober 2021. REUTERS/Denis Balibouse

SNB gibt zur Franken-Schwächung weniger aus

Zürich (Reuters) – Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat ihre Devisenmarkt-Interventionen zur Franken-Schwächung im dritten Quartal zurückgefahren.

Die Notenbank setzte im Zeitraum Juli bis September 2,79 Milliarden Franken ein, um einer Aufwertung der Landeswährung entgegenzuwirken. Das geht aus den Bilanzdaten hervor, die am Freitag auf der Internetseite der Notenbank veröffentlicht wurden. Im Frühjahrsquartal waren es noch 5,44 Milliarden Franken, im dritten Quartal 2020 sogar 10,97 Milliarden.

Mit Interventionen und Negativ-Zinsen stemmt sich die SNB seit Jahren gegen eine Verteuerung der besonders in Krisenzeiten als sicherer Hafen gefragten Schweizer Währung. Zuletzt hielt sich die Notenbank mit solchen Transaktionen aber offenbar zurück. Ökonomen und Analysten spekulieren daher, dass die im Markt als Verteidigungslinie angesehene Marke von 1,05 Franken je Euro gefallen sein könnte.