Rohölpreise im Aufwind

An den europäischen Aktienmärkten setzte sich am Donnerstag die Konsolidierung fort, FTSE 100 und DAX erreichten erneut Höchststände während das Britische Pfund leicht nachgab und der Fokus vieler Marktteilnehmer weiterhin auf der in Frankreich bevorstehenden Präsidentschaftswahl liegt. In Asien gab der Nikkei um 0,04% nach, auch bei Hang Seng und CSI 300 war Schwäche zu beobachten. Die Am Mittwoch veröffentlichten FOMC Minutes dämpften die Hoffnungen vieler Marktteilnehmer auf eine baldige Zinsanhebung, wodurch der U.S. Dollar unter Druck geriet.

Bei den Rohölpreisen waren leichte Aufwärtsbewegungen zu beobachten. So legte die amerikanische Leichtrohölsorte West Texas Intermediate (WTI) am Donnerstag um 1,4% zu um bei $ 54.39 pro Barrel zu notieren. Vor allem die Daten des American Petroleum Institute (API), die einen unerwarteten Rückgang bei den US-Rohöl-Lagerbeständen aufzeigten, dürften der Katalysator hinter den Anstiegen gewesen sein. Laut den API-Daten nahm der Gesamtfüllstand der US-Rohöl-Lagerbestände während der vergangenen Woche um 884.000 Barrel ab, Analysten rechneten im Konsens mit einem Zuwachs um 3,5 Millionen Barrel.

Das Verbrauchervertrauen nahm laut jüngsten Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) in Deutschland überraschend ab. Nach dem glänzenden Start in das Jahr 2017 muss die Verbraucherstimmung in Deutschland im Februar einen kleinen Rückschlag hinnehmen. Sowohl die Konjunktur- und Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung gehen zurück. Für den Monat März liegt die Prognose für das Konsumklima bei 10,0 Punkten nach 10,2 Zählern im Februar.

Der Regierungswechsel in den USA und die zuletzt deutlich gestiegene Inflation haben der überaus guten Konsumstimmung im Februar einen Dämpfer versetzt. So büßen die Konjunktur- und Einkommenserwartung einen wesentlichen Teil ihrer Gewinne aus den Vormonaten wieder ein. Im Sog der gesunkenen Einkommensaussichten sinkt auch die Anschaffungsneigung moderat.

Wirtschaftswachstum der Eurozone schwächer als erwartet

Die Wirtschaft der Eurozone ist Ende 2016 etwas schwächer als erwartet gewachsen. Im vierten Quartal habe das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,4 Prozent zum Vorquartal zugelegt, teilte das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mit. In einer ersten Schätzung hatte Eurostat noch einen Anstieg um 0,5 Prozent gemeldet. Volkswirte hatten eine Bestätigung erwartet.

Im dritten Quartal war die Wirtschaft der Eurozone ebenfalls um 0,4 Prozent gewachsen. Seit Frühjahr 2013 ist die Wirtschaft des gemeinsamen Währungsraumes auf Wachstumskurs. In diesem Zeitraum legte das BIP jeweils meist um 0,2 Prozent bis 0,5 Prozent im Quartalsvergleich zu, Anfang 2015 gab es ein Plus von 0,8 Prozent.

 

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