ARCHIV: Ein Logo von Eurowings auf dem Flughafen Köln-Bonn während eines Streiks der Kabinenmitarbeiter der deutschen Fluggesellschaft Germanwings, Köln, Deutschland

Piloten-Streik bei Eurowings trifft rund 30.000 Passagiere

Frankfurt/Berlin (Reuters) – Der Ferienflieger Eurowings hat wegen des Piloten-Streiks am Donnerstag jeden zweiten Flug absagen müssen.

Die Lufthansa-Tochter erklärte, bis zum Ende des ganztägigen Ausstands könne die Hälfte der gut 500 geplanten Flüge stattfinden. Knapp 30.000 Passagiere an den Airports Düsseldorf, Köln, Berlin, Hamburg und Stuttgart mussten ihre Reisepläne ändern. Nach Ende des Streiks um Mitternacht soll der Flugbetrieb am Freitag wieder normal laufen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hatte zum Arbeitskampf aufgerufen, nachdem im Streit über eine Entlastung der Flugzeuglenker bei der Arbeitszeit in zehn Verhandlungsrunden keine Annäherung gelang.

Die VC beklagt, Eurowings lasse die rund 800 betroffenen Piloten ständig bis zum gesetzlichen Limit arbeiten. Ein 40 Jahre langes Berufsleben sei bei dieser Belastung nicht durchzuhalten, erklärte VC-Sprecher Matthias Baier. “Das sollte der Arbeitgeber zur Kenntnis nehmen. Und hier sind dringend Nachbesserungen erforderlich.” Ein neues Angebot des Arbeitgebers gebe es bisher nicht. Weitere Arbeitskämpfe seien nicht geplant, aber auch nicht auszuschließen. Die VC fordert längere Ruhezeiten und mehr freie Tage. Eurowings-Personalchef Kai Duve hatte die Arbeitsniederlegung als unverhältnismäßig und unverantwortlich bezeichnet.

(Bericht von Ilona Wissenbach, Klaus Lauer, Reuters TV. Redigiert von Olaf Brenner.; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)