ARCHIV: Der Hauptsitz der New York Times in der 8th Avenue in New York, USA, 5. Februar 2008. REUTERS/Gary Hershorn

NYT kauft Online-Spiel “Wordle” – Nutzer fürchten Bezahlschranke

Stockholm (Reuters) – Die US-Zeitung New York Times (NYT) baut mit dem Kauf des beliebten Online-Wortspiels “Wordle” ihr digitales Angebot aus.

Die Übernahme, für die die Zeitung nach eigenen Angaben einen niedrigen siebenstelligen Betrag ausgegeben hat, soll die Online-Spiele-Sparte der Zeitung stärken, wie die NYT mitteilte. Mit der Aussage, das Spiele-Abonnement stehe “zunächst” weiterhin frei zur Verfügung, zog das Unternehmen jedoch den Unmut von Nutzern auf sich. Sie fürchten, dass die Zeitung bald Gebühren verlangt, wie sie es auch bei anderen Online-Spielen bereits tut. “Mit der Andeutung, Wordle hinter die Bezahlschranke zu stecken, wird uns in diesen dunklen, erschöpfenden Zeiten der wenige dumme Spaß genommen, den wir noch haben”, twitterte ein Nutzer.

“Wordle wird nun eine Rolle in der täglichen Unterhaltung spielen und Millionen von Menschen auf der ganzen Welt einen weiteren Grund geben, sich an die Times zu wenden, um ihre täglichen Nachrichten und Ansprüche zu befriedigen”, erklärte die NYT. Spiele und Rätsel sind Teil der Strategie, Leser über Apps und Websites an sich zu binden. Bis 2025 soll die Zahl der Digital-Abonnenten auf zehn Millionen steigen. Die Zeitung ist schon 2011 – früher als viele andere Medien – ins Geschäft mit zahlenden Abonnenten für Online-Nachrichten eingestiegen und hat mehrere Online-Anbieter für Spiele oder Hörbücher gekauft.

Ihr neuester Erwerb Wordle stellt seinen Nutzen täglich neue Rätsel. Sie müssen mit maximal sechs Versuchen ein Wort mit fünf Buchstaben erraten. Entwickelt wurde das Spiel vom ehemaligen Reddit-Software-Ingenieur Josh Wardle.