Kurse an europäischen Aktienmärkten auf Talfahrt

An den europäischen Aktienmärkten waren heute trotz positiver ESI-Daten überwiegend Kursverluste zu beobachten. Der DAX unterschritt im Tagesverlauf erneut die kritische 18.000-Marke, auch der italienische MIB geriet signifikant unter Druck und gab um mehr als 2% nach. Insbesondere Papiere des Bankensektors gaben heute signifikant nach, UniCredit Spa verlor im Tagesv mehr als 5% nachdem die größte Bank Italiens ankündigte dass die EZB konkrete Pläne zur Abwicklung von faulen Krediten verlangt. Doch nicht nur in Europa, sondern weltweit ist an den Aktienmärkten eine Korrektur zu beobachten, was unter darauf zurückzuführen sein dürfte dass die jüngsten Entscheidungen der neuen US-Administration, neue geopolitische Risiken und die Angst vor einem globalen Handelskrieg derzeit die Stimmung der Anleger drücken. Der Euro Stoxx 50 bewegte sich heute um etwa 1% abwärts, der FTSE konnte die jüngsten Aufwärtsbewegungen heute trotz einer Schwäche des Britischen Pfund nicht fortsetzen.

Die Rohölpreise konnten heute etwas zulegen. So notiert die amerikanische Leichtrohölsorte West Texas Intermediate (WTI) nach einem Plus in Höhe von 0,4% aktuell bei $ 53.40 pro Barrel und damit in der Nähe des Tageshochs bei $ 53.46.

Wirtschaftliche Stimmung hellt sich auf

Die Europäische Zentralbank forderte einige Banken in der Eurozone auf, bis Ende Februar konkrete Pläne für den Abbau von problematischen Krediten vorzulegen. Welche Banken von den Forderungen der EZB genau betroffen sind bleibt bisher unklar – Die italienische Großbank UniCredit teilte bereits mit, eine entsprechende Aufforderung erhalten zu haben.

Der Economic Sentiment Indicator (ESI), der die wirtschaftliche Stimmung von Unternehmen und Verbrauchern abbildet, ist im Januar um 0,4 Punkte auf 108,2 Zähler und damit auf den höchsten Stand seit sechs Jahren geklettert. Das nur die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe einfangende Geschäftsklima (BCI) stagnerite bei 0,77 Punkten.

In Deutschland kletterte die Inflationsrate im Januar auf 1,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt auf Basis vorläufiger Daten mitteilte. Insbesondere der anziehende Ölpreis sorgte für den erhöhten Preisdruck. Im Dezember betrug die Teuerungsrate noch 1,7 Prozent. Zuvor befragte Experten hatten für den ersten Monat im neuen Jahr mit einem Wert von 2 Prozent gerechnet.

 

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