ARCHIV: RWE-Logo, Illustration vom 20. Oktober 2021. REUTERS/Dado Ruvic

Investor Enkraft lässt im Streit mit RWE um Kohle-Aus nicht locker

Düsseldorf (Reuters) – Der aktivistische Investor Enkraft setzt den Versorger RWE weiter unter Druck.

RWE habe es bislang versäumt, erste Schritte auf dem Weg zu einer Abtrennung des Braunkohle-Geschäfts einzuleiten, kritisierte Enkraft-Vertreter Benedikt Kormaier am Donnerstag. Dies sei erschreckend. RWE-Chef Markus Krebber hatte zuvor in einem Reuters-interview gesagt, sein Konzern und Enkraft verfolgten das gleiche Ziel, RWE wolle aber nicht mit der Brechstange vorgehen. Enkraft hatte im vergangen Jahr erklärt, mehr als 500.000 Aktien des Versorgers zu halten. Druck will der Investor einem Bericht des “Manager Magazin” zufolge auch auf der RWE-Hauptversammlung ausüben.

Enkraft verlange, dass sich die von Krebber verkündete Unternehmensstrategie “Growing Green” auch in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats widerspiegeln solle, berichtete das Magazin. “Dass RWE als Unternehmen mit klarer Ausrichtung auf erneuerbare Energien im Aufsichtsrat kaum über entsprechende Expertise verfügt, halten wir für absurd”, sagte Enkraft-Geschäftsführer Kormaier dem Blatt. Kormaier prüfe deshalb Abwahlanträge für die Kontrolleure Erhard Schipporeit und Hans-Peter Keitel.