ARCHIV: Eine Ölpumpe im Permian Basin in der Nähe von Midland, Texas, USA, 3. Mai 2017. REUTERS/Ernest Scheyder

Insider – Westen könnte Ölreserven nach Preisanstieg freigeben

Washington/London (Reuters) – Die USA und ihre Verbündeten erwägen Insidern zufolge angesichts steigender Ölpreise nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine eine Freigabe von Ölreserven.

Die genaue Menge stehe allerdings noch nicht fest, sagte am Montag ein hochrangiger Branchenvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. “Das Volumen wird noch diskutiert.” Vor allem Europa werde Ölreserven auf den Markt werfen. Zuvor hatte das “Wall Street Journal” berichtet, dass eine Freigabe von 70 Millionen Barrel erwogen werde.

Die Ölpreise sind nach der russischen Invasion auf den höchsten Stand seit 2014 gestiegen. Die westlichen Verbündeten haben Sanktionen gegen Russland verhängt und einige Banken von einem globalen Zahlungssystem Swift ausgeschlossen, was zu einer Unterbrechung der russischen Ölexporte führen könnte.

Die Internationale Energieagentur (IEA), die in Paris ansässig ist und die Energiepolitik der Industrieländer koordiniert, will an diesem Dienstag ein außerordentliches Ministertreffen abhalten. Dieses werde von der amerikanischen Energieministerin Jennifer Granholm geleitet und solle sich mit der Frage, wie die Industrieländer die Energiemärkte stabilisieren könnten, twitterte IEA-Chef Fatih Birol.