ARCHIV: Rohölleitungen und Ventile in der Strategic Petroleum Reserve in Freeport, Texas, USA, 9. Juni 2016. REUTERS/Richard Carson

Insider – USA arbeiten an koordinierter Freigabe von Ölreserven

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Washington (Reuters) – Die US-Regierung arbeitet angesichts der nach dem russischen Angriff auf die Ukraine stark gestiegenen Preise für Rohöl an einer weltweit koordinierten Freigabe von Ölreserven.

Das werde gerade mit der in Paris ansässigen Internationale Energieagentur (IEA) beraten, sagte ein Regierungsmitarbeiter am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters. Der Plan befinde sich allerdings noch in einem “frühen Stadium”, sagte ein Insider mit Kenntnis der Gespräche. Der Ölpreis war zuvor über die Marke von 100 Dollar pro Barrel gestiegen.

Russland ist einer der größten Öl- und Gasexporteure der Welt. Mit dem Preisanstieg werden nicht nur Kraftstoffe und Heizöl für Verbraucher teurer, sondern auch für Unternehmen. Diese dürften versuchen, zumindest einen Teil der steigenden Kosten an ihre Kunden weiterzugeben. Das ebenfalls teurer gewordene Erdgas ist zugleich Hauptbestandteil vieler Düngemittel, was wiederum Nahrungsmittel verteuern könnte.

In Deutschland könnte die Teuerungsrate zeitweise auf bis zu 6,1 Prozent klettern, so das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in einer Modellsimulation.