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Insider – Neues EZB-Kriseninstrument muss für Italien nicht eingesetzt werden

Frankfurt (Reuters) – Währungshüter der EZB sehen derzeit Insidern zufolge keine Notwendigkeit dafür, mit Hilfe ihres neuen Anleihen-Schutzschirms Italien unter die Arme zu greifen.

Analysten hatten darüber spekuliert, ob die Europäische Zentralbank (EZB) ihr neugeschaffenes Anleihenkauf-Instrument TPI aktivieren werde, um einen Anstieg der Renditen italienischer Staatsanleihen und deren Renditeaufschläge einzudämmen. Vier Insider sagten der Nachrichtenagentur Reuters allerdings nun, aus ihrer Sicht sei es nicht erforderlich TPI einzusetzen. Denn die bisherigen Marktreaktionen seien weder ungeordnet noch ungerechtfertigt, merkten sie an. Dies sind zwei Schlüsselbedingungen der Währungshüter für eine Aktivierung des neuen Instruments.

Sorgen bezüglich der Entwicklung der italienischen Staatsfinanzen angesichts des Regierungswechsels hatten zuletzt die Renditen italienischer Staatsbonds nach oben getrieben. Die Rendite zehnjähriger Titel kletterte zeitweilig auf 4,927 Prozent und damit auf das höchste Niveau seit fast zehn Jahren. Der Renditeaufschlag zu deutschen Staatstiteln (Spread) nahm auf über 2,50 Prozentpunkte zu. Noch im Sommer hatte eine derartige Spreadausweitung die EZB auf den Plan gerufen. Die Euro-Notenbank eine Stellungnahme zu den Informationen ab.

(Bericht von Francesco Canepa, Balazs Koranyi, Frank Siebelt; Redigiert von Scot W. Stevenson; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)