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Daimler Truck will Rendite bis 2025 steigern

Daimler Truck wird in allen Regionen eine Benchmark-Profitabilität und bis 2025 eine insgesamt zweistellige Umsatzrendite anstreben, starke Marktbedingungen vorausgesetzt”, erklärte das Unternehmen am Donnerstag bei seinem Strategietag. Die Fixkosten sollen dafür um 15 Prozent im Vergleich zu 2019 gesenkt werden. Zugleich sollen die Personalkosten bis 2022 um 300 Millionen Euro gedrückt werden, wie schon länger bekannt ist. “Wir sind bereit, harte Entscheidungen zu treffen, um unsere Fixkosten zu senken und unsere finanzielle Performance weiter zu verbessern”, sagte Truck-Chef Martin Daum. “Jede Region muss liefern.” Denn während Daimlers Lkw-Profitabilität in Nordamerika den Maßstab der Branche setze, müsse sie in Europa, Brasilien und Asien deutlich verbessert werden.

In den vergangenen Jahren erwirtschaftete der Weltmarktführer für Schwerlaster mit rund sechs Prozent Umsatzrendite weniger als etwa die Volkswagen-Tocher Scania, die meist um die zehn Prozent erreichte. Die höchste Rendite von Daimler Trucks & Bus im vergangenen Jahrzehnt betrug 7,2 Prozent im Jahr 2018. Künftig sollen sechs Prozent bei schwachem Marktumfeld erreicht werden. “Wir wissen, unsere Finanzergebnisse waren in den letzten Jahren nicht da, wo sie sein sollen”, sagte der neue Finanzchef Jochen Götz in der Online-Konferenz mit Investoren und Analysten. “Das müssen wir reparieren.” Sparen allein soll nicht zum Ziel führen. Daimler will sich künftig stärker auf profitablere Schwerlaster konzentrieren und mehr mit Services wie Ersatzteilgeschäft und Finanzdienstleistungen verdienen. Der Umsatzanteil der Dienstleistungen soll von derzeit 30 Prozent bis 2030 auf 50 Prozent steigen.

Der Stuttgarter Nutzfahrzeughersteller nannte ein konkretes Absatzziel für emissionsfreie Fahrzeuge: Bis 2030 sollen bis zu 60 Prozent des Absatzes mit Batterie- oder Brennstoffzellen bestritten werden.

“Daimler kann nicht erklären, warum der Weltmarktführer für Schwerlaster mit die geringste Profitabilität aufweist”, schrieb Daniel Schwarz von Stifel Research in einer Vorschau auf den Termin. Das hätte für Anleger in Daimler-Aktien aber kaum eine Rolle gespielt, weil das Pkw-Geschäft von Mercedes-Benz im Vordergrund stand. Mit dem Börsengang müsse sich der Stuttgarter Lkw-Bauer künftig dem Vergleich mit Volvo, Traton mit der profitablen Marke Scania und Paccar stellen. Daimler hatte Anfang des Jahres entschieden, das Nutzfahrzeug- vom Pkw-Geschäft Mercedes-Benz abzuspalten und bis Jahresende einen Minderheitenanteil an die Börse zu bringen.