ARCHIV: Ein Unternehmenslogo in der Zentrale der deutschen Commerzbank AG in Frankfurt, Deutschland

Commerzbank – Prognose ist kein Selbstläufer

Frankfurt (Reuters) – Die Commerzbank sieht angesichts der aufziehenden Rezession das Schlussquartal als das schwierigste Quartal des Jahres an.

“Wir haben noch drei Monate des Geschäftsjahres vor uns. Und die werden rein konjunkturell betrachtet wahrscheinlich die schwierigsten des Jahres werden”, sagte Finanzchefin Bettina Orlopp in einem im Intranet der Bank veröffentlichten Interview, das von Reuters am Freitag eingesehen wurde. “Deshalb ist die Prognose auch kein Selbstläufer.”

Erst vor wenigen Tagen hatte die Commerzbank trotz einer weiteren millionenschweren Ergebnis-Belastung durch die polnische Tochter mBank ihre Prognose bekräftigt. Demnach erwartet das Frankfurter Institut für 2022 weiterhin ein Konzernergebnis von mehr als einer Milliarden Euro. Der Umbau der Bank zahle sich aus, zudem profitiere das Institut von den Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank, sagte Orlopp.

Konzernchef Manfred Knof kündigte an, das Auslandsnetz der Bank an die veränderten Handelskorridore anzupassen. “Zum Beispiel in Nordafrika oder im Nahen und Mittleren Osten, weil das Thema Energiebeschaffung für die deutsche Wirtschaft einen ganz anderen Stellenwert gewinnen wird”, sagte Knof in dem im Intranet veröffentlichten Interview.

(Von Marta Orosz und Tom Sims, geschrieben von Hans Seidenstücker, redigiert von Ralf Banser; Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)