ARCHIV: Logo der Bayer AG in Leverkusen, Deutschland, 27. Februar 2019. REUTERS/Wolfgang Rattay

Bayer will bei Krebsmitteln in die Top-10 aufrücken

Frankfurt (Reuters) – Bayer will sein Geschäft mit Krebsarzneien durch Partnerschaften weiter ausbauen.

“Die Onkologie ist für uns von strategischer Bedeutung. “Es ist unser Ziel und unser Anspruch, dass wir in diesem Feld bis 2030 zu den Top Ten Pharmaunternehmen gehören werden”, erklärt Christian Rommel, Leiter Forschung und Entwicklung in der Bayer-Pharmasparte, am Dienstag. Bisher belegt der Leverkusener Pharma- und Agrarchemiekonzern in diesem Bereich nach Daten von Evaluate Pharma den 14. Platz.

Bayer setzt in der Onkologie vor allem auf Zell- und Gentherapien und hat in diesem Bereich zuletzt mehrere Deals eingefädelt. Das Entwicklungsportfolio der Zell- und Gentherapien von Bayer umfasst gegenwärtig mehrere Präparate in unterschiedlichen Stadien der klinischen Entwicklung. Zur Stärkung seiner Wirkstoffforschung hatte Bayer im Sommer zudem die Übernahme der US-Biotechfirma Vividion für 1,5 Milliarden Dollar angekündigt.

Insgesamt legt Bayer seinen Fokus im Pharmageschäft weiter auf die drei Bereiche Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Onkologie und Frauengesundheit. Auch der Bereich Digitale Gesundheit soll ausgebaut werden. Dafür kündigte Bayer am Dienstag eine Kooperation mit dem Berliner Start-up Ada Health an, in das der Konzern in einer Finanzierungsrunde schon Millionen investierte. Die Technologie aus der App zur Gesundheitsanalyse von Ada soll nun auch auf den Informationswebseiten für Patienten von Bayer zum Einsatz kommen.