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WTI und die Russlandkrise – Verkaufsignal sorgt für Verwirrung

Langfristig sind Kurse deutlich über 100 USD drin

Das langfristige Bild im schwarzen Gold sieht weiterhin sehr bullisch aus. Setzt man die Tiefe der letzten Korrektur im Wochenchart von 85,77 USD auf 62,90 USD auf das Oktoberhoch oben auf, landet man bei Preisen von gut 109,00 USD für ein Barrel der Sorte WTI.

Dies allein ist schon Grund genug für Optimismus. Wird die Tatsache hinzugenommen, dass die langfristige Erholung nach der Covid-19 Pandemie sowie die umfangreichen weltweiten Infrastrukturmaßnahmen für eine anhaltende Nachfrage sorgen dürften, untermauert dies die Sachlage auf der technischen Seite. Allerdings ist der Ölpreis seit dem erneuten Aufflammen der Russlandkrise aus Sorge vor Engpässen in den letzten Tagen deutlich angestiegen.

Tickmill-Analyse: Wochenchart im WTI

In einem nachrichtengetriebenen Markt reicht eine Information aus, um massive Bewegungen zu initiieren. Anzeichen einer Entspannung der Lage dürfte demzufolge zunächst für einen Kursrückgang im WTI sorgen. Genau das ist gestern schon geschehen. Gerüchte über die Entspannung haben einen Kursrückgang ausgelöst.

Kurse unterhalb des gestrigen Tagestiefs bestätigen das damit entstandene Verkaufsignal am Hoch der Aufwärtsbewegung und läuten eine korrektive Phase ein. Als erstes Auffanglevel im Wochenchart bietet sich der Ausbruchsbereich bei 85,77 USD an.

Der Aufwärtstrend auf Tagesbasis muss halten

Tickmill-Analyse: WTI im Tageschart

Ob und wie weit sich eine korrektive Phase im WTI ausweitet ist bislang nicht klar. Fest steht, dass der Aufwärtstrend auf tagesbasis bei Kursen unterhalb des Zwischentiefs von 88,55 USD aus technischer Sicht gebrochen wurde. Kommt es dazu, steht für die Gegenbewegung eine Orientierung an den vergangenen Zwischentiefs der Rally auf der Agenda.

Zu nennen sind hier zunächst die Kurslevel um 86,65 USD und 82,36 USD. Dazwischen liegt der oben bereits erwähnte Ausbruchsbereich von 85,77 USD. Kommt es an keiner dieser Marken zu einer nachhaltigen Kursumkehr, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Test des Dezembertiefs bei 66,26 USD nicht ausgeschlossen werden kann.

Videobesprechung

Die diplomatischen Versuche eine Lösung im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine zu finden ist weiterhin in vollem Gange. Jede offizielle Nachricht wird dabei mit Argusaugen betrachtet und in die Kurse eingepreist.

Eine Entspannung der Lage ist von allen Seiten mehr als erwünscht und dürfte die Sorgen um einen Engpass bei der Versorgung mit dem schwarzen Gold verkleinern. Welche Auswirkungen dies auf die Kursentwicklung hat und wo sich Tradingchancen ergeben, ist Thema in der heutigen Ausgabe von Tickmill’s täglichen Tradingideen.

 

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Erfolgreiches Trading wünscht Ihnen

Ihr Mike Seidl

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